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Dokumentenidentifikation DE3638132C1 10.09.1987
Titel Zusatzgewicht für eine Laufwagen-Zeichenmaschine
Anmelder Franz Kuhlmann Präzisionsmechanik und Maschinenbau GmbH & Co KG, 2940 Wilhelmshaven, DE
Erfinder Otten, Heinrich, 2940 Wilhelmshaven, DE
Vertreter Eisenführ, G., Dipl.-Ing.; Speiser, D., Dipl.-Ing.; Rabus, W., Dr.-Ing.; Ninnemann, D., Dipl.-Ing.; Brügge, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 2800 Bremen
DE-Anmeldedatum 08.11.1986
DE-Aktenzeichen 3638132
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.09.1987
IPC-Hauptklasse B43L 13/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zusatzgewicht für eine Laufwagen-Zeichenmaschine, mit einem Gewichtskörper, wobei das Zusatzgewicht oberhalb des Ausgleichsgewichts des vertikalen Laufwagens ansetzbar und zusammen mit dem Ausgleichsgewicht in der vertikalen Laufschiene verfahrbar ist.

Bei Laufwagen-Zeichenmaschinen dient das in der vertikalen Laufschiene verfahrbar geführte Ausgleichsgewicht dazu, das Gewicht des vertikalen Laufwagens und der daran angeordneten Bauteile so zu kompensieren, daß der vertikale Laufwagen - unabhängig von der Brettneigung - in jeder vom Benutzer gewünschten Position verharrt, wenn der Benutzer keine Antriebskräfte mehr auf den vertikalen Laufwagen ausübt. Das Ausgleichsgewicht, welches über ein Band, Seil od. dgl. über das Kopfende der vertikalen Laufschiene mit dem vertikalen Laufwagen verbunden ist, ist dabei so bemessen, daß die üblicherweise am vertikalen Laufwagen befestigten Bauteile, wie z. B. der Zeichenkopf und daran angeordnete Lineale, kompensiert sind. Werden dagegen die am vertikalen Laufwagen üblicherweise vorhandenen Bauteile oder Zeicheneinrichtungen durch schwerere Einheiten ersetzt, oder werden zusätzliche Zeicheneinrichtungen am vertikalen Laufwagen angeordnet, so reicht das Ausgleichsgewicht nicht aus, um das zusätzliche Gewicht auszugleichen. In diesen Fällen wird an das Ausgleichsgewicht der eingangs genannten Art ein Zusatzgewicht angesetzt, um zusätzliche Gewichte am vertikalen Laufwagen zu kompensieren.

Ein Zusatzgewicht der eingangs genannten Art ist als Zubehörteil für die Zeichenmaschine "Kuhlmann Ergonomic S" bekannt und in den Verkaufsunterlagen dieser Zeichenmaschine erwähnt. Dieses bekannte Zusatzgewicht wird auf dem Ausgleichsgewicht festgeschraubt, wodurch auch bei stark geneigtem Zeichenbrett ein unerwünschtes Abkoppeln des Zusatzgewichtes vom Ausgleichsgewicht sicher verhindert wird, wobei allerdings die Verbindung mit dem Ausgleichsgewicht bzw. die Herausnahme des Zusatzgewichtes relativ zeitaufwendig ist.

Außerdem sind Zusatzgewichte bekannt, die - ohne besondere Befestigung - nur auf das Ausgleichsgewicht gelegt werden, somit leicht ansetzbar und abnehmbar sind, die jedoch bei starker Neigung des Zeichenbrettes sich vom Ausgleichsgewicht abkoppeln und bei einer anschließenden Neigungserhöhung des Zeichenbrettes dann gegen das Ausgleichsgewicht frei fallen, wodurch die Gefahr einer Beschädigung der Zeichenmaschine gegeben ist.

Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, ein Zusatzgewicht der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß ein einfaches und zuverlässiges Ankoppeln des Zusatzgewichtes gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch mindestens ein gegen die Laufschiene wirkendes Bremselement mit einem in Laufrichtung gerichteten, über den Gewichtskörper überstehenden Betätigungsansatz, der das Bremselement aus der Bremsstellung gegen die Wirkung einer Rückstellfeder in eine Laufstellung setzt, wenn das Ausgleichsgewicht gegen den Betätigungsansatz anliegt.

Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, daß das Bremselement bzw. die Bremselemente in die Laufstellung gesetzt werden, wenn das Ausgleichsgewicht gegen den Betätigungsansatz der Bremselemente anläuft, und daß das bzw. die Bremselemente in eine Bremsstellung übergehen, wenn das Ausgleichsgewicht sich vom Zusatzgewicht entfernt. Das Zusatzgewicht bleibt dann in der vertikalen Laufschiene fest gebremst an der betreffenden Position, weil die Bremselemente sich fest gegen die Laufschiene drücken und dadurch eine Bewegung des Zusatzgewichtes verhindern. Fährt dagegen das Ausgleichsgewicht erneut gegen die Betätigungsansätze, so werden die Bremselemente in die Laufstellung zurückgesetzt, das Zusatzgewicht liegt dann wieder am Ausgleichsgewicht an und wird zusammen mit diesem verfahren.

Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Zusatzgewichtes wird der freie Fall eines einmal abgekoppelten Zusatzgewichtes in der vertikalen Laufschiene zuverlässig verhindert, weil bei einer Abkopplung des Zusatzgewichtes vom Ausgleichsgewicht die Bremselemente unter der Wirkung der Rückstellfeder automatisch wieder in die Bremsstellung zurückgesetzt werden.

Besonders bevorzugt sind zwei Bremselemente spiegelbildlich zueinander an dem Gewichtskörper angeordnet und werden unter der Wirkung je einer Rückstellfeder auswärts gegen die Laufschiene in eine Bremsstellung gedrückt, und sie verlassen diese Bremsstellung nur dann, wenn das Ausgleichsgewicht gegen die Betätigungsansätze anliegt und die Bremselemente gegen die Rückstellfedern in den Gewichtskörper zurückfährt.

Besonders bevorzugt sind die Bremselemente als einstückige Formteile ausgebildet, die an einander gegenüberliegenden Ecken des Gewichtskörpers angelenkt sind und einen Bremsabschnitt und den Betätigungsansatz tragen, wobei - in der Bremsstellung - die Berührungslinie des Bremsabschnitts den Gewichtskörper seitwärts und der Betätigungsansatz den Gewichtskörper in Laufrichtung überragen und bei einer Schwenkbewegung in die Laufstellung sich dem Gewichtskörper annähern. Die Verbindungslinie zwischen der Berührungslinie des Bremsabschnitts und der Schwenkachse schließt - in der Bremsstellung - zur Laufrichtung einen Winkel α<90° ein, der sich beim Verschwenken des Formteils in die Laufstellung um den Schwenkwinkel verringert.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche gekennzeichnet.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Aufsicht auf ein Zusatzgewicht einer Laufwagen-Zeichenmaschine; und

Fig. 2 eine Frontansicht des Zusatzgewichtes gemäß Fig. 1.

In den Fig. 1 und 2 ist ein Zusatzgewicht 2 dargestellt, welches einen Gewichtskörper 4 besitzt, der im wesentlichen quader- oder zylinderförmig ausgebildet ist und zwei parallele Stirnflächen 8 aufweist, deren Querschnitt etwa dem Querschnitt der vertikalen Laufschiene einer Laufwagen-Zeichenmaschine entspricht. Zwischen den beiden Stirnflächen 8 , die quer zur Laufrichtung 1 verlaufen, ist eine umlaufende Umfangsfläche 6 vorhanden, welche auch als Mantelfläche bezeichnet werden kann. Der Gewichtskörper besitzt in Laufrichtung mittig eine Aussparung 9, durch die das Befestigungsband oder -seil des Ausgleichsgewichtes für den vertikalen Laufwagen läuft. Am Gewichtskörper 4 sind Gleitelemente 10 angeordnet, die in der dargestellten Ausführungsform Teflon-Gleiter sind und in entsprechenden Ausnehmungen im Gewichtskörper lagern und die Außenkontur des Gewichtskörpers 4 geringfügig überragen.

Der Gewichtskörper 4 besitzt eine Ausnehmung 12 quer zur Laufrichtung, die sich über die lange Seite der Stirnfläche 8 erstreckt und in Laufrichtung eine Ausdehnung a aufweist.

Wie insbesondere in Fig. 1 erkennbar ist, sind zwei Bremselemente 20, die als einstückige Formteile ausgebildet sind, in der Ausnehmung 12 im Bereich der einander gegenüberliegenden Ecken spiegelbildlich zueinander an Schwenkachsen 26 am Gewichtskörper 4 angelenkt. Die Bremselemente 20 besitzen einen Bremsabschnitt 23 und einen Betätigungsansatz 22. Die beiden Bremselemente 20 sind mittels je einer Rückstellfeder 24 in die dargestellte Position vorgespannt, die als Bremsstellung bezeichnet wird. Die Form der Bremselemente 20 und die Position der Schwenkachsen 26 sind dabei so getroffen, daß die mit der Laufschiene in Bremskontakt gelangende Berührungslinie 21 des Bremsabschnitts 23 den Gewichtskörper seitwärts, und der Betätigungsansatz 22 den Gewichtskörper 4 in Laufrichtung überragen und bei einer Schwenkbewegung in eine Laufstellung (nicht dargestellt) sich beide an den Gewichtskörper annähern. Die Schwenkbewegung wird gegen die Wirkung der Rückstellfedern 24 dadurch ausgelöst, daß gegen den Gewichtskörper - in Laufrichtung - gerichtete Kräfte an den Betätigungsansätzen 22 wirken und dadurch die an sich über die Nut 12 überstehenden Betätigungsansätze 22 in die Nut 12 hineinbewegen, wobei auch die seitlich aus dem Gewichtskörper hervorragenden Bremsabschnitte 23 sich in die Nut zurückziehen. Um diese Bewegungscharakteristik zu erreichen, sind die Schwenkachsen 26 in vorgegebenem Abstand von der Mittellinie 19 der Bremselemente 20 angeordnet, und zwar liegen die Schwenkachsen 26 von der benachbarten Stirnfläche 8 weiter entfernt als die betreffende Mittellinie 19 der Bremselemente 20. Bei dieser Ausgestaltung schließt die Verbindungslinie zwischen der Berührungslinie 21 des Bremsabschnitts 23 und der Schwenkachse - in der Bremsstellung - zur Laufrichtung 1 einen Winkel ein, der kleiner als 90° ist, und dieser Winkel reduziert sich beim Verschwenken des Bremselements in die Laufstellung noch um den entsprechenden Schwenkwinkel.

Wenn das Zusatzgewicht 2 gegen das Ausgleichsgewicht des vertikalen Laufwagens angesetzt wird, oder wenn das Ausgleichsgewicht gegen die Bremselemente 20 fährt, werden die Bremselemente 20 aus ihrer Bremsstellung gegen die Wirkung der Rückstellfedern 24 in die Laufstellung geschwenkt, bei der die Bremsabschnitte 23 von der vertikalen Laufschiene zurücklaufen. Das Zusatzgewicht bleibt dann - auch bei geringer Brettneigung - unter seinem Eigengewicht am Ausgleichsgewicht anliegen, wodurch die Bremselemente 20 sicher in ihrer Laufstellung verbleiben. Wird das Zeichenbrett dagegen in eine horizontale Stellung gebracht oder das Zusatzgewicht von Hand festgehalten, und entfernt sich dann das Ausgleichsgewicht vom Zusatzgewicht, so schwenken die Bremselemente 20 in ihre Bremsstellung zurück, bei der die Bremsabschnitte 23 an der Berührungslinie 21 unter der Wirkung der Rückstellfedern 24 gegen die Laufschiene andrücken und das Zusatzgewicht in dieser Position festhalten, auch wenn das Zeichenbrett in eine stark geneigte Stellung gebracht wird. Beim erneuten Anfahren des Ausgleichsgewichts gegen das Zusatzgewicht 2 werden die Bremselemente 20 wieder in die Laufstellung geschwenkt, das Zusatzgewicht liegt dann auf dem Ausgleichsgewicht auf, wodurch die Bremselemente sicher in der Laufschiene gehalten werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Zusatzgewicht für eine Laufwagen-Zeichenmaschine, mit einem Gewichtskörper, wobei das Zusatzgewicht oberhalb des Ausgleichsgewichts des vertikalen Laufwagens ansetzbar und zusammen mit dem Ausgleichsgewicht in der vertikalen Laufschiene verfahrbar ist, gekennzeichnet durch mindestens ein gegen die Laufschiene wirkendes Bremselement (20) mit einem in Laufrichtung gerichteten, über den Gewichtskörper (4) überstehenden Betätigungsansatz (22), der das Bremselement (20) aus der Bremsstellung gegen die Wirkung einer Rückstellfeder (24) in eine Laufstellung setzt, wenn das Ausgleichsgewicht gegen den Betätigungsansatz anliegt.
  2. 2. Zusatzgewicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Bremselemente (20) spiegelbildlich zueinander an dem Gewichtskörper (4) angeordnet sind und unter der Wirkung je einer Rückstellfeder (24) auswärts in die Bremsstellung, und bei Krafteinwirkung auf die Betätigungsansätze (22) gegen die Wirkung der Rückstellfedern (24) einwärts in die Laufstellung bewegbar sind.
  3. 3. Zusatzgewicht nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremselemente (20) als einstückige Formteile ausgebildet sind, die an einander gegenüberliegenden Ecken des Gewichtskörpers (4) angelenkt sind und einen Bremsabschnitt (23) und den Betätigungsansatz (22) tragen, wobei - in Bremsstellung - die Berührungslinie (21) des Bremsabschnitts (23) den Gewichtskörper seitwärts und der Betätigungsansatz den Gewichtskörper in Laufrichtung überragen und bei einer Schwenkbewegung in die Laufstellung sich dem Gewichtskörper annähern.
  4. 4. Zusatzgewicht nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslinie zwischen der Berührungslinie (21) des Bremsabschnitts (23) und der Schwenkachse (26) in der Bremsstellung zur Laufrichtung einen Winkel α<90° einschließt, der sich beim Verschwenken des Formteils in die Laufstellung um den Schwenkwinkel verringert.
  5. 5. Zusatzgewicht nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewichtskörper (4) zylinderförmig ausgebildet ist und zwei Stirnflächen (8) quer zur Laufrichtung sowie eine umlaufende Umfangsfläche (6) zwischen den Stirnflächen (8) enthält, und daß eine ebene Ausnehmung von der Stirnfläche aus in Laufrichtung angeordnet ist und sich über die ganze Länge der Stirnfläche erstreckt und die beiden Formteile mit ihren Schwenkachsen (26) und den Rückstellfedern (24) aufnimmt.
  6. 6. Zusatzgewicht nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Gewichtskörper (4) Laufrollen oder Gleitelemente (10) angeordnet sind, welche längs Laufflächen der vertikalen Laufschiene laufen oder gleiten.






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