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Dokumentenidentifikation DE3608580A1 17.09.1987
Titel Kettenfördervorrichtung, insbesondere für Verpackungsmaschinen
Anmelder Wilhelm Conzelmann Verpackungsmaschinen, 7470 Albstadt, DE
Erfinder Conzelmann, Wilhelm, 7470 Albstadt, DE
Vertreter Möbus, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7410 Reutlingen
DE-Anmeldedatum 14.03.1986
DE-Aktenzeichen 3608580
Offenlegungstag 17.09.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.09.1987
IPC-Hauptklasse B65G 17/48
IPC additional class // B65G 17/18,17/14  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kettenfördervorrichtung, insbesondere für Verpackungsmaschinen, mit mehreren, in gleicher Ausrichtung verbleibenden Mitnehmern, die an zwei parallel zueinander geführten endlosen Förderketten an in Förderrichtung gegeneinander versetzten Stellen angelenkt sind und durch die Förderketten entlang einer Förderstrecke und einer unterhalb davon befindlichen Rückführstrecke bewegbar sind.

Bei Kettenfördervorrichtungen der eingangs genannten Art ergeben sich Probleme, wenn relativ breite und hohe Mitnehmer erforderlich sind, die am Ende und/oder am Anfang der Förderstrecke in ihrer Förderstellung verbleibend aus der Förderstrecke herausgeführt oder in die Förderstrecke eingebracht werden müssen. Es ist zwar grundsätzlich bekannt, die Mitnehmer in ihrer Förderstellung durch ein Anlenken an zwei Förderketten an in Förderrichtung gegeneinander versetzten Stellen auch an den Kettenumlenkstellen in der gleichen Ausrichtung zu halten, die sie auf der Förderstrecke einnehmen, doch bestehen dort die Mitnehmer aus schmalen Mitnahmestegen, die zwischen zwei mit geringem Abstand parallel zueinander verlaufenden Förderketten angeordnet sind. Bei breiten Mitnehmern und entsprechend mit größerem Abstand voneinander verlaufenden Förderketten ergeben sich Stabilitäts- und Führungsprobleme an den Mitnehmern.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kettenfördervorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie auch mit breiten und hohen Mitnehmern bestückt werden kann.

Die gestellte Aufgabe wird mit einer Kettenfördervorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mitnehmer jeweils zwei mit Abstand voneinander angeordnete, durch in einer Förderbahn ausgebildete Schlitze hindurchragende Mitnahmestege aufweisen, die über einen unterhalb der Förderbahn verbleibenden Rahmen miteinander starr verbunden sind, der an beiden Längsseiten jeweils eine Achse als eine der gegeneinander versetzten Anlenkstellen für jeweils eine der beiden Förderketten aufweist, daß beide Förderketten sowohl im Bereich der Förderstrecke als auch im Bereich der Rückführstrecke in nach einer Seite offenen Kunststoffschienen abgestützt geführt sind und daß auf der Förderstrecke die Mitnehmer an einer zusätzlichen Führungsschiene mittels einer Rolle abgestützt sind, die einer der Anlenkachsen gegenüberliegend angeordnet ist.

Die an den breiten Mitnehmern zwangsläufig durch die gegeneinander versetzten seitlichen Anlenkstellen und den großen Abstand der Förderketten auftretenden Kippmomente werden durch die Führung der Förderketten in reibungsarmen Führungsschienen und durch die zusätzliche, auf der Förderstrecke wirksame Führungsrolle aufgefangen. Vorteilhafterweise können die Mitnehmer an beiden Mitnahmestegen aus reibungsarmem Kunststoff gefertigte Gleitwangen aufweisen, die auf der Förderstrecke gegen die Schlitzränder der Förderbahn und auf der Rückführstrecke und/oder den zwischen der Förderstrecke und der Rückführstrecke liegenden Absenk- und Anhebstrecken gegen Führungsleisten anliegen. Durch die Aufgliederung der Mitnehmer in zwei mit Abstand voneinander angeordnete Mitnahmestege wird eine gute zusätzliche Führung in den beiden Schlitzen für die beiden Mitnahmestege oder durch die seitlichen Führungsleisten erreicht, so daß ein großer Teil der von den Mitnehmern auf der Förderstrecke aufzunehmenden Reaktionskräfte von den Abstützschienen für die Förderketten ferngehalten werden kann und die Reaktionskräfte auf verschiedene Abstützstellen verteilt werden.

Die Gleitwangen der Mitnahmestege der Mitnehmer können sich zweckmäßig über den größten Teil der Höhe der Mitnahmestege erstrecken, so daß sie im Bereich der Absenk- und Anhebstrecken die Hauptabstützung übernehmen können und dort auf eine Abstützung der Förderketten verzichtet werden kann. Das Eintauchen der Mitnahmestege in die Schlitze der Förderbahn auf der Anhebstrecke der Förderketten läßt sich dadurch begünstigen, daß die Mitnahmestege sich nach oben verjüngen und in Köpfen aus reibungsarmem Kunststoff enden, die zweckmäßig mit seitlichen Abschrägungen versehen sind.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgebildeten Kettenfördervorrichtung anhand der beiliegenden schematisierten Zeichnungen näher erläutert.

Im einzelnen zeigt

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer mit zwei Mitnehmern ausgerüsteten Kettenfördervorrichtung.

Fig. 2 eine Teildraufsicht auf einen der auf der Förderstrecke befindlichen Mitnehmer in gegenüber Fig. 1 vergrößertem Maßstab;

Fig. 3 eine schematisierte stirnseitige Ansicht der Kettenfördervorrichtung in Richtung des Pfeiles III in Fig. 1, ebenfalls in gegenüber Fig. 1 vergrößertem Maßstab.

Fig. 1 zeigt eine Plattform 10, beispielsweise die Stapelplattform einer Verpackungsmaschine, auf welcher eine Förderstrecke von A nach B ausgebildet ist, der eine Kettenfördervorrichtung mit zwei Mitnehmern 11.1 und 11.2 zugeordnet ist. Die Kettenfördervorrichtung weist zwei in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien angedeutete, parallel zueinander und parallel zur Zeichnungsebene mit Abstand voneinander geführte Förderketten 12 und 13 auf, die sowohl auf ihrer oberen Förderstrecke A-B als auch auf ihrer unteren Rückführstrecke in Führungsschienen 14, 15 und 16, 17 geführt sind. Gemäß Fig. 3 haben die Führungsschienen 14-17 einen U-förmigen Querschnitt mit den Mitnehmern zugewandter Öffnung. Auf der Unterseite der Plattform 10 ist eine zusätzliche Führungsschiene 18 angeordnet, in welcher eine an den Mitnehmern 11.1 und 11.2 seitlich gelagerte Rolle 19 geführt ist. Die beiden Mitnehmer 11 sind auf ihren beiden Seiten jeweils mit einer Achse 20 und 21 versehen, die in Förderrichtung A-B gesehen gegeneinander versetzt angeordnet sind und von denen die Achse 20 gelenkig mit der einen Förderkette 12 und die andere Achse 21 gelenkig mit der anderen Förderkette 13 verbunden ist. In Fig. 1 sind die beiden Achsen 20, 21 aus Übersichtlichkeitsgründen so dargestellt, wie wenn sie beide auf einer Seite der Mitnehmer 11.1 und 11.2 angeordnet wären.

Der Einzelaufbau der Mitnehmer und die gegenseitige Anordnung der Förderketten 12 und 13 sind aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich. Die Mitnehmer weisen jeweils einen etwa quadratischen Rahmen 22 auf, über welchem sich zwei parallele Mitnahmestege 23 und 24 erheben, die relativ hoch sind und sich nach oben zu einer aus reibungsarmem Kunststoff gefertigten und abgeschrägte Seitenwandungen aufweisenden Spitze 27 verjüngen. Auf der oberen Förderstrecke A-B der Förderketten 12 und 13 ragen die beiden Mitnahmestege 23 und 24 der Mitnehmer 11.1 und 11.2 durch in der Plattform 10 ausgebildete parallele Längsschlitze 25 und 26 hindurch nach oben, wie aus Fig. 1 und 3 ersichtlich ist. Die beiden Schlitze 25 und 26 sind gemäß Fig. 3 auf einer Seite durch Führungsleisten 28 und 29 begrenzt. Außerdem sind unterhalb der Plattform 10 zwischen den Führungsleisten 14, 15 und 16, 17 für die Förderketten 12 und 13 zur seitlichen Abstützung der Mitnehmer 11.1, 11.2 dienende Führungsleisten 30 und 31 angeordnet. Beide Mitnahmestege 23, 24 sind auf ihrer Außenseite mit aus reibungsarmen Kunststoff gefertigten Gleitwangen 32 versehen, die sich gemäß Fig. 3 nahezu über die gesamte Höhe der Mitnahmestege 23 und 24 erstrecken.

Auf der Plattform 10, die in ihrem zwischen den beiden Schlitzen 25 und 26 liegenden Bereich in nicht dargestellter Weise zweckmäßig mit Laufrollen besetzt sein kann, können zur Verpackung bestimmte Gegenstände gestapelt werden, die dann mittels der Mitnehmer 11 auf der von A nach B führenden Förderbahn in Fig. 1 nach rechts zu einer Verarbeitungsstation, beispielsweise einem nicht dargestellten Verschnüraggregat, gefördert werden sollen. Während der eine Mitnehmer auf der Förderstrecke A-B bewegt wird, wird der andere Mitnehmer (11.2 in Fig. 1) unterhalb der Plattform 10 zum Ausgangspunkt A zurückbewegt. Die von den beförderten Objekten auf die Mitnahmestege 23 und 24 ausgeübten Kräfte werden zum Teil über die beiden Achsen 20 und 21 auf die Förderketten 12 und 13 übertragen, die auf der Förderstrecke in den beiden Führungsschienen 14 und 15 aus reibungsarmem Kunststoff abgestützt sind. Ein Teil der Kräfte wird außerdem über die Rolle 19 auf die Führungsschiene 18 übertragen. Außerdem wird ein Teil der Kräfte über die Gleitwangen 32 auf die die Ränder 28 und 29 der Schlitze 25 und 26 bildenden Führungsleisten 28 und 29 übertragen. Die unteren Führungsleisten 30 und 31 bewirken über die Gleitwangen 32 eine Abstützung der Mitnahmestege 23 und 24 auf der unteren Rückführstrecke und auf den dazwischenliegenden Strecken der Förderketten 12 und 13, auf denen die Mitnehmer aus dem Bereich der Plattform 10 nach unten abgesenkt oder wieder nach oben in den Bereich der Plattform 10 angehoben werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Kettenfördereinrichtung, insbesondere für Verpackungsmaschinen, mit mehreren, in gleicher Ausrichtung verbleibenden Mitnehmern, die an zwei parallel zueinander geführten endlosen Förderketten an in Förderrichtung gegeneinander versetzten Stellen angelenkt und durch die Förderketten entlang einer Förderstrecke und einer unterhalb davon befindlichen Rückführstrecke bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (11.1, 11.2) jeweils zwei mit Abstand voneinander angeordnete, durch in einer Förderbahn (Plattform 10) ausgebildete Schlitze (25, 26) hindurchragende Mitnahmestege (23, 24) aufweisen, die über einen unterhalb der Förderbahn verbleibenden Rahmen (22) miteinander starr verbunden sind, der an beiden Längsseiten jeweils eine Achse (20, 21) als eine der gegeneinander versetzten Anlenkstellen für jeweils eine der beiden Förderketten (12, 13) aufweist, daß beide Förderketten (12, 13) sowohl im Bereich der Förderstrecke als auch im Bereich der Rückführstrecke in nach einer Seite offenen Kunststoffschienen (14, 15; 16, 17) abgestützt geführt sind und daß auf der Förderstrecke die Mitnehmer (11.1, 11.2) an einer zusätzlichen Führungsschiene (18) mittels einer Rolle (19) abgestützt sind, die einer der Anlenkachsen (21) gegenüberliegend angeordnet ist.
  2. 2. Kettenfördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (11.1, 11.2) an beiden Mitnahmestegen (23, 24) aus reibungsarmem Kunststoff gefertigte Gleitwangen (32) aufweisen, die auf der Förderstrecke gegen die Ränder (Führungsschienen 28, 29) der Schlitze (25, 26) der Förderbahn und auf der Rückführstrecke und/oder den zwischen der Förderstrecke (A-B) und der Rückführstrecke liegenden Absenk- und Anhebstrecken gegen Führungsleisten (30, 31) anliegen.
  3. 3. Kettenfördervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Gleitwangen (32) über den größten Teil der Höhe der Mitnahmestege (23, 24) der Mitnehmer (11.1, 11.2) erstrecken.
  4. 4. Kettenfördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnahmestege (23, 24) sich nach oben verjüngen und in Köpfen (27) aus reibungsarmem Kunststoff enden.






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