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Dokumentenidentifikation DE3614653A1 05.11.1987
Titel Verfahren zum endlosen Drucken von silbrigen Rubbelfarbenfeldern
Anmelder Buchdruckerei Lorenz Winter GmbH & Co, 8000 München, DE
Erfinder Biller, Manfred, 8890 Aichach, DE
Vertreter Pohlmann, E., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 30.04.1986
DE-Aktenzeichen 3614653
Offenlegungstag 05.11.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.11.1987
IPC-Hauptklasse B41M 3/12
IPC-Nebenklasse C09D 5/38   C09D 3/36   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum endlosen Drucken von silbrigen Rubbelfarbenfeldern.

Sogenannte Rubbelfarbenfelder dienen beispielsweise bei Prospekten dazu, bestimmte mit Zeichen oder Ziffern versehene Bereiche abzudecken, wobei durch den Kunden diese Farbe durch Rubbeln entfernt werden kann, um die darunter befindlichen Zeichen oder Ziffern sichtbar zu machen.

Derartige Rubbelfarbenfelder sollten den folgenden Anforderungen genügen:

  • a) Sie sollten die darunter befindlichen Angaben vollständig abdecken, so daß diese von außen nicht erkennbar sind.
  • b) Die Rubbelfarbe sollte über einen längeren Zeitraum, beispielsweise ohne Sonneneinstrahlung über einen Zeitraum von einem Jahr, abrubbelbar sein.
  • c) Das Abrubbeln sollte nicht schmierend und rückstandsfrei möglich sein.
  • d) Da Prospekte mit derartigen Rubbelfarbenfeldern anschliessend häufig mit persönlichen Daten der Kunden, beispielsweise mit Anschriften, bedruckt werden, was vorzugsweise in einem Heißlaserdrucker erfolgt, sollte die Rubbelfarbe gegenüber den dort herrschenden Temperaturen von 180° bis 190°C beständig sein.


Bisher wurden derartige Rubbelfarbenfelder, insbesondere silbrige Rubbelfarbenfelder, durch Siebdruck aufgedruckt. Siebdruck ist jedoch ein Bogendruck, so daß damit ein endloses Drucken nicht möglich ist. Darüberhinaus sind die durch Siebdruck aufgedruckten Rubbelfarben nur schwer mit den bloßen Fingern und in der Regel nur mit Geldstücken abrubbelbar. Wenn weiterhin die durch die Rubbelfarbe abzudeckenden Angaben erhaben aufgedruckt sind, was beispielsweise bei Verwendung eines Laserdruckers der Fall ist, sind bei den bisher durch Siebdruck aufgebrachten Rubbelfarbenfeldern diese Angaben von außen als entsprechende Erhebungen in der glatten dünnen Rubbelfarbenschicht erkennbar.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht daher darin, ein Verfahren zum Drucken eines silbrigen Rubbelfarbenfeldes zu schaffen, mit dem es möglich ist, im Endlosdruck Rubbelfarbenfelder auszubilden, die den oben angegebenen Erfordernissen a) bis d) genügen.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß Aluminiumpulver und Latex zu einer pastenartigen Masse gemischt werden, dieser Masse ein wachsartiges Trennmittel zugesetzt wird, die Masse mit Trennmittel im Flexodruckverfahren gedruckt wird und der Aufdruck anschließend trockenbehandelt wird.

Zur Erzielung einer höheren Haltbarkeit wird der Masse vor dem Drucken vorzugsweise in warmem Wasser gelöster Harnstoff zugesetzt.

Im folgenden wird ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens näher beschrieben.

Als Grundlage zum Aufbringen des Rubbelfarbenfeldes kann eine beliebige Unterlage, beispielsweise aus Papier oder Karton, verwandt werden.

Als Aluminiumpulver wird Alu-Schliff mit einer Körnigkeit von 2/1000 bis 4/1000 mm verwandt und mit Latex, d.h. einem Naturkautschuk, gelöst in wässriger Lösung, in destilliertem Wasser mit 2% Ammoniak (65%) gemischt.

Diesem Gemisch wird als Trennmittel ein wachsartiger Stoff auf Paraffinbasis zugesetzt, der handelsüblich ist. ("Racoll") Im einzelnen kann die folgende Rezeptur verwandt werden: 1500 g mit Latex angeteigter Aluminiumpulverfirniß wird mit 1250 g Latex und 300 g Trennmittel gemischt, wobei bei Bedarf zur höheren Deckung weiteres Silberpulver, d.h. Aluminiumpulver, zugesetzt werden kann.

Um eine höhere Haltbarkeit zu erzielen, kann der dabei erzielten Masse vor dem Drucken 400 g Harnstoff zugesetzt werden, der im Verhältnis 1:1 in warmem Wasser aufgelöst ist.

Das Aufdrucken erfolgt anschließend endlos mit Flexodruckverfahren, wobei der dabei erzielte Aufdruck trockenbehandelt, beispielsweise warmluftgetrocknet wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum endlosen Drucken von silbrigen Rubbelfarbenfeldern, dadurch gekennzeichnet, daß Aluminiumpulver und Latex zu einer pastenartigen Masse gemischt werden, dieser Masse ein wachsartiges Trennmittel zugesetzt wird, die Masse mit Trennmittel im Flexodruckverfahren gedruckt wird und der Aufdruck anschließend trockenbehandelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der pastenartigen Masse vor dem Drucken in warmem Wasser gelöster Harnstoff zugesetzt wird.






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