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Dokumentenidentifikation DE2900065C2 03.12.1987
Titel Holzträger
Anmelder BAVEG Bauvertriebsgesellschaft mbH & Co Vertriebsorganisationsgesellschaft, 8000 München, DE
Vertreter Pätzold, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 02.01.1979
DE-Aktenzeichen 2900065
Offenlegungstag 02.08.1979
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.12.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.12.1987
Addition 30281039
IPC-Hauptklasse E04C 3/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Holzträger gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Ein Holzträger dieser Art ist durch das DE-GM 73 12 236 bekanntgeworden. Hier schließen mehrere Streben in einen Knotenpunkt stumpf an einen Gurt an. Zum festen Anschluß der Streben weist dieser beispielsweise zwei Längsschlitze auf, in die zwei Knotenbleche aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung eingreifen. Außerdem greifen die Knotenbleche in parallele Schlitze in den Stirnseiten der Streben ein, die in einer Knotenpunktstelle winklig aneinanderstoßen. Die feste Verbindung der Knotenbleche in dem Gurt und den Streben wird allein durch Nägel erreicht, die beidseitig in die Gurte und Streben hineingeschlagen werden.

Weiterhin ist das DE-GM 73 23 949 bekannt, das einen ähnlichen genagelten Holzträger zeigt. Dieser unterscheidet sich von dem bekannten Holzträger nach dem DE- GM 73 12 236 vor allem dadurch, daß erstens statt metallischer Knotenplatten hölzerne Knotenplatten verwendet werden, die aus mehreren verleimten Holzschichten (z. B. Furnierholzplatten) bestehen, und daß zweitens zur Vermeidung der Herstellung von Schlitzen in den Gurten und den Streben sowohl die Gurte als auch die Streben jeweils aus mindestens drei übereinanderliegenden Vierkanthölzern zusammengesetzt sind, so daß jeweils zwei Furnierplatten zwischen drei Vierkanthölzern zu liegen kommen. Die Vierkanthölzer mit den zwischenliegenden Platten werden im Knotenpunktbereich der Gurte und der Streben miteinander vernagelt. Die Gurtteile werden außerdem durch einen Bolzen zusammengehalten.

Durch das DE-GM 71 23 949 ist außerdem bekannt, die Furnierplatten zwischen den einen Gurt bildenden Vierkanthölzern zu verleimen und die Streben einteilig auszubilden, so daß die Furnierplatten in die einteiligen Streben eingetrieben werden müssen. Im wesentlichen handelt es sich jedoch um einen genagelten Holzträger, bei dem die Zug- und Seitenkräfte in einer Knotenpunktstelle allein von den Knotenplatten aufgenommen werden müssen, und wobei die Verbindung zwischen den Furnierplatten, den Gurten und den Streben im wesentlichen durch Nägel herbeigeführt ist.

Durch die DE-OS 21 62 323 ist ein Holzträger mit genuteten Gurten bekannt. Der Nutengrund ist jeweils mit einer Minizinkung versehen. An den Anschlußenden der Streben sind jeweils zwei Zapfen ausgebildet, die ebenfalls mit einer Minizinkung versehen sind. Die Zapfen an den Streben sind in den Gurtnuten verleimt, wobei zur Vergrößerung der Leimfläche die Keilzinken an den Stirnflächen der Zapfen in die Verzinkung am Boden der Nuten eingreift. Zur Verbindung zweier in einer Ebene liegenden Zapfen an zwei Streben können die beiderseitigen Keilzinken auch ineinandergreifen und dabei miteinander verleimt sein.

Die Holzträger nach dem vorstehend genannten Stand der Technik erwiesen sich in verschiedener Hinsicht als nachteilhaft.

So ist die Anschlußfestigkeit der Streben an die Gurte in den Knotenpunktstellen bei den Trägern nach den DE-GM 71 23 949 und 73 12 236 nicht befriedigend, da diese allein von den Knotenpunktblechen bestimmt ist. Der Anschluß der Streben an die Gurte allein durch Knotenpunktplatten ist vor allem problematisch, wenn die Streben größeren Zugkräften und der gesamte Träger auch Seitenkräfte ausgesetzt ist.

Die Vernagelung der Knotenplatten mit den Streben und Gurten ist wenig befriedigend, weil hierbei nur punktförmige Verbindungen zustande kommen. Eine ausreichend zugfeste Verleimung von metallischen Knotenplatten in Schlitzen der Gurte und der Streben mit kostengünstigen Klebern bereitet wegen der großen Unterschiede zwischen den zu verbindenden Materialien erhebliche Schwierigkeiten, so daß man bisher der einfachen Nagelung den Vorzug gegeben hat.

Um die Nachteile der Anschlußfestigkeit allein durch Knotenplatten zu vermeiden, ist es seit langem bekannt, an den Streben Zapfen vorzusehen und diese in Nuten in den Gurten einzulassen und mit diesen zu verkleben. Nachteilig ist jedoch hierbei, daß die Gurte durch die Nuten relativ stark geschwächt werden. Zum Ausgleich dieser Schwächung hat man die Gurte besonders starkwandig ausgebildet, was jedoch zu schweren und besonders teuren Trägern führte. Ein weiterer Nachteil der Zapfenverbindung in den Gurtnuten bestand darin, daß die Haltbarkeit der Leimverbindung zwischen den Zapfen der Streben und den Nutwänden der Gurte nicht befriedigte, so daß auch die Lebensdauer der Holzträger zu wünschen übrig ließ.

Diesen Nachteil hat man bei dem bekannten Holzträger nach der DE-OS 21 62 323 mit einer Minizinkung der Zapfen im Nutengrund zu beseitigen versucht. Mit der Minizinkung konnte bereits die Leimfläche zwischen den Zapfen und den Nutwänden und damit die Anschlußfestigkeit der Träger an die Gurte gegenüber vergleichbaren Trägern ohne eine solche Minizinkung beachtlich verbessert werden. Abgesehen von dem relativ großen technischen Aufwand der Minizinkung bleibt jedoch das Problem ungelöst, bei weitgehend geringer Schwächung der Gurte durch Nuten eine möglichst hohe Tragfähigkeit zu erzielen. So bestand nach wie vor das Problem, Holzträger hoher Tragfähigkeit möglichst leicht auszubilden, bei denen die an sich bewährte Nutenzapfenverbindung verwendet werden konnte.

Aufgabe der Erfindung war es also, einen Holzträger der eingangs genannten Art mit einer an sich bekannten Nuten- Zapfenverbindung möglichst leicht auszubilden bzw. bei bestimmten vorhandenen Abmessungen der Nuten-Zapfenverbindung soll die Tragfähigkeit des Trägers ohne eine wesentliche zusätzliche Schwächung der Gurte vergleichsweise wesentlich erhöht werden.

Die Aufgabe wird bei einem Träger der im Gattungsbegriff des neuen Anspruchs 1 angegebenen Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausführungen sind den Merkmalen der Ansprüche zu entnehmen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele beschrieben, die in der Zeichnung schematisch dargestellt sind. Hierin zeigt

Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen Knotenpunkt eines erfindungsgemäßen Holzträgers in Trägerlängsrichtung,

Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach Fig. 1 und

Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Knotenpunkt eines weiteren erfindungsgemäßen Holzträgers quer zur Trägerlängsrichtung.

In den Fig. 1 und 2 ist von einem erfindungsgemäßen Holzträger lediglich ein abgebrochener Obergurt 1 und zwei an den Obergurt winklig anschließende Streben 4 und 5dargestellt, die mit dem Obergurt eine Knotenpunktstelle bilden.

Die Streben 4 und 5 besitzen zum Anschluß zwei Parallelzapfen 9, die in entsprechende Parallelnuten 10 im Gurt 1 eingreifen. Zusätzlich ist im Gurt 1 ein durchgehender Schlitz 13 vorhanden und in den Strebenenden befinden sich Schlitze 14 und 15, die außerhalb der Zapfen liegen. In die Schlitze greift ein plattenförmiges Verbindungselement 11 (Knotenpunkt) ein. Es ist klar, daß die Erfindung nicht auf die Ausbildung mit zwei Zapfen beschränkt sein soll.

Fig. 3 zeigt im Querschnitt quer zur Trägerlängsrichtung ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem zusätzlich zu dem plattenförmigen Verbindungselement 11 zur weiteren Anschlußverstärkung zwei zusätzliche Verbindungselemente 11&min; vorhanden sind, die seitlich einen Zapfen 9 je in einen zusätzlichen Schlitz 13&min; im Gurt und in entsprechende Schlitze 14&min; in den Streben eingreifen.

Die Knotenplatte ist in den Schlitzen 13, 14 und 15 verleimt, Die Leimflächen der Knotenplatte innerhalb des Gurtschlitzes sind größer als die Leimflächen der Zapfen 9 in den Gurtnuten 10.

Wie Fig. 3 zeigt, ist es nicht notwendig, daß die Schlitze 13, 13&min; den Gurt 1 voll durchdringen, wie es in Fig. 1 gezeigt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Holzträger mit einteiligen Ober- und Untergurten und zwischen den Gurten angeordneten einteiligen Streben, die in Knotenpunkten an die Gurte fest anschließen, wobei der Anschluß durch dünne Knotenplatten aus mehreren verleimten Holzschichten (Sperrholz- bzw. Furnierplatten) verstärkt ist, die in Schlitze in den Gurten und den Streben befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß

    1. - die Streben an ihren Anschlußenden jeweils wenigstens einen Vierkantzapfen aufweisen, der mit der Strebe einstückig ist und der in der zugehörigen Gurtnut verleimt ist,
    2. - die Schlitze für die Knotenplatten außerhalb der Zapfen und der Nuten liegen und daß die Knotenplatten jeweils in einem Gurtschlitz und außerdem in den Strebenschlitzen der an einem Knotenpunkt zusammentreffenden Streben verleimt sind.


  2. 2. Holzträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leimflächen der Knotenplatten innerhalb der Gurtschlitze größer sind als die Leimflächen der Zapfen in den Gurtnuten.
  3. 3. Holzträger nach Anspruch 1 oder 2 mit mindestens zwei parallelen Zapfen an den Anschlußenden der Streben, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Strebenschlitz zum Eingriff einer Knotenplatte zwischen zwei benachbarten Zapfen einer Strebe liegt.






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