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Dokumentenidentifikation DE3544537C2 17.12.1987
Titel Schnurgeführte Reißschiene mit verdeckt liegenden Schnüren und einsteckbarer Schnurumlenkung
Anmelder Schuh, Ulrich, Dipl.-Ing., 8000 München, DE
Erfinder Schuh, Ulrich, Dipl.-Ing., 8000 München, DE
DE-Anmeldedatum 17.12.1985
DE-Aktenzeichen 3544537
Offenlegungstag 10.09.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.12.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.12.1987
IPC-Hauptklasse B43L 13/02
IPC-Nebenklasse B43L 7/02   
Zusammenfassung Die Erfindung geht aus von der schnurgeführten Reißschiene mit verdeckt liegenden Schnüren und steckbarer Schnur-Umlenkung. Die erfindungsgemäße Reißschiene besteht aus einem an seinen Enden geradlinig abgeschnittenen Profil, das keiner weiteren Bearbeitung bedarf, und einer Schnur-Umlenkung, die bis zu ihrem Anschlag in die Enden des Reißschienen-Profils einsteckbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine schnurgeführte Reißschiene mit verdeckt liegenden Schnüren und an das Reißschienenprofil steckbarer Schnurumlenkung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

Seit langem bekannt sind Reißschienen, deren Parallelführung durch Schnüre gewährleistet wird, die an vier Punkten der Zeichenunterlage befestigt sind und die auf der Reißschiene selbst in deren Längsrichtung umgelenkt werden (Fig. 1).

Auch die verdeckte Führung der Schnüre in einem Kanal unter der Reißschienen-Oberseite wird gelegentlich gewählt, damit die Schnüre beim Zeichnen nicht stören. Die Umlenkrollen der Schnurumlenkung werden dabei entweder am Reißschienenprofil selbst befestigt (US-PS 32 83 410) oder in einem Rollenkäfig, der seinerseits am Reißschienenprofil befestigt wird (FR-PS 13 03 491). Auch die Ausbildung der Schnurumlenkung als austauschbare und an das Reißschienenprofil steckbare Einheit ist bekannt (US-PS 32 51 131). Bekannt ist auch, nur jeweils eine Rolle zu verwenden (US-PS 32 83 410) anstelle eines Rollenpaares an jedem Ende der Reißschiene.

Bei den bekannten Systemen fallen einige Nachteile auf: Die Anbringung der Umlenkung an der Reißschiene erfordert einen gewissen Befestigungsaufwand. Reißschienen, bei denen die Schnüre unter der Oberseite des Reißschienenprofils verdeckt geführt werden, sind entweder aus mehreren Profilen zusammengesetzt oder erfordern Profilbearbeitungsaufwand für die Schnurauslässe und die Rollenbefestigung. Beides verteuert die Herstellung der schnurgeführten Reißschiene.

Das Einführen bzw. Auswechseln der Schnüre erfordert bei den meisten Reißschienen mit verdeckt liegender Schnurführung erhebliches Geschick bzw. eine Demotage der Rollen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,

  • - die kostengünstige Herstellung der schnurgeführten Reißschiene zu ermöglichen,
  • - eine einfach herstellbare Schnurumlenkung zu schaffen, die gleichzeitig ein problemloses Einführen der Schnüre gestattet und
  • - eine möglichst störungsfreie Benutzung der Reißschiene zu erlauben.


Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schnurumlenkungen als U-förmiger Rollenkäfig ausgebildet sind, wobei die Anschläge an den Schenkeln des Rollenkäfigs mit Abstand von der Innenwand der Basis des Rollenkäfigs angeordnet sind und wobei der aus dem als Strangpreßprofil ausgebildeten Profil der Reißschiene herausragende Teil der Rolle durch den U-förmigen Rollenkäfig umgriffen ist.

Die Schnurumlenkung ist also so konstruiert, daß das Reißschienenprofil nur auf Länge abgeschnitten werden muß und keiner weiteren Bearbeitung (wie z. B. Fräsen, Stanzen, Gewindeschneiden) bedarf.

Die Schnurumlenkung ist in die Enden des Reißschienenprofils einsteckbar. Die Lage des Anschlags ist so gewählt, daß die Schnurauslässe nicht im Reißschienenprofil selbst, sondern in dem außerhalb des Profils liegenden Teil der Schnurumlenkung angeordnet sind.

Zum Einführen der Schnüre in das Reißschienenprofil ist die Schnurumlenkung aus dem Ende des Profils herausnehmbar.

Gemäß Unteranspruch 2 ist die Achse der Umlenkrolle in entsprechende Aussparungen in den Schenkeln des Rollenkäfigs einklipsbar. Die Klipsverbindung ermöglicht den Zusammenbau von Rolle und Rollenkäfig ohne weitere Verbindungstechnik.

Der störungsfreien Benutzung der Reißschiene dienen

  • - der Beschädigungsschutz für den über das Profil herausragenden Rollenteil durch die Außenseiten des U-förmigen Rollenkäfigs,
  • - die Zwangsführung der Schnüre zwischen der jeweiligen Rollennut und der in geringem Abstand vor dem Außenumfang der Rolle liegenden Innenseite der Basis des Rollenkäfigs sowie
  • - die dem Reißschienenprofil angepaßten Außenseiten des Rollenkäfigs in Profillängsrichtung.


Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 das Prinzip der schnurgeführten Reißschiene,

Fig. 2 ein geradlinig abgeschnittenes Reißschienenprofil als nach unten offenes Profil,

Fig. 3 die schnurgeführte Reißschiene mit Schnüren und der erfindungsgemäßen Schnurumlenkung,

Fig. 4 die Reißschiene nach Fig. 3 in einem Horizontalschnitt,

Fig. 5 desgleichen in vertikalem Längsschnitt,

Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel der Schnurumlenkungsrolle und des U-förmigen Rollenkäfigs, in dessen Schenkel die Achsen der Rolle einklipsbar sind, und

Fig. 7 desgleichen in zusammengebautem Zustand.

In Fig. 1 ist erkennbar, daß die Umlenkung der an vier Punkten der Zeichenunterlage befestigten Schnüre in der gezeigten Anordnung beim Verschieben der Reißschiene eine Parallelführung bewirkt. Gleichzeitig ist erkennbar, daß die auf der Reißschiene sich kreuzenden Schnüre beim Verschieben der Reißschiene gegenläufig bewegt werden, während das Rollenpaar an jeweils einem Ende der Reißschiene gleichzeitig im selben Drehsinn bewegt wird.

Fig. 2 zeigt, daß die Reißschiene mit verdeckter Schnurführung beispielsweise mit einem nach unten offenen Profil ausgeführt werden kann.

In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem das Reißschienenprofil 1 als Hohlprofil ausgebildet ist. In die Enden 2 und 3 des Profils sind die identisch ausgebildeten Schnurumlenkungen bis zum Anschlag 4 am Rollenkäfig einsteckbar. In der Endposition der Schnurumlenkung im Profil liegen die Schnurauslässe 5 für die unter der Reißschienen-Oberseite geführten Schnüre nicht im Profil selbst, sondern in dem außerhalb des Profils liegenden Teil des Rollenkäfigs. Dadurch erübrigt sich die Profilbearbeitung für die Schnurauslässe.

Die Schnurumlenkung ist zum Einführen der Schnüre in das Profil und in die Schnurumlenkung selbst aus den Profilenden herausnehmbar.

Die Schnüre 6 und 7 sind in zwei übereinanderliegenden Nuten 8 und 9 der Umlenkrolle 11 geführt. Dadurch ist es möglich, die im Profilbereich sich kreuzenden Schnüre in zwei parallelen Ebenen anzuordnen und die Kreuzung 10 berührungslos und verschleißfrei zu gestalten.

Die Seitenflächen 13 und 14 des über das Profilende herausragenden Rollenkäfigs liegen in der gleichen Ebene wie die Seitenflächen der Griffleiste 15 bzw. die senkrechte Außenseite 16 des Reißschienenprofils. Ebenso liegt die obere Außenseite 21 des Rollenkäfigs in der gleichen Ebene wie die obere Außenseite 23 des Reißschienenprofils. Durch die bündige Gestaltung sollen Behinderungen bei der Zeichenarbeit vermieden werden.

In Fig. 4 ist das Ausführungsbeispiel aus Fig. 3 im Horizontalschnitt dargestellt, wobei die Schnurumlenkung in das Ende des Reißschienenprofils eingesteckt gezeigt ist. Die Umlenkrolle 11 ist mit Nuten 8 und 9 versehen.

Der geringe Abstand zwischen der Innenwand 17 der Käfigbasis 18 und dem Rollenumfang 19 verhindert ein Herausspringen der Schnüre aus der jeweiligen Nut auch bei fehlender Schnurspannung, also beispielsweise beim Einführen der Schnüre.

Fig. 5 zeigt das gleiche Beispiel im vertikalen Längsschnitt. Dabei ist die Führung der Schnüre 6 und 7 in unterschiedlichen Ebenen parallel zur Zeichenunterlage 20 zu erkennen.

Die obere 21 und die untere Außenseite 22 des über das Profilende herausragende Teils des Rollenkäfigs schließt bündig ab mit der oberen 23 bzw. unteren Außenseite 24 des Reißschienenprofils.

Aus Fig. 4 und Fig. 5 ist zu entnehmen, daß der über das Profil herausstehende Teil der Umlenkrolle an drei Seiten vom Rollenkäfig umgeben und damit vor Beschädigung geschützt ist.

Fig. 6 zeigt die Umlenkrolle 11, deren Achse 12 in die Aussparungen 25 und 26 des U-förmigen Rollenkäfigs einklipsbar ist.

Fig. 7 zeigt die Schnurumlenkung in zusammengebautem Zustand.


Anspruch[de]
  1. 1. Schnurgeführte Reißschiene, bestehend aus einem einteiligen, geradlinig abgeschnittenen Profil, in dem die Schnüre verdeckt liegend geführt sind und aus zwei in die Enden des Profils bis zu einem Anschlag einsteckbaren, die Umlenkrollen für die Schnüre tragenden Schnurumlenkungen dadurch gekennzeichnet, daß die Schnurumlenkungen als U-förmiger Rollenkäfig ausgebildet sind, wobei die Anschläge (4) an den Schenkeln des Rollenkäfigs mit Abstand von der Innenwand (17) der Basis (18) des Rollenkäfigs angeordnet sind und wobei der aus dem als Strangpreßprofil ausgebildeten Profil der Reißschiene (1) herausragende Teil der Rolle (11) durch den U-förmigen Rollenkäfig umgriffen ist.
  2. 2. Reißschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (12) der Umlenkrolle (11) in entsprechende Aussparungen (25, 26) in den Schenkeln des Rollenkäfigs einklipsbar ist.
  3. 3. Reißschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite (17) der Basis (18) des U-förmigen Rollenkäfigs einen so geringen Abstand vom Außenumfang (19) der Rolle hat, daß ein Herausspringen der Schnüre aus ihren jeweiligen Rollennuten (8, 9) verhindert wird.
  4. 4. Reißschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseiten des Rollenkäfigs (13, 14, 21, 22) in der Ebene senkrecht zur Längsachse der Reißschiene die Außenseiten des Reißschienenprofils (15, 16, 23, 24) an keinem Punkt überragen.






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