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Dokumentenidentifikation DE3620171A1 17.12.1987
Titel Vorrichtung zur Umwandlung eines Trägheitsmomentes in eine geradlinige Bewegung
Anmelder Grün, Klaus-Jürgen, 6452 Hainburg, DE
Erfinder Grün, Klaus-Jürgen, 6452 Hainburg, DE
DE-Anmeldedatum 14.06.1986
DE-Aktenzeichen 3620171
Offenlegungstag 17.12.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.12.1987
IPC-Hauptklasse F03G 7/08
IPC-Nebenklasse B63H 19/00   B64D 27/02   B64G 1/40   B60K 9/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Umwandlung eines Trägheitsmomentes in eine geradlinige Bewegung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Es ist bekannt, daß rotierende Gegenstände ein Trägheitsmoment erzeugen, das den Gegenstand, wenn er sich zusätzlich aus der Trägheitsebene herausbewegt, wie etwa ein Bumerang (vergleiche: Jearl Walker, Boomerangs! How to make them and how they fly, Scientific American, März 1979, Seite 130 ff) oder ein an einem Faden pendelnder Kreisel (vergleiche: C.L.Stong, The Amateur Scientist, Scientific American April 1961, Seite 113), und wenn eine weitere Kraft, z.B. die Schwerkraft oder eine Fliehkraft, auf diesen Gegenstand einwirken, dieser dann eine Präzession ausführt, die den Gegenstand von seiner normalerweise geradlinigen Bewegung ablenkt, ohne daß diesem Gegenstand ein zusätzlicher Stoß oder ein anderer Impuls von außen mitgegeben werden muß.

Dieser Gegenstand ändert also seinen Impuls und seine Bewegungsrichtung, wobei ein Rückstoß nach der Formel Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel fehlen kann, weshalb die entstandene Kraft eine elliptische zu nennen ist. (elipon, griech. : fehlen).

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Abweichung von der geradlinigen Bewegung oder vom Ruhezustand eines rotierenden Kreisels durch die Erzeugung der Präzession für die Ausbildung einer gleichförmigen Kraft und somit auch als Antrieb für Fahrzeuge vor allem im Weltraum auszunützen, so daß diese Fahrzeuge strombetrieben Bewegungen ausführen können, ohne auf andere Weise mit ihrer Umgebung in Berührung kommen zu müssen, d.h. ohne daß sie durch Rückstoßkräfte angetrieben werden müssen.

Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Einrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Der Antrieb von Fahrzeugen im Weltraum kann nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung auch dadurch erreicht werden, daß man die verschiedenen Trägheitsmomente von verschiedenen Radien rotierender Massen ausnützt.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß ein Fahrzeug angetrieben werden kann, ohne daß es über die Aufnahme von elektrischem Strom hinaus mit seiner Umgebung in Kontakt stehen muß. Bei Wasserfahrzeugen und Segelflugzeugen kann somit ein Antrieb ohne die sonst hinderlichen Schrauben und Propellern erfolgen, Weltraumfahrzeuge können auf den sonst für Rückstoßantriebe erforderlichen Treibstoff verzichten und über eine elliptische Krafterzeugung den Sonnenstrom für eine Änderung ihrer Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit ausnützen.

Ausführungsbeispiele

Abbildung I stellt eine um den Drehpunkt D drehbare Scheibe dar. Rechtwinklig zueinander sind um die Linien P aus der Papierebene heraus drehbar angebrachte Elektromotoren m abgebildet. Sie bewegen jeweils ein Schwungrad S mit gleichem Spin. Wird dabei gleichzeitig die gesamte Scheibe in zu den Schwungrädern entgegengesetzter Drehrichtung durch den größeren Elektromotor M versetzt, dann heben sich die Schwungräder und die damit starr verbundenen Teile um den Winkel φ an. Dieser Winkel ist abhängig vom Drehmoment des jeweiligen Schwungrades, vom Abstand zwischen P und S, sowie von der Drehzahl der Scheibe. Während dieses Vorganges üben die Schwungräder jeweils eine Kraft auf die Strecken P aus, die sich als das Produkt aus der eigenen Fliehkraft der Schwungräder, resultierend aus der Rotation der Scheibe, und dem Sinus des Winkels φ beschreiben läßt. Dabei bezeichnet sin φ(H) diejenige Kraftkomponente, die auf die gesamte Vorrichtung eine Hubkraft H ausübt.

Abbildung II stellt zwei Momente (a und b) einer wie in Anspruch 2 formuliert arbeitenden Maschine dar.

  • a) Zwei Zylinder Z rotieren um einen Drehpunkt. In der waagerechten Stellung wird durch Druckluft oder Brennstoffexplosion ein Kolben K auf einen kleineren Radius geschossen. Dabei erfährt das ganze System einen Schub nach rechts, zu dem sich während der nächsten halben Drehung eine Fliehkraft nach oben addiert.
  • b) Nach dieser halben Drehung befindet sich der zweite Zylinder auf der rechten Seite. Auch dieser wird auf den kleineren Radius geschossen, wobei wieder ein Schub nach rechts erfolgt, ohne daß sich ihm jedoch eine Fliehkraft nach oben addiert, weil nun beide Kolben auf demselben Radius rotieren. Läßt man während einer der nächsten Umdrehungen beide Kolben gleichzeitig zurückspringen, wobei nach außen keine Kräfte auftreten, kann man den Vorgang wie beschrieben wiederholen. Beim Zurückspringen der Kolben verlangsamt sich die Drehzahl der Maschine, was durch eine verstärkte Energieaufnahme des Antriebes wieder ausgeglichen werden muß.


Eine Batterie solcher Vorrichtungen in sinnvoller Weise in einem System verbunden erzeugt auch hier eine gleichförmige Kraft.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Umwandlung eines Trägheitsmomentes in eine geradlinige Bewegung zum direkten Antrieb von Luft-, Raum-, Wasser- und Landfahrzeugen unter Ausnützung der Präzession rotierender Schwungräder beliebiger Anzahl, dadurch gekennzeichnet, daß rotierende Schwungräder oder andere Gewichte aus ihrer Drehebene abgelenkt werden und dabei aufgrund ihrer Präzession eine Zugkraft seitlich zur Ablenkung erzeugen.
  2. 2. Vorrichtung zur Umwandlung eines Trägheitsmomentes in eine geradlinige Bewegung zum direkten Antrieb von Luft-, Raum-, Wasser- und Landfahrzeugen unter Ausnützung der verschiedenen Trägheitsmomente von rotierenden Gewichten auf verschiedenen Radien, dadurch gekennzeichnet, daß eines oder mehrere Gewichte um einen gemeinsamen Drehpunkt bewegt werden und jeweils an einem Punkt der Kreisbahn zur Veränderung ihres Radius gezwungen werden, wobei eine der Trägheit proportionale Kraft zu überwinden ist, die der gesamten Vorrichtung einen Impuls erteilt.






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