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Dokumentenidentifikation DE3514316C2 23.12.1987
Titel Vorrichtung zum Bearbeiten der inneren und äußeren Oberfläche eines Metallrohres
Anmelder Mitsubishi Kinzoku K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Yoshiski, Naokazu;
Saito, Yutaka;
Haba, Tsuneo, Kitamoto, Saitama, JP
Vertreter Eitle, W., Dipl.-Ing.; Hoffmann, K., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Lehn, W., Dipl.-Ing.; Füchsle, K., Dipl.-Ing.; Hansen, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Brauns, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Görg, K., Dipl.-Ing.; Kohlmann, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw.; Nette, A., Rechtsanw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 19.04.1985
DE-Aktenzeichen 3514316
Offenlegungstag 02.10.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.12.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.12.1987
IPC-Hauptklasse B21C 1/24
IPC-Nebenklasse B21C 37/20   
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zum Bearbeiten der Oberfläche eines Metallrohres umfaßt eine Zieheinheit zum Ziehen eines Metallrohres, um dessen Durchmesser zu reduzieren, und eine Bearbeitungsanordnung (11) zum Bearbeiten des mit dem reduzierten Durchmesser versehenen Metallrohres für die Ausformung der inneren Oberfläche und/oder der äußeren Oberfläche desselben. Die Bearbeitungsanordnung umfaßt eine Walzeinheit (17) und einen Antriebsmechanismus (13). Die Walzeinheit umfaßt ein Gehäuse und eine Vielzahl von im Gehäuse und außerhalb des Metallrohres drehbar angeordneten Walzrollen (12), deren Drehachsen in einem Neigungswinkel zur Achse des Metallrohres (1) verlaufen. Die Walzrollen (12) sind jeweils auf Stützwellen (21), die über Axiallager (22) drehbar im Gehäuse abgestützt sind, befestigt. Der Antriebsmechanismus (13) dreht die Walzeinheit so, daß sich die Walzrollen um das Metallrohr bewegen. Dabei ist die Walzeinheit abnehmbar am Antriebsmechanismus angebracht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bearbeiten der inneren und äußeren Oberfläche eines Metallrohres gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 30 47 789 C2 bekannt. Diese Druckschrift zeigt ein Gehäuse in Form eines Drehkopfes, in dem eine Vielzahl von Walzkörpern in Form von Kugeln angeordnet ist, die sich außerhalb des Metallrohres befinden und mit diesem in Druckberührung stehen sowie bei Antrieb des Drehkopfes durch einen Antriebsmechanismus sich um Metallrohr drehen. Schließlich weist die aus der Entgegenhaltung bekannte Vorrichtung auch einen Dorn auf, der in dem Metallrohr an einer Stelle entsprechend den Walzkörpern angeordnet ist.

Bei einer Vorrichtung der genannten Art ist es häufig erforderlich, die Stellung oder Lage der Walzkörper in Abhängigkeit von der Wanddicke oder dem Durchmesser des Metallrohres einzustellen. Diesbezüglich ergeben sich bei der bekannten Vorrichtung Probleme, da eine Einstellung der Walzkörper praktisch nicht möglich ist. Wenn daher eine andere Einstellung der Walzkörper erforderlich ist, muß zumindest der gesamte Drehkopf ausgewechselt werden, wozu es außerdem erforderlich ist, das Lager zu demontieren. Somit ist beträchtliche Zeit erforderlich, um die Vorrichtung einzustellen zwecks Anpassung an eine andere Wanddicke und/oder einen anderen Durchmesser des zu behandelnden Metallrohres.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszuführen, daß eine Einstellung der Walzkörper zwecks Anpassung an unterschiedliche Abmessungen des zu bearbeitenden Metallrohres bequem möglich ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Gemäß Fig. 1 ist ein bekannter Rohrbearbeitungsapparat zum Ausbilden einer Unregelmäßigkeit oder einer schraubenförmigen Nut in der inneren Oberfläche eines Metallrohres grundsätzlich so ausgebildet, daß das Metallrohr axial des Rohres abgegeben wird und dabei durch eine Zieheinheit verläuft, die eine Ziehmatrize und einen Ziehdorn umfaßt, so daß das Rohr hinsichtlich seines Durchmessers auf eine vorbestimmte Wanddicke und einen vorbestimmten Durchmesser reduziert wird. Eine schraubenförmige Nut ist in der inneren Oberfläche des durchmesserreduzierten Metallrohres mittels einer Bearbeitungsanordnung ausgebildet, welche Walzrollen in Druckberührung mit der äußeren Oberfläche des Metallrohres stehen. Außerdem ist ein die innere Oberfläche bearbeitender Dorn vorgesehen, welcher schwimmend innerhalb des Metallrohres an einer Stelle angeordnet ist, die den Walzrollen entspricht. Die Walzrollen sind durch eine ringförmige Stütze über Arme eines nicht-dargestellten Antriebsmechanismus, welcher die Walzrollen um das Metallrohr bewegt, drehbar abgestützt. Die zugehörigen Achsen der Walzrollen sind in einem vorbestimmten Winkel relativ zur Achse des Metallrohres geneigt.

Dieser Rohrbearbeitungsapparat hat Vorteile dahingehend, daß es möglich ist, das Formausmaß und die Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen, um dadurch die Produktivität des Apparates zu verbessern. Außerdem ist es möglich, Metallrohre zu bearbeiten, die eine beträchtliche axiale Länge aufweisen.

Bei diesem Rohrbearbeitungsapparat ist es jedoch häufig erforderlich, die jeweilige Stellung der Walzrollen in Abhängigkeit von der Wanddicke oder dem Durchmesser des gewalzten Metallrohres einzustellen. Diesbezüglich ergeben sich bei diesem bekannten Rohrbearbeitungsapparat solche Probleme, daß es schwierig ist, die jeweiligen Stellungen der Walzrollen einzustellen, da die Walzrollen an der ringförmigen Stütze mittels der Arme des Antriebsmechanismus fest angeschlossen sind. Somit ist eine beträchtliche Zeit für die Anordnung und Einstellung des Apparates erforderlich. Daraus resultiert eine Beeinträchtigung der Betriebstüchtigkeit und der Bearbeitungstüchtigkeit des Apparates. Außerdem besteht ein Problem dahingehend, daß die Wartung des Apparates mühselig ist, da dessen Aufbau komplex ist.

Anschaulich ausgedrückt, besitzt eine Vorrichtung gemäß dem neuen Anspruch 1 eine Antriebswelle, die einen mittleren Durchgang für das zu bearbeitende Metallrohr aufweist und an deren freiem Ende über einen Flansch eine Ausnehmung gebildet ist, in der die Vielzahl von Walzkörpern in Form einer Art eines Bausatzes angeordnet ist. Der Walzkörpersatz wird in der genannten Ausnehmung des Flansches durch eine Kappe gehalten.

Die Rohrbearbeitungsvorrichtung gemäß der Erfindung ist so angeordnet, daß die Walzeinheit mit den darin befindlichen Walzrollen durch den Antriebsmechanismus so drehangetrieben ist, daß sich die Walzrollen um das Metallrohr bewegen. Eine solche Anordnung ermöglicht ein Bearbeiten der inneren Oberfläche des Metallrohres ohne Aufgabe der Vorteile des bekannten Apparates. Außerdem ist es möglich, die Walzeinheit leicht durch eine andere zu ersetzen, damit die Walzeinheiten durch einen anderen Typus ersetzt werden können, und zwar an die jeweiligen Dimensionen des zu bearbeitenden Metallrohres.

Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand der in den Zeichnungen rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Teilschnittansicht mit der Darstellung einer Rohrbearbeitungsvorrichtung gemäß dem Stand der Technik,

Fig. 2 eine Teilquerschnittsansicht mit der Darstellung einer Rohrbearbeitungsanordnung entsprechend einer Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 3 eine Teilquerschnittsansicht, die schematisch die Rohrbearbeitungsvorrichtung für den Zweck der Erläuterung des Betriebs derselben zeigt und

Fig. 4 eine Seitenansicht mit der Darstellung einer Walzeinheit, die sich in der Rohrbearbeitungsanordnung befindet, wobei eines eines Paares von Endteilen entfernt ist, um die Walzrollen zu zeigen.

Fig. 2 bis 4 der Zeichnungen zeigen eine Rohrbearbeitungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Die Vorrichtung ähnelt grundsätzlich dem Aufbau der bekannten Vorrichtung gemäß Fig. 1 und umfaßt eine Zieheinheit 10 mit einer Matrize 10a und einem Ziehdorn 10b zum Walzen eines Metallrohres 1. Weiterhin umfaßt die Vorrichtung eine Rohrbearbeitungsanordnung 11, welche bezüglich der Bewegung des Metallrohres 1 stromab der Zieheinheit 10 angeordnet ist, um in einer inneren Oberfläche des Metallrohres 1, welches durch die Zieheinheit 10 hergestellt worden ist, eine vorbestimmte Gestaltung auszubilden (bei der dargestellten Ausführungsform eine schraubenförmige Gestaltung). Stromab der Bearbeitungsanordnung 11 ist ein Abgabemechanismus 13 vorgesehen, um das Metallrohr 1 in Axialrichtung abzugeben.

Die vorliegende Erfindung ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, daß die Walzrollen 12 der Bearbeitungsanordnung 11 als Walzeinheit 17 zusammengesetzt sind, welche vom Antriebsmechanismus 13 annehmbar ist. Die Bearbeitungsanordnung 11 wird nun mehr im einzelnen beschrieben.

Entsprechend der Anordnung in Fig. 2 umfaßt der Antriebsmechanismus 13 eine Abtriebswelle 14, in der sich eine Axialbohrung 14a befindet, durch die das Metallrohr 1 verlaufen kann. Die Abtriebswelle 14 weist ein freies Ende auf, an dem ein im wesentlichen zylindrischer Anschlußflansch 15 für eine gemeinsame Drehung fest angebracht ist. Im Anschlußflansch 15 ist eine Ausnehmung ausgebildet, welche eine Umfangswandfläche 16 aufweist, die so konisch verläuft, daß sie vom freien Ende der Abtriebswelle 14 weg divergiert. Die Walzeinheit 17 weist eine zylindrische Umfangsfläche auf und wird von der Ausnehmung des Anschlußflansches 15 aufgenommen, was durch eine geteilte Hülse 18 erfolgt. Diese Walzeinheit 17 ist innerhalb der Ausnehmung durch ein topfförmiges Kappenteil 19 in der gewünschten Position befestigt. Dieses Kappenteil 19 steht im Gewindeeingriff mit dem Anschlußflansch 15 und liegt in Anlage mit der Hülse 18. Die geteilte Hülse 18 weist eine äußere Umfangsfläche auf, welche zur konischen Umfangswandfläche 16 der Ausnehmung im Anschlußflansch 15 komplementär ist. Außerdem weist die geteilte Hülse 18 eine innere Umfangsfläche auf, die mit der zylindrischen Umfangsfläche der Walzeinheit 17 komplementär ist. Obwohl die dargestellte Ausführungsform so angeordnet ist, daß die Walzeinheit 17 vom Anschlußflansch 15 aufgenommen wird, kann der Anschlußflansch 15 einen Aufnahmeschnitt umfassen, welcher die Walzeinheit 17 aufnimmt (d. h. ein Abschnitt, in dem die Ausnehmung ausgebildet ist, welche die konische Umfangswandfläche 16 aufweist) und einen Abschnitt getrennt vom Aufnahmeabschnitt, wobei der Anschlußflansch am freien Ende der Abtriebswelle 14 befestigt ist.

Die Walzeinheit 17 umfaßt zusätzlich zu den Walzrollen 12 ein Gehäuse, das einen ringförmigen Halter 17a mit axial entgegengesetzten Endflächen und ein Paar von Endteilen 17b umfaßt, die jeweils an den axialen Endflächen des Halters 17a angebracht sind, und zwar mittels geeigneten Befestigungsteilen, wie Schraubbolzen. Jedes der Endteile 17b ist mit einer Mittelbohrung 17c (Fig. 3) versehen, damit das Metallrohr 1 durch die Walzeinheit 7 verlaufen kann. Eine Vielzahl von (beim dargestellten Ausführungsbeispiel drei) Walzrollen 12 stützen sich drehbar zwischen den Endteilen 17b ab, was durch jeweilige Stützwellen 21 erfolgt, und zwar so, daß die zugehörigen Achsen der Walzrollen 12 in einem vorbestimmten Winkel zur Achse des Metallrohres 1 geneigt sind und mit dem Metallrohr in Druckberührung stehen. Ein Ende jedes der Stützwellen 21 ist drehbar an einer Seite der zugehörigen Walzrolle 12 mittels eines Paares von Endteilen 17b über Axiallager 22 abgestützt, welche von der zugehörigen Ausnehmung des einen Endteiles 17b aufgenommen wird. Das andere Ende stützt sich drehbar an der entgegengesetzten Seite der zugehörigen Stützrolle 12 mittels des anderen Endteiles 17b über Axiallager 22 in der zugehörigen Ausnehmung des anderen Endteiles 17b ab.

Ein die innere Oberfläche bearbeitender Dorn 25 befindet sich schwimmend innerhalb des Metallrohres 1 an einer Stelle entsprechend den Walzrollen 12 und ist über eine Stange 26 drehbar mit dem Ziehdorn 10b verbunden.

Nunmehr wird die Arbeitsweise der Rohrbearbeitungsvorrichtung des zuvor beschriebenen Aufbaus für die Bearbeitung des Metallrohres 1 beschrieben.

Um die Walzrollen 12 entsprechend der Darstellung in Fig. 2 am Antriebsmechanismus 13 anzubringen, ist die Walzeinheit 17, in der sich eine Vielzahl der Walzrollen 12 befindet, in der Ausnehmung des Anschlußflansches 15 mittels der geteilten Hülse 18 eingesetzt und wird von dieser Ausnehmung aufgenommen. Dann wird das Kappenteil 19 auf den Anschlußflansch 15 aufgeschraubt und wird ebenso mit der geteilten Hülse 18 in Berührung gebracht, um diese zu drücken. Durch diesen Vorgang wird die Walzeinheit 17 fest mit der konischen Umfangswandfläche 16 der Ausnehmung des Anschlußflansches 15 gedrückt und wird positiv angetrieben mit der Abtriebswelle 14 des Antriebsmechanismus 13 verbunden.

Nachfolgend werden mit der am Anschlußflansch 15 befestigten Walzeinheit 17 der Ziehdorn 10b und der die innere Oberfläche bearbeitende Dorn 25 zusammen mit der die Dorne 10b und 25 miteinander verbindenden Stange 26 in eine vorbestimmte Richtung in das Metallrohr 1 eingesetzt, welches ein Werkstück ist. Dann wird das Metallrohr 1 so angeordnet, daß das Metallrohr 1 durch eine zentrale Bearbeitungsbohrung 10c der Matrize 10a verläuft und weiterhin durch die jeweiligen Mittelbohrungen 17c in den Endteilen 17b der Walzeinheit 17 und durch die Bohrung 14a der Abtriebswelle 14. Dann wird ein Ende des Metallrohres 1 vom Abgabemechanismus gegriffen. Nachfolgend wird der Antriebsmechanismus 13 dahingehend betätigt, daß die Abtriebswelle 14 gedreht wird, um die Walzeinheit 17 zu drehen und dadurch ein Drehen der Walzrollen 12 um das Metallrohr 1 zu verursachen. Der Abgabemechanismus wird angetrieben, um das Metallrohr 1 in Fig. 4 von rechts nach links abzugeben, um die Bearbeitung der inneren Oberfläche des Metallrohres 1 einzuleiten.

Zu Beginn, wenn das Metallrohr 1 veranlaßt wird, durch die Zieheinheit 10 zu verlaufen, wird das Rohr 1 hinsichtlich seines Durchmessers reduziert, so daß es mittels der Matrize 10a und dem Ziehdorn 10b einen vorbestimmten Durchmesser und eine vorbestimmte Wanddicke hat. Wenn dann das Rohr 1 veranlaßt wird, durch die Bearbeitungsanordnung 11 zu verlaufen, wird in der inneren Oberfläche des Metallrohres 1 eine schraubenförmige Nut ausgebildet. Wenn die Bearbeitungsanordnung 11 sich im angetriebenen Zustand befindet, wird die mit den Walzrollen 12 versehene Walzeinheit 17 durch den Antriebsmechanismus 13 gedreht, so daß jede Walzrolle 12 sich um das Metallrohr 1 bewegt und dabei um seine eigene Achse gedreht wird, weil die Walzrolle 12 in festem Druckkontakt mit der äußeren Oberfläche des Rohres 1 steht. Da die Achse jeder Walzrolle 12 in einem vorbestimmten Winkel zur Achse des Metallrohres 1 geneigt ist, so treten beim Abrollen der Walzrollen in Druckkontakt mit dem Metallrohr 1 zwischen dem Metallrohr 1 und den Walzrollen 12 Reibungskräfte auf, die eine Axialkomponente haben. Aus dieser Axialkomponente ergibt sich eine Axialbelastung, die eine Tendenz dahingehend verursacht, das Metallrohr 1 abzugeben, so daß das Metallrohr 1 einer Kraft in einer solchen Richtung unterworfen wird, daß das Metallrohr 1 abgegeben wird. Da die Walzrollen 12 in festem Druckkontakt mit der äußeren Oberfläche des Metallrohres 1 stehen, wird daher gleichzeitig damit die innere Oberfläche des Metallrohres 1 in Druckkontakt mit dem die innere Oberfläche bearbeitenden Dorn 25 gebracht, so daß in der inneren Oberfläche des Metallrohres 1 eine schraubenförmige Nut ausgebildet wird. Infolge der Reibungskraft hinsichtlich des Metallrohres 1 wird zu diesem Zeitpunkt der die innere Oberfläche bearbeitende Dorn 25 einer Kraft in einer solchen Richtung unterworfen, daß das Metallrohr 1 abgegeben wird. Da jedoch der Dorn 25 über die Stange 26 mit dem Ziehdorn 10b verbunden ist, wird der Dorn 25 kontinuierlich in einer Lage entsprechend der Walzrollen 12 zurückgehalten.

Wie zuvor beschrieben, umfaßt die Drehung der Walzrollen eine Komponente, aufgrund der eine Tendenz dahingehend besteht, das Metallrohr abzugeben. Diese Komponente wirkt in einer solchen Richtung, daß das Metallrohr bestimmt abgegeben wird, um dadurch die Möglichkeit zu schaffen, das Formausmaß des Metallrohres 1 zu verstärken. Die dem Metallrohr 1 durch die Walzrollen 12 verliehene Kraft wird zusätzlich senkrecht zur äußeren Oberfläche des Metallrohres 1 aufgebracht und wird in eine Druckkraft, die das Metallrohr 1 walzen möchte, und eine Kraft entgegengesetzt der Reibungskraft aufgeteilt, welche Reibungskraft in einer Richtung senkrecht zu der genannten Druckkraft gerichtet ist. Da jedoch die Walzrollen 12 so angebracht sind, daß ihre jeweiligen Achsen bezüglich der Achse des Metallrohres 1 geneigt sind, wird die Reibungskraft extrem vermindert und dementsprechend wird ebenso die Kraft entgegen der Reibungskraft extrem herabgesetzt. Dies verursacht eine Verminderung der durch die Walzrollen 12 auf das Metallrohr 1 aufgebrachten Kraft, wobei jedoch allerdings das Formausmaß auf das Metallrohr 1 unverändert bleibt, da eine das Walzen des Metallrohres 1 verursachende Druckkraft sich nicht verändert.

Mehr noch, verursacht die Abnahme der Reibungskraft ein Abnehmen der auf das Metallrohr 1 aufgebrachten Zugspannungskraft. So sollte die Tiefe der Nut auf dem die innere Oberfläche bearbeitenden Dorn 25 durch den Unterschied entsprechend der Reduzierung der Zugspannungskraft erhöht werden, um so das Formausmaß auf das Metallrohr 1 zu verstärken, ohne das Metallrohr 1 zu beschädigen.

Wenn zusätzlich die Walzrollen 12 ausgetauscht werden sollen, wird das Kappenteil 19 vom Anschlußflansch 15 gelöst, um die Walzeinheit 17 zu entnehmen. Dann wird eine andere Walzeinheit im Anschlußflansch 15 durch den zuvor beschriebenen Vorgang angebracht. Wenn weiterhin die Walzrollen 12 in Druckkontakt mit dem Metallrohr 1 gedreht werden, wird das Metallrohr 1 einer Torsionskraft in einer solchen Richtung unterworfen, daß die Walzrollen 12 gedreht werden, und zwar aufgrund eines Teils der Reibungskraft, die zwischen den Walzrollen 12 und dem Metallrohr 1 auftritt. Da jedoch das Metallrohr hinsichtlich des Durchmessers reduziert wird und dabei durch die Zieheinheit 10 an einer Drehung gehindert wird, tritt keine Torsion des Metallrohres 1 auf.

Weiterhin wird der die innere Oberfläche bearbeitende Dorn 25 einer Rotationskraft um eine Achse des Dorns 25 unterworfen, und zwar durch die Reibungskraft gegenüber dem Metallrohr 1. Da jedoch der Dorn 25 hinsichtlich der Stange 26 drehbar ist, wird der Dorn 25 in Abhängigkeit von der Rotationskraft gedreht und dementsprechend verhindert, daß die in der inneren Oberfläche des Metallrohres 1 ausgebildete schraubenförmige Nut deformiert wird.

Ebenso werden die Walzrollen 12 einer Zugspannungskraft in Längsrichtung des Metallrohres 1 unterworfen, und zwar infolge der Tatsache, daß das Metallrohr 1 gezogen wird. Jedoch wird die Zugspannungskraft durch die Axiallager 22 aufgenommen, um die Zuverlässigkeit und Dauerhaftigkeit der Walzrollen 12 und der Stützwellen 21 der Walzeinheit 17 zu verbessern.

Bei der dargestellten Ausführungsform weist jede Walzrolle 12 eine Umfangsfläche auf, welche in einer die Achse der Rollwalze enthaltenden Querschnittsebene konvex gekrümmt ist. Jede Walzrolle 12 kann jedoch eine Umfangsfläche aufweisen, welche in einer solchen Querschnittsebene konkav gekrümmt ist, die die Achse der Walzrolle enthält. Dies verhindert die Aufbringung einer hohen Belastung auf das Metallrohr 1, damit ein höchstwirksames Walzen durchgeführt werden kann. Außerdem ermöglicht das Ausbilden einer vorbestimmten Gestaltung der äußeren Oberfläche jeder Walzrolle 12 eine entsprechend vorbestimmte Gestaltung der äußeren Oberfläche des Metallrohres 1.

Entsprechend der Erfindung werden Vorteile dahingehend erzielt, daß die Wartung der Vorrichtung erleichtert ist, ohne dafür die überragenden Vorteile der bekannten Bearbeitungsvorrichtung aufgeben zu müssen. Es ist möglich, verschiedene Größen von Walzrollen dadurch zu verwenden, daß die Walzeinheit durch eine andere ausgetauscht wird. Der Austauschvorgang ist erleichtert, damit die für die Anordnung und Einstellung benötigte Zeit reduziert wird. Damit wird bei einfachem Aufbau eine verbesserte Zuverlässigkeit der Vorrichtung erzielt.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Bearbeiten der inneren und äußeren Oberfläche eines Metallrohres mit einer Einrichtung (10) zum Ziehen des Metallrohres (1) auf einen reduzierten Durchmesser und mit einer Einrichtung zum Bearbeiten der innen und/oder äußeren Oberfläche des Metallrohres, um die innere und/oder äußere Oberfläche desselben in eine vorbestimmte Gestalt zu bringen, wobei die Bearbeitungseinrichtung eine Walzeinheit (17) und einen hierfür bestimmten Antriebsmechanismus (13) umfaßt, die Walzeinheit ein Gehäuse aufweist, in dem eine Vielzahl von Walzenkörpern (12) außerhalb des Metallrohres angebracht ist, die in Druckberührung mit dem Metallrohr stehen und durch den Antriebsmechanismus angetrieben sind, um sich drehmäßig um das Metallrohr zu bewegen, und wobei die Bearbeitungseinrichtung weiterhin einen Dorn (25) aufweist, welcher in dem Metallrohr an einer Stelle entsprechend den Walzkörpern schwimmend angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmechanismus (13) eine Abtriebswelle (14) mit einem freien Ende umfaßt, in der für das Durchlaufen des Metallrohres (1) eine Axialbohrung (14a) ausgebildet ist, am freien Ende der Abtriebswelle für eine gemeinsame Drehung ein Anschlußflansch (15) befestigt ist, in dem eine Ausnehmung ausgebildet ist, und daß ein Kappenteil (19) auf den Anschlußflansch (15) aufgeschraubt ist, um die Walzeinheit (17) innerhalb der Ausnehmung so zu befestigen, daß die Axialbohrung (14a) in der Abtriebswelle (14) koaxial zu einer Mittelbohrung des Gehäuses liegt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Anschlußflansch (15) ausgebildete Ausnehmung eine Umfangswandfläche (16) aufweist, die so konisch ausgebildet ist, daß sie weg vom freien Ende der Abtriebswelle (14) divergiert, daß der Antriebsmechanismus (13) weiterhin eine geteilte Hülse (18) mit einer inneren Umfangsfläche, die mit der äußeren Umfangsfläche der Walzeinheit (17) komplementär ist, und eine äußere Umfangsfläche umfaßt, die mit der Umfangswandfläche der Ausnehmung des Anschlußflansches komplementär ist, und daß die geteilte Hülse (18) mit dem Kappenteil (19) so im Eingriff steht, daß diese gegen das freie Ende der Abtriebswelle gedrückt wird, um die Walzeinheit in ihrer Lage festzulegen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse einen ringförmigen Halter (17a) mit axial entgegengesetzten Endflächen und ein Paar von Endteilen (17b) umfaßt, die jeweils an den axial entgegengesetzten Endflächen des ringförmigen Halters angebracht sind, so daß die Walzeinheit (17) eine zylindrische äußere Umfangsfläche aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzkörper Rollen (12) sind, die in einem Neigungswinkel relativ zur Achse des Metallrohres (1) angeordnet sind und jeweils eine Stützachse (21) haben, deren Enden durch Lager (22) in den Endteilen (17b) des Gehäuses abgestützt sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (21) jeder Walzrolle (12) hinsichtlich der Achse des Metallrohres in einer solchen Richtung geneigt ist, daß die Walzrollen bei der Drehung der Walzeinheit (17) auf das Metallrohr (1) eine Axialkraft ausüben, durch die eine Tendenz initiiert wird, das Metallrohr axial weg von der Zieheinrichtung (10) zu bewegen.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzrollen (12) eine Umfangsfläche aufweisen, welche im Querschnitt in einer Ebene gekrümmt ist, die die Achse der Walzrolle enthält.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (30) zum axialen Abgeben des Metallrohres (1) vorgesehen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzrollen (12) über den Umfang im gleichen Abstand zueinander angeordnet sind.






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