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Dokumentenidentifikation DE3519970C2 23.12.1987
Titel Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes
Anmelder Mitsubishi Kinzoku K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Iritani, Takeshi, Ageo, Saitama, JP;
Todaka, Matsuo;
Yoshida, Mitsuo, Kitamoto, Saitama, JP
Vertreter Eitle, W., Dipl.-Ing.; Hoffmann, K., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Lehn, W., Dipl.-Ing.; Füchsle, K., Dipl.-Ing.; Hansen, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Brauns, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Görg, K., Dipl.-Ing.; Kohlmann, K., Dipl.-Ing.; Kolb, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Ritter und Edler von Fischern, B., Dipl.-Ing., Pat.-Anw.; Nette, A., Rechtsanw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 04.06.1985
DE-Aktenzeichen 3519970
Offenlegungstag 18.09.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.12.1987
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.12.1987
IPC-Hauptklasse B21C 5/00
Zusammenfassung Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Endabschnittes eines Rohres (B), die längs einer vorbestimmten Bewegungsbahn (C) angeordnet ist, so daß sie zu der Bewegungsbahn (C) hin- und von ihr wegbewegt werden kann. Eine erste Klemmeinrichtung (3) ist auf der Grundplatte (1) vor der Anspitzmaschine (2) längs der Bewegungsbahn (C) befestigt. Eine Rohrpresse (4) ist zwischen der Anspitzmaschine (2) und der ersten Klemmeinrichtung (3) angeordnet, um die Rohrwand einzubeulen, um axial beabstandete Positionierungsabschnitte am Rohr auszubilden. Eine zweite Klemmeinrichtung (5) ist zwischen der Rohrpresse (4) und der Anspitzmaschine (2) angeordnet, um den Endabschnitt des Rohres (B) einzuklemmen. Eine Stopfenzuführvorrichtung (6) ist zwischen der zweiten Klemmeinrichtung (5) und der Anspitzmaschine (2) angeordnet, um einen Stopfen (10) von einer Stelle außerhalb der Bewegungsbahn (C) zu einer darauf angeordneten Stelle zuzuführen. Eine Stopfeneinsetzvorrichtung (7) umfaßt ein Einsetzansatzrohr (7c), das parallel zur Bewegungsrichtung des Rohres (B) bewegbar ist, um den Stopfen (10) in den Endabschnitt des Rohres (B) einzusetzen. Schmiermittel wird in das Rohr (B) durch das Einsetzansatzrohr (7c) zugeführt. Der Endabschnitt des Rohres (B) wird mittels der Anspitzmaschine (2) angespitzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Vorrichtungen der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegebenen Art werden benutzt, wenn ein Rohr beispielsweise unter Verwendung eines Preßringes gezogen werden soll, wobei der Außendurchmesser des Rohres mittels der Preßringöffnung und die Wanddicke des Rohres mittels des Stopfens reguliert werden. Dabei muß der Stopfen in dem Rohr schwebend angeordnet sein, da er sich beim Ziehvorgang selbständig ausrichten muß.

Bei einer bekannten Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 (DE-OS 18 07 814) werden nach dem Einführen des Rohres in die Vorrichtung die nachstehend angegebenen Arbeitsvorgänge ausgeführt. Zuerst wird nach dem Festklemmen des Rohres in einem gewissen Abstand von dem betreffenden Rohrende eine Einbeulung an dem Rohr gebildet, wonach Schmiermittel in das Rohrende eingeführt und der Stopfen eingesetzt wird. Danach wird nahe dem Rohrende eine zweite Einbeulung gebildet, und das Rohrende selbst wird angespitzt. Sodann wird das Rohr aus der Vorrichtung herausbewegt entgegengesetzt zur Einführrichtung. Bei der bekannten Vorrichtung werden das zweite Einbeulen und das Anspitzen des betreffenden Rohrendes gleichzeitig und mittels einer einzigen Einrichtung ausgeführt. Hierbei wird ein vergleichsweise hoher Druck auf das Rohr ausgeübt, wobei die Gefahr besteht, daß der Stopfen nicht mehr schwebend, sondern fest angeordnet wird. Außerdem ist es, wenn das zweite Einbeulen und das Anspitzen gleichzeitig mittels einer einzigen Einrichtung ausgeführt werden, vergleichsweise schwierig, das Rohr unter optimalem Preßdruck und Preßhub zu bearbeiten. Insbesondere besteht die Möglichkeit, daß übermäßiger Druck auf das Rohr ausgeübt wird, so daß ein übermäßiges Einbeulen hervorgerufen wird, wodurch das Rohr beim nachfolgenden Ziehvorgang brechen kann. Weiterhin ist es bei der bekannten Vorrichtung nachteilig, daß das bearbeitete Rohr nach der Bearbeitung entgegengesetzt zur Einführrichtung aus der Vorrichtung herausbewegt werden muß. Diese Notwendigkeit ergibt sich unter anderem dadurch, daß die Stopfeneinsetzeinrichtung in Ausrichtung zur Bewegungsbahn des Rohres ortsfest angeordnet ist. Die bekannte Vorrichtung kann somit nicht direkt in eine Fertigungsstraße eingesetzt werden, in welcher die zu bearbeitenden Rohre in nur einer Richtung bewegt werden. Das Bewegen des Rohres in nur einer Richtung ist aber grundsätzlich erwünscht, weil in den meisten Fällen das Rohr von einer Spule abgezogen wird.

Somit ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art derart auszuführen, daß die betreffenden Arbeitsvorgänge zuverlässig ausgeführt werden und das Rohr in nur einer Richtung bewegt zu werden braucht.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Patentanspruches 1.

Bei einer Vorrichtung gemäß der Erfindung sind die Anspitzeinrichtung und die Stopfeneinsetzeinrichtung gewöhnlich außerhalb der Bewegungsbahn des Rohres angeordnet und werden zum Ausüben ihrer Funktion in diese Bewegungsbahn bewegt. Somit kann das Rohr nach erfolgter Bearbeitung in der Einführrichtung weiterbewegt werden. Dies ermöglicht es, die Vorrichtung beispielsweise direkt in eine Fertigungsstraße einzufügen. Gleichzeitig ist für das Ausführen der beiden Einbeulungen nur eine einzige Rohrpresse vorgesehen, die entlang der Bewegungsbahn des Rohres bewegbar ist. Dadurch ist weiterhin erreicht, daß das zweite Einbeulen und das Anspitzen in zwei getrennten Arbeitsvorgängen durchgeführt werden, wobei dann diese beiden Vorgänge unter optimalen Preßbedingungen durchgeführt werden können, so daß eine schwebende Anordnung des Stopfens in dem Rohr gewährleistet ist.

Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen erfaßt.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in Figuren dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht einer ersten Ausführungsform einer Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes,

Fig. 2 eine Ansicht der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung,

Fig. 3 eine Aufsicht einer zweiten Ausführungsform der Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes,

Fig. 4 eine Ansicht der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung,

Fig. 5 eine Seitenansicht der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung.

In Fig. 1 und 2 ist die Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes dargestellt, die allgemein mit dem Bezugszeichen A bezeichnet ist und eine erste Ausführungsform darstellt und als Hauptbaugruppen eine unterhalb einer Bewegungsbahn C, längs der ein Rohr B (gezeigt in gestrichelten Linien) von rechts nach links in Fig. 1 und 2 bewegt wird, angeordnete Grundplatte 1, eine auf der Grundplatte 1 an der Hinterseite in bezug auf die Bewegungsrichtung des Rohres B befestigte Anspitzmaschine 2, eine erste auf der Grundplatte 1 vor der Anspitzmaschine 2 längs des Bewegungsweges C befestigte erste Klemmeinrichtung 3, eine Rohrpresse 4, eine zweite Klemmeinrichtung 5 und eine Stopfenzuführvorrichtung 6, die zwischen der ersten Klemmeinrichtung 3 und der Anspitzmaschine 2 angeordnet ist, eine Stopfeneinsetzvorrichtung 7 und eine Schmiermittelversorgung 8 umfaßt.

Die Grundplatte 1 umfaßt einen rechtwinkeligen Rahmen 1a und einen an einer Seite des Rahmens 1a befestigten Tisch 1b, der in bezug auf die Bewegungsbahn C davor angeordnet ist. Ein Paar beabstandeter Führungsschienen 1c, die sich rechtwinklig zur Bewegungsbahn C erstrecken, sind fest am Rahmen 1a befestigt.

Die Anspitzmaschine 2 umfaßt ein Gehäuse und eine darin angeordnete bekannte Zieh- und Anspitzeinheit. Das Gehäuse umfaßt eine vordere Wand mit einer darin ausgebildeten mittleren Einsetzöffnung, durch die ein Endabschnitt des Rohres B in das Gehäuse eingesetzt ist, um den Endabschnitt des Rohres B anzuspitzen. Die Anspitzmaschine 2 ist fest auf einem Paar Befestigungen 2a befestigt, wobei die Einsetzöffnung in bezug auf die Bewegungsrichtung des Rohres B nach vorne weist. Die Befestigungen 2a sind gleitend auf Tragstangen 2b befestigt, die sich parallel zur Bewegungsbahn C erstrecken. Jede der Tragstangen 2b hat axial gegenüberliegende Enden, auf denen Führungsräder 2c drehbar befestigt sind. Die Führungsräder 2c stehen mit den Führungsschienen 1c in drehbarem Eingriff, so daß sie längs derselben bewegbar sind. Auf diese Weise ist die Anspitzmaschine 2 auf der Grundplatte 1 so gelagert, daß sie parallel zur Bewegungsbahn C und senkrecht dazu bewegbar ist. Die Anspitzmaschine 2 wird auf den Führungsschienen 1c so gelagert, daß die Einsetzöffnung der Anspitzmaschine 2 auf dem gleichen Niveau wie die Bewegungsbahn C angeordnet ist.

Die erste Klemmeinrichtung 3 ist allgemein bekannt und umfaßt eine Klemmbacke, um automatisch das Rohr B an irgendeiner Stelle längs der Bewegungsbahn C zu ergreifen oder einzuklemmen. Die erste Klemmeinrichtung 3 ist fest auf einer Oberfläche des Tisches 1b befestigt. Ein Paar Stangen 3a, deren entsprechende Enden fest von der ersten Klemmeinrichtung 3 gehalten werden, erstreckt sich parallel zur Bewegungsbahn C in Richtung der Anspitzmaschine 2, wobei die Bewegungsbahn C mitten zwischen dem Paar Stangen 3a angeordnet ist.

Die Rohrpresse 4 ist zwischen der ersten Klemmeinrichtung 3 und der Anspitzmaschine 2 angeordnet und umfaßt eine Pressenbefestigung 4a, die gleitbar auf den Führungsstangen 3a befestigt ist, so daß sie längs dieser bewegbar ist, und ein Paar Kolbenzylinderanordnungen 4b, die fest an der Pressenbefestigung 4a befestigt sind, wobei die Bewegungsbahn C zwischen dem Paar Kolbenzylinderanordnungen 4b angeordnet ist. Jede der Kolbenzylinderanordnungen 4b umfaßt eine sich horizontal und senkrecht zur Bewegungsbahn C erstreckende Kolbenstange. Ein Pressenkopf 4c ist am axialen freien Ende jeder entsprechenden Kolbenstange der Kolbenzylinderanordnungen 4b so befestigt, daß die Pressenköpfe 4c einander gegenüberliegen. Wenn die Kolbenzylinderanordnungen 4b betätigt werden, bewegen sich ihre entsprechenden Kolbenstangen, so daß die Pressenköpfe 4a zu der Bewegungsbahn C hin- bzw. von ihr wegbewegt werden, z. B. zu einer Stelle innerhalb der Bewegungsbahn C und einer davon entfernten Stelle.

Die zweite Klemmeinrichtung 5 ist zwischen der Rohrpresse 4 und der Anspitzmaschine 2 angeordnet und umfaßt eine Klemmbefestigung 5a, die gleitbar auf den Führungsstangen 3a befestigt ist, so daß sie längs derselben bewegbar ist und ein Paar Kolbenzylinderanordnungen 5b, die fest auf der Klemmbefestigung 5a befestigt sind, wobei die Bewegungsbahn C zwischen dem Paar Kolben-Zylinderanordnungen 5b angeordnet ist. Jede Kolben-Zylinderanordnung 5b umfaßt eine sich horizontal und senkrecht zur Bewegungsbahn C erstreckende Kolbenstange. Ein Tragkopf 5c ist fest an dem axial freien Ende jeder entsprechenden Kolbenstange der Kolben-Zylinderanordnung 5b befestigt, so daß die Tragköpfe 5c einander gegenüberliegen. Wenn die Kolben- Zylinderanordnungen 5b betätigt werden, bewegen sich die entsprechenden Kolbenstangen, so daß die Tragköpfe 5c zu der Bewegungsbahn 5c hin- und von ihr wegbewegt werden.

Die Stopfenzuführvorrichtung ist zwischen der zweiten Klemmeinrichtung 5 und der Anspitzmaschine 2 angeordnet und umfaßt ein Magazingehäuse zur Aufnahme mehrerer Stopfen 10 in Form eines in einer einzigen Reihe angeordneten Projektils und eine mit dem Gehäuse 6a verbundene Ladeeinheit 6b, um einen der Stopfen 10 aus dem Gehäuse 6a herauszunehmen und den herausgenommenen Stopfen 10 an einer Stelle auf der Bewegungsbahn C anzuordnen, wenn dies erforderlich ist. Das Gehäuse 6a hat eine der Bewegungsbahn C gegenüberliegende Vorderwand und eine darin ausgebildete Öffnung, durch die die Ladeeinheit 6b einen Stopfen 10 aus dem Gehäuse 6a herausnehmen kann.

Die Stopfeneinsetzvorrichtung 7 umfaßt einen vertikalen Führungsrahmen 7a, der fest an der Anspitzmaschine 2 befestigt ist, eine Kolben-Zylinderanordnung 7b, die auf dem Führungsrahmen 7a befestigt ist, so daß sie längs diesem vertikal bewegbar ist, und ein Einsetzansatzrohr 7c, das fest mit einer Kolbenstange der Kolben- Zylinderanordnung 7b verbunden ist. Die Kolben-Zylinderanordnung 7b ist längs des Führungsrahmens 7a auf- und abbewegbar und ebenfalls zusammen mit der Anspitzmaschine horizontal bewegbar, so daß das Einsetzansatzrohr 7c zwischen einer mit der Bewegungsbahn C ausgerichteten Stelle und einer damit nicht ausgerichteten Stelle bewegbar ist. Die Kolben-Zylinderanordnung 7b hat eine darin eingebaute Schmiermittelversorgung 8 zur Zuführung eines Schmieröls in das Einsetzansatzrohr 7c.

Das Rohr B wird mittels Führungsrollen 11 und 12 geführt und längs der Bewegungsbahn C mittels eines Paares Quetschwalzen 13, 13, von rechts nach links in Fig. 1 und 2 zugeführt.

Eine Folgesteuerung 15 in Fig. 1 ist elektrisch mit Grenzschaltern (nicht dargestellt) verbunden, die den oben beschriebenen unterschiedlichen Baugruppen der Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes A zugeordnet sind. Sie empfängt entsprechende Signale von den Grenzschaltern, um automatisch die entsprechenden Betätigungen der verschiedenen Baugruppen zu steuern.

Die Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes A mit dem beschriebenen Aufbau dient zum Einsetzen des Stopfens 10 in den Endabschnitt des Rohres B und zum Anspitzen des Endabschnittes in folgender Weise.

Wenn das Rohr B längs der Bewegungsbahn C von einer davorliegenden Bearbeitungsstation zugeführt wird, wird die erste Klemmeinrichtung 3 aktiviert, so daß die Klemmbacke der ersten Klemmeinrichtung 3 eine Stellung von der Bewegungsbahn C entfernt einnimmt. Ähnlich nehmen die Preßköpfe 4c der Rohrpresse 4 die Tragköpfe 5c der zweiten Klemmeinrichtung 5 und die Ladeeinheit 6b der Stopfenzuführvorrichtung 6 ihre entsprechenden Positionen von der Bewegungsbahn C entfernt ein. Die Anspitzmaschine 2 und die Stopfeneinsetzvorrichtung 7 nehmen ihre entsprechenden von der Bewegungsbahn C entfernten Positionen ein, die mittels gestrichelter Linien in Fig. 1 dargestellt sind. So kann das Rohr B längs der Bewegungsbahn C bewegt werden und wird den Quetschwalzen 13, 13 von rechts nach links in Fig. 1 und 2 längs der Bewegungsbahn C an der Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes A zugeführt. Wenn das hintere axiale Ende des Rohres B zu einer Stelle zwischen der zweiten Klemmeinrichtung 5 und der Stopfenzuführvorrichtung 6 bewegt wurde, wird die Drehung der Quetschwalzen 13, 13 zum Anhalten der Bewegung des Rohres B unterbrochen und darauffolgend wird das Einsetzen des Stopfens und das Anspitzen durchgeführt.

Wenn die Bewegung des Rohres B unterbrochen ist, wird die erste Klemmeinrichtung 3 betätigt, so daß ihre Klemmbacke das Rohr B einklemmt und lagert, und die zweite Klemmeinrichtung 5 wird betätigt, so daß die Tragköpfe 5c gegen das hintere axiale Ende des Rohres B gedrückt werden, um das hintere axiale Ende dadurch zu lagern und zu halten. Gleichzeitig wird die Stopfeneinsetzvorrichtung 7 ein wenig in horizontaler Richtung und abwärts bewegt, um das Einsetzansatzrohr 7c mit der Bewegungsbahn C auszurichten, so daß das Einsetzansatzrohr 7c dem hinteren axialen Ende des Rohres B gegenüberliegt.

Darauf wird die Rohrpresse 4 betätigt, um die Pressenköpfe 4c und 4c in Richtung des Rohres B auf der Bewegungsbahn C zu bewegen, um gegen gegenüberliegende Seitenflächen des Rohres B zu drücken, wodurch die gegenüberliegenden Seitenflächen des Rohres B ein wenig eingebeult werden, um einen ersten Positionierungsabschnitt im Rohr auszubilden, worauf dann die Rohrpresse 4 erneut betätigt wird, um die Pressenköpfe 4c von dem Rohr B wegzubewegen. Dann wird die Stopfeneinsetzvorrichtung 7 betätigt, um das Einsetzansatzrohr 7c horizontal nach vorne von links in Fig. 1 und 2 in das Rohr B vom axialen Ende hineinzubewegen, woraufhin dann die Schmiermittelversorgung 8 betätigt wird, um Öl in das Rohr B durch das Einsetzansatzrohr 7c einzubringen.

Nach Beendigung der Ölzufuhr wird die Stopfeneinsetzvorrichtung 7 erneut betätigt, um das Einsetzansatzrohr 7c rückwärts zu bewegen. Darauffolgend wird die Stopfenzuführvorrichtung 6 betätigt, wobei die Ladeeinheit 6b einen Stopfen 10 aus dem Gehäuse 6a herausnimmt und den Stopfen zu einer dem axialen Ende des Rohres B gegenüberliegenden Stelle bringt. Darauf wird die Stopfeneinsetzvorrichtung 7 erneut betätigt, um das Einsetzansatzrohr 7c vorwärts zu bewegen, wodurch selbiges den Stopfen 10 in den Endabschnitt des Rohres B einbringt, bis der Stopfen 10 den ersten Positionierungsabschnitt am Rohr B erreicht, und um darauf das Einsetzansatzrohr 7c rückwärts aus dem Rohr B zu bewegen. Die Stopfeneinsetzvorrichtung 7 wird dann nach oben bewegt und zu ihrer Ausgangsstellung zurückgeführt.

Darauf wird die zweite Klemmeinrichtung 5 betätigt, um die Tragköpfe 5c von dem Rohr B wegzubewegen. Die Rohrpresse 4 wird längs der Bewegungsbahn C in Richtung des axialen Endes des Rohres B zu einer Stellung zwischen dem eingesetzten Stopfen 10 und dem axialen Ende des Rohres B bewegt und erneut betätigt, um die gegenüberliegenden Seiten des Rohres B zur Ausbildung eines zweiten Positionierungsabschnittes am Rohr auszubilden, damit der eingesetzte Stopfen 10 nicht aus dem Rohr B heraus kann.

Darauffolgend wird die Rohrpresse 4 und die zweite Klemmeinrichtung 5 in Richtung der ersten Klemmeinrichtung 3 bewegt und gleichzeitig wird die Anspitzmaschine 2 in Richtung der Bewegungsbahn C bewegt, um den Endabschnitt des Rohres 3 in der Einsetzöffnung aufzunehmen und das Anspitzen des aufgenommenen Endabschnittes des Rohres B durchzuführen.

Nach der Beendigung des Anspitzens mittels der Anspitzmaschine 2 wird die Anspitzmaschine 2 von dem Rohr Bwegbewegt und zu ihrer Ausgangsstellung zurückbewegt, die mittels gestrichelter Linien in Fig. 1 und 2 dargestellt ist.

Dann wird das Rohr B längs der Bewegungsbahn C zur darauffolgenden Bearbeitungsstation bewegt und ein neues Rohr B der Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes zugeführt.

Die Folgesteuerung 15 arbeitet in Abhängigkeit der entsprechenden Signale der mit den verschiedenen Baugruppen verbundenen Grenzschaltern, um automatisch das Anordnen des Rohres B, die entsprechenden Bewegungen der Anspitzmaschine 2 und der Stopfeneinsetzvorrichtung 7 und die entsprechenden Betätigungen der ersten Klemmvorrichtung 3, der Presse 4, der zweiten Klemmvorrichtung 5, der Stopfenzuführvorrichtung 6, der Stopfeneinsetzvorrichtung 7 und der Ölversorgung 8 zu steuern.

Mit der Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes A kann das Einsetzen des Stopfens 10 in das Rohr B und das Anspitzen des Endabschnittes des Rohres B automatisch ohne Handarbeit durchgeführt werden. Somit ist das manuelle Einbeulen des Rohres mittels eines Hammers, das Einsetzen des Stopfens 10 in das Rohr B, das Einsetzen des Endabschnittes des Rohres B in die Anspitzmaschine 2 überflüssig, wodurch eine Arbeitsentlastung stattfindet und der Wirkungsgrad beträchtlich gesteigert wird.

Fig. 3 bis 5 zeigen eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes A&min;. Die Vorrichtung A&min; umfaßt eine Stopfeneinsetzvorrichtung 70, die eine Abänderung der Stopfeneinsetzvorrichtung 7 von Fig. 1 und 2 darstellt. Die übrigen Baugruppen der Vorrichtung A&min; entsprechen im wesentlichen jenen der Vorrichtung A und sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Identische Bauteile der Vorrichtung A&min; werden nicht noch einmal beschrieben.

Die Stopfeneinsetzvorrichtung 70 umfaßt einen Tragrahmen 70a, der fest auf einer Seite des Grundrahmens 1a befestigt ist, so daß er einer Seitenfläche der Anspitzmaschine 2 gegenüberliegt, eine Schwenkarmkonstruktion 70b, die schwenkbar an dem Tragrahmen 70a befestigt ist, und eine Kolben-Zylinderanordnung 7c, die mit der Schwenkarmkonstruktion 70b verbunden ist, um diese winkelig zu bewegen. Ein Paar paralleler zylindrischer Führungen 70d ist fest an der Schwenkarmkonstruktion 70b befestigt. Innerhalb der zylindrischen Führungen 70d sind sich parallel zu der Bewegungsbahn C erstreckende Stangen 70f gleitbar gelagert, so daß sie dadurch geführt werden. Die entsprechenden axial gegenüberliegenden Enden der Stangen 70f sind mittels Brückenteilen 70g und 70h verbunden. Ein mit der Ölversorgung 8 verbundenes Einsetzansatzrohr 70e ist mit dem Brückenteil 70g verbunden und eine Kolben-Zylinderanordnung 70i weist eine Kolbenstange auf, die ebenfalls mit dem Brückenteil 70g verbunden ist. Somit wird, wenn die Kolben-Zylinderanordnung 70c betätigt wird, um die Schwenkarmkonstruktion 70b winkelig zu bewegen, das mit der Schwenkarmkonstruktion 70b über die Brückenteile 70g, die Stangen 70f und die Führungen 70d verbundene Einsetzansatzrohr 70e zwischen einer mit der Bewegungsbahn C ausgerichteten und einer damit nicht- ausgerichteten Stelle bewegt. Weiter wird, wenn die Kolben-Zylinderanordnung 70i betätigt wird, das mit der Kolbenstange der Kolben-Zylinderanordnung 70i durch das Brückenteil 70g verbundene Einsetzansatzrohr 70e parallel zur Bewegungsbahn C bewegt.

Die beschriebene Vorrichtung zum automatischen Bearbeiten eines Rohrendes A&min; arbeitet im wesentlichen in der gleichen Weise wie die oben beschriebene Vorrichtung A.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur automatischen Bearbeitung eines Rohrendes, mit einer unterhalb einer Bewegungsbahn (C), längs der ein Rohr (B) bewegt wird, angeordneten Grundplatte (1), einem an der Grundplatte befestigten Klemm-Mechanismus zur Lagerung und zum Einklemmen des Rohres, einer Rohrpresse (4) zum Einbeulen des Rohres, einer Einrichtung (6) zur Zuführung eines Stopfens (10) von einer Stelle außerhalb der Bewegungsbahn zu einer Stelle auf der Bewegungsbahn, einer Einrichtung (7) zum Einsetzen eines Stopfens in den Endabschnitt des Rohres, die ein Einsetzansatzrohr (7c) aufweist und parallel zur Bewegungsrichtung des Rohres (B) zum Einsetzen des Stopfens (10) in den Endabschnitt des Rohres (B) bewegbar ist, einer Schmiermittelversorgung (8), die mit der Einrichtung zum Einsetzen des Stopfens zur Zuführung eines Schmiermittels in das Rohr verbunden ist, und mit einer Einrichtung (2) zum Anspitzen des Rohrendes nach dem Einsetzen des Stopfens, dadurch gekennzeichnet, daß

    die Einrichtung zum Anspitzen des Rohrendes eine Anspitzmaschine (2) aufweist, die so an der Grundplatte (1) befestigt ist, daß sie zu der Bewegungsbahn (C) hin und von ihr weg bewegbar ist, und die eine in bezug auf die Bewegungsrichtung des Rohres (B) nach vorne weisende Einsetzöffnung hat,

    die Rohrpresse (4) längs der Bewegungsbahn (C) bewegbar angeordnet ist,

    und daß die Stopfeinsetzeinrichtung (7) in der Nähe der Anspitzmaschine (2) so angeordnet ist, daß das Einsetzansatzrohr (7c) zu der Bewegungsbahn (C) hin und von ihr weg bewegbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stopfeneinsetzeinrichtung (7) auf der Anspitzmaschine (2) so befestigt ist, daß sie im wesentlichen in einer vertikalen Ebene zur Bewegung des Einsetzansatzrohres (7c) zwischen einer mit der Bewegungsbahn (C) ausgerichteten Stelle und einer damit nicht-ausgerichteten Stelle bewegbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stopfeneinsetzeinrichtung (7) eine mit dem Einsetzansatzrohr (7c) verbundene Kolbenzylinderanordnung (7b) zur Bewegung derselben parallel zur Bewegungsbahn (C) aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stopfeneinsetzeinrichtung (70) einen auf der Grundplatte (1) befestigten Rahmen (70a) umfaßt, und daß eine Bewegungseinrichtung mit dem Einsetzansatzrohr (70e) verbunden ist, um selbiges winkelig zwischen der mit der Bewegungsbahn (C) ausgerichteten Stelle und einer damit nicht-ausgerichteten Stelle zu bewegen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungseinrichtung der Stopfeneinsetzeinrichtung (70) eine Schwenkarmkonstruktion (70b) und eine Kolbenzylinderanordnung (70i) umfaßt, die antriebsmäßig durch die Schwenkarmkonstruktion (70b) mit dem Einsetzansatzrohr (70e)verbunden ist, um das Einsetzansatzrohr (70e) winkelig zwischen der mit der Bewegungsbahn (C) ausgerichteten Stelle und der damit nicht-ausgerichteten Stelle zu bewegen.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrpresse (4) ein Paar einander gegenüberliegender Pressenköpfe (4c) und Mittel umfaßt, um das Paar Pressenköpfe (4c) zu der Bewegungsbahn (C) hin- und von ihr wegzubewegen, wobei die Pressenköpfe (4c) das Rohr (B) einbeulen, um die ersten und zweiten Positionierungsabschnitte auszubilden.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemm-Mechanismus eine erste Klemmeinrichtung (3), die längs der Bewegungsbahn (C) vor der Anspitzmaschine (2) vorgesehen ist, und eine zweite Klemmeinrichtung (5) aufweist, die zwischen der Anspitzmaschine (2) und der Rohrpresse (4) angeordnet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Klemmeinrichtung (5) ein Paar einander gegenüberliegender Tragköpfe (5c) und damit verbundene Mittel umfaßt, um die Tragköpfe (5c) horizontal zu der Bewegungsbahn (C) hin- und von ihr wegzubewegen, wobei die Tragköpfe (5c) zwischen sich das Rohr (B) einklemmen.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stopfenzuführeinrichtung (6) ein Gehäuse (6a) zur Aufnahme mehrerer Stopfen (10) und Mittel umfaßt, um einen der Stopfen (10) aus dem Gehäuse (6a) herauszunehmen und den herausgenommenen Stopfen (10) auf der Bewegungsbahn (C) zu positionieren.






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