PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3514564C2 14.01.1988
Titel Meßumformer für Druck
Anmelder Nihon Radiator Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP;
TGK Co. Ltd., Hachioji, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Hirota, Hisatoshi;
Ishikawa, Masahide;
Nakano, Etsumi, Hachioji, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Röse, H., Dipl.-Ing.; Kosel, P., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 3353 Bad Gandersheim
DE-Anmeldedatum 23.04.1985
DE-Aktenzeichen 3514564
Offenlegungstag 03.04.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.01.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.01.1988
IPC-Hauptklasse G01L 9/14
Zusammenfassung Ein Meßumformer für Druck besteht aus einem zylindrischen Grundkörper, der ein äußeres Gehäuseteil (1) und ein inneres Gehäuseteil (15) aufweist, wobei das äußere Gehäuseteil (1) eine Einlaßöffnung (2) für ein Druckmedium aufweist und durch eine Membran (3) in eine gasdichte Kammer (5) oberhalb der Membran (3) und eine Betriebskammer (17) unterhalb der Membran (3) unterteilt ist. Ein Kolben (10) wird durch ein Paar ringartiger Federteller (7, 7a) innerhalb der Betriebskammer (17) vertikal bewegbar gestützt und weist ein Übertragungsteil (20) auf, das an dessen einem Ende angeordnet ist. Zwischen den Federtellern (7, 7a) befindet sich ein Anschlag (12). In dem unteren Teil der Betriebskammer (17) befindet sich ein magnetfeldabhängiger Widerstand (27), dessen Ausgangsspannung von der Stellung eines Permanentmagneten (30) abhängig ist, welch letzterer auf einen beweglich gelagerten Hebel (31) angebracht ist und hierbei dem magnetfeldabhängigen Widerstand (27) gegenübersteht. An dem inneren Gehäuseteil (15) ist eine Feder (33) befestigt, durch welche der Hebel (31) und über diesen der Kolben (10) unter einer mechanischen Vorspannung steht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Meßumformer für Druck entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Meßumformer für Druck existieren und werden praktisch eingesetzt in einer Vielzahl von Ausführungsformen, um die unterschiedlichen Drücke in eine andere Signalform, beispielsweise in ein diesen entsprechendes elektrisches Signal umzuwandeln. Lediglich beispielhaft seien in diesem Zusammenhang die den Kolben einer Verbrennungskraftmaschine eines Kraftfahrzeugs beaufschlagenden Drücke, Öl-, Luft-, Kühlmitteldrücke und Drücke von Klimaanlagen genannt.

In der veröffentlichten japanischen Gebrauchsmusteranmeldung 2 05 042/82 ist ein Meßumformer für Druck beschrieben, dessen Deckel eine zentrale Einlaßöffnung für ein Druckmedium aufweist, dessen Grundkörper teilweise durch den Deckel überdeckt wird und eine sich vertikal erstreckende, zentral angeordnete Durchgangsöffnung aufweist. Der Grundkörper weist eine dem Deckel angepaßte obere Oberfläche und einen sich nach unten erstreckenden, einen verringerten Durchmesser aufweisenden zylindrischen Abschnitt auf, dessen Seitenwandung mit einem sich vertikal erstreckenden Schlitz versehen ist. Zwischen der Unterseite des Deckels und der Oberseite des Grundkörpers ist eine Membran eingeklemmt. Innerhalb des zylindrischen Abschnitts des Grundkörpers ist ein Kolben vertikal bewegbar gelagert, dessen Kolbenstange sich nach oben durch die zentrale Durchgangsöffnung des Grundkörpers hindurcherstreckt. Das obere Ende der Kolbenstange trägt eine einstückig mit dieser ausgebildete Scheibe. Auf der äußeren Oberfläche des Grundkörpers und zwar im Bereich des zylindrischen Abschnitts befindet sich ein Potentiometer, welches drehbar einen Hebel trägt, der durch den genannten Schlitz hindurch mit den auf- und abbewegbaren Kolben in Verbindung steht. Ein an dem unteren Ende des Grundkörpers befestigtes Bauteil weist eine Anschlußleitung auf, die mit dem Potentiometer in Verbindung steht. Das Bauteil ist darüber hinaus mit einer Rückführfeder versehen, durch welche der Kolben in einer Richtung nach oben mechanisch vorgespannt ist. Eine mit der Feder in Verbindung stehende Justierschraube dient der Einstellung einer bestimmten Vorspannung der Feder.

Sobald der Druck innerhalb der durch die innere Oberfläche des Deckels und die obere Oberfläche der Membran umgrenzten Kammer ansteigt, da ein Druckmedium durch die Durchgangsöffnung des Deckels in diese Kammer einströmt, wird die Membran nach unten gedrückt, sobald der Druck innerhalb der Kammer eine bestimmte Kraft entwickelt, die abhängt von der Gegenkraft der Rückführfeder, der druckbeaufschlagten Fläche der Membran und der Höhe des anstehenden Druckes. Durch die nach unten gedrückte Membran wird über die am Ende der Kolbenstange befindliche Scheibe auch der Kolben in den zylindrischen Abschnitt des Grundkörpers hinein verschoben, so daß auch der obenerwähnte Hebel betätigt wird.

Über den Hebel wird der Widerstandswert des Potentiometers entsprechend der nach unten gerichteten Bewegung des Kolbens verändert. Die geradlinige Bewegung der Membran muß hierbei nicht in eine Drehbewegung umgewandelt werden, da das hier eingesetzte Potentiometer nicht von der Art ist, welches zur Verstellung eine Drehbewegung erfordert, sondern vielmehr von der Art ist, bei welchem zur Verstellung lediglich eine geradlinige Bewegung erforderlich ist.

Bei dem vorliegenden Meßumformer bewegt sich der Kolben jedoch unter Überwindung von Reibungsverlusten axial gegen die Kraft der Rückführfeder, so daß die auftretende Reibung zwischen dem Kolben und der Feder einen Druckverlust verursacht. Bei der Umformung des Druckes in ein diesem entsprechendes elektrisches Signal kann letzteres somit nicht den genauen Wert des anstehenden Druckes oberhalb der Membran angeben.

Aus der DE-OS 31 04 379 ist ein Druckmesser mit elektromechanischem Wandler bekannt, bei welchem an einem Kolben ein Permanentmagnet angebracht ist, der innerhalb des Meßumformergehäuses mit einer Hallgeneratorschaltung zusammenwirkt. Der Meßumformer weist im übrigen einen zylindrischen Grundkörper mit einer Einlaßöffnung für ein Druckmedium auf, wobei innerhalb des Grundkörpers über ein Zwischenteil eine Membran eingespannt ist, durch welche der eingangsseitig anstehende, zu messende Druck auf den genannten Kolben einwirkt. Es steht dieser Kolben mit der Membran in Verbindung. Bei diesem bekannten Meßumformer ist jedoch eine Justierung der Position des Permanentmagneten gegenüber der Hallgeneratorschaltung ohne Öffnung des Umformergehäuses nicht möglich.

Aus der DE-OS 24 28 005 ist ein weiterer Meßumformer bekannt, bei dem ein an einer federnden Abdichtung angebrachter, geradlinig beweglicher Taststift einen Permanentmagneten trägt, durch dessen Verschiebung gegenüber einem magnetfeldabhängigen Widerstand ein elektrisches, dem zu messenden Druck entsprechendes Spannungssignal erzeugt wird. Die gesamte, der Auswertung des elektrischen Signals dienenden Schaltung ist innerhalb des Meßumformergehäuses angebracht, so daß auch hier Justierungsarbeiten ohne Öffnung des Umformergehäuses unmöglich sind.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen gattungsgemäßen Meßumformer dahingehend auszugestalten, daß dieser bei hoher Meßgenauigkeit in seiner praktischen Handhabbarkeit, insbesondere zum Zweck der Justierung des Permanentmagneten gegenüber dem magnetfeldabhängigen Widerstand verbessert ist.

Gelöst ist diese Aufgabe bei einem gattungsgemäßen Meßumformer durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils des Anspruchs 1. Durch die genannten Federteller wird eine weitgehend reibungsfreie Führung des Kolbens erzielt, durch welchen der zu messende Druck in eine entsprechende geradlinige Verschiebebewegung umgesetzt wird. Es werden auf diese Weise reibungsbedingte Meßfehler weitestgehend vermieden. Innerhalb des erfindungsgemäßen Meßumformergehäuses befinden sich - von dem aus dem federbeaufschlagten, dem Permanentmagneten tragenden Hebel, dem Joch und dem magnetfeldabhängigen Widerstand bestehenden System abgesehen keinerlei weitere, der Meßwertverarbeitung dienenden Bauelemente. Es wird insbesondere zur Justierung des Permanentmagneten gegenüber dem magnetfeldabhängigen Widerstand nur eine von außen zugängliche Justierschraube benötigt, so daß das Umformergehäuse für die Durchführung von Justierungsarbeiten nicht geöffnet werden muß.

Die Angaben "oben" und "unten" im folgenden beziehen sich auf die axiale Richtung des zylindrischen Grundkörpers des Gehäuses des erfindungsgemäßen Meßumformers bzw. auf die Längsrichtung des Gehäuses. Die Anordnung des Gehäuses relativ zu einem Meßobjekt ist jedoch grundsätzlich beliebig.

Die Merkmale des Anspruchs 2 bringen den Vorteil mit sich, daß die Abstützung des Kolbens nach Art eines Gelenkparallelogramms bzw. eines Pantographen erfolgt, mit der ein Beitrag zur weitestgehend reibungsfreien Führung des Kolbens geleistet ist.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigt

Fig. 1 einen Längsschnitt durch den erfindungsgemäßen Meßumformer;

Fig. 2 einen Längsschnitt ähnlich der Fig. 1, wobei der Meßumformer mit Druck beaufschlagt ist;

Fig. 3 eine Explosionsdarstellung von Kolben und Federteller;

Fig. 4 die räumliche Beziehung zwischen dem Hebel und dem Jochteil in Explosionsdarstellung;

Fig. 5 eine schematische Vorderansicht des magnetfeldabhängigen Widerstands;

Fig. 6 eine die Beziehung zwischen dem Eingangsdruck und den elektrischen, den Druck repräsentierenden Ausgangssignalen darstellende Grafik.

Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, welche ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Meßumformers für Druck zeigen, näher erläutert werden. Der Meßumformer besteht aus einem Grundkörper, dessen äußeres Gehäuseteil 1 eine zentrale Einlaßöffnung 2 für ein Druckmedium aufweist, das mit einer äußeren, zeichnerisch nicht dargestellten Druckquelle in Verbindung steht. Innerhalb des Gehäuseteils 1 und sich quer über dessen Innenraum erstreckend ist eine Membran 3 angeordnet. Die Membran 3 wird in ihrer Stellung durch ein ringförmiges Zwischenteil 4 gehalten, welches innerhalb des Gehäuseteils 1 die Membran unterstützt. Durch die Membran 3 wird innerhalb des Gehäuseteils 1 eine gasdichte Kammer 5 definiert, die mit der Einlaßöffnung 2 in leitender Verbindung steht. Mit den Bezugsziffern 7 und 7a sind ringförmige Federteller bezeichnet, die innerhalb des Gehäuseteils 1 mit Abstand voneinander unterhalb des Zwischenteils 4 angeordnet sind. Jeder Federteller 7, 7a ist in seinem mittleren Bereich nach oben, nämlich in Richtung auf die Einlaßöffnung 2 hin, gebogen und weist eine Vielzahl von Schlitzen auf, die sich ausgehend von dem gebogenen Abschnitt der Federteller radial nach außen erstrecken. Zwischen den Schlitzen ergeben sich auf diese Weise eine Vielzahl von Federteilen 8. Der gebogene mittlere Abschnitt eines Federtellers 7, 7a ist mit einer Durchgangsöffnung 9 versehen. Innerhalb des Gehäuseteils 1 ist ein Kolben 10 vertikal bewegbar gelagert, dessen Kolbenstange 11 sich durch die zueinander fluchtend angeordneten Durchgangsöffnungen 9 der Federteller 7, 7a hindurch erstreckt.

Zwischen den einander gegenüberstehenden Federtellern 7, 7a befindet sich ein zylindrischer Anschlag 12, durch welchen der obere Federteller 7 gegen das Zwischenteil 4 geklemmt wird. Der Anschlag 12 hat eine zentrale Durchgangsöffnung 13, durch welche hindurch sich die Kolbenstange 11 des Kolbens 10 erstreckt. Das Gehäuseteil 1 umfaßt ferner ein inneres Gehäuseteil 15, welches in das äußere Gehäuseteil 1 eingesetzt ist und durch welches der untere Federteller 7a gegen den Anschlag 12 geklemmt wird. Der Innenraum des Gehäuses des Meßumformers ist auf diese Weise durch die Membran 3 in die bereits erwähnte gasdichte Kammer 5 oberhalb der Membran und eine Betriebskammer 17 unterhalb der Membran unterteilt.

Der Kolben 10 ist für eine aufwärts- und abwärts gerichtete Bewegung innerhalb der Betriebskammer 17 ausgebildet, und zwar in Abhängigkeit von der Druckbeaufschlagung der Kammer 5. Am oberen Ende des Kolbens 10 befindet sich ein erstes Übertragungsteil 18, dessen Durchmesser größer ausgebildet ist als derjenige der Durchgangsöffnung 13 des Anschlags 12. Ein zweites Übertragungsteil 20, dessen Durchmesser im wesentlichen demjenigen des ersten Übertragungsteils 18 entspricht, ist in einer ringförmigen Ausnehmung 19 der Kolbenstange 11 gehalten, und zwar in einer Zwischenstellung zwischen deren oberem und deren unterem Ende. Das Übertragungsteil 20 liegt an einer Scheibe 21 an, die auf der Kolbenstange 11 befestigt ist. Der untere Endabschnitt 22 der Kolbenstange 11 ist abgerundet ausgebildet. An der Bodenwandung des inneren Gehäuseteils 15 ist ein im wesentlichen U-förmig ausgebildetes Jochteil 24 mittels einer Schraube 25 befestigt. Auf der Innenseite des einen, sich nach oben erstreckenden Schenkels 26 des Jochteils 24 befindet sich ein herkömmlicher magnetfeldabhängiger Widerstand 27. Der Widerstand 27 wird durch zwei hintereinander geschaltete magnetfeldabhängige Widerstandselemente 27a und 27b gebildet, deren Ausgangsspannung durch Annäherung oder Entfernung eines Permanentmagneten veränderbar ist. Die magnetfeldabhängigen Widerstandselemente 27a und 27b des Widerstands 27 weisen die gleiche Charakteristik auf und wirken mit dem Feld eines Permanentmagneten 30 zusammen. Die Widerstandselemente 27a und 27b weisen Anschlußleitungen 36, 37 und 38 auf, wobei die Anschlußleitung 37 beiden Widerstandselementen gemeinsam ist. In die äußere Oberfläche des anderen, sich aufrecht erstreckenden Schenkels 28 des Jochteils 24 ist eine scharfe Kerbe 29 eingearbeitet, und zwar im Bereich dessen oberen Endes. Diese Kerbe 29 dient der Lagerung des einen Endes eines Hebels 31, an dessen anderem Ende der Permanentmagnet 30 befestigt ist. Das der Lagerung des Hebels 31 dienende Ende desselben ist mit einem seitlichen Vorsprung 32 ausgebildet, der entsprechend der Form der Kerbe 29 ausgestaltet ist. Der Hebel 31 ist durch die, durch den Vorsprung 32 gebildete Schneide drehbar in der Kerbe 29 des Schenkels 28 gelagert. Zwischen dem Hebel 31, und zwar mit Abstand von dessen im Bereich der Kerbe 29 gelegenen Drehpunkt, und dem unteren Ende des Schenkels 28 erstreckt sich eine Feder 33. Die Bezugsziffer 35 bezeichnet eine Justierschraube, die in das innere Gehäuseteil 15 eingeschraubt ist und der Justierung der Stellung des Permanentmagneten 30 relativ zu dem magnetfeldabhängigen Widerstand 27 dient. Diese Justierung kommt dadurch zustande, daß über die Justierschraube 35 das eine Ende des Jochteils 24 nach oben oder nach unten bewegbar ist. Der Hebel 31 beschreibt auf diese Weise einen nach oben bzw. nach unten gerichteten Bogen um einen Drehpunkt, der sich im Bereich der Kerbe 29 befindet, wobei jedoch eine Berührung des Widerstands 27 ausgeschlossen ist. Der Widerstandswert R1 des Widerstandselements 27a und der Widerstandswert R2 des Widerstandselements 27b verändern sich entsprechend der Position des Permanentmagneten 30, so daß die Position dieses Permanentmagneten 30 in ein entsprechendes elektrisches Signal umformbar ist.

Der Kolben 10 steht unter einer nach oben gerichteten, durch die Federteller 7, 7a erzeugten Vorspannung, wobei im unbelasteten Zustand das zweite Übertragungsteil 20 an der Unterseite des Anschlags 12 anliegt. In dieser vorgespannten Stellung des Kolbens 10 befindet sich der Hebel 31 ebenfalls unter einer nach oben gerichteten elastischen Vorspannung, welche durch die Feder 33 erzeugt wird und durch welche der Hebel 33 an dem abgerundeten Endabschnitt 22 der Kolbenstange 11 anliegt.

Sobald der Druck in der mit einer äußeren Druckquelle über die Einlaßöffnung 2 in Verbindung stehenden Kammer 5 ansteigt, ergibt sich über die Membran 3 eine nach unten gerichtete Kraft auf den Kolben 10, so daß dieser entgegen der nach oben gerichteten Kraft der beiden Federteller 7, 7a elastisch nach unten gedrückt wird. Die Bewegungsrichtung des Kolbens ergibt sich somit aus der Reaktionskraft der Federteller 7, 7a auf den Druck in der Kammer 5, so daß durch den Druck eine Linearbewegung des Kolbens erzeugt wird. Da während der nach oben oder nach unten gerichteten Bewegung des Kolbens 10 durch diesen und die Federteller 7, 7a praktisch Reibungskräfte entstehen, entfällt auch ein durch Reibungskräfte bedingter Druckverlust.

Sobald sich der Kolben 10 nach unten bewegt, wird durch den abgerundeten Endabschnitt 22 der Kolbenstange 11 der Hebel 31 nach unten geschwenkt, so daß durch die hierdurch bedingte Änderung der relativen Position des an dem einen Ende des Hebels 31 angebrachten Permanentmagneten 30 bezüglich des magnetfeldabhängigen Widerstands 27 die Ausgangsspannung des Widerstands 27 geändert wird und auf diese Weise der Druck in ein diesem entsprechendes elektrisches Signal umgeformt wird. Aus Fig. 6 ist die Beziehung zwischen dem zu messenden Druck und einem aus den Widerstandswerten der Widerstandselemente gebildeten Verhältniswert ersichtlich. Die mit A bezeichnete Kurve zeigt eine Funktion an, die sich bei ansteigendem Druck ergibt und die mit B bezeichnete Kurve zeigt eine Funktion an, die sich bei abfallendem Druck ergibt.

Trotz der Differenz zwischen den Kurven A und B, welche durch den Kolben 10 und die Membran 3 verursacht werden, arbeitet der erfindungsgemäße Meßumformer zufriedenstellend, da zwischen den Federtellern 7, 7a und der Kolbenstange 11 keine reibende Berührung besteht.

Aufgrund der oben beschriebenen Konstruktion und Anordnung der einzelnen Komponenten des erfindungsgemäßen Meßumformers ergeben sich die folgenden vorteilhaften Wirkungen:

  • 1. Durch die ringförmigen Federteller, insbesondere deren Federteile 8 ist der Kolben pantographenartig, bzw. nach Art eines Gelenkparallelogramms geführt, und es ergibt sich aus den Verformungsbewegungen der Federteller praktisch keine Reibung zwischen diesen und dem Kolben, so daß ein durch Reibungskräfte bedingter Druckverlust ebenso wie ein hierdurch bedingter Meßfehler bei der Umwandlung des Drucks in ein elektrisches Signal entfällt.
  • 2. Da der Kolben nach Art eines Pantographen durch die Federteller gehalten ist, wird die Bewegungsrichtung des Kolbens durch die Federteller bestimmt, und zwar derart, daß dem Druck eine lineare Bewegung des Kolbens entspricht.
  • 3. Die dem magnetfeldabhängigen Widerstand bildenden Widerstandselemente befinden sich in einer Umformungszone, in welcher durch die Stellung des Kolbens einem bestimmten Druck ein bestimmter Hub des Kolbens zugeordnet werden, so daß der Meßumformer konstruktiv einfach ausgebildet sowie leicht und kompakt ausgebildet sein kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Meßumformer für Druck mit einem zylindrischen Grundkörper, in dessen oberem Bereich eine Einlaßöffnung (2) für ein Druckmedium angeordnet ist, wobei im Innenraum des Druckkörpers eine mit einem Zwischenteil (4) fixierte Membran (3) angeordnet ist, durch welche dieser in eine obere, gasdichte, mit der Einlaßöffnung (2) für das Druckmedium in Verbindung stehende Kammer (5) und eine untere Betriebskammer (17) unterteilt ist, wobei in der Betriebskammer (17) ein entsprechend dem in der genannten gasdichten Kammer (5) anstehenden Druck vertikal bewegbarer Kolben (10) angeordnet ist, wobei der Druck in der gasdichten Kammer (5) über die Membran (3) auf den Kolben (10) einwirkt und wobei in der Betriebskammer (17) ein magnetfeldabhängiger Widerstand (27) angeordnet ist, dessen Widerstandswert entsprechend der Annäherung eines mit dem Kolben (10) zusammenwirkenden Permanentmagneten variierbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (10) in seinem oberen Teil erste und zweite, jeweils einen vergrößerten Durchmesser aufweisende Übertragungsteile (18, 20) und in seinem unteren Teil einen abgerundeten Endabschnitt (22) aufweist, daß untere und obere ringartige Federteller (7, 7a) vorgesehen sind, durch deren zueinander ausgerichtete Durchgangsöffnungen (9) sich der Kolben (10) hindurcherstreckt, daß zwischen den Federtellern (7, 7a) ein Anschlag (12) angeordnet ist, daß die genannten ersten und zweiten Übertragungsteile (18, 20) so angeordnet sind, daß sie an unterschiedlichen Seiten des Anschlags (12) anliegen können, daß in der Betriebskammer (17) ein U-förmiges Joch (24) angeordnet ist, an dessen einem der beiden sich aufrecht erstreckenden Schenkel (26, 28) der magnetfeldabhängige Widerstand (27) angebracht ist, daß der Permanentmagnet (30) am vorderen, dem magnetfeldabhängigen Widerstand (27) gegenüberliegenden Ende eines am Endbereich des anderen der beiden Schenkel (26, 28) des Joches (24) drehbar gelagerten Hebels (31) befestigt ist, daß eine Feder (33) einerseits an dem genannten vorderen Ende des Hebels (31) und andererseits an dem anderen Schenkel (28) des Joches (24) befestigt ist, und zwar derart, daß der Hebel (31) bezüglich einer aufwärtsgerichteten Drehbewegung normalerweise unter Federvorspannung steht und die obere Oberfläche desselben an dem gerundeten Endabschnitt (22) des Kolbens (10) anliegt, und daß eine Justierschraube (35) in den Boden des Grundkörpers eingeschraubt ist und am Boden des Joches (24) anliegt, so daß die vertikale Position des Joches (24) durch Drehung der Justierschraube (35) einstellbar ist.
  2. 2. Meßumformer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federteller (7, 7a) mit einer Reihe von sich radial erstreckenden Schlitzen versehen sind, zwischen denen Federteile (8) gebildet werden und daß - in einem Längsschnitt gesehen - der Kolben (10) durch die übereinander angeordneten Federteile (8) nach Art eines Gelenkparallelogramms gestützt ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com