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Dokumentenidentifikation DE3615674C1 14.01.1988
Titel Kurvenlineal
Anmelder Fiedler-Ruiz, Hugo-Juan, 7000 Stuttgart, DE
Erfinder Fiedler-Ruiz, Hugo-Juan, 7000 Stuttgart, DE
DE-Anmeldedatum 09.05.1986
DE-Aktenzeichen 3615674
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.01.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.01.1988
IPC-Hauptklasse B43L 13/22

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kurvenlineal mit einer langgestreckten, flexiblen Leiste, die auf einer Zeichenunterlage auflegbar ist und die gegenüber einer als Führung für ein Zeichenwerkzeug dienenden Längsseite mit einer Vielzahl von einzelnen, abragenden Halteelementen versehen ist, die als wenigstens annähernd kreisrunde Platten ausgeführt sind, deren Grundfläche im wesentlichen quer zur Führung verläuft und die tangential an die Leiste anschließen.

Bei einem bekannten Kurvenlineal der eingangs genannten Art (DE-PS 8 99 262) sind die als Rundscheiben ausgebildeten Halteelemente in geringen Abständen nebeneinander angeordnet. Sie sind jeweils paarweise mit Laschen miteinander verbunden, die mittels Flügelschrauben gegen die Rundscheiben verspannbar sind. Die Rundscheiben und die Laschen besitzen an den aneinander anliegenden Flächen eine übereinstimmende Rändelung.

Es ist auch ein Kurvenlineal bekannt (FR-Zusatzpatent 92 000 zur FR-PS 14 43 959), das aus einer flexiblen Leiste besteht, an welcher direkt oder über auf der der Führung gegenüberliegenden Seite abragende Halteelemente Magnethalter anbringbar sind.

Es ist auch ein einstellbares Kurvenlineal bekannt (DE-GM 18 35 598), das eine flexible, auf einer Zeichenunterlage auflegbare Leiste aufweist, die mit einer Führungskante für ein Zeichenwerkzeug versehen ist. Gegenüberliegend von dieser Führungskante ragen von der flexiblen Leiste Gewindebolzen ab, auf denen jeweils zwei Flügelmuttern aufgeschraubt sind, die eine starre Leiste zwischen sich aufnehmen.

Es ist auch ein Kurvenlineal bekannt (DE-GM 70 38 263), das im wesentlichen aus einem flachen Streifen aus Gummi oder Kunststoff besteht, der gut biegsam ist. Die einer Zeichenkante gegenüberliegende Seite ist mit Einkerbungen versehen. Auf der Unterseite dieser Leiste, die zur Auflage auf einer Zeichenfläche bestimmt ist, ist ein Haftkleber angebracht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kurvenlineal der eingangs genannten Art zu schaffen, das einerseits einfach herstellbar ist und das andererseits einen einfachen Gebrauch ermöglicht. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Platten einander schuppenartig überlappend an der Leiste angebracht sind.

Durch diese Ausbildung wird der Gebrauch des Kurvenlineals wesentlich erleichtert. Aufgrund der schuppenartigen Anordnung der Platten wird eine an einer Stelle aufgebrachte Haltekraft in Form eines Andrückens gegen die Zeichenunterlage auf die überlappten, folgenden Halteelemente noch mit übertragen, so daß es genügt, das Kurvenlineal an einigen, wenigen Punkten, beispielsweise mit den Fingern einer Hand, gegen die Zeichenunterlage zu drücken, wodurch das gesamte Kurvenlineal sehr gut in der gebogenen Kurvenform gehalten werden kann.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß die Leiste im Bereich der Führungskante mit einer vorzugsweise metallischen Gleitschicht versehen ist. In vorteilhafter Weiterbildung wird ferner vorgesehen, daß als Gleitschicht ein an der Leiste vorzugsweise durch Kleben angebrachter Metallstreifen dient. Durch diese Maßnahme wird verhindert, daß auch dann, wenn beispielsweise mit einer Tuschefeder gezeichnet wird, eine Beschädigung der Führungskante erfolgt.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Leiste eine im wesentlichen rechteckige Querschnittsfläche besitzt, deren eine Längsseite die Führungskante bildet. Dadurch wird eine flächige Führung geschaffen, an der das Zeichenwerkzeug gut angelegt und geführt werden kann. In vorteilhafter Weiterbildung wird vorgesehen, daß eine der Ecken der Leiste zum Bilden einer Tuschekante angefast ist.

Um eine sichere Befestigung der Platten an der Leiste zu ermöglichen, wird in zweckmäßiger Ausgestaltung vorgesehen, daß die Platten mit jeweils einer von ihrem Umfang abragenden Lasche versehen sind, mit der sie an der Leiste befestigt sind.

In der nachfolgenden Beschreibung ist eine in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes, geradlinig ausgerichtetes Kurvenlineal,

Fig. 2 eine Draufsicht auf das Kurvenlineal der Fig. 1, das zu einer im wesentlichen S-förmigen Kurve gebogen ist,

Fig. 3 einen Querschnitt durch das Kurvenlineal nach Fig. 1 und 2 in größerem Maßstab und

Fig. 4 eine Draufsicht auf die vergrößerte Darstellung der Fig. 3.

Das dargestellte Kurvenlineal besitzt eine Leiste (1) aus einem flexiblen Material, die auf einer Seite eine Führungskante (2) oder Führungsfläche für ein Zeichenwerkzeug bildet und auf deren anderer Seite eine Vielzahl von Halteelementen in Form von kreisscheibenförmigen Platten (3) angebracht sind. Die Platten (3), die aus Metall oder Kunststoff hergestellt sind, sind in regelmäßigen Abständen an der Leiste (1) derart angebracht, daß ihre Grundfläche etwa quer zur Führungskante (2) verläuft und daß sie einander überlappen. Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, beträgt die Überlappung bei gradliniger Ausrichtung der Leiste (1) der einzelnen Platten (3) etwa 3/4 ihrer Grundfläche.

Die Leiste (1) des Kurvenlineals läßt sich, wie aus Fig. 2 zu erkennen ist, praktisch beliebig zu Kurvenformen biegen. Die Biegeradien in Richtung von den Platten (3) hinweg wird im wesentlichen nur durch das Material und die Stärke der Leiste (1) begrenzt, die bei dem Biegen zu einer Kurve sich nicht plastisch verformen oder knicken darf. In Richtung zu den Platten (3) hin (Fig. 2, rechte Hälfte), wird der Biegeradius von dem Durchmesser der Platten (3) begrenzt. Wie aus Fig. 2 weiter zu ersehen ist, verschieben sich die Platten (3) bei einem Verbiegen der Leiste (1) gegeneinander, ohne jedoch auch bei einer Biegung von den Platten (3) hinweg ihre Überlappung zu verlieren. Die gebogene Form der Leiste (1) kann in einfacher Weise dadurch festgehalten werden, daß mehrere Platten (3) an mehreren Stellen beispielsweise von Hand gegen die Zeichenunterlage gedrückt werden. Aufgrund der Überlappung übertragen die Platten die aufgebrachten Haltekräfte untereinander, so daß ein Festhalten an einzelnen Stellen ausreicht, wie es beispielsweise durch mehrere Finger einer Hand möglich ist. Wie in Fig. 2 weiter dargestellt ist, ist es auch möglich, die gebogene Kurvenform der Leiste dadurch zu fixieren, daß die beim Verbiegen der Leiste (1) verschobene Lage der Platten durch geeignete Mittel fixiert wird. Beispielsweise ist eine Fixierung der Platten mittels Klebestreifen (8, 9 und 10) möglich, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Wenn die Platten (3), wie dies im Rahmen der Erfindung ohne weiteres möglich ist, aus einem magnetisierbaren Metall hergestellt werden, so ist es auch möglich die beim Verbiegen der Leiste (1) veränderte relative Lage der Platten (3) zueinander durch Magnete zu fixieren. Wegen der Überlappung genügt es beispielsweise, scheibenförmige Magnete an einzelnen Stellen aufzusetzen. Es ist aber auch möglich, streifenförmige Magnete beispielsweise mit der Form der Klebestreifen (8, 9, 10) zum Festlegen der Platten (3) in der verschobenen Form zu verwenden. Bei einer Verwendung von streifenförmigen Magneten kann eine wesentlich kleinere Überlappung der bei dem Ausführungsbeispiel als Platten (3) ausgeführten Halteelemente vorgesehen werden.

Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, besitzt die Leiste (1) eine rechteckige Querschnittsfläche. Eine der längeren Seiten des Rechtecks dient als Führungskante (2) oder Führungsfläche für ein Zeichenwerkzeug. Die Leiste (1) ist aus Gummi oder einem gummielastischen Kunststoff hergestellt und auf der als Führungskante (2) dienenden Längsseite durch einen angeklebten Metallstreifen (4) geschützt. Die Leiste (1), deren Schmalseiten zur Auflage auf einer Zeichenunterlage bestimmt sind, besitzt in der Praxis eine Höhe von etwa 2,5 mm und eine Breite von etwa 1,5 mm. Der Metallstreifen (4) kann beispielsweise ein Stahlband mit einer Stärke von maximal 0,1 mm sein. Um eine Tuschekante (5) vorzusehen, ist eine der Ecken der Leiste (1), die an die als Führungskante (2) dienenden Seite mit einer Anfasung (5) versehen.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Platten (3) mit Laschen (6) versehen, die etwa in der Mitte der Höhe der Leiste (1) in diese eingesteckt sind. Die Laschen (6) weisen eine Durchbrechung auf, durch die ein Stift (7) hindurchgreift, der in der Leiste (1) gehalten ist. Die Platten (3) sind ferner mit einer leichten Neigung zu den Schmalseiten der Leiste (1) angestellt, so daß eine schuppenartige Überlappung erhalten wird, während dennoch alle Platten (3) im wesentlichen in der Mitte der Höhe der Leiste (1) angebracht sind.

Bezüglich der Gestaltung der Leiste (1) und der Befestigung der Platte (3) gibt es selbstverständlich eine Vielzahl von Möglichkeiten. Beispielsweise kann bei einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen werden, daß die Laschen (6) der Platten (3) mit einer Profilierung versehen werden und daß dann die Leiste (1) in einer Form an die Laschen (6) der Platten (3) angespritzt werden. Es ist auch möglich, die Leisten (1) aus zwei Teilstücken mit einer in Längsrichtung etwa in Ebene der Platten verlaufenden Teilungsfuge zusammenzusetzen und bei dem Zusammensetzen gleichzeitig die Verbindung zu den Platten (3) herzustellen. Beispielsweise ist es möglich, die Teilstücke aus Kunststoff herzustellen, die dann unter Einschluß der Platten (3) durch Klipsverbindungen miteinander verbunden werden.

Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird vorgesehen, daß die Leiste (1) einen im wesentlichen kreisrunden Querschnitt und bei einer anderen Ausführungsform einen dreieckförmigen oder trapezförmigen Querschnitt aufweist.


Anspruch[de]
  1. 1. Kurvenlineal mit einer langgestreckten, flexiblen Leiste, die auf eine Zeichenunterlage auflegbar ist und die gegenüber einer als Führung für ein Zeichenwerkzeug dienenden Längsseite mit einer Vielzahl von einzelnen, abragenden Halteelementen versehen ist, die als wenigstens annähernd kreisrunde Platten ausgeführt sind, deren Grundfläche im wesentlichen quer zur Führung verläuft und die tangential an die Leiste anschließen, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (3) einander schuppenartig überlappend an der Leiste (1) angebracht sind.
  2. 2. Kurvenlineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (1) aus einem federelastischen Material besteht.
  3. 3. Kurvenlineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (1) aus einem gummielastischen Material besteht.
  4. 4. Kurvenlineal nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (1) im Bereich der Führungskante (2) mit einer vorzugsweise metallischen Gleitschicht (4) versehen ist.
  5. 5. Kurvenlineal nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Gleitschicht ein an der Leiste (1) vorzugsweise durch Kleben angebrachter Metallstreifen (4) dient.
  6. 6. Kurvenlineal nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (1) eine im wesentlichen rechteckige Querschnittsfläche besitzt, deren eine Längsseite die Führungskante (2) bildet.
  7. 7. Kurvenlineal nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Ecken der Leiste (1) zum Bilden einer Tuschekante (5) angefast ist.
  8. 8. Kurvenlineal nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (3) mit jeweils einer von ihrem Umfang abragenden Lasche (6) versehen sind, mit der sie an der Leiste (1) befestigt sind.
  9. 9. Kurvenlineal nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (1) aus zwei Teilstücken unter Bilden einer quer zur Führungskante (2) verlaufenden Führungsfuge zusammengefügt ist, zwischen denen die Halteelemente (3) befestigt sind.






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