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Dokumentenidentifikation DE3718452A1 28.01.1988
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer positionierbaren Sicherheitskennzeichnung auf Papier
Anmelder Ciccone, Nicolás Tadeo;
Ciccone, Héctor Hugo, Buenos Aires, AR
Erfinder Ciccone, Nicolás Tadeo;
Ciccone, Héctor Hugo, Buenos Aires, AR
Vertreter Eitle, W., Dipl.-Ing.; Hoffmann, K., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Lehn, W., Dipl.-Ing.; Füchsle, K., Dipl.-Ing.; Hansen, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Brauns, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Görg, K., Dipl.-Ing.; Kohlmann, K., Dipl.-Ing.; Kolb, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Ritter und Edler von Fischern, B., Dipl.-Ing., Pat.-Anw.; Nette, A., Rechtsanw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 02.06.1987
DE-Aktenzeichen 3718452
Offenlegungstag 28.01.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.01.1988
IPC-Hauptklasse B41M 3/10
IPC-Nebenklasse B41M 1/24   B41F 19/02   
IPC additional class // D21F 1/44  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft generell Drucksysteme und insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung einer positionierbaren Sicherheitskennzeichnung auf Papier.

Unter den gegenwärtig bekannten Verfahren zur Kennzeichnung von Papier sind jene bekannt, die zum Aufbringen eines Wasserzeichens dienen. Diese Verfahrensart wird besonders bei der Herstellung von Papier verwendet und umfaßt die Anordnung von Formen oder Platten, um die Breite von Lamellen zu erhöhen, damit ein Papierstoff sich durch diese hindurch ablagert, womit eine verringerte Breite in diesem Bereich entsteht, die die Reliefmerkmale der Form wiedergibt. Die geringere Breite des Papiers erzeugt im Papier einen Transparenzeffekt, der als "Wasserzeichen" bekannt ist.

Dieses Verfahren läßt sich nur bei Produktionen mit hohem Durchsatz anwenden, bedingt durch die Schwierigkeiten bei der Anordnung der Form und deren Ausrichtung sowie bei den Berechnungen bezüglich der richtigen Höhe der Lamellenbreite, durch welche Kämme erzeugt und die richtigen Transparenzgrenzen geliefert werden.

Es ist daher möglich, Wasserzeichen als Sicherheitskennzeichnung und als Kennzeichen hoher Qualität bei der Papierherstellung oder beim Druck von teuren und in großen Stückzahlen gefertigten Dokumenten zu verwenden, beispielsweise bei Banknoten, die die besondere Anwendung dieses Systems gestatten.

Jedoch ist für andere Dokumente die Verwendung dieser bekannten Sicherheitskennzeichnungen nicht einsatzbar, bedingt durch die besondere Art der jeweiligen Erfordernisse und die geringen Stückzahlen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anordnung einer positionierbaren Sicherheitskennzeichnung zu gestatten, die nicht vom Papierherstellungsverfahren abhängt und die nach der Papierherstellung mittels eines einfachen mechanischen Verfahrens durchgeführt werden kann, so daß das Aufbringen der Kennzeichnung bei verhältnismäßig begrenzten Stückzahlen möglich ist, womit der Anwendungsbereich des Kennzeichnungssystems erheblich vergrößert wird.

Die vorausgehend genannte Aufgabenstellung wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Herstellung einer positionierbaren Sicherheitskennzeichnung auf Papier gelöst, das durch folgende Schritte gekennzeichnet ist:

  • - Herstellung einer Prägeform mit Relief-Vorsprüngen, die einem vorgegebenen, zu prägenden Muster entsprechen,
  • - Anordnen der Prägeform auf einem Prägeformträger (2),
  • - Aufbringen eines Papierblattes auf die in der vorausgehenden Weise angeordnete Prägeform und Andrücken des Papierblattes gegen die Prägeform mit Hilfe der Wirkung einer elastisch nachgiebigen Druckwalze (1), um eine Verformung des Papierblatts in Vorsprünge und Vertiefungen im Einklang mit dem Aufbau der Prägeform, gegen die das Papierblatt gedrückt wird, zu verursachen, und
  • - Verringern der Stärke der Erhöhungen des Papierblatts, die, wie vorausgehend beschrieben, erzeugt wurden durch die mechanische Einwirkung einer Schleifvorrichtung (3).


Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine Prägeform (5) mit Relief-Vorsprüngen, die einem vorgegebenen, zu prägenden Muster entsprechen und die auf einem Prägeformträger (2) angeordnet sind, eine elastisch nachgiebige Druckwalze (1), die ein Papierblatt gegen die Prägeform andrücken kann, um dieses in Vorsprünge und Vertiefungen entsprechend der Ausbildung der Prägeform, gegen die das Papierblatt gepreßt wird, zu verformen, und eine Schleifvorrichtung (3), um die Stärke der im Papierblatt erzeugten Erhöhungen zu verringern.

Die Aufnahme des erfindungsgemäßen Verfahrens seitens der Anwender muß als sehr hoch angesehen werden, unabhängig von der Kategorie oder dem Zweck, für die oder für den das Verfahren verwendet werden soll, da die Verfahrensmerkmale das Verfahren für die Herstellung einer positionierbaren Sicherheitskennzeichnung geeignet machen, ohne daß das Verfahren während des Papierherstellungsprozesses eingesetzt werden muß, wie dies bei Wasserzeichen zutrifft, und weil das Verfahren keine isolierte Prägung erfordert. Darüber hinaus kann das Verfahren bei verhältnismäßig begrenzten Pressedurchläufen verwendet werden und das Verfahrensprodukt kann als Sicherheits- Qualitätskennzeichnung bei jeder Art von Dokumenten einschließlich privater Dokumente eingesetzt werden.

Die Erfindung wird anschließend anhand bevorzugter Ausführungsformen der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung und

Fig. 2 eine schematische Draufsicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei in beiden Figuren der Prägeformträger mit (a) und die Schleifvorrichtung mit (b) bezeichnet ist.

Allgemein ausgedrückt betrifft (a) die Prägeanordnung und (b) die Schleifvorrichtung zur Erzeugung der Sicherheitskennzeichnung.

Die Prägeform (a) umfaßt einen Prägeformtragzylinder (2), der mittels eines Motors in Drehung versetzt wird, und eine elastisch nachgiebige Druckwalze (1), die aus Gummi oder dgl. besteht und die gegen den Umfang des Prägeformtragzylinders (2) drückt, wobei ein Papierblatt zwischen Druckwalze und Tragzylinder hindurchtritt.

Die Prägeformen oder Platten (5), die vorausgehend photochemisch oder mittels irgendeines anderen bekannten Verfahrens hergestellt wurden und eine Zeichnung mit einem bestimmten Muster darstellen (beispielsweise eine Lage von Waffen, ein Emblem, eine Warenzeichenbeschriftung, etc.), sind in vorgegebenen Positionen angeordnet, mit der Maßgabe, daß die Zeichnung durch minimale Relieflinien begrenzt wird, entsprechend der Breite des zu verarbeitenden Papiers.

Eine Schleifscheibenträgerwelle (3&min;) liegt vor dem Prägeformtragzylinder (2), wobei die auf der Welle sitzenden Schleifscheiben (3) in Prägeformen (5) gegenüberliegen. Vorausgehend wurden die Schleifscheiben (3) einem gemeinsamen Abzieh- oder Schleifverfahren mit Hilfe eines Schlittens unterzogen, der gemäß Fig. 2 eine Diamantspitze (6) aufweist, um die Schleifgenauigkeit zu gewährleisten, die durch die verringerte Stärke des Papierblattes erforderlich ist. Fig. 1 gibt eine klare Vorstellung über die Art und Weise, in welcher das Papier im Einklang mit dem auf dem Prägeformtragzylinder befindlichen Muster geformt wird, um anschließend mittels der mechanischen Einwirkung einer Schleifscheibe in seiner Stärke verringert zu werden. Fig. 2 läßt erkennen, in welcher Weise die Schleifscheiben abgezogen werden, im Hinblick auf die verringerte Schleifwirkung, die von ihnen am Papierblatt erzeugt werden muß.

Nachdem die Prägeformen (5) auf dem Prägeformtragzylinder (2) aufgebracht und die Schleifscheibenträgerwelle (3&min;), die die Schleifvorrichtung (b) bildet, mittels einer Vorrichtung (4) zur Abstandseinstellung zwischen (a) und (b) auf einem Abstand angenähert wurde, der einige Dezimalstellen geringer als die Papierblattstärke ist, wird das auf den Prägeformen (5) liegende Papierblatt zwischen den Prägeformtragzylinder (2) und die Druckwalze (1) hindurchgeführt.

Der elastisch nachgiebige Andruck, der von der Druckwalze (1) ausgeführt wird, drückt das Papierblatt fest gegen die Prägeformen (5), die als Verformungsplatten wirken, um das Papierblatt in den infrage stehenden Bereichen zu verformen und die Reliefausbildung der Prägeformen anzunehmen.

Während der Prägeformtragzylinder (2) seine Drehung fortsetzt, wird das in der vorausgehend beschriebenen Weise verformte Papierblatt von den Schleifscheiben (3) erfaßt, die an der dem Papierblatt erteilten Reliefausbildung angreifen, um deren Stärke in einer Tiefe zu verringern, die geringer als die Stärke des Papierblatts ist, aber die ausreicht, um die Reliefbereiche infolge der resultierenden Verringerung der Papierstärke im Einklang mit den von den Prägeformen aufgedrückten Muster transparent zu machen.

Für den Fachmann sind Abänderungen im Aufbau und in Einzelheiten der Erfindung sowie in den Stufen des Prägeverfahrens offensichtlich und derartige Abänderungen werden im Rahmen der anliegenden Ansprüche von der Erfindung mitumfaßt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung einer positionierbaren Sicherheitskennzeichnung auf Papier, gekennzeichnet durch folgende Schritte:

    1. - Herstellung einer Prägeform mit Relief-Vorsprüngen, die einem vorgegebenen, zu prägenden Muster entsprechen,
    2. - Anordnen der Prägeform auf einem Prägeformträger (2),
    3. - Aufbringen eines Papierblattes auf die in der vorausgehenden Weise angeordnete Prägeform und Andrücken des Papierblattes gegen die Prägeform mit Hilfe der Wirkung einer elastisch nachgiebigen Druckwalze (1), um eine Verformung des Papierblatts in Vorsprünge und Vertiefungen im Einklang mit dem Aufbau der Prägeform, gegen die das Papierblatt gedrückt wird, zu verursachen, und
    4. - Verringern der Stärke der Erhöhungen des Papierblatts, die, wie vorausgehend beschrieben, erzeugt wurden durch die mechanische Einwirkung einer Schleifvorrichtung (3).


  2. 2. Vorrichtung zur Herstellung einer positionierbaren Sicherheitskennzeichnung auf Papier, gekennzeichnet durch eine Prägeform (5) mit Relief-Vorsprüngen, die einem vorgegebenen, zu prägenden Muster entsprechen und die auf einem Prägeformträger (2) angeordnet sind, eine elastisch nachgiebige Druckwalze (1), die ein Papierblatt gegen die Prägeform andrücken kann, um dieses in Vorsprünge und Vertiefungen entsprechend der Ausbildung der Prägeform, gegen die das Papierblatt gepreßt wird, zu verformen, und eine Schleifvorrichtung (3), um die Stärke der im Papierblatt erzeugten Erhöhungen zu verringern.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (4) zur Einstellung des Abstands zwischen der Schleifvorrichtung (3) und dem Prägeformträger (a).






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