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Dokumentenidentifikation DE3724994A1 11.02.1988
Titel Vorrichtung zur Zählung und Verarbeitung von Münzen
Anmelder Musashi Engineering K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Fujimagari, Sachio, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Eitle, W., Dipl.-Ing.; Hoffmann, K., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Lehn, W., Dipl.-Ing.; Füchsle, K., Dipl.-Ing.; Hansen, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Brauns, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Görg, K., Dipl.-Ing.; Kohlmann, K., Dipl.-Ing.; Kolb, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Ritter und Edler von Fischern, B., Dipl.-Ing., Pat.-Anw.; Nette, A., Rechtsanw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 28.07.1987
DE-Aktenzeichen 3724994
Offenlegungstag 11.02.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.02.1988
IPC-Hauptklasse G07D 3/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Münzenzähl- und Verarbeitungsvorrichtung bzw. -system zum Sortieren und Zählen der Anzahl von Münzen, entsprechend verschiedenen Münzensorten. Insbesondere betrifft sie eine Zählungsanzahl-Einstellung und Verarbeitung in einem derartigen System oder in einer derartigen Vorrichtung, in welcher die Zählungsanzahl der Münzen voreingestellt wird und die Münzen, die aus einer Vielzahl unterschiedlicher Münzensorten bestehen, gleichzeitig in Gruppen der unterschiedlichen Münzensorten sortiert werden, wovon jede eine willkürliche, voreingestellte Münzenanzahl aufweist, während gleichzeitig die Anzahl der Münzen gezählt wird.

Es wird auf den Stand der Technik Bezug genommen.

In einem bekannten Münzenzähl- und -verarbeitungssystem zum Sortieren und Zählen der Münzen, die eine Ansammlung einer Anzahl Münzen unterschiedlicher Münzensorten umfasst, sind zusätzlich zu der gewöhnlichen Funktion des Zählens und Sortierens der Münzen die Funktionen der Eliminierung gefälschter Münzen und der Voreinstellung der Zählungsanzahl je nach Bedarf vorgesehen, indem gleichzeitig die erwähnte Funktion der Eliminierung gefälschter Münzen verwendet wird.

Bisher wurden verschiedene Vorschläge gemacht, um diese Voreinstellungsfunktion anzuwenden, beispielsweise gemäss der in der offengelegten japanischen Patentveröffentlichung 1 63 089/1983 dargestellten Anordnung.

Bei dieser bekannten Vorrichtung werden Münzen auf einer flachen Münzenbahn mittels eines Riemenantriebs gegen die Sortierlöcher transportiert. Dabei ist eine Eliminierungsvorrichtung für gefälschte Münzen vorgesehen, die aus einem Paar Münzendurchtritt-Sperrelemente besteht, die stromabwärts eines Münzenbewertungsbereiches angeordnet sind, der auf halbem Weg in der Münzenbahn angeordnet ist und die in der Lage sind, unabhängig voneinander eine Schwenkbewegung durchzuführen, sowie aus einem Plattenelement, das getrennt den Ausschnitt für die Eliminierung gefälschter Münzen öffnen und schliessen kann, der zwischen den Münzendurchtritt-Sperrelementen angeordnet ist. Die Eliminierungsvorrichtung für gefälschte Münzen wird gleichzeitig zur Voreinstellung der Anzahl der Münzen verwendet.

Bei dem Voreinstellungsvorgang wird, wenn am Münzensortier- und Echtheitsbewertungsbereich die letzte Münze erfasst wird, deren Zählung die Voreinstellungsanzahl vollständig macht, das Münzendurchtritt-Sperrelement, abhängig von dem Erfassungssignal in die Münzenbahn vorgeschoben, so dass nachfolgende Münzen vom Münzendurchtritt-Sperrelement behindert und von einem Durchtritt durch dieses abgehalten werden. Die auf der Münzenbahn verbleibenden Münzen werden durch einen manuellen Vorgang nach aussen entfernt. Die Münzensorte, die die voreingestellte Anzahl erreicht, wird aus dem Behälter entnommen, so dass der Voreinstellungsvorgang für die gleichen Münzensorten fortgesetzt werden kann, die die Voreinstellungsanzahl erreicht haben.

Das vorausgehend beschriebene bekannte System zur Münzenzählung und -verarbeitung kann verwendet werden, wenn die Münzensortierung und ihr Transport bei einer niedrigen Transportgeschwindigkeit erfolgen und eine Voreinstellung der Zählungsanzahl einer spezifischen Münzensorte erfolgt. Jedoch ist es bei dem bekannten System äusserst schwierig, die Sortierung der Münzen und ihre Zählung mit dem Ziel einer mit hoher Geschwindigkeit erfolgenden Massenverarbeitung durchzuführen oder eine Voreinstellung mehrerer Münzensorten im Laufe des gleichen Sortier- und Zählvorganges vorzunehmen.

Wenn die mit hoher Geschwindigkeit erfolgende Sortierung in dem vorausgehend beschriebenen bekannten System durchgeführt wird, ist es möglich, um eine Zeit auszunützen, bis das Münzenbahn-Sperrelement seinen Betrieb mit Hilfe eines Solenoids beginnt, das das Münzenbahn-Sperrelement betätigt, einen Zählvorgang für verhältnismässig niedrige und mittlere Verarbeitungsgeschwindigkeiten durchzuführen. Jedoch gelangen im Falle einer Hochgeschwindigkeitsverarbeitung mehrere Münzen weiter in Richtung zu einem Münzenunterscheidungssensor, bis das Solenoid das Münzenbahn-Sperrelement betätigt, so dass infolgedessen ein Fehlzählungsvorgang verursacht wird, da gegenüber einer voreingestellten Anzahl eine Überzahl von Münzen gezählt wird, wodurch ein erneuter Zählvorgang veranlasst wird.

Andererseits ist es auch bekannt, dass die Münzenausgabeöffnung in dem Münzenzufuhrbereich durch einen Einlassverschluss verschlossen wird, um den Münzentransport zu sperren. Jedoch werden bei Hochgeschwindigkeits-Transportvorrichtungen mehrere Münzen, die auf die Münze folgen, die der letzten Zahl des Voreinstellungswertes entspricht oder eine gefälschte Münze gleichzeitig auf der Transportbahn während der Zeitspanne weiterbewegt, die seit der Erfassung einer derartigen Münze oder einer gefälschten Münze seitens des Münzenbewertungsbereiches bis zur Betätigung des Einlassverschlusses abläuft. Es wird daher erforderlich, diese verbleibenden Münzen zu entfernen, so dass sie nicht bei der Zählung der Münzen miterfasst werden.

Was schliesslich die Münzen angeht, die dementsprechend nach einer letzten angekommenen Münze, entsprechend dem Voreinstellungswert, gefördert werden, falls eine Münze einem Voreinstellungswert hinsichtlich einer spezifizierten Münze entspricht, so muss, obgleich die Münzen, die den dem Voreinstellungswert entsprechenden Münzen nachfolgen, mittels eines Eliminierungsloches entfernt werden, ein Voreinstellvorgang bezüglich der eliminierten Münzen abgewartet werden, bis die Münzen wiederholt als Münze entsprechend einem Voreinstellungswert erfasst werden.

Ferner muss in einer Einstellvorrichtung eines Zählwertes, der die Eliminierungsmünzen umfasst, diese einen einleitenden Vorgang für eine Voreinstellung jedes Zählvorganges durch eine Voreinstellung, d.h. Eins-Betrieb, durchführen, beispielsweise ist es bei Sechser-Münzen in Japan erforderlich, sechs Wiederholungsvorgänge auszuführen und ferner die Voreinstellvorgänge für jeden Voreinstellwert, wobei es erforderlich ist, viel Betriebszeit aufzuwenden, sowie eine bemerkenswerte Kompliziertheit.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beseitigen und eine Vorrichtung zum Zählen und Verarbeiten von Münzen zu schaffen, bei welchem beim Sortieren und Zählen der Münzen, die eine voreingestellte Zählzahl für jede Münzensorte aus einer Vielzahl unspezifizierter Münzensorten haben, die Münzensorten nicht spezifiziert sind, deren Zählung die Voreinstellungszahl vervollständigt, die als erste einen Voreinstellungswert erreicht und desgleichen nicht deren Reihenfolge, vielmehr können die jeweiligen Münzensorten die Voreinstellzahlen in jeder beliebigen Reihenfolge im Laufe des gleichen Sortier- und Zählvorganges erreichen.

Zur Lösung dieser Aufgabenstellung betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Zählen und Verarbeiten von Münzen, in welcher die Anzahl von von einem Münzenzufuhrbereich gelieferten Münzen während ihrer Förderung an einer Münzenbahn gezählt werden und die Münzenförderung angehalten wird, wenn ein Zählwert eine Einstell-Anzahl erreicht, mit einer Zählvorrichtung zum Zählen der Anzahl der Münzen, die auf der Münzenbahn verbleiben, wenn eine Voreinstellungs-Anzahl für eine der Münzensorten erreicht ist, mit einer Münzeneliminierungsvorrichtung, die einer Münzenöffnung in der Münzenbahn zugewandt ist und zum Öffnen und Schliessen dieser Münzeneliminierungsöffnung steuerbar ist, und einer Münzenausgabe-Sperrvorrichtung, die der Münzenausgabeöffnung im Münzenzufuhrbereich zugewandt ist und nach Wunsch zur Sperrung der Münzenausgabe gesteuert werden kann, wobei die Einstell-Anzahl aus einer ersten Einstellzahl und einer zweiten Zahl besteht, bei welcher eine bestimmte Zahl hinzugefügt wurde, mit einer Einstellvorrichtung zur Einstellung der zweiten Einstellzahl, einer Münzabgabe-Sperrvorrichtung zum zeitweiligen Anhalten eines Münzentransportes von einem Münzenzufuhrbereich, wenn ein Zählwert die zweite Einstellzahl erreicht hat, mit einer Zählvorrichtung zur Verrechnung der Anzahl der Münzen, einschliesslich Münzen, die die zweite Einstell-Anzahl erreichen, sowie der folgenden Münzen, die auf der Münzenbahn entsprechend einer Betätigung der Münzenabgabe-Sperrvorrichtung verbleiben, und einer Münzeneliminierungsvorrichtung zur Eliminierung von Münzen, die nach der Münzenabgabe-Sperrvorrichtung verbleiben. Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass wenn die Zählzahl den Voreinstellungswert erreicht, die Münzenabgabe-Sperrvorrichtung gesteuert wird, um die Münzenabgabe aus dem Münzenzufuhrbereich zu sperren, dass die Münzeneliminierungsvorrichtung anschliessend gesteuert wird, um die Münzeneliminierungsöffnung zu öffnen, und dass die verbleibenden Münzen, die von der Zählvorrichtung auf der Grundlage der Sperrung der Münzenabgabe verrechnet wurden, unmittelbar abgegeben werden, ohne erneut einer Zählung unterzogen zu werden.

Die Vorrichtung ist ferner dadurch gekennzeichnet, dass, wenn der Zählwert die zweite Einstell-Anzahl erreicht, die verbleibenden Münzen nach der Zählung von der Münzenbahn eliminiert werden, und dass ferner die Einstellwert-Ausgänge von mindestens zwei Münzsorten als Zählwert erhalten werden.

Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Zählen und Verarbeiten von Münzen wird das Münzsorte-Zählsignal, das von dem Münzensorte- und Echtheit-Bewertungsbereich während des Münzentransportes ausgegeben wird, als Daten im Speicher des Steuerbereiches gespeichert, und diese Daten werden vom Speicher synchron mit den Timingsignalen des Eliminierungstiming-Sensors ausgelesen, so dass sie dem Einstellwert-Zähler und Komparator sowie dem Münzensorte-Zähler und Komparator zum Vergleich und zur Überprüfung bezüglich der Koinzidenz mit dem Voreinstellwert am Voreinstellwert-Zähler und Komparator zugeführt werden. In dem Münzensorte-Zähler und Komparator werden die Münzensorte-Zählsignale vom Münzensortesensorbereich und die vorausgehend aufgeführten Daten miteinander verglichen um die jeweiligen Zähldaten zu überprüfen, damit die Münzenzählung mit hoher Präzision und die Verarbeitung mit hoher Genauigkeit erfolgt. Zu dem Zeitpunkt, wo ein Ausgangswert entsprechend dem Voreinstellwert erhalten wird, wird die Anzahl der überzähligen, zu eliminierenden Münzen gezählt und diese Münzen werden sicher eliminiert. Auf diese Weise kann der Voreinstellvorgang genau durchgeführt werden. Die Münzensorten werden angezeigt und die entsprechenden Münzen können ungeachtet der Münzensorten entfernt werden und in der Reihenfolge, in der sie ihre jeweiligen Voreinstellwerte erreichen.

Die Zeichnungen zeigen die Einstellung der Anzahl der Münzen und die Verarbeitung der Münzen in der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Zählung und Verarbeitung der Münzen. Es zeigen:

Fig. 1 ein Blockschaltbild der Gesamtanordnung der Signalverarbeitungsvorrichtung,

Fig. 2 einen einfachen Grundriss der Gesamtanordnung des mechanischen Systems,

Fig. 3 eine Darstellung, die eine Teilanordnung der Fig. 2 angibt,

Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Münzenförderzustands, und

Fig. 5 eine Betriebsablaufdarstellung, die den Betrieb der Münzenzählung und Münzenverarbeitung angibt.

Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Zählen und Verarbeiten von Münzen wird anschliessend in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen beschrieben.

Fig. 2 erläutert das System zur Förderung und zur Zählung der Münzen, wobei (1) einen Münzenzufuhrbereich bezeichnet, der aus einem Drehteller (2) besteht, auf welcher Münzen (A) mehrerer Münzensorten liegen, sowie aus einer zylindrischen Umfangswand (3), die an einem Umfangsabschnitt (2a) des Drehtellers (2) vorhanden ist und in Zusammenarbeit mit der einen Riemenantrieb aufweisenden Münzenfördervorrichtung die Münzen nach aussen abgibt, und zwar in der nachfolgend beschriebenen Weise unter Wirkung der Zentrifugalkraft, die durch die Drehung des Drehtellers (2) erzeugt wird, die ihrerseits durch den gleichen Elektromotor angetrieben wird, wie er für den Antrieb der Fördervorrichtung verwendet wird. Eine Münzenbahn (5) ist neben einem Münzenabgabeschlitz (4) vorgesehen, der an einem unteren Abschnitt der Umfangswand (3) vorhanden ist und der eine Dicke und Weite aufweist, die im wesentlichen jener einer vom vorliegenden System zu verarbeitenden Münze entspricht.

An der Aussenseite des Münzenabgabeschlitzes (4) und in Nachbarschaft einer Ausgabeöffnung (1) des Münzenzufuhrbereiches (1) ist ein Einlassverschluss (6) angeordnet, der gleichzeitig als Münzenführungsarm verwendet werden kann und der so geformt ist, dass er bei Bedarf den Durchtritt einer Münze verhindert. Der Einlassverschluss (6) hat seinen Betätigungsarm (6a) in Wirkungsverbindung mit einem Solenoid (8) angeordnet.

Eine Fangrolle (7) ist in der Münzenbahn (5) neben der Abgabeöffnung (1a) vorgesehen. Auf einer Transportfläche (5a), die an die Vorderseite der Fangrolle (7) angrenzt, sind ein Paar endloser Transportriemen unter Spannung parallel zueinander angeordnet, um die Münzen in einer später beschriebenen Weise im eingeklemmten Zustand durch die Münzensortierlöcher (10A-10F) zu fördern. Diese nicht dargestellten Transportriemen bilden eine Münzensortierbahn (5b), die zur Förderung der von der vorliegenden Vorrichtung verarbeiteten Münzen geeignet ist. Die Transportfläche (5a) stellt eine Transportvorrichtung (5c) für die von der vorliegenden Vorrichtung verarbeiteten Münzen dar.

In der Münzensortierbahn (5b) sind Sortierlöcher (10A-10F) mit verschiedenen Durchmessern im Einklang mit den verschiedenen Münzen angebracht, die somit unterschiedliche Flächen aufweisen. In der Zeichnung sind die Sortierlöcher (10D, 10E) aus Gründen der Klarheit der Darstellung nicht dargestellt. Das Sortierloch (10A) eignet sich zum Sortieren einer 1 Yen-Münze. Die verbleibenden Löcher haben zunehmend ansteigende Durchmesser und eignen sich zum Sortieren von 50 Yen-, 5 Yen-, 100 Yen- und 500 Yen-Münzen. Fluchtend mit absteigenden Bahnen, die an der Unterseite der Transportfläche (5a) mit den Sortierlöchern (10A-10F) angeordnet sind und stromaufwärts dieser Sortierlöcher sind Münzensensoren (11A-11E) angeordnet, die als Münzensortesensoren (11) arbeiten und jeweils mit den Sortierlöchern (10A-10F) in Wirkungsverbindung stehen.

Unter diesen Sortierlöchern (10A-10F) sind in entsprechender Lage Münzenspeicherbereiche (12A-12F) angeordnet, um die sortierten und gezählten Münzen aufzunehmen. In der Zeichnung sind die Abschnitte (12D, 12E) aus Gründen der Klarheit der Darstellung nicht dargestellt. An der Münzenbahn (5) und stromabwärts der Abgabeöffnung (1a) des Münzenzufuhrbereiches (1) ist ein Münzenunterscheidungssensor (9) angebracht, der hinsichtlich der Münzensorten und der Echtheit Unterscheidungsausgangssignale liefert, sowie Zählungsausgangssignale für die jeweiligen Münzensorten. Der Münzenunterscheidungssensor (9) kann, wie beschrieben, als optischer, magnetischer oder elektrostatischer Sensor ausgebildet sein.

Stromabwärts des Münzenunterscheidungssensors (9) und stromaufwärts des Sortierloches (10A) ist ein Entnahmeloch (13) für gefälschte Münzen angebracht, die durch dieses Loch zur Entnahme fallen. Unter dem Entnahmeloch liegt ein Speicherbereich (13) zur Ansammlung der auf diese Weise entfernten, gefälschten Münzen.

An der Unterseite der Transportfläche (5a) mit dem Entnahmeloch (13) ist eine Eliminierungsverschlusseinheit (15) für gefälschte Münzen angebracht, die einen Eliminierungsverschluss (16) aufweist, der das Entnahmeloch (13) gemäss Fig. 3 abdeckt oder freigibt. In der Eliminierungsverschlusseinheit (15) ist der Eliminierungsverschluss (16) bewegbar an einem Ende eines Haltehebels (17) befestigt, der schwenkbar an einer Schwenkachse (16a)gebracht ist, wobei das andere Ende des Haltehebels in Wirkungsverbindung mit einem Solenoid (18) steht. An der dem Eliminierungsverschluss (16) zugeordneten Seite des Haltehebels (17) ist eine Zugfeder (19) angeordnet, die im Normalzustand die Entnahmeöffnung (13) zur Eliminierung gefälschter Münzen soweit schliesst, dass der Eliminierungsverschluss den Transport der Münzen (A) nicht beeinträchtigt.

Stromabwärts der Entnahmeöffnung (13), bezogen auf die Förderrichtung der Münzen, d.h. in einer vor der Entnahmeöffnung (13) liegenden Stellung, ist ein Eliminierungstiming-Sensor (20) angebracht, um bei jedem Durchtritt einer Münze durch den Sensor ein Timingsignal abzugeben.

Fig. 1 stellt in schematischer Blockdarstellung den Betrieb der Einstellung der Münzenzählungszahl in der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Zählung und Verarbeitung der Münzen dar. In der Zeichnung bezeichnet das Bezugszeichen (9) einen Münzenbewertungs- oder Münzenunterscheidungssensor zur Erfassung des Durchmessers und des Werkstoffs der Münzen, die als Münzengemisch unterschiedlicher Münzensorten angeliefert werden und zur Zählung der Anzahl der Münzen einer jeden Münzensorte. Das Ausgangssignal des Münzenunterscheidungssensors (9) wird einem Münzensorte- und Echtheit-Unterscheidungsbereich (21) zugeführt, der sich zur Bestimmung des Vorliegens oder Fehlens der gefrästen Ränder, der Form, Abmessung und des Werkstoffs zur Unterscheidung der Münzensorten und Echtheit der Münzen auf der Basis der Erfassungssignale vom Münzenunterscheidungssensor (9) eignet, sowie zur Zählung der Anzahl der Münzen entsprechend den unterschiedlichen Münzensorten.

Das Ausgangssignal des Münzensorte- und Echtheit-Unterscheidungsbereiches (21) wird einem ersten Speicher zugeführt, wobei die Daten des Zählerausgangssignals und des Ausgangssignals der Münzensorte-Echtheitsunterscheidung dort gespeichert werden.

Der Eliminierungstiming-Sensor (20) ist derart aufgebaut, dass er bei jedem Durchtritt von Münzen Erfassungssignale abgibt, während er die Münzenströmung, beispielsweise einen Münzenstau, entsprechend dem Abgabetiming der Erfassungssignale überwacht. Als Ausgangssignal des Eliminierungstiming-Sensors (20) wird als Eingang einem Münzenzähler und Komparator (24) im Steuerbereich (22) zugeführt, wobei der Münzenzähler und Komparator die Anzahl der Münzen zählt und die Münzen bezüglich der jeweiligen Münzensorten vergleicht. Das Ausgangssignal des Münzensorte-Sensorbereiches (11) wird ebenfalls über einen zweiten Speicher (22b) dem Münzenzähler und Komparator (24) zugeführt. Der Münzensorte-Sensorbereich (11) hat die Funktion eines Sensors und ferner die Aufgabe, die Anzahl der Münzen einer jeweiligen Münzensorte zu zählen und arbeitet derart, dass er die Anzahl der Münzen feststellt, die durch die Sortierlöcher (10A-10F) nach unten treten und zwar mittels der Münzensensoren (11a-11f), die den jeweiligen Münzensorten zugeordnet sind und dass er die Anzahl der Münzen auf der Basis der Sensorsignale zählt.

Mit dem Steuerbereich (22) ist eine Einstellwerteingabe (25) verbunden, mittels welcher eine gewünschte Anzahl Münzen durch Betätigung einer nicht dargestellten Zehnertastatur eingegeben werden kann, damit die Voreinstellwerte eingegeben werden.

Der Münzenzähler und Komparator (24) im Steuerbereich (22) arbeitet zur Unterscheidung der Echtheit und der Münzensorten, die von einem ersten Speicher (22a) ausgelesen werden, wobei der Dateninhalt des Zählerausganges und der Zählerausgang entsprechend den Münzensorten, die vom Münzensorte-Sensorbereich (11) geliefert werden und die Auslesung des zweiten Speichers (22b) verglichen werden, damit eine Überprüfung bezüglich des Unterschiedes in den Zählerausgangsinhalten erfolgt. Der Münzenzähler und Komparator (24) wird ferner betrieben, um den Inhalt des vom Münzensorte-Sensorbereiches (11) gelieferten Zählwertausganges und den Ausgangsinhalt der Timingsignale vom Eliminierungstiming-Sensor (20) beim Erfassen der letzten ankommenden Münze zu vergleichen, um die Anzahl der zu eliminierenden überzähligen Münzen zu berechnen.

Ein Voreinstellwert-Zähler und Komparator (23) im Steuerbereich (22) arbeitet, um die Dateninhalte bezüglich der Münzensorten, der Echtheit und der Zählzahl, die vom ersten Speicher (22a) des Steuerbereiches (22) ausgelesen werden, und einen Einstellinhalt zu vergleichen, bei welchem eine spezifizierte Zahl (1) in einem Voreinstellwert-Addierzähler (22d) zur Einstellwert-Eingabe seitens des Einstellwert-Eingabebereiches (25) addiert wird, die von einem Einstellzahl-Speicher (22c) ausgelesen wird, um eine mögliche Koinzidenz zwischen den beiden Zählinhalten zu überwachen. Wird ein Koinzidenzsignal geliefert, so arbeitet der Münzenzähler und Komparator (23), um Steuersignale zur Steuerung eines Einlassverschlusses (6), eines Eliminierungsverschlusses (16) und eines Antriebsmotors (26) auszugeben, die zur Steuerung des Münzenzufuhr- und Münzentransportbereiches dienen, wie später noch beschrieben wird.

Der Ausgang des Steuerbereiches (22) wird einem Zählwert-Anzeigebereich (30) zugeführt, der zur Anzeige der Anzahl der sortierten und gezählten Münzen, entsprechend der unterschiedlichen Münzensorten dient, während ein "Fehler" im Falle einer Erfassung gefälschter Münzen angezeigt wird, und desgleichen die Beendigung des Voreinstellvorganges für die Münzenanzahl.

Am Steuerbereich (22) ist ein erster Solenoid-Steuerbereich (27) angeschlossen, sowie ein zweiter Solenoid-Steuerbereich (28) und ein Elektro-Motorsteuerbereich (29). Der Ausgang des ersten Solenoid-Steuerbereiches (27) ist an ein Solenoid (8) zur Steuerung des Einlassverschlusses angeschlossen, um den Einlassverschluss (6) zu öffnen und zu schliessen, während der Ausgang des zweiten Solenoid-Steuerbereiches (28) an das Solenoid (18) zur Steuerung des Eliminierungsverschlusses angeschlossen ist, um den Eliminierungsverschluss (16) zu öffnen und zu schliessen und der Ausgang des Motorsteuerbereiches (29) ist an einen Elektromotor (26) angeschlossen, der zum Antrieb der Münzenzufuhr- und Transportbereiche dient.

Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Zählung und Verarbeitung von Münzen arbeitet wie folgt:

Es sei angenommen, dass die Münzenzählungszahl auf "100" voreingestellt wird. Wird die voreingestellte Zahl "100" mittels einer Zenertastatur-Betätigung in die Einstellwerteingabe (25) eingegeben, so wird der Einstellwert in einem Einstellzahl-Speicher (22c) im Steuerbereich (22) gespeichert, und die Zahl "101" (die als zweite Einstellzahl bezeichnet wird), d.h. eine Zahl, in der eine spezifische Zahl (1) der Einstellzahl "100" (die als erste Einstellzahl bezeichnet wird) hinzugefügt ist, wird am Voreinstellwert-Addierzähler (22d) eingestellt und dem Voreinstellwert-Zähler und Komparator (23) zugeführt. Wird der Antriebsmotor (26) zum Antrieb der Münzenzufuhr- und Transportbereiche durch einen getrennten Vorgang gestartet, so wird das Münzengemisch oder die Münzenmenge im Münzenzufuhrbereich (1) aufeinanderfolgend über die Abgabeöffnung (1a) in die Münzenbahn (5) bei Umlauf des Drehtellers (2) abgegeben. Nach ihrer Ausrichtung unterliegen die Münzen der Erfassung der Münzendaten mittels des zur Münzenbewertung dienenden Münzenunterscheidungssensors (9), der in der Münzenbahn (5)geordnet ist, sowie einer Unterscheidung der Münzensorten und Echtheit im Münzensorte- und Echtheit-Unterscheidungsbereich (21) und dem Zählvorgang der Anzahl der Münzen, die den verschiedenen Münzensorten zugehörig sind. Die auf der Basis der Unterscheidungs- und Zählvorgänge erzeugten Ausgangssignale, die anschliessend als Münzensortier- und Münzenzählsignale bezeichnet werden, werden dem Steuerbereich (22) zugeführt, in welchem die Zähldaten bezüglich der Münzensorten und die Daten der Eingabefolge der hindurchgetretenen Münzen getrennt im ersten Speicher (22a) gespeichert werden. Die im ersten Speicher (22a) gespeicherten Daten werden in der Eingabereihenfolge synchron mit den Timingsignalen ausgelesen, die zu dem Zeitpunkt ausgegeben werden, wo die transportierten Münzen am Eliminierungstiming-Sensor (20) vorbeigeführt werden, damit sie am Münzenzähler und Komparator (24) eingegeben werden, sowie am Voreinstellwert-Zähler und Komparator (23). Die sich mit dem Zeitablauf ändernde Anzahl der Münzen wird ebenfalls entsprechend den verschiedenen Münzensorten einem Zählwert-Anzeigebereich (30) zugeführt.

Die durch den Münzenunterscheidungssensor (9) und den Eliminierungstiming-Sensor (20) hindurchtretenden Münzen werden durch einen Anfangsabschnitt der Sortierbahn (5b) gefördert und können dann selektiv durch die zugeordneten Sortierlöcher (10A-10F) nach unten fallen. Die auf diese Weise nach unten austretenden Münzen werden in den Speicherbereichen (12A-12F) für gültige Münzen gespeichert, nachdem die Anzahl der auf diese Weise nach unten austretenden Münzen durch die Münzensensoren (11a-11f) entsprechend den jeweiligen Münzensorten erfasst wurde. Die Ausgangssignale der Münzensensoren (11a-11f) werden im Münzensensorenbereich (11) verarbeitet, damit die Daten bezüglich der Münzenanzahl der jeweiligen unterschiedlichen Münzensorten geliefert werden, die dann im zweiten Speicher (22b) des Steuerbereiches (22) gespeichert werden.

Dem Voreinstellwert-Zähler und Komparator (23) werden die vom ersten Speicher (22a) ausgelesenen Daten zugeführt, nämlich der Zählwert für jede Münzensorte und die Zählsignale von dem Münzensorte- und Echtheit- Unterscheidungsbereich (21), und eine zweite Einstellzahl (101), bei der eine spezifizierte Zahl (1) zu einer ersten Einstellzahl (100) seitens eines Einstellwert-Eingabebereiches (25) mittels eines Voreinstellwert-Addierzählers (22d) hinzugefügt ist, werden mit dem Voreinstellwert des Einstellwert-Eingabebereiches (25) entsprechend den verschiedenen Münzensorten verglichen und in Beziehung gesetzt, sooft die vorausgehend aufgeführten Münzensorte- und Zählsignale erhalten werden. Bei einem Unterschied zwischen den beiden Zählwerten wird der Transportvorgang der Münzen und die Unterscheidung der Münzensorten und die Echtheitsprüfung weiter fortgesetzt.

Es sei angenommen, dass der Münzensorte- und Echtheit-Unterscheidungsbereich (21), der ständig die Münzensorte und Anzahl der hindurchtretenden Münzen überprüft, mittels des Ausgangssignals des Münzenunterscheidungssensors (9) ermittelt hat, dass die Anzahl der Münzen einer beliebigen Münzensorte gleich dem Voreinstellwert ist. Beispielsweise sei angenommen, dass gemäss Fig. 4 die Anzahl der beiden Münzensorten der 50 Yen-Münzen und der 100 Yen-Münzen mit dem Voreinstellwert von (100) übereinstimmt und dass bei Förderung einer 50 Yen-Münze als Nummer (101) ermittelt wird, dass die 50 Yen-Münze einer zweiten Einstellzahl (101) entspricht, die früher als die andere Münze gefördert wird und der Speicherungs/Auslesevorgang am ersten Speicher (22a) durchgeführt wird, dessen Münzensorte- und Zählzahlsignale die Betriebszustände vor und nach dem Zeitpunkt einer derartigen Erfassung anzeigen. Der Zähl- und Anzeigebereich (30) zeigt die Nummer (102) für die 50 Yen-Münze, die Nummer (100) für die 100 Yen-Münze, die Nummer (51) für die 10 Yen-Münze usw. für die verbleibenden Münzensorten an. Diese Zahlen werden am Voreinstellwert-Zähler und Komparator (23) mit den Voreinstellwerten verglichen und diesen zugeordnet, die mit der zweiten Einstellzahl erhalten werden, die aus dem Voreinstellwert-Addierzähler (22d) ausgelesen werden. Bei einer Koinzidenz zwischen den beiden Zählwerten wird ein Steuersignal des Steuerbereiches unverzüglich einem ersten Solenoid-Steuerbereich (27) zugeführt, wobei das Solenoid (8) der Steuerung des Einlassverschlusses betätigt wird. Die Betätigung des Solenoids (8) wird auf den Einlassverschluss (6) übertragen, der dann in die Ausgabeöffnung (1a) des Münzenzufuhrbereiches (6) eintritt, um die Ausgabeöffnung zu schliessen und dadurch eine weitere Münzenzufuhr in die Münzenbahn (5) zu sperren. Wird die letzte ankommende Münze, d.h. die 50 Yen-Münze, die der zweiten Einstellnummer (101) entspricht, durch die Münzenbahn gefördert und von dem Eliminierungstiming-Sensor (20) erfasst, so dass ein Timingsignal erzeugt wird, so wird ein Steuersignal dem zweiten Solenoid-Steuerbereich (28) vom Steuerbereich (22) zugeführt, um das Solenoid (18) zur Steuerung des Eliminierungsverschlusses einzuschalten. Die Betätigung des Solenoids (18) wird auf den Eliminierungsverschluss (16) übertragen, so dass das Austrittsloch (13) zur Eliminierung gefälschter Münzen unmittelbar nach Durchtritt der letzten ankommenden Münze (50 Yen-Münze der Zählzahl (100) und 10 Yen-Münze der Zählzahl (50)), die auf die 100 Yen-Münze folgt, von dem Eliminierungsverschluss (16) freigegeben wird, der bisher das Austrittsloch abgeschlossen hatte.

Vor dem vorausgehend aufgeführten Münzeneliminierungsvorgang wird, wenn das Koinzidenzsignal am Voreinstellwert-Zähler und Komparator (3) abgegeben wird, ein Steuersignal im Steuerbereich (22) erzeugt, damit die Münzen (zweite Einstellzahl (101)), die der zuletzt angekommenen Münze folgen, von dem Sortier- und Zählvorgang ausgeschlossen werden. Im Münzenzähler und Komparator (24) werden die Daten des Zählsignals entsprechend der Münzensorten, die am Münzensensorbereich (11) erzeugt werden, und das Timingsignal vom Eliminierungstiming-Sensor (20) verglichen und einander zugeordnet, zwecks Berechnung der Anzahl der zu eliminierenden Münzen. Das heisst, die Ausgangsdaten der Zählsignale entsprechend den Münzensorten im Münzensensorbereich (11), werden von den Ausgangsdaten des Timingsignals subtrahiert, das den Münzendurchtritt aus dem Eliminierungstiming-Sensor (20) anzeigt. Ist das Ergebnis einer derartigen Subtraktion gleich 3, so wird die Anzahl der zu eliminierenden Münzen mit 3 bestimmt, wie in Fig. 4 dargestellt ist, in welcher insbesondere die zu eliminierenden Münzen dargestellt sind.

In diesem Falle gibt das vorausgehend erwähnte Timingsignal die Gesamtzahl der Münzen an, die am Eliminierungstiming-Sensor (20) vorbeigetreten sind. Es zeigt somit die Anzahl der Münzen an, die vor der 50 Yen-Münze gefördert wurde, die der zweiten Einstellzahl (101) entspricht, die gleich der Summe der Münzen der jeweiligen Münzensorten ist (entsprechend der Zählzahl entsprechend den Münzensorten), einschliesslich der zuletzt angekommenen Münze innerhalb des vorausgehend erwähnten Einstellwertes und der der letztangekommenen Münze vorausgehenden Münzen, die in den Münzenspeicherbereichen (12A-12F) über die Voreinstell-Sortierlöcher (10A-10F) aufgenommen wurden, zuzüglich der Münzen (d.h. der 10 Yen-Münze mit der Zahl (51) und der 50 Yen-Münze mit der Zahl (102)), die bereits auf der Münzenbahn (5) zwischen dem Münzenunterscheidungssensor (9) und dem Einlassverschluss unmittelbar vor dem Schliessen der Abgabeöffnung (1a) des Zufuhrbereiches (1) durch den Einlassverschluss (6), abhängig von der Ausgabe des Koinzidenzsignals am Voreinstellwert-Zähler und Komparator (23), durch den Eliminierungstiming-Sensor (20) hindurchgetreten sind.

Ist daher die Anzahl der zu eliminierenden Münzen berechnet worden, so arbeitet der Steuerbereich (22), um den Eliminierungsverschluss (16) zu steuern, um die Öffnungszeitspanne der Öffnung (13) zur Eliminierung gefälschter Münzen mittels eines Zeitgebers zu steuern, der auf eine Zeitspanne eingestellt werden kann, die dem Transport der zu eliminierenden Münzen, in diesem Falle 3, entspricht, d.h. der Zeitspanne, während welcher die hinterste dieser zu eliminierenden Münzen, in diesem Falle die 102-te 50 Yen-Münze, auf der Münzenbahn (5) gefördert wird, so dass sie durch die Öffnung (13) zur Eliminierung gefälschter Münzen nach unten treten kann, der Zeitspanne, entsprechend der maximalen Anzahl von Münzen, die zwischen dem Münzen-Unterscheidungssensor (9) und dem Einlassverschluss (6), der die Abgabeöffnung (1a) des Münzenzufuhrbereiches (1) abdeckt, fluchtend angeordnet werden können, oder irgendeiner anderen beliebig gewählten Zeitspanne.

Infolgedessen können die drei Münzen, die 50 Yen-Münze mit der zweiten Einstellnummer, die 10 Yen-Münze (entsprechend der Nummer (51)), die der 50 Yen-Münze folgt, und die 50 Yen-Münze (entsprechend der Nummer (102)), die bereits auf die Münzenbahn (5) zwischen dem Einlassverschluss (6) und dem Münzenunterscheidungssensor (9) zu dem Zeitpunkt geliefert wurde, wo die Abgabeöffnung (1a) des Münzenzufuhrbereiches (1) durch den Einlassverschluss (6) geschlossen ist, d.h. die 100-ste 100 Yen-Münze, die 50-ste 10 Yen-Münze und die 101-ste 50 Yen-Münze, die auf die vorausgehend aufgeführte, zuletzt angekommene Münze folgen, können durch die Öffnung (13) zur Eliminierung gefälschter Münzen in deren offenem Zustand nach unten treten, damit sie in dem Münzenspeicherbereich (14) für gefälschte Münzen aufgenommen werden.

Nach Beendigung der Eliminierung dieser Münzen werden Kompensationssignale von dem Münzenzähler und Komparator (24) entsprechend den Münzensorten an den erwähnten ersten Speicher (22a) in solcher Weise geliefert, dass die Zählinhalte im Zählerspeicher entsprechend den Münzensorten im ersten Speicher (22a) als Folge der Eliminierung obiger Münzen korrigiert werden können. In diesem Falle wird im ersten Speicher (22a) das Ergebnis der Zählung entsprechend den Münzensorten und der Bewertung der Münzensorten oder Echtheit in dem Münzensorte- und Echtheit-Unterscheidungsbereich bezüglich der Gesamtheit der hindurchgetretenen Münzen gespeichert, einschliesslich der 51-sten 10 Yen-Münze und der 102-ten 50 Yen-Münze, die auf die vorausgehend aufgeführte, zuletzt ankommende Münze folgen. Als Folge der Abgabe der 3 zu eliminierenden Münzen werden die Zählerinhalte im ersten Speicher (22a) korrigiert, d.h. die Anzahl der 100 Yen-, 50 Yen- und 10 Yen-Münzen werden jeweils von (100) auf (100), von (102) auf (100) und von (51) auf (50) korrigiert und die korrigierten Anzahlen dieser drei Münzensorten werden nach dieser Korrektur im Zähl- und Anzeigebereich (30) zusammen mit den Zählinhalten bezüglich der verbleibenden Münzensorten angezeigt.

Nach dem Ablauf der vorbestimmten, am Zeitgeber eingestellten Zeit und nachdem durch die Ausgangssignale der jeweiligen Sensoren bestätigt wurde, dass keine Münzen auf der Transportfläche (5a) für die Münzen verbleiben, werden Steuersignale aus dem Steuerbereich (22) dem Motorantrieb zugeführt, um die Leistungszufuhr zum Motor (26) zu sperren, der zum Antrieb der Münzenzufuhr- und Transportbereiche dient, womit der Umlauf des Drehtellers (2) und des Münztransportriemens beendet wird. Steuersignale werden erneut dem ersten Solenoid-Steuerbereich (27) und dem zweiten Solenoid-Steuerbereich (28) zugeführt, um das Solenoid (8) zur Steuerung des Einlassverschlusses und das Solenoid (18) zur Steuerung des Eliminierungsverschlusses auszuschalten.

Hört die Bewegung des Motors zum Antrieb der Münzentransportvorrichtung für die Münzensortierung und Zählung auf, so arbeitet der Steuerbereich, um im Münzenzähler und Komparator (24) die Münzensorte- und Zählwertdaten zu vergleichen und zuzuordnen, die im Münzensorte- und Echtheit-Unterscheidungsbereich (21) erhalten und im ersten Speicher (22a) gespeichert sind, und die Münzenanzahldaten, die im Münzensensorbereich (11) erhalten wurden und im zweiten Speicher (22b) gespeichert sind, um zu überprüfen, ob diese beiden Daten auf korrekt ausgegebenenZähldaten basieren. Die vom ersten Speicher (22a) ausgelesenen Daten und jene vom zweiten Speicher (22b) ausgelesenen Daten sind miteinander bezüglich der jeweiligen Münzensorten koinzident, es sei denn, es treten spezifische Erfassungsfehler auf. Ist die Koinzidenz für jede der Münzensorten erreicht, so wird ein Koinzidenzsignal erzeugt, um diesen Zustand anzuzeigen. Damit wird angegeben, dass die Ergebnisse des Vergleichs und der Zuordnung die Richtigkeit der beiden Zähldaten für die 50 und 100 Yen-Münzen entsprechend dem vorausgehend erwähnten Voreinstellwert ergeben haben. Durch einen derartigen Vergleich und eine derartige Zuordnung wurde die Überprüfung bezüglich der Echtheit der Zählungsangaben der Daten, die auf den Münzensorte-Signalen und Zählwertsignalen basieren, und der Daten, die auf den Zählwertsignalen basieren, entsprechend den Münzensorten gleichzeitig durchgeführt.

Nachdem durch die Abgabe des Koinzidenzsignals bestätigt wurde, dass die zu eliminierende Münze richtig verrechnet und abgegeben wurde, führt der Steuerbereich (22) eine Überprüfung dahingehend durch, dass der Rückstellvorgang seitens der Steuerelemente wie des Einlassverschlusses und des Eliminierungsverschlusses, durchgeführt wurde und der Ausgangszustand korrekt erhalten wird. Der Steuerbereich (22) entscheidet hierauf, dass der Voreinstellungsvorgang beendet ist und liefert dem Zähl- und Anzeigebereich (30) ein Steuersignal zwecks Anzeige von "Voreinstellung beendet", womit angegeben wird, dass die Voreinstellung der 50 Yen-Münzen beendet wurde. Die Bedienungsperson kann anschliessend die 50 Yen-Münzen aus dem Münzenspeicherbereich (12B, 12D) (nicht dargestellt) entnehmen. Für diese 50 Yen-Münzen wird die Voreinstellzahl "100" an der Münzensorteanzeige zusammen mit der vorausgehend erwähnten "Voreinstellung beendet"-Anzeige angezeigt.

Die Bedienungsperson betätigt anschliessend einen nicht dargestellten Schalter, um den Antriebsmotor zum Antrieb der Münzenzufuhr- und Transportbereiche erneut zu starten, wodurch die Zählvorgänge erneut gestartet werden. Was die Speicherung und Zählung der neben den 50 und 100 Yen-Münzen für welche die Voreinstellung beendet ist, vorhandenen Münzen betrifft, so werden die getrennten Zähldaten dieser Münzensorten, wie sie zum Zeitpunkt des Stillstandes des Motors (26) vorliegen, nicht ungültig, sondern die akkumulative Zählung wird kontinuierlich bezüglich der Daten der Münzensorte durchgeführt, wobei die am Münzensorte- und Echtheit-Unterscheidungsbereich (21) erhaltenen Zähldatensignale, die im ersten Speicher (22a) des Steuerbereiches (22) gespeichert werden, und das Zählwertsignal, entsprechend den Münzensorten,vom Münzensensorbereich (11) erzeugt und vom zweiten Speicher (22b) gespeichert wird.

Wird die Münze mit zweiter Einstellzahl (101) nach der zuletzt ankommenden Münze, die der 100-sten Münze mit erster Einstellzahl entspricht, erneut bei irgendeiner der Münzensorten erfasst, so leiten die Koinzidenz- und Zeitgebersignale eine Reihe von Vorgängen ein, wie das Öffnen und Schliessen der Steuerelemente, einschliesslich des Einlassverschlusses (6) und des Eliminierungsverschlusses (16) oder den Stillstand des Betriebes des Antriebsmotors (26), so dass es möglich wird, von den Münzenspeicherbereichen (12A-12F) die Münzen nicht spezifizierter Münzensorten bei beendeter Voreinstellung zu entnehmen. In ähnlicher Weise wird es möglich, wenn die Anzahl irgendeiner nicht-spezifizierten Münzensorte als Ergebnis der akkumulativen Zählung die Voreinstellzahl erreicht, die Münzen der entsprechenden Münzensorte zu entnehmen. Auf diese Weise kann die Zählung und Sortierung der verbleibenden Münzensorten kontinuierlich auf der Grundlage der akkumulativen Zählung durchgeführt werden, bis die voreingestellte Anzahl der jeweiligen Münzensorten erreicht wird.

Die vorausgehend aufgeführten Schritte der Einstellung der Zählzahl und die nachfolgende Verarbeitung sind im Programm (2) und den folgenden Schritten im Betriebsablauf gemäss Fig. 5 dargesellt. Das Programm (1) betrifft die Erfassung und Eliminierung der gefälschen Münzen und hat keinen direkten Bezug zur vorliegenden Erfindung. Daher erfolgt aus Gründen der Einfachheit keine Einzelbeschreibung des Programmes (2).

In der vorausgehend beschriebenen, erfindungsgemässen Vorrichtung zum Zählen und Verarbeiten von Münzen werden die Daten und die Anzahl der gezählten Münzen auf Grundlage zweier unterschiedlicher Daten überprüft, die vom Münzensorte- und Echtheit-Unterscheidungsbereich und vom Münzensorte-Sensorbereich kommen. Durch Verwendung einer zweiten Einstellzahl, in der eine hinzugefügte Zahl (1) zur ersten Einstellzahl als Normwert addiert ist, wird die Anzahl der verbleibenden Münzen auf der Münzenbahn gezählt und diese Münzen werden anschliessend automatisch ohne Anhalten der Münzenförderung eliminiert. Somit ergibt die Erfindung beim Sortieren und Zählen der Münzen mit einer voreingestellten Münzenanzahl für jede der Münzensorten eine beträchtlich verbesserte Zählgenauigkeit mit einer effektiven Voreinstellung, besonders wenn das Sortieren und Zählen in Verbindung mit einer hohen Transportgeschwindigkeit und bei Verarbeitung der Münzen mehrerer Münzensorten ausgeführt werden soll.

Da es möglich ist, die Münzensorten, die die vorgewählte Münzenanzahl erreichen, selbsttätig in beliebiger Reihenfolge zu entnehmen und kontinuierlich die Münzen mehrerer Münzensorten (mindestens mehr als zwei Sorten) gleichzeitig durch gleiche Verfahren zu entnehmen, d.h. ohne die Reihenfolge der Entnahme der Münzensorten zu spezifizieren, werden die verbleibenden Münzensorten, die nicht ihre vorgegebene Einstellung erreichen, anschliessend durch akkumulatives Zählen verarbeitet und die Münzen der verschiedenen Münzensorten, von denen jede eine vorgeschriebene Voreinstell-Anzahl aufweist, können bei einem Hochgeschwindigkeitsbetrieb und bei nicht-spezifizierten Münzensorten erhalten werden.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Verarbeitung und Zählung von Münzen, bei welcher die Anzahl von von einem Münzenzufuhrbereich gelieferten Münzen während ihrer Förderung an einer Münzenbahn gezählt werden und die Münzenförderung angehalten wird, wenn ein Zählwert eine Einstell-Anzahl erreicht, wobei die Einstell-Anzahl aus einer ersten Einstellzahl und einer zweiten Zahl besteht, bei welcher eine bestimmte Zahl hinzugeführt wurde, mit einer Einstellvorrichtung zur Einstellung der zweiten Einstellzahl, einer Münzabgabe-Sperrvorrichtung zum zeitweiligen Anhalten eines Münzentransportes von einem Münzenzufuhrbereich, wenn ein Zählwert die zweite Einstellzahl erreicht hat, mit einer Zählvorrichtung zur Verrechnung der Anzahl der Münzen, einschliesslich Münzen, die die zweite Einstell-Anzahl erreichen, sowie der folgenden Münzen, die auf der Münzenbahn entsprechend einer Betätigung der Münzenabgabe-Sperrvorrichtung verbleiben, und einer Münzeneliminierungsvorrichtung zur Eliminierung von Münzen, die nach der Münzenabgabe-Sperrvorrichtung verbleiben, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn der Zählwert die zweite Einstell-Anzahl erreicht, die verbleibenden Münzen nach der Zählung von der Münzenbahn eliminiert werden, und dass ferner die Einstellwert-Ausgänge von mindestens zwei Münzensorten als Zählwert erhalten werden.






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