PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3023067C2 18.02.1988
Titel Großfeldtafel
Anmelder Hohenloher Spezialmöbelwerk Schaffitzel GmbH & Co, 7110 Öhringen, DE
Erfinder Schaffitzel, Richard, 7110 Öhringen, DE
Vertreter Wilhelm, H., Dr.-Ing.; Dauster, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 20.06.1980
DE-Aktenzeichen 3023067
Offenlegungstag 14.01.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.02.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.02.1988
IPC-Hauptklasse B43L 1/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Großfeldtafel nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Aus dem DE-GM 67 53 221 ist eine solche Großfeldtafel bekannt. Bei dieser Bauart bestehen die Schreibflächen aus Spanplatten, die beiderseits mit über die Kanten der Spanplatte überstehenden Platten verkleidet sind. Die Verkleidungsplatten bestehen dort aus Schichtplatten, die zur Tropfsicherung nach unten über die Schreibfläche vorstehen und zu den Kanten der Spanplatten hin mit zwischen ihnen liegenden, ringsum verlaufenden Verleimern abgeschlossen sind. Diese Verleimer müssen an jeder Tafelecke auf Stoß aneinandergelegt werden. Dies ist aufwendig. Nachteilig ist auch, daß an den Stoßecken, aber auch im Bereich der Grenze zwischen den Verkleidungsplatten und dem dazwischenliegenden Umleimer Undichtheiten auftreten können, die nach längerem Gebrauch zu einer nachhaltigen Schädigung der Spanplatten und damit der Tafel führen können. Bei der bekannten Bauart werden auch relativ spitze Kanten, insbesondere an den Unterseiten, geschaffen, wo die Verkleidungsplatten frei abstehen. Diese Kanten können einerseits zu einer Beschädigung der Tafel selbst, andererseits aber auch zu Verletzungen der die Tafel bedienenden Personen führen.

Es sind auch andere Bauarten bekannt (DE-OS 19 16 397), bei denen die Wandtafel aus einem Rahmen mit beidseitig angeordneten Verkleidungsplatten besteht, wobei der Hohlraum zwischen den Verkleidungsplatten mit Kunststoffschaum ausgefüllt ist. Die Rahmenschenkel müssen auf Gehrung gelegt werden und es müssen auf Stoß liegende Umleimer vorgesehen werden, die die Rahmenecken nach außen abschließen. Auch bei einer solchen Schultafel kann daher Wasser und Feuchtigkeit in die Tafel eindringen. Dies gilt auch für Bauarten gemäß der US-PS 32 34 650, wo auf Stoß liegende Rahmenteile vorgesehen sind, die von ebenfalls auf Stoß gelegten U-förmigen Leisten am Rand abgeschlossen werden. Auch bei einer solchen Bauart ist das Innere der Tafel nicht abgedichtet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Großfeldtafel der eingangs genannten Art zu schaffen, die sich in einfacher Weise abwaschen läßt ohne daß die Gefahr einer Beschädigung durch Aufquellen der Randbereiche eintritt.

Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung in den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1. Durch diese Ausgestaltung wird eine nahtlose Abdichtung zwischen dem Oberflächenmaterial der Tafel und dem umlaufenden Kunststoffprofil erreicht. Das Kunststoffprofil kann kantenlos abgerundet werden und ist damit auch verletzungssicher. Durch das Übergreifen der angefasten Ränder entsteht im Überlappungsbereich eine dichte Verbindung, die auch nach längerem Gebrauch nicht zur Bildung von undichten, schadhaften Stellen führen kann. Die Kunststoffkanten können auch in sehr einfacher Weise in eine ästhetisch ansprechende Form gebracht werden.

Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel, das in der Zeichnung dargestellt ist, in der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Großfeldtafel,

Fig. 2 einen Querschnitt in perspektivischer Ansicht durch eine mit erfindungsgemäßen Rändern versehene Tafelfläche,

Fig. 3a den Querschnitt entlang der Achse A-A der Fig. 1 und

Fig. 3b den Querschnitt entlang der Achse B-B der Fig. 1.

In der Fig. 1 ist eine Großfeldtafel 1 gezeigt, die aus einer mittleren Tafelfläche 2 und zwei Tafelflügeln 3 aufgebaut ist, die an einem Trägergestell 4 in nicht näher gezeigter Weise gegenüber diesem verschiebbar angebracht sind. Dabei sind die seitlichen Tafelflügel 3 über Gelenke 5 so angelenkt, daß sie in bekannter Weise zur mittleren Schreibfläche 2 hin zusammengeklappt werden können. Die Schreibfläche 2 der mittleren Tafel und die Schreibflächen der Tafelflügel 3 sind mit einem ringsum nahtlos angegossenen Kunststoffrand 6 versehen. Entlang der Unterkante der mittleren Schreibfläche 2 ist ein Profil 8 angebracht, welches zum Ablegen von Kreide, Zeigestöcken o. dgl. und außerdem als Schmutzauffangleiste für herabfließendes Wischwasser oder Kreidestaub dient.

Auch im Bereich der seitlichen Tafelflügel 3 sind Profile 7 angebracht, die als Schmutzauffangleisten dienen.

Aus dem in Fig. 2 dargestellten Querschnitt durch eine Tafelfläche, die mit den erfindungsgemäßen Rändern 6 versehen ist, ist der Aufbau der Tafelfläche zu erkennen. Dabei ist eine Spanplatte 11 als Grundkörper gezeigt, an dem auf beiden Seiten zwei emaillierte Stahlblechplatten 10 als Schreibflächen angebracht sind. Um eine feste und zuverlässige Verbindung des Kunststoffes 6 mit den Stahlblechplatten 10 zu erreichen, sind diese so ausgebildet, daß sie über die Breite der Spanplatte 11 überstehen und in diesem Bereich 9 angefast sind. Der Rand 6 bildet somit einen stopfenartigen Abschluß und kann durch die Anfasung der Stahlblechplatten 10 garantieren, daß kein Wischwasser in den Bereich der Spanplatte 11 vordringen kann. Durch das flächenbündige Ansetzen des Randes 6 an die Schreibfläche, beispielsweise durch Anspritzen oder Angießen, entsteht zwischen dieser und dem Rand kein Zwischenraum. Somit kann sich auch kein Schmutz dort ansammeln und ebenso können die Eckbereiche von einer Verschmutzung freigehalten werden, da dort ebenfalls der Kunststoffrand 6 umlaufend vorgesehen, z. B. angespritzt ist. Zudem ist hiermit eine Möglichkeit gegeben, die gesamten Schreibflächen 2 und 3 mit durchgehenden Linien zu überschreiben, da der Kunststoff, welcher in dem gezeigten Fall Polyurethan ist, überschrieben werden kann. Außerdem bilden die so geformten Eckbereiche keine spitzen oder hervorstehenden Blechkanten und können so die Sicherheit der Benutzer, insbesondere in Schulen, erhöhen.

In der Fig. 3a, die einen Querschnitt entlang der Linie A-A der Fig. 1 darstellt, ist zu erkennen, daß der herabfallende Kreidestaub und das Wischwasser von einem Profil 8, welches entlang der Unterkante der mittleren Schreibfläche 2 verläuft, aufgefangen wird. Dabei ist das Profil 8 so ausgebildet, daß es eine lotrecht zur Tafelebene weisende Fläche 13 aufweist, die in Rundungen 12a und 12b übergeht, wobei der vordere Abschluß von einer Randwulst 15 gebildet wird, die gleichzeitig als Griffunterstützung beim Verschieben der Tafel dienen kann. Mit der Rundung 12a geht das Profil 8 in einen hinteren Schenkel über, der eine parallel zur Unterkante verlaufende Erhebung 16 aufweist, die eine Montageerleichterung darstellt. Das Profil 8 ist im rückwärtigen Bereich der mittleren Schreibfläche 2 über eine Schraubverbindung 21 mit dieser verbunden. Um die in dem Profil 8 abgelegten Kreideteile oder Zeigestöcke vor dem sich oftmals auf der Fläche 13 befindenden Wischwasser zu schützen, sind auf diese Längsrippen 14 aufgebracht, wodurch Erhebungen entstehen, auf denen die Kreide trocken abgelegt werden kann.

Auch bei dem in Fig. 3b gezeigten Profil 7, welches an der Unterkante eines Tafelflügels 3 über eine Schraubverbindung 22 angebracht ist, geht eine über die Tafelfläche 3 hervorstehende Fläche 23 in einer Rundung in einen Randwulst 17 über, der ebenfalls als Griffunterstützung beim Zusammenklappen der Tafel dienen kann. Dabei ist das Profil 7 so geformt, daß es unterhalb des Tafelflügels 3 einen U-förmigen Querschnitt aufweist, wobei der hintenliegende Schenkel 18 ebenfalls mit einer Randwulst 17a endet. In zusammengeklappter Tafelstellung dient diese Randwulst 17a als Griffhilfe zum Aufklappen der Tafel und außerdem wird durch die Ausbildung solcher Randwulste 17, 17a und 15 bewirkt, daß keine Kanten, die eine Verletzungsgefahr in sich bergen könnten, im Bereich der Tafel vorhanden sind. Die Rundungen, mit denen die Flächen 13 und 23 jeweils in die Randwulste 15 und 17 sowie in den rückwärtigen Bereich übergehen, erlauben es, den sich in den Profilen 7 und 8 angesammelten Schmutz in einfacher Weise zu beseitigen, da keine schwierig zu reinigenden Ecken vorhanden sind, in denen unhygienische Schmutzreste zurückgelassen werden.


Anspruch[de]
  1. Großfeldtafel, bestehend aus einer mittleren Schreibfläche, an die zwei seitliche Tafelflügel aufklappbar angelenkt sind, bei der die Schreibflächen aus Spanplatten bestehen, die beiderseits mit über die Kanten der Spanplatte überstehenden Platten verkleidet sind, wobei an der Tafel Ablageleisten vorgesehen sind, die unterhalb der Schreibflächen angebracht sind und jeweils eine im wesentlichen senkrecht zur Tafelebene verlaufende Fläche aufweisen, die in einen nach oben gebogenen Rand übergeht, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder aus außen emaillierten Stahlblechen (10) bestehenden Platten im überstehenden Bereich (9) angefast sind und von nach außen hin abgerundeten, flächenbündig mit den Schreibflächen (2, 3a) rund um diese umlaufenden, angespritzten Kunststoffkanten (6) aus Polyurethan übergriffen werden.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com