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Dokumentenidentifikation DE3637081C1 18.02.1988
Titel Schablone zum Zeichnen von Langlöchern
Anmelder Braun, Dieter, Dipl.-Ing. (FH), 8000 München, DE
Erfinder Braun, Dieter, Dipl.-Ing. (FH), 8000 München, DE
DE-Anmeldedatum 31.10.1986
DE-Aktenzeichen 3637081
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.02.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.02.1988
IPC-Hauptklasse B43L 13/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schablone zum Zeichnen von Langlöchern.

Zum Zeichnen eines Langloches verwendet man heute normalerweise eine Kreisschablone, mit der man zwei Kreisbögen zeichnet, welche man durch zwei Linien verbindet.

Darin liegt der Nachteil, daß zum Zeichnen eines Langloches dreimal abgesetzt werden muß, wobei sich vier Anschlußstellen ergeben, an welchen die Linien exakt zusammentreffen müssen.

Es erfordert deshalb sehr viel Geschick, ein Langloch ohne sichtbaren Absatz zu zeichnen. Außerdem ist es zeitaufwendig, besonders beim Zeichnen mit Tusche, weil nach jedem Absetzen gewartet werden muß, bis die Tusche getrocknet ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Langlöcher in einem Zug zeichnen zu können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine durchsichtige Platte mit einer Anordnung von parallelen Langlöchern auf einer durchsichtigen Grundplatte mit derselben Anordnung von Langlöchern in Längsrichtung der Langlöcher verschiebbar geführt ist.

Die Führung besteht aus an der Grundplatte angebrachten Führungsnuten.

Die Langlöcher der beiden aufeinander geführten Platten sind von außen abgefast und auf einer Seite bündig miteinander abschließend angeordnet.

Auf den Platten befinden sich senkrecht zu den Langlöchern Markierungslinien mit Zahlenangaben für einstellbare Längen.

Es sei an dieser Stelle auf die US-PS 45 05 044 sowie auf das DE-GM 73 29 626 hingewiesen.

Die US-PS 45 05 044 beschreibt eine Schablone, bei welcher ein zusammengefügter Grundkörper eine Führung ausbildet, in welcher ein Schabloneneinsatz geführt ist.

Das DE-GM 73 29 626 beschreibt eine Schablone, bei welcher die Durchbrechungen schräg abgefast sind, um die freie Führung eines Tuschefüllers zu erreichen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung Fig. 1 und Fig. 2 dargestellt und wird im folgenden beschrieben.

Es zeigen

Fig. 1 eine Draufsicht der Schablone und

Fig. 2 einen Querschnitt durch die Schablone.

Die Langlöcher in den Platten sind übereinander der Größe nach angeordnet.

In diesem Ausführungsbeispiel befindet sich das größte Langloch rechts unten. Die darüber angeordneten Langlöcher sind ca. im gleichen Verhältnis kürzer wie ihr Durchmesser kleiner ist und rechtsbündig. Links daneben sind die Langlöcher von oben nach unten der Größe nach abnehmend und linksbündig angeordnet, so daß sich eine insgesamt platzsparende Anordnung ergibt.

Die Langlöcher der beiden aufeinanderliegenden Platten sind absolut deckungsgleich.

Die Grundplatte 1 ist nach einer Seite länger als die geführte Platte 2 und hat parallel zu den Langlöchern angebrachte Führungsnuten 3 (Fig. 2).

Die Führungsnuten sind in diesem Ausführungsbeispiel an die Grundplatte angeformt. Es können auch Führungsleisten angeschraubt, angeklebt, oder formschlüssig mit der Grundplatte verbunden sein.

Die Führung ist so ausgeführt, daß ein selbständiges Verrutschen der geführten Platte nicht gegeben ist.

Die Fasen sind in Fig. 2 zu sehen. Dadurch wird eine möglichst kleine Anschlagfläche des Zeichenstiftes erreicht und eine Verkantung und somit ein daraus resultierender Zeichenfehler möglichst unwirksam gemacht.

Auf der Schablone befindet sich eine Beschriftung, welche die Langlochdurchmesser sowie die Markierungslinien 4 für einstellbare Längen enthält.

Wegen der Bündigkeit der Langlöcher kann jeder Markierungslinie ein Zahlenwert zugeordnet werden, der für alle übereinander angeordneten Langlöcher gilt.

Da bei diesem Ausführungsbeispiel die geführte Platte nach links verschoben wird, befinden sich die Markierungslinien für die rechtsbündigen Langlöcher auf der geführten Platte und die für die linksbündigen auf der Grundplatte.

Die Handhabung der Schablone ist sehr einfach:

Durch die Langlöcher in den Platten sind die größtmöglichen zeichenbaren Längen vorgegeben. Durch Verschieben der geführten Platte in Richtung der Verlängerung der Grundplatte stellt man durch die sich dadurch ergebende Plattenüberdeckung das gewünschte Langloch mittels der Markierungslinien auf die gewünschte Länge ein, hält die Schablone an und zeichnet das Langloch.

Die Vorteile der Erfindung liegen in einem schnelleren und saubereren Zeichnen von Langlöchern als mit bisherigen Geräten. Die Länge der Langlöcher kann mittels auf der Schablone vorhandenen Längeneinstellmaßen eingestellt werden und ist stufenlos. Das Gerät ist sehr unkompliziert und äußerst einfach zu handhaben.


Anspruch[de]
  1. 1. Schablone zum Zeichnen von Langlöchern, dadurch gekennzeichnet, daß eine durchsichtige Platte (2) mit einer Anordnung von parallelen Langlöchern auf einer durchsichtigen Grundplatte (1) mit derselben Anordnung von Langlöchern in Längsrichtung der Langlöcher verschiebbar geführt ist.
  2. 2. Schablone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung aus an der Grundplatte (1) angebrachten Führungsnuten (3) besteht.
  3. 3. Schablone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Langlöcher der beiden aufeinander geführten Platten von außen abgefast sind.
  4. 4. Schablone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Langlöcher auf einer Seite bündig miteinander abschließend angeordnet sind.
  5. 5. Schablone nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich auf den Platten senkrecht zu den Langlöchern Markierungslinien (4) mit Zahlenangaben für einstellbare Längen befinden.






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