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Dokumentenidentifikation DE3726848A1 18.02.1988
Titel Verfahren zur Erzeugung von Farbbildern und hierfür geeignete Tinten
Anmelder Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Shirota, Katsuhiro, Hiratsuka, Kanagawa, JP;
Eida, Tsuyoshi, Yokohama, Kanagawa, JP;
Suga, Yuko, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Blumbach, P., Dipl.-Ing., 6200 Wiesbaden; Weser, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Kramer, R., Dipl.-Ing., 8000 München; Zwirner, G., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing., 6200 Wiesbaden; Hoffmann, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 12.08.1987
DE-Aktenzeichen 3726848
Offenlegungstag 18.02.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.02.1988
IPC-Hauptklasse B41M 5/025
IPC-Nebenklasse B41M 1/14   C09D 11/00   
IPC additional class // C09B 47/04,47/30,47/24,29/16,33/02,35/02,B41J 3/04  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Farbbildern und hierfür geeigneten Tinten. Insbesondere werden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren Farbbilder erzeugt, die auch bei Bildung von Mischfarbenbereichen durch Überlappung von Tinten unterschiedlicher Farben auf dem Aufzeichnungsmaterial eine äußerst hohe Lichtechtheit aufweisen. Ferner lassen sich nach dem erfindungsgemäßen Verfahren über lange Zeit hinweg in stabiler Weise Farbbilder erhalten, ohne daß es in den Druckern zu Schwierigkeiten, beispielsweise durch Verstopfen von Tintenwegen, wie Düsen, kommt. Dies gilt auch bei Verwendung von Tintenstrahldruckern unter Anwendung von Wärmeenergie für die Erzeugung von Farbbildern.

Bei Tintenstrahlsystemen wird die Aufzeichnung durchgeführt, indem Tintentröpfchen durch verschiedene Tintenausstoßsysteme gebildet werden, und sodann die Tinte teilweise oder ganz auf ein Aufzeichnungsmaterial wie Papier und dergl., aufgebracht wird. Als Tinten zur Erzeugung von Farbbildern können beim Tintenstrahlsystem Tinten verwendet werden, die durch Lösen oder Dispergieren von wasserlöslichen Farbstoffen verschiedener Farbtöne, wie Cyanfarben (grünstichig blau), Magentafarben (purpurfarben), Gelb, Schwarz und dergl., in Wasser oder einem flüssigen Medium mit einem Gehalt an Wasser und einem wasserlöslichen Lösungsmittel hergestellt worden sind. Farbbilder werden unter Verwendung von mindestens zwei Tinten mit unterschiedlichen Farbtönen erzeugt.

Auch zur Erzeugung von Farbbildern unter Verwendung von Schreibgeräten, wie Füllfederhaltern, Faserschreibern, Kugelschreibern und dergl., werden verschiedene Tinten mit unterschiedlichen Farbtönen, wie vorstehend erwähnt, verwendet.

An die vorstehend erwähnten Tinten werden verschiedene Anforderungen gestellt, insbesondere kommt es auf die Lichtechtheit der erzeugten Farbbilder an.

Bei Tinten mit einem Gehalt an einem Farbstoff von unzureichender Lichtechtheit treten häufig Schwierigkeiten insofern auf, als sich das Bild nach der Bilderzeugung im Laufe der Zeit verfärbt oder blaß wird, was dessen Qualität erheblich beeinträchtigt.

Insbesondere kommt es bei Farbbildern, die erzeugt worden sind, indem man mehrere Farbstoffe unterschiedlicher Farbtöne auf dem Papier übereinander anordnet, häufig insofern zu Schwierigkeiten, als zwar die einzelnen Farbstoffe eine ausgezeichnete Lichtechtheit besitzen, jedoch die Lichtechtheit des Farbbilds insgesamt durch eine Wechselwirkung zwischen den Farbstoffen erheblich beeinträchtigt werden kann.

Beispielsweise weisen Kupferphthalocyaninfarbstoffe, die in großem Umfang als Farbstoffe für cyanfarbene Tinten beim Tintenstrahlsystem eingesetzt werden, oder Phthalocyaninfarbstoffe gemäß JP-OS 1 79 569/1984 für sich eine ausgezeichnete Lichtechtheit auf, es kommt jedoch zu einer äußerst starken Verblassung von anderen Farbstoffen, wenn die genannten Phthalocyaninfarbstoffe auf Papier die anderen Farbstoffe überlagern. Insbesondere kommt es zu erheblichen Beeinflussungen von magentafarbenen und schwarzen Farbstoffen, insbesondere von magentafarbenen Farbstoffen vom Monoazotyp. Demgemäß besteht ein dringendes Bedürfnis, die geschilderten Schwierigkeiten zu beseitigen, insbesondere da die Erzeugung von Farbbildern nach dem Tintenstrahlsystem aufgrund der sich bietenden Vorteile in bezug auf Handhabung, Kosten und dergl. zunehmende Beachtung findet.

Bei der vorstehend beschriebenen Erzeugung von Farbbildern liegt ein weiteres wichtiges Problem in der Stabilität der Flüssigkeit, und zwar insofern, als Tinten beliebiger Farbtöne während des Aufzeichnungsvorganges, während der kurzen Aufzeichnungspausen und während längerer Stillstandszeiten nicht zu Verstopfungen oder zur Sedimentbildung im Bereich von Düsen, Öffnungen oder Schreiberspitzen führen sollen.

Insbesondere bei Tintenstrahlsystemen unter Anwendung von Wärmeenergie kommt es leicht dazu, daß Fremdbestandteile sich bei Temperaturveränderungen an der Oberfläche von Thermoköpfen ablagern, so daß bei derartigen Systemen dieses Problem von mehreren Tinten zur Erzeugung von Farbbildern müssen sämtliche Tinten eine ausreichende Flüssigkeitsstabilität besitzen.

Herkömmlichen Tinten müssen gewisse Additive zugesetzt werden, um die verschiedenen Anforderungen in bezug auf Tintenausstoß, Langzeit-Lagerstabilität, Schärfe und Dichte der aufgezeichneten Bilder, Oberflächenspannung, elektrische Eigenschaften und dergl. zu erfüllen. Ferner treten bei den herkömmlichen Tinten aufgrund der in den Farbstoffen vorhandenen verschiedenen Verunreinigungen Schwierigkeiten insofern auf, als an den Düsen oder Öffnungen von Tintenstrahlvorrichtungen Verstopfungen oder Materialablagerungen auftreten, die an der Oberfläche der Heizköpfe entstehen. Ferner kommt es dabei bei Langzeitlagerung zur Sedimentbildung. Somit konnte sich das Tintenstrahlsystem trotz zahlreicher hervorragender Eigenschaften nicht rasch durchsetzen.

Hauptaufgabe der Erfindung ist es, ein neues Verfahren zur Erzeugung von Farbbildern bereitzustellen, das die vorstehend beschriebenen Nachteile überwindet. Ferner sollen entsprechende Tinten bereitgestellt werden.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Verfahrens zur Erzeugung von Farbbildern, die im Mischfarbenbereich, der sich durch Überlappen von Tintentröpfchen unterschiedlicher Farben auf einem Aufzeichnungsmaterial bildet, eine hohe Lichtechtheit aufweisen. Ferner sollen erfindungsgemäß die dazu erforderlichen Tinten bereitgestellt werden.

Schließlich soll erfindungsgemäß ein Verfahren zur Erzeugung von Farbbildern bereitgestellt werden, das über lange Zeit hinweg stabil verläuft, ohne daß es zu Schwierigkeiten in bezug auf Verstopfungen und dergl. in den Tintenwegen kommt. Auch hierfür sollen die entsprechenden Tinten bereitgestellt werden.

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Erzeugung von Farbbildern unter Verwendung einer Mehrzahl von Farbtinten, darunter eine cyanfarbene Tinte, das dadurch gekennzeichnet ist, daß eine cyanfarbene Tinte verwendet wird, die einen Metallphthalocyaninfarbstoff und/oder einen metallfreien Phthalocyaninfarbstoff sowie freie Ionen von zweiwertigen oder höherwertigen Metallen in einer Konzentration von 15 ppm oder wniger enthält, wobei der Metallphthalocyaninfarbstoff ein aus Metallen der Gruppen II, IV, VII und VIII ausgewähltes Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält und der metallfreie Phthalocyaninfarbstoff kein Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält.

Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Tinte, die einen Farbstoff und ein flüssiges Medium zum Lösen oder Dispergieren des Farbstoffs enthält, die dadurch gekennzeichnet ist, daß es sich beim Farbstoff um einen Metallphthalocyaninfarbstoff und/oder einen metallfreien Phthalocyaninfarbstoff handelt und daß die Tinte freie Ionen von zweiwertigen oder höherwertigen Metallen in einer Konzentration von 15 ppm oder weniger enthält, wobei der Metallphthalocyaninfarbstoff ein aus Metallen der Gruppen II, IV, VII und VIII ausgewähltes Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält und der metallfreie Phthalocyaninfarbstoff kein Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält.

Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Erzeugung von Farbbildern unter Verwendung einer Mehrzahl von Farbtinten, darunter eine cyanfarbene Tinte, das dadurch gekennzeichnet ist, daß mindestens eine der Farbtinten einen UV-Strahlenabsorber enthält und daß eine cyanfarbene Tinte verwendet wird, die einen Metallphthalocyaninfarbstoff und/oder einen metallfreien Phthalocyaninfarbstoff sowie freie Ionen von zweiwertigen oder höheren Metallen in einer Konzentration von 15 ppm oder weniger enthält, wobei der Metallphthalocyaninfarbstoff ein aus Metallen der Gruppen II, IV, VII und VIII ausgewähltes Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält und der metallfreie Phthalocyaninfarbstoff kein Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält.

Gegenstand der Erfindung ist schließlich auch ein Verfahren zur Bilderzeugung unter Verwendung einer Mehrzahl von Farbtinten, darunter eine cyanfarbene Tinte, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Farbbild mit einem durchsichtigen Schutzmaterial mit einem Gehalt an mindestens einem UV-Strahlenabsorber überzogen wird und daß eine cyanfarbene Tinte verwendet wird, die einen Metallphthalocyaninfarbstoff und/oder einen metallfreien Phthalocyaninfarbstoff sowie freie Ionen von zweiwertigen oder höherwertigen Metallen in einer Konzentration von 15 ppm oder weniger enthält, wobei der Metallphthalocyaninfarbstoff ein aus Metallen der Gruppen II, IV, VII und VIII ausgewähltes Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält und der metallfreie Phthalocyaninfarbstoff kein Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält.

Im Rahmen der Untersuchungen, die zur vorliegenden Erfindung führten, wurde festgestellt, daß bei Verwendung eines speziellen Phthalocyaninfarbstoffs in der cyanfarbenen Tinte und unter Festlegung der Menge der zweiwertigen oder höherwertigen Metallionen in der Tinte ein Verblassen von anderen Farbtönen, mit denen die cyanfarbene Tinte durch Überlappung in Kontakt kommt, insbesondere von magentafarbenen und/oder schwarzen Farbstoffen, verhindert werden kann, so daß man schließlich zu Farbbildern von ausgezeichneter Lichtechtheit gelangt.

Was das Problem der Flüssigkeitsstabilität der Tinte betrifft, wurde erfindungsgemäß festgestellt, daß in handelsüblichen Farbstoffen zahlreiche Verunreinigungen enthalten sind und daß bei Verwendung derartiger handelsüblicher Farbstoffe zur Herstellung von Tinten diese Verunreinigungen, insbesondere zweiwertige oder höherwertige Metallionen, vorwiegend für die Schwierigkeiten aufgrund von Verstopfungen von Düsen und einer Verringerung der Tintenstabilität, wie vorstehend erläutert worden ist, verantwortlich sind.

Handelsübliche cyanfarbene Farbstoffe enthalten eine große Menge an nicht-umgesetzten freien Metallionen, die während der Farbstoffsynthese eingeschleppt werden. Demzufolge verursachen in handelsüblichen cyanfarbenen Farbstoffen, die zur Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen sind, diese freien Metallionen oder deren Verbindungen Schwierigkeiten, z. B. ein Verstopfen von Düsen oder Öffnungen und die Sedimentbildung während der Lagerung der Tinte.

Eine besonders große Rolle spielt die Ablagerung von Fremdbestandteilen am Heizkopf in unter Anwendung von Wärmeenergie arbeitenden Tintenstrahlsystemen. Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß eine cyanfarbene Tinte von hoher Flüssigkeitsstabilität erhalten werden kann, wenn man den Anteil an derartigen Verunreinigungen auf einen bestimmten Wert oder darunter verringert. Falls dies eingehalten wird, erhält man in stabiler Weise Farbbilder von ausgezeichneter Lichtechtheit.

Das Hauptmerkmal der Erfindung besteht darin, daß man für eine cyanfarbene Tinte, die zur Erzeugung von Farbbildern verwendet wird, einen Phthalocyaninfarbstoff mit einem Koordinationsmetall der Gruppen II, IV, VII oder VIII oder einen metallfreien Phthalocyaninfarbstoff verwendet. Unter Einsatz derartiger cyanfarbener Tinten erhält man Farbbilder von ausgezeichneter Lichtechtheit.

Gemäß dem Stand der Technik ist es bekannt, als cyanfarbenen Farbstoff bei der Erzeugung von Farbbildern unter Einsatz einer Mehrzahl von Tinten mit unterschiedlichen Farbtönen, z. B. den drei Primärfarben Cyanfarben, Magentafarben und Gelb oder den vier Primärfarben, bei denen Schwarz als zusätzliche Farbe zu den drei genannten Farben hinzukommt, einen Kupferphthalocyaninfarbstoff zu verwenden. Obgleich derartige Kupferphthalocyaninfarbstoffe selbst eine hohe Lichtechtheit besitzen, tritt das Problem auf, daß durch die Verwendung derartiger Kupferphthalocyaninfarbstoffe die Lichtechtheit von Farbstoffen anderer Farbtöne, z. B. von magentafarbenen oder schwarzen Farbstoffen erheblich verringert wird. Durch Verwendung eines der vorerwähnten Phthalocyaninfarbstoffe anstelle des Kupferphthalocyaninfarbstoffs lassen sich Farbbilder von ausgezeichneter Lichtechtheit erhalten, ohne daß es zu einer Verringerung der Lichtechtheit von Farbstoffen der vorstehend erwähnten anderen Farbtöne kommt.

Der erfindungsgemäß verwendete Phthalocyaninfarbstoff läßt sich durch die allgemeine Formel I wiedergeben:



In der vorstehenden Formel bedeutet (ph) ein Phthalocyaninskelett mit einem Koordinationsmetallatom der Gruppen II, IV, VII oder VIII oder ohne Koordinationsmetallatom im Zentrum; Q bedeutet einen beliebigen gewünschten Substituenten; a bedeutet eine ganze Zahl von 0 bis 4; X bedeutet ein Alkalimetall oder NH&sub4;; und b bedeutet eine ganze Zahl von 1 bis 4.

Beim erfindungsgemäß verwendeten Phthalocyaninfarbstoff kann es sich um beliebige Phthalocyaninfarbstoffe handeln, sofern sie unter die vorstehende Formel fallen. Phthalocyaninfarbstoffe, die noch bessere Farbbilder im Hinblick auf Farbton, Lichtechtheit, Wasserfestigkeit, Verträglichkeit mit Farbstoffen anderer Farbtöne, Flüssigkeitsstabilität der gebildeten Tinte und verschiedenen anderen Eigenschaften ergeben, weisen die vorstehende Formel auf, wobei Q eine -SO&sub2;OR&sub1;-Gruppe oder eine -SO&sub2;NR&sub2;R&sub3;-Gruppe bedeutet; a und b unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 4 bedeuten, mit der Maßgabe, daß die Beziehung 2 ≤a + b ≤ 4 gilt; R&sub1; einen geradkettigen oder cyclischen Alkyl- oder Aralkylrest bedeutet, der auch verzweigt sein kann; R&sub2; und R&sub3; unabhängig voneinander einen der Reste

-(CH&sub2;CH&sub2;O)n-R&sub4;-, -(CH&sub2;CHOH)n-R&sub4;- oder -(CHCH&sub3;CH&sub2;O)n-R&sub4;,

einen geradkettigen oder cyclischen Alkyl- oder Aralkylrest, der auch verzweigt sein kann, oder einen Aminosäuresalzrest bedeutet; n eine ganze Zahl von 0 bis 12 ist; und R&sub4; H, CH&sub3; oder CH&sub2;OH bedeutet.

Bei den vorstehend erwähnten bevorzugten Phthalocyaninfarbstoffen kann es sich um beliebige Farbstoffe handeln, vorausgesetzt, daß sie unter die genannte Definition fallen. Spezielle Beispiele für derartige Farbstoffe sind nachstehend aufgeführt. Unter diesen Phthalocyaninfarbstoffen werden besonders solche bevorzugt, die als Zentralmetallatom Ni, Co, V und insbesondere Ni enthalten. In den nachstehenden Formeln bedeutet ph das jeweils das Phthalocyaningerüst. Die jeweiligen Substituenten Q und der Sulfonsäuresalzrest sind an den Benzolring von Phthalocyanin gebunden.

1-1 a=1, Q=SO&sub2;NH&sub2;

b=1, X=Na

Zentralmetall=Ni



1-2 a=0

b=2, X=Na

Zentralmetall=Ni



1-3 a=0

b=3, X=Na

Zentralmetall=Ni



1-4 a=1, Q=SO&sub2;NH&sub2;

b=3, X=Na

Zentralmetall=Ni



1-5 a=2, Q=SO&sub2;NH&sub2;

b=2, X=Na

Zentralmetall=Ni



1-6 a=3, Q=SO&sub2;NH&sub2;

b=1, X=Na

Zentralmetall=Ni



1-7 a=2, Q=SO&sub2;NH(CH&sub2;)&sub3;CH&sub3;

b=1, X=Na

Zentralmetall=Ni



1-8 a=2, Q=SO&sub2;NHC&sub2;H&sub5;

b=2, X=K

Zentralmetall=Ni



1-9 a=2, Q=SO&sub2;NH(CH&sub2;CH&sub2;O)&sub2;CH&sub3;

b=1, X=K

Zentralmetall=Ni



1-10 a=2, Q=SO&sub2;NHCH&sub2;CH&sub3;

b=1, X=Li

Zentralmetall=Ni



1-11 a=3, Q=SO&sub2;OC&sub2;H&sub5;

b=1, X=Na

Zentralmetall=Co



1-12 a=2, Q=SO&sub2;OCH(CH&sub3;)&sub2;

b=1, X=Na

Zentralmetall=Co



1-13 a=1, Q=SO&sub2;NH&sub2;

b=2, X=Na

Zentralmetall=Co



1-14 a=1, Q=SO&sub2;O(CH&sub2;)&sub3;CH&sub3;

b=3, X=K

Zentralmetall=V



1-15 a=1, Q=SO&sub2;NH&sub2;

b=2, X=Na

Zentralmetall=V



1-16 a=1, Q=SO&sub2;(CH&sub2;)&sub2;CH&sub3;

b=2, X=Na

Zentralmetall=V



Die vorstehend beschriebenen Phthalocyaninfarbstoffe sind im Handel erhältlich. Alle diese handelsüblichen Phthalocyaninfarbstoffe können erfindungsgemäß eingesetzt werden, und zwar können diese cyanfarbenen Farbstoffe allein oder als Kombination von zwei oder mehr dieser Farbstoffe eingesetzt werden. Es kommt auch eine Verwendung derartiger Farbstoffe als wesentliche Komponente in Kombination mit anderen Farbstoffen, wie Direktfarbstoffen, sauren Farbstoffen und dergl. in Frage. Diese im Handel erhältlichen Phthalocyaninfarbstoffe werden vorwiegend für die Färbung von Fasern hergestellt und enthalten daher große Anteile an Verunreinigungen.

Erfindungsgemäß wurden diese Verunreinigungen untersucht. Dabei wurde festgestellt, daß ein beträchtlicher Anteil an zweiwertigen oder höheren freien Metallionen (d. h. mehrere 10 bis mehrere 100 ppm) zusammen mit großen Anteilen an anorganischen Salzen enthalten sind. Diese Metallionen verursachen zahlreiche Schwierigkeiten bei der Erzeugung von Farbbildern, insbesondere beim Tintenstrahlsystem. Es wurde festgestellt, daß diese, in die cyanfarbenen Tinten eingemischten Metallionen bei einer Überlappung der cyanfarbenen Tinte mit Tinten anderer Farbstoffe, insbesondere mit magentafarbenen und/oder schwarzen Tinten bei der Erzeugung von Farbbildern, zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lichtechtheit dieser anderen Farbtöne führen.

Ferner wurde festgestellt, daß diese Metallionen zur Ablagerung von Fremdbestandteilen auf den Thermoköpfen der Tintenstrahlvorrichtungen führen, insbesondere wenn Tintenstrahlsysteme unter Einsatz von Wärmeenergie verwendet werden. Dadurch wird ein glatter und problemfreier Tintenausstoß verhindert, was die stabile Erzeugung von zufriedenstellenden Farbbildern verhindert.

Das Verblassen von magentafarbenen und schwarzen Farbstoffen in Farbbildern durch Einwirkung von Metallionen und die Ablagerung von Fremdbestandteilen an den Thermoköpfen, wie es vorstehend beschrieben worden ist, hängen in starkem Umfang von der Konzentration der Metallionen in der Tinte ab. Die genannten Schwierigkeiten lassen sich zufriedenstellend lösen, indem man für eine Konzentration an freien Metallionen in der Tinte von 15 ppm oder weniger und insbesondere von 3 ppm oder weniger sorgt.

Um die Konzentration der Metallionen auf 15 ppm oder weniger einzustellen, kann der Phthalocyaninfarbstoff vor der Herstellung der Tinte gereinigt werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Tinte während oder nach ihrer Herstellung zu reinigen. Als Verfahren zur Reinigung von Farbstoffen oder Tinten können beliebige bekannte Verfahren angewandt werden, z. B. Aussalzen, Waschen mit einem organischen Lösungsmittel, Ausfällen, Umkristallisieren, Ionenaustauschverfahren, Belüftungsverfahren, Agglomerationsausfällung mit einem Agglomerationsmittel, Filtrieren, Kalkweichmachung, elektrolytische Verfahren oder eine Kombination dieser Verfahren.

Im erfindungsgemäßen Verfahren zur Erzeugung von Farbbildern wird eine cyanfarbene Tinte, die den vorstehend beschriebenen Phthalocyaninfarbstoff enthält, verwendet. Es können auch Tinten mit nicht-cyanfarbenen Farbtönen verwendet werden. Der erfindungsgemäße Effekt wird insbesondere dann erzielt, wenn die Tinte in Kombination mit einem magentafarbenen und/oder schwarzen Farbstoff eingesetzt wird. Es wird nochmals betont, daß gemäß dem Stand der Technik bei Verwendung eines Farbstoffs vom Phthalocyanintyp, der an sich eine ausgezeichnete Lichtechtheit besitzt, als cyanfarbener Farbstoff; das Verblassen von zahlreichen magentafarbenen und schwarzen Farbstoffen gefördert wird. Erfindungsgemäß können dagegen magentafarbene und schwarze Farbstoffe, die an sich ausgezeichnete Eigenschaften besitzen, aber aufgrund der bekannten Verblassungserscheinungen nicht mit zufriedenstellendem Erfolg eingesetzt werden konnten, zur Erzeugung von hervorragenden Farbbildern verwendet werden.

Als magentafarbene Farbstoffe kommen beispielsweise Farbstoffe vom Xanthentyp, wie C.I. Acid Red 50, 51, 52, 87, 91, 92, 93, 94, 95, 98 und dergl., und Farbstoffe vom Anthrachinontyp, wie C.I. Acid Red 80, 81, 82, 83 und dergl., unabhängig von ihrer Struktur in Frage. Farbstoffe, mit denen in besonders günstiger Weise die Wirkungen der vorliegenden Erfindung erzielt werden können, sind Monoazofarbstoffe der Formel

Q&sub1;-N=N-Q&sub2;

worin Q&sub1; einen substituierten oder unsubstituierten Phenyl- oder Naphthylrest und Q&sub2; einen substituierten Naphthylrest bedeutet.























Als schwarze Farbstoffe kommen erfindungsgemäß beliebige schwarze Farbstoffe in Frage. Schwarze Farbstoffe mit besonders günstiger Wirkung weisen die folgende allgemeine Formel auf:

Q&sub3;-N=N-Q&sub4;-N=N-Q&sub5;

worin Q&sub3; einen substituierten Phenyl- oder Naphthylrest, Q&sub4; einen substituierten Phenylen- oder Naphthylenrest und Q&sub5; einen substituierten Naphthylrest bedeuten.

Nachstehend sind spezielle Beispiele für schwarze Farbstoffe aufgeführt.

















Ferner können erfindungsgemäß außer den vorerwähnten magentafarbenen und/oder schwarzen Tinten auch gelbe Tinten verwendet werden. Sämtliche in Tintenstrahlsystemen eingesetzte Tinten kommen hierfür in Frage.

Erfindungsgemäß können neben den vorerwähnten, aus Phthalocyaninfarbstoffen hergestellten Tinten auch Tinten mit mindestens einer anderen Färbung als cyanfarben eingesetzt werden. Diese in Kombination einzusetzenden Tinten können aus beliebigen Farbstoffen hergestellt werden. Für magentafarbene und schwarze Tinten werden jedoch die vorstehend erwähnten Farbstoffe bevorzugt. Was gelbe Tinten betrifft, kommen beliebige gelbe Farbstoffe in Frage. Was die Herstellung dieser wäßrigen Tinten betrifft, so kommen die herkömmlichen Herstellungsverfahren in Frage.

Wie vorstehend erwähnt, läßt sich durch Verwendung der vorstehenden Tinte als cyanfarbener Tinte bei der Erzeugung von Farbbildern die Lichtechtheit der Bilder erheblich verbessern. Ferner ist es zur Erzielung einer umfassenden Wirkung bevorzugt, zumindest einer der mehreren verwendeten Tinten einen UV-Strahlenabsorber einzuverleiben.

Als UV-Strahlenabsorber können erfindungsgemäß bekannte Produkte verwendet werden, die eine Beeinträchtigung der Materialien durch UV-Strahlen verhindern, indem sie vorwiegend die Strahlen im UV-Wellenlängenbereich des Sonnenlichts absorbieren und sie beispielsweise in Wärmeenergie umwandeln. Derartige UV-Strahlenabsorber gehören auf dem Gebiet der Kunstharze und der Nahrungsmittel zum Stand der Technik. Alle diesen bekannten UV-Strahlenabsorber können erfindungsgemäß verwendet werden. Sie müssen nicht notwendigerweise wasserlöslich sein. Sie können im Tintenmedium auch unlöslich sein, sofern sie darin stabil dispergiert sind. Besonders bevorzugt sind jedoch solche, die im Tintenmedium, nämlich Wasser oder ein Gemisch aus Wasser und einem hydrophilen Lösungsmittel löslich sind. Hierzu gehören UV-Strahlenabsorber vom Benzophenontyp, Benzotriazoltyp, Cyanoacrylattyp und Salicylsäuretyp, die hydrophile Gruppen, wie Sulfonsäuregruppen, Carbonsäuregruppen, phenolische Hydroxylgruppen oder Aminogruppen aufweisen, oder lösliche Salze davon und Derivate davon. Spezielle Beispiele sind 2,2&min;-Dihydroxy-4,4&min;-dimethoxybenzophenon-5-sulfonsäure, Salze davon mit Natrium, Kalium, Lithium und dergl.; 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon-5-sulfonsäure und Salze davon mit Natrium, Kalium, Lithium und dergl.; (2&min;-Hydroxy-5&min;-methylphenyl)-benzotriazol; (2&min;-Hydroxyphenyl)-benzotriazol; und dergl.

Diese UV-Strahlenabsorber können erfindungsgemäß mindestens einer der Mehrzahl von Tinten mit unterschiedlichen Farbtönen zur Erzeugung von Farbbildern zugesetzt werden. Da die Farbbilder jedoch nicht notwendigerweise unter Überlappung der verwendeten Tintentröpfchen hergestellt werden, kann es auch Bereiche geben, in denen nur eine Farbe oder nur zwei sich überlappende Farben vorliegen. Daher ist es in der Praxis bevorzugt, daß mindestens die drei Primärfarben der Tinten der UV-Strahlenabsorber enthalten.

Die Menge des UV-Strahlenabsorbers in der Tinte liegt vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent und insbesondere von 0,5 bis 3 Gewichtsprozent. Bei zu geringen Mengen wird die erfindungsgemäße Wirkung nicht in ausreichendem Maße erzielt, während bei zu großen Mengen die Flüssigkeitsstabilität und andere Eigenschaften der Tinte beeinträchtigt werden können.

Wie vorstehend erwähnt, läßt sich durch Verwendung von Tinten mit einem Gehalt an einem UV-Absorber und unter Verwendung des speziellen cyanfarbenen Farbstoffs die Lichtechtheit von Vollfarbenbildern beträchtlich verbessern.

Der Gehalt der erfindungsgemäßen Tinte am vorerwähnten Farbstoff läßt sich in Abhängigkeit von der Art der Bestandteile des flüssigen Mediums, den geforderten Eigenschaften der Tinte und dergl. festlegen. Im allgemeinen liegt dieser Anteil im Bereich von 0,1 bis 20, vorzugsweise 0,5 bis 15 und insbesondere 1 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Tinte.

Beim erfindungsgemäß verwendeten Lösungsmittel handelt es sich um Wasser oder ein Lösungsgemisch aus Wasser und einem in Wasser löslichen organischen Lösungsmittel. Besonders geeignet sind Lösungsgemische aus Wasser mit einem in Wasser löslichen organischen Lösungsmittel. Als in Wasser lösliche organische Lösungsmittel kommen mehrwertige Alkohole in Frage, die ein Austrocknen der Tinte verhindern. Als Wasser wird vorzugsweise entionisiertes Wasser verwendet, da normales Wasser im allgemeinen verschiedene Ionen, insbesondere zweiwertige oder höherwertige Metallionen enthält.

Beispiele für in Wasser lösliche organische Lösungsmittel, die im Gemisch mit Wasser verwendet werden können, sind Alkohole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wie Methanol, Äthanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol, sec.-Butanol, tert.-Butanol, Isobutanol und dergl.; Amide, wie Dimethylformamid, Dimethylacetamid und dergl.; Ketone oder Ketoalkohole, wie Aceton, Diacetonalkohol und dergl.; Äther, wie Tetrahydrofuran, Dioxan und dergl.; Polyalkylenglykole, wie Polyäthylenglykol, Polypropylenglykol und dergl.; Alkylenglykole mit Alkylenresten mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie Äthylenglykol, Propylenglykol, Butylenglykol, Triäthylenglykol, 1,2,6-Hexantriol, Thiodiglykol, Hexylenglykol, Diäthylenglykol und dergl.; Glycerin; niedere Alkyläther von mehrwertigen Alkoholen, wie Äthylenglykolmethyl- (oder -äthyl)-äther, Diäthylenglykolmethyl- (oder -äthyl)-äther, Triäthylenglykolmonomethyl- (oder -äthyl)-äther und dergl.; N-Methyl-2-pyrrolidon, 1,3-Dimethyl-2-imidazolidinon und dergl. Unter diesen wasserlöslichen organischen Lösungsmitteln sind mehrwertige Alkohole, wie Äthylenglykol und dergl., niedere Alkyläther von mehrwertigen Alkoholen, wie Triäthylenglykolmonomethyl- (oder -äthyl)-äther bevorzugt.

Der Gehalt der vorerwähnten wasserlöslichen organischen Lösungsmittel in der Tinte kann 5 bis 95, vorzugsweise 10 bis 80 und insbesondere 20 bis 50 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Tinte betragen. Der Wassergehalt kann innerhalb eines breiten Bereichs je nach Art der vorerwähnten Lösungsmittelkomponente, der Zusammensetzung der Tinte oder den gewünschten Eigenschaften der Tinte festgelegt werden. Im allgemeinen liegt dieser Anteil im Bereich von 10 bis 90, vorzugsweise 10 bis 70 und insbesondere 20 bis 70 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Tinte.

Die erfindungsgemäße Tinte mit einem Gehalt an den genannten Bestandteilen verhält sich bereits als solche hervorragend in bezug auf sämtliche Aufzeichnungseigenschaften (Signalansprechverhalten, Stabilität der Tröpfchenbildung, Ausstoßstabilität, kontinuierliches Langzeit-Aufzeichnungsvermögen, Ausstoßstabilität nach längeren Aufzeichnungspausen), Lagerstabilität, Fixierbarkeit auf dem Aufzeichnungsmaterial sowie Lichtechtheit, Wetterfestigkeit, Wasserbeständigkeit der aufgezeichneten Bilder und dergl.

Zur weiteren Verbesserung dieser Eigenschaften können verschiedene herkömmliche Additive zugesetzt werden. Beispielsweise können Mittel zur Einstellung der Viskosität, wie Polyvinylalkohol, Cellulosen, wasserlösliche Harze und dergl.; Mittel zur Einstellung der Oberflächenspannung, wie verschiedene kationische, anionische oder nicht-ionogene oberflächenaktive Mittel, Diäthanolamin, Triäthanolamin und dergl.; Mittel zur Einstellung des pH-Werts unter Verwendung von Puffern; Antipilzmittel und dergl. zugesetzt werden.

Zur Herstellung von Tinten für Tintenstrahlsysteme, bei denen eine Aufladung der Tinte erfolgt, können Mittel zur Einstellung des spezifischen Widerstands auf der Basis von anorganischen Salzen, wie Lithiumchlorid, Ammoniumchlorid, Natriumchlorid und dergl., zugesetzt werden. Werden derartige Tinten in Tintenstrahlsystemen eingesetzt, bei denen der Tintenausstoß unter Einwirkung von Wärmeenergie erfolgt, können häufig Mittel zur Einstellung der thermischen physikalischen Eigenschaften (z. B. spezifische Wärme, Wärmeausdehnungskoeffizient, thermische Leitfähigkeit und dergl.) zugesetzt werden.

Wie vorstehend erwähnt, wird eine Verbesserung der Lichtechtheit bei der Erzeugung von Farbbildern erreicht, indem man mindestens einer der Mehrzahl von Tinten einen UV-Absorber einverleibt. Eine weitere Maßnahme zur Erreichung dieses Ziels besteht darin, die Farbbilder nach deren Erzeugung mit einem durchsichtigen Schutzelement (Schutzschicht) mit einem Gehalt an UV-Absorber zu überziehen.

Das durchsichtige Schutzelement (Laminat), das erfindungsgemäß verwendet werden kann, wird nachstehend näher erläutert.

Beim erfindungsgemäß eingesetzten durchsichtigen Schutzelement handelt es sich um ein Laminatmaterial zur Behandlung von Bildoberflächen von nach dem Tintenstrahlverfahren auf Papier, Plastikfolien und dergl. gebildeten Farbbildern (Abzügen). Dieses Schutzelement kann dem aufgezeichneten Bild Wasserfestigkeit, Lösungsmittelbeständigkeit, Abriebfestigkeit, Glanz und dergl. verleihen. Ferner wird durch Einverleibung von UV-Strahlenabsorbern in das durchsichtige Schutzelement die Lichtechtheit der Farbbilder in starkem Umfang verbessert.

Spezielle Beispiele für erfindungsgemäß geeignete UV-Strahlenabsorber sind Benzophenonverbindungen, wie 2-Hydroxy-4-methoxy-5-sulfobenzophenon, z. B. Cyasorb UV-284 (Handelsprodukt der ACC Co.), 2,2&min;-Dihydroxy-4,4&min;-dimethoxybenzophenon, z. B. Uvinul D-49 (Handelsprodukt der BASF Co.), 2,4-Dihydroxybenzophenon, z. B. Uvinul 400 (Handelsprodukt der BASF Co.); Benzotriazolverbindungen, z. B. 2-(2&min;-Hydroxy-3&min;,5&min;-di-tert.-butylphenyl)-triazol, z. B. Tinuvin 320 (Handelsprodukt der Ciba Geigy Co.), 2-(2&min;-Hydroxy-3&min;-tert.-butyl-5&min;-methylphenyl)-5-chlorbenzotriazol, z. B. Tinuvin 326 (Handelsprodukt der Ciba Geigy Co.), 2-(2&min;-Hydroxy-3&min;,5&min;-ditert.-butylphenyl)-5-chlorbenzotriazol, z. B. Tinuvin 327 (Handelsprodukt der Ciba Geigy Co.), 2-(2&min;- Hydroxy-3&min;,5&min;-di-tert.-amylphenyl)-benzotriazol, z. B. Tinuvin 328 (Handelsprodukt der Ciba Geigy Co.), 5-tert.-Butyl-3-(5-chlor-2H-benzotriazol-2-yl)-4-hydroxybenzopropion-säure-octylester, wie Tinuvin 109 (Handelsprodukt der Ciba Geigy Co.) und dergl.

Die Auswahl von Substanzen mit Absorption im UV-Bereich, wie vorstehend beschrieben, und die Festlegung der Konzentration dieses Additivs, können in Abhängigkeit von der Löslichkeit im Harz, das das durchsichtige Schutzelement bildet und von dessen Dicke und dergl. erfolgen.

Als Harzkomponente zur Bildung des durchsichtigen Schutzelements, das den UV-Absorber enthält, werden vorwiegend Produkte aus thermoplastischen Harzen, wie Äthylcellulose, Vinylacetatharze und Derivate davon, Polyäthylen, Äthylen-Vinylacetat-Copolymerisate, Acrylharze und Derivate davon, Polystyrol und Copolymerisate davon, Polyisobutylen, Kohlenwasserstoffharze, Polypropylen, Polyamidharze, Polyesterharze und dergl., verwendet. Derartige durchsichtige Schutzschichten können aus einer einzigen Schicht bestehen oder mehrschichtig angeordnet sein. Sie werden im allgemeinen schichtförmig auf eine Oberfläche eines Farbbildes oder in einigen Fällen auch auf beide Oberflächen aufgebracht. Die wesentlichen Bestandteile des vorerwähnten durchsichtigen Schutzelements sind vorstehend erläutert worden, es können jedoch verschiedene auf dem einschlägigen Gebiet bekannte Additive, wie Weichmacher, Gleitmittel, Antioxidationsmittel, Lichtstabilisatoren, antistatische Mittel, Quellmittel, Wärmestabilisatoren, Farbstoffe, Pigmente und dergl., in solchem Umfang zugesetzt werden, daß sie die Duchsichtigkeit nicht beeinträchtigen.

Das erfindungsgemäß eingesetzte durchsichtige Schutzelement ist aus den vorerwähnten erforderlichen Bestandteilen gebildet. Die Dicke kann je nach Verwendungszweck innerhalb eines breiten Bereichs festgelegt werden. Um die erfindungsgemäße Wirkung zu erzielen, liegt die Dicke vorzugsweise im Bereich von 5 bis 50 µm. Übersteigt die Dicke 50 µm, so besteht die Gefahr, daß das Produkt wellig wird. Außerdem kann es leicht zu einer Verringerung der Durchsichtigkeit durch eine Färbung der Schicht kommen. Liegt die Dicke unter 5 µm, so bereitet es Schwierigkeiten, eine Substanz mit ausreichender Absorption im UV-Bereich einzuverleiben.

Das durchsichtige Schutzelement soll vorzugsweise eine Absorptionsverteilung von 1 oder mehr im gesamten Wellenlängenbereich von 300 bis 350 nm und von 0,1 oder weniger im gesamten Wellenlängenbereich von 400 bis 800 nm aufweisen. Eine derartige Absorptionsverteilung läßt sich durch Auswahl des UV-Strahlenabsorbers und durch Festlegung von dessen Konzentration, durch Auswahl der Harze, Zugabe von verschiedenen Additiven und Einstellung der Schichtdicke erreichen.

Erreicht die Absorptionsverteilung des Schutzelements nicht im gesamten Wellenlängenbereich von 300 bis 350 nm den Wert 1 oder darüber, so ergibt sich eine unzureichende Wirkung in bezug auf eine Verhinderung der Reaktion, bei der der das Farbbild erzeugende Farbstoff durch UV-Strahlen unter Verblassen oder Entfärbung zersetzt wird. Beträgt andererseits die Absorption im gesamten Wellenlängenbereich von 400 bis 800 nm nicht 0,1 oder weniger, so eignet sich das Produkt nicht als durchsichtiges Schutzelement, da es eine Färbung oder Verringerung der Durchsichtigkeit hervorruft. Die vorerwähnten Absorptionswerte werden mit dem registrierenden Spektrophotometer Modell U-3200 (Hitachi Seisakusho) gemessen.

Das mindestens einen UV-Strahlenabsorber enthaltende durchsichtige Schutzelement eignet sich zur Bildung einer Schutzschicht für Farbdrucke auf Papier, Kunststoffolien und dergl. Insbesondere ist eine Eignung für das Tintenstrahl-Aufzeichnungsverfahren gegeben. Demzufolge kann das vorerwähnte durchsichtige Schutzelement für beliebige Systeme eingesetzt werden, vorausgesetzt, daß eine gleichmäßige Schicht mit einer speziellen Absorptionsverteilung auf der Farbbildoberfläche hergestellt werden kann. Zum Aufbringen des Schutzelements kommen insbesondere die beiden folgenden Verfahren in Frage.

Beim ersten Verfahren wird das durchsichtige Schutzelement unter Druckeinwirkung in haftende Verbindung mit der Farbbildoberfläche gebracht. Dieses Verfahren läßt sich leicht unter Laminierung durchführen, indem man lediglich das durchsichtige Schutzelement auf die Farbbildoberfläche auflegt und die beiden Bestandteile durch Druckwalzen laufen läßt.

Das zweite Verfahren geht im wesentlichen vom erstgenannten Verfahren aus, wobei ebenfalls das durchsichtige Schutzelement auf die Farbbildoberfläche gelegt wird und die beiden Bestandteile durch Druckwalzen geführt werden. Bei diesem Verfahren wird jedoch gleichzeitig mit der Druckanwendung Wärme zugeführt. Dieses Verfahren ist dadurch charakterisiert, daß an der Kontaktoberfläche zwischen dem durchsichtigen Schutzelement und dem Farbbild ein unter Wärmeeinwirkung schmelzendes Harz vorliegt.

Die vorerwähnten beiden Verfahren sind für das erfindungsgemäße Verfahren besonders geeignet. Daher soll das durchsichtige Schutzelement vorzugsweise in Form eines Films oder einer Folie vorliegen, wie es für die beiden vorgenannten Verfahren zweckmäßig ist.

Ferner kann zur Bereitstellung einer einzigen Schicht oder eines mehrschichtigen Aufbaus mit einer speziellen Absorptionsverteilung als Schutzschicht auf dem Farbbild das durchsichtige Schutzelement gelegentlich eine Form annehmen, die für die beiden vorgenannten Verfahren noch geeigneter ist, und in einigen Fällen kann ein abschälbares Substrat im Übertragungssystem eingesetzt werden. Das für diesen Zweck verwendete durchsichtige Schutzelement weist eine Übertragungsschicht (Schutzschicht), die letztlich auf die Farbbildoberfläche laminiert wird, sowie ein nach der Übertragung zu entfernendes Substrat auf. Das durchsichtige Schutzelement kann durch Laminieren des Materials für die Übertragungsschicht auf das gewählte Substrat nach bekannten Verfahren erzeugt werden, beispielsweise durch Stabbeschichtung, Messerbeschichtung, umgekehrte Walzenbeschichtung und Gravurwalzenbeschichtung und dergl. Das Substrat und die Übertragungsschicht werden im Hinblick auf die Ablösbarkeit der Übertragungsschicht vom Substrat gewählt. Dabei wird ferner darauf geachtet, daß die Übertragungsschicht mit der zu schützenden Bildoberfläche zusammenpaßt.

Als Materialien können für das Substrat beispielsweise Papier, textile Werkstoffe, Kunststoffolien und dergl. verwendet werden, deren Oberfläche mit verschiedenen Mitteln zur Erleichterung des Abschälens behandelt worden ist, z. B. mit Siliconharzen, Mylar-Folien, Polypropylenfolien und dergl.

Durch Laminierung des vorstehend beschriebenen durchsichtigen Schutzelements auf die beim Aufzeichnungsverfahren unter Verwendung der vorstehend erwähnten cyanfarbenen Tinte, insbesondere beim Tintenstrahl-Aufzeichnungsverfahren, erhaltene Bildoberfläche wird die Lichtechtheit in erheblichem Umfang verbessert. Daneben ergeben sich auch die unter Verwendung von herkömmlichen Laminatelementen erzielbaren Verbesserungen der Wasserfestigkeit, Lösungsmittelbeständigkeit, Abriebfestigkeit, des Glanzes und dergl.

Als Aufzeichnungsmaterialien können im erfindungsgemäßen Verfahren verschiedene, gemäß dem Stand der Technik vorgeschlagene Tintenstrahl-Aufzeichnungspapiere oder Kunststoffolien für die Overhead-Projektion verwendet werden. Es kommen auch Kopierpapier, Konzeptpapier, Banknotenpapier, Rollenpapier, Computerpapier und dergl. in Frage, wie sie im Geschäftsleben allgemein verwendet werden. Diese Papiere können einen niedrigen oder hohen Leimungsgrad aufweisen.

Wie vorstehend erwähnt, fördert der erfindungsgemäß in der cyanfarbenen Tinte verwendete cyanfarbene Farbstoff nicht das Verblassen der übrigen Farbtöne, insbesondere von magentafarbenen und schwarzen Farbstoffen. Daher können verschiedene hervorragende Farbstoffe zusammen mit der cyanfarbenen Tinte verwendet werden, was gemäß dem Stand der Technik Schwierigkeiten bereitet. Somit lassen sich Farbbilder von äußerst guter Lichtechtheit und anderen günstigen Eigenschaften erzeugen.

Nachstehend wird die Erfindung anhand von Beispielen und Vergleichsbeispielen näher erläutert. Sofern nichts anderes angegeben ist, beziehen sich Teil- und Prozentangaben auf das Gewicht.

Beispiele 1 bis 6

Die nachstehend aufgeführten Bestandteile werden unter Rühren gründlich vermischt und durch ein Teflon-Filter mit einer durchschnittlichen Porengröße von 0,45 µm filtriert. Es werden 6 Sätze mit jeweils cyanfarbener, magentafarbener und schwarzer Tinte hergestellt. Der für die cyanfarbene Tinte verwendete Farbstoff wird vor der Tintenherstellung einer ausreichenden Reinigungsbehandlung unterzogen, um freie Metallionen (Metallionen, die nicht an der Bildung des Metallphthalocyaninfarbstoffs beteiligt sind) zu entfernen. Ferner wird ein Farbstoff verwendet, der nicht mehr als 80 ppm freie Metallionen im Farbstoffpulver enthält. Beim Wasser und dem organischen Lösungsmittel wird darauf geachtet, daß sie keine Metallionen enthalten. Beispiel 1 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Polyäthylenglykol (MG 300) 10 Teile

Diäthylenglykol 15 Teile

1,3-Dimethyl-2-imidazolidinon 10 Teile

Wasser 65 Teile



Cyanfarbene Tinte:

0,2 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (1-3) werden verwendet (freie Nickelionen in der Tinte 1,2 ppm).

Magentafarbene Tinte:

0,5 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (2-1) werden verwendet.

Schwarze Tinte:

0,6 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (3-1) werden verwendet. Beispiel 2 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Diäthylenglykol 30 Teile

N-Methyl-2-pyrrolidon 15 Teile

Wasser 55 Teile



Cyanfarbene Tinte:

0,5 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (1-4) werden verwendet (freie Nickelionen in der Tinte 2,1 ppm).

Magentafarbene Tinte:

0,8 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (2-2) werden verwendet.

Schwarze Tinte:

0,9 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (3-2) werden verwendet. Beispiel 3 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Polyäthylenglykol (MG 600) 5 Teile

Triäthylenglykol 15 Teile

N-Methyl-2-pyrrolidon 10 Teile

Wasser 70 Teile



Cyanfarbene Tinte:

0,2 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (1-6) werden verwendet (freie Nickelionen in der Tinte 1,0 ppm).

Magentafarbene Tinte:

0,8 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (2-3) werden verwendet.

Schwarze Tinte:

0,9 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (3-3) werden verwendet. Beispiel 4 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Diäthylenglykol 20 Teile

Polyäthylenglykol (MG 300) 10 Teile

N-Methyl-2-pyrrolidon 10 Teile

Wasser 60 Teile



Cyanfarbene Tinte:

0,3 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (1-9) werden verwendet (freie Nickelionen in der Tinte 1,5 ppm).

Magentafarbene Tinte:

0,6 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (2-4) werden verwendet.

Schwarze Tinte:

0,4 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (3-4) werden verwendet. Beispiel 5 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Polyäthylenglykol (MG 200) 10 Teile

Äthylenglykol 20 Teile

Diäthylenglykol 10 Teile

Wasser 60 Teile



Cyanfarbene Tinte:

0,3 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (1-13) werden verwendet (freie Kobaltionen in der Tinte 1,7 ppm).

Magentafarbene Tinte:

1,0 Teil Farbstoff der vorstehenden Formel (2-5) werden verwendet.

Schwarze Tinte:

0,7 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (3-5) werden verwendet. Beispiel 6 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Triäthanolamin 10 Teile

Triäthylenglykol 10 Teile

Diäthylenglykol 15 Teile

Wasser 65 Teile



Cyanfarbene Tinte:

0,2 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (1-15) werden verwendet (freie Vanadinionen in der Tinte 0,9 ppm).

Magentafarbene Tinte:

0,5 Teile des Farbstoff der vorstehenden Formel (2-6) werden verwendet.

Schwarze Tinte:

0,3 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (3-6) werden verwendet.

Es werden Farbkarten aus den vorstehend erwähnten cyanfarbenen und magentafarbenen Tinten einerseits und den cyanfarbenen Tinten und schwarzen Farben andererseits hergestellt und auf ihre Lichtechtheit untersucht. Als Aufzeichnungsmaterial wird IJ Mattecoat NM (Mitsubishi Paper Mills, Ltd.) verwendet.

Die Farbkarten werden unter Verwendung einer Aufzeichnungsvorrichtung mit einem nach Bedarf arbeitenden Mehrfachkopf hergestellt (Durchmesser der Ausstoßdüsen 35 µm, Widerstand der Wärmeerzeugungsvorrichtung 50 Ohm, Steuerspannung 30 V, Frequenz 2 kHz). Der Aufzeichnungsvorgang erfolgt dabei durch Erzeugung von Flüssigkeitströpfchen unter Einwirkung von Wärmeenergie auf die im Aufzeichnungskopf befindliche Tinte.

Der Test auf Lichtechtheit wird folgendermaßen durchgeführt. Die Farbkarte wird mit einem Bewitterungsgerät Ci-35 der Firma Atlas Co. mit Xenonlicht bestrahlt. Die Farbdifferenz (ΔE) vor und nach der Bestrahlung wird unter Verwendung eines CA-35-Meßgeräts der Firma Murakami Color Research Institute gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt.

Tabelle I Untersuchungsergebnisse für die Lichtechtheit


Die Bewertung erfolgt nach folgenden Standardwerten:

≙=ΔE ≤10, ○=10<ΔE<20, Δ=20 ≤ΔE ≤30, x=30<ΔE

Vergleichsbeispiele 1 bis 6

Violett gefärbte Farbkarten werden gemäß dem Verfahren von Beispiel 1 hergestellt und auf ihre Lichtechtheit untersucht, mit der Abänderung, daß das Koordinationsmetall des cyanfarbenen Farbstoffs von Beispiel 1 durch Kupfer ersetzt wird. Die Ergebnisse sind in Tabelle II zusammengestellt.

Tabelle II Ergebnisse der Lichtechtheitsuntersuchung


Es ergibt sich, daß bei Verwendung von Kupferphthalocyaninfarbstoffen eine erhebliche Tendenz zum Verblassen auftritt.

Beispiele 7 bis 10

Gemäß den Beispielen 1 bis 6 werden vier cyanfarbene Tinten hergestellt. Zur Herstellung von Vollfarbenbildern werden gelbe, magentafarbene und schwarze Tinten im Tintenstrahlsystem gemäß den Beispielen 1 bis 6 eingesetzt. Die erhaltenen Farbbilder werden jeweils 50 Stunden mit der Xenonlampe Ci-35 der Fa. Atlas Co. bestrahlt. Die Schärfe der Farbbilder bleibt im wesentlichen unverändert, wobei sich eine sehr geringe Verminderung der Dichte ergibt. Tintenzusammensetzung von Beispiel 7 Farbstoff X Teile

Diäthylenglykol 30 Teile

N-Methyl-2-pyrrolidon 10 Teile

Wasser 60 Teile



Cyanfarbene Tinte:

2 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (1-2).

Magentafarbene Tinte:

2 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (2-1).

Gelbe Tinte:

2 Teile Nyrosan Yellow C-3 GL (Produkt der Fa. Sand).

Schwarze Tinte:

3 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (3-1). Tintenzusammensetzung von Beispiel 8 Farbstoff X Teile

Diäthylenglykol 30 Teile

Glycerin 7 Teile

Wasser 63 Teile



Cyanfarbene Tinte:

2 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (1-3).

Magentafarbene Tinte:

2 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (2-2).

Gelbe Tinte:

2 Teile Direct Fast Yellow-GC (Produkt der Fa. Hodogaya Kagaku Kogyo).

Schwarze Tinte:

3 Teile des Farbstoffs der vorstehenden Formel (3-2). Zusammensetzung der Tinte von Beispiel 9 Farbstoff X Teile

Polyäthylenglykol (MG 300) 20 Teile

Äthylenglykol 10 Teile

N-Methyl-2-pyrrolidon 10 Teile

Wasser 60 Teile



Cyanfarbene Tinte:

2 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (1-6).

Magentafarbene Tinte:

2 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (2-3).

Gelbe Tinte:

1,5 Teile Chuganol Fast Yellow (Produkt der Fa. Chugai Kasei).

Schwarze Tinte:

3 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (3-3). Zusammensetzung der Tinte von Beispiel 10 Farbstoff X Teile

Triäthanolamin 10 Teile

Triäthylenglykol 10 Teile

Diäthylenglykol 15 Teile

Wasser 65 Teile



Cyanfarbene Tinte:

2 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (1-13).

Magentafarbene Tinte:

2 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (2-5).

Gelbe Tinte:

2 Teile Supracen Yellow GR (Produkt der Fa. Bayer).

Schwarze Tinte:

3 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (3-4).

Vergleichsbeispiele 7 bis 10

Gemäß den Beispielen 7 bis 10 werden Tinten mit den vier Primärfarben hergestellt, mit der Abänderung, daß Kupferphthalocyaninfarbstoff anstelle der in den Beispielen 7 bis 10 verwendeten cyanfarbenen Farbstoffe eingesetzt wird. Vollfarbenbilder werden in entsprechender Weise hergestellt und auf ihre Lichtechtheit untersucht. Es ergibt sich eine beträchtliche Verminderung der Schärfe der Farbbilder, insbesondere ist das Verblassen der Magentafarbe beträchtlich. Bei Personenaufnahmen ergibt sich eine Grünverfärbung der hautfarbenen Bereiche, wobei sich die Intensität der roten Farbbereiche insgesamt verringert.

Beispiel 11

Unter Verwendung der vier cyanfarbenen Tinten der Beispiele 7 bis 10 werden die nachstehenden Tests 1 bis 3 durchgeführt. Bei sämtlichen Tests werden gute Ergebnisse erzielt.

Test 1

Langzeitlagerfähigkeit der Tinte: Die Tinte wird in einem Glasgefäß verschlossen und 6 Monate bei -30°C bzw. bei 60°C gelagert. Es läßt sich keine Ausfällung von unlöslichen Bestandteilen feststellen. Die physikalischen Eigenschaften und der Farbton der Lösung verändern sich nicht.

Test 2

Ausstoßstabilität: Ein kontinuierlicher Ausstoßvorgang wird bei einer Raumtemperatur von 5°C bzw. 40°C durchgeführt. Von Beginn bis zum Ende des Aufzeichnungsvorgangs ergeben sich in stabiler Weise hochwertige Aufzeichnungen.

Test 3

Ausstoßansprechverhalten: Ein intermittierender Ausstoß mit Pausen von 2 Sekunden und ein Ausstoß nach 2-monatiger Stillstandszeit werden durchgeführt. Das Ausstoßansprechverhalten wird untersucht. In beiden Fällen ergibt sich eine stabile und gleichmäßige Aufzeichnung, ohne daß es zur Verstopfung der Düsenspitzen kommt.

Vergleichsbeispiel 11

Cyanfarbene Tinten werden gemäß Beispiel 1 hergestellt, mit der Abänderung, daß keine spezielle Reinigungsbehandlung zur Entfernung von freien Metallen aus den cyanfarbenen Farbstoffen, wie sie in den Beispielen 7 bis 10 beschrieben worden ist, durchgeführt wird. Die vorstehenden Tests 1 bis 3 werden durchgeführt. Beim Test 1 ergibt sich eine Ausfällung von unlöslichen Bestandteilen nach 1monatiger Lagerung der Tinte. Beim Test 2 läßt sich häufig feststellen, daß es zu keinem Tintenausstoß kommt. Die Steuerspannung muß verändert werden (Erhöhung der Spannung). Bei Betrachtung des Wärmeerzeugungskopfs mit dem Mikroskop läßt sich die Abscheidung eines braunen Niederschlags feststellen. Beim Test 3 kommt es nach 1-monatigem Stehenlassen zu einer Verstopfung der Düsen, wodurch es zu einem unstabilen Tintenausstoß kommt.

Die Ergebnisse von Beispiel 11 und von Vergleichsbeispiel 11 sind in Tabelle III zusammengestellt.

Tabelle III




Die Menge an freien Metallionen wird folgendermaßen gemessen: Die Tinte wird mit Wasser auf 1/10 verdünnt. Die erhaltene Lösung wird zusammen mit einem Elutionsmittel (10 millimolar Oxalsäure, 7,5 millimolar Citronensäure) auf eine ionenchromatographische Säule für die Kationenbestimmung aufgesetzt. Die quantitative Analyse wird bei einer Wellenlänge von 480 nm unter Verwendung eines eine Farbreaktion erzeugenden Reagens durchgeführt.

Beispiele 12 bis 17

Die folgenden Tinten werden gemäß Beispiel 1 hergestellt. Beispiel 12 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Polyäthylenglykol (MG 300) 10 Teile

Diäthylenglykol 15 Teile

1,3-Dimethyl-2-imidazolidinon 10 Teile

UV-Strahlenabsorber 2 Teile

(Natrium-2-hydroxy-4-methoxy-

benzophenon-5-sulfonat)

Wasser 63 Teile



Gelbe Tinte:

2,5 Teile C. I. Acid Yellow 23 werden als Farbstoff verwendet.

Cyanfarbene Tinte:

2 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (1) wird verwendet (freie Nickelionen im cyanfarbenen Farbstoff 1,9 ppm).

Schwarze Tinte:

3 Teile C. I. Direct Black 154 werden als Farbstoff verwendet. Beispiel 13 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Diäthylenglykol 30 Teile

N-Methyl-2-pyrrolidon 20 Teile

UV-Strahlenabsorber 1,5 Teile

(Kalium-2-hydroxy-4-methoxy-

benzophenon-5-sulfonat)

Wasser 48,5 Teile



Gelbe Tinte:

2 Teile C. I. Acid Yellow 86 werden als Farbstoff verwendet.

Magentafarbene Tinte:

1,8 Teile C. I. Acid Red 32 werden als Farbstoff verwendet.

Cyanfarbene Tinte:

2,3 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (3) werden verwendet (freie Nickelionen in der cyanfarbenen Tinte 0,5 ppm).

Schwarze Tinte:

3,1 Teile C. I. Direct Black 19 werden als Farbstoff verwendet. Beispiel 14 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Triäthylenglykol 30 Teile

N-Methyl-2-pyrrolidon 15 Teile

UV-Strahlenabsorber 2 Teile

(Lithium-2-hydroxy-4-methoxy-

benzophenon-5-sulfonat)

Wasser 53 Teile



Gelbe Tinte:

2,4 Teile C. I. Direct Yellow 98 werden als Farbstoff verwendet:

Magentafarbene Tinte:

2 Teile C. I. Acid Red 85 werden als Farbstoff verwendet.

Cyanfarbene Tinte:

1,8 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (6) werden verwendet (freie Nickelionen in der cyanfarbenen Tinte 0,8 ppm).

Schwarze Tinte:

3,2 Teile C. I. Direct Black 17 werden als Farbstoff verwendet. Beispiel 15 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Polyäthylenglykol (MG 200) 10 Teile

Diäthylenglykol 20 Teile

Triäthanolamin 10 Teile

UV-Strahlenabsorber 2 Teile

(Natrium-2,2&min;-dihydroxy-

4,4&min;-dimethoxybenzophenon-

5-sulfonat)

Wasser 58 Teile



Gelbe Tinte:

2 Teile C. I. Direct Yellow 26 werden als Farbstoff verwendet.

Magentafarbene Tinte:

2,1 Teile C. I. Acid Red 115 werden als Farbstoff verwendet.

Cyanfarbene Tinte:

1,9 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (8) werden verwendet (freie Nickelionen in der cyanfarbenen Tinte 2,5 ppm).

Schwarze Tinte:

3,2 Teile C. I. Food Black 2 werden als Farbstoff verwendet. Beispiel 16 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Diäthylenglykol 30 Teile

UV-Strahlenabsorber 2,5 Teile

(Kalium-2,2&min;-dihydroxy-

4,4&min;-dimethoxybenzophenon-

5-sulfonat)

Wasser 67,5 Teile



Gelbe Tinte:

2 Teile C. I. Acid Yellow 61 werden als Farbstoff verwendet.

Magentafarbene Tinte:

2 Teile C. I. Acid Red 180 werden als Farbstoff verwendet.

Cyanfarbene Tinte:

1,8 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (13) werden verwendet (freie Kobaltionen in der cyanfarbenen Tinte 2,9 ppm).

Schwarze Tinte:

3 Teile C. I. Food Black 1 werden als Farbstoff verwendet. Beispiel 17 Tintenzusammensetzung:

Farbstoff X Teile

Polyäthylenglykol (MG 300) 20 Teile

N-Methyl-2-pyrrolidon 15 Teile

UV-Strahlenabsorber 2 Teile

(Lithium-2,2&min;-dihydroxy-

4,4&min;-dimethoxybenzophenon-

5-sulfonat)

Wasser 63 Teile



Gelbe Tinte:

2 Teile C. I. Acid Yellow 23 werden als Farbstoff verwendet.

Magentafarbene Tinte:

2 Teile C. I. Acid Red 37 werden als Farbstoff verwendet.

Cyanfarbene Tinte:

2 Teile Farbstoff der vorstehenden Formel (14) werden verwendet (freie Vanadinionen in der cyanfarbenen Tinte 1,5 ppm).

Schwarze Tinte:

3 Teile C. I. Direct Black 32 werden als Farbstoff verwendet.

Unter Verwendung der sechs aufgeführten Sätze an gelben, magentafarbenen, cyanfarbenen und schwarzen Tinten der vorstehenden Beispiele 12 bis 17 werden Vollfarbenbilder mittels einer Aufzeichnungsvorrichtung mit einem nach Bedarf arbeitenden Mehrfachkopf (Durchmesser der Ausstoßdüsen 35 µm, Widerstand der Wärmeerzeugungsvorrichtung 50 Ohm, Steuerspannung 30 V, Frequenz 2 kHz) erzeugt. Dabei werden Flüssigkeitströpfchen unter Einwirkung von Wärmeenergie auf die im Aufzeichnungskopf befindliche Tinte erzeugt. Zur Prüfung der Lichtechtheit werden die Bilder 100 Stunden unter Verwendung des Bewitterungsgerätes Ci-35 der Fa. Atlas Co. mit Xenonlicht bestrahlt. Wie sich aus Tabelle IV ergibt, ist die Schärfe der Vollfarbenbilder nach diesem Test im wesentlichen die gleiche wie bei den ursprünglichen Bildern, wobei die Dichte nur sehr geringfügig abnimmt.

Beispiel 12 ≙

Beispiel 13 ≙

Beispiel 14 ≙

Beispiel 15 ≙

Beispiel 16 ○

Beispiel 17 ○



≙: sehr gut, ○: gut, Δ: geringfügige Mängel, ×: erhebliche Mängel

Beispiele 18 bis 23

Unter Verwendung der in den Beispielen 1 bis 6 aufgeführten sechs Sätze von gelben, magentafarbenen, cyanfarbenen und schwarzen Tinten werden Vollfarbenbilder mit einer Aufzeichnungsvorrichtung mit einem nach Bedarf arbeitenden Mehrfachkopf (Durchmesser der Ausstoßdüsen 35 µm, Widerstand der Wärmeerzeugungsvorrichtung 50 Ohm, Steuerspannung 30 V, Frequenz 2 kHz) erzeugt. Dabei werden Flüssigkeitströpfchen durch Einwirkung von Wärmeenergie auf die Tinte im Aufzeichnungskopf gebildet. Die erhaltenen Vollfarbenbilder werden gemäß dem nachstehend beschriebenen Verfahren unter Verwendung von sechs verschiedenen Arten von Laminatproben (a-f), die in Tabelle V aufgeführt sind, beschichtet.

Ein durchsichtiger Anstrich der nachstehend angegebenen Zusammensetzung wird mittels eines Stabbeschichtungsgeräts auf eine PET (Polyäthylenterephthalat)-Folie mit einer Dicke von 100 µm unter Bildung einer Schichtdicke im trockenen Zustand von 15 bis 50 µm aufgebracht. Der Überzug wird bei 70°C unter Bildung einer Übertragungsschicht auf der PET-Folie getrocknet. Man erhält die Schutzelemente vom Übertragungs-Abschäl-Typ (A-F). Anschließend werden die auf die vorstehende Weise erhaltenen Vollfarbenbilder mit den vorerwähnten Schutzelementen (A-F) mittels eines Laminationsgerätes (MS Lamipet L-230A der Fa. Meiko Shokai) so aufgebracht, daß die Übertragungsschicht das Vollfarbenbild bedeckt. Anschließend wird die PET-Folie abgezogen. Man erhält die laminierten Farbbilder der Beispiele 18 bis 23.

Durchsichtiger Anstrich (Zusammensetzung):

Dianal LR-216 (Handelsprodukt der

Fa. Mitsubishi Rayon, 40-prozentige

Toluollösung eines Acrylharzes) 100 Teile

Tinuvin 328 (Handelsprodukt der

Fa. Ciba Geigy, UV-Absorber) X Teile



Tabelle V


I: Schutzelement, II: Laminatprobe, III: Menge an zugesetztem Tinuvin 328 (Teile), IV: Dicke der trockenen Schicht (µm).

Zur Untersuchung der Lichtechtheit der laminierten Vollfarbenbilder der Beispiele 18 bis 23 werden die Bilder 200 Stunden mit dem Bewitterungsgerät Ci-35 der Fa. Atlas Co. mit Xenonlicht bestrahlt. Wie aus Tabelle VI hervorgeht, ergibt sich eine Schärfe der Vollfarbenbilder, die im wesentlichen der ursprünglichen Schärfe entspricht, wobei die Dichte nur sehr geringfügig abnimmt.

Beispiel 18 (Laminatprobe a) ≙

Beispiel 19 (Laminatprobe b) ≙

Beispiel 20 (Laminatprobe c) ≙

Beispiel 21 (Laminatprobe d) ≙

Beispiel 22 (Laminatprobe e) ○

Beispiel 23 (Laminatprobe f) ○



≙: sehr gut, ○: gut, Δ: geringfügige Mängel, ×: erhebliche Mängel


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Erzeugung von Farbbildern unter Verwendung einer Mehrzahl von Farbtinten, darunter eine cyanfarbene Tinte, dadurch gekennzeichnet, daß eine cyanfarbene Tinte verwendet wird, die einen Metallphthalocyaninfarbstoff und/oder einen metallfreien Phthalocyaninfarbstoff sowie freie Ionen von zweiwertigen oder höherwertigen Metallen in einer Konzentration von 15 ppm oder weniger enthält, wobei der Metallphthalocyaninfarbstoff ein aus Metallen der Gruppen II, IV, VII und VIII ausgewähltes Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält und der metallfreie Phthalocyaninfarbstoff kein Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der freien Metallionen in der Tinte 3 ppm oder weniger beträgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine magentafarbene Tinte und/oder eine schwarze Tinte als weitere Tinte neben der cyanfarbenen Tinte verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die magentafarbene Tinte einen Monoazofarbstoff enthält.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die magentafarbene Tinte einen Farbstoff der Formel

    Q&sub1;-N=N-Q&sub2;

    enthält, wobei Q&sub1; einen substituierten oder unsubstituierten Phenyl- oder Naphthylrest und Q&sub2; einen substituierten Naphthylrest bedeutet.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schwarze Tinte einen Farbstoff der Formel

    Q&sub3;-N=N-Q&sub4;-N=N-Q&sub5;

    enthält, wobei Q&sub3; einen substituierten Phenyl- oder Naphthylrest, Q&sub4; einen substituierten Phenylen- oder Naphthylenrest und Q&sub5; einen substituierten Naphthylrest bedeutet.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die cyanfarbene Tinte mindestens einen Phthalocyaninfarbstoff der Formel



    enthält, worin (ph) ein Phthalocyaningerüst bedeutet, das ein Koordinationsmetallatom aus den Gruppen II, IV, VII oder VIII in seinem Zentrum enthält oder metallfrei ist; Q die Bedeutungen -SO&sub2;OR&sub1; oder -SO&sub2;NR&sub2;R&sub3; hat; X ein Alkalimetall oder NH&sub4; bedeutet; a und b unabhängig voneinander eine ganze Zahl mit einem Wert von 0 bis 4 bedeuten, mit der Maßgabe, daß die Beziehung 2 ≤a + b ≤ 4 gilt; R&sub1; einen geradkettigen oder cyclischen Alkyl- oder Aralkylrest, der eine Verzweigung haben kann, bedeutet; R&sub2; und R&sub3; unabhängig voneinander einen

    -(CH&sub2;CH&sub2;O)n-R&sub4;-, -(CH&sub2;CHOH)n-R&sub4;-Rest,

    einen geradkettigen oder cyclischen Alkyl- oder Aralkylrest, der eine Verzweigung aufweisen kann, oder einen Aminosäurerest bedeutet; n eine ganze Zahl von 0 bis 12 ist; und R&sub4; H, CH&sub3; oder CH&sub2;OH bedeutet.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Metallphthalocyaninfarbstoff um einen Farbstoff aus der Gruppe Nickelphthalocyanin, Vanadinphthalocyanin und Kobaltphthalocyanin handelt.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bilderzeugung gemäß dem Tintenstrahl-Aufzeichnungssystem erfolgt.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Tinte um eine wäßrige Tinte handelt.
  11. 11. Tinte mit einem Gehalt an einem Farbstoff und einem flüssigen Medium zum Lösen oder Dispergieren des Farbstoffs, dadurch gekennzeichnet, daß es sich beim Farbstoff um einen Metallphthalocyaninfarbstoff und/oder einen metallfreien Phthalocyaninfarbstoff handelt und die Tinte freie Ionen von zweiwertigen oder höherwertigen Metallen in einer Konzentration von 15 ppm oder weniger enthält, wobei der Metallphthalocyaninfarbstoff ein aus Metallen der Gruppen II, IV, VII und VIII ausgewähltes Koordinationsmetall im Zentrum eines Gerüstes enthält und der metallfreie Phthalocyaninfarbstoff kein Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält.
  12. 12. Tinte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der freien Metallionen in der Tinte 3 ppm oder weniger beträgt.
  13. 13. Tinte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine magentafarbene Tinte und/oder schwarze Tinte neben der cyanfarbene Tinte verwendet wird.
  14. 14. Tinte nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die magentafarbene Tinte einen Monoazofarbstoff enthält.
  15. 15. Tinte nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die magentafarbene Tinte einen Farbstoff der Formel

    Q&sub1;-N=N-Q&sub2;

    enthält, wobei Q&sub1; einen substituierten oder unsubstituierten Phenyl- oder Naphthylrest und Q&sub2; einen substituierten Naphthylrest bedeutet.
  16. 16. Tinte nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die schwarze Tinte einen Farbstoff der Formel

    Q&sub3;-N=N-Q&sub4;-N=N-Q&sub5;

    enthält, wobei Q&sub3; einen substituierten Phenyl- oder Naphthylrest, Q&sub4; einen substituierten Phenylen- oder Naphthylenrest und Q&sub5; einen substituierten Naphthylrest bedeutet.
  17. 17. Tinte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß es sich um eine wäßrige Tinte handelt.
  18. 18. Tinte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Phthalocyaninfarbstoff mindestens ein Phthalocyanin der Formel



    enthält,

    worin (ph) ein Phthalocyaningerüst bedeutet, das ein Koordinationsmetallatom aus den Gruppen II, IV, VII oder VIII in seinem Zentrum enthält oder metallfrei ist; Q die Bedeutungen -SO&sub2;OR&sub1; oder -SO&sub2;NR&sub2;R&sub3; hat; X ein Alkalimetall oder NH&sub4; bedeutet; a und b unabhängig voneinander eine ganze Zahl mit einem Wert von 0 bis 4 bedeuten, mit der Maßgabe, daß die Beziehung 2 ≤a + b ≤ 4 gilt; R&sub1; einen geradkettigen oder cyclischen Alkyl- oder Aralkylrest, der eine Verzweigung haben kann, bedeutet: R&sub2; und R&sub3; unabhängig voneinander einen

    -(CH&sub2;CH&sub2;O)n-R&sub4;-, -(CH&sub2;CHOH)n-R&sub4;- oder -(CHCH&sub3;CH&sub2;O)n-R&sub4;-Rest,

    einen geradkettigen oder cyclischen Alkyl- oder Aralkylrest, der eine Verzweigung aufweisen kann, oder einen Aminosäurerest bedeutet; n eine ganze Zahl von 0 bis 12 ist; und R&sub4; H, CH&sub3; oder CH&sub2;OH bedeutet.
  19. 19. Tinte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Metallphthalocyaninfarbstoff um einen Farbstoff aus der Gruppe Nickelphthalocyanin, Vanadinphthalocyanin und Kobaltphthalocyanin handelt.
  20. 20. Tinte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbstoffgehalt im Bereich von 0,1 bis 20 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamttintengewicht, liegt.
  21. 21. Verfahren zur Erzeugung von Farbbildern unter Verwendung einer Mehrzahl von Farbtinten, darunter eine cyanfarbene Tinte, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Farbtinten einen UV-Strahlenabsorber enthält und eine cyanfarbene Tinte verwendet wird, die einen Metallphthalocyaninfarbstoff und/oder einen metallfreien Phthalocyaninfarbstoff sowie freie Ionen von zweiwertigen oder höherwertigen Metallen in einer Konzentration von 15 ppm oder weniger enthält, wobei der Metallphthalocyaninfarbstoff ein aus Metallen der Gruppen II, IV, VII und VIII ausgewähltes Korodinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält und der metallfreie Phthalocyaninfarbstoff kein Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält.
  22. 22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der freien Metallionen in der Tinte 3 ppm oder weniger beträgt.
  23. 23. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine magentafarbene Tinte und/oder eine schwarze Tinte neben der cyanfarbenen Tinte verwendet wird.
  24. 24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die magentafarbene Tinte einen Monoazofarbstoff enthält.
  25. 25. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die magentafarbene Tinte einen Farbstoff der Formel

    Q&sub1;-N=N-Q&sub2;

    enthält, wobei Q&sub1; einen substituierten oder unsubstituierten Phenyl- oder Naphthylrest und Q&sub2; einen substituierten Naphthylrest bedeutet.
  26. 26. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die schwarze Tinte einen Farbstoff der Formel

    Q&sub3;-N=N-Q&sub4;-N=N-Q&sub5;

    enthält, wobei Q&sub3; einen substituierten Phenyl- oder Naphthylrest, Q&sub4; einen substituierten Phenylen- oder Naphthylenrest und Q&sub5; einen substituierten Naphthylrest bedeutet.
  27. 27. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die cyanfarbene Tinte mindestens einen Phthalocyaninfarbstoff der Formel



    enthält,

    worin (ph) einen Phthalocyaninrest bedeutet, der ein Koordinationsmetallatom aus den Gruppen II, IV, VII oder VIII in seinem Zentrum enthält oder metallfrei ist; Q die Bedeutungen -SO&sub2;OR&sub1; oder -SO&sub2;NR&sub2;R&sub3; hat; X ein Alkalimetall oder NH&sub4; bedeutet; a und b unabhängig voneinander eine ganze Zahl mit einem Wert von 0 bis 4 bedeuten, mit der Maßgabe, daß die Beziehung 2 ≤a + b ≤ 4 gilt; R&sub1; einen geradkettigen oder cyclischen Alkyl- oder Aralkylrest, der einen Verzweigung haben kann, bedeutet; R&sub2; und R&sub3; unabhängig voneinander einen

    -(CH&sub2;CH&sub2;O)n-R&sub4;-, -(CH&sub2;CHOH)n-R&sub4;-Rest,

    einen geradkettigen oder cyclischen Alkyl-oder Aralkylrest, der eine Verzweigung aufweisen kann, oder einen Aminosäurerest bedeutet; n eine ganze Zahl von 0 bis 12 ist; und R&sub4; H, CH&sub3; oder CH&sub2;OH bedeutet.
  28. 28. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Metallphthalocyaninfarbstoff um einen Farbstoff aus der Gruppe Nickelphthalocyanin, Vanadinphthalocyanin und Kobaltphthalocyanin handelt.
  29. 29. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der UV-Strahlenabsorber im Tintenmedium löslich ist.
  30. 30. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Tinte um eine wäßrige Tinte handelt.
  31. 31. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt des UV-Strahlenabsorbers im Bereich von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamttintengewicht, liegt.
  32. 32. Verfahren zur Erzeugung von Farbbildern unter Verwendung einer Mehrzahl von Farbtinten, darunter eine cyanfarbene Tinte, dadurch gekennzeichnet, daß das Farbbild mit einem durchsichtigen Schutzelement, das mindestens einen UV-Strahlenabsorber enthält, beschichtet wird und als cyanfarbene Tinte eine Tinte verwendet wird, die einen Metallphthalocyaninfarbstoff und/oder einen metallfreien Phthalocyaninfarbstoff sowie freie Ionen von zweiwertigen oder höherwertigen Metallen in einer Konzentration von 15 ppm oder weniger enthält, wobei der Metallphthalocyaninfarbstoff ein aus Metallen der Gruppen II, IV, VII und VIII ausgewähltes Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält und der metallfreie Phthalocyaninfarbstoff kein Koordinationsmetall im Zentrum seines Gerüstes enthält.
  33. 33. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der freien Metallionen in der Tinte 3 ppm oder weniger beträgt.
  34. 34. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine magentafarbene Tinte und/oder eine schwarze Tinte als weitere Tinte neben der cyanfarbenen Tinte verwendet wird.
  35. 35. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die magentafarbene Tinte einen Monoazofarbstoff enthält.
  36. 36. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die magentafarbene Tinte einen Farbstoff der Formel

    Q&sub1;-N=N-Q&sub2;

    enthält, wobei Q&sub1; einen substituierten oder unsubstituierten Phenyl- oder Naphthylrest und Q&sub2; einen substituierten Naphthylrest bedeutet.
  37. 37. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die schwarze Tinte einen Farbstoff der Formel

    Q&sub3;-N=N-Q&sub4;-N=N-Q&sub5;

    enthält, wobei Q&sub3; einen substituierten Phenyl- oder Naphthylrest, Q&sub4; einen substituierten Phenylen- oder Naphthylenrest und Q&sub5; einen substituierten Naphthylrest bedeutet.
  38. 38. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die cyanfarbene Tinte mindestens einen Phthalocyaninfarbstoff der Formel



    enthält,

    worin (ph) ein Phthalocyaningerüst bedeutet, das ein Koordinationsmetallatom aus den Gruppen II, IV, VII oder VIII in seinem Zentrum enthält oder metallfrei ist; Q die Bedeutungen -SO&sub2;OR&sub1; oder -SO&sub2;NR&sub2;R&sub3; hat; X ein Alkalimetall oder NH&sub4; bedeutet; a und b unabhängig voneinander ganze Zahl mit einem Wert von 0 bis 4 bedeutet, mit der Maßgabe, daß die Beziehung 2 ≤a + b ≤ 4 gilt; R&sub1; einen geradkettigen oder cyclischen Alkyl- oder Aralkylrest, der eine Verzweigung haben kann, bedeutet; R&sub2; und R&sub3; unabhängig voneinander einen

    -(CH&sub2;CH&sub2;O)n-R&sub4;-, -(CH&sub2;CHOH)n-R&sub4;- oder (CHCH&sub3;CH&sub2;O)n-R&sub4;-Rest,

    einen geradkettigen oder cyclischen Alkyl- oder Aralkylrest, der eine Verzweigung aufweisen kann, oder einen Aminosäurerest bedeutet; n eine ganze Zahl von 0 bis 12 ist; und R&sub4; H, CH&sub3; oder CH&sub2;OH bedeutet.
  39. 39. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Metallphthalocyaninfarbstoff um einen Farbstoff aus der Gruppe Nickelphthalocyanin, Vanadiumphthalocyanin und Kobaltphthalocyanin handelt.
  40. 40. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Tinte um eine wäßrige Tinte handelt.






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