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Heißluftmotor mit luftgekühltem Arbeitszylinder - Dokument DE3240503C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3240503C2 25.02.1988
Titel Heißluftmotor mit luftgekühltem Arbeitszylinder
Anmelder Kramer, Klaus, 1000 Berlin, DE
Erfinder Kramer, Klaus;
Schumacher, Detlef, 1000 Berlin, DE
Vertreter Scholz, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 1000 Berlin
DE-Anmeldedatum 30.10.1982
DE-Aktenzeichen 3240503
Offenlegungstag 03.05.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 25.02.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.02.1988
IPC-Hauptklasse F02G 1/055
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Heißluftmotor (10) mit einer, in einem Kurbelgehäuse (16) laufenden Kurbelwelle (17). Der Kurbelwelle (17) ist ein Kegelradgetriebe (19, 20) sowie ein Lüfterrad (21) zugeordnet. Konzentrisch zu dem Arbeitszylinder (11) ist ein Luftstrom-Leitmantel (27) zur Bildung eines freien Ringraums (31) vorgesehen. Mit dem Lüfterrad (21) wird ein Kühlluftstrom (28) an dem Arbeitszylinder (11) entlanggeführt und aufgewärmt und als vorgewärmte Verbrennungsluft (33) dem Brennraum (36) für die Beheizung des Arbeitszylinders (11) zugeführt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Heißluftmotor mit einem zylindrischen Arbeitsraum, bestehend aus einem kalten Arbeitszylinder mit einem sich daran anschließenden heißen Kopf, wobei in dem heißen Kopf ein Verdrängerkolben und in dem kalten Arbeitszylinder ein Arbeitskolben auf einer, in einem Kurbelgehäuse laufenden Kurbelwelle versetzt zueinander und in dem Arbeitsraum einander nachlaufend angeordnet sind, der heiße Kopf im Bereich des Verdrängerkolbens von außen mit thermischer Energie beaufschlagbar ist und in dem Kurbelgehäuse ein der Kurbelwelle zugeordnetes Getriebe angeordnet ist.

Bei einem derartigen Heißluftmotor (Stirlingmotor) wird die Wärme durch die Wände des Arbeitsraumes zu- und abgeführt, ein Ladungswechsel wie beim Verbrennungsmotor ist dabei nicht erforderlich, es bleibt ständig dasselbe Arbeitsmedium in der Maschine. Die Leistung eines solchen Motors wird durch die Geschwindigkeit begrenzt, mit der die Energie, die dem Motor im Arbeitsbereich des Verdrängerkolbens zugeführt wird im Arbeitsbereich des Arbeitskolbens abgebaut werden kann. Gleichzeitig ist es vorteilhaft, wenn dem im Arbeitsbereich des Verdrängerkolbens zu verbrennenden Energieträger ein Überschuß an Verbrennungsluft zugeführt wird.

In der DE-OS 26 28 800 wird zur Luftzufuhr ein Gebläse vorgeschlagen, welches über eine Rutschkupplung und ein Getriebe angetrieben wird. Durch die Rutschkupplung und das Getriebe kann die Ventilatordrehzahl so eingestellt werden, daß stets die gewünschte Verbrennungsluftmenge dem Energieträger zugeführt werden kann.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Heißluftmotor der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei dem im Bereich des Arbeitskolbens ein rascher Abbau der Energie erfolgt und dem Energieträger die erforderliche Verbrennungsluft vorgewärmt zugeführt werden kann.

Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß in dem Kurbelgehäuse Ansaugöffnungen vorgesehen sind und um den kalten Arbeitszylinder herum ein einen Ringraum bildender Luftstrom-Leitmantel angeordnet ist, der über Deckelbohrungen in dem Gehäusedeckel des Kurbelgehäuses mit einem im Kurbelgehäuse erzeugten Strom von Kühlluft beaufschlagbar ist, die anschließend als Verbrennungsluft einem den heißen Kopf umgebenden Heizungsgehäuse zuführbar ist.

Durch diese Maßnahme wird ein Heißluftmotor geschaffen, bei dem mit Hilfe der Kurbelwelle ein zwangsgesteuerter Luftstrom an dem Arbeitszylinder vorbeigeführt wird. Dieser Luftstrom kühlt den Arbeitszylinder im Bereich des Arbeitskolbens und führt dabei die Abwärme ab. Dabei wird der Luftstrom aufgewärmt und erreicht als vorgewärmte Verbrennungsluft den Verbrennungsbereich des Arbeitszylinders im Bereich des Verdrängerkolbens. Die zur erneuten Ausdehnung der Luftfüllung in dem Arbeitszylinder erforderliche Fremdenergie kann dadurch erheblich verringert werden. Gleichzeitig steigt der Temperaturunterschied zwischen dem Bereich des Verdrängerkolbens und dem Bereich des Arbeitskolbens, so daß bei gleicher Ausdehnungsgröße eine höhere Leistung erzielt werden kann.

Bei einer Ausführungsform ist es vorgesehen, daß mindestens ein Getrieberad des in dem Kurbelgehäuse angeordneten Getriebes ein mit Lüfterschaufeln ausgestattetes Lüfterrad ist; bei einer anderen, daß an den Deckelbohrungen und den Ansaugöffnungen entgegengesetzt wirkende Ventile angeordnet sind.

Zur Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, daß das Getriebe ein Kegelradgetriebe ist, von dem ein Kegelrad als Kurbelwange ausgebildet auf der Kurbelwelle und das andere Kegelrad auf einer Ausgangswelle angeordnet ist. Durch diese Maßnahme wird eine kompakte, einfache Bauweise erzielt, mit der gute Wirkungsgrade erreicht werden können. Dazu kann es als weitere Ausgestaltung vorgesehen sein, daß das mit der Ausgangswelle verbundene Kegelrad einstückig mit einem Lüfterrad verbunden ist, welches radial außen mit Lüfterschaufeln versehen ist.

Eine weitere Leistungssteigerung läßt sich erreichen, wenn der Arbeitszylinder unter Überdruck steht. Dazu ist es bei einer anderen Ausführungsform vorgesehen, daß das Getriebe innerhalb des Getriebegehäuses in einer mit dem Zylinder verbundenen abgedichteten Gehäusekapsel angeordnet ist und das dem Kegelrad zugeordnete Lüfterrad außerhalb der Gehäusekapsel in dem Getriebegehäuse angeordnet ist.

Zur Erzielung eines guten Wärmeübergangs vom Arbeitszylinder zum Kühlluftstrom ist es vorgesehen, daß zwischen dem kalten Arbeitszylinder und dem Luftstrom- Leitmantel ein Ringraum ist und in dem Ringraum im Arbeitsbereich des Arbeitskolbens Kühlrippen angeordnet sind, wobei es vorteilhaft ist, daß zwischen dem heißen Kopf und dem kalten Arbeitszylinder ein ringförmiger Wärmeisolator angeordnet ist.

Zur einfachen Heizenergiezufuhr ist es vorgesehen, daß dem heißen Kopf im Arbeitsbereich des Verdrängerkolbens eine auswechselbare Brennstoffkartusche zugeordnet ist.

Um eine möglichst gute Ausnutzung der Fremdenergie zu erzielen ist es vorgesehen, daß die Brennstoffkartusche an ihrer Innenkontur der runden Außenkontur des heißen Kopfes formangepaßt ausgebildet und an ihrer Außenkontur von einem inneren Isolator umgeben ist, wobei der innere Isolator seinerseits von einem äußeren Isolator umgeben und in dem Heizungsgehäuse angeordnet ist, wobei der innere Isolator aus einem feuerfesten Material bestehen und mit einem definierten Luftspalt gegenüber dem äußeren Isolator freiliegen kann.

Bei einer anderen Ausführungsform ist es vorgesehen, daß dem heißen Kopf im Arbeitsbereich des Verdrängerkolbens eine Katalysatorfüllung zugeordnet ist und die Katalysatorfüllung von einer inneren Isolierung, einer äußeren Isolierung und einem Heizungsgehäuse umgeben ist, wobei eine gute Energieausbeute dadurch erreicht wird, daß der innere Isolator aus einem feuerfesten Material besteht und mit einem definierten Luftspalt gegenüber dem äußeren Isolator frei liegt, sowie daß der Luftspalt zwischen dem inneren Isolator und dem äußeren Isolator evakuiert ist.

Um eine kompakte Bauweise beibehalten zu können ist es dazu vorgesehen, daß die Katalysatorfüllung mit einem fluiden Brennstoff beaufschlagbar ist und der fluide Brennstoff (Flüssiggas) in einem ringförmig um den Luftstrom-Leitmantel angeordneten Brennstofftank bevorratet ist.

Zur Erzielung eines guten Wärmeübergangs ist es bei einer Ausführungsform vorgesehen, daß die Katalysatorfüllung in metallischem Kontakt mit dem heißen Kopf steht. Abhängig von der Art des verwendeten Brennstoffs ist es bei einer weiteren Ausführung vorgesehen, daß die Katalysatorfüllung gegenüber dem heißen Kopf freiliegt.

Eine vorteilhafte und preisgünstige Fertigung kann dadurch erreicht werden, daß der Arbeitszylinder und das Kurbelgehäuse aus einem mindestens zweiwandigen Strangpreßprofil besteht, sowie daß das Strangpreßprofil zwei den Arbeitszylinder konzentrisch umgebende Wandungen aufweist, wobei die mittlere Wandung die Gehäusekapsel und die äußere Wandung den Luftstrom-Leitmantel darstellt.

Zur Erzielung einer leichten Montage ist es vorgesehen, daß die Pleuelstangen des Arbeitskolbens bzw. des Verdrängerkolbens mit Schnappverschlüssen mit der Kurbelwelle verbunden sind.

Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben; es zeigt

Fig. 1 den Längsschnitt durch einen Heißluftmotor mit Kegelradgetriebe und integriertem Lüfterrad, schematisch;

Fig. 2 den Schnitt durch einen Heißluftmotor entlang der Linie II-II in der Fig. 1;

Fig. 3 den Verbrennungsbereich des Arbeitszylinders des Heißluftmotors nach der Fig. 1 mit aufgesetzter Brennstoffkartusche;

Fig. 4 Verbrennungsbereich des Heißluftmotors nach der Fig. 1 mit Katalysator für fluide Brennstoffe;

Fig. 5 ein Strangpreßprofil zur Herstellung eines Heißluftmotors;

Fig. 6 einen Heißluftmotor mit gekapseltem Getriebe im Gehäuse und außerhalb der Gehäusekapsel integriertem Lüfterrad;

Fig. 7 ein geteiltes Pleuellager mit Schnappverschluß;

Fig. 8 einen Heißluftmotor mit Kühlluftstromführung und Ventilsteuerung.

Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Heißluftmotor 10 besteht im wesentlichen aus einem heißen Kopf 11 in dem ein Verdrängerkolben 12 an einer Verdrängerkolbenstange 13 und einem kalten Arbeitszylinder 49, in dem ein Arbeitskolben 14 an einer Arbeitskolbenpleuelstange 15 einander nachlaufend angeordnet sind. Die Verdrängerkolbenstange 13 ist gerade durch den Arbeitskolben 14 geführt und gelenkig mit einer Verdrängerkolbenpleuelstange 50 verbunden. Die Pleuelstangen 50 und 15 wirken auf eine gemeinsame Kurbelwelle 17, die in einem Kurbelgehäuse 16 angeordnet ist. Um den Nachlauf zu erreichen, sind die Pleuelstangen 50 und 15 um ca. 90° zueinander versetzt auf der Kurbelwelle 17 angeordnet. Zwischen dem heißen Kopf 11 und dem kalten Arbeitszylinder 49 ist ein ringförmiger Wärmeisolator 51 angeordnet, der mit einer Überwurfmutter 52 gehalten ist und der einen Wärmeübergang vom heißen zum kalten Zylinderbereich verhindern soll. Anstelle der Überwurfmutter 52 können die beiden Zylinderenden auch mittels Flanschen verschraubt werden.

Die Kurbelwelle 17 ist mit Kurbelwangen 18 als Schwungmasse versehen. Eine der axial außen liegenden Schwungmassen ist als ein Kegelrad 19 ausgebildet, welches mit einem zweiten, um 90° zu ihm versetzt angeordnetem Kegelrad 20 kämmt. Das Kegelrad 20 sitzt auf einer Ausgangswelle 23, deren Achse sich bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel in einem Winkel von 90° mit der Achse der Kurbelwelle 17 schneidet. Bei entsprechend anderen Anforderungen können diese Winkel verändert werden, so daß die Ausgangswelle in jedem beliebigen Winkel aus dem Kurbelgehäuse 16 geführt sein kann. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Ausgangswelle 23 auf der dem Arbeitszylinder 11 abgewandten Seite aus dem Kurbelgehäuse 16 geführt. Einstückig verbunden mit dem Kegelrad 20 ist ein Lüfterrad 21 vorgesehen, an dessen äußerem Umfang Lüfterschaufeln 22 angeordnet sind. Das Lüfterrad 21 wirkt als Radialventilator, der durch im Boden des Gehäuses 16 vorgesehene Ansaugöffnungen 35 Außenluft ansaugt.

Das Kurbelgehäuse 16 ist durch einen Gehäusedeckel 25 verschlossen, der mit dem kalten Arbeitszylinder 49 verbunden ist. Um den Arbeitszylinder 49 herum ist ein ringförmiger Luftstrom-Leitmantel 27 vorgesehen, der einen Ringraum 31 bildet. In dem Gehäusedeckel 25 sind Deckelbohrungen 26 vorgesehen, die in den Ringraum 31 zwischen der Außenfläche des Arbeitszylinders 49 und der Innenseite des Luftstrom-Leitmantels 27 münden. Während des Betriebes des Heißluftmotors 10 erzeugen die Lüfterschaufeln 22 - bedingt durch ihren Anstellwinkel - einen Kühlluftstrom 28 (dargestellt als Pfeile), der an dem Arbeitszylinder 49 entlang von dem Kurbelgehäuse 16 weg in Richtung des heißen Kopfes 11 verläuft. Im Bereich des heißen Kopfes 11 ist - wie die Fig. 3 zeigt - eine Brennstoffkartusche 45 ringförmig um den Zylinder angeordnet.

Um während des Abbrennens einen gerichteten Wärmeübergang zu erzielen, ist um die Brennstoffkartusche 45 herum ein innerer Isolator 38 aus einem feuerfesten Material angeordnet. Konzentrisch um den inneren Isolator 38 ist ein weiterer äußerer Isolator 39 mit guter Wärmedämmung angeordnet. Zwischen dem inneren Isolator 38 und dem äußeren Isolator 39 ist ein Luftspalt 42 vorgesehen, der zur Verhinderung eines Wärmeüberganges evakuiert sein kann.

Die Brennstoffkartusche 45 ist auswechselbar und mit den Isolatoren 38 und 39 in einem auf dem Luftstrom-Leitmantel 27 arretierbaren Heizungsgehäuse 29 angeordnet. Zwischen der Unterkante der Brennstoffkartusche 45 und der Ausgangsöffnung 32 des Ringraums 31 ist ein ringförmiger Brennraum 36 vorgesehen, in den die im Arbeitsbereich erwärmte Kühlluft 28 als vorgewärmte Verbrennungsluft 33 einströmt. Die bei der Verbrennung auftretenden Abgase werden durch Abgasöffnungen 37 nach oben aus dem Heizungsgehäuse 29 herausgeführt. Die Brennstoffkartusche 45 besteht aus einem Holzkohlepreßling, dessen Innenkontor gegenüber der Außenwand des heißen Kopfes 11 freiliegt, um eine Wärmedämmung durch die entstehenden Verbrennungsrückstände zu vermeiden.

Bei der in der Fig. 4 dargestellten Ausführungsform ist anstelle einer Brennstoffkartusche eine Katalysatorfüllung 30 vorgesehen. Die Katalysatorfüllung 30 wird durch einen fluiden Brennstoff (Flüssiggas) aus einem konzentrisch um den Luftstrom-Leitmantel 27 angeordneten Treibstoffbehälter 24 gespeist. Die Abgasöffnung 37 ist durch eine Abdeckung 40 abgedeckt um das Eindringen von Fremdkörpern in den Katalysatorraum 41 zu vermeiden. Um die Evakuierung des Luftspalts 42 im Bereich der Abgasöffnung 37 sicherzustellen, ist an der Stirnseite des heißen Kopfes 11 eine Luftspaltabdichtung 43 vorgesehen, die zugleich die Wandung der Abgasöffnung 37 darstellt. Zur Erzielung eines guten Wärmeübergangs ist die Katalysatorfüllung 30 direkt metallisch mit der Außenoberfläche des heißen Kopfes 11 verbunden. Bei einer anderen - nicht dargestellten - Ausführungsform liegt die Katalysatorfüllung 30 frei gegenüber dem heißen Kopf 11.

Bei der in der Fig. 6 dargestellten Ausführungsform ist das Getriebe 19, 20 in einer Gehäusekapsel 44 gekapselt. Die Gehäusekapsel 44 stellt zusammen mit dem Arbeitszylinder 11 einen geschlossenen Innenraum dar. Das Lüfterrad 21 ist außerhalb der Gehäusekapsel 44 angeordnet und erzeugt einen außen herum verlaufenden Luftstrom in den Ringraum 31. Um eine einfache Bauweise zu ermöglichen sind der Zylinder und das Getriebegehäuse einschließlich der Kapselung 44 aus einem - in der Fig. 5 dargestellten - Strangpreßprofil 46 hergestellt. Das Strangpreßprofil 46 weist dabei eine innere Bohrung in dem Arbeitszylinder 11 auf, der konzentrisch durch eine innere Wandung 47 und eine weitere äußere Wandung 48 umgeben ist.

Um bei allen Ausführungsformen einen guten Wärmeübergang vom Arbeitszylinder zu der Kühlluft zu erreichen sind in dem Ringraum 31 Kühlrippen 34 im Arbeitsbereich des Arbeitskolbens 14 vorgesehen. Der von dem Lüfterrad 21 erzeugte Kühlluftstrom 28 wird so besser erwärmt und erreicht als vorgewärmte Verbrennungsluft 33 den Brennraum 36 bzw. den Katalysatorraum 41. Die zur Erwärmung des Arbeitszylinders im Bereich des heißen Kopfes 11 aufzuwendende Fremdenergie kann so erheblich reduziert und die zugeführte Fremdenergie besser ausgenutzt werden.

Bei einer in der Fig. 6 dargestellten Ausführungsform werden die bei der Verbrennung des jeweiligen Energieträgers entstehenden Abgase zwischen dem inneren Isolator 38 und dem äußeren Isolator 39 quasi im Gegenstrom zum Kühlluftstrom 28 geführt und durch seitliche Abgasöffnungen 53 abgeleitet. Der Wärmeverlust am inneren Isolator 38 kann dadurch auf ein Minimum verringert werden.

Bei einer in der Fig. 7 dargestellten Ausführung sind die Pleuelstangen 15 und 50 mit Schnappverschlüssen 54 auf die Kurbelwelle 17 montiert. Dies erleichtert den Zusammenbau des Heißluftmotors 10 und den Austausch von Verschleißteilen. Ein solcher Schnappverschluß 54 besteht aus einem Auge 55, mit dem eine Federzunge 56 abgeteilt ist. Die Federzunge 56 bildet eine dem Auge 55 gegenüberliegende Öffnung 58, die in das Pleuellager übergeht. Die Öffnung 58 ist beidseitig mit Ausschrägungen 57 versehen.

Bei der in der Fig. 8 dargestellten Ausführung wird der Kühlluftstrom 28 durch den auf und nieder gehenden Arbeitskolben 14 erzeugt. Dazu sind die Ansaugöffnungen 35 mit Gehäuseventilen 61 und die Deckelbohrungen 26 mit Deckventilen 60 steuerbar. Die Ventile 60 und 61 sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel als Flatterventile ausgeführt, die so angebracht sind, daß der Arbeitskolben 14 die Kühlluft beim Aufwärtsgehen durch die Ansaugöffnungen 35 ansaugen und beim Abwärtsgehen durch die Deckelbohrungen 26 in den Luftstrom- Leitmantel 27 fördern kann. Ein Lüfterrad ist bei dieser Ausführung entbehrlich.

  • Bezugszeichenliste

    10 Heißluftmotor

    11 heißer Kopf

    12 Verdrängerkolben

    13 Verdrängerkolbenstange

    14 Arbeitskolben

    15 Arbeitskolbenpleuelstange

    16 Kurbelgehäuse

    17 Kurbelwelle

    18 Kurbelwange

    19 Kegelrad

    20 Kegelrad

    21 Lüfterrad

    22 Lüfterschaufel

    23 Ausgangswelle

    24 Treibstoffbehälter

    25 Gehäusedeckel

    26 Deckelbohrung

    27 Luftstrom-Leitmantel

    28 Kühlluftstrom

    29 Heizungsgehäuse

    30 Katalysatorfüllung

    31 Ringraum

    32 Ausgangsöffnung

    33 vorgewärmte Verbrennungsluft

    34 Kühlrippe

    35 Ansaugöffnung

    36 Brennraum

    37 Abgasöffnung

    38 innerer Isolator

    39 äußerer Isolator

    40 Abdeckung

    41 Katalysatorraum

    42 Luftspalt

    43 Luftspaltabdichtung

    44 Gehäusekapsel

    45 Brennstoffkartusche

    46 Strangprofil

    47 Innenwandung

    48 Außenwandung

    49 kalter Arbeitszylinder

    50 Verdrängerkolbenpleuelstange

    51 Isolator

    52 Überwurfmutter

    53 seitliche Abgasöffnungen

    54 Schnappverschluß

    55 Auge

    56 Federzunge

    57 Ausschrägungen

    58 Öffnung

    60 Deckelventil

    61 Gehäuseventil


Anspruch[de]
  1. 1.Heißluftmotor mit einem zylindrischen Arbeitsraum, bestehend aus einem kalten Arbeitszylinder mit einem sich daran anschließenden heißen Kopf, wobei in dem heißen Kopf ein Verdrängerkolben und in dem kalten Arbeitszylinder ein Arbeitskolben auf einer, in einem Kurbelgehäuse laufenden Kurbelwelle versetzt zueinander und in dem Arbeitsraum einander nachlaufend angeordnet sind, der heiße Kopf im Bereich des Verdrängerkolbens von außen mit thermischer Energie beaufschlagbar ist und in dem Kurbelgehäuse ein der Kurbelwelle zugeordnetes Getriebe angeordnet ist, dadurchgekennzeichnet, daß in dem Kurbelgehäuse (16) Ansaugöffnungen (35) vorgesehen sind und um den kalten Arbeitszylinder (49) herum ein einen Ringraum (31) bildender Luftstrom-Leitmantel (27) angeordnet ist, der über Deckelbohrungen (26) in dem Gehäusedeckel (25) des Kurbelgehäuses (16) mit einem im Kurbelgehäuse (16) erzeugten Strom von Kühlluft (28) beaufschlagbar ist, die anschließend als Verbrennungsluft einem den heißen Kopf (11) umgebenden Heizungsgehäuse (29) zuführbar ist.
  2. 2. Heißluftmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Getrieberad (20) des in dem Kurbelgehäuse (16) angeordneten Getriebes (19, 20) ein mit Lüfterschaufeln (22) ausgestattetes Lüfterrad (21) ist.
  3. 3. Heißluftmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Deckelbohrungen (26) und den Ansaugöffnungen (35) entgegengesetzt wirkende Ventile (60, 61) angeordnet sind.
  4. 4. Heißluftmotor nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe ein Kegelradgetriebe ist, von dem ein Kegelrad (19 ) als Kurbelwange ausgebildet auf der Kurbelwelle (17) und das andere Kegelrad (20) auf einer Ausgangswelle (23) angeordnet ist.
  5. 5. Heißluftmotor nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Ausgangswelle (23) verbundene Kegelrad (20) mit einem Lüfterrad verbunden ist, welches radial außen mit Lüfterschaufeln (22) versehen ist.
  6. 6. Heißluftmotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe (19, 20) innerhalb des Kurbelgehäuses (16) in einer mit dem Zylinder (11) verbundenen abgedichteten Gehäusekapsel (44) angeordnet ist und das dem Kegelrad (20) zugeordnete Lüfterrad (21) außerhalb der Gehäusekapsel (44) in dem Kurbelgehäuse (16) angeordnet ist.
  7. 7. Heißluftmotor nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Ringraum (31 ) im Arbeitsbereich des Arbeitskolbens (14) Kühlrippen (34) angeordnet sind.
  8. 8. Heißluftmotor nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem heißen Kopf (11) und dem kalten Arbeitszylinder (49) ein ringförmiger Wärmeisolator (51) angeordnet ist.
  9. 9. Heißluftmotor nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem heißen Kopf (11) im Arbeitsbereich des Verdrängerkolbens (12) eine auswechselbare Brennstoffkartusche (45) zugeordnet ist.
  10. 10. Heißluftmotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffkartusche (45) an ihrer Innenkontur der runden Außenkontur des heißen Kopfes (11) formangepaßt ausgebildet und an ihrer Außenkontur von einem inneren Isolator (38) umgeben ist, wobei der innere Isolator (38) seinerseits von einem äußeren Isolator (39) umgeben und in dem Heizungsgehäuse (29) angeordnet ist.
  11. 11. Heißluftmotor nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem heißen Kopf (11) im Arbeitsbereich des Verdrängerkolbens (12) eine Katalysatorfüllung (30) zugeordnet ist und die Katalysatorfüllung (30) von einer inneren Isolierung (38), einer äußeren Isolierung (39) und einem Heizungsgehäuse (29) umgeben ist.
  12. 12. Heißluftmotor nach den Ansprüchen 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Isolator (38) aus einem feuerfesten Material besteht und mit einem definierten Luftspalt (42) gegenüber dem äußeren Isolator ( 39) frei liegt.
  13. 13. Heißluftmotor nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftspalt zwischen dem inneren Isolator (38) und dem äußeren Isolator (39) evakuiert ist.
  14. 14. Heißluftmotor nach den Ansprüchen 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatorfüllung (30) mit einem fluiden Brennstoff beaufschlagbar ist und der fluide Brennstoff (Flüssiggas) in einem ringförmig um den Luftstrom- Leitmantel (27 ) angeordneten Brennstofftank (24) bevorratet ist.
  15. 15. Heißluftmotor nach den Ansprüchen 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatorfüllung (30) in metallischem Kontakt mit dem heißen Kopf (11) steht.
  16. 16. Heißluftmotor nach den Ansprüchen 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatorfüllung gegenüber dem heißen Kopf (11) freiliegt.
  17. 17. Heißluftmotor nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitszylinder (11) und das Kurbelgehäuse (16) aus einem mindestens zweiwandigen Strangpreßprofil (46) bestehen.
  18. 18. Heißluftmotor nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Strangpreßprofil (46) zwei den Arbeitszylinder (11) konzentrisch umgebene Wandungen (47, 48) aufweist, wobei die mittlere Wandung (47) die Gehäusekapsel (44) und die äußere Wandung (48) den Luftstrom-Leitmantel (27) darstellt.






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