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Dokumentenidentifikation DE3628643A1 03.03.1988
Titel Verfahren zur Signalübertragung zwischen Teilnehmerendgeräten einer Gesellschaftsleitung und Teilnehmerendgeräten eines Wählsystems (MFV-IMS)
Anmelder Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München, DE
Erfinder Binding, Peter, Dipl.-Ing., 1000 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 22.08.1986
DE-Aktenzeichen 3628643
Offenlegungstag 03.03.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.03.1988
IPC-Hauptklasse H04Q 1/50
IPC-Nebenklasse H04Q 5/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Signalübertragung zwischen Teilnehmerendgeräten eines Gesellschaftsleitungssystems mit MFV-Signalisierung und Teilnehmerendgeräten eines Wählsystems mit Impulssignalisierung.

Bei Signalübertragungen zwischen den eingangs genannten Systemen müssen Vorkehrungen getroffen werden, um Fehlsignaleinwirkungen - beispielsweise durch Rückkopplungsvorgänge in Verbindung mit Verstärkereinrichtungen - zu vermeiden. Bei konstanten Leitungsverhältnissen ist dies in der Regel durch entsprechend angepaßte Gabelschaltungen zu erreichen. Im vorliegenden Fall besteht jedoch das Problem in recht unterschiedlichen Leitungsabschlüssen, da an die Gesellschaftsleitung mehrere unter Umständen weit voneinander entfernt liegende Teilnehmer angeschlossen sein können, die voneinander unabhängig Verbindungswege zum Wählsystem herstellen wollen. In diesem Zusammenhang wäre es zwar denkbar, den Übergang vom Verstärkerteil der Vierdrahtverbindung zur Zweidrahtverbindung mit variablen Gabelabschlüssen zu versehen und entsprechend den Leitungsverhältnissen unterschiedliche Widerstandswerte als Leitungsnachbildung anzuschalten. Dies ist aber, insbesondere beim nachträglichen Einbau, in vorab nicht miteinander gekoppelten Systemen sehr aufwendig, da mindestens in einem Anlagensystem umfangreiche Änderungen von Baugruppen im Übertragungsbereich vorgenommen werden müssen.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, ein Verfahren anzugeben, mit dem in einfacher Weise und ohne Eingriff in bereits bestehende Einrichtungen in das Wählsystem bzw. in das Gesellschaftsleitungssystem Rückkopplungen durch fehlangepaßte Leitungen von vornherein vermieden sind. Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 erreicht.

Durch die Signalumsetzung außerhalb beider Systeme, beispielsweise in einer Zusatzeinrichtung, können die Sendeeinrichtung und die Empfangseinrichtung während des Sendens durch den Sendesignalindikator von dem Wählsystem galvanisch getrennt werden und die dann freien Leitungsanschlüsse zum Wählsystem mittels der Schaltkontakte auf Erdpotential geschaltet werden. Damit ist beim Senden von Signalen vom Wählsystem zum Gesellschaftsleitungssystem eine Rückkoppelung über die Gabelschaltung - ungeachtet ihrer Anpassung an die Zweidrahtleitung - über die Empfangseinrichtung zum Wählsystem verhindert.

Die Empfangseinrichtung steuert dagegen den Empfangssignalindikator an, der mit seinem Schaltkontakt die Empfangseinrichtung vom Wählsystem abtrennt und die dann freien Leitungsanschlüsse zum Wählsystem ebenfalls an Erdpotential legt. Damit ist erreicht, daß die vom Gesellschaftsleitungssystem gesendeten und von der Empfangseinrichtung empfangenen Signale nur sehr kurz während der Ansprechzeit der Empfangseinrichtung zum Wählsystem gelangen können.

Die Erfindung wird in einem figürlich dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert, wobei das Verfahren lediglich durch die zum Verständnis notwendigen Funktionseinheiten erklärt wird.

Innerhalb des Wählsystemsy WS sind die Vierdrahtleitungsanschlüsse Fan, Fab sowie die für die Impulssignalisierung vorgesehenen Impulssignalempfangsleitungen E und Impulssignalsendeleitungen M dargestellt.

Gesellschaftsleitungssystem GL, in der die Mehrfrequenzsignalisierung MFV eingesetzt ist, ist lediglich die nicht näher bezeichnete Sprechader dargestellt, die mittels einer ebenfalls nicht dargestellten Gabeschaltung mit den Vierdrahtleitungsanschlüssen Fan, Fab induktiv miteinander verkoppelt sind. Außerdem sind die Sendeeinrichtung SE und die Empfangseinrichtung EE dargestellt, die funktionell mit der Impulssignalempfangsleitung E und der Impulssignalsendeleitung M in Verbindung stehen. Ausgangsseitig wird von der Sendeeinrichtung SE der Sendesignalindikator SS gesteuert, der mit Hilfe seiner Schaltkontakte ss1, ss2 die Sendeeinrichtung SE und die Empfangseinrichtung EE von dem Wählsystem WS abschalten und die dann freien Leitungsanschlüsse mit dem Erdpotential verbinden. Damit ist verhindert, daß während des Sendens die Signale der Sendeeinrichtung SE über eine gegebenenfalls fehlangepaßte Gabelschaltung zur Empfangseinrichtung EE und damit zum Wählsystem WS gelangen können.

Die vom Gesellschaftsleitungssystem GL gesendeten Signale (MFV) gelangen über die Gabelschaltung zur Empfangseinrichtung EE und steuern damit den Empfangssignalindikator RS an. Dieser Empfangssignalindikator RS trennt in ählicher Weise mit seinem Schaltkontakt rs die Empfangseinrichtung EE von dem Wählsystem WS ab und legt in gleicher Weise an den dann freien Leitungsanschluß Erdpotential. Damit ist erreicht, daß lediglich während der Ansprechzeit des Empfangssignalindikators EE das von dem Gesellschaftsleitungssystem GL gesendete Signal zum Wählsystem WS gelangen kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Signalübertragung zwischen Teilnehmerendgeräten eines Gesellschaftsleitungssystems mit MFV-Signalisierung und Teilnehmerendgeräten eines Wählsystems mit Impulssignalisierung, gekennzeichnet durch die Kombination der Merkmale

    1. 1.1 die vom Gesellschaftsleitungssystem (GL) übertragene MFV-Signalisierung wird von einer Empfangseinrichtung (EE) empfangen und mittels Signalumsetzung in Impulssignalisierung über eine Impulssignalsendeleitung (M) zum Wählsystem (WS) übertragen,
    2. 1.2 die vom Wählsystem (WS) übertragene Impulssignalisierung wird über eine Impulssignalempfangsleitung (E) einer Sendeeinrichtung (SE) zugeführt und mittels Signalumsetzung in MFV-Signalisierung zum Gesellschaftsleitungssystem (GL) übertragen,
    3. 1.3 die Sendeeinrichtung (SE) steuert einen Sendesignalindikator (SS), der in Verbindung mit einem ersten Schaltkontakt (ss1) die Sendeeinrichtung (SE) eingangsseitig unterbricht und zum Wählsystem (WS) hin mit Erdpotential verbindet und der in Verbindung mit einem zweiten Schaltkontakt (ss2) die Empfangseinrichtung (EE) ausgangsseitig unterbricht und zum Wählsystem (WS) hin mit Erdpotential verbindet,
    4. 1.4 die Empfangseinrichtung (EE) steuert einen Empfangssignalindikator (RS), der in Verbindung mit einem Schaltkontakt (rs) die Empfangseinrichtung (EE) ausgangsseitig unterbricht und zum Wählsystem (WS) hin mit Erdpotential verbindet.






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