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Dokumentenidentifikation DE3042603C2 24.03.1988
Titel Führungsschiene mit einer Gleitbahn für die zwangsläufige Parallelführung einer Zeichenschiene
Anmelder Walter Hebel GmbH & Co, 5242 Kirchen, DE
Erfinder Schirmuly, Berthold, 5242 Kirchen, DE
DE-Anmeldedatum 12.11.1980
DE-Aktenzeichen 3042603
Offenlegungstag 24.06.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.03.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.03.1988
IPC-Hauptklasse B43L 13/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Führungsschiene mit Gleitbahn, die in Verbindung mit einem Reißbrett oder Reißbrett-ähnlichen Platte zur zwangsläufigen Parallelführung einer Zeichenschiene dient.

Derartige Führungsschienen sind in den verschiedensten Ausführungen und aus den verschiedensten Werkstoffen wie Holz, Kunststoff und Metall bestehend bekannt. Üblicherweise werden sie am Rand eines Reißbrettes angeleimt oder angeschraubt.

So ist z.B. aus der US-PS 33 11 982 eine Zeicheneinrichtung bekannt, die mit einer über Halteelemente mit einem Zeichenbrett verbundenen Führungsschiene ausgestattet ist. Auf dieser Führungsschiene, die gemäß Beschreibung aus Kunststoff, Metall oder Fiber besteheh kann, wird ein C-förmiges Teil geführt, dessen Gleitfläche über eine auf der gegenüberliegenden Seite angeordnete federbelastete Rolle gegen die Gleitfläche der Führungsschiene gedrückt wird.

Dieser Lösung haftet der Nachteil an, daß bei einer Ausführung aus Kunststoff oder Fiber die Form- und Richtungsstabilität nicht gewährleistet ist. Bei einer Metallversion, die form- und richtungsstabil ist, kommt es beim Verschieben des C-förmigen Teiles zu Stockungen und ratterartigen Bewegungen, was sich bei der Zeichenarbeit störend auswirkt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorbeschriebenen Nachteile zu beseitigen und eine Führungsschiene zu schaffen, die ein leichtes, aber dennoch spielfreies Verschieben der Zeichenschiene ermöglicht.

Zu diesem Zweck wird vorgeschlagen, daß die Gleitbahn der Führungsschiene mit einem Überzug versehen ist.

Dieser Überzug soll aus einem leicht ver- und bearbeitbaren Material bestehen.

Es ist erfindungsmäßig vorgesehen, daß der Überzug aus Hart-PVC, Perlon, Polyäthylen oder Teflon besteht. Die spanabhebende Bearbeitung dieser Werkstoffe ist problemlos, weil mit einem Luftstrom gekühlt werden kann und zugleich die Späne weggeblasen werden. Die Fräser halten verhältnismäßig lange ihren Schnitt. Der Gleiteffekt für Zeichenschienen aus Acryl ist auf Aluleichtmetallegierung sehr günstig.

Der Überzug kann sowohl aus einem auf die Gleitbahn aufgebrachten festen Profil bestehen als auch aus einem durch Tauchen oder Spritzen aufgebrachten flüssigen Werkstoff, der anschließend erhärtet.

Der aus einem Profil bestehende Überzug soll zur besseren Verbindung mit dem Profil der Führungsschiene mit einem Hinterschnitt versehen sein.

Die eigentlichen Gleitflächen der Gleitbahn des Überzugs sollen durch vorstehende Wülste gebildet sein. Auf diese Weise ist eine problemlose linealgerade spanabhebende Bearbeitung der Gleitbahnen möglich.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben und durch die anliegende Zeichnung veranschaulicht.

Es zeigt:

Fig. 1 einen Schnitt durch eine Führungsschiene mit profiliertem Überzug,

Fig. 2 eine Draufsicht auf Führungs- und Zeichenschiene.

An der Kante eines Reißbrettes oder einer Zeichenplatte 1 ist eine profilierte Führungsschiene 2 für die Zeichenschiene 3 mittels Schrauben 4 befestigt. Die Führungsschiene 2 gliedert sich auf in eine Anschraubpartie 5 und eine Gleitbahn 6 für die Zeichenschiene 3.

Die Gleitbahn 6 ist mit einem Überzug 7 versehen, der im bezug auf das Material der Zeichenschiene 3 aus einem besonders gleitfähigen Werkstoff besteht. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Überzug 7 in Form eines Profils mit Hinterschnitt 7a auf die Gleitbahn 6 aufgebracht. Die eigentlichen Gleitflächen werden durch seitlich vorstehende Wülste 8 gebildet. Die zur Erreichung der linealgeraden Präzision der Gleitflächen evtl. notwendige spanabhebende Bearbeitung kann, weil die Wülste 8 schmal vorspringen, günstig vorgenommen werden. Selbstverständlich kann der Überzug 7 auch durch Eintauchen oder Aufspritzen eines Werkstoffes in flüssiger Form erfolgen, der anschließend erhärtet.

Die Zeichenschiene 3 übergreift mit ihrem U-förmig ausgebildeten Führungsteil 9 die Gleitbahn 6 der Führungsschiene 2.


Anspruch[de]
  1. 1. Führungsschiene mit einer Gleitbahn für die zwangsläufige Parallelführung einer Zeichenschiene, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitbahn (6) der Führungsschiene (2) mit einem Überzug (7) versehen ist.
  2. 2. Führungsschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (7) aus Hart-PVC, Perlon, Polyäthylen oder Teflon besteht.
  3. 3. Führungsschiene nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (7) aus einem auf die Gleitbahn (6) aufgebrachtem festen Profil oder aus einem durch Tauchen oder Spritzen aufgebrachten flüssigen Werkstoff besteht, der anschließend erhärtet.
  4. 4. Führungsschiene nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der aus einem Profil bestehende Überzug (7) mit einem Hinterschnitt (7a) versehen ist.
  5. 5. Führungsschiene nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die eigentlichen Gleitflächen der Gleitbahn (6) des Überzugs (7) durch vorstehende Wülste (8) gebildet sind.






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