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Dokumentenidentifikation DE3730287A1 24.03.1988
Titel Wärmeempfindliches Mehrfarben-Bildübertragungsmaterial und Aufzeichnungsverfahren
Anmelder Ricoh Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Suzuki, Akira, Mishima, Shizuoka, JP;
Mochizuki, Nobuo, Shizuoka, JP;
Morohoshi, Kunichika, Numazu, Shizuoka, JP
Vertreter Dannenberg, G., Dipl.-Ing., 6000 Frankfurt; Weinhold, P., Dipl.-Chem. Dr., 8000 München; Gudel, D., Dr.phil.; Schubert, S., Dipl.-Ing., 6000 Frankfurt; Barz, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 09.09.1987
DE-Aktenzeichen 3730287
Offenlegungstag 24.03.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.03.1988
IPC-Hauptklasse B41M 5/26
IPC-Nebenklasse B41M 5/18   
IPC additional class // C09D 5/26  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein wärmeempfindliches Mehrfarben- Bildübertragungsmaterial, das bei bildmäßiger Einwirkung von Wärme über einen Thermodruckkopf, Laser oder dgl. eine gute Mehrfarben-Bildübertragung ergibt, sowie ein Aufzeichnungsverfahren unter Verwendung dieses Bildübertragungsmaterials.

Es sind bereits Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen Bildern bekannt, darunter solche unter Verwendung von (a) einem Bildübertragungsmaterial für jede Farbe, das einen Schichtträger und eine darauf aufgebrachte wärmeempfindliche Bildübertragungs-Farbschicht umfaßt, welche ein Färbemittel und ein wärmeschmelzbares Material enthält, oder (b) einem Bildübertragungsmaterial für jede Farbe, das einen Schichtträger und eine darauf aufgebrachte wärmeschmelzbare Bildübertragungs-Farbschicht umfaßt, welche eine feinporöse Harzstruktur aufweist, die ein bei Raumtemperatur festes, in der Wärme jedoch schmelzendes wärmeschmelzbares Material und ein Bindemittel enthält. Hierbei werden (i) die Bildübertragungsschichten in mehreren Farben nebeneinander angeordnet, (ii) Wärme wird in Bildübertragungsschichten über einen Thermodruckkopf, Laser oder dgl. zugeführt und (iii) die Bildübertragungsschichten werden bildmäßig nacheinander derart auf ein Empfangsblatt übertragen, daß sich die Farben aufbauen können.

Verwendet man in diesem Fall dasselbe wärmeschmelzbare Material für jedes Farb-Bildübertragungsmaterial, so sind die Benetzungseigenschaften exakt dieselben, wodurch die Bildübertragungs-Farbschichten, die nacheinander auf das Empfangsblatt übertragen werden, bei der aufeinanderfolgenden Übertragung auf das Empfangsblatt aneinander haften können. Beim Aufbau der Farben besteht somit kein Problem hinsichtlich der Haftung jeder Farbschicht mit der Farbschicht, mit der sie beim Auftragen in Kontakt kommt. Wenn jedoch viele vollflächige Bilder vorliegen, kann die Menge an Bildübertragungsschicht-Komponenten, die von jedem Farb- Bildübertragungsmaterial übertragen werden, zu groß werden. Hierdurch wird der Farbton der obersten Farbschicht dunkel und das Farbgleichgewicht des Bildes wird beeinträchtigt.

Es ist bereits vorgeschlagen worden, für jedes Farb- Bildübertragungsmaterial nicht dasselbe, sondern ein spezielles wärmeschmelzbares Material im Hinblick auf die Ausgewogenheit der Formulierungen der Farbschichten zu verwenden, d. h. eine Optimierung zwischen Färbemittel und wärmeschmelzbarem Material in jedem Farb-Bildübertragungsmaterial durchzuführen. Dies hat jedoch den Nachteil, daß die Benetzungseigenschaften jedes Farb-Bildübertragungsmaterials verschieden sind, wodurch die gegenseitige Haftung der wärmeempfindlichen Bildübertragungsschichten beim Übereinanderlagern auf dem Empfangsblatt verschlechtert wird.

Von der Anmelderin ist bereits ein wärmeempfindliches Mehrfarben-Bildübertragungsmaterial vorgeschlagen worden, das mehrere wärmeschmelzbare Farbschichten aufweist, welche jeweils ein wärmeschmelzbares Material mit verschiedener kritischer Oberflächenspannung für jede Farbe enthalten. Ferner ist ein Aufzeichnungsverfahren unter Verwendung dieses wärmeempfindlichen Mehrfarben-Bildübertragungsmaterials vorgeschlagen worden, bei dem die Übertragung in der Reihenfolge von hoher zu niedriger kritischer Oberflächenspannung des wärmeschmelzbaren Materials in den Farbschichten erfolgt, so daß die Farben aufgebaut werden. Verwendet man jedoch ein verschiedenes Färbemittel in jeder wärmeschmelzbaren Farbschicht oder ein Tensid in unterschiedlicher Menge in jeder Farbschicht, so unterscheiden sich die kritischen Oberflächenspannungen jeder Farbschicht beträchtlich beim Übertragen auf ein Empfangsblatt. Die erwünschte Verbesserung des Farbaufbaus läßt sich somit durch bloßes Einstellen der kritischen Oberflächenspannung des wärmeschmelzbaren Materials für jede Farbschicht nicht vollständig erreichen.

Erfindungsgemäß wird dieses Problem mit Hilfe eines wärmeempfindlichen Mehrfarben-Bildübertragungsmaterials gelöst, das auf einem Schichtträger mehrere wärmeschmelzbare Farbschichten nebeneinander aufweist, wobei jede wärmeschmelzbare Farbschicht eine wärmeschmelzbare Farbkomponente mit einer von den Farbkomponenten der anderen Farbschichten verschiedenen Farbe und verschiedenen Oberflächenspannung enthält.

Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Aufzeichnungsverfahren zur Herstellung von mehrfarbigen Bildern, bei dem man die wärmeschmelzbaren Farbschichten des oben genannten wärmeempfindlichen Mehrfarben-Bildübertragungsmaterials nacheinander in der Reihenfolge von der höchsten zur niedrigsten oder von der niedrigsten zur höchsten kritischen Oberflächenspannung der wärmeschmelzbaren Farbkomponenten bildmäßig auf ein Bildempfangsmaterial überträgt.

In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes wärmeempfindliches Mehrfarben-Bildübertragungsmaterial;

Fig. 2 einen Teilquerschnitt durch das Bildübertragungsmaterial von Fig. 1;

Fig. 3 einen Querschnitt durch ein anderes erfindungsgemäßes wärmeempfindliches Mehrfarben-Bildübertragungsmaterial und

Fig. 4 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsverfahrens unter Verwendung des wärmeempfindlichen Mehrfarben-Bildübertragungsmaterials.

Im folgenden wird der Abbau des erfindungsgemäßen Bildübertragungsmaterials unter Bezug auf die Zeichnung näher erläutert.

Fig. 1 zeigt ein Beispiel eines erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Mehrfarben-Bildübertragungsmaterials. Auf einem Schichtträger (1) sind mehrere wärmeschmelzbare Farbschichten in den Farben Cyan (C), Magenta (M) und Gelb (Y) nebeneinander in einer Reihe angeordnet. Die wärmeschmelzbare Farbschicht kann auf dem Schichtträger (1) durch Auftragen einer wärmeschmelzbaren Farbkomponente ausgebildet werden, die ein Färbemittel (2) und ein wärmeschmelzbares Material (3) enthält; siehe Fig. 2. Alternativ kann die wärmeschmelzbare Farbschicht auf dem Schichtträger (1) ausgebildet werden, indem die wärmeschmelzbare Farbkomponente, die das Färbemittel (2) und das wärmeschmelzbare Material (3) umfaßt, in einem feinporösen Netzwerk (4) gehalten wird, das z. B. aus einem Harz besteht und auf den Schichtträger (1) aufgebracht ist; siehe Fig. 3.

Bezeichnet man die wärmeschmelzbare Farbkomponente für die Cyan-Farbschicht (C) mit x, die wärmeschmelzbare Farbkomponente für die Magenta-Farbschicht (M) mit y und die wärmeschmelzbare Farbkomponente für die Gelb-Farbschicht (Y) mit z, so ist die Beziehung zwischen den kritischen Oberflächenspannungen γx, γy und qz wie folgt: γxγyγz.

Für den Farbaufbau werden die wärmeschmelzbaren Farbkomponenten in der Reihenfolge γx > γy > γz übereinander gebracht. Um eine übermäßige Übertragung der Farbkomponente während des Farbaufbaus zu vermeiden, kann die Reihenfolge beim Aufeinanderbringen wie folgt umgekehrt werden: γx < γy < γz.

Die kritische Oberflächenspannung γ ist ein physikalischer Parameter der wärmeschmelzbaren Farbkomponenten, der die "Benetzungseigenschaften" anzeigt. Die kritische Oberflächenspannung eines festen Materials wird dadurch gemessen, daß man (i) ein flüssiges Standard-Testreagenz auftropft, dessen kritische Oberflächenspannung γ auf dem festen Material bekannt ist, (ii) den Kontaktwinkel mit dem festen Material mißt und die Messung mit flüssigen Standard-Testreagenzien von unterschiedlicher kritischer Oberflächenspannung wiederholt. Aus den erhaltenen Daten erhält man nach der Zisman-Plot- Methode die kritische Oberflächenspannung des festen Materials. Grundsätzlich ist bei wärmeschmelzbaren Farbkomponenten x und y, wenn die gegenseitigen Benetzungseigenschaften der beiden Komponenten gut sind, die Beziehung zwischen den jeweiligen kritischen Oberflächenspannungen γx und γy wie folgt: γx = γy. Umgekehrt ist die gegenseitige Benetzbarkeit schlecht, wenn γxγy.

Die Erfinder haben die Beziehung zwischen der kritischen Oberflächenspannung der wärmeschmelzbaren Farbkomponente und der Bildqualität untersucht. Im Falle einer Flüssigkeit und eines Feststoffs kann selbst bei γxγy in manchen Fällen eine leichte Benetzung erfolgen. In Abhängigkeit von der Größenordnung der kritischen Oberflächenspannungen des Feststoffs und der Flüssigkeit verändert sich die Benetzung zwischen beiden. Unter der Annahme, daß die Farbkomponente x ein Feststoff und die Farbkomponente y eine Flüssigkeit ist, und die flüssige Farbkomponente y auf die feste Farbkomponente x aufgebracht wird, benetzt die Farbkomponente y leicht, wenn γx > γz. Wenn jedoch qx < γy, so benetzt die Farbkomponente y schlecht.

Wird daher erfindungsgemäß die wärmeschmelzbare Farbkomponente x zuerst auf ein Empfangsblatt übertragen und dann die wärmeschmelzbare Farbkomponente y in geschmolzenem flüssigem Zustand auf die wärmeschmelzbare Farbkomponente x übertragen, erfolgt eine leichte Übertragung der Farbkomponente y auf die Farbkomponente x, wenn γx > γy. Wenn dagegen γx < γy, so läßt sich die Farbkomponente y nicht leicht auf die Farbkomponente x übertragen. Dies wurde in Bildübertragungs-Aufzeichnungstests experimentell bestätigt.

Erfindungsgemäß wird deshalb die kritische Öberflächenspannung für jede Farbbildübertragungsschicht unterschiedlich gemacht, um die Übertragung der einzelnen Farbbildübertragungsschichten zu erleichtern.

Die Erfindung betrifft auch ein Aufzeichnungsverfahren unter Verwendung des beschriebenen wärmeempfindlichen Mehrfarben- Bildübertragungs-Aufzeichnungsmaterials, bei dem man aufeinanderfolgend die wärmeschmelzbare Farbkomponente für jede Farbe aufeinanderbringt, und zwar in der Reihenfolge von hoher zu niedriger kritischer Oberflächenspannung der wärmeschmelzbaren Farbkomponente für jede Farbe. Im einzelnen wird aus der vorstehend beschriebenen Beziehung zwischen der Beziehung von γx und γy und den Bildübertragungseigenschaften das Signal zum Anzeigen der Übertragungsreihenfolge bei der Aufzeichnung so eingestellt, daß die Übertragung in der höheren Reihenfolge von γ erfolgt, wenn die Farbaufbauleistung verbessert werden soll. Soll umgekehrt die Farbaufbauleistung abnehmen, z. B. bei zahlreichen festen Bereichen, so kann das Signal zur Anzeige der Übertragungsreihenfolge bei der Aufzeichnung so eingestellt werden, daß die Übertragung in der niedrigeren Reihenfolge von γ erfolgt, wodurch das beste Farbgleichgewicht erhalten wird.

Die Erfindung ist nicht auf den Farbaufbau aus den drei Grundfarben beschränkt. Betrachtet man z. B. die Übertragung auf ein Blatt Normalpapier, so kann die direkte Übertragung irgendeiner der Grundfarben auf das Papier schlecht sein, wodurch die Gesamt-Farbreproduktion beeinträchtigt wird. Für diesen Fall ist eine Methode bekannt, in der drei Primärfarbblätter und ein mit weißem Wachs beschichtetes weißes Blatt verwendet werden, wobei das weiße Wachs des weißen Blattes zuerst auf das Normalpapier übertragen wird. Selbst in diesem Fall wird erfindungsgemäß das weiße Blatt so hergestellt, daß es eine wärmeschmelzbare Farbkomponente mit der höchsten kritischen Oberflächenspannung γ im Vergleich zu den kritischen Oberflächenspannungen der wärmeschmelzbaren Farbkomponenten für die drei Grundfarben enthält, wodurch beim Übertragen der wärmeschmelzbaren Farbkomponente des ersten weißen Blattes und anschließendem Übertragen der wärmeschmelzbaren Farbkomponenten für die drei Primärfarben in der Reihenfolge von der höchsten zur niedrigsten kritischen Oberflächenspannung ein zufriedenstellener Farbaufbau erzielt wird.

Wie in Fig. 4 gezeigt ist, sind die wärmeschmelzbaren Farbschichten (C), (M) und (Y) eines wärmeempfindlichen Mehrfarben-Bildübertragungsmaterials, gestreckt zwischen einem Walzenpaar (5, 5), in der höheren Reihenfolge der kritischen Oberflächenspannungen der wärmeschmelzbaren Farbkomponenten derart angeordnet, daß sie einem Empfangsblatt (6) zugewandt sind. Mit Hilfe eines Thermokopfes (7) wird Wärme von der Seite des Schichtträgers (1) her zugeführt, so daß die wärmeschmelzbaren Farbschichten nacheinander auf das Empfangsblatt (6) übertragen werden. Ein Teil der Farbschicht (C) wird auf das Empfangsblatt (6) übertragen, worauf ein Teil der Farbschicht (M) auf einen Teil des übertragenen Bereichs der Farbschicht (C) und anschließend ein Teil der Farbschicht (Y) auf einen Teil der übertragenen Bereiche einer oder beider Farbschichten (C) bzw. (M) übertragen werden, wodurch ein Farbbild mit guter Farbreproduktion erhalten wird.

Die kritische Oberflächenspannung jeder der Farbkomponenten wird hauptsächlich über die kritische Oberflächenspannung des wärmeschmelzbaren Materials in jeder Farbkomponente geregelt. Die kritische Oberflächenspannung jeder Farbkomponente ändert sich jedoch entsprechend den Eigenschaften bzw. der Menge des Färbemittels und anderer in der Farbkomponente enthaltenen Additive. Wenn daher die Menge an Färbemittel und anderen Additiven in der Farbkomponente gering ist, ist die Größen- Reihenfolge der kritischen Oberflächenspannungen der wärmeschmelzbaren Farbkomponenten äquivalent der Größen- Reihenfolge der kritischen Oberflächenspannungen der wärmeschmelzbaren Materialien.

Als Färbemittel, wärmeschmelzbare Materialien, Weichmacher, Klebstoffe und Schichtträger können erfindungsgemäß die für diesen Zweck bekannten Materialien angewandt werden. Die feinporöse Struktur kann z. B. aus einem thermoplastischen Harz bestehen, z. B. einem Homopolymer oder Copolymer von Monomeren, wie Vinylchlorid, Vinylacetat, Vinylidenchlorid, Acrylsäure, Methacrylsäure, Acrylsäureestern, Methacrylsäureestern, Nitrocellulose, Celluloseacetat und Cellulosebutyrat, oder einem hitzehärtbaren Harz, z. B. einem Phenolharz, Furanharz, Formaldehydharz, Harnstoffharz, Melaminharz, Alkydharz, ungesättigten Polyester oder Epoxidharz.

Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Alle Teile und Prozente beziehen sich auf das Gewicht, sofern nichts anderes angegeben ist. Beispiel 1

Die Komponenten für die wärmeschmelzbare Farbkomponente jeder der folgenden Formulierungen werden gründlich dispergiert, worauf man die Mischung nach der Hot-Melt-Methode auf einen handelsüblichen Polyesterfilm von 6 µm Dicke aufbringt. Hierdurch erhält man drei wärmeempfindliche Bildübertragungsmaterialien für die drei Grundfarben, deren Farbschicht jeweils etwa 3 µm dick ist.

Formulierung für das Cyan-Übertragungsmaterial (%)

Färbemittel: Heliogenblau D-7030 20

Wärmeschmelzbares Material: Hi-Wax 4252E 65

Weichmacher: Öl 10

Additiv: Flüssiges Paraffin 5



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 36,7 dyn/cm.

Formulierung des Magenta-Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: First Carmine 1480 20

Wärmeschmelzbares Material: Hi-Wax 220MP 65

Weichmacher: Öl 10

Additiv: Flüssiges Paraffin 5



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 29,5 dyn/cm.

Formulierung des Gelb-Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Sico Yellow D1250 20

Wärmeschmelzbares Material: Hi-Wax 110P 65

Weichmacher: Öl 10

Additiv: flüssiges Paraffin 5



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 23,2 dyn/cm.

Unter Verwendung dieser Übertragungsmaterialien wird eine musterförmige Farbbildübertragung auf ein Blatt synthetisches Papier unter Verwendung einer modifizierten handelsüblichen Color-Wärmeübertragungsvorrichtung vom Linientyp durchgeführt. Es werden folgende Ergebnisse erhalten:

Tabelle 1

Beispiel 2

Beispiel 1 wird wiederholt, jedoch ändert man die Formulierungen für die drei Grundfarbenmaterialien wie folgt:

Formulierung des Cyan-Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Heliogen-Blau D7072D 20

Wärmeschmelzbares Material: Montan BJ 65

Weichmacher: Öl 10

Additiv: Flüssiges Paraffin 5



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 31,5 dyn/cm.

Formulierung des Magenta-Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Paliogen-Rot L-3910D 25

Wärmeschmelzbares Material: Carnauba-Wachs 60

Weichmacher: Öl 10

Additiv: Flüssiges Paraffin 5



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 24,8 dyn/cm.

Formulierung des Gelb-Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Sico-Gelb D1250 25

Wärmeschmelzbares Material: Paraffin HNP-3 60

Weichmacher: Öl 10

Additiv: Flüssiges Paraffin 5



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 20,0 dyn/cm.

Unter Verwendung dieser Übertragungsmaterialien wird eine Farbbildübertragung wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei die folgenden Ergebnisse erhalten werden:

Tabelle 2

Beispiel 3

Die folgenden Komponenten werden gründlich dispergiert, worauf man die Mischung nach der Hot-Melt-Methode von Beispiel 1 auf einen handelsüblichen Polyesterfilm von 6 µm Dicke aufträgt. Hierdurch erhält man ein weißes wärmeempfindliches Bildübertragungsmaterial mit einer weißen Farbschicht von etwa 3 µm Dicke.

Formulierung des weißen Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Zinkoxid 20

Wärmeschmelzbares Material: Hi-Wax 4252E 65

Weichmacher: Öl 10

Additiv: Flüssiges Paraffin 5



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 35,5 dyn/cm.

Unter Verwendung des weißen Übertragungsmaterials wird zuerst ein weißes vollflächiges Bild auf einem Blatt Normalpapier (Xerox-Papier Nr. 4024) hergestellt. Hierauf führt man Farbbildübertragungen wie in Beispiel 2 unter Verwendung der drei Grundfarben-Übertragungsmaterialien aus Beispiel 2 wie folgt durch: C→M→Y, Y→M→C und C→Y→M. Die beste Farbbildübertragung wird bei der Sequenz C→M→Y erzielt und es wird ein gutes Farbbild erhalten.

Beispiel 4

Die Komponenten der folgenden Formulierungen werden jeweils getrennt in einem Lösungsmittelgemisch aus 100 Teilen Methylethylketon und 130 Teilen Toluol gemischt und dann etwa 48 Stunden bei 90°C in einer Kugelmühle dispergiert, wobei Dispersionen der wärmeempfindlichen Farbkomponenten für die drei Grundfarben erhalten werden.

Hierauf gibt man getrennt zu jeder der Dispersionen der wärmeempfindlichen Farbkomponenten 300 Teile einer 20%-Lösung eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymers (bestehend aus 10 Teilen Copolymer, 20 Teilen Toluol und 20 Teilen Methylethylketon) und dispergiert etwa 1 Stunde in einer Kugelmühle.

Jede der Dispersionen wird dann auf die Oberseite eines Polyesterfilms von 6 µm Dicke, der mit einer hitzebeständigen Schicht aus Siliconharz kaschiert ist, unter Verwendung eines Drahtstabs aufgetragen und 1 Minute bei 100°C getrocknet. Hierdurch erhält man drei wärmeempfindliche Bildübertragungsmaterialien für drei Grundfarben, deren Farbschicht jeweils eine Dicke von etwa 5 µm hat.

Formulierung des Cyan-Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Neozapon-Blau 807 20

Wärmeschmelzbares Material: Montan BJ 40

Weichmacher: modifiziertes Lanolinöl 20

Dispergiermittel: Sorbon S-80 5

Additiv: Flüssiges Paraffin 15



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 29,9 dyn/cm.

Formulierung des Magenta-Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Neozapon-Rot 365 20

Wärmeschmelzbares Material: Carnauba-Wachs 40

Weichmacher: modifiziertes Lanolinwachs 20

Dispergiermittel: Sorbon S-80 5

Additiv: Flüssiges Paraffin 15



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 25,3 dyn/cm.

Formulierung des Gelb-Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Neozapon-Gelb 157 20

Wärmeschmelzbares Material: Paraffin HNP-3 40

Weichmacher: modifiziertes Lanolinöl 10

Dispergiermittel: Sorbon S-80 5

Additiv: Flüssiges Paraffin 15



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 20,3 dyn/cm.

Unter Verwendung der Übertragungsmaterialien wird eine musterförmige Farbbildübertragung auf ein Blatt synthetisches Papier unter Verwendung einer modifizierten handelsüblichen thermischen Color-Übertragungsvorrichtung vom Linientyp durchgeführt. Hierbei erhält man folgende Ergebnisse:

Tabelle 3

Beispiel 5

Mit der folgenden Formulierung wird ein weißes Übertragungsmaterial mit einer weißen Farbschicht gemäß Beispiel 4 hergestellt:

Formulierung des weißen Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Zinkoxid 25

Wärmeschmelzbares Material: Hi-Wax 4252E 60

Weichmacher: Öl 10

Additiv: Flüssiges Paraffin 5



Die kristische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 35,5 dyn/cm.

Unter Verwendung des weißen wärmeempfindlichen Bildübertragungsmaterials wird zuerst ein weißes vollflächiges Bild auf einem Blatt Normalpapier (Xerox Papier Nr. 4024) erzeugt. Hierauf führt man Farbbildübertragungen wie in Beispiel 4 unter Verwendung der drei Grundfarbenübertragungsmaterialien aus Beispiel 4 in folgender Reihenfolge durch: C→M→Y, Y→M→C und C→Y→M. Hierbei wird die beste Farbbildübertragung mit der Sequenz C→M→Y erzielt und es wird ein gutes Farbbild erhalten.

Beispiel 6

Die Komponenten der folgenden Formulierungen werden jeweils getrennt in einem Lösungsmittelgemisch aus 100 Teilen Methylethylketon und 130 Teilen Toluol gemischt und dann etwa 48 Stunden bei 90°C in einer Kugelmühle dispergiert, wobei Dispersionen der wärmeempfindlichen Farbkomponenten für die drei Grundfarben erhalten werden.

Hierauf gibt man getrennt zu jeder der Dispersionen der wärmeempfindlichen Farbkomponenten 300 Teile einer 20%-Lösung eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymers (bestehend aus 10 Teilen Copolymer, 20 Teilen Toluol und 20 Teilen Methylethylketon) und dispergiert in einer Kugelmühle etwa 1 Stunde.

Jede der Dispersionen wird dann auf die Oberseite eines Polyesterfilms von 6 µm Dicke, der mit einer hitzebeständigen Schicht aus Siliconharz kaschiert ist, unter Verwendung eines Drahtstabes aufgetragen und 1 Minute über 100°C getrocknet. Hierdurch erhält man drei wärmeempfindliche Bildübertragungsmaterialien für die drei Grundfarben, deren Farbschicht jeweils etwa 5 µm dick ist.

Formulierung des Cyan-Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Neozapon-Blau 807 20

Wärmeschmelzbares Material: Carnauba-Wachs Nr. 1 40

Weichmacher: modifiziertes Lanolinöl 20

Dispergiermittel: Sorbon S-80 5

Additiv: Flüssiges Paraffin 15



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 25,6 dyn/cm.

Formulierung des Magenta-Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Neozapon-Rot 365 20

Wärmeschmelzbares Material: Carnauba-Wachs Nr. 1 40

Weichmacher: modifiziertes Lanolinwachs 20

Dispergiermittel: Sorbon S-80 5

Additiv: Flüssiges Paraffin 15



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 29,3 dyn/cm.

Formulierung des Gelb-Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Neozapon-Gelb 157 20

Wärmeschmelzbares Material: Carnauba-Wachs Nr. 1 40

Weichmacher: modifiziertes Lanolinöl 20

Dispergiermittel: Sorbon S-80 5

Additiv: Flüssiges Paraffin 15



Die kritische Oberflächenspannung γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 24,7 dyn/cm.

Unter Verwendung dieser Übertragungsmaterialien wird eine musterförmige Farbbildübertragung auf ein Blatt synthetisches Papier unter Verwendung einer modifizierten handelsüblichen thermischen Color-Übertragungsvorrichtung vom Linientyp durchgeführt. Es werden folgende Ergebnisse erhalten:

Tabelle 4

Beispiel 7

Mit der folgenden Formulierung wird ein weißes Übertragungsmaterial gemäß Beispiel 4 hergestellt:

Formulierung des weißen Übertragungsmaterials (%)

Färbemittel: Calciumcarbonat 25

Wärmeschmelzbares Material: Hi-Wax 4252E 60

Weichmacher: Öl 10

Additiv: Flüssiges Paraffin 5



Die kritische Oberflächenspannund γ dieser wärmeschmelzbaren Farbkomponente beträgt 36,5 dyn/cm.

Unter Verwendung dieses weißen Bildübertragungsmaterials wird zuerst ein weißes vollflächiges Bild auf einem Blatt Normalpapier erzeugt. Hierauf führt man die folgenden Farbbildübertragungen gemäß Beispiel 6 unter Verwendung der drei Grundfarben-Übertragungsmaterialien aus Beispiel 6 durch: C→M→Y, Y→M→C, M→Y→C und C→Y→M. Die beste Farbbildübertragung wird mit der Sequenz M→C→Y erzielt und es wird ein gutes Farbbild erhalten.


Anspruch[de]
  1. 1. Wärmeempfindliches Mehrfarben-Bildübertragungsmaterial, das auf einem Schichtträger nebeneinander mehrere wärmeschmelzbaren Farbschichten aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß jede wärmeschmelzbare Farbschicht eine wärmeschmelzbare Farbkomponente enthält, die eine andere Farbe und eine andere Oberflächenspannung als die Farbkomponenten in den anderen wärmeschmelzbaren Farbschichten aufweist.
  2. 2. Bildübertragungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeschmelzbare Farbkomponente ein Färbemittel und ein wärmeschmelzbares Material umfaßt.
  3. 3. Bildübertragungsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeschmelzbare Farbschicht eine feinporöse Netzwerkstruktur aufweist und die wärmeschmelzbare Farbkomponente in dem feinporösen Netzwerk gehalten wird.
  4. 4. Bildübertragungsmaterial nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeschmelzbare Farbkomponente ein Färbemittel und ein wärmeschmelzbares Material umfaßt.
  5. 5. Aufzeichnungsverfahren zur Herstellung von mehrfarbigen Bildern unter Verwendung des Bildübertragungsmaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man eine der wärmeschmelzbaren Farbschichten in Kontakt mit einem Empfangsblatt bringt und die wärmeschmelzbare Farbkomponente für jede Farbschicht aufeinanderfolgend von der höchsten zur niedrigsten oder von der niedrigsten zur höchsten kritischen Oberflächenspannung der wärmeschmelzbaren Farbkomponenten durch Wärmeeinwirkung auf das Empfangsblatt überträgt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeschmelzbare Farbkomponente für jede Farbschicht aufeinanderfolgend von der höchsten zur niedrigsten kritischen Oberflächenspannung der wärmeschmelzbaren Farbkomponenten durch Wärmeeinwirkung auf das Empfangsblatt übertragen wird.






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