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Dokumentenidentifikation DE3721149C1 31.03.1988
Titel Pantograf
Anmelder Eichstaedt, Peter, 2240 Heide, DE
Erfinder Eichstaedt, Peter, 2240 Heide, DE
Vertreter Tönnies, J., Dipl.-Ing.Dipl.-Oek., Pat.- u. Rechtsanw., 2300 Kiel
DE-Anmeldedatum 26.06.1987
DE-Aktenzeichen 3721149
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.03.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.1988
IPC-Hauptklasse B43L 13/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Pantograf zur zeichnerischen Dokumentation von Bauwerken, Erdschichten, Grabungsfunden und dgl. nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs, wie er aus der DE-OS 26 19 761 vorbekannt ist.

Der aus dieser Druckschrift vorbekannte Pantograf erleichtert die zeichnerische Dokumentation von Bauwerken, Erdschichten, Grabungsfunden und deren Lage im Feld erheblich: Nach Wahl des Abbildungsmaßstabs durch entsprechende Einstellung des Pantografen wird der zu erfassende Gegenstand einfach mit einem Fahrstift abgefahren und in dem gewünschten Maßstab aufgezeichnet. Diese Feldpantografen haben sich an sich bewährt. Die Genauigkeit des vorbekannten Pantografens wird allerdings durch eine Neigung der den Fahrstift führenden Seile zur Horizontalen und eine Neigung des Fahrstiftes selbst zur Vertikalen beeinträchtigt, wobei die Gefahr eines solchen Fehlers um so größer ist, um so höher der Feldpantograf gebaut ist.

Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, einen Feldpantografen der eingangs genannten Art zu schaffen, der flacher ausgebildet werden kann.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebenen Merkmale gelöst.

Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen eines solchen Pantografen an.

Die Erfindung wird an Ausführungsbeispielen, die in den Zeichnungen dargestellt sind, erläutert. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine Draufsicht,

Fig. 2 eine Schnittansicht entlang der Linie A-B,

Fig. 3 eine alternative Detailanordnung in einer Fig. 2 entsprechenden Darstellung,

Fig. 4 eine Schnittansicht entlang der Linie C-D von Fig. 1 und

Fig. 5 eine schematische Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Der in den Fig. 1 bis 4 gezeigte Pantograf besteht aus einer auf Füßen 18 ruhenden, kreisrunden Zeichenplatte 1. Ein Rahmen 2 stützt sich über Laufrollen 3, die mit einer umlaufenden, die Wandung der Zeichenplatte 1 aufnehmenden Nut versehen sind, auf der Zeichenplatte 1 ab, wobei der Rahmen 2 um eine gedachte Mittelachse relativ zur Zeichenplatte 1 drehbar ist. Auf dem Rahmen 2 ist eine Seilscheibe 4 befestigt, auf die zwei Seile 8 gleichsinnig aufgewickelt sind. Diese Seile 8 sind über an dem Rahmen befestigte Umlenkrollen 7 geführt, wobei die beiden Seile 8 zu einem Fahrstift 16 führen.

Die Seilscheibe 4 wird mittels einer Spiralfeder 10 so vorgespannt, daß die Seile 8 rückgeholt werden. Auf die Mittelachse 12 der Seilscheibe 4 ist ein Zahnrad 5 gesetzt, das mit einer Zahnstange 6 kämmt. Diese Zahnstange 6 ist auf einem Trägerschlitten 13 befestigt, der auf an dem Rahmen 2 befestigten Gleitstäben 9 in Richtung der Mittelsenkrechten der gedachten Verbindungslinie zwischen den Umlenkrollen 7 verfahrbar ist, wobei die Verbindung zwischen dem Trägerschlitten 13 und den Gleitstäben 9 über Gleitstücke 15 hergestellt wird und die Mittelachse 12 der Seilscheibe von einer Trägerplatte 11 getragen wird. Dabei ist zu beachten, daß zur Vermeidung von Abbildungsfehlern der Winkel zwischen der Zahnstange und der Mittelsenkrechten jeweils dem Winkel zwischen den Seilen und der Mittelsenkrechten entsprechen muß.

Der Schlitten 13 trägt auf der Mittelsenkrechten zwischen der gedachten Verbindungslinie zwischen den Umlenkrollen 7 einen Zeichenstift 14, der Bewegungen des Fahrstifts 16 dem Abbildungsverhältnis entsprechend folgt, wobei das Abbildungsverhältnis durch Wahl der Größe des Zahnrades 5 bzw. Wahl des Ortes der Anlenkung 17 der Zahnstange 6 gewählt werden kann.

Fig. 3 zeigt eine alternative Ausführung, bei der die Laufrollen nicht mit einer Nut versehen sind, sondern die Zeichenplatte 1 nur nach unten abstützen. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist den Laufrollen 19 eine besondere, um eine horizontale Achse drehende Stützrolle 20 zugeordnet.

Anders als bei dem zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiel können die Umlenkrollen 7 auch auf den nach oben verlängerten Wellen zweier einander gegenüberliegender Laufrollen 3 sitzen.

Fig. 5 zeigt eine alternative Ausführungsform der Erfindung, bei der die Kreisbahn, auf der Laufrollen 3 und Stützrollen 20 laufen, durch eine oberhalb der quadratisch ausgebildeten Zeichenplatte 1 angeordneten, mit einer kreisrunden Ausnehmung 22 versehenen Stützplatte 23 gebildet wird.

Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem nach den Fig. 1 bis 4 weiter dadurch, daß zwei auf den Gleitstäben 9 verfahrbare Schlitten 13, 13&min; vorgesehen sind, die über jeweils eine Zahnstange 6, 6&min; mit jeweils einem auf der Mittelachse 12 der Seilscheibe 4aufsitzenden Zahnrad 5, 5&min; kämmen, wobei die Zahnräder 5, 5&min; unterschiedlichen Durchmesser haben und der Ort der Anlenkung 17, 17&min; der Zahnstangen 6, 6&min; auf den Schlitten 13, 13&min; entsprechend unterschiedlich ist. Beide Schlitten 13, 13&min; sind jeweils mit einer Einrichtung zur Aufnahme eines Zeichenstiftes 14, 14&min; versehen. Die Wahl des jeweiligen Abbildungsmaßstabes erfolgt dabei dadurch, daß nur der Zeichenstift des Schlittens des gewählten Abbildungsmaßstabs auf die Zeichenplatte abgesenkt wird. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, daß nur ein Schlitten und nur eine Zahnstange vorgesehen sind, wobei die Zahnstange zum Wechseln des Abbildungsmaßstabs unter Wechsel des Anlenkpunktes 17 mit dem anderen Zahnrad 6, 6&min; in Eingriff gebracht wird.

Zeichnerisch nicht dargestellt ist eine Justiereinrichtung, die aus einem ersten, auf einem der Gleitstäbe 9 und einem zweiten, auf den Schlitten 13, 13&min; angeordneten Element besteht, die zum Justieren der Einrichtung miteinander ausgerichtet werden müssen. Zu diesem Zweck sind die Seile 8 im Bereich des Fahrstiftes 16 mit - zeichnerisch nicht dargestellten - selbsthemmenden Seilscheiben versehen, über die die Seile entsprechend verkürzt bzw. verlängert werden können.

Erfindungsgemäß wird also vorgeschlagen, den Rahmen 2 auf der Zeichenplatte 1 nicht mittels einer Welle auf der Zeichenplatte abzustützen, sondern mittels einer Mehrzahl von Laufrollen, wobei mindestens drei Laufrollen vorzusehen sind. Bei einer solchen Ausgestaltung läßt sich der Pantograf wesentlich flacher bauen, durch eine Fehlausrichtung des Seiles entstehende Abbildungsfehler werden weitgehend vermieden.

Die vorgeschlagene Ausbildung ermöglicht es weiter, durch einfache Anordnung von zwei Schlitten auf den Gleitstäben einen Pantografen zu schaffen, bei dem zwei Abbildungsmaßstäbe erzielbar sind. Dies kann allerdings alternativ auch dadurch erreicht werden, daß lediglich ein Schlitten und lediglich eine Zahnstange vorgesehen sind, wobei die Zahnstange mit Zahnrädern unterschiedlichen Durchmessers in Eingriff gebracht werden kann und der Ort der Anlenkung der Zahnstangen auf dem Schlitten umsteckbar ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Pantograf zur zeichnerischen Dokumentation von Bauwerken, Erdschichten, Grabungsfunden und dergleichen, mit einer ortsfesten Zeichenplatte (1), einem auf dieser drehbar gelagerten Rahmen (2), einer mit dem Rahmen fest verbundenen Seilscheibe (4), einer auf die Seilscheibe (4) wirkenden Spiralfeder (10), zwei auf dem Rahmen (2) befestigten Umlenkrollen (7), zwei gleichsinnig auf die Seilscheibe (4) aufgewickelten, um je eine Umlenkrolle (7) geführten, an einem Fahrstift (16) zusammenlaufenden Seilen (8), einem entlang der Mittelsenkrechten der gedachten Verbindungslinie zwischen den Umlenkrollen (7) verfahrbaren Schlitten (13), einem von dem Schlitten (13) getragenen, auf die Zeichenplatte (1) wirkenden Zeichenstift (14) und einer Zahnrad/Zahnstangen-Anordnung (5, 6) zum Verfahren des Schlittens auf der Mittelsenkrechten in Abhängigkeit von der Drehung der Seilscheibe (4), dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (2) mit wenigstens drei auf einer Kreisbahn, deren gedachte Mittelachse mit der gedachten Mittelachse des Pantografens zusammenfällt, abgestützten Laufrollen (3) versehen ist.
  2. 2. Pantograf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreisbahn durch die kreisförmig ausgebildete Zeichenplatte (1) gebildet wird.
  3. 3. Pantograf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreisbahn durch eine horizontale Ausnehmung (22) eines oberhalb der Zeichenplatte (1) angeordneten Stützelements (23) gebildet wird.
  4. 4. Pantograf nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement (23) eine Platte ist.
  5. 5. Pantograf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufrollen (3) mit einer umlaufenden, die Peripherie der Zeichenplatte (1) aufnehmenden Nut versehen sind.
  6. 6. Pantograf nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den Laufrollen (3) an dem Rahmen (2) befestigte, um eine in der Ebene der Zeichenplatte verlaufende Achse drehende Stützrollen (20) zugeordnet sind.
  7. 7. Pantograf nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Schlitten (13, 13&min;) vorgesehen sind, die über jeweils eine Zahnstange (6, 6&min;) mit einem Zahnrad (5, 5&min;) und jeweils einer Einrichtung zur Aufnahme eines Zeichenstiftes (14, 14&min;) versehen sind, wobei durch Wahl unterschiedlich großer Zahnräder (5, 5&min;) und einer entsprechenden Anlenkung (17, 17&min;) der Zahnstange (6, 6&min;) an dem jeweiligen Schlitten (13, 13&min;) unterschiedliche Abbildungsmaßstäbe erzielt werden.






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