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Dokumentenidentifikation DE3631605A1 07.04.1988
Titel Zeichengerät
Anmelder Schneider, Peter Maria, 8976 Gunzesried, DE
Erfinder Schneider, Peter Maria, 8976 Gunzesried, DE
Vertreter Helms, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 17.09.1986
DE-Aktenzeichen 3631605
Offenlegungstag 07.04.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.04.1988
IPC-Hauptklasse B43L 9/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Zeichengerät, bestehend aus einer Schiene, an welcher eine Einstechspitze sowie ein in Längsrichtung der Schiene verstellbarer Zeichenstift befestigt sind.

Es sind bereits Zeichengeräte bekannt, welche im wesentlichen aus einer Schiene bestehen, an welcher eine Einstechspitze sowie ein in Bezug auf die Einstechspitze verstellbarer Zeichenstift befestigt sind. Durch Einstechen der betreffenden Einstechspitze auf einer beliebigen Zeichenunterlage und durch Drehen der den Zeichenstift tragenden Schiene können dabei Kreise gezeichnet werden, wobei die Größe des Radius der gezeichneten Kreise von dem Abstand des Zeichenstiftes in Bezug auf die Einstechspitze abhängt.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, dieses bekannte Zeichengerät dahingehend weiterzubilden, daß mit demselben ebenfalls von der Kreisform abweichende geometrische Figuren, beispielsweise Ellypsen, Zykloiden, Epizykloiden, Hypozykloiden und Kardioiden in sehr einfacher Weise gezeichnet werden können.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Einstechspitze sowie der Zeichenstift jeweils an in Bezug auf die Schiene drehbar gelagerten Wellen befestigt sind, und daß im oberen Bereich dieser beiden Wellen jeweils austauschbare, scheibenförmige Abrollelemente drehfest befestigt sind, welche untereinander in Wirkeingriff stehen.

Im Hinblick auf eine relativ einfache Bauweise eines derartigen Zeichengeräts erscheint es zweckmäßig, wenn die Schiene aus zwei parallel zueinander angeordneten Stangen besteht, welche durch entsprechende, mittels Arretierschrauben fixierbare Lagerblöcke geführt sind, in denen die beiden Wellen gelagert sind.

Um das Zeichnen von geometrischen Figuren zu erleichtern, erweist es sich fernerhin als vorteilhaft, wenn die die Einstechspitze tragende Welle an ihrem oberen Ende ein Griffelement trägt.

Um bei einem derartigen Zeichengerät eine weitere Verstellmöglichkeit zu schaffen, erweist es sich fernerhin als zweckmäßig, wenn der Zeichenstift exzentrisch in Bezug auf die diesen Stift tragende Welle angeordnet ist.

Konstruktiv läßt sich dies am einfachsten dadurch erreichen, daß der Zeichenstift von einem Zeichenstifthalter gehalten wird, welcher an einem quer sich erstreckenden Stab befestigt ist, und daß dieser Stift verschiebbar durch einen mit einer Arretierschraube versehenen Halteblock geführt ist, welcher unter dem Einfluß einer Feder verschwenkbar an der betreffenden Welle befestigt ist.

Um das Zeichnen möglichst unterschiedlicher geometrischer Formen zu ermöglichen, erweist es sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung als zweckmäßig, wenn die beiden scheibenförmigen Abrollelemente als Kreisscheiben ausgebildet sind, welche sowohl mittig als auch exzentrisch an den beiden Wellen drehfest befestigbar sind.

Zum Zeichnen anderer geometrischer Formen erweist es sich fernerhin als vorteilhaft, wenn wenigstens eine der beiden scheibenförmigen Abrollelemente als ellyptische Scheibe oder regelmäßige polygonale Scheibe ausgebildet ist.

Im Hinblick auf das Zeichnen derartiger geometrischer Formen besteht eine Möglichkeit darin, daß die scheibenförmigen Abrollelemente als Reibscheiben ausgebildet sind, welche unter Ausbildung einer entsprechenden Haftreibung aufeinander zum Abrollen gelangen.

Eine andere Möglichkeit besteht jedoch darin, daß die scheibenförmigen Abrollelemente als Zahnscheiben ausgebildet sind, welche mit kämmendem Eingriff aufeinander zum Abrollen gelangen.

Im Hinblick auf die Schaffung des erforderlichen Wirkeingriffs zwischen den vorhandenen Abrollelementen erweist es sich als vorteilhaft, wenn der die Wellen des Zeichenstifts tragende Lagerblock bei Lösung der entsprechenden Arretierschraube mit Hilfe eines elastischen Elements, beispielsweise in Form eines Gummibandes, in Richtung des anderen Lagerblocks drückbar ist.

Eine vereinfachte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich dadurch, daß die von den beiden Wellen getragenen Abrollelemente unmittelbar miteinander in Eingriff stehen.

Um jedoch komplexere geometrische Formen zeichnen zu können, besteht jedoch im Rahmen der vorliegenden Erfindung ebenfalls die Möglichkeit, daß die von den beiden Wellen getragenen Abrollelemente mit zwei weiteren Abrollelementen in Wirkeingriff stehen, welche drehfest, jedoch austauschbar auf einer dritten Welle befestigt sind, die drehbar innerhalb der Schiene gelagert ist.

In zweckmäßiger Weise kann dabei diese dritte Welle innerhalb eines entsprechenden Lagerblocks gelagert sein, welche in Bezug auf die erstgenannten Wellen auf der Außenseite der den Zeichenstift tragenden Welle verschiebbar entlang der Schiene angeordnet ist.

Um beim Zeichnen gewisser geometrischer Formen die Halterung des Zeichengeräts in Bezug auf die jeweilige Zeichenunterlage zu vereinfachen, erweist es sich fernerhin als zweckmäßig, wenn an den beiden Enden der Schiene zusätzlich Tragblöcke befestigbar sind, welche in Bezug auf die Zeichenebene stationär oder beweglich positionierbar sind.

Im letzteren Fall erscheint es dabei zweckmäßig, wenn an dem oberen Ende von wenigstens einer der Wellen eine Betätigungskurbel befestigbar ist.

Eine weitere Abwandlung des erfindungsgemäßen Gedankens ergibt sich dadurch, daß parallel zu der Schiene zusätzlich eine stationär gegenüber der Zeichenebene angeordnete Abrollstange vorgesehen ist, und daß die beiden Tragblöcke der Schiene unter Federkraft in Richtung der Abrollstange gedrückt sind, wobei eines der Abrollelemente, vorzugsweise dasjenige mit dem größeren Durchmesser, auf der stationär gehaltenen Abrollstange zum Abrollen gelangt.

Die Erfindung soll nunmehr anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert und beschrieben werden, wobei auf die beigefügte Zeichnung Bezug genommen ist. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zeichengeräts,

Fig. 2 eine seitliche Ansicht des Zeichengeräts von Fig. 1,

Fig. 3 eine seitliche Ansicht einer abgewandelten Ausführungsform des Zeichengeräts der Fig. 1 und 2, und

Fig. 4 eine Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform des Zeichengeräts gemäß der Erfindung.

Gemäß der Fig. 1 und 2 besteht das erfindungsgemäße Zeichengerät im wesentlichen aus einer Schiene 1, welche durch zwei parallel zueinander angeordnete Stangen 2 und 3 gebildet ist. Diese beiden Stangen 2 und 3 sind durch zwei Lagerblöcke 4 und 5 geführt, welche mit Arretierschrauben 6 und 7 versehen sind. Durch Anziehen dieser Arretierschrauben 6 und 7 können die Lagerblöcke 4 und 5 gegenüber den beiden Stangen 2 und 3 positionsmäßig fixiert werden.

Die beiden Lagerblöcke 4 und 5 dienen der drehbaren Lagerung von zwei Wellen 8 und 9. Die Welle 8 besitzt dabei an ihrem unteren Ende eine Einstechspitze 10, welche bei Nichtgebrauch des Zeichengeräts durch eine Schutzkappe 11 abgedeckt ist. Das untere Ende der Welle 9 ist hingegen mit einem flach ausgebildeten Gleitkopf 12 versehen, welcher bei der Benützung des Zeichengeräts auf der nicht dargestellten Zeichenunterlage zum Aufliegen gelangt. Die betreffende Welle 9 ist oberhalb des Gleitkopfes 12 mit einer Querbohrung 13 versehen, durch welche eine Schraube 14 hindurchgeführt ist, die an ihrem Ende einen Halteblock 15 trägt. Dieser Halteblock 15 ist dabei in Bezug auf die Längsachse der Schraube 14 schwenkbar gelagert, wobei zwischen der Welle 9 und dem Halteblock 15 um die Schraube 14 herum eine Spiralfeder 16 angeordnet ist, welche danach trachtet, den Halteblock 15 entsprechend Fig. 2 entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn zu verschwenken. Der Halteblock 15 wiederum ist mit einer Querbohrung 17 versehen, durch welche ein Stab 18 hindurchgeführt ist. Die jeweilige Position des Stabes 18 kann dabei in Bezug auf den Halteblock 15 mit Hilfe einer im unteren Bereich des Halteblocks 15 vorgesehenen Arretierschraube 19 positionsmäßig fixiert werden. Der Stab 18 trägt an seinem äußeren Ende einen in etwa zylindrischen Zeichenstifthalter 20, welcher mit einer Axialbohrung 21 versehen ist, durch welche ein Zeichenstift 22 beispielsweise in Form einer Bleistiftmine hindurchgeführt ist. Der Zeichenstifthalter 20 ist schließlich noch mit einer weiteren Arretierschraube 23 versehen, mit welcher die Längsposition des Zeichenstifts 22 in Bezug auf den Zeichenstifthalter 20 fixiert werden kann.

Entsprechend Fig. 2 sind oberhalb und unterhalb der beiden Lagerblöcke 4 und 5 jeweils Positionierungsringe 24 mit entsprechenden Arretierschrauben 25 vorgesehen, mit welchen die beiden Wellen 8 und 9 in Längsrichtung in Bezug die Lagerblöcke 4 und 5 positioniert werden können.

Nach oben hin tragen die beiden Wellen 8 und 9 jeweils ein Abrollelement 26 bzw. 27, wobei diese Abrollelemente in dem betreffenden Fall als Kreisscheiben ausgebildet sind. Diese Abrollelemente 26 und 27 sind zu diesem Zweck mit Bohrungen 28 größeren Durchmessers versehen, durch welche die beiden Wellen 8 und 9 hindurchgeführt sind. In einem vorgegebenen Abstand von diesen Bohrungen 28 größeren Durchmessers sind fernerhin Bohrungen 29 kleineren Durchmessers vorgesehen, in welche Stifte 30 hineinragen, die seitlich an weiteren Positionierungsringen 31 vorragen. In entsprechender Weise wie die Positionierungsringe 24 sind die Positionierungsringe 31 ebenfalls mit Arretierschrauben 32 versehen, mit welchen eine Positionierung der Positionierungsringe 31 in Bezug auf die beiden Wellen 8 und 9 durchführbar ist. Mit Hilfe der exzentrisch an den Positionierungsringen 31 vorgesehenen Stifte 30, welche in die Bohrungen 29 kleineren Durchmessers der Abrollelemente 26 und 27 hineinragen, und der durch die Positionierungsringe 31 hindurchgeführten Arretierschrauben 32 kann somit eine drehfeste Verbindung zwischen den Wellen 8 und 9 und den darauf aufgesetzten Abrollelementen 26 und 27 hergestellt werden.

Das erfindungsgemäße Zeichengerät ist derart ausgelegt, daß die beiden Abrollelemente 26 und 27 aufeinander zum Abrollen gelangen. Zu diesem Zweck besteht die Möglichkeit, die Außenflächen der beiden Abrollelemente 26 und 27 mit Zähnen zu versehen, welche miteinander in kämmenden Eingriff gelangen. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung besteht jedoch ebenfalls die Möglichkeit, den erforderlichen Wirkeingriff zwischen den beiden scheibenförmigen Abrollelementen 26 und 27 durch reines Abrollen zu erreichen, wobei es im Hinblick auf die erforderliche Haftreibung wünschenswert erscheint, wenn wenigstens eine Außenfläche der beiden Abrollelemente 26, 27 mit einer Gummibeschichtung versehen ist, welche ein Entlanggleiten der Außenflächen der beiden Abrollemente 26 und 27 verhindert.

Um den erforderlichen Anpreßdruck zwischen den beiden scheibenförmigen Abrollelementen 26 und 27 zu erreichen ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung zusätzlich noch ein elastisches Element vorgesehen, mit welchem die beiden Lagerblöcke 4 und 5 gegeneinander gedrückt werden. Im einfachsten Fall besteht dieses elastische Element aus einem endlosen Gummiband 33, welches über die Arretierschrauben 6 und 7 der beiden Lagerblöcke 4 und 5 gelegt ist. Bei Verwendung eines derartigen Gummibandes 33 müssen dabei die Arretierschrauben wenigstens eines Lagerblocks,- beispielsweise die Arretierschraube 7 des Lagerblocks 5 -, nicht angespannt sein, damit unter dem Einfluß des Gummibandes 33 beispielsweise der Lagerblock 5 in Bezug auf den Lagerblock 4 entlang der beiden Stangen 2 und 3 verschiebbar ist, und unter dem Einfluß des Gummibands 33 die beiden scheibenförmigen Abrollelemente 26 und 27 aufeinander gedrückt werden. Diese gegenseitige Verschiebbarkeit der beiden Lagerblöcke 4 und 5 ist dabei insbesondere dann von Bedeutung, falls die vorgesehenen Abrollelemente von der Kreisform abweichen, bzw. exzentrisch auf den beiden Wellen 8 und 9 befestigt sind.

Die die Einstechspitze 10 tragende Welle 8 ist an ihrem oberen Ende schließlich noch mit einem Griffelement 34 versehen, welches drehfest am oberen Ende der Welle 8 befestigt werden kann.

Die Funktionsweise des in den Fig. 1 und 2 gezeigten Zeichengeräts ist wie folgt: Nach dem Entfernen der Schutzkappe 11 wird die Einstechspitze 10 an jener Stelle einer nicht dargestellten Zeichenunterlagen eingedrückt, welche den Mittelpunkt der zu erstellenden geometrischen Figur bilden soll. Mit Hilfe des Griffelements 34 wird die die Einstechspitze 10 tragende Welle 8 stationär, d.h. drehfest gehalten, während mit der anderen Hand das in den Fig. 1 und 2 nach rechts ragende freie Ende der Schiene 1 bzw. der beiden Stangen 2 und 3 erfaßt werden. Die Schiene 1 wird dabei um die einen Drehpunkt bildende Welle 8 geschwenkt, wobei der am unteren Ende der Welle 9 befindliche Gleitkopf 12 auf der nicht dargestellten Zeichenunterlage zum Abgleiten gelangt. Unter der Wirkung der Spiralfeder 16 wird der Zeichenstift 22 gegen die nicht dargestellte Zeichenunterlage gedrückt, so daß beim Verschwenken der Schiene 1 um die den Drehpunkt bildenden Welle 8 herum die gewünschte geometrische Figur auf der nicht dargestellten Zeichenunterlage gezeichnet wird. Bei dieser Schwenkbewegung der Schiene 1 werden die beiden scheibenförmigen Abrollelemente 26, 27 unter dem Einfluß des Gummibandes 33 gegeneinander gedrückt, so daß entsprechend dem Übersetzungsverhältnis der beiden Abrollelemente 26 und 27 die Welle 9 und damit der exzentrisch in Bezug auf die Achse der Welle 9 angeordnete Zeichenstift 22 angetrieben werden.

Durch Verwendung von scheibenförmigen Abrollelementen 26, 27 unterschiedlichen Durchmessers sowie durch geeignete Einstellung der Exzentrizität des Zeichenstiftes 22 in Bezug auf die Achse der Welle 9 können mit Hilfe der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zeichengeräts die verschiedensten Epizykloiden sowie deren Spezialfälle in Form von Kardioiden und unterschiedliche Spiralen gezeichnet werden.

Fig. 3 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform des Zeichengeräts von Fig. 1 und 2, bei welcher entlang der aus den Stangen 2 und 3 bestehenden Schiene 1 neben den beiden Lagerblöcken 4 und 5 ein weiterer Lagerblock 35 vorgesehen ist, welcher der Lagerung einer dritten Welle 36 dient. Diese dritte Welle 36 trägt zwei zusätzliche scheibenförmige Abrollelemente 37, 38, welche mit den bereits erwähnten Abrollelementen 26 und 27 in Wirkeingriff stehen. Der Wirkeingriff zwischen den beiden scheibenförmigen Abrollelementen 26 und 27 erfolgt somit in diesem Fall nicht direkt, sondern indirekt unter Zwischenschaltung der auf der dritten Welle 36 gelagerten beiden Abrollelemente 37 und 38.

Entsprechend Fig. 3 sind bei dieser abgewandelten Ausführungsform die miteinander in unmittelbarem Wirkeingriff stehenden Abrollelemente 26 und 37 oberhalb der aus den Stangen 2 und 3 bestehenden Schiene 1 angeordnet, während die in unmittelbarem Wirkeingriff miteinander stehenden scheibenförmigen Abrollelemente 38 und 27 in diesem Fall unterhalb der Schiene 1 bzw. der Lagerblöcke 5 und 35 angeordnet sind. Da in dem betreffenden Fall fernerhin die den Zeichenstift 22 tragende Welle 9 zwischen den beiden Wellen 8 und 36 zu liegen gelangt, erweist es sich als zweckmäßig, den zur Positionierung des Zeichengeräts erforderlichen Gleitkopf 12 nicht an der den Zeichenstift 22 tragenden Welle 9, sondern an der weiter außerhalb liegenden dritten Welle 36 vorzusehen. Anstelle eines einzelnen Gummibands 33 müssen in dem vorliegenden Fall fernerhin zwei Gummibänder 39 und 40 vorgesehen sein, um einerseits den erwünschten Wirkeingriff zwischen den Abrollelementen 26 und 37 einerseits und den Abrollelementen 38 und 27 andererseits zu gewährleisten.

Die Handhabung des in Fig. 3 gezeigten Zeichengeräts erfolgt im wesentlichen in entsprechender Weise wie das in den Fig. 1 und 2 beschriebenen Zeichengerät, wobei die Verwendung eines zusätzlichen Lagerblocks 35 mit der dritten Welle 36 und den darauf drehfest befestigten Abrollelementen 37 und 38 die zeichnerische Erstellung der verschiedensten Arten von Hypozykloiden und anderer Figuren gestattet.

Eine dritte Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 4 gezeigt. Bei dieser Ausführungsform sind die Enden der beiden Stangen 2 und 3 der Schiene 1 in Tragblöcken 41, 42 gelagert, welche mittels zweier Stangen 43 mit einem dritten Tragblock 44 verbunden sind. Die drei Tragblöcke 41, 42 und 44 sind jeweils mit Rollen 45 versehen, welche auf der Zeichenunterlagen zum Aufliegen gelangen. Entlang des Randes der Zeichenunterlage ist eine Abrollstange 46 vorgesehen, welche starr gegenüber der Zeichenunterlage angeordnet ist. Diese Abrollstange 46 besitzt an ihren beiden Enden zwei Halteglieder 47, welche mit entsprechenden Federn 48 versehen sind. Mit Hilfe dieser Federn 48 werden die beiden Tragblöcke 41, 42 gegen die stationär angeordneten Halteglieder 47 derart gedrückt, daß das einen größeren Durchmesser aufweisende Abrollelement - in dem vorliegenden Fall das Abrollelement 26 - gegen die Abrollstange 46 gedrückt wird.

Bei dieser Ausführungsform sind die Arretierschrauben 6 und 7 beider Lagerblöcke 4 und 5 gegenüber den beiden Stangen 2 und 3 gelöst, so daß die beiden Wellen 8 und 9 mit den von ihnen getragenen Abrollelementen 26, 27 sich frei in Längsrichtung der beiden Stangen 2 und 3 verschieben können. Die am unteren Ende der Welle 8 vorgesehene Einstechspitze 10 wird fernerhin nicht in die vorgesehene Zeichenunterlage eingestochen, was durch Aufschieben der vorgesehenen Schutzkappe 11 erreicht werden kann. Im Gegensatz zu der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform, bei welcher im Hinblick auf die Erstellung einer geometrischen Figur eine Verschwenkung der Schiene 1 mit ihren beiden Stangen 2 und 3 um die durch die Welle 8 gebildete Achse vorgenommen wird, ist bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform die Schwenkposition der Schiene 1 im wesentlichen vorgegeben. Der Antrieb des Zeichengerätes erfolgt in diesem Fall mit Hilfe einer Kurbel 49, welche am oberen Ende der den Zeichenstift 22 tragenden Welle 9 befestigt ist. Beim Drehen dieser Kurbel 49 gelangt das Abrollelement 26 an der Abrollstange 46 zum Abrollen, was zu einer entsprechenden seitlichen Verschiebung des durch die Wellen 8 und 9 und die Abrollelemente 26, 27 gebildeten Zeichengeräts führt.

Durch geeignete Wahl der Abmessungen und geometrischen Form der verwendeten Abrollelemente 26, 27 lassen sich mit Hilfe der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform die verschiedensten geometrischen Formen, wie Zykloiden, Ellypsen u.dgl. erstellen.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung besteht die Möglichkeit, anstelle von kreisförmigen Abrollelementen, welche wahlweise mittig oder exzentrisch in Bezug auf die betreffenden Wellen angeordnet sein können, ebenfalls von der Kreisform abweichende Abrollelemente, beispielsweise in ellyptischer oder polygonaler Form zu verwenden, wodurch andere geometrische Kurven zeichnerisch erstellt werden können.

Im übrigen sei darauf verwiesen, daß bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen weitere Lagerblöcke auf die Schienen 2 und 3 aufgeschoben werden können, welche mit entsprechenden Abrollelementen versehen sind. Diese zusätzlichen Abrollelemente können dabei entweder zwischen den vorhandenen Abrollelementen 26, 27 in Eingriff gelangen oder sie können von außen her an den bestehenden Abrollelementen anliegen, so daß auf diese Weise komplizierte grafische Figuren hergestellt werden können. Dabei besteht ebenfalls die Möglichkeit, zwei oder mehrere Zeichenstifte vorzusehen, welche bei der Herstellung einer grafischen Figur gleichzeitig auf der Zeichenunterlage hin- und herbewegt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichengerät, bestehend aus einer Schiene, an welcher eine Einstechspitze sowie ein in Längsrichtung der Schiene verstellbarer Zeichenstift befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstechspitze (10) sowie der Zeichenstift (22) jeweils an in Bezug auf die Schiene (1) drehbar gelagerten Wellen (8, 9) befestigt sind, und daß im oberen Bereich dieser beiden Wellen (8, 9) jeweils austauschbare scheibenförmige Abrollelemente (26, 27) drehfest befestigt sind, welche untereinander in Wirkeingriff stehen.
  2. 2. Zeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene (1) aus zwei parallel zueinander angeordneten Stangen (2, 3) besteht, welche durch entsprechende mittels Arretierschrauben (7) fixierbare Lagerblöcke (4, 5) geführt sind, in denen die beiden Wellen (8, 9) gelagert sind.
  3. 3. Zeichengerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Einstechspitze (10) tragende Welle (8) an ihrem oberen Ende ein Griffelement (34) trägt.
  4. 4. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichenstift (22) exzentrisch in Bezug auf die diesen Stift tragende Welle (9) angeordnet ist.
  5. 5. Zeichengerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichenstift (22) von einem Zeichenstifthalter (20) gehalten ist, welcher an einem quer sich erstreckenden Stab (18) befestigt ist, und daß dieser Stab (18) verschiebbar durch einen mit einer Arretierschraube (19) versehenen Haltblock (15) geführt ist, welcher unter dem Einfluß einer Feder (16) verschwenkbar an der betreffenden Welle (9) befestigt ist.
  6. 6. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden scheibenförmigen Abrollelemente (26, 27) als Kreisscheiben ausgebildet sind, welche sowohl mittig als auch exzentrisch an den beiden Wellen (8, 9) drehfest befestigbar sind.
  7. 7. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der beiden scheibenförmigen Abrollelemente (26, 27) als ellyptische Scheibe oder regelmäßig polygonale Scheibe ausgebildet ist.
  8. 8. Zeichengerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die scheibenförmigen Abrollelemente (26, 27) als Reibscheiben ausgebildet sind, welche unter Ausbildung einer entsprechenden Haftreibung aufeinander zum Abrollen gelangen.
  9. 9. Zeichengerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die scheibenförmigen Abrollelemente (26, 27) als Zahnscheiben ausgebildet sind, welche in kämmendem Eingriff aufeinander zum Abrollen gelangen.
  10. 10. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der die Welle (9) des Zeichenstifts (22) tragende Lagerblock (5) bei Lösung der entsprechenden Arretierschrauben (7) mit Hilfe eines elastischen Elements, beispielsweise in Form eines Gummibandes (33) in Richtung des anderen Lagerblocks (4) drückbar ist.
  11. 11. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die von den beiden Wellen (8, 9) getragenen Abrollelemente (26, 27) unmittelbar miteinander in Wirkeingriff stehen.
  12. 12. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die von den beiden Wellen (8, 9) getragenen Abrollelemente (26, 27) mit zwei weiteren Abrollelementen (37, 38) in Wirkeingriff stehen, welche drehfest, jedoch austauschbar auf einer dritten Welle (36) befestigt sind, die drehbar innerhalb der Schiene (1) gelagert ist.
  13. 13. Zeichengerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Welle (36) innerhalb eines entsprechenden Lagerblocks (35) gelagert ist, welche in Bezug auf die beiden erstgenannten Wellen (8, 9) auf der Außenseite der den Zeichenstift (22) tragenden Welle (9) verschiebbar entlang der Schiene (1) angeordnet ist.
  14. 14. Zeichengerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden Enden der Schiene (1) zusätzlich Tragblöcke (44) befestigbar sind, welche in Bezug auf die Zeichenebene stationär oder beweglich positionierbar sind.
  15. 15. Zeichengerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß an dem oberen Ende von wenigstens einer der beiden Wellen (8, 9) eine Betätigungskurbel (49) befestigbar ist.
  16. 16. Zeichengerät nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu der Schiene (1) zusätzlich eine stationär gegenüber der Zeichenebene angeordnete Abrollstange (46) vorgesehen ist, und daß die beiden Tragblöcke (41, 42) der Schiene (1) unter Federkraft (48) in Richtung der Abrollstange (46) gedrückt sind, wobei eines der Abrollelemente (26, 27), vorzugsweise dasjenige mit dem größeren Durchmesser, auf der stationär gehaltenen Abrollstange (46) zum Abrollen gelangt.






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