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Dokumentenidentifikation DE3639477A1 19.05.1988
Titel Mehrzwecklineal
Anmelder Sekerinski, Risto, Dipl.-Ing., 7050 Waiblingen, DE
Erfinder Sekerinski, Risto, Dipl.-Ing., 7050 Waiblingen, DE
DE-Anmeldedatum 18.11.1986
DE-Aktenzeichen 3639477
Offenlegungstag 19.05.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.1988
IPC-Hauptklasse B43L 7/00
IPC-Nebenklasse B43L 13/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Mehrzwecklineal nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es sind verschiedene Zeichengeräte wie Zeichenschienen, Maßstabslineale, Dreieckslineale, Winkelmesser, Zirkel usw. erhältlich, die hauptsächlich für zweidimensionale Darstellungen lediglich geeignet sind.

Über die Problematik der Konstruktionen ist umfangreiche Fachliteratur vorhanden (Reiner Thomae: Perspektive und Axonometrie, S. 17, 35; Reiner Thomae: Bildkonzeption in der Perspektive, S. 14, beide Verlag W. Kohlhammer).

Bei der Verwendung der genannten Geräte für dreidimensionale, insbesondere perspektivische Darstellungen sind die Konstruktionen umständlich, mühsam und zeitraubend. Weiterhin ist durch die notwendigen Hilfskonstruktionen zusätzlicher Platz auf der Zeichenfläche notwendig, der in der Regel zu einer Verminderung der nutzbaren Zeichenfläche führt.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es

  • a) für sowohl zwei- als auch dreidimensionale zeichnerische Darstellungen ein handliches Gerät zu schaffen, welches mehrere Funktionen in sich vereint;
  • b) ein Gerät zu schaffen, welches die Konstruktionen perspektivischer Darstellungen vereinfacht, den Zeitaufwand reduziert und die notwendige Zeichenfläche verkleinert;
  • c) ein Zusatzgerät für die Ergänzung mit Computer erstellter Perspektiven zu schaffen.


Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 bis 6 gelöst.

Durch die Integration von mehreren Geräten in eins ergibt sich der Vorteil, mit diesem Gerät zwei- und dreidimensionale Darstellungen leicht und zeitsparend erledigen zu können.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und im folgenden näher beschrieben.

Fig. 1: Draufsicht des Lineals mit Anlehnekante (1), die senkrecht zur Zeichenkante (2) steht; zwei schräg verlaufende Kanten (3); Winkelmesser (4) zur Winkelbestimmung und zum Ziehen von Linien unter beliebigem Winkel; Maßstabslineal (5) und Lineal (6) mit gespiegelter Aufteilung in entgegengesetzten Richtungen verlaufend; Aussparung (7) als Drehpunkt für Konstruktionen mit Fluchtpunkt und als Mittelpunkt für Kreisbögen.

Fig. 2: a) Schnitt des Mehrzwecklineals mit Anlehnekanten (1) angelehnt an einem Zeichenbrett (10).

b) Schnitt des Mehrzwecklineals angelehnt an zwei Stiften (8) als Fluchtlineal benutzt.

Fig. 3: Verwendung des Mehrzwecklineals mit Anlehnung der Kante (1) als Zeichenschiene.

Fig. 4: Verwendung des Mehrzwecklineals zum Ziehen von Linien unter beliebigem Winkel.

Fig. 5: Verwendung des Mehrzwecklineals als Fluchtlineal. Die Kanten (3) gleiten an den Stiften (8). Die Zeichenkante ist dabei immer so ausgerichtet, daß sie in Richtung eines Punktes (F) zeigt. Dieser Fluchtpunkt liegt im Allgemeinen außerhalb der Zeichenfläche.

Fig. 6: Verwendung des Mehrzwecklineals als Fluchtlineal mit Fluchtpunkt am Stift (8) und als Zirkel mit Drehpunkt am Stift (8). Dabei wird das Lineal an der Aussparung (7) um den Stift (8) gedreht.

Fig. 7: Mehrzwecklineal mit erweiterten Flächen für Aussparungen (9) in Form von Zeichenschablonen.


Anspruch[de]
  1. 1. Mehrzwecklineal für zwei und dreidimensionale zeichnerische Darstellungen, dadurch gekennzeichnet, daß das Lineal die Funktionen der Zeichenschiene und des Fluchtlineals integriert. Das Lineal ist ausgestattet mit seitlichen Anlehnekanten, die senkrecht zu der Zeichenkante stehen (T-Form). Dadurch können senkrechte und waagerechte Linien gezogen werden. Weiterhin ist das Lineal ausgestattet mit schräg verlaufenden Kanten, die mit der Zeichenkante eine Y-Form bilden. Dadurch können in beliebigem Winkel verlaufende Linien gezeichnet werden, die sich in einem Fluchtpunkt außerhalb der Zeichenfläche schneiden.
  2. 2. Mehrzwecklineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlehnekante(n) derart nach oben und unten beweglich angebracht ist, daß sowohl die Ober- und Unterseite des Mehrzwecklineals mit den Anlehnekanten als T-Schiene benutzt werden kann, als auch das Arbeiten mit dem vollständig auf einer ebenen Fläche liegenden Mehrzwecklineals möglich ist.
  3. 3. Mehrzwecklineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es im Kopf mit einer Aussparung in Höhe der Zeichenkante des Lineals ausgestattet ist für die Lagerung um einen Stift. Dieser Drehpunkt wird als Fluchtpunkt verwendet bei Konstruktionen mit dem Fluchtpunkt innerhalb der Zeichenfläche, sowie als Mittelpunkt zum Zeichnen von Kreisbögen.
  4. 4. Mehrzwecklineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lineal mit ein- oder beidseitigen (Ober- und Unterseite) Winkeleinteilungen ausgestattet ist, die zur Winkelbestimmung und zum Ziehen von Linien unter bestimmten Winkeln ohne Hilfsmittel dienen.
  5. 5. Mehrzwecklineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lineal mit Zentimetereinteilungen ausgestattet ist, die durchgehend in einer Richtung verlaufen und in entgegengesetzten Richtungen gespiegelt verlaufen. Diese dienen der Bestimmung von Längen und der Spiegelung von Strecken und Punkten.
  6. 6. Mehrzwecklineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lineal mit erweiterten Flächen für Aussparungen ausgestattet ist und damit als Zeichenschablone dient.






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