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Dokumentenidentifikation DE3215743C2 26.05.1988
Titel Gerät zum Umsetzen von frisch gepreßten Waschbetonplatten aus der Auswaschstellung auf Paletten od. dgl.
Anmelder Henke Maschinenfabrik GmbH & Co KG, 4952 Porta Westfalica, DE
Erfinder Hoffmann, Bodo, 4973 Vlotho, DE;
Mattern, Herbert, 4952 Porta Westfalica, DE;
Homburg, Wilhelm, 4972 Löhne, DE
Vertreter Stracke, A., Dipl.-Ing.; Loesenbeck, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4800 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 28.04.1982
DE-Aktenzeichen 3215743
Offenlegungstag 07.04.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.05.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.05.1988
IPC-Hauptklasse B65G 47/22
IPC-Nebenklasse B65G 49/08   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Auswaschen der Sichtfläche von frisch gepreßten Waschbetonplatten mit einer ortsfesten Aufstellfläche für die Waschbetonplatten und einer druckmittelgesteuerten Greifvorrichtung, die die ausgewaschenen Betonplatten von der Aufstellfläche abhebt. Die Erfindung bezweckt, ein derartiges Absetzgerät so auszubilden, daß die Betonplatten nach dem Auswaschen der Sichtfläche und dem Anheben von der Aufstellfläche der Auswaschstation mit der Sichtfläche nach oben gerichtet flach auf Paletten, Förderbahnen od.dgl. abgelegt werden können. Letzteres ist erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß eine der Greifvorrichtung nachgeordnete, um 85 ° aus der Horizontallage aufwärts und wieder in die Horizontallage zurück verschwenkbare Betonplatten-Übergabevorrichtung vorgesehen ist, von der die Betonplatten entweder mittels eines Klemmkopfes abgehoben und auf einer Förderbahn flach abgelegt werden, oder aber direkt auf von der Übergabevorrichtung tragenden Paletten abgelegt werden, wobei vor und hinter der Übergabevorrichtung Paletten-Förderbahnen vorgesehen sind, die mit den Palettenauflageflächen der Übergabevorrichtung in gleicher Horizontalebene liegen, wobei der Palettenvorschub intermittierend erfolgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Umsetzen von frisch gepreßten Waschbetonplatten aus der Auswaschstellung auf Paletten, Förderbahnen od. dgl., mit einer schwenkbaren Greifvorrichtung, die die aufrechtstehenden Betonplatten nach dem Auswaschvorgang von ihrer Aufstellfläche abhebt.

Bei bekannten Geräten dieser Art (vergl. DE-PS 23 02 276) werden die Betonplatten nach dem Auswaschen der Sichtfläche mittels einer Greifvorrichtung aufrecht auf Paletten abgestellt, die auf Rollenbahnen absatzweise vorwärts bewegt werden.

Es hat sich nun gezeigt, daß sich die noch frischen, d. h. nicht abgebundenen Waschbetonplatten nach dem Aufrechtabstellen leicht verformen, insbesondere krümmen, und zwar insbesondere dann, wenn der Feuchtigkeitsgehalt im Hinterbeton und der Feuchtigkeitsgehalt in der Vorsatzschicht unterschiedlich sind. Außerdem ist bei der Fertigung verhältnismäßig dünnwandiger Platten ein Aufrechtabstellen nicht möglich, weil solche Platten entweder schon beim Abstellen oder aber beim anschließenden Weitertransport leicht umkippen oder sich infolge ihrer Dünnwandigkeit krümmen und damit zu Ausschuß werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zum Umsetzen der gattungsgemäßen Art zu schaffen, das es ermöglicht, die frisch gepreßten Waschbetonplatten unmittelbar nach dem Auswaschen flach abzulegen.

Eine Lösung dieser Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 wiedergegeben.

Bei dem erfindungsgemäßen Gerät werden die ausgewaschenen Betonplatten mittels der in der oberen Endlage befindlichen Greifvorrichtung von der Aufstellfläche der Auswaschvorrichtung abgehoben, in eine um etwa 5° zur Vertikalen geneigte Schräglage geschwenkt und in dieser Lage von der in der oberen Endlage befindlichen Übergabevorrichtung stoßfrei aufgenommen. Danach wird die Übergabevorrichtung in die Horizontallage geschwenkt. Gleichzeitig wird die Greifvorrichtung in ihre Vertikallage zurückbewegt, in der sie wieder eine oder zwei auf der Aufstellfläche der Auswaschvorrichtung abgestellte Betonplatten umgreift und spannt. Über die flach auf der Übergabevorrichtung liegende, mit der ausgewaschenen Sichtfläche nach oben gerichtete Betonplatte wird in direkter zeitlicher Folge der Klemmkopf bewegt, die Betonplatte von den Greifern des Klemmkopfes seitlich erfaßt, leicht von der Übergabevorrichtung abgehoben, durch eine Horizontalverschiebung des Klemmkopfes aus dem Bereich der Übergabevorrichtung herausbewegt und schließlich auf einer mittels einer Förderbahn absatzweise vorbewegten Palette od. dgl. abgelegt. Auf dieser bleibt die Betonplatte bis zum vollständigen Abbinden.

Insbesondere dann, wenn bestehende Transportanlagen verwendet werden sollen, deren Paletten groß und schwer sind, und die deshalb von der Übergabevorrichtung, wenn überhaupt, dann nur unter äußerst schweren Bedingungen geschwenkt werden können, ist es sinnvoll, die Paletten in ebener Lage auf einem Transportband od. dgl. zu belassen und die Betonplatten mittels des Klemmkopfes auf den Paletten abzulegen.

Eine zweite Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe ist dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 2 zu entnehmen.

Das erfindungsgemäße flache Ablegen von frisch gepreßten Waschbetonplatten hat zunächst den Vorteil, daß die Platten beim nachfolgenden Abbindeprozeß des Betons absolut ebenflächig bleiben, also kein Ausschuß entsteht.

Ferner ist es möglich, den Zementanteil in der Hinterbetonmasse geringer zu wählen als bisher, was bei der Massenfertigung eine beträchtliche Zementersparnis mit sich bringt.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Hinterbetonmasse feuchter gehalten werden kann als bisher, was bedeutet, daß der in der Hinterbetonmasse enthaltene Zementanteil optimal aktiviert wird. Schließlich ist es nicht mehr erforderlich, den Feuchtigkeitsgehalt von Vorsatz- und Hinterbetonmasse in so engen Grenzen zu halten, wie dies beim Hochkantabstellen der Betonplatten erforderlich ist, d. h. es werden an die Genauigkeit der Mischungsverhältnisse geringere Anforderungen gestellt.

Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Gerätes besteht darin, daß extrem dünnwandige Betonplatten gefertigt und durch das nach dem Auswaschen sofort erfolgende Flachablegen Verformungen oder Beschädigungen, beispielsweise ein Zerbrechen der Platten wirksam verhindert werden können.

Außerdem ist bei der Herstellung solcher dünnwandiger Waschbetonplatten auch eine beträchtliche Einsparung (bis zu 30%) an Hinterbetonmaterial (Kies, Splitt und Sand) und somit eine erhebliche Gewichtsverminderung der Platten erzielbar, die wiederum eine erhebliche Transportkostenersparnis zur Folge hat.

Das erfindungsgemäße Gerät kann ferner Verwendung finden zum Umsetzen von Platten mit strukturierter oder eingefärbter Sichtfläche. Derartige Platten neigen bekanntlich zum Ausblühen der Sichtfläche. Dieses Ausblühen kann jetzt dadurch verhindert werden, daß man der Vorsatzmischung chemische Mittel beimischt. Bisher war dies deshalb nicht möglich, weil die chemischen Mittel plastifizierend wirken und daher ein lotrechtes Abstellen der Betonplatten unmöglich machen.

Wenn aufgrund der geschilderten Umstände auf den Einsatz eines Klemmkopfes verzichtet werden kann, so hat die im Anspruch 2 gekennzeichnete Ausführungsform gegenüber der Ausführungsform, die im Anspruch 1 gekennzeichnet ist, den Vorteil, daß, da der hin- und herbewegbare sowie heb- und senkbare Klemmkopf und dessen Steuerorgane entfallen, das Gerät wesentlich vereinfacht und damit verbilligt wird.

In der Zeichnung ist die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Es zeigt

Fig. 1 die Seitenansicht einer ersten Ausführungsform mit einer Greif- und Übergabevorrichtung und einem der Übergabevorrichtung nachgeordneten Klemmkopf zum Abheben der ausgewaschenen Betonplatten von der Übergabevorrichtung,

Fig. 2 eine Seitenansicht der Greifvorrichtung und der Übergabevorrichtung in der Übernahmestellung,

Fig. 3 eine Seitenansicht der in der Horizontallage befindlichen Übergabevorrichtung mit darüber angeordnetem Klemmkopf,

Fig. 4 die Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform, bei dem die Waschbetonplatten von der Übergabevorrichtung unmittelbar auf eine Abförderbahn übergeben werden,

Fig. 5 einen senkrechten Längsschnitt durch das Gestell und die die Palettenzu- und -abförderbahn bildenden Gleitschienen des Geräts nach Fig. 4,

Fig. 6 den Längsschnitt nach Fig. 5, jedoch in einer anderen Lage der die Zuförderbahn bildenden Gleitschienen,

Fig. 7 eine Draufsicht auf das Maschinengestell mit den Förderbahnen und der in Horizontallage befindlichen Übergabevorrichtung,

Fig. 8 die Einzelheit bei B nach Fig. 5 bei in der Horizontallage befindlicher Übergabevorrichtung,

Fig. 9 die Einzelheit nach Fig. 5, jedoch bei in der Aufnahmestellung befindlicher, mit einer Waschbetonplatte beschickter Übergabevorrichtung,

Fig. 10 die Einzelheit nach Fig. 5 bei in Horizontallage befindlicher, eine Waschbetonplatte tragender Übergabevorrichtung,

Fig. 11 einen Querschnitt nach der Linie A-A in Fig. 8.

Die auf der Aufstellplatte 11 des Auswaschgerätes stehenden Betonplatten 12 werden während des Auswaschvorganges an beiden Seiten von den Leisten der Greifvorrichtung 13 (Fig. 1 und 2) abgedeckt und in der Vertikallage festgehalten.

Die Greifvorrichtung 13 wird von Hebeln 14 getragen, die um eine ortsfeste horizontale Achse 15 schwenkbar sind. Einer der Hebel 14 ist über die Schwenkachse 15 hinaus verlängert und durch einen Kurbeltrieb 16, 17 mit einem Druckmittel- oder mechanischen Antrieb 18 verbunden. Ferner ist die Greifvorrichtung 13 mit Lenkern 19 und 20 ausgestattet, die so gelagert und angeordnet sind, daß die zwischen den Klemmleisten der Greifvorrichtung eingespannten Betonplatten 12 beim Schwenken der Greifvorrichtung 13 aus der in Fig. 1 gezeigten Vertikalstellung bis gegen die Anlagefläche 23 der in der oberen Endlage befindlichen Übergabevorrichtung 21 bewegt werden, die um etwa 5° zur Lotrechten geneigt ist. Beim Lösen der Klemmleisten der Greifvorrichtung 13 stützen sich die nach unten gerichteten Schmalseiten der Betonplatten 12 auf einer Aufstelleiste 22 der Übergabevorrichtung 21 ab, die mit der Anlagefläche 23 einen rechten Winkel einschließt.

Die Übergabevorrichtung 21 ist als Ganzes um eine ortsfeste horizontale Achse 24 schwenkbar, und zwar beträgt der Schwenkwinkel dieser Vorrichtung etwa 85°, d. h. die Anlagefläche 23 ist in der oberen Endlage der Übergabevorrichtung 21 um etwa 5° zur Vertikalen geneigt, während sie sich in der anderen Endlage der Übergabevorrichtung in der Horizontallage befindet. Als Schwenkantrieb für die Übergabevorrichtung 21 wird ebenfalls ein Druckmittel- oder mechanischer Antrieb vorgesehen.

Die Aufstelleiste 22 der Übergabevorrichtung 21 ist in der Höhe verstellbar, während die Anlagefläche 23 abgefedert ist. Auf diese Weise ist in jedem Falle eine exakte und stoßfreie Übergabe der Waschbetonplatten von der schwenkbaren Greifvorrichtung 13 an die Übergabevorrichtung 21 sowie ein Ausgleich von etwaigen Plattenstärkenunterschieden gewährleistet.

Die Übergabevorrichtung 21 wird ebenso wie die Greifvorrichtung 13 im Arbeitsrhythmus des Gerätes gesteuert, und zwar wird die Übergabevorrichtung nach erfolgter Aufnahme einer oder zweier ausgewaschener Betonplatten aus der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Lage in die in Fig. 3 gezeigte Horizontallage geschwenkt. Gleichzeitig wird die Greifvorrichtung 13 in die in Fig. 1 gezeigte Auswaschstation zurückbewegt.

Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 3 ist hinter der Übergabevorrichtung 21 ein in an sich bekannter Weise ausgebildeter, mit Klemmbacken 25 ausgestatteter Klemmkopf 26 in horizontaler Richtung hin- und herverschiebbar sowie begrenzt heb- und senkbar angeordnet.

Dieser Klemmkopf 26 hat die Aufgabe, die auf der in der Horizontallage befindlichen Platte 23 der Übergabevorrichtung 21 liegenden Betonplatten 12 zu umgreifen, sie von der Platte 23 abzuheben, seitlich aus dem Bewegungsbereich der Übergabevorrichtung 21 herauszubewegen und sie anschließend mit der ausgewaschenen Sichtfläche nach oben gerichtet flach auf einer Palette od. dgl. abzulegen.

Die Fig. 4 bis 11 zeigen eine Ausführungsform des Gerätes, die keinen Klemmkopf 26 zum Abheben der Betonplatten 12 von der Übergabevorrichtung 21 sowie zum Ablegen derselben auf einer Abtransportvorrichtung aufweist; vielmehr ist bei dieser Ausführungsform die Übergabevorrichtung 21 mit quer zu ihrer Schwenkachse 24 verlaufenden Auflage- und Gleitflächen 32 für die Paletten 28 sowie mit Haltemitteln für relativ dünnwandige, beidseitig ebene Paletten 28 aus gegen Feuchtigkeit und Nässe unempfindlichem Werkstoff, wie beispielsweise Leichtmetallblech, Hartfasermaterial od. dgl., ausgestattet. Diese Paletten 28 dienen als Auflager für die ausgewaschenen Waschbetonplatten 12.

Gemäß Fig. 7 und 11 sind als Haltemittel für die Paletten 28 unter der der Schwenkachse 24 zugewandten Seite der Übergabevorrichtung 21 schwenkbare Hebel 30 angeordnet, die ständig unter der Einwirkung von Zugfedern 29 stehen und sich gemäß Fig. 14 bei in der Horizontallage befindlicher Übergabevorrichtung 21 auf am Gestell 33 befestigten Konsolen 42 abstützen. In dieser Stellung liegen die Hebel unterhalb der durch die Oberfläche der Gleitflächen 32 der Übergabevorrichtung 21 und die Gleitschienen 34 und 35 der Förderbahnen gebildeten Paletten-Vorschubebene.

Beim Hochschwenken der Übergabevorrichtung in die in Fig. 9 gezeigte Schräglage heben sich die Hebel 30 von den Konsolen 42 ab und schwenken durch die Spannung der Federn 29 in der in Fig. 11 angedeuteten Pfeilrichtung bis in die Paletten-Vorschubebene.

Als weitere Haltemittel für die Paletten 28 sind an den Seitenrändern der Übergabevorrichtung 21, und zwar in der Nähe ihrer der Schwenkachse 24 abgewandten Ecken Halteklauen 31 vorgesehen, die die Paletten 28 seitlich übergreifen (vgl. Fig. 9 bis 11) und auf diese Weise beim Hochschwenken der Übergabevorrichtung 21 ein Abkippen der Paletten 21 von der Auflagefläche 32 der Übergabevorrichtung sicher verhindern.

Das die Auswaschvorrichtung, die Palettengreifvorrichtung und die Palettenübergabevorrichtung 21 tragende Gestell 33 weist eine durch zwei Gleitschienen 34 gebildete Zuförderbahn für die leeren Paletten 28 sowie eine ebenfalls durch zwei Gleitschienen 35 gebildete Abförderbahn für die mit Waschbetonplatten beschickten Paletten 28 auf.

Die Übergabevorrichtung 21 ist so ausgebildet und so im Gestell gelagert, daß deren Auflage- und Gleitflächen 32 in der Horizontallage mit den Gleitschienen 34 und 35 der beiden Förderbahnen in gleicher Horizontalebene liegen (vgl. Fig. 10). Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, mit Hilfe eines am Aufgabeende der Gleitschienen 34 vorgesehenen, an einem beiderseits im Gestell geführten Querbalken 36 angreifenden Kurbeltriebes 37 die den Gleitschienen 34 entweder von Hand oder mechanisch zugeführten leeren Paletten 28 intermittierend vorzubewegen. Dabei wird die jeweils auf der Übergabevorrichtung 21 befindliche, eine ausgewaschene Waschbetonplatte 12 tragende Palette 28 zwangsläufig aus dem Bereich der Übergabevorrichtung 21 heraus bis auf die Gleitschienen 35 der Abförderbahn vorgeschoben und gleichzeitig eine nachfolgende leere Palette 28 bis auf die Übergabevorrichtung 21 vorbewegt.

Der Hub des Kurbeltriebes 37 wird jedoch etwas größer bemessen als die Länge der jeweils vorzuschiebenden Paletten, denn die aus den Schienen 34 der Zuförderbahn befindlichen Palette 28 müssen nach jedem Vorschub um ein gewisses Maß rückläufig bewegt werden, so daß zwischen den auf der Übergabevorrichtung 21 liegenden Paletten 28 und der nachfolgenden Palette ein Freiraum 38 entsteht, der es ermöglicht, die Hebel 30 bei Beginn des Hochschwenkens der Übergabevorrichtung 21 bis hinter bzw. unter die auf der Übergabevorrichtung 21 befindliche Palette 28 einschwenken zu lassen (vgl. Fig. 8 und 9).

Zwecks Erzielung dieser rückläufigen Bewegung der Gleitschienen 34 stützen diese sich auf im Gestell 33 gelagerten federnden Flachstäben 39 ab, wobei die dem Palettenaufgabeende zugewandten Stäbe 39 mit einem Druckmittelantrieb 40 gekuppelt sind, der eine Längsbewegung der Gleitschienen 34 aus der in den Fig. 4 und 5 gezeigten Lage in die in Fig. 6 gezeigte Lage und umgekehrt gestattet.

Der Palettenvorschub durch den Kurbeltrieb 37 erfolgt in der in Fig. 6 gezeigten Lage der Gleitschienen 34. Dabei ist zwischen den auf den Gleitschienen 34, den Gleitflächen 32 der Übergabevorrichtung und den Schienen 35 der Abförderbahn kein Luftspalt vorhanden. Nach diesem Palettenvorschub wird der Kurbelantrieb 37 in die in Fig. 8 gezeigte Ausgangsstellung zurückbewegt.

Gleichzeitig werden auch die Gleitschienen 34 durch Umsteuerung des Druckmittelantriebes 40 rückläufig in die in Fig. 8 gezeigte Lage bewegt, so daß zwischen der jeweils auf der Übergabevorrichtung 21 befindlichen Palette 28 und der jeweils nachfolgenden Palette 28 zwangsläufig der erforderliche Freiraum für den Hebel 30 vorhanden ist.

Beim nachfolgenden Hochschwenken der Übergabevorrichtung 21 in die in den Fig. 4 und 9 gezeigte Schräglage gleitet die auf der Übergabevorrichtung 21 befindliche Palette 28 um ein geringes Maß nach unten, so daß ihre jetzt unten liegende Kante auf den durch die Federn 29 bis unter die Palettenkante geschwenkten Hebeln 30 ruht.

Nach erfolgter Aufnahme einer ausgewaschenen Betonplatte 12 aus der Greifvorrichtung 13 (Fig. 1 und 2) wird die Übergabevorrichtung 21 wieder in die in Fig. 3 gezeigte Horizontallage zurückgeschwenkt. Jetzt ist auch zwischen der beladenen Palette 28 und der vor dieser auf der Abförderbahn 35 befindlichen, vorher beladenen Palette 28 ein geringer Freiraum 41 vorhanden, weil sich die auf der Übergabevorrichtung befindliche Palette zuvor beim Hochschwenken etwas rückläufig bis auf die Hebel 30 bewegt hatte. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß sich die benachbarten Ränder der vorerwähnten beladenen Paletten 28 beim Abschwenken der Übergabevorrichtung 21 in die Horizontallage nicht berühren können.

Damit nun beim nachfolgenden Palettenvorschub durch den Kurbelantrieb 37 die beladenen Paletten mit ihren dem Freiraum 38 zugewandten Rändern nicht schlagartig, sondern sanft aufeinandertreffen, was ein Verrutschen der noch nicht abgebundenen Waschbetonplatten auf den Paletten oder gar Beschädigungen derselben zur Folge haben könnte, läuft der Kurbeltrieb 37 zu Beginn des Vorwärtshubes mit einer Schleichdrehzahl an.


Anspruch[de]
  1. 1. Gerät zum Umsetzen von frisch gepreßten Waschbetonplatten aus der Auswaschstellung auf Paletten, od. dgl., mit einer schwenkbaren Greifvorrichtung, die die aufrechtstehenden Betonplatten nach dem Auswaschvorgang von ihrer Aufstellfläche abhebt, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifvorrichtung (13) die ausgewaschenen Betonplatten (12) nach dem Abheben von der Aufstellfläche (11) in eine leicht (etwa 5°) zur Senkrechten geneigte Schräglage bewegt und dieser Greifvorrichtung (13) eine mit einer Aufstelleiste (22) und einer Anlageplatte (23) für die ausgewaschenen Betonplatten (12) ausgestattete Übergabevorrichtung (21) nachgeordnet ist, die aus der Horizontallage um etwa 85° aufwärts bis in die Schräglage der Greifvorrichtung (13) und wieder in die Horizontallage zurück verschwenkbar ist und daß der Übergabevorrichtung (21) ein sowohl horizontal hin und her bewegbarer als auch begrenzt heb- und senkbarer Klemmkopf (26) zum Abheben der Betonplatten (12) von der Übergabevorrichtung (21) und zum Ablegen derselben auf einer Palette (27) od. dgl. nachgeordnet ist.
  2. 2. Gerät zum Umsetzen von frisch gepreßten Waschbetonplatten aus der Auswaschstellung auf Paletten od. dgl., mit einer schwenkbaren Greifvorrichtung, die die aufrechtstehenden Betonplatten nach dem Auswaschvorgang von ihrer Aufstellfläche abhebt, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifvorrichtung (13) die ausgewaschenen Betonplatten (12) nach dem Abheben von der Aufstellfläche (11) in eine leicht (etwa 5°) zur Senkrechten geneigte Schräglage bewegt und dieser Greifvorrichtung (13) einer Übergabevorrichtung (21) nachgeordnet ist, die aus der Horizontallage um etwa 85° aufwärts bis in die Schräglage der Greifvorrichtung (13) und wieder in die Horizontallage zurück verschwenkbar ist und eine Aufstelleiste (22) für die Betonplatten (12), ferner Auflage- und Gleitflächen (32) sowie Haltemittel (30 und 31) für eine die Betonplatten (12) aufnehmende Palette (28) aufweist, daß ferner im Gestell (33) des Gerätes unterhalb der Auswaschstation horizontal verlaufende, eine Zuförderbahn für unbeladene Paletten (28) bildende Gleitschiene (34) sowie eine ebenfalls durch Gleitschienen (35) gebildete Abförderbahn für mit Betonplatten (12) beladene Paletten (28) vorgesehen ist und daß die Auflage- und Gleitflächen (32) der Übergabevorrichtung (21) in der Horizontallage der Übergabevorrichtung (21) mit den Gleitschienen (34) und (35) der beiden Förderbahnen in gleicher Horizontalebene liegen.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufstelleiste (22) der Übergabevorrichtung (21) in der Höhe verstellbar ist.
  4. 4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlageplatten (23) der Übergabevorrichtung (21) abgefedert ist.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Aufgabeende der durch die Gleitschienen (34) gebildeten Palettenzuförderbahn im Gestell (33) ein Querbalken (36) in Förderrichtung der Paletten (28) mittels eines mechanischen oder eines druckmittelgesteuerten Antriebes bewegbar angeordnet ist.
  6. 6. Gerät nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Antrieb für den Querbalken (36) ein Kurbeltrieb (37) vorgesehen ist.
  7. 7. Gerät nach Anspruch 2, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurbeltrieb (37) bei Beginn des Arbeitshubes mit einer Schleichdrehzahl anläuft.
  8. 8. Gerät nach Anspruch 2 und 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitshub des Kurbeltriebes (37) etwas größer bemessen ist als die Länge der jeweils vorzuschiebenden Paletten (28).
  9. 9. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Haltemittel für die in der Übergabevorrichtung (21) unten liegende Palettenkante in und aus dem Bereich dieser Palettenkante bewegbare federbelastete Hebel (30) vorgesehen sind.
  10. 10. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabevorrichtung (21) als Haltemittel an ihren Seitenkanten in der Nähe ihrer der Schwenkachse (24) abgewandten Enden Halteklauen (31) trägt, die die Palette (28) in der Nähe ihrer oben liegenden Ecken beiderseits übergreifen.
  11. 11. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Palettenzuförderbahn bildende Gleitschienen (34) in Längsrichtung begrenzt hin und her bewegbar sind.
  12. 12. Gerät nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die die Zuförderbahn bildenden Gleitschienen (34) auf im Gestell (33) gelagerten Stäben (39) abstützen, die als federnde Flachstäbe ausgebildet sind, wobei zwei nebeneinanderliegende Stäbe (39) mit einem im Arbeitsrhythmus des Gerätes gesteuerten Druckmittelantrieb (40) verbunden sind.






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