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Dokumentenidentifikation DE3309547C2 26.05.1988
Titel Vorrichtung zum Belüften von Autokabinen mit einem Fühler zum Messen von Schadstoffen
Anmelder Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck, DE
Erfinder Hölter, Heinz, Dipl.-Ing.;
Igelbüscher, Heinrich, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck, DE;
Gresch, Heinrich, Ing.(grad.), 4600 Dortmund, DE;
Dewert, Heribert, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck, DE
Vertreter Spalthoff, A., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 17.03.1983
DE-Aktenzeichen 3309547
Offenlegungstag 20.09.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.05.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.05.1988
IPC-Hauptklasse B60H 3/00
IPC-Nebenklasse B60H 1/00   
Zusammenfassung Verfahren zum Messen von Lufschadstoffen für Fahrzeugkabinen. Um möglichst unverfälschte Meßergebnisse zu erhalten, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Meßwertgeber (5) hinter dem Wasserkühler (1) und/oder dem Luft-Wasserkühler angesetzt ist. Der Meßwertgeber (5) ist im Bereich der Lufthaube (4) vorzugsweise vor den Flügeln des Ventilators (3) angeordnet. Der Meßwertgeber (5) ist schräg in der Lufthaube (4) oder hinter dem Kühler (1) angesetzt, so daß die tangierend vorbeistreichende Luft Feinstaubteilchen mit wegreißt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Belüften von Autokabinen mit einem Fühler zu Messen von Schadstoffen in der von außen zugeführten Luft.

Es ist bekannt, die Schadstoffe in der Luft durch Filteranlagen abzusaugen, um dann die Luft dem Fahrzeugführer oder der Fahrerkabine gereinigt zuzuführen. Das Ein- und Ausschalten der Filteranlage erfolgt in der Regel über die Riechbarkeit von Kohlenwasserstoffen.

Es ist auch bekannt, durch Meßgeräte die Zufuhr von Luft je nach Schadstoffbelastung zu unterbrechen; so ist durch die DE-OS 29 03 643 ein Belüftungssystem für die Innenräume von Kraftfahrzeugen bekannt, bei dem Sensoren zur Prüfung der von außen eintretenden Luft Verwendung finden und die Sensoren mit einer Steuerschaltung verbunden sind, wobei Mittel vorgesehen sind, durch die abhängig von Signalen der Sensoren und von den Ausgangssignalen der Steuerschaltung die Zufuhr von Außenluft zum Innenraum unterbrechbar ist. Der oder die Sensoren sind am Eintritt eines Kanals vorgesehen, der die Ansaugöffnung für die Frischluft mit dem Fahrgastraum verbindet. Diese Sensoren am Eintritt des Ansaugkanals unterliegen dem stetigen, relativen Luftfeuchtwechsel und dem stetigen Temperaturwechsel. Zusätzlich entstehen beim Stillstand des Fahrzeuges in einer Kolonne, und zwar sowohl bei PKW-Fahrzeugen als auch bei LKW-Fahrzeugen, Ausgasungen aus dem Motorbereich, die zur Anzeige einer Schadstoffbelastung führen, die nicht als Leitgröße für einen CO oder HC- Sensor üblich ist. Darüber hinaus kann sich mitgeführter Staub auf der Sensoroberfläche absetzen und die Empfindlichkeit des Sensors herabsetzen.

Von diesem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche eine sichere Ermittlung der Schadstoffgehalte der Außenluft ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Fühler hinter dem Kühler des Motors angeordnet ist. Dies ist der neutralste Platz für den Fühler, und zwar im Bereich des mit der von außen zugeführten Luft bespülten Raumes, in dem der Ventilator auch bei Stillstand des Fahrzeuges bei entsprechender Lufttemperaturüberhöhung Luft durch den Kühler durchsaugt und der Fühler - gleich in welcher Ausführung - umspült wird, und das mit fast konstanter Lufttemperatur, da die Kühler mit der Regel um 90 Grad C arbeiten, so daß die Luft, die dem Fühler zugeführt wird, nicht nur von Mücken, Fliegen und sonstigem Ungeziefer gereinigt wird, was beim Ansetzen einer Meßapparatur im Luftstrom immer eine Gefahr bedeutet, sondern auch Grobstaub ferngehalten wird, und die Luft im Sommer wie im Winter mit etwa gleichbleibender Temperatur dem Fühler zugeführt wird.

Bei Kühlern mit einer Lufthaube und einem Ventilator ist der Fühler vorteilhaft im Luftraumbereich in Strömungsrichtung vor dem Ventilator angeordnet. Der Fühler ist schräg zur Wand der Lufthaube angeordnet, so daß die Luftströmung diesen tangierend beaufschlagt, damit die vorbeistreichende Luft Feinstaubteilchen mit wegreißt und diese somit keine Meßwertverfälschung verursachen können.

Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt diese eine Draufsicht auf den vorderen Teil eines Kraftfahrzeuges.

Mit 1 ist der Wasserkühler bezeichnet, vor dem sich ein Ventilator 2 und hinter dem sich ein weiterer Ventilator 3 befindet. Zwischen dem Wasserkühler 1 und dem Ventilator 3 ist eine Lufthaube vorgesehen. Der Fühler 5 ist schräg in der Lufthaube 4 angeordnet, so daß die von außen eintretende Luft tangierend den Fühler 5 bespült und evtl. mit durchgerissene Feinstaubteilchen vom Fühler 5 weggebracht werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Belüften von Autokabinen mit einem Fühler zum Messen von Schadstoffen in der von außen zugeführten Luft, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (5) hinter dem Kühler (1) des Motors angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Kühlern (1) mit einer Lufthaube (4) und einem Ventilator (3) der Fühler (5) im Lufthaubenbereich in Strömungsrichtung vor dem Ventilator angeordnet ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (5) schräg zur Wand der Lufthaube (4) angeordnet ist, damit die vorbeistreifende Luft Feinstaubteilchen mit wegreißt.






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