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Vorrichtung zum Stanzen von Aussparungen in Matten aus Gummi - Dokument DE3310668C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3310668C2 26.05.1988
Titel Vorrichtung zum Stanzen von Aussparungen in Matten aus Gummi
Anmelder Phoenix AG, 2100 Hamburg, DE
Erfinder Lorani, Alfred, Dipl.-Ing., 2100 Hamburg, DE;
Liese, Heinz, 2105 Seevetal, DE
DE-Anmeldedatum 24.03.1983
DE-Aktenzeichen 3310668
Offenlegungstag 27.09.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.05.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.05.1988
IPC-Hauptklasse B26D 5/00
Zusammenfassung Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Stanzen von Löchern oder anderen Einschnitten in Matten aus Gummi, Kunststoff, Filz oder ähnlichen Werkstoffen für Kraftfahrzeuge oder ähnliche Zwecke, bestehend aus einem Tisch als Unterlage, verschiedenen Stanzmessern und einem Schlagwerkzeug. Das Besondere an dieser Vorrichtung besteht darin, daß über den mit Aussparungen versehenen Tisch Lichtzeichengeber angeordnet sind, die in Zahl und Lage mit den Aussparungen im Tisch übereinstimmen und die wahlweise auf den Mattentyp bezogen gruppenweise einschaltbar sind, und die Stanzmesser fest in den Aussparungen des Tisches angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Stanzen von Löchern oder anderen Einschnitten in Matten aus Gummi, Kunststoff, Filz oder ähnlichen Werkstoffen für Kraftfahrzeuge und ähnliche Zwecke, bestehend aus einem Tisch als Unterlage, verschiedenen Stanzmessern und einem Schlagwerkzeug.

Kraftfahrzeuge und andere vergleichbare Räume werden mit Matten aus Gummi, Filz, Teppichmaterial oder Kunststoff ausgelegt. Um bestimmte Fahrzeugmittel, wie z. B. Sitzfüße und Haltestangen für die Passagiere bei Omnibussen oder andere Befestigungselemente am Fahrzeugboden befestigen zu können, muß die Bodenmatte Durchbrüche und Einschnitte aufweisen. Je nach Fahrzeugart und Anordnung der Einbauteile haben diese Durchbrüche unterschiedliche Formen und Anordnungen.

Die Herstellung derartiger Matten erfolgt auf Walzwerken, Formpressen, Formblechen und/oder Teppichwebstühlen mit nachgeschalteter Tiefverformung und ähnlichen Aggregaten. Die Matten werden ohne Löcher und Ausschnitte erzeugt, um die Löcher und Ausschnitte den Wünschen des Kunden anpassen zu können. Löcher und Ausschnitte werden mit Hilfe eines Stanzeisens in der Form eines rohrförmigen Messers und einem Hammer von Hand ausgestanzt. Hierzu wird die Matte auf einen Tisch gelegt, dessen Oberfläche aus einer speziellen Stanzplatte aus Hartgummi oder einem ähnlichen Kunststoff besteht.

Eine weitere Möglichkeit liegt in der Arbeit mit sogenannten Bandstahlschnitten. Hierbei wird mit einem speziellen sehr großflächigen Stanzeisen die gesamte Matte einschließlich sämtlicher Löcher und Ausschnitte in großen Pressen mit einem Arbeitsgang ausgestanzt.

Die Arbeit mit Bandstahlschnitten erfordert teure Vorrichtungen und Pressen und ist wegen der erforderlichen großen Zahl verschiedener Bandstahlschnitte für die meist in geringen Stückzahlen anfallenden Nutzfahrzeugmatten kostenmäßig zu aufwendig.

Stark dreidimensional verformte Matten lassen sich ohnehin nach diesem Pressensystem nicht stanzen, weil die Stanzrichtung häufig stark von der Vertikalen abweicht.

Die Arbeit mit der Handstanze erfordert wegen der häufig sehr dicken und aus festem Material bestehenden Matten, die zum Teil aus mehreren unterschiedlich harten Schichten bestehen, einen hohen Kraftaufwand. Zusätzlich werden an die stanzenden Arbeiter erhöhte Anforderungen an Aufmerksamkeit und Exaktheit gestellt. Die häufigsten Fehler sind: Ausstanzungen an der falschen Position, fehlende Ausstanzungen und verdrehte Ausstanzungen, wenn z. B. die Seiten eines ausgestanzten Rechtecks nicht parallel zur Mattenmittellinie liegen. Üblicherweise werden die Positionen der Ausstanzungen auf der Mattenoberfläche durch entsprechende Marken in der Heizform markiert.

Durch unterschiedlich großen Schrumpf der verwendeten Materialien kann dies dazu führen, daß die auf der Oberfläche befindlichen Marken von Matte zu Matte einen unterschiedlichen Abstand aufweisen.

Hierdurch ist die Paßform der Matte gefährdet, was sich beim Einbau in das Fahrzeug bei zu kleinem Maß als Überdehnung bzw. Einreißen auswirkt und bei zu großem Maß wellenförmige Aufbeulungen zwischen den Durchbrüchen der zu befestigenden Fahrzeugteile ergibt, die z. B. in einem Omnibus unfallträchtige Stolperstellen ergeben können.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der die vorstehend beschriebenen Nachteile zu vermeiden sind. Die Anforderungen an die Exaktheit des Personals sollen wesentlich vermindert werden. Auch unterschiedlich geschrumpfte Matten sollen mit räumlich genau angeordneten Löchern und Einschnitten in exakter Position so versehen werden, daß die Matten ohne Bildung von Stolperstellen oder Überdehnungen in die Fahrzeuge passen.

Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß über den mit Aussparungen versehenen Tisch Lichtzeichengeber angeordnet sind, die in Zahl und Lage mit den Aussparungen im Tisch übereinstimmen und die wahlweise auf den Mattentyp bezogen gruppenweise einschaltbar sind und die Stanzmesser fest in den Aussparungen des Tisches angeordnet sind.

Nach der Erfindung ist also vorgesehen, daß der Stanztisch Aussparungen aufweist, in denen die Stanzmesser mit der Schneide nach oben fest angeordnet sind. Hierbei ist für jede mögliche Aussparung eines bestimmten Mattentyps ein Stanzmesser fest angebracht.

Über dem Tisch sind Lichtzeichengeber angeordnet, die in Anzahl und Lage mit den Aussparungen im Tisch übereinstimmen. Die Lichtzeichengeber sind so eingestellt, daß sie eine Lichtmarkierung, z. B. in Form eines deutlich sichtbaren Punktes auf die Oberfläche der auf dem Tisch liegenden Matte projezieren. Die Markierung liegt dabei jeweils über dem zugehörigen Stanzmesser.

Mittels dieser Vorrichtung ist es möglich, entsprechend dem jeweiligen Mattentyp genau diejenigen Stellen aus der Vielzahl der Möglichkeiten zu markieren, die ausgestanzt, bzw. mit einem Einschnitt versehen werden müssen. Die Lichtzeichengeber sind dabei jeweils so auf den zu stanzenden Mattentyp programmiert, daß nur die Geber eingeschaltet sind, unter denen Ausstanzungen oder Einschnitte erfolgen sollen. Durch die darüber hinaus vorgesehene feste Anordnung der Stanzmesser in den Aussparungen des Tisches wird gewährleistet, daß der Abstand der Löcher und Einschnitte untereinander genau nach den Abmessungen des vorgesehenen Fahrzeuges festgelegt ist. Die einmal angeordneten Stanzmesser verändern nämlich ihre Lage nicht.

Erste Erprobungen haben gezeigt, daß sich mit dem jetzt "über Kopf" liegenden Stanzmessern die Arbeit des Ausstanzens erheblicher erleichtert hat. Die geistige und körperliche Anspannung des stanzenden Arbeiters hat sich damit deutlich verringert. Ergonomisch und nach den Vorgaben in bezug auf die Humanisierung des Arbeitsplatzes wird damit ein Fortschritt erzielt.

Für den Stanzvorgang liegt die günstigste Position der Schneide des Stanzmessers in einem Maß über der Tischoberfläche, das etwa der größten Mattendicke entspricht.

Werden sehr großflächige Matten über den Tisch gezogen, so kann dabei die Unterseite durch die scharfen Schneiden der Stanzmesser beschädigt werden. Es ist deshalb sinnvoll, die Stanzmesser oder den Tisch so höhenverstellbar vorzusehen, daß sich die Oberkante der Stanzmesser unter die Tischoberfläche zurückziehen kann. Hierdurch wird es möglich, eine großflächige Matte über den Tisch zu ziehen, ohne die Unterseite zu beschädigen und Schnittverletzungen des Bedienungspersonals zu vermeiden. Die Messer werden dann nur für den Stanzvorgang angehoben.

Weiterhin ist es sinnvoll, wenn auf dem Tisch auf die Mattengröße abgestimmte Begrenzungsleisten befestigt sind. Durch diese Leisten wird die vorgesehene Lage der Matten gewährleistet, indem die Mattenkanten gegen diese Begrenzungsleisten anstoßen. Dies führt dazu, daß mit genau abgemessenen Mattenrohlingen gearbeitet werden kann, wodurch sich eine Senkung des Randabfalls auf ein Minimum ergibt.

Zusätzlich ist es vorteilhaft, wenn der Tisch Bohrungen zum Anlegen eines verminderten Luftdruck aufweist. Die Matte kann dadurch nach Festlegung auf den durch die Begrenzungsleisten gegebenen Platz angesaugt werden, so daß sie mit einer großen Fläche fest auf dem Tisch liegt.

Hierdurch werden auch die eventuell durch die Stanzvorgänge ausgelösten Verschiebungen vermieden. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Matte nicht eine ebene Platte darstellt, sondern eine dreidimensionale Gestaltung besitzt.

Die gruppenweise Einschaltbarkeit der Lichtzeichengeber kann durch verschiedene Mittel mit Erfolg gelöst werden:

  • a) Die Schalter können einzeln nach Programm für jeden Mattentyp einmal vom Arbeiter oder Vorarbeiter eingeschaltet werden.
  • b) Brauchbar sind ebenfalls Lochkarten oder Schablonen, die die Schalter für die einzelnen Lichtzeichengeber betätigen.
  • c) Die Lichtzeichengeber können ebenfalls nach Eintasten einer Artikelnummer durch einen Mikro- Computer oder eine entsprechende elektronische Steuerung betätigt werden.
  • d) Die Lichtzeichengeber können mit Hilfe eines Mikro-Computers aus einer Markierung, die an der jeweiligen Matte angebracht ist, gesteuert werden.


Die Erfindung wird in Verbindung mit mehreren Zeichnungen beispielsweise beschrieben. Die

Abb. 1 zeigt den erfindungsgemäßen Tisch mit dem Lichtzeichengeber. Die

Abb. 2-6 zeigen weitere Einzelheiten.

Nach Abb. 1 besitzt der Tisch 1 eine Reihe von Aussparungen 2, in die ein Stanzmesser 3 von unten hineinragt. Die Höhenverstellbarkeit der Stanzmesser wird durch einen Rahmen 4 betätigt, wobei hydraulische Zylinder 5 für einen gleichmäßigen Hub sorgen.

Weiterhin weist der Tisch mehrere Begrenzungsleisten 6 auf. Wird eine Gummimatte auf diesen Tisch gelegt, so führen diese Begrenzungsleisten 6 dazu, daß die Matte genau an dem vorgesehenen Platz liegt. Durch weitere Bohrungen 7 kann die Matte fest an die Oberfläche des Tisches 1 angesaugt werden. Sollen nun bei der aufgelegten Matte Löcher ausgestanzt werden, so werden die zugehörigen Lichtzeichenträger 11, 12 und 13 über eine Steuerung eingeschaltet. Sie kennzeichnen die zum Ausstanzen vorgesehenen Bereiche. Werden nun die Stanzmesser 3 über die hydraulische Betätigung 5 bis in die Ebene des Tisches 1 angehoben, so ist genau erkennbar, welche Bereiche ausgestanzt werden müssen. Trotz der unterschiedlichen Gestaltung der Löcher und Einschnitte kann der Stanzvorgang mittels eines einfachen Schlagwerkzeuges durchgeführt werden. Wegen der festen Lage der Stanzmesser und der Matte und wegen der Lichtkennzeichnung ist ein Ausstanzen der Löcher an nicht vorgesehene Ort ausgeschlossen. Das Bedienungspersonal kann daher mit großer Sicherheit die Ausstanzung vornehmen. Sollen etwa eine von dem vorgenannten Fall abweichende Gruppe von Ausstanzungen vorgenommen werden, so wird wiederum eine andere Gruppe von zugeordneten Lichtzeichengebern als Markierungshilfe herangezogen. Wegen der Verstellbarkeit der Begrenzungsleisten 6 können auch unterschiedlich große Matten bearbeitet werden. Auch diese Leisten lassen sich mit der Gruppenschaltung der Lichtzeichengeber kombinieren. Das Zusammenwirken der Erfindungsmerkmale ermöglicht es demnach, eine schnelle Umstellung auf verschiedene Mattentypen vorzusehen, ohne daß Schwierigkeiten bei der richtigen Ausstanzung eintreten können.

Abb. 2 zeigt einen Querschnitt durch den Tisch 1 an einer Aussparung 2 mit dem darunter in Tiefstellung befindlichen Stanzeisen 3 und dem Stanzeisenhaltetisch 4. Die Saugbohrungen 7 dienen zum Ansaugen der Matte auf dem Tisch 1.

Abb. 3 zeigt den gleichen Punkt mit hochgefahrenem Stanzeisen 3 und der darüber befindlichen Matte 14.

Abb. 4 zeigt den Stanzvorgang mit dem unten liegenden Stanzeisen 3, der zu stanzenden Matte 14 und einem Hammer aus Gummi oder Kunststoff 15.

Abb. 5 zeigt das unten liegende Stanzeisen 3, die darauf liegende Matte 14, einen Hammer 16. Auf der Matte liegt ein Schlageisen 17, das auf der Unterseite mit einer Platte 18 aus einem typischen Stanzeisenwerkstoff, wie z. B. Hartgummi, Kunststoff o. ä. belegt ist.

Abb. 6 zeigt den gleichen Querschnitt nach dem Stanzvorgang mit dem Tisch 1, dem Stanzeisen 3, der gestanzten Matte 14 und dem ausgetanzten Stück 19, das durch die Mitte des Stanzeisen in einen Sammelbehälter fällt.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Stanzen von Löchern oder anderen Einschnitten in Matten aus Gummi, Kunststoff, Filz oder ähnlichen Werkstoffen für Kraftfahrzeuge oder ähnliche Zwecke, bestehend aus einem Tisch als Unterlage, verschiedenen Stanzmessern und einem Schlagwerkzeug, dadurch gekennzeichnet, daß über den mit Aussparungen (2) versehenen Tisch (1) Lichtzeichengeber (11, 12, 13) angeordnet sind, die in Zahl und Lage mit den Aussparungen (2) im Tisch übereinstimmen und die wahlweise auf den Mattentyp bezogen gruppenweise einschaltbar sind und die Stanzmesser (3) fest in den Aussparungen des Tisches (1) angeordnet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tisch (1) und die in den Aussparungen (2) angeordneten Stanzmesser (3) relativ zueinander höhenverstellbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Tisch (1) auf die Mattengröße abgestimmte Begrenzungsleisten (6) befestigt sind.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tisch (1) Bohrungen (7) zum Anlegen eines verminderten Luftdrucks aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tischplatte (1) dreidimensional verformt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppenschaltung der Lichtzeichengeber (11, 12, 13) an Hand von Lochkarten, durch elektrische Programme mit Schablonen und/oder durch Markierungen an der zu stanzenden Matte steuerbar sind.
  7. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Lichtzeichen dem stanzenden Arbeiter einen Anhalt für die Stärke der Schlagkraft vermittelt.
  8. 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Schlagvorrichtung ein Hammer (15, 16) mit einem Schlageisen (17) dient, das auf der Unterseite eine flache Platte aus Stanzplattenmaterial aufweist.
  9. 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung der Schlagvorrichtung pneumatisch, elektrisch oder mit einer anderen Hilfsenergie erfolgt.






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