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Dokumentenidentifikation DE3448189C2 26.05.1988
Titel Bohrhammer
Anmelder Black & Decker Inc., Newark, Del., US
Erfinder Großmann, Horst, 6257 Hünfelden, DE;
Kalbacher, Klaus, 7451 Rengendingen, DE;
Kolesch, Klaus, 7432 Bad Urach, DE;
Schekulin, Karl, Prof., 7312 Kirchheim, DE
Vertreter Frhr. von Uexküll, J., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Graf zu Stolberg-Wernigerode, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Suchantke, J., Dipl.-Ing.; Huber, A., Dipl.-Ing.; von Kameke, A., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Voelker, I., Dipl.-Biol., Pat.-Anwälte, 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 08.08.1984
DE-Aktenzeichen 3448189
File number of basic patent 34291407
Offenlegungstag 20.02.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.05.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.05.1988
IPC-Hauptklasse B25D 16/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Bohrhammer mit einem pneumatischen Schlagwerk mit einem einen Schläger antreibenden, hin- und herbewegbaren Kolben, welches mittels eines drehbar auf einer Zwischenwelle angeordneten Antriebsteils antreibbar ist, das durch relative axiale Verlagerung bezüglich der Zwischenwelle wahlweise in Eingriff mit einem unverdrehbar auf der Zwischenwelle befestigten Kupplungselement einer Reibungskupplung bringbar ist, wobei die relative axiale Verlagerung zwischen Antriebsteil und Zwischenwelle durch axiale Verschiebung der Werkzeugspindel infolge Andrucks des in der Werkzeugaufnahme befindlichen Werkseugs erfolgt.

Bei einem bekannten Bohrhammer dieser Art (DE-OS 24 49 191) ist auf der Zwischenwelle ein ringförmiges, eine sich nach hinten kegelstumpfförmig verjüngende Außenfläche aufweisendes Kupplungselement unverdrehbar befestigt bzw. ausgebildet. Ferner ist auf der Zwischenwelle drehbar ein Antriebsteil angeordnet, das eine Trommel mit einer schräggestellten Ringnut aufweist, in der drehbar ein Ring mit einem radial vorstehenden Zapfen gehaltert ist. Der Zapfen steht in Eingriff mit dem hinteren Ende eines in einem Führungsrohr angeordneten Kolbens, in dem sich auch ein Schläger befindet, zwischen dem und dem Kolben im Betrieb ein antreibender Überdruck aufgebaut wird, wie dies für pneumatische Schlagwerke von Bohrhämmern bekannt ist (EP-OS 0 15 185). Um das Schlagwerk des bekannten Bohrhammers anzutreiben, wird die das Kupplungselement tragende Zwischenwelle durch Anlagedruck des sich in der Werkzeugaufnahme des Bohrhammers befindenden Werkzeugs am Werkstück gegen Federdruck axial verlagert, so daß die kegelstumpfförmige Umfangsfläche in kuppelnden Eingriff mit einer entsprechend kegelstumpfförmig verlaufenden Ringfläche an der Trommel des Antriebsteils gedrückt und so das Antriebsteil zusammen mit der angetriebenen Zwischenwelle gedreht wird.

Bei diesem bekannten Aufbau ist es erforderlich, einen verhältnismäßig großen Druck zur Aufrechterhaltung des Kupplungseingriffes aufzubringen, da sich bei Rückwärtsbewegung des Schlägers und Vorwärtsbewegung des Kolbens zwischen diesen der später den Schläger nach vorn treibende Luftdruck aufbaut, durch den auf den Kolben eine nach hinten gerichtete Reaktionskraft wirkt, die über den Zapfen und den Ring auf die Trommel des Antriebsteils und damit in Richtung einer Trennung des Kupplungseingriffes, also einer Unterbrechung im Antrieb des Hammerwerks, wirkt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Bohrhammer so zu verbessern, daß im Hammer- bzw. Bohrhammerbetrieb keine nennenswerten Trennkräfte auf die Kupplung zwischen Zwischenwelle und Antriebsteil wirken.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Bohrhammer der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß derart ausgestaltet, daß das Kupplungselement eine sich von hinten nach vorn verjüngende, in Eingriff mit einer entsprechend geformten Fläche des Antriebsteils bringbare Kupplungshälfte aufweist, und daß das Antriebsteil zwischen Kupplungselement und Werkzeugaufnahme vorgesehen ist.

Bei dem erfindungsgemäßen Bohrhammer liegt also das Antriebsteil zwischen Kupplungselement und Werkzeugaufnahme, so daß die durch die Wirkung des aufgebauten hohen Luftdrucks entstehende, nach hinten wirkende Reaktionskraft zwar zu einer Verlagerung des Antriebsteils nach hinten führt, jedoch dadurch ein festerer Eingriff mit dem auf der Zwischenwelle befestigten Kupplungselement erreicht wird. Die bei dem bekannten Bohrhammer störenden, auf das Antriebsteil wirkenden Reaktionskräfte werden erfindungsgemäß somit dazu ausgenutzt, die Kupplung zwischen Zwischenwelle und Antriebsteil in festen Eingriff zu drücken.

Um eine zuverlässige Trennung von Kupplungselement und Antriebsteil und damit eine zuverlässige Ausschaltung des Schlagwerkes zu erreichen, kann zwischen Kupplungselement und Antriebsteil eine Druckfeder vorgesehen sein, die beim Fehlen einer das Antriebsteil in Eingriff mit dem Kupplungselement drückenden Kraft eine zuverlässige Trennung von Antriebsteil und Kupplungselement bewirkt.

Um das Einschalten des Schlagwerks durch Andruck des Werkzeugs an ein Werkstück auf einfache Weise zu erreichen, kann zwischen der Werkzeugspindel und dem Antriebsteil eine axial bezüglich der Längsachse der Werkzeugspindel bewegbare Trennscheibe vorgesehen sein, die sich an einer Seite über ein Axial-Kugel- oder -Nadellager an der Werkzeugspindel und an der anderen Seite über ein Axial-Kugel- oder -Nadellager am Antriebsteil abstützt.

Bei einem solchen Aufbau erfolgt die Übertragung der Axialkraft von der rotierenden Werkzeugspindel auf das drehbar auf der Zwischenwelle angeordnete Antriebsteil lediglich über eine axial verlagerbare, unverdrehbar angeordnete Trennscheibe, zwischen der und der sich drehenden Werkzeugspindel sowie zwischen der und dem sich zeitweise drehenden Antriebsteil entsprechende Lager vorgesehen sind. Da das Schlagwerk nur bei Eingriff des Werkzeugs mit dem Werkstück arbeitet, sonst jedoch abgeschaltet ist, treten nur kurzzeitig Belastungen des Schlagwerkes und seines Antriebs auf, so daß die Lebensdauer erheblich vergrößert wird.

Um mit einem derart aufgebauten Bohrhammer, bei dem das Schlagwerk durch Andruck des Werkzeugs an das Werkstück eingeschaltet wird, auch im reinen Bohrbetrieb arbeiten zu können, kann der Bohrhammer eine Umschalteinrichtung zum Aktivieren und Deaktivieren des Schlagwerkes mit einem in axialer Richtung des Kolbens zwischen zwei Endstellungen bewegbaren, starren Stellelementen aufweisen, dessen eines Ende in der Deaktivierungstellung eine axiale Verschiebung der Werkzeugspindel verhindernd an der Trennscheibe anliegt und dessen anderes Ende in Eingriff mit der Umfangsfläche eines von der Außenseite des Maschinengehäuses von Hand begrenzt drehbaren Stellbolzens steht, der in seinen Endstellungen jeweils im Eingriff mit dem anderen Ende des Stellelementes stehende Abflachungen aufweist, von denen die eine einen großeren Abstand von der Mittelachse des Stellbolzens hat als die andere. Dabei steht das Stellelement vorzugsweise in Eingriff mit einer sein anderes Ende gegen den Stellbolzen drückenden Feder.

Eine derart einfach aufgebaute Umschalteinrichtung ermöglicht in der einen Endstellung des Stellelementes das Arretieren der Werkzeugspindel gegen axiale Verlagerung, wozu das eine Ende des Stellelementes in Eingriff mit der sich nicht drehenden Trennscheibe steht, also kein zusätzliches Lager zwischen Trennscheibe und Stellelement erforderlich ist. In der anderen Endstellung des Stellelementes behindert dieses die axiale Verlagerung der Werkzeugspindel nicht. Die Verlagerung in die Endstellungen kann mittels eines begrenzt drehbaren Stellbolzens erfolgen, dessen in der Umfangsfläche vorgesehenen Abflachungen so bemessen sind, daß sie die gewünschten Endstellungen des Stellelementes definieren. Durch die Feder wird erreicht, daß das Stellelement dauernd in Eingriff mit dem Stellbolzen gehalten wird. Das Stellelement kann U-förmig sein, und die freien Enden seiner Schenkel können das eine Ende und die Basis das andere Ende bilden. Die Schenkel können zu beiden Seiten des hinteren Endes des Kolbens liegen.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren näher erläutert.

Fig. 1 zeigt im Schnitt das Getriebegehäuse eines Bohrhammers einschließlich Schlagwerk sowie die Werkzeugaufnahme.

Fig. 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie II-II aus Fig. 1.

Fig. 3 zeigt eine Ansicht der Werkzeugaufnahme und des Getriebegehäuses, wobei das Getriebegehäuse teilweise aufgebrochen ist, um den Betätigungshebel für den Stellbolzen zu zeigen.

Das dargestellte Getriebegehäuse 50 wird mit seinem hinteren, in den Fig. 1 und 3 rechten Ende mit einem nicht dargestellten Motorgehäuse verbunden, aus dem sich die Ankerwelle 7 eines Elektromotors in das Getriebegehäuse 50 erstreckt. Die Ankerwelle 7 ist mit ihrem vorderen Endbereich in einem Nadellager 35, das in einem in das beispielsweise aus Kunststoff bestehende Getriebegehäuse 50 eingesetzten, metallischen Trägerteil 29 gelagert ist. In diesem Trägerteil 29 ist außerdem mittels eines Nadellagers 33 das hintere Ende einer Zwischenwelle 6 gelagert, deren vorderes Ende in einem Nadellager 44 im Getriebegehäuse 50 bzw. einem in diesem Getriebegehäuse 50 befestigten, metallischen Einsatzelement 18 gehalten ist. Auf der Zwischenwelle 6 ist unverdrehbar und axial unverlagerbar ein Kupplungselement 37 befestigt, das eine Außenverzahnung 27&min;&min; aufweist, die mit einem an der Ankerwelle 7 ausgebildeten Ritzel kämmt. In einer ringförmigen, nach hinten offenen Aussparung des Kupplungselementes 37 befindet sich ein elastischer Dämpfungsring 34, der mit seiner vorderen Seite an der Grundfläche der Aussparung des Kupplungselementes 37 und mit seiner hinteren Seite an einer Scheibe 31 anliegt. Zwischen dieser Scheibe und einer weiteren, sich an einer Ringfläche des Trägerteils 29 abstützenden Scheibe 31&min; befindet sich ein Axial-Kugel- oder -Nadellager, das bei Drehung des Kupplungselementes 37 und damit des Dämpfungsringes 34 und der Scheibe 31 einen Abrieb an der stationär gehaltenen Scheibe 31&min; verhindert. Der Dämpfungsring 34 dient zur Dämpfung von axialen Stößen, die im Betrieb auf die Zwischenwelle 6 übertragen werden können.

Auf der Zwischenwelle 6 ist ferner drehbar ein Antriebsteil 40 angeordnet, dessen Aufbau und Funktionsweise später erläutert werden.

Im vorderen Endbereich der Zwischenwelle 6 ist eine Verzahnung 42 ausgebildet, die in kämmendem Eingriff mit einer Außenverzahnung 19 der in Lagern 9 und 17 drehbar gehalterten Werkzeugspindel 2 steht. Die Werkzeugspindel 2 bildet in ihrem vorderen Bereich eine eine Abdeckung 3 tragende Aufnahme für ein Werkzeug 1, das in seinem Schaft üblicherweise, axial verlaufende Nuten aufweist, die in Eingriff mit Halteelementen 4 stehen. Der Aufbau derartiger Werkzeugaufnahmen für Bohrhämmer ist bekannt und braucht daher nicht näher erläutert zu werden.

Innerhalb der Werkzeugspindel 2 befindet sich eine Führungshülse 16, in der der vordere Endbereich eines Schlägers 23 axial hin- und herbewegbar geführt ist, so daß seine vordere Endfläche durch eine im vorderen Ende der Führhülse 16 vorgesehene Öffnung auf das hintere Ende des Werkzeugs 1 aufschlagen kann. Zwischen dem vorderen Ende der Führhülse 16 und einer Ringschulter der Werkzeugspindel 2 ist ein elastischer Dämpfungsring 8 angeordnet, und zwischen einer Ringschulter des Getriebegehäuses 50 und einer Ringschulter der Werkzeugspindel 2 befinden sich ein elastischer Dämpfungsring 10 und eine Scheibe 11. Diese Dämpfungsringe dienen zur Dämpfung von Stößen im Leerlauf, während ein elastischer Dämpfungsring 13, der zwischen einer an einer Ringschulter der Führungshülse 16 anliegenden Scheibe 12 und einer in ihrer Verlagerungsbewegung durch Stifte 15 begrenzten Scheibe 14 angeordnet ist, im Schlagbetrieb die Dämpfung von nach hinten gerichteten Stößen bewirkt.

Der Schläger 22 ist mit seinem hinteren, einen größeren Durchmesser aufweisenden Ende in einem axial in der Werkzeugspindel 2 hin- und herbewegbaren Topfkolben 24 geführt, wobei ein in eine Ringnut des Schlägers 22 eingesetzter O-Ring 23 an der Innenfläche des Topfkolbens 24 eine Abdichtung bewirkt. Im verlängerten hinteren Ende 36 des Topfkolbens 24 sind senkrecht zur Längsachse des Topfkolbens zwei Lagerzapfen 25&min; und 27&min; befestigt, die an ihrem unteren Ende jeweils eine drehbare Rolle 25, 27 tragen. Das hintere Ende 36 ist in einer U-förmigen Führung 26 angeordnet, die im Trägerteil 29 befestigt ist (Fig. 2), so daß das hintere Ende 36 in Richtung der Längsachse des Topfkolbens 24 in der Führung 26 hin- und herbewegbar ist.

Zwischen die Rollen 25 und 27 erstreckt sich eine eine Führkurve bildende Antriebsrippe 40&min;, die Teil des vorstehend bereits erwähnten Antriebsteils 40 ist. Dieses Antriebsteil ist einstückig ausgebildet und kann beispielsweise ein Sinterteil sein. Die Breite der Antriebsrippe 40&min; entspricht im wesentlichen dem lichten Abstand der Rollen 25 und 27, so daß die Außenflächen dieser Rollen in Eingriff mit den Seitenflächen der Antriebsrippe 40&min; stehen.

Zwischen dem drehbar und axial verlagerbar auf der Zwischenwelle 6 angeordneten Antriebsteil 40 und der vorderen Endfläche des Kupplungselementes 37 ist eine die Zwischenwelle 6 umgebende Druckfeder 39 angeordnet, wobei zwischen dem hinteren Ende der Druckfeder 39 und der vorderen Endfläche des Kupplungselementes 37 eine Scheibe 38 vorgesehen ist. Vom äußeren Umfang der vorderen Endfläche des Kupplungselementes 37 erstreckt sich eine sich nach hinten kugelstumpfförmig erweiternde Kupplungsfläche 37&min;, und das Antriebsteil 40 weist eine entsprechend geneigte, in Fig. 1 in Eingriff mit der Kupplungsfläche 37&min; stehende Eingriffsfläche auf.

Im Ruhestand des Bohrhammers drückt die Druckfeder 39 das Antriebsteil 40 bezüglich der Zwischenwelle 6 in Fig. 1 nach links, also nach vorn, so daß die Kupplungsfläche 37&min; nicht in Eingriff mit der entsprechend geformten Eingriffsfläche des Antriebsteil 40 steht. Infolge dieser Verlagerung des Antriebsteils wird auch die Trennscheibe 21, die eine die Werkzeugspindel 2 umgebende Öffnung und eine die Zwischenwelle 6 umgebende Öffnung hat, nach vorn verlagert, wodurch das zwischen Trennscheibe 21 und einer Ringschulter der Werkzeugspindel 2 vorgesehene Axial-Kugel- oder -Nadellager 20 und damit auch die Werkzeugspindel 2 in Fig. 1 nach links, also im Bohrhammer nach vorn verlagert werden.

Wird in dieser Betriebsstellung der Bohrhammer eingeschaltet, so dreht die sich drehende Ankerwelle 7 über die Verzahnung 27&min;&min; das Kupplungselement 37 und damit die Zwischenwelle 6, die über die kämmenden Verzahnungen 42 und 19 die Werkzeugspindel 2 und damit auch das Werkzeug 1dreht. Wird das sich drehende Werkzeug 1 in Eingriff mit einem Werkstück gebracht, so bewirkt der Anpreßdruck über die Halteteile 4 eine axiale Verlagerung der Werkzeugspindel 2 nach hinten, so daß das Lager 20, die Trennscheibe 21 und das zwischen Trennscheibe 21 und Antriebsteil 40 befindliche Axial-Kugel- oder -Nadellager 41 ebenfalls nach hinten verlagert werden, was zu einer Verschiebung des Antriebsteils 40 in Richtung auf das Kupplungselement 37 und damit zum Eingriff von Kupplungsfläche 37&min; und zugehöriger Eingriffsfläche des Antriebsteil 40 führt. Dadurch wird das Antriebselement 40 zusammen mit dem fest auf der Zwischenwelle 6 befestigten Kupplungselement 37 gedreht, und die im wesentlichen den Verlauf eines schräggestellten Kreises aufweisende Antriebsrippe 40&min; wird zwischen den Rollen 25 und 27 hindurchgeführt, was zu einer axialen Hin- und Herbewegung des die Rollen 25 und 27 tragenden Topfkolbens 24 führt, so daß der in ihm befindliche Schläger 23 in der in der EP-OS 0 15 185 beschriebenen Weise durch Aufbau von Überdruck und entstehendem Unterdruck in Kombination mit der Bewegung des Topfkolbens 24 hin- und herbewegt wird, um auf das hintere Ende des Werkzeugs aufzuschlagen. Dabei drücken die entstehenden Rückstöße und der sich bei Bewegung des Schlägers 23 nach hinten aufbauende Überdruck den Topfkolben 24 nach hinten und verstärken dadurch den Andruck der Rolle 25 an der Antriebsrippe 40&min; und somit auch den Eingriff von Antriebsteil 40 und Kupplungselement 37.

Sobald das Werkzeug 1 nicht mehr an das Werkstück angedrückt wird, bewirkt die Feder 39 eine Trennung von Kupplungselement 37 und Antriebsteil 40 und dadurch eine Stillsetzung des Schlagantriebes, so daß der Topfkolben 24 nicht mehr hin- und herbewegt wird und dadurch der Schläger 22 keine Schläge mehr auf das hintere Ende des Werkzeugs 1 ausübt. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß infolge des in diesem Leerlauf-Betriebszustand fehlenden Antriebes des Schlagwerks keine besondere Fangeinrichtung für den Schläger 22 erforderlich ist.

Um das Schlagwerk wahlweise zu aktivieren oder zu deaktivieren ist ein U-förmiges, starres Stellelement 47 vorhanden, dessen Schenkel zu beiden Seiten des hinteren Endes 36 des Topfkolbens 24 verlaufen und in Aussparungen im Trägerteil 29 (Fig. 2) geführt sind. Die Basis dieses U-förmigen Stellelementes 47 liegt an einer Abflachung 30&min; (Fig. 1) der Umfangsfläche eines Stellbolzens 30 an, der im Getriebegehäuse 50 begrenzt drehbar gelagert ist und sich quer zur Längsachse des Topfkolbens 24 erstreckt. Der Stellbolzen 30 erstreckt sich mit einem Ende aus dem Getriebegehäuse 50 heraus und trägt an diesem Ende einen Griffhebel 46, der mit seinem Kopf 46&min; fest mit dem herausstehenden Ende des Stellbolzens 30 verbunden ist.

Wie in Fig. 1 dargestellt, wird die Basis des Stellelementes 47 von einem Schenkel einer Feder 28 umgriffen, der andere Schenkel an der gegenüberliegenden Seite des Stellbolzens 30 anliegt und die die Basis des Stellelementes 47 gegen den Stellbolzen 30 zieht. Dadurch wird die Basis des Stellelementes 47 immer in Eingriff mit der jeweiligen Abflachung am Umfang des Stellbolzens 30 gehalten.

Am Umfang des Stellbolzens 30 sind zwei Abflachungen 30&min; und 30&min;&min; vorgesehen, von denen die Abflachung 30&min; einen geringeren Abstand von der Mittelachse des Stellbolzens 30 hat als die Abflachung 30&min;&min;. Somit befinden sich die freien Enden der Schenkel des Stellelementes 47 bei Anlage der Basis des Stellelementes 47 an der Abflachung 30&min; weiter rechts in Fig. 1, also im Getriebegehäuse 50 weiter hinten, als wenn die Basis des Stellelementes 47 an der Abflachung 30&min;&min; anliegt. Der in Fig. 1 dargestellte Betriebsfall der Anlage der Basis des Stellelementes 47 an der Abflachung 30&min; ist derjenige, bei dem das Schlagwerk aktiviert ist, also das Schlagwerk durch Andruck des Werkzeugs 1 am Werkstück eingeschaltet wird.

Wird der Griffhebel 46 um 90° (in Fig. 1 im Uhrzeigersinn) verdreht, so kommt die Basis des Stellelementes 47 in Eingriff mit der Abflachung 30&min;&min;, und sie wird infolge des größeren Abstandes der Abflachung 30&min;&min; von der Mittelachse des Stellbolzens 30 in Fig. 1 nach links, also im Getriebegehäuse 50 nach vorn verlagert. Diese Verlagerung führt dazu, daß die freien Enden der Schenkel des Stellelementes 47 in Eingriff mit der Trennscheibe 21 kommen und diese in eine vordere Endstellung verlagern, wodurch auch die Werkzeugspindel 2 in diese vordere Endstellung gebracht und in ihr gehalten wird. In dieser vorderen Endstellung stehen das Kupplungselement 37 und das Antriebsteil 40 nicht in Eingriff miteinander. Wird nunmehr das Werkzeug 1 gegen ein Werkstück gedrückt, so verhindert der Eingriff der freien Enden der Schenkel des sich an der Abflachung 30&min;&min; abstützenden Stellelementes 47 an der Trennscheibe 21 eine Verlagerung der Werkzeugspindel 2 nach hinten und damit einen Eingriff von Antriebsteil 40 und Kupplungselement 37, d.h. der Bohrhammer arbeitet im reinen Bohrbetrieb, und das Schlagwerk ist deaktiviert.


Anspruch[de]
  1. 1. Bohrhammer mit einem pneumatischen Schlagwerk mit einem einen Schläger (22) antreibenden, hin- und herbewegbaren Kolben (24), welches mittels eines drehbar auf einer Zwischenwelle (6) angeordneten Antriebsteils (40) antreibbar ist, das durch relative axiale Verlagerung bezüglich der Zwischenwelle (6) wahlweise in Eingriff mit einem unverdrehbar auf der Zwischenwelle (6) befestigten Kupplungselement (37) einer Reibungskupplung bringbar ist, wobei die relative axiale Verlagerung zwischen Antriebsteil (40) und Zwischenwelle (6) durch axiale Verschiebung der Werkzeugspindel (2) infolge Andrucks des in der Werkzeugaufnahme befindlichen Werkzeugs (1) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungselement (37) eine sich von hinten nach vorn verjüngende, in Eingriff mit einer entsprechend geformten Fläche des Antriebsteils (40) bringbare Kupplungsfläche (37&min;) aufweist, und daß das Antriebsteil (40) zwischen Kupplungselement (37) und Werkzeugnahme vorgesehen ist.
  2. 2. Bohrhammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Kupplungselement (37) und Antriebsteil (40) eine Druckfeder (39) angeordnet ist.
  3. 3. Bohrhammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Werkzeugspindel (2) und dem Antriebsteil (40) eine axial bezüglich der Längsachse der Werkzeugspindel (2) bewegbare Trennscheibe (21) vorgesehen ist, die sich an einer Seite über ein Axial-Kugel- oder -Nadellager (20) an der Werkzeugspindel (2) und an der anderen Seite über ein Axial-Kugel- oder -Nadellager (41) am Antriebsteil (40) abstützt.
  4. 4. Bohrhammer nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Umschalteinrichtung zum Aktivieren und Deaktivieren des Schlagwerks (16, 22, 24) mit einem in axialer Richtung des Kolbens (24) zwischen zwei Endstellungen bewegbaren, starren Stellelement (47), dessen eines Ende in der Deaktivierungsstellung eine axiale Verschiebung der Werkzeugspindel (2) verhindernd an der Trennscheibe (21) anliegt und dessen anderes Ende in Eingriff mit der Umfangsfläche eines von der Außenseite des Maschinengehäuses (50) von Hand begrenzt drehbaren Stellbolzens (30) steht, der in seinen Endstellungen jeweils in Eingriff mit dem anderen Ende des Stellelementes (47) stehende Abflachungen (30&min;, 30&min;&min;) aufweist, von denen die eine einen größeren Abstand von der Mittelachse des Stellbolzens (30) hat als die andere.
  5. 5. Bohrhammer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellelement (47) in Eingriff mit einer sein anderes Ende gegen den Stellbolzen (30) drückenden Feder (28) steht.
  6. 6. Bohrhammer nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellelement (47) U-förmig ist und die freien Enden seiner Schenkel das eine Ende und die Basis das andere Ende bilden und daß die Schenkel zu beiden Seiten des hinteren Endes (36) des Kolbens (24) anliegen.






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