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Dokumentenidentifikation DE3734003A1 26.05.1988
Titel Erdungsarmband
Anmelder Zwicknagl, Fritz, 7519 Eppingen, DE
Erfinder Zwicknagl, Fritz, 7519 Eppingen, DE
Vertreter Müller, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7100 Heilbronn
DE-Anmeldedatum 08.10.1987
DE-Aktenzeichen 3734003
Offenlegungstag 26.05.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.05.1988
IPC-Hauptklasse H05F 3/02
IPC-Nebenklasse A61N 1/14   H01R 4/64   H02B 1/16   A44C 5/00   D02G 3/12   
IPC additional class // H05K 13/00,D02G 3/44  

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung betrifft ein Erdungsarmband, bei dem zumindest auf der Innenseite textile Fasern vorhanden sind, die elektrisch leitfähig sind.

Ein Erdungsarmband dient sowohl zum Ableiten von statischen Aufladungen einer arbeitenden Person, als auch zum Schutz gegen eine Gefährdung durch elektrische Ströme. STAND DER TECHNIK

Es sind Erdungsarmbänder aus einem textilen Gewebe bekannt, auf dessen Innenseite, die der Haut der arbeitenden Person zugewandt ist, elektrisch leitfähige Textilfasern eingewebt sind. Die Textilfasern sind dadurch elektrisch leitfähig gemacht worden, daß Edelstahlfilamente in sie eingesponnen worden sind. Es hat sich gezeigt, daß diese Edelstahlfädchen relativ häufig brechen mit der Folge, daß ein elektrischer Kontaktbruch hervorgerufen wird, der die elektrische Leitfähigkeit des Erdungsarmbandes zunichte macht. Auch ist die Gefahr nicht auszuschließen, daß beim Arbeiten an spannungsempfindlichen oder difizilen elektronischen Bauteilen wie z.B. Leiterplatten durch aus dem Armband herausfallende Drahtteilchen ein Kurzschluß entsteht. Die Lebensdauer eines derartigen Erdungsarmbandes endet schließlich oftmals frühzeitig dadurch, daß die in dem Erdungsarmband vorhandenen elektrisch leitenden Drahtfädchen mit der Zeit durch die Einwirkung von Hautschweiß zerstört werden.

Letzteres gilt auch für ein weiteres bekanntes Erdungsarmband, bei dem mit einer metallischen Schicht überzogene Fasern vorhanden sind. Infolge der metallischen Schicht sind auch diese Fasern und damit das Erdungsarmband elektrisch leitfähig.

Sehr störend und in manchen Fällen sogar gesundheitsschädlich ist bei beiden Armbändern die bei manchen Personen auftretende Hautreizung, die infolge der innigen Berührung zwischen der Haut der Person und dem Metall hervorgerufen werden kann. DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein hautsympathisches und betriebssicheres Erdungsarmband anzugeben.

Diese Erfindung ist durch die Merkmale des Hauptanspruches gegeben. Sie zeichnet sich bei dem eingangs genannten Erdungsarmband dementsprechend dadurch aus, daß die Fasern mit Kohlenstoff-Partikeln angereichert sind. Das erfindungsgemäße Erdungsarmband besitzt damit keine metallischen Fäden, so daß kein Kontaktbruch innerhalb des Erdungsarmbandes hervorgerufen werden kann. Auch ist die Gefahr ausgeschlossen, daß durch aus dem Erdungsarmband herausfallende Fädchenteile Kurzschlüsse oder eine falsche Kontaktierung auf dem von der arbeitenden Person gerade zu bearbeitenden elektronischen Bauteil hergestellt werden. Die Tatsache, daß kein Metall unmittelbar auf der Haut der arbeitenden Person anliegt, verhindert das Auftreten einer Hautreizung. Da kohlenstoffhaltige Teilchen sich durch Hautschweiß nicht zerstören bzw. zersetzen lassen, ist auch eine diesbezügliche Einschränkung der Lebensdauer des erfindungsgemäßen Erdungsarmbandes nicht vorhanden.

Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Erdungsarmbandes hat es sich als günstig herausgestellt, als Kohlenstoff-Partikel Ruß- oder Graphitteilchen zu verwenden.

Um auf technisch und wirtschaftlich einfache Weise sicherzustellen, daß der Kohlenstoffanteil im Armband bleibend vorhanden ist, sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Kohlenstoff-Partikel Bestandteile von Kohlenstoff-Fasern.

Ein nicht nur unter technischen Gesichtspunkten gut funktionierendes, sondern auch unter betriebswirtschaftlichen Gründen besonders geeignetes Erdungsarmband zeichnet sich dadurch aus, daß die bei dem Armband verwendeten elektrisch leitenden Fasern Viskosefasern oder synthetische Baumwollfasern sind. KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird im folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können bei anderen Ausführungsformen der Erfindung einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination angewendet werden. Es zeigen:

Fig. 1 ein um das Handgelenk einer menschlichen Person gelegtes Erdungsarmband und

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Erdungsarmbandes nach Fig. 1.

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

Um ein menschliches Handgelenk 10 ist ein in sich geschlossenes, endlos umlaufendes Erdungsarmband 12 herumgeschlungen.

Auf der Außenseite dieses Erdungsarmbandes 12 ist ein Druckknopf 14 vorhanden, an dem ein Erdungskabel 16 angeschlossen ist.

Auf seiner Innenseite, die der Haut 18 zugewandt ist, besitzt das Erdungsarmband textile Fasern 20, in denen Kohlenstoff-Partikel 22 so zahlreich vorhanden sind, daß die Fasern 20 elektrisch leitfähig sind. Diese Fasern 20 sind über den Druckknopf 14 mit dem Erdungskabel 16 elektrisch leitend verbunden.

Die Fasern 20 sind unbedingt auf der Innenseite 13 des Erdungsarmbandes 12 erforderlich. Allerdings ist es auch möglich, das gesamte Erdungsarmband aus einem diese Fasern 20 enthaltenden textilen Gewebe herzustellen.


Anspruch[de]
  1. 1. Erdungsarmband (12) mit zumindest auf der Innenseite (13) vorhandenen textilen Fasern, die elektrisch leitfähig sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (20) mit Kohlenstoff-Partikeln (22) angereichert sind.
  2. 2. Erdungsarmband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenstoff-Partikel (22) aus Rußteilchen bestehen.
  3. 3. Erdungsarmband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenstoff-Partikel (22) aus Graphitteilchen bestehen.
  4. 4. Erdungsarmband nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenstoff-Partikel Bestandteil von Kohlenstoff-Fasern sind.
  5. 5. Erdungsarmband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (20) Viskosefasern oder synthetische Baumwollfasern sind.






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