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Dokumentenidentifikation DE3436328C2 01.06.1988
Titel Einrichtung zum Aufrichten einer Verkokungsofentür aus der horizontalen in die vertikale Lage
Anmelder Krupp Koppers GmbH, 4300 Essen, DE
Erfinder Schlösser, Rainer, 4300 Essen, DE
DE-Anmeldedatum 04.10.1984
DE-Aktenzeichen 3436328
Offenlegungstag 10.04.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.06.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.1988
IPC-Hauptklasse C10B 25/00
IPC-Nebenklasse C10B 25/14   
Zusammenfassung Einrichtung zum Aufrichten einer Verkokungsofentür aus der horizontalen in die vertikale Lage. Diese Einrichtung weist ein Traggerüst (4) auf, dessen Länge etwa der Höhe der Verkokungsofentür (1) entspricht und das mit Klauen (5) versehen ist, die in die Abhebetaschen (6) der Türverriegelungen (7) einführbar sind. Das Traggerüst ist an seinem dem oberen Bereich der Tür zugeordneten Ende mit einer Angriffsvorrichtung (16, 17) für eine Hubvorrichtung und an seinem unteren Ende mit einem gelenkig gelagerten Aufrichtfuß (13) versehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Aufrichten einer Verkokungsofentür aus der horizontalen in die vertikale Lage, die ein Traggerüst aufweist, dessen Länge etwa der Höhe der Verkokungsofentür entspricht und das mit die Tür fassenden Klauen versehen ist, wobei das Traggerüst an seinem dem oberen Bereich der Tür zugeordneten Ende mit einer Angriffsvorrichtung für eine Hubvorrichtung und an seinem unteren Ende mit einem gelenkig gelagerten Aufrichtfuß versehen ist.

Verkokungsofentüren werden für ihren Zusammenbau üblicherweise mit ihrer von der Ofenkammer abgewandten Seite nach unten auf eine geeignete Unterlage gelegt, worauf dann von oben her der feuerfeste Türstopfen auf dem metallischen Türkörper angebracht wird. Danach muß die Tür gewendet und von der horizontalen in die vertikale Lage gebracht werden, bevor sie in die ihr zugeordnete Ofenkammer eingesetzt wird.

Das Aufrichten der Tür muß sehr vorsichtig erfolgen, um eine Beschädigung der Membranen und Dichtleisten zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für Türen größerer Höhe, die heute in zunehmendem Maße verwendet werden. Die Türen werden häufig in gewissem Umfang flexibel ausgebildet, und es muß daher unter allen Umständen verhindert werden, daß die Türen durch Anschlagen an andere Bauelemente verformt werden.

Nach dem Zusammenbau und dem Aufrichten der Verkokungsofentür muß diese zu ihrem künftigen Einsatzort an der Verkokungsofenbatterie transportiert werden. Da der Zusammenbau üblicherweise abseits dieses Einsatzortes erfolgt, kommen die spurgebundenen Türbedienungsmaschinen der Verkokungsofenbatterie für diesen Transport der Tür nicht in Betracht.

Eine Einrichtung zum Aufrichten einer Verkokungsofentür der eingangs beschriebenen Gattung ist aus der DE-PS 9 75 016 bekannt. Diese ist jedoch ortsfest ausgebildet und daher für einen Transport der Tür gleichfalls nicht geeignet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Aufrichten einer Verkokungsofentür zu schaffen, die es ermöglicht, die Tür ohne Benutzung der eigentlichen Türbedienungsmaschinen zu ihrem Einsatzort zu transportieren.

Erfindungsgemäß wird hierzu vorgeschlagen, daß das Traggerüst mit der Verkokungsofentür nach dem Aufrichten mittels eines spurunabhängigen Transportfahrzeuges zu der der Tür zugeordneten Ofenkammer fahrbar und die Tür dort einsetzbar ist, wozu am Traggerüst eine der Anzahl der Türverriegelungen entsprechende Anzahl von Hydraulikzylindern angeordnet ist, die die Federn der Türverriegelungen bis zu deren Stellung für das Einsetzen der Tür zusammendrücken.

Die Erfindung sieht weiter vor, daß die am Traggerüst angeordneten Klauen in die Abhebetaschen der Türverriegelungen einführbar sind.

Zur Sicherung der Lage des Traggerüstes zur Tür kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ein Seilzug vorgesehen sein, der einerseits am Traggerüst, andererseits an der Tür befestigt ist. An Stelle des Seilzuges oder auch zusätzlich hierzu kann ein Spindeldruckstück vorgesehen sein, das zwischen dem metallischen Türkörper und einer der Klauen eingesetzt ist.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert, die ein Ausführungsbeispiel darstellen. Es zeigt

Fig. 1 eine Seitenansicht und

Fig. 2 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Einrichtung.

In Fig. 1 ist mit 1 die Verkokungsofentür bezeichnet, die nach dem Anbringen des feuerfesten Türstopfens 2 mittels einer hierfür geeigneten Einrichtung um 180° gewendet worden ist und nun mit dem Türstopfen auf einer mit 3 bezeichneten Unterlage aufliegt.

Die erfindungsgemäße Einrichtung zum Aufrichten der Tür besteht im wesentlichen aus dem Traggerüst 4, das sich im vorliegenden Fall aus zwei miteinander verbundenen I-Profilen zusammensetzt. An seiner Unterseite weist das Traggerüst drei Klauen 5 auf, die in mit 6 angedeuteten Abhebetaschen der Türverriegelungen 7 eingeführt sind. Die Klauen liegen hierbei um die Abhebebolzen 8. Um diese Stellung zu sichern, ist ein Seilzug 9 vorgesehen, der zum einen bei 10 am Traggerüst 4, zum anderen im Bereich eines der Abhebebolzen 8 an der Verkokungsofentür 1 befestigt ist. Statt dieser Befestigung oder auch zusätzlich hierzu kann ein Spindeldruckstück 11 vorgesehen sein, daß an der Klaue 5 im Bereich des unteren Endes der Tür befestigt ist und sich am metallischen Türkörper 1&min; abstützt. In diesem Bereich ist an einem mit dem Traggerüst 4 verbundenen Arm 12 ein Aufrichtfuß 13 gelenkig gelagert. Dessen Stützfläche 14 liegt in gleicher Höhe wie die Unterkante des Türstopfens 2 oder darunter.

Am anderen Ende des Traggerüstes, d. h. dem oberen Bereich der Tür zugeordneten Ende, ist ebenfalls ein Arm 15 angeordnet. Mit diesem verbunden ist eine Lasche 16, die eine Bohrung 17 aufweist. Die Lasche mit der Bohrung ist hierbei, bezogen auf den Schwerpunkt von Tür und Traggerüst, so angeordnet, daß die freihängende Tür mit dem Traggerüst eine weitestgehend vertikale Stellung einnehmen.

Das Aufrichten des Traggerüstes mit der damit in der vorbeschriebenen Weise verbundenen Verkokungsofentür kann mittels eines hier nicht dargestellten Autokranes erfolgen, dessen Seil durch einen Schäkel 18 in der Bohrung 17 geführt ist. Beim Anheben dreht sich das Traggerüst im Gelenk des Aufrichtfußes 13, der seine Stellung nicht verändert. Dadurch wird gewährleistet, daß die Tür sicher von der Unterlage 3 abgehoben wird und auch bei der weiteren Aufwärtsbewegung eine Beschädigung der Tür oder von Teilen hiervon nicht erfolgen kann.

Nach Beendigung des Aufrichtvorganges kann die Tür mit dem Autokran zu der ihr zugeordneten Ofenkammer gefahren und dort eingesetzt werden. Zu diesem Zweck sind am Traggerüst 4 ferner mit 19 angedeutete Hydraulikzylinder vorgesehen, die die Federn 20 der Türverriegelungen zusammendrücken, und zwar so weit, daß beim Einsetzen der Tür in die Ofenkammer die Riegel 21 hinter die hier nicht dargestellten Riegelhaken am Kammerrahmen geschwenkt werden können. Nach Entspannen des Hydraulikdruckes werden die Hydraulikzylinder durch eingebaute Rückholfedern zusammengefahren. Dadurch entspannen sich die Verriegelungsfedern, und die Türverriegelungen sind mit der vorgesehenen Verriegelungskraft in Arbeitsstellung. Durch Lösen des Spindeldruckstückes 11 und des Seilzuges 9 wird das Traggerüst nach Absenken durch den Autokran frei und kann für einen neuen Montagevorgang eingesetzt werden.

Die Vorteile der erfindungsgemäßen Einrichtung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • 1. Zum Aufrichten und Einsetzen der Tür wird nur ein Autokran benötigt, d. h. der Einsatz eines zweiten Autokrans entfällt.
  • 2. Die Tür wird an keiner Stelle durch Seile oder Krangehänge beschädigt. Sie wird an den Abhebevorrichtungen gefaßt, die auch für die Betätigung durch die Ofenbedienungsmaschinen vorgesehen sind, und freihängend eingesetzt.
  • 3. Mit Hilfe der an dem Traggerüst vorgesehenen Hydraulikzylinder können schon am Erdboden am liegenden Türkörper die Federverriegelungen so gespannt werden, daß beim Einsetzen der Tür in den Ofen die Riegel nur noch hinter die Haken geschwenkt zu werden brauchen. Nach Entspannen des Hydrauliksystems sind die Verriegelungen unmittelbar einsatzbereit.
  • 4. Die Vorrichtung gestattet es, eine größere Anzahl von Verkokungofentüren sicher und schnell in die Ofenkammern einzusetzen.
  • 5. Ein Umhängen von Seilen oder Andrücken im unteren Türbereich bei Schräglage ist nicht erforderlich.
  • 6. Die Vorrichtung kann durch Verlängern oder Verkürzen leicht auf andere Tür-Anschlußmaße umgebaut werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Aufrichten einer Verkokungsofentür aus der horzizontalen in die vertikale Lage, die ein Traggerüst aufweist, dessen Länge etwa der Höhe der Verkokungsofentür entspricht und das mit die Tür fassenden Klauen versehen ist, wobei das Traggerüst an seinem dem oberen Bereich der Tür zugeordneten Ende mit einer Angriffsvorrichtung für eine Hubvorrichtung und an seinem unteren Ende mit einem gelenkig gelagerten Aufrichtfuß versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggerüst (4) mit der Verkokungsofentür (1) nach dem Aufrichten mittels eines spurunabhängigen Transportfahrzeuges zu der der Tür (1) zugeordneten Ofenkammer fahrbar und die Tür (1) dort einsetzbar ist, wozu am Traggerüst (4) eine der Anzahl der Türverriegelungen (7) entsprechende Anzahl von Hydraulikzylindern (19) angeordnet ist, die die Federn (20) der Türverriegelungen (7) bis zu deren Stellung für das Einsetzen der Tür (1) zusammendrücken.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die am Traggerüst (4) angeordneten Klauen (5) in die Abhebetaschen (6) der Türverriegelungen (7) einführbar sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherung der Lage des Traggerüstes (4) zur Tür (1) ein Seilzug (9) vorgesehen ist, der einerseits am Traggerüst, andererseits an der Tür befestigt ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherung der Lage des Traggerüstes (4) zur Tür (1) ein Spindeldruckstück (11) vorgesehen ist, das zwischen dem metallischen Türkörper (1&min;) und einer der Klauen (5) eingesetzt ist.






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