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Dokumentenidentifikation DE2708748C2 30.06.1988
Titel Mechanische Registerspeichervorrichtung an einer Orgel
Anmelder Walter Graf, Orgelbau, Oberkirch, CH
Erfinder Graf sen., Walter;
Graf jun., Walter, Oberkirch, CH
Vertreter Funck-Hartherz, A., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 6000 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 01.03.1977
DE-Aktenzeichen 2708748
Offenlegungstag 15.09.1977
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.06.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.06.1988
IPC-Hauptklasse G10B 3/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine mechanische Vorrichtung zum Speichern und wahlweisen Einschalten von Registerkombinationen an einer Orgel nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Zum Spielen einer Orgel benötigt der Organist sowohl seine Hände als auch seine Füße, wobei er zwischendurch umregistrieren muß, damit er für die einzelnen Stücke bzw. die einzelnen Passagen jeweils die von ihm gewählte oder vom Komponisten bestimmte Registerkombination benutzen kann. Wenn keine Speichervorrichtung vorhanden ist, muß jedes Register einzeln, also mehrere Register nacheinander, und somit in zeitraubender Arbeit für die nachfolgend zu spielende Kombination ausgewählt werden. Dadurch ergeben sich nicht nur eventuell unerwünscht lange Pausen, sondern der Organist hat keine Ruhe, um sich auf die nächste Passage zu konzentrieren. Aus diesem Grund sind Speichervorrichtungen geschaffen worden, welche es dem Organisten erlauben, vor dem Konzert die Kombinationen zusammenzustellen und zu speichern, welche er im Laufe des Konzertes zu spielen gedenkt. Ein geeigneter Speicher kann mechanisch, pneumatisch, elektrisch oder elektronisch ausgebildet sein, wobei den elektrischen und elektronischen Vorrichtungen der Nachteil anhaftet, daß sie im Laufe der relativ großen Wartungsintervalle einer Orgel, die sich auf ein bis zwei Jahrzehnte erstrecken können, Störungen erleiden, was in einem gewissen Umfang auch für pneumatische Vorrichtungen gilt. Am robustesten sind mechanische Vorrichtungen, wenn sie - entgegen dem Trend - nicht mit elektrischen Teilen durchsetzt sind.

In dem Buch "Einführung in den Orgelbau", 3. Auflage, Wiesbaden 1974, Seite 151, beschreibt W. Adelung eine freie Kombination, bei welcher entlang des Registerzuges mehrere schwenkbare Sterne (je einer für jede Kombination) vorgesehen sind, die durch je ein zugehöriges Setzorgan, das gleichzeitig auch als Löschorgan dienen kann (je nach Lage des Registerzuges) setzbar und löschbar sind. Das macht die Vorrichtung in Richtung des Registerzuges sehr lang. Außerdem ist ein voluminöser Aufwand für das Setz-Löschorgan erforderlich. All dies macht die geschilderte vorbekannte Vorrichtung wenig geeignet für vielgliedrige Kombinationen und für eine große Anzahl von Kombinationen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine rein mechanisch ausführbare Vorrichtung zum Speichern und wahlweisen Einschalten von Registerkombinationen an einer Orgel zu schaffen, welche mit verhältnismäßig wenig Platz auskommt, die außerdem robust und wenig störungsanfällig ist, und die man so ausführen kann, daß man dem Spieltisch praktisch nicht ansieht, daß eine Speichervorrichtung vorhanden ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Vorrichtung der im Anspruch 1 gekennzeichneten Art vorgeschlagen.

Das Programmieren erfolgt an einer Vorrichtung gemäß der Erfindung dadurch, daß das Wählorgan und somit die damit mechanisch verbundenen Anwählhebel nacheinander in verschiedene Stellungen gebracht werden, wobei in jeder dieser Stellungen jeweils jene Registerzüge gezogen werden, die man in der entsprechenden Programmstellung zu spielen wünscht, wobei in jeder dieser Stellungen alle Setz- und Löschorgane (je eines pro Registerzug) betätigt werden. Dabei wird das Setzorgan am Anwählhebel jedes gezogenen Registers einen Anschlag in die Ziehstellung bringen, während gleichzeitig das Löschorgan an jedem Anwählhebel eines abgestoßenen Registerzuges einen Anschlag in die Abstoß- Stellung bringt. Es sind dies jeweils jene Anschläge, die in der betreffenden Stellung des Wählorgans und der Anwählhebel auf der Bahn der Zieh- und Abstoßorgane liegen. Wird nun während des Spielens das Wählorgan in die der betreffenden Registerkombination entsprechende Stellung gebracht und werden hierauf die Zieh- und Abstoßorgane betätigt, so werden alle jene Registerzüge gezogen, deren betreffende Anschläge sich in der Ziehstellung befinden, während allenfalls noch von vorher gezogene Registerzüge, deren Anschläge sich in der Abstoß-Stellung befinden, vom Abstoßorgan abgestoßen werden. Zum Wechsel einer programmierten Registerkombination zu einer anderen programmierten Registerkombination genügt es also, wenn das Wählorgan in die der betreffenden Kombination entsprechende Stellung gebracht und die Zieh- und Abstoßorgane betätigt werden.

Während sonst für jede einzelne Registerkombination ein spezieller Hebel zur Betätigung der zugehörigen Zieh- und Abstoßorgane erforderlich ist, kann man hier die Zieh- und Abstoßorgane für alle Registerzüge gemeinsam mit einem einzigen Hebel, beispielsweise einem Pedal, betätigen. Dies ist nicht nur außerordentlich platzsparend, sondern verleiht einem Spieltisch auch eine neue gute Übersichtlichkeit. Man kann den Spieltisch einer Orgel mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung so ausführen, daß man außer dem genannten Hebel zur Betätigung der Zieh- und Abstoßorgane sowie einem entsprechenden Hebel zur Betätigung der Setz- und Löschorgane nur noch einen Teil des Wählorganes zieht, wobei diese Teile unauffällig und doch bedienungsfreundlich ausgebildet und angeordnet sein können. Die sonst übliche Vielzahl von Schaltern, Knöpfen, Hebeln und dergleichen, die der Orgel nach neuerer Auffassung ein unübersichtliches und unerwünschtes Aussehen verleiht, können entfallen. Die Orgel kann zudem beliebig mit Einzelregistrierung gespielt werden, wobei es außerdem möglich ist, während des Spielens einzelne Registerzüge in Abweichung vom gewählten Programm zu ziehen oder abzustoßen. Dies ist in der Regel bei bekannten Orgeln nicht ohne weiteres der Fall.

Das Zieh- oder das Abstoßorgan ist vorzugsweise zwischen dem Registerzug und dem zugehörigen Anwählhebel angeordnet. Dadurch ist eine platzsparende Bauweise möglich.

Sowohl das Ziehorgan als auch das Abstoßorgan kann als eine langgezogene Schiene ausgebildet sein, von der für jeden Registerzug, der sich zwischen einem Paar von Zieh- und Abstoßorganen befindet, je ein bolzenartiges Gebilde absteht, das jeweils nur auf jenen der Anschläge jedes Registerzuges auftreffen kann, der sich der Stellung des Wählorgans entsprechend auf seiner Bahn befindet.

Vorzugsweise sind Federmittel vorgesehen, welche jeden Anschlag entweder in der Zieh- oder in der Abstoß-Stellung halten, so daß kein Anschlag in einer Mittelstellung verbleiben kann. Dadurch kann auch verhindert werden, daß ein Anschlag sich ungewollt verschiebt.

Als Setz- und Löschorgan für eine Reihe von Registerzügen können zwei gemeinsam und gegebenenfalls gegensinnig oder gleichsinnig drehbare Wellen zu beiden Seiten der genannten Reihe von Registerzügen angeordnet sein, wobei pro Registerzug je ein an jeder Welle drehfester Fortsatz dienen kann, der immer nur auf jenen Anschlag eines Registerzuges treffen kann, der sich der Stellung des Wählorgans entsprechend gerade auf der Bahn des Zieh- bzw. Abstoßorgans befindet, je nachdem, ob er sich gerade in der Zieh- oder Abstoß-Stellung befindet.

Zur Betätigung der Anwählhebel kann man für eine der genannten Reihen von Registerzügen an jedem Anwählhebel ein Führungsstück vorsehen, das sich in einer zur Zugrichtung des zugehörigen Registerzuges stets parallelen Nut eines Schiebers befindet, welcher Schieber quer zur Zugrichtung und unter Beibehaltung des gleichen Abstandes zu den Registerzügen beweglich ist. Die Schieber aller Registerzüge, d.h. auch von verschiedenen Reihen von Registerzügen, können durch ein entsprechendes Gestänge mit einem Wählhebel verbunden sein, welcher am Spieltisch ersichtlich in verschiedenen Stellungen arretierbar sein kann.

Vorzugsweise ist an jedem Anwählhebel ein Anschlag so vorgesehen, daß er entweder immer in der Abstoß-Stellung verbleibt, oder immer in diese Abstoß-Stellung zurückkehrt, beispielsweise durch eine entsprechende Federung, so daß bei Einstellung des Wählorgans in eine bestimmte Position sämtliche Registerzüge gemeinsam abgestoßen werden können.

Die Erfindung soll nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher beschrieben werden. Es zeigen

Fig. 1 eine fragmentarische Seitenansicht von zwei übereinander angeordneten gemeinsam programmierbaren Registerzugreihen,

Fig. 2 eine fragmentarische Ansicht des Wählorgans der einen Registerzugreihe nach Linie II-II in Fig. 1 gesehen und

Fig. 3 eine fragmentarische Ansicht eines Anwählhebels nach Pfeil III in Fig. 1 gesehen.

In Fig. 1 ist von den beiden übereinander angeordneten Reihen von Registerzügen jeweils nur der dem Beschauer am nächstgelegenen gezeichnet, weil sonst die Übersichtlichkeit zu stark gelitten hätte. Aus dem gleichen Grunde sind die Betätigungsorgane und Führungen der Setz- und Löschorgane sowie der Zieh- und Abstoßorgane nicht gezeichnet worden. Es sei aber hier festgehalten, daß sämtlichen Setz- und Löschorganen ein gemeinsamer Betätigungshebel, beispielsweise ein Pedal, zugeordnet ist, und daß sämtlichen Zieh- und Abstoßorganen ebenfalls ein gemeinsames Betätigungsorgan, beispielsweise ebenfalls ein Pedal, zugeordnet wäre. Ebenfalls aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden die Führungen des Wählorgans weggelassen. Ein Teil der Führungen der Registerzüge ist ebenfalls nicht dargestellt. Auch auf Polsterungen, Gleitbüchsen, Lager und dergleichen wurde aus dem gleichen Grund verzichtet. Schrauben wurden höchstens andeutungsweise angegeben.

Der obere Registerzug 1 ist in der abgestoßenen Stellung gezeichnet, während der untere Registerzug 2 in der gezogenen Stellung gezeichnet wurde, in welcher Stellung sich diese Registerzüge 1 und 2 befinden würden, nachdem die Ziehorgane 3 und die Abstoßorgane 4 gemeinsam betätigt worden sind und in die Ausgangsstellung zurückkehrten.

An jedem der Züge 1 und 2 ist um eine Schraube 5 ein Anwählhebel 6 schwenkbar gelagert, wobei je eine Führungsrolle 7 jedes Anwählhebels 6 in eine zu den Zügen 1 und 2 parallele Nut 8 eines von zwei Schiebern 9 eingreift. Die in Fig. 1 senkrecht zur Bildebene beweglichen Schieber 9 sind durch eine Verbindungsschiene 10 miteinander starr verbunden, wobei an der Verbindungsschiene 10 ein Wählhebel 11 angebracht ist, welcher durch einen Schlitz 12 einer Führungsplatte 13 zur Bedienungsseite des Spieltisches hin geführt ist, wo auch Knöpfe 14 zur Betätigung der Registerzüge 1 und 2 vorgesehen sind. Im Schlitz 12 ist eine Platte 15 eingelassen, welche eine durch Zähne 16 in fünf Aussparungen 17 unterteilte Rasterung aufweist, so daß der Wählhebel 11 beim Verschieben im Sinne des Pfeiles 11&min; in Fig. 2 jeweils in eine der Aussparungen 17 einrasten kann. Bei diesem Verschieben und Einrasten bewegt sich auch der Schieber 9, wodurch auch die Führungsrollen 7 bewegt werden, was wiederum ein Schwenken der Anwählhebel 6 um die Schraube 5 zur Folge hat, so daß je nach der Stellung des Anwählhebels 6 entsprechend der betreffenden Stellung des Wählhebels 11 ein anderer Anschlagbolzen 18 auf der Bahn des Fortsatzes 3&min; oder 4&min; des Zieh- oder Abstoßorgans 3 bzw. 4 befindet.

Es sei vorweggenommen, daß der in Fig. 3 mit 18&min; bezeichnete Anschlagbolzen durch eine entsprechende Feder so gelagert ist, daß er stets in jene Abstoß-Stellung gerät, welche in Fig. 1 für den Anschlagbolzen 18 des Registerzuges 1 vorgesehen ist. Dies ermöglicht es, nach jeder Programmierung einer Registerkombination, die noch genauer beschrieben werden wird, den Wählhebel 11 in die sogenannte Null-Position zu verbringen, in welcher sich die Anschlagbolzen 18&min; aller Registerzüge auf der Bahn der Zieh- bzw. Abstoßorgane 3 bzw. 4 befinden, worauf man diese Zieh- und Abstoßorgane gemeinsam durch einen Hebel betätigt, und so sämtliche Registerzüge in die abgestoßene Stellung zurückfördern kann, bevor man ein nächstes Programm, d.h. die nächste Registerkombination, wählt. Man kann sich dadurch das mühsame einzelne Rückschieben der für die nächste Kombination nicht benötigten Registerzüge ersparen.

Das Programmieren der einzelnen Kombinationen erfolgt im übrigen dadurch, daß man den Wählhebel 11 auf die bestimmte Position versetzt, welche der Kombination entsprechen soll, worauf man jene Registerzüge an ihren Knöpfen 14 zieht, die man bei dieser Kombination spielen will. Nun betätigt man durch einen gemeinsamen Hebel alle Setzorgane 19 zusammen mit allen Löschorganen 20, wobei diese Setz- und Löschorgane 19 und 20 gemeinsam, aber gegenläufig drehbare Wellen sind, die je einen Fortsatz 19&min; bzw. 20&min; drehfest enthalten, welche Fortsätze auf die Anschlagbolzen 18 einwirken können, je nachdem, ob der betreffende Registerzug gezogen oder abgestoßen ist. Ist der Registerzug 1, wie in Fig. 1 dargestellt, abgestoßen, so kann er nur vom Löschorgan 20 durch dessen Fortsatz 20&min; betätigt werden, wobei der Anschlagbolzen 18 in die für den Registerzug 1 gezeichnete Stellung geraten würde. Der Fortsatz 19&min; des über dem Registerzug 1 eingezeichneten Setzorgans 19 würde ins Leere greifen, also keinen Anschlagbolzen 18 versetzen können. Umgekehrt verhält es sich beim Registerzug 2, der gezogen dargestellt ist, so daß der Anschlagbolzen 18 nur vom Fortsatz 19&min; des zugehörigen Setzorgans getroffen werden kann, während der Fortsatz 20&min; des unter dem Registerzug 2 gezeichneten Löschorgans 20 ins Leere trifft. Eine Feder 21 mit zugehörigen, nicht bezeichneten Führungsmitteln beaufschlagt einen Führungsstift 22 jedes Anschlagbolzens 18, wobei durch die unterschiedliche Darstellung hinsichtlich der Registerzüge 1 und 2 erkennbar ist, wie diese Feder 21 schnappverschlußartig dafür sorgt, daß jeder Anschlagbolzen 18 in der oberen Abstoß-Stellung oder in der unteren Ziehstellung verbleiben muß, bis er durch ein Setz- oder Löschorgan in die andere Stellung verbracht wird.

Bei der in Fig. 1 gewählten Darstellung verlaufen die Schieber 9 sowie die Zieh- und Abstoßorgane horizontal. Selbstverständlich ist auch eine Schwenkung um 90° konstruktiv denkbar, wobei diese Organe dann vertikal verlaufen würden. Ebenso ist es möglich, anstelle der Setz- und Löschorgane mit schwenkbaren Fortsätzen solche Organe zu verwenden, die geschoben werden, was aber aus Platzgründen weniger bevorzugt ist. Es ist auch möglich, die Anwählhebel 6 stärker versetzt gegenüber den Zügen anzubringen. Dies ist auch aus Platzgründen weniger erwünscht. Vorrichtungen dieser Art werden im Fachjargon oft als rein mechanische Setzerkombinationen bezeichnet. Die Anschlagbolzen können natürlich auch eine andere Form, z.B. Lamellenform haben, was z.B. platzsparender wäre.


Anspruch[de]
  1. 1. Mechanische Vorrichtung zum Speichern und wahlweisen Einschalten von Registerkombinationen an einer Orgel mit mehreren speicherbaren Registern, denen je ein Registerzug zugeordnet ist, deren jeder pro speicherbare Kombination einen um eine zur Zugrichtung des Registerzuges vertikale Schwenkachse schwenkbaren Anschlag trägt, welcher Anschlag - einerseits, in Abhängigkeit davon, ob der zugehörige Registerzug sich gerade in Zieh- oder Abstoßstellung befindet, in Ziehstellung oder in Abstoßstellung bewegbar ist, und - andererseits in Abhängigkeit davon, ob er sich in Ziehstellung oder in Abstoßstellung befindet, von einem entlang des Registerzuges beweglichen Ziehorgan oder einem gleichzeitig dazu gegenläufig bewegbaren Abstoßorgan erfaßbar ist, wobei die Zieh- und Abstoßorgane mehrerer Registerzüge miteinander mechanisch wirkverbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß am Registerzug (1; 2) jedes speicherbaren Registers ein um die Schwenkachse (5) schwenkbarer Anwählhebel (6) gelagert ist, der durch ein mit mehreren anderen Anwählhebeln (6) mechanisch verbundenes Wählorgan (9, 11,) gemeinsam mit den anderen Anwählhebeln (6) in mehreren Schwenkstellungen feststellbar ist, wobei jeder Anwählhebel (6) mehrere parallel zur Schwenkachse (5) einzeln bewegbare Anschläge (18) aufweist, deren jeder durch ein an sich bekanntes Setzorgan (19) einzeln in die Ziehstellung oder durch ein entgegengesetzt zum Setzorgan (19) bewegbares Löschorgan (20) einzeln in Abstoßstellung bewegbar ist, wobei mehrere Setz- und Löschorgane (19, 20) miteinander mechanisch wirkverbunden sind, von welchen Anschlägen (18) jeweils nur einer entsprechend seiner Zieh- oder Abstoßstellung und entsprechend der jeweiligen Schwenkstellung des Anwählhebels (6), auf der Bahn des Ziehorgans (3) oder des Abstoßorgans (4) liegt, wobei das Ziehorgan (3) und das Abstoßorgan (4) je auf verschiedenen Seiten des Anwählhebels (6) angeordnet und parallel zu zur Schwenkachse (5) vertikalen Ebenen bewegbar sind, und wobei das Setzorgan (19) und das Löschorgan (20) ebenfalls auf den verschiedenen Seiten des Anwählhebels (6) angeordnet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Federmittel (21) vorgesehen sind, welche jeden Anschlag (18) in der Zieh- oder Abstoß-Stellung halten.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Anwählhebel (6) mit einem Führungsstück (7) in eine zur Zugrichtung des Registerzuges (1; 2) stets parallele Nut (8) eines quer zur Zugrichtung und in einer zu den Registerzügen (1; 2) parallelen Ebene beweglichen Schiebers (9) eingreift, welcher durch einen Wählhebel (11) mechanisch verschiebbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Anwählhebel (6) einen stets in der Abstoß- Stellung befindlichen oder in diese selbsttätig zurückkehrenden Anschlag (18&min;) aufweist, der bei allen Registerzügen (1; 2) der gleichen Stellung eines Schiebers (9) des Wählorgans (9, 11) zugeordnet ist, wobei sich alle diese Anschläge (18&min;) bei einer bestimmten Stellung des Schiebers (9) in Wirkstellung bei den zugehörigen Registerzügen (1; 2) befinden.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Setz- (19) und Löschorgane (20) durch ein Betätigungsorgan gemeinsam bewegbar sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Zieh- (3) und Abstoßorgane (4) durch ein Betätigungsorgan gemeinsam bewegbar sind.






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