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Dokumentenidentifikation DE2655308C2 07.07.1988
Titel Saug- bzw. Vakuumpumpe
Anmelder Fortune, William Samuel, Panorama City, Calif., US
Erfinder Fortune, William Samuel, Panorama City, Calif., US
Vertreter Busse, V., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dr.jur.; Busse, D., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4500 Osnabrück
DE-Anmeldedatum 07.12.1976
DE-Aktenzeichen 2655308
Offenlegungstag 08.06.1978
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.07.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.07.1988
IPC-Hauptklasse F04F 5/00
IPC-Nebenklasse F15B 1/06   B25B 11/00   H05K 3/34   F16B 47/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätig arbeitende Saug- bzw. Vakuumpumpe der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.

Viele Arten von Saugpumpen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Eine äußerst leistungsfähige Saugpumpenart wird durch die Zufuhr von komprimiertem Gas, z. B. Druckluft, betätigt. Der Druckluftstrom wird durch ein Venturirohr geführt, das zur Erzeugung des gewünschten Vakuums an seiner Eintrittsöffnung Unterdruck entwickelt (vgl. US-PS 10 14 729). Die Pumpe umfaßt ein Ventil, das zur Schaffung eines gleichmäßigen Zustands bei einer variierenden Vakuumbelastung ausgelegt ist. Somit steuert das Ventil die der Pumpe zugeführte Druckluftmenge. Dementsprechend ist das Ventil entweder vollkommen geschlossen oder bleibt im Betrieb teilweise offen, um den Druckluftstrom zu steuern. Dies wird mittels zweier voreingestellter Begrenzungsventile bewirkt. Der Nachteil eines solchen Systems besteht darin, daß es eine ununterbrochene Druckgaszufuhr benötigt und somit die Druckluft vergeudet wird. Die Folge ist, daß diese Pumpenart nicht für die Schaffung eines kompakten, tragbaren Systems mit Druckluftversorgung und Saugpumpe geeignet ist.

Bei der des weiteren bekannten Saug- bzw. Vakuumpumpe gemäß der eingangs genannten Gattung (US-PS 14 41 651) ist es zwar bereits möglich, einen Betrieb mit definierten Schließ- und Öffnungsperioden vorzusehen, so daß insoweit eine ununterbrochene Druckgaszufuhr entfällt und Druckgas somit nicht vergeudet wird. Die bekannte Saugpumpe zeigt jedoch durch eine Vielzahl beweglicher Funktionsteile unter Einbeziehung mehrerer Hebelmechaniken, einer Druckmembran und eines Ventilgestänges mit einem endseitigen Schließorgan für die Druckgas-Zufuhrleitung eine sehr aufwendige und räumlich verzweigte Bauweise, die sich als störanfällig sowie in ihrer Ansprechempfindlichkeit als träge und unpräzise erweist, weil vielfältig Spiel und/oder Reibung im Bewegungsablauf der einzelnen Funktionsteile zu überwinden sind.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine selbsttätige Saug- bzw. Vakuumpumpe der eingangs genannten Gattung hinsichtlich ihrer Bau- und Funktionsweise so auszugestalten, daß ein kleines, gewichtsmäßig leichtes und damit tragbares Kompaktgerät mit hoher Ansprechempfindlichkeit und Betriebssicherheit geschaffen wird, das überdies einfach ausgebildet und leicht herstellbar bzw. montierbar ist.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die im Kennzeichungsteil des neuen Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Dadurch, daß bei dieser Ausgestaltung die die interne selbsttätige Steuerung vornehmende Ventileinrichtung nur noch aus einem beweglichen Funktionsteil besteht, nämlich dem in einer in die Saugleitung eingeschalteten Vakuumkammer vorgesehenen federbelasteten Kolben mit Kolbenstange, und bewegliche Funktionsteile außerhalb des die Vakuumkammer umgrenzenden Pumpengehäuse vermieden sind, ist eine Saug- bzw. Vakuumpumpe geschaffen, die klein, kompakt und gewichtsmäßig leicht baut, konstruktiv und baulich einfach ausgebildet und damit leicht herstellbar bzw. montierbar ist und schließlich auch eine schnelle, präzise und störungsunanfällige Ansprechempfindlichkeit bei großer, praktisch verschleißfreier Betriebssicherheit besitzt, so daß sich nicht zuletzt auch eine Verstetigung bei der Aufrechterhaltung des Unterdrucks ergibt.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Weitere Einzelheiten des Gegenstandes der Erfindung einschl. seiner Verwendbarkeit ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, in der zwei Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Saug- bzw. Vakuumpumpe sowie einige Anwendungsbeispiele veranschaulicht sind. Im einzelnen zeigt

Fig. 1 einen Querschnitt einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Saugpumpe,

Fig. 2 einen Querschnitt einer anderen Saugpumpe nach der Erfindung,

Fig. 3 eine Seitenansicht eines mit der erfindungsgemäßen Saugpumpe verwendbaren Entlötgerätes,

Fig. 4 eine Seitenansicht einer mit einem temperaturgesteuerten Lötgerät verwendbaren Saug-Entlötspitze,

Fig. 5 eine Seitenansicht eines Kraftzylinders, der seine Hin- und Herbewegung ohne die Mitwirkung von Federn und mit nur einem einzigen Anschluß an eine Druckluftquelle und eine andere Vakuumquelle ausführen kann,

Fig. 6 eine perspektivische Darstellung eines Paares von Klemmblöcken bzw. Haltern zum festen Einspannen eines Bauteils, die durch Saugwirkung auf der Platte einer Werkbank festgehalten werden können,

Fig. 7 einen Querschnitt nach Linie 7-7 der Fig. 6 zur Darstellung insbesondere der für jeden Klemmblock bzw. -halter vorgesehenen Dichtung,

Fig. 8 eine perspektivische Darstellung von zwei Klemmblöcken, ähnlich denen nach Fig. 6 zum Einspannen eines Bauteils, z. B. einer Schaltkarte, die durch einen in der Werkbankplatte vorgesehenen Vakuumanschluß an dieser festgehalten werden,

Fig. 9 einen Querschnitt nach Linie 9-9 der Fig. 8 zur Darstellung des Klemmblocks, dessen Dichtung und des Vakuumanschlusses zu der Werkbankplatte und

Fig. 10 eine perspektivische Darstellung eines die erfindungsgemäße Saugpumpe tragenden Arbeiters mit zu seinem sicheren Halt auf rutschigem Boden an seinen Schuhen vorgesehenen Saugnäpfen.

In den Zeichnungen, in denen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind, zeigt die Fig. 1 eine Saugpumpe mit einem im Ganzen mit 10 bezeichneten Pumpengehäuse mit einem sich darin bewegenden Kolben 11 und einem Venturirohr 12. Wie dargestellt, kann das Pumpengehäuse 10 dreiteilig sein und eine Gehäusekappe 14, einen Gehäuseteil 15 für den Kolben 11 und einem Schalldämmgehäuseteil 16 umfassen. Die Zweckbestimmung der Saugpumpe nach Fig. 1 ist die Verwendung von Druckluft nach Passieren des Venturirohrs 12 in Gas bzw. Luft von relativ niedrigem Druck umgewandelt, so daß sowohl ein Vakuum als auch Niederdruckgas vorhanden sind.

Die Pumpe ist so eingerichtet, daß sie selbsttätig die Zufuhr von Luft mit Überdruck sperrt, wenn ein Vakuum mit vorbestimmten Druck erreicht ist. Die Pumpe ist mit einer automatischen Steuerung versehen, um bei Anstieg des Drucks in einem Vakuumbehälter auf einen anderen vorbestimmten Wert wieder Druckluft aufzubringen bzw. anzuwenden. Daher wird das Vakuum durch eine anforderungsbedingte bzw. bedarfsabhängige Funktion zwischen zwei Grenzen gehalten. Die Wirkungsweise kann als veränderliches Impulsbreiten-Modulationssystem bezeichnet werden, bei dem es sich um ein System handelt, in welchem die Zeitdauer der Schließ- und Öffnungszustände der Anforderung entsprechend variiert.

Der Gehäuseteil 15 besteht aus einem im wesentlichen zylindrischen Außenkörper mit z. B. vier Auslässen 17, 18, 20 und 21, die an eine Vakuumkammer 22 im Gehäuseinnern angeschlossen sind. Die Auslässe 17, 18, 20 und 21 sind jeweils mit einem äußeren, gezahnten Nippel zum Anschließen an einen Schlauch 23 versehen, um an einem gewünschten Arbeitsplatz ein Vakuum zu erzeugen. Der Schlauch 23 kann aus einem geeigneten flexiblen Kunststoff bestehen. Er braucht nicht unbedingt atmosphärischem Druck standhalten zu können und darf unter dem Umgebungsluftdruck zusammenfallen. Es versteht sich, daß mehr oder auch weniger als die vier Auslässe 17, 18, 20 und 21 vorgesehen werden können. Der Gehäuseteil 15 ist außerdem mit einem durchbohrten konischen Einlaß 24 versehen, mittels dem die Druckluft bzw. das Druckgas durch einen flexiblen Schlauch 25 zugeführt werden kann. Der Schlauch 25 muß dem Überdruck, der 56 bis 70 N/cm2 (80 bis 100 psi) betragen kann, standhalten können. Der konische Einlaß 24 kann zum Aufnehmen eines Verbindungsteils 26 mit Gewinde versehen sein, wobei das Verbindungsteil seinerseits an den Überdruckschlauch 25 angeschlossen ist und einen gezahnten Nippel 27 aufweisen kann, an dem der Schlauch befestigt ist.

Der sich radial erstreckende Einlaß 24 hat eine Bohrung 30, die mit einer axialen Bohrung 31 im Gehäuseteil 15 in Verbindung steht. Die Bohrung 30 ist an die axiale Bohrung 31 mit einer verengten Öffnung 32 angeschlossen, die den Überdruckschlauch 25 und die Bohrung 31 miteinander verbindet und durch das vordere, beidendig durch zwei Dichtungen 34 in Form von O-Ringen abgedichtete Kolbenstangenende 33 des Kolbens 11 geöffnet und geschlossen werden kann. An die Bohrung 31 schließt eine konische Öffnung 35 an, die eine stark verengte zentrale zylindrische Öffnung 36 aufweist, welche ihrerseits an das Venturirohr 12 angeschlossen ist. Der Gehäuseteil 15 kann an seinem rückwärtigen Ende mit in Fig. 1 nicht dargestellten, zum Aufnehmen von sich selbst einschneidenden Schrauben geeigneten Innenlöchern versehen sein, um die Gehäusekappe 14 an dem Gehäuseteil 15 zu befestigen. Schließlich ist der Gehäuseteil 15 mit Ausnehmungen 38 versehen, die mit entsprechenden Nasen 40 im Schalldämmgehäuseteil 16 zum Bilden eines das Venturirohr bzw. den Schalldämmgehäuseteil 16 mit dem Gehäuseteil 15 verriegelnden Bajonettverschlusses zusammenwirken.

Der Schalldämmgehäuseteil 16 besteht aus einem nach vorn offenen zylindrischen Rohr 42, das in seiner Seitenwand mit einem Schlitz 43 versehen ist. Das offene Ende des Rohres 42 ist zum Dämpfen des durch das intermittierende Arbeiten der Pumpe verursachten Geräusches durch schalldämmendes Material 44 verschlossen. Der Schlitz 43 dient dem Zweck, einen Teil des schalldämmenden Materials 44 aufzunehmen, um dessen Herausblasen aus dem offenen Rohr 42 zu verhindern. Das Rohr 42 kann aus einem Raum eine Verbindung nach draußen haben, um die Abgase, Dämpfe u. dgl., die durch das Vakuum aufgesogen werden können, aus dem Arbeitsraum abzuführen. Dies hält den Raum rein und frei von schädlichen Gasen.

Das rückwärtige Ende des Schalldämmgehäuseteils 16 ist durch einen tellerförmigen Teil 45 geschlossen, der seinerseits das Venturirohr 12 trägt. Das rückwärtige Ende 46 des Venturirohrs 12 ist im Abstand zu dem Stirnende 47 des Gehäuseteils 15 und dessen Bohrung 36 angeordnet, um eine Öffnung 48 zu schaffen, durch die Luft aus einer Bohrung 50 zum Venturirohr 12 entweichen kann und damit nach bekannten Prinzipien ein Vakuum erzeugt. Anders ausgedrückt hat das Venturirohr 12 einen verengten Bereich bzw. einen Hals, durch den komprimiertes Gas bzw. Druckluft bei erhöhter Geschwindigkeit und herabgesetztem Druck strömen muß. Dieser herabgesetzte Druck bewirkt seinerseits das Einströmen von Luft durch die Öffnung 48 in das Venturirohr 12 und erzeugt somit ein Vakuum in der Bohrung 50.

Die Bohrung 50 hat ihrerseits einen vergrößerten zylindrischen Teil 51, in dem ein Absperrventil 52 vorgesehen ist, das die Bohrung 50 mittels eines O-Rings 54 gegen einen Anschlußteil 53 abdichten kann. Der Anschlußteil 53 schnappt über einen sich auswärts bauchenden Ring 55 am Ende des Gehäuseteils 16 und hat wiederum einen gezahnten Nippel 56 zum Anschließen an einen Schlauch 57. Der Schlauch 57 sollte ebenfalls aus Material bestehen, das dem Luftdruck standhalten kann. Demnach sollte der Schlauch 57 relativ starr sein, um ein Zusammendrücken aufgrund des Luftdruckes zu vermeiden und eine schnelle Ansprechzeit zu ermöglichen. Diesem Zweck dient das Verbinden der Vakuumkammer 22 mit der Bohrung 50, um ein Vakuum in der Vakuumkammer 22 zu erzeugen. Es versteht sich, daß die Nasen 40 an dem rückwärtigen Ende des Schalldämmgehäuseteils 16, die einen Bajonettverschluß bilden, sich zu beiden Seiten derart unter einem vorbestimmten Winkel erstrecken, daß die beiden Gehäuseteile durch entgegengesetztes Drehen miteinander verbunden und verriegelt werden können.

Nach dem Durchströmen des Venturirohrs 12 hat die Druckluft einen verhältnismäßig niedrigen Druck von z. B. 1,4 bis 4,2 N/cm2 (2 bis 6 psi). Diese Luft kann man durch eine Öffnung 60 im Rohr 42 erhalten, das mit einem Anschlußteil 61 verbunden ist, der mit dem Anschlußteil 53 identisch sein kann und über einen sich nach außen bauchenden Teil 62 des Rohrs 42 schnappt. Der Anschlußteil 61 hat ein Loch 63 mit einem exzentrischen Bereich 64, der durch Drehen an die Bohrung 60 angeschlossen werden kann. Dies ermöglicht das Regulieren der Größe der Öffnung zwischen dem Innern des Rohrs 42 und einem flexiblen Schlauch 65, von dem man die Niederdruckluft erhalten kann. Diese kann in einem schematisch dargestellten Behälter 66 gespeichert sein. Diese regulierte Auslaßluft kann für viele Zwecke Verwendung finden.

Der Kolben 11 ist mit einer zylindrischen Kolbenstange 68 versehen, die mit dem Steuerteil 33 zum Öffnen oder Schließen der an die Druckluftzufuhr angeschlossenen Öffnung 32 aus einem Stück besteht. Der rückwärtige Teil 70 ist mit einem kleinen Metallstift 71 versehen, der mit einem Schaltnocken 72 zusammenwirkt. Schließlich hat der Kolben 11 einen Kolbenteil 73, der innerhalb der Zylinderwand 74 des Gehäuseteils 15 verschiebbar und durch einen O-Ring 75 abgedichtet ist. Eine Vorspannfeder 76 drückt einerseits gegen eine Seite des Kolbenteils 73 und andererseits gegen die Stirnwand 77 des Gehäuseteils 15.

Der Schaltnocken 72 ist gabelförmig ausgebildet und hat eine im wesentlichen U-förmige Öffnung 78 in seinen beiden Endbereichen, in denen sich der Stift 71 bewegen kann. An ihrer vorderen Seite ist die Öffnung 78 mit einer halbkreisförmigen Ausnehmung 80 versehen, die die von dem Schaltnocken 72 und der ihn beaufschlagenden Feder 81 herbeigeführte Schnappwirkung unterstützt. Die Feder 81 steht unter Druck und ist zwischen der Zylinderwand 74 und dem oberen Teil des Schaltnockens 72 angeordnet. Die Feder 81 wird durch eine Nase oder einen Haltearm 83 gegen einen Vorsprung 82 in der Gehäusekappe 14 gedrückt, wobei der Haltearm 83 einen Teil der Gehäusekappe 14 bildet und an einem halbkreisförmigen Teller 84 befestigt ist. Der Teller 84 hat außerdem zwei nach hinten vorstehende Haltearme 85, die im Abstand zu dem Haltearm 83 angeordnet sind und durch die sich nach außen vorstehende Zapfen 86 erstrecken, um die der Schaltnocken 72 schwenken kann. Die Zapfen 86 bilden vorzugsweise einen Teil des Schaltnockens 72 und sind mit diesem aus einem Stück geformt.

In der Vakuumkammer 22 kann ein schaumartiger Filter 88 ringförmiger Gestalt zum Festhalten von Partikeln, wie z. B. durch einen der Schläuche, z. B. den Schlauch 23, eingesogenes Lötmittel, vorgesehen sein.

Der Schalldämmgehäuseteil 16 kann z. B. aus klarem Kunststoff wie Polycarbonat, das unter dem Warenzeichen "Lexan" im Handel ist, bestehen. Das Anschlußteil 53 kann aus Polyäthylen bestehen. Der Gehäuseteil 15 braucht nicht transparent zu sein und kann aus einem selbstschmierenden Kunststoff, wie Delrin, bestehen, bei dem es sich um ein Azetal handelt. Die Gehäusekappe 14 kann wiederum aus "Lexan" bestehen. Der Schaltnocken 72 kann ebenfalls aus Delrin bestehen.

Auf Wunsch kann an einen der Vakuumschläuche 23, wie schematisch dargestellt, ein Vakuumtank 90 angeschlossen sein und dieser kann seinerseits, z. B. durch einen Schlauch 89, mit verschiedenen Arbeitsbereichen verbunden sein.

In den Gehäuseteilen 15 und 16 können sechseckige Bohrungen 91 vorgesehen sein, um die Pumpe an einer festen Halterung zu befestigen.

Nachstehend wird nunmehr der Betrieb der Pumpe nach Fig. 1 erläutert. Der Kolben 11 befindet sich anfänglich in der in Fig. 1 dargestellten Stellung. Anders ausgedrückt, schiebt der Druck der Vorspannfeder 76 den Kolbenteil 73 nach hinten und hält somit die Öffnung 32 frei. Dementsprechend strömt die durch den Schlauch 25 zugeführte Luft durch die Bohrung 30, die Öffnung 32, die konische Öffnung 35 und die verengte Öffnung 36 in das Venturirohr 12. Dies erzeugt einen verringerten Druck am Punkt 48 und bewirkt somit das Öffnen des Absperrventils 52. Die Luft kann nunmehr aus der Vakuumkammer 22 durch den Schlauch 57 in die Bohrung 50 und aus dem Venturirohr 12 herausströmen. Die unter niedrigerem Druck stehende Luft ist von dem Schlauch 65 her verfügbar und kann in dem Behälter 66 gespeichert werden, der ebenfalls mit einem geeigneten Absperrventil, etwa dem bei 52 dargestellten, versehen sein kann.

Wenn das Vakuum in der Vakuumkammer 22 einen vorbestimmten Unterdruck erreicht, kann der Differential-Luftdruck den Kolbenteil 73 des Kolbens 11 nach vorn, d. h. nach rechts in Fig. 1, drücken, wobei das Kolbenstangenende 33 die Öffnung 32 schließt und somit die Luftzufuhr unterbricht.

Diese Bewegung des Kolbens 11 wird durch die von der Feder 81 und dem Schaltnocken 72 verursachte Schnappfunktion beschleunigt. Anders ausgedrückt bewirkt die anfängliche Bewegung der Kolbenstange 68 schließlich, daß die Feder fast den Totpunkt erreicht, so daß die anschließende Vorbewegung, und zwar nach rechts in Fig. 1, durch die Kipphebelwirkung von Feder 81 und Schaltnocken 72 beschleunigt wird.

Die Kraft der Vorspannfeder 76 und die Größe des Kolbenteils 73 sind so bemessen, daß sich der Kolben bei Erreichen eines vorbestimmten Unterdrucks der Luft in der Vakuumkammer 22 nach rechts bewegt.

Wenn das Vakuum durch den Betrieb der angeschlossenen Werkzeuge oder ganz einfach durch Leckage verbraucht ist, steigt der Druck in der Vakuumkammer 22 wieder an. Bei Erreichen eines vorbestimmten oberen Werts, der wiederum durch die Kraft der Vorspannfeder 76 und die Größe des Kolbenteils 73 bestimmt wird, findet der umgekehrte Vorgang statt, d. h. der Kolben 11 bewegt sich nach hinten, also nach links in Fig. 1, da sich der Luftdruckunterschied verringert hat. Die Bewegung wird wiederum durch die Schnapp- bzw. Kipphebelwirkung von Feder 81 und Schaltnocken 72 beschleunigt. Der Öffnungsvorgang, d. h. die Bewegung der Kolbenstange 68 in die in Fig. 1 dargestellte Stellung, wird durch die halbkreisförige Ausnehmung 80 in den beiden Schenkeln des Schaltnockens 72 unterstützt. Dies ist dadurch begründet, daß die Ausnehmung 80 den Stift 71 am Kolben 11 zu halten versucht.

Damit ist ersichtlich, daß die Pumpe gemäß Fig. 1 auf Anforderung arbeitet und somit die Druckluft nur dann benutzt wird, wenn sie auch tatsächlich benötigt wird. Dies dient zum Sparen der Druckluft und ermöglicht, daß ein eigenständiges System einschließlich eines Druckluftvorrats und einer Pumpe von einer Person getragen werden kann. Die Pumpe hält über Jahre. Das System sieht nicht nur ein Vakuum vor, sondern auch einen Niederdruckgasvorrat, der auch für andere Zwecke verwendbar ist. Da das System nach Bedarf arbeitet, sind die Schließ- und Öffnungsperioden variabel. Somit wird das System im wesentlichen zu einer variablen Impulsbreiten-Modulationssteuerung.

Die durch die Feder 81 und den Schaltnocken 72 verursachte Schnappwirkung dient dem Zweck zu verhindern, daß die Kolbenstange 68 mit ihrem Ende 33 die Öffnung 32 teilweise offen und teilweise geschlossen hält. Dies würde bedeuten, daß die Druckluft verschwendet und keine wirkliche Steuerung erreicht wird. Um die Schließ-/Öffnungsfunktion der Saugpumpe zu erreichen, ist daher die Schnappwirkung wesentlich.

Die Fig. 2 zeigt eine von der oben beschriebenen, bevorzugten Ausführungsform abgewandelte Saugpumpe mit einer anderen Anordnung zum Erreichen der erforderlichen Schnappwirkung des anforderungsbedingt arbeitenden Kolbens. Die Pumpe nach Fig. 2 kann wiederum ein dreiteiliges Gehäuse mit einer Gehäusekappe 100, einem Gehäuseteil 101 für den Kolben und einem Schalldämmgehäuseteil 102 aufweisen. Dabei hat die Gehäusekappe 100 einen zylindrischen Teil 103 und kann an einem verengten rückwärtigen Teil 104 zur Atmosphäre hin offen sein. Die Gehäusekappe hat einen zylindrischen Radialteil 105 zum Aufnehmen einer Feder 106, die eine konische Raste 107 gegen den Kolben 110 drückt.

Der Gehäuseteil 101 hat einen äußeren zylindrischen Bereich 111 zum Aufnehmen des Kolbens 110 und einen tellerförmigen vorderen Bereich 112, gegen den eine Vorspannfeder 114 drückt. Der Gehäuseteil 101 hat weiter einen mittleren zylindrischen Bereich 115 für den Kolben 110 mit einer verengten Öffnung 116 zur Verbindung mit einem Venturirohr 119, wobei eine Bohrung 116 den Anschluß zum Venturirohr 119 bildet.

Der Schalldämmgehäuseteil 102 hat ein Stirnende 118, das mit nach außen führenden Öffnungen 120 versehen ist und als Schalldämpfer dient. Er kann mit nicht dargestelltem Schalldämmaterial versehen sein. Sein Hauptteil 121 bildet in der früher erläuterten Weise das Venturirohr 119 und schließt an die Bohrung 116 des Gehäuseteils 101 an. Der Schalldämmgehäuseteil hat ferner einen ersten Auslaß 122, von dem her das Vakuum verfügbar ist. Ähnlich wie vorstehend beschrieben, kann ein Absperrventil 123 in einem Anschlußteil 124 vorgesehen sein. Der Anschlußteil ist seinerseits an einen Schlauch 125 angeschlossen, der den Auslaß 122 mit dem einen gezahnten Nippel bildenden Auslaß 117 verbindet, um so in der in dem zylindrischen Bereich 111 gebildeten Vakuumkammer 126 ein Vakuum zu bilden. In der Vakuumkammer 126 kann ein Filter 129 vorgesehen sein. Die Druckluft wird dem Einlaß 127 zugeführt.

Die Niederdruckluft ist von einem Luftauslaß 128 her verfügbar, der durch ein Absperrventil 130 geschlossen werden kann.

Der Kolben 110 kann dem nach Fig. 1 ähnlich sein und hat wiederum ein durch zwei Dichtungen 132 in Form von O-Ringen abgedichtetes vorderes Kolbenstangenende 131 zum Öffnen oder Schließen der Lufteinlaßöffnung 133. Das Kolbenstangenende 131 des Kolbens 110 besteht mit einem durch einen O-Ring 135 gegen den zylindrischen Bereich 111 des Gehäuseteils 101 abgedichteten kreisförmigen Kolbenteil 134 aus einem Stück. Sein rückwärtiger Bereich 136 hat einen tellerförmigen Endteil 137, der mit der federbeaufschlagten Raste 107 zusammenwirkt.

Die Pumpe nach Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 in erster Linie durch ihre durch die Raste 107 und die Feder 106 herbeigeführte unterschiedliche Schnappwirkung. Die Pumpe arbeitet wie nachstehend beschrieben. Aufgrund der gegen den Kolbenteil 134 wirkenden Kraft der Vorspannfeder 114 befindet sich der Kolben anfänglich in seiner rückwärtigen Stellung, d. h. in der nach Fig. 2 linken Stellung. Bei Beaufschlagen des Einlasses 127 mit Druckluft mit einem Druck von z. B. 5,6 bis 70 N/cm2 (80 bis 100 psi) entsteht in der oben beschriebenen Weise am Auslaß 122 ein Unterdruck. Dieser Unterdruck wird durch den Schlauch 125 der Vakuumkammer 126 zugeführt. Zur gleichen Zeit ist Luft mit Unterdruck solange von dem Auslaß 128 verfügbar, wie das Absperrventil 130 geöffnet ist.

Der Druck in der Vakuumkammer 126 sinkt allmählich auf einen vorbestimmten Wert. Dies ermöglicht es dann dem Kolbenteil 134, sich gegen den Druck der Vorspannfeder 114 nach rechts zu bewegen. Die Schnappwirkung wird dadurch erreicht, daß der vergrößerte tellerförmige Endteil 137 des Kolbens an der Raste 107 vorbeigedrückt wird. Dies ermöglicht es dem Kolbenstangenende 131, die Lufteinlaßöffnung 133 abzuschließen und damit die Luftzufuhr abzusperren. Zu jenem Zeitpunkt schließt sich das Absperrventil 130, um die Niederdruckluft zu halten, die in einem dem bei 66 in Fig. 1 dargestellten Behälter ähnlichen Behälter aufrechterhalten werden kann. Zum gleichen Zeitpunkt schließt sich auch das Absperrventil 123. Die Auslaßleitung 140 des regulierten Vakuums kann ebenfalls an einen, wie z. B. bei 90 in Fig. 1 dargestellten, Vakuumtank angeschlossen sein. Beim Aufbrauchen des Vakuums steigt der Druck in der Vakuumkammer 126 langsam an, bis er einen vorbestimmten Wert erreicht. Dies wird wiederum durch die Kraft der Vorspannfeder 114, die Größe des Kolbenteils 134 und die Kraft der federbeaufschlagten Raste 107 bestimmt. Schließlich kann der Kolben 110 jedoch nach hinten, d. h. nach links in Fig. 2, schnellen und somit die Lufteinlaßöffnung 133 öffnen, und der vorstehend beschriebene Vorgang beginnt aufs neue.

Die Ausführungsform nach Fig. 1 hat gegenüber derjenigen nach Fig. 2 bestimmte Vorteile. So muß der Kolben 110 der Ausführungsform gemäß Fig. 2 zum Verlagern nach links oder rechts den relativ starken Widerstand der federbeaufschlagten Raste 107 überwinden. Diese zusätzliche Kraft ist vergeudet, d. h. sie erfordert die zusätzliche Zufuhr von Druckluft. Im übrigen ist die Funktion der Saugpumpe nach Fig. 2 jedoch grundsätzlich identisch mit derjenigen nach Fig. 1. Sie ist wiederum bedarfsgesteuert und sieht variable Schließ- und Öffnungsperioden analog einem variablen Impulsbreiten-Modulationssystem vor.

Die Teile der Pumpe gemäß Fig. 2 können aus demselben Material wie die entsprechenden Teile der Pumpe gemäß Fig. 1 bestehen. Nachstehend sind in Verbindung mit den Fig. 3 bis 10 verschiedene Einrichtungen beschrieben, die von der Saugpumpe der Fig. 1 oder 2 Gebrauch machen und so deren Verwendungsbereich veranschaulichen.

Die Fig. 3 zeigt ein Entlötrohr, das durch die beschriebene Saugpumpe ermöglicht wird. Das Entlötrohr nach Fig. 3 zeichnet sich durch seine äußerst schnelle Reaktionsfähigkeit aus. Es umfaßt einen Zylinder 145, der vorzugsweise durchsichtig ist und aus einem Kunststoff mit hoher Schlagfestigkeit besteht. In dem Zylinder 145 angeordnet oder mit diesem verbunden ist eine Arbeitsspitze 146 mit einer zentralen Öffnung zum Aufbringen des Vakuums, d. h. zum Saugen. Die Spitze 146 ist an einen Anschlußteil 147 angeschlossen, der in seinem Innern ein durch Herunterdrücken eines vorzugsweise federbeaufschlagten Knopfes 148 betätigtes Auf/Zu-Ventil herkömmlicher Bauart aufweist. Das Ventil ist demnach bei heruntergedrücktem Knopf 148 geöffnet, um das Aufbringen eines Vakuums auf die Spitze 146 durch einen mit dieser verbundenen Innenzylinder 150 zu ermöglichen.

Das Vakuum kann über einen Schlauch 151 aufgebracht werden, der mit einem auf den Zylinder 145 passenden und diesen abdichtenden Deckel 152 verbunden ist. Der Schlauch 151 ist seinerseits durch einen flexiblen Zylinder 153 an einen Teil des Deckels 152 bildenden Nippel 154 geschlossen.

Der Zylinder 145 sieht einen Speicherraum für das Vakuum vor und an seinem rückwärtigen Ende kann ein Filterstoff 155 zum Filtern von z. B. durch das Werkzeug eingesogenen Löttropfen angeordnet sein. Ein Teil des Lötmittels kann auch innerhalb des Zylinders 150 aufgefangen werden.

Das Arbeiten des Entlötrohres gemäß Fig. 3 wird aus den nachfolgenden Erläuterungen ersichtlich. Das zu entfernende Lötmittel wird zunächst durch ein Lötgerät erhitzt. Nach Verflüssigen des Lötmittels wird es durch das Entlötrohr aufgesogen, das ohne weiteres in einer Hand gehalten werden kann unter Betätigen des Knopfes 148 durch Herunterdrücken mit dem Zeigefinger. Aufgrund des in dem Zylinder 145 vorhandenen Vakuums bzw. Unterdrucks geht der Vorgang äußerst schnell von statten, da das flüssige Lötmittel in der üblichen Weise aufgesogen wird, sobald der Knopf 148 gedrückt ist. Bei dem Entlötrohr gemäß Fig. 3 handelt es sich um ein System mit festliegenden Leitungen, das hauptsächlich für die Produktion geeignet ist. Wenngleich das Werkzeug zwar äußerst leistungsfähig ist und sich durch einen Schnappschalter auszeichnet, benötigt es jedoch eine ständige Verbindung zu einer Saugpumpe der oben beschriebenen Art.

Die Fig. 4 zeigt wiederum eine Entlötspitze, die von einer Hand gesteuert wird und an einem Lötgerät angebracht sein kann, z. B. einem temperaturgesteuerten Lötgerät gemäß US-PS 33 83 716.

Das Lötwerkzeug nach Fig. 4 ist im Ganzen mit 158 bezeichnet und kann mit einer besonderen Entlötspitze 160 versehen sein, die ein Saugmundstück 161 aufweist. Der Teil 160 kann aus rostfreiem Stahl bestehen und einen Filter zum Festhalten des eingesogenen Lötmittels bilden. Ein Schlauch 162 ist an die vorbeschriebene Saugpumpe angeschlossen und kann durch ein Band 163 od. dgl. an dem Lötgerät 158 befestigt sein.

Ein Anbauteil 164, durch das sich der Schlauch 162 hindurcherstreckt, umfaßt ein Auf/Zu-Ventil, das wiederum durch einen federbeaufschlagten Knopf 165 betätigt werden kann. Das Lötgerät 158 kann wiederum unter Betätigen des federbeaufschlagten Knopfes 165 mittels des Zeigefingers in einer Hand gehalten werden. Dieses Gerät arbeitet im wesentlichen in der gleichen Weise wie das in Verbindung mit Fig. 3 beschriebene. Es versteht sich, daß die Vakuumentlötspitze 160 entfernt werden kann, wenn sie nicht benötigt wird. Es versteht sich weiter, daß das Auf/Zu-Ventil und der Knopf 165 durch einen Schnappverschluß 166 lösbar an dem Lötgerät 158 angebracht sein können. Das von dem Schlauch 162 verfügbare Vakuum kann auch zum Absaugen der durch die Löt- oder Entlötarbeiten gebildeten Abgase bzw. Dämpfe verwendet werden. Dies ist ein Grund, warum es erwünscht sein kann, das Rohr 42 nach draußen zu leiten.

Die Fig. 5 zeigt einen Kraftzylinder mit Kolben-Vor- und Rücklauf und zeichnet sich aus durch einen einzigen Kolben, der keine Feder und nur einen einzigen Anschluß benötigt.

Der Kraftzylinder gemäß Fig. 5 umfaßt einen Zylinder 168, der an seinem Stirnende 170 offen und an dem anderen Ende durch einen Teller 171 geschlossen ist. Er weist einen Druckkolben 172 mit einer Dichtung 173, z. B. in der Form eines O-Rings auf. Sein vorderer Teil 174 wirkt mit einer Reihe von in dem vorderen Teil des Zylinders 168 vorgesehenen vorderen Anschlägen 175 zusammen. Sein rückwärtiger Teil 174 schlägt bei der Rückwärtsbewegung an dem Teller 171 an.

Eine Kolbenstange 176 kann zum Betätigen eines Kraft benötigenden Werkzeuges od. dgl. an den Druckkolben 172 angegossen oder auf andere Art an diesem vorgesehen sein. Der Kraftzylinder wird durch eine einzige Schlauchverbindung 177 gesteuert, die durch entsprechende Ventile 182 bzw. 183 entweder an einen Vakuumvorrat 180 oder einen Druckluftvorrat 181 angeschlossen werden kann. Die Ventile 182 und 183 können handbetätigt oder entsprechend der gewünschten Bewegung der Kolbenstange 176 automatisch gesteuert sein.

Der Kraftzylinder nach Fig. 5 schafft eine Doppelwirkung mittels eines einzigen Druckkolbens mit einer einzigen Dichtung. Es ist nur ein einziger Anschluß an eine Vakuum- oder Druckluftquelle erforderlich. Herkömmliche Kraftzylinder dieser Art erfordern entweder zwei Einlässe oder eine Feder. Die Feder erfordert ihrerseits mehr Kraft, um den Federdruck zu überwinden. Demnach zeichnet sich der Kraftzylinder nach Fig. 5 dadurch aus, daß er eine lange Lebensdauer hat, weniger Kraft beansprucht und nicht der Metallermüdung einer Feder ausgesetzt ist.

Die beschriebene Saugpumpe ermöglicht ferner die Verwendung von Klemmhalterungen, die nach Belieben über eine Werkbankplatte oder andere ebene Flächen bewegt und dann durch die Anwendung eines Vakuums an einer gewünschten Stelle festgehalten werden können. Ein derartiges System ist in Fig. 6 und 7 veranschaulicht. Wie ersichtlich sind zwei Klemmhalterungen bzw. Einspannblöcke 185 und 186 vorgesehen, die in der Art eines Schraubstocks arbeiten. Die Blöcke 185 und 186 können z. B. aus durchsichtigem Kunststoff bestehen und einen ebenen Bodenteil 187 haben, der um seine Ränder mit einer federnden Dichtung 188, z. B. einem fest an der Bodenfläche 187 angebrachten elastischen Dichtungsmaterial, versehen ist. Die Klemmhalterungen können entsprechend Fig. 6 eine im wesentlichen dreieckige Seitenansicht haben. Die langen senkrechten Seiten 190 können mit einer im wesentlichen dreieckigen Vertiefung 191 zum sicheren Erfassen oder Ergreifen eines bei 192 als Beispiel dargestellten Teiles versehen sein.

Jeder der Blöcke 185 und 186 ist mit einem an eine Saugpumpe angeschlossenen Schlauch 193 versehen. Der Schlauch 193 ist seinerseits durch einen sich durch den Block hindurcherstreckenden Zylinder 194 an einen Schlauch oder ein Rohr 195 angeschlossen, der bzw. das sich durch die Bodenfläche 187 hindurcherstreckt. Ein nicht dargestelltes, in dem Zylinder 194 angeordnetes Auf/Zu- Ventil wird zum Anschließen des Rohres 195 an das Vakuum oder zum Trennen von diesem von einem Knopf 196 gesteuert.

Um einen der Blöcke, z. B. den Block 185, an der Bankplatte 197 zu befestigen, wird der Knopf 196 zum Anschließen des Rohres 195 an die Vakuumquelle gedrückt. Das Vakuum saugt dann den Luftraum zwischen dem Boden 187 des Blockes und der Bankplatte 197 leer, um den Block 185 infolge des atmosphärischen Druckes gegen die Bankplatte 197 zu drücken.

Die Vorteile der Klemmhalterungen 185 und 186 haben verschiedene Vorteile. Die Einspannblöcke können nach Belieben irgendwo auf der Werkbankplatte angeordnet werden. Außerdem können sie zur Anpassung an Teile unterschiedlicher Größen näher zusammen oder weiter auseinander bewegt werden.

Es versteht sich, daß die Klemmhalterungen nach Fig. 6 und 7 die Stelle eines herkömmlichen Schraubstocks einnehmen. Ein Schraubstock muß jedoch an der Werkbankplatte befestigt werden und kann nicht ohne weiteres hin- und herbewegt werden. Außerdem dauert es einige Zeit, die Schraubstockbacken zum Aufnehmen von Teilen unterschiedlicher Größen zu öffnen und schließen. Es versteht sich daher, daß die Verwendung der Blöcke 185 und 186 das Arbeiten erheblich beschleunigt und bequemer macht. Es versteht sich weiterhin, daß die Bauteile oder Teile statt gegen die senkrechten Stirnflächen 190 zwischen den seitlichen Flächen 198 der Blöcke eingespannt werden können.

Die Fig. 8 und 9 zeigen wiederum dieselben beiden vorstehend beschriebenen Einspannblöcke 185 und 186, die nunmehr jedoch auf eine andere Art Verwendung finden können. Hier erstrecken sich Saugschläuche 200 und 201 durch eine Öffnung oder Bohrung 202 in der Werkbankplatte 197. Daher wird durch Anordnen von einem der Blöcke, z. B. des Blocks 185, über der Öffnung 202 ein Vakuum unter der Blockfläche 187 erzeugt, und der Block 185 wird gegen die Werkbankplatte und die Dichtung 188 gedrückt. Der andere Block 186 kann ähnlich über der Öffnung des Schlauches 201 angeordnet werden. In diesem Fall kann ein Bauteil, z. B. eine Schaltkarte 204, gegen die seitlichen Flächen 198 der beiden Blöcke 185 und 186 gedrückt werden.

Dieses System hat einen gewissen Nachteil, indem die Stellung der beiden Blöcke 185 und 186 in einem gewissen Ausmaß durch den Ort der Löcher bzw. Öffnungen, z. B. 202, in der Werkbankplatte bestimmt wird. Es ist noch immer möglich, die Blöcke etwas zu verschieben, solange die Öffnung 202 sich unterhalb der Bodenfläche 187 eines jeden Blockes befindet.

Auch das Aufbringen des durch die beschriebene Saugpumpe erzeugten Vakuums auf einem geeigneten Saugnapf ist durchführbar. Derartige Saugnäpfe können zum Anheben glatter Flächen, z. B. von Glasscheiben oder Metallteilen, Anwendung finden. Sie können auch an Stiefeln oder Schuhen einer Person Verwendung finden, um ihr das Gehen auf einer rutschigen Oberfläche, z. B. auf den nassen Tragflächen eines Flugzeugs, zu ermöglichen, oder auch um einem Taucher das Gehen auf einem Schiffsrumpf zu ermöglichen oder ihn unter Wasser z. B. an einem Schiffsrumpf festzuhalten.

Ein derartiges System ist in Fig. 10 dargestellt. Hier trägt eine Person einen Lufttank 205 auf ihrem Rücken, der über einen Schlauch 206 an eine Saugpumpe 207 angeschlossen ist, welche die in Fig. 1 dargestellte Form haben kann. Die Saugpumpe 207 kann mittels Saugschläuchen 208 und 209 mit zwei Saugnapfsätzen 210 und 211 verbunden sein, die jeweils an einem der Schuhe oder Stiefel 212 der Person befestigt sein können.

Zum Steuern des auf die Saugnäpfe 211 durch einen Schlauch 215 aufgebrachten Vakuums können auf dem Stiefelk 212 bei 214 Drucksensoren vorgesehen sein. Anders ausgedrückt, wenn die Person ihren Stiefel zum Aufsetzen auf der Fläche geraderichtet, dann verbindet der Drucksensor 214 das Vakuum mit den Saugnäpfen 210 und 211, um einen sicheren Halt auf einer schlüpferigen Fläche zu schaffen.

In ähnlicher Weise geben die auf Druck ansprechenden Sensoren 214 auf entsprechende Bewegung des Fußes hin das Vakuum frei, so daß der Arbeiter einen Fuß vom Boden anheben und ihn an einer anderen Stelle wieder aufsetzen kann.

Das Vakuumsystem nach Fig. 10 wird durch die Saugpumpe nach Fig. 1 möglich gemacht. Mit anderen Worten, weil die Saugpumpe nur bei Bedarf arbeitet, benötigt sie nur einen relativ geringen Luftvorrat, der ohne weiteres von einer Person in dem Lufttank 205 mitgeführt werden kann. Da sowohl der benötigte Lufttank 205 als auch die Saugpumpe 207 klein und leicht sind, können sie demnach ohne weiteres von einer ihren Aufgaben nachgehenden Person mit herumgetragen werden.

Es ist somit eine Saugpumpe mit derartiger mechanischer Rückkoppelung beschrieben worden, daß die Pumpe nur bei Bedarf arbeitet. Die Saugpumpe bewirkt das Aufrechterhalten eines Vakuums zwischen zwei vorbestimmten Grenzen. Sie hat von dem Bedarf abhängige Auf- und Zu-Perioden und entspricht einem Impulsbreiten- Modulationssystem.

Weiter sind verschiedene, mit der Saugpumpe zusammenwirkende Saugsysteme beschrieben worden, die z. B. Entlötgeräte, einen doppeltwirkenden Kraftzylinder, bewegliche saugklemmen und Saugnäpfe für verschiedene Zwecke umfassen. Diese werden durch die einfache und leichte Vakuumpumpe und den Umstand, daß weniger Druckluft gebraucht wird, ermöglicht. die Saugpumpe liefert nicht nur ein Vakuum, d. h. reduziert den Luftdruck, sondern bewirkt auch die Zufuhr von Luft mit relativ niedrigem Druck. Dies wird ermöglicht, weil die Hochdruckluft in Niederdruckluft umgewandelt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Selbsttätig arbeitende Saug- bzw. Vakuumpumpe, bei der der Überdruck in einer von der Eintrittsöffnung eines von komprimiertem Gas durchströmten Venturirohres abzweigenden Saugleitung erzeugt wird und bei der zum Zuführen des komprimierten Gases zum Venturirohr eine koaxial zu diesem hin- und herbewegbare Ventileinrichtung vorgesehen ist, die entgegen der Wirkung einer sie in Offenstellung haltenden Vorspannfeder in Abhängigkeit vom Wert des erzeugten Unterdrucks in Schließstellung verschiebbar ist und die mit einer Einrichtung zum schnellen Umschnappen aus der einen Endstellung in die andere versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtung in einer in die Saugleitung (57; 125) eingeschalteten Vakuumkammer (22; 126) angeordnet ist und aus einem darin abgedichtet geführten und unter Wirkung der Vorspannfeder (76; 114) stehenden Kolben (11; 110) mit einer Kolbenstange besteht, deren freies, mit Dichtungen (34; 132) versehenes und geführtes Ende (33; 131) das Schließorgan bildet.
  2. 2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschnappeinrichtung aus einem mit seinem einen Ende mit dem Kolben (11) verbundenen Schaltnocken (72), einer Schwenkeinrichtung (86) zum Verschwenken des Schaltnockens um einen Festpunkt und einer diesen durch eine Kipphebelbewegung in seine eine oder andere Endstellung drückenden Feder (81) besteht.
  3. 3. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschnappeinrichtung aus einer federbeaufschlagten Raste (107) besteht, die verschiebbar in der Bahn eines einen Vorsprung aufweisenden Teils des Kolbens (110) angeordnet ist, der bei Bewegung des Kolbens aus einer seiner Endstellungen in die andere zwangsweise an der Raste (107) vorbeibewegbar ist.
  4. 4. Pumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltnocken (72) zur Ausbildung der Umschnappeinrichtung mit einem am Pumpengehäuse (10) fest angebrachten Drehzapfen (86) versehen ist, bereichsweise mit einem Teil des Kolbens zu seiner Hin- und Herbewegung um seinen Drehzapfen in Eingriff steht und zur Herbeiführung der Kipphebelbewegung zwischen dem Pumpengehäuse und dem Schaltnocken eine Feder (81) angeordnet ist.
  5. 5. Pumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltnocken (72) eine halbkreisförmige Ausnehmung (80) aufweist, die mit einem zum losen Verbinden des Schaltnockens mit dem Kolben an diesem vorgesehenen Stift (71) in Eingriff bringbar ist.
  6. 6. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumpengehäuse (10) mit Auslässen (20, 21) für einen Anschluß der Vakuumkammer (22) an einen Vakuumtank (90) versehen ist.
  7. 7. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Venturirohr (12; 119) und die Vakuumkammer (22; 126) durch eine Leitung (57) miteinander verbunden sind, in die ein Absperrventil (52) zum Unterbrechen der Verbindung einbezogen ist.
  8. 8. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumpengehäuse (10) mit einer Verbindungseinrichtung (60, 65) zum Anschließen des Auslasses des Venturirohrs (12) an einen Unterdruckbehälter (66) versehen ist.
  9. 9. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumpengehäuse (10) einen das Venturirohr (12) umgebenden, in seinem Inneren ein schalldämmendes Material (44) enthaltenden Gehäuseteil (16) aufweist.
  10. 10. Pumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäuseteil (16) mit einem Schlitz (43) zum Halten des schalldämmenden Materials (44) versehen ist.
  11. 11. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumpengehäuse (10) mit einer Mehrzahl von mit der Vakuumkammer (22) verbundenen Vakuumanschlüssen (17, 20, 21) versehen ist.
  12. 12. Pumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtung (60, 65) zwischen dem Venturirohr (12) und dem Unterdruckbehälter (66) eine veränderliche Öffnung aufweist.
  13. 13. Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumpengehäuse (10) aus einer Gehäusekappe (14) für den Schaltnocken, einem Gehäuseteil (15) für den Kolben (11) und einem Schalldämmgehäuseteil (16) für das Venturirohr besteht.






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