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Verfahren zur Herstellung von Phthalocyaninpigmentzusammensetzungen und deren Verwendung - Dokument DE2720464C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE2720464C2 07.07.1988
Titel Verfahren zur Herstellung von Phthalocyaninpigmentzusammensetzungen und deren Verwendung
Anmelder Ciba-Geigy AG, Basel, CH
Erfinder Wheeler, Ian Robert, Houston, Renfrewshire, Schottland/Scotland, GB;
Robertson, George Heddle, Dr., Paisley, Renfrewshire, Schottland/Scotland, GB
Vertreter Assmann, E., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Zumstein, F., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 06.05.1977
DE-Aktenzeichen 2720464
Offenlegungstag 24.11.1977
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.07.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.07.1988
IPC-Hauptklasse C09B 67/12
IPC-Nebenklasse C09B 67/22   

Beschreibung[de]

In der CH-PS 5 54 928 wird ein Verfahren zur Herstellung eines Pigmentes beansprucht, bei dem man ein Metallphthalocyanin- Blau-Pigment in trockener Pigmentform mit einem polaren aliphatischen Lösungsmittel, das mindestens teilweise mit Wasser mischbar ist, behandelt und das Lösungsmittel von dem behandelten Pigment abtrennt, dadurch gekennzeichnet, daß man zu dem Metallphthalocyanin- Blau-Pigment, bevor man es mit dem Lösungsmittel in Kontakt bringt, während der Behandlung oder nachdem es von dem Lösungsmittel abgetrennt wurde, eine geringe Menge eines Kupferphthalocyaninderivates der Formel I



zugibt, worin CuPc den gegebenenfalls chlorierten Kupferphthalocyaninrest, R eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Arylgruppe und R&sub1; Wasserstoff, eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Arylgruppe bedeuten, wobei die Alkyl- oder Arylgruppen gegebenenfalls durch Hydroxyl-, Amino-, Alkylamino- oder Amidgruppen substituiert sind, x und y jeweils 1, 2 oder 3 bedeuten und die Summe von x und y 2, 3 oder 4 ist.

Die so behandelte Pigmentzusammensetzung zeichnet sich aus durch gute Helligkeit und Leuchtkraft, insbesondere bei der Einverleibung in Drucktinten.

Es wurde nun überraschend gefunden, daß durch Zugabe eines verschiedenen Phthalocyaninderivates zu einem Phthalocyaninpigment in einem analogen Verfahren, bevor oder während man es mit einem polaren aliphatischen Lösungsmittel in Kontakt bringt, eine Pigmentzusammensetzung erhalten wird, die in Druck- und Anstrichfarben einverleibt sich durch verbesserte Farbstärke und rheologische Eigenschaften auszeichnet, im Vergleich zu den nach CH-PS 5 54 928 erhaltenen Pigmentzusammensetzungen.

Demgemäß wird durch die vorliegende Erfindung, in Abänderung des in der CH-PS 5 54 928 beanspruchten Verfahrens, ein Verfahren zur Herstellung einer Pigmentzusammensetzung geschaffen, bei dem man ein Phthalocyanin in Pigmentform mit einem polaren aliphatischen Lösungsmittel, das mindestens teilweise mit Wasser mischbar ist, behandelt und das Lösungsmittel von dem behandelten Pigment abtrennt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man dem Phthalocyaninpigment, vor oder während der Lösungsmittelbehandlung, eine geringe Menge eines Aminsalzes eines sulfonierten Phthalocyanins der Formel I



zugibt, worin Pc einen Phthalocyaninrest, R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; jeweils Alkyl, Alkenyl oder Alkapolyenyl, R&sub5; Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl, Alkapolyenyl oder Aralkyl und x die Zahlen 1-4 bedeuten.

Aminsalze der Formel I können erhalten werden, indem man einen Phthalocyaninfarbstoff der Formel

Pc(SO&sub3;M)x (II)

worin Pc und x die oben angegebene Bedeutung haben und M Wasserstoff oder ein Alkalimetall bedeutet mit einem tertiären Amin der allgemeinen Formel



oder mit einem quaternären Ammoniumsalz der Formel



umsetzt, worin R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; die oben angegebene Bedeutung, R&sub6; Alkyl, Alkenyl, Alkapolyenyl oder Aralkyl und B⊖ ein Anion bedeuten, wobei die Gesamtzahl von Kohlenstoffatomen im tertiären Amin oder im Kation des quaternären Ammoniumsalzes 20 bis 60 sein kann und mindestens eine der Gruppen R&sub2;, R&sub3;, R&sub4; und R&sub6; eine Kettenlänge von mindestens 12 Kohlenstoffatomen aufweist.

Wenn der Farbstoff der Formel II mit einem tertiären Amin der Formel III umgesetzt wird, so ist R&sub5; in Formel I Wasserstoff. Wenn der Farbstoff der Formel II mit einem quaternären Ammoniumsalz der Formel IV umgesetzt wird, so ist R&sub5; Alkyl, Alkenyl, Alkapolyenyl oder Aralkyl.

Vorzugsweise weisen 2 der Gruppen R&sub2;, R&sub3;, R&sub4; und R&sub6; eine Kettenlänge von mindestens 12 Kohlenstoffatomen und die Gesamtzahl von Kohlenstoffatomen im tertiären Amin oder in Kation des quaternären Ammoniumsalzes liegt zwischen 25 und 45. Das Anion B⊖ ist bevorzugt ein Halogenid-, ein Acetat- oder ein Hydroxydion.

Der Phthalocyaninfarbstoff der Formel II kann metallfrei oder ein Kupfer-, Zink-, Kobalt-, Nickel- oder ein anderes Übergangsmetall- Phthalocyanin sein und kann Halogen, insbesondere Chlor, im Phthalocyaninmolekül enthalten.

Bevorzugt sind Kupferphthalocyaninfarbstoffe der Formel

CuPc(SO&sub3;H)x (V)

worin CuPc ein Kupferphthalocyaninrest bedeutet und x die angegebene Bedeutung hat.

Der Phthalocyaninfarbstoff der Formel II kann nach einer der üblichen Methoden hergestellt werden, beispielsweise durch Umsetzung des Phthalocyanins mit Chlorsulfonsäure oder Oleum bei erhöhter Temperatur während mehreren Stunden, Eingießen in eine wäßrige Natriumchloridlösung und Isolierung in Preßkuchenform durch Filtration.

Das Phthalocyaninpigment kann metallfrei oder ein Kupfer-, Zink-, Kobalt-, Nickel- oder ein anderes Übergangsmetall- Phthalocyanin sein und kann bis zu 50 Gewichtsprozent Chlor enthalten. Bevorzugt ist ein Kupferphthalocyaninpigment in der α- oder β-Form oder eine Mischung der beiden Formen.

Die Menge an sulfoniertem Phthalocyaninfarbstoff der Formel II, bezogen auf das Phthalocyaninpigment, kann zwischen 1 und 12 Gewichtsprozente variieren, liegt jedoch bevorzugt zwischen 4 und 8 Gewichtsprozente.

Obschon x die Zahlen von 1 bis 4 bedeuten kann, sind Aminsalze der Formel I bevorzugt, bei denen x zwischen 1 und 2,5 liegt.

Die den Verbindungen der Formeln III und IV zugrunde liegenden Amine können spezifische Alkyl-, Alkenyl- oder Alkapoylenylamine sein, am zweckmäßigsten handelt es sich jedoch um Derivate von gemischten Kohlenwasserstoffresten von natürlichen Ölen und Fetten wie Talg, Getreideöl, Fisch- oder Walfischtran. Von den geeigneten tertiären Aminen dieser Art können beispielsweise genannt werden: Dimethyl-talg-, hydriertes Dimethyl-talg-, Dimethyl-soya-, Dimethyl-octadecyl-, Dimethyl- eicosanyl-, Dimethyl-docosanyl-, Monomethyl-di(dodecyl)-, hydriertes Monomethyl-di(talg)-, Monomethyl-di(eicosyl)-, Monomethyl-di(docosyl)-, Tri(dodecyl)- und Tri(octadecyl)- amin oder Mischungen davon.

Die quaternären Ammoniumsalze werden zweckmäßig aus solchen tertiären Aminen durch Umsetzen mit Methylchlorid oder Dimethylsulfat hergestellt, wobei das quaternäre Methylammoniumsalz entsteht, oder mit Benzylchlorid, um das entsprechende quaternäre Benzyl-ammoniumsalz zu erhalten.

Die Aminsalze der Formel I, die durch Kombination von Verbindungen der Formel II mit Verbindungen der Formel III und/oder IV hergestellt werden, können beispielsweise durch Umsetzung einer Phthalocyaninverbindung, die x Sulfonsäuregruppen enthält, mit einer zur weitgehenden Neutralisierung der Sulfosäuregruppen hinreichenden Menge eines oder mehreren tertiären Aminen oder quaternären Ammoniumsalzen erhalten werden.

Die Aminsalze der Formel I können in wäßriger Lösung hergestellt werden, wenn Stickstoffverbindungen der Formeln III und IV eingesetzt werden, die in wäßriger Mineral- oder organischer Säure löslich sind. Sie können aber auch in einem geeigneten organischen Lösungsmittel hergestellt und durch Ausfällen, beispielsweise mit Wasser, oder durch Abdestillieren des Lösungsmittels isoliert werden. Eine derartige Herstellung in organischen Lösungsmitteln ist vorteilhaft für Verbindungen der Formeln III und IV, die in wäßrigem saurem Medium schwerlöslich sind. Folgende geeignete Lösungsmittel können beispielsweise genannt werden: Aceton, Äthylmethylketon, Äthanol, Methanol und, besonders bevorzugt, Isopropanol.

Das polare aliphatische Lösungsmittel, mit welchem die Pigmentzusammensetzung behandelt wird, ist ein Lösungsmittel, welches mindestens teilweise mit Wasser mischbar sein muß. Geeignete Lösungsmittel sind in der GB-PS 11 40 836 beschrieben. Darunter befinden sich beispielsweise Alkanole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, wie z. B. Methanol, Äthanol, n- Propanol, Isopropanol und n-Butanol; Alkyl-monocarboxylate mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, wie beispielsweise Alkylester von Alkansäuren, insbesondere Alkylacetat; Dialkylketone mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in jeder Alkylkette, zum Beispiel Aceton, Methyläthylketon oder Diäthylketon; Alkoxyalkanole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in jeder Alkylkette der Alkoxy- und Alkanol-Komponenten, beispielsweise 2-Methoxy-äthanol oder 2-Äthoxy-äthanol; Alkylenglykole mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen in der Alkylenkette, zum Beispiel Äthylenglykol oder Diäthylenglykol.

Das Lösungsmittel kann, wenn erwünscht, gelöstes Wasser enthalten, jedoch in zur Bildung von zwei Phasen ungenügender Menge. Es kann sich also beispielsweise um wäßriges Äthanol, eine azeotrope Mischung von Äthanol und Wasser oder von Isopropanol und Wasser, wobei in jedem Fall das Alkanol den größeren Teil der Mischung ausmachen muß.

Das Pigment, welches mit dem Aminsalz der Formel I umgesetzt werden soll, kann dem Lösungsmittel in Pulverform oder als wäßriger Preßkuchen zugegeben werden. Das Pigment kann in voller Pigmentform oder im hochaggregierten Zustand vorliegen, wie es bei der Trockenvermahlung erhalten wird. So kann das Pigment in Form einer Mischung von Phthalocyanin mit einem Salz vorliegen, insbesondere in der Form einer Mischung, die erhalten wird durch Vermahlen des Rohpigments mit einem Salz zwecks Verleihung der charakteristischen Pigmentform. Die Mischung aus organischem Lösungsmittel und Pigment wird dann vorzugsweise durch Zugabe einer zur Auflösung des vorhandenen Salzes genügenden Menge Wassers behandelt.

Wie aus der GB-PS 11 40 836 hervorgeht, verleihen solche Lösungsmittelbehandlungen dem Endprodukt bessere Fließeigenschaften und Dispergierbarkeit sowie höheren Glanz. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung, d. h. die Umsetzung eines Aminsalzes der Formel I mit dem Pigment, kombiniert mit der Lösungsmittelbehandlung, verleiht dem Endprodukt eine zusätzliche Erhöhung der Eigenschaften im Vergleich zur einfachen Lösungsmittelbehandlung eines Pigmentes allein.

Wie in der GB-PS 11 40 836 beschrieben, können solche Lösungsmittelbehandlungen des Pigmentes unter sehr verschiedenen Bedingungen erfolgen. Die Temperatur und der Druck, bei denen die Behandlung durchgeführt werden muß, und auch die Dauer der Behandlung hängen von der Beschaffenheit des Pigmentes und des Lösungsmittels ab und müssen, um eine optimale Verbesserung der Pigmenteigenschaften zu erzielen, entsprechend gewählt werden.

Obwohl die Behandlung mit dem Lösungsmittel bei einer Temperatur zwischen 10°C und dem Siedepunkt des Lösungsmittels vorgenommen werden kann, so ist eine Temperatur zwischen 50°C und dem Siedepunkt des Lösungsmittels vorgezogen, wenn man bei Atmosphärendruck arbeitet. Obschon nötigenfalls bei Überdruck gearbeitet werden kann, insbesondere wenn das eingesetzte Lösungsmittel bei der gewählten Behandlungstemperatur sehr flüchtig ist, ist es im allgemeinen zweckmäßiger, das Pigment bei oder annähernd bei Atmosphärendruck mit dem Lösungsmittel zu behandeln.

Die Menge Lösungsmittel, mit dem das Pigment behandelt wird, liegt zwischen 0,5 und 20 Gewichtsteile Lösungsmittel, bezogen auf 1 Gewichtsteil Pigment. Bevorzugt sind jedoch 1 bis 15 Gewichtsteile Lösungsmittel, besonders bevorzugt sogar 5 bis 10 Gewichtsteile Lösungsmittel, bezogen auf 1 Gewichtsteil Pigment.

Das Aminsalz der Formel I kann zu jedem Zeitpunkt der Behandlung zugegeben werden, vorzugsweise jedoch so, daß das Pigment und das Aminsalz mindestens 10 Minuten unter Rückfluß im vorgezogenen Lösungsmittel, beispielsweise Isopropanol oder eine azeotrope Mischung Wasser/Isopropanol, zusammen reagieren können. Wie oben erwähnt, kann das Aminsalz der Formel I getrennt hergestellt und dann mit dem Pigment umgesetzt werden. Ein zusätzlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht jedoch darin, daß das Aminsalz im ausgewählten Lösungsmittel bei Anwesenheit des Pigmentes gebildet werden kann. Dadurch wird die Isolierung des Aminsalzes überflüssig. Dies ist von besonderem Vorteil bei der Verwendung der vorgezogenen Dialkylamin-Derivaten, die annähernd wasserunlöslich sind, aber in solchen Lösungsmittel leicht mit dem sulfonierten Phthalocyaninfarbstoff reagieren.

Die Pigmentzusammensetzung kann durch Abfiltrieren, vorzugsweise nach Verdünnung mit Wasser, vom Lösungsmittel getrennt werden. Die leichtflüchtigeren Lösungsmittel können durch direktes Abdestillieren entfernt werden; es wird jedoch vorgezogen, das Lösungsmittel erst nach der Zugabe von etwas Wasser abzudestillieren, damit die Pigmentzusammensetzung in einer im wesentlichen wäßrigen Phase suspendiert zurückbleibt. Die Trennung geschieht dann durch die übliche Technik des Filtrierens und Trocknens. In jedem Fall wird die Pigmentzusammensetzung von jeder Spur anorganischer Salze freigewaschen.

Die erfindungsgemäß hergestellten Pigmentzusammensetzungen können zur Pigmentierung von verschiedenen Medien verwendet werden, wie Anstrichfarben, Druckfarben, Nitrocellulose, Alkyd-Melamin/ Formaldehyd- und Acryl-Melamin/Formaldehyd-Systeme, insbesondere jedoch in den Medien, die hohe Anteile an Kohlenwasserstoffen im Lösungsmittel enthalten.

In der BE-PS 8 33 518 ist eine Pigmentzusammensetzung beansprucht, enthaltend:

  • a) eine feinverteilte Festsubstanz mit einer oberen Teilchengröße von weniger als 20 µ,
  • b) ein Dispergiermittel für Polymere oder Harze,
  • c) als Fließmittel ein durch eine Farbsäure substituiertes Ammoniumsalz, an dessen Stickstoffatom mindestens 3 Ketten mit zusammen von 16 bis 60 Kohlenstoffatomen gebunden sind,
  • d) eine organische Flüssigkeit.


Wir haben überraschend gefunden, daß Phthalocyaninpigment- Zusammensetzungen, die durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung erhalten werden, bei dem das Pigment und das Aminsalz der Formel I in einem polaren aliphatischen Lösungsmittel umgesetzt werden, verbesserte Farbstärke und rheologische Eigenschaften zeigen, wenn sie in Anstrich- und Druckfarben einverleibt werden, im Vergleich zu den in der BE-PS 8 33 518 beanspruchten Pigmentzusammensetzungen, deren Komponenten nicht in einem polaren aliphatischen Lösungsmittel umgesetzt werden.

Die folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung weiter erläutern. Gewichtsteile stehen im selben Verhältnis zu Volumenteilen wie kg/l. Teile und Prozentgehalte sind auf das Gewicht bezogen, wenn nicht anders angegeben.

Beispiel 1

175 Teile von rohem Kupferphthalocyanin werden mit 23 Teilen anorganischer Salze, 1,6 Teilen Diäthylanilin und 0,8 Teilen Glycerol-monooleat vermahlen, bis das Phthalocyanin im Pigmentform vorliegt.

103 Teile dieser Mischung, die 90 Teilen Kupferphthalocyanin entsprechen, werden 600 Teile Isopropanol zugegeben und unter gutem Rühren 5S Stunden lang bei Rückflußtemperatur gekocht. Dann werden 4 Teile der Verbindung der Formel

CuPc(SO&sub3;H)X (V)

worin X die Zahl 2 bedeutet, in Preßkuchenform zugegeben und weiter bei Rückflußtemperatur gekocht. Nach 15 Minuten werden 6 Teile in heißem Isopropanol gelöstes Amin der Formel III, worin R&sub4; eine Methylgruppe und R&sub2; und R&sub3; hydrierte Talgreste bedeuten, zugegeben. Nach weiteren 15 Minuten gibt man 600 Teile Wasser zu und destilliert das Isopropanol ab. Die gebildete Pigmentzusammensetzung wird abfiltriert, salzfrei und neutral gewaschen und bei 50-60°C getrocknet. Man erhält 99,1 Teile der fertigen Pigmentzusammensetzung. Eine Druckfarbe mit 6% Pigmentgehalt und einem Pigment/Bindemittel-Verhältnis von 1 : 5 wurde durch Vermahlen der Pigmentzusammensetzung dieses Beispiels mit einem Phenolharz- Firnis und Toluol als Lösungsmittel in einer Kugelmühle hergestellt. Im Verhältnis zu einer ähnlichen aus unbehandeltem β-Kupferphthalocyanin erhaltenen Druckfarbe zeigte die mit dem Produkt dieses Beispiels erhaltene Druckfarbe bedeutend bessere Fließeigenschaften sowie höhere Farbstärke, Reinheit und Glanz.

Beispiel 2

Beispiel 1 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß 3,4 Teile der Verbindung der Formel

CuPc(SO&sub3;H)X (V)

worin X 2,4 bedeutet, und 5,6 Teile des hydrierten Talgamins verwendet werden. Eine mit dem so erhaltenen Produkt hergestellte Druckfarbe zeigt gegenüber einer ähnlichen aus unbehandeltem β-Kupferpthalocyanin hergestellten Druckfarbe bessere Fließeigenschaften und erhöhte Farbstärke.

Beispiel 3
  • a) 20 Teile der Verbindung der Formel

    CuPc(SO&sub3;H)X (V)

    worin X 2 bedeutet, wird in Preßkuchenform zu 200 Teilen Isopropanol gegeben und bei gutem Rühren auf Rückflußtemperatur geheizt. 29,2 Teile des Amins der Formel III, worin R&sub4; eine Methylgruppe und R&sub2; und R&sub3; hydrierte Talgreste bedeuten, werden in 200 Teilen heißem Isopropanol gelöst und innert 5 Minuten der kochenden Pigment/Isopropanol-Suspension zugegeben. Nach 30 Minuten Behandlung bei Rückflußtemperatur werden innert 60 Minuten 600 Teile Wasser zufließen gelassen und gleichzeitig das Isopropanol abdestilliert. Das blaugrüne Reaktionsprodukt wird abdestilliert, mit warmem Wasser gewaschen und bei 60°C getrocknet. Man erhält 48,1 Teile des Aminsalzes.
  • b) 175 Teile von rohem Kupferphthalocyanin werden nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren vermahlen. 103 Teile dieser Mischung, die 90 Teilen Kupferphthalocyanin entsprechen, werden 600 Teilen Isopropanol zugegeben und unter gutem Rühren 5S Stunden lang bei Rückflußtemperatur gekocht. Dann werden 10 Teile des in heißem Isopropanol gelösten Produktes von Beispiel 3a zugegeben und weitere 30 Minuten bei Rückflußtemperatur gekocht. Schließlich läßt man 600 Teile Wasser zufließen und destilliert das Isopropanol ab.


Die Pigmentzusammensetzung wird abfiltriert, salzfrei und neutral gewaschen und bei 50-60°C getrocknet. Man erhält eine Ausbeute von 99,3 Teilen.

Eine mit dem Produkt von Beispiel 3b nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren erhaltene Druckfarbe zeigt ähnliche Eigenschaften, wie die mit dem Produkt von Beispiel 1 erhaltene Druckfarbe.

Beispiel 4

Beispiel 3b wird wiederholt mit der Ausnahme, daß 108,6 Teile der vermahlenen Mischung, entsprechend 95 Teilen Kupferphthalocyanin, zusammen mit 5 Teilen des Produktes von Beispiel 3a vewendet werden. Beim Einverleiben des so erhaltenen Produktes in eine Druckfarbe erhält man ähnliche Eigenschaften, wie bei den mit den Produkten von den Beispielen 1 und 3b hergestellten Druckfarben.

Beispiel 5
  • a) Ein Aminsalz der Formel I wird nach dem in Beispiel 3a beschriebenen Verfahren mit 32,6 Teilen des Amins der Formel II, worin R&sub2; und R&sub3; Eicosanylreste und R&sub4; eine Methylgruppe bedeuten, hergestellt.
  • b) 150 Teile eines Phthalocyaningrün-Pigmentes in Pigmentform mit 47,1% Chlorgehalt wird bei kräftigem Rühren in 800 Teile Aceton gegeben und auf Rückflußtemperatur erhitzt. Nach 10 Minuten werden 15 Teile des Produktes von Beispiel 5a in Aceton aufgeschlämmt zugegeben und weitere 15 Minuten am Rückfluß gekocht. Dann werden 800 Teile Wasser zugegeben, das Aceton abdestilliert und innert 2 Minuten regelmäßig eine Mischung aus 15 Teilen konzentrierter Salzsäure und 15 Teilen Wasser zufließen gelassen. Es wird 30 Minuten gut gerührt, bevor das Produkt abfiltriert, mit warmem Wasser gewaschen und bei 50-60°C getrocknet wird. Man erhält eine Ausbeute von 163,2 Teilen.


Die Pigmentzusammensetzung wird durch Vermahlen in einer Kugelmühle in einem Nitrocellulosefirnis einverleibt und durch Zugabe einer Mischung von Nitrocellulose- mit Maleinkondensat- Firnisse zu einem Pigmentgehalt von 11,7% und ein Pigment/Bindemittel-Verhältnis von 1 : 1,38 verdünnt. Die erhaltene Dispersion zeigt annähernd gleiche Farbeigenschaften, jedoch bedeutend bessere Fließeigenschaften als eine ähnliche Dispersion, die mit unbehandeltem Phthalocyaningrün hergestellt wird.

Beispiel 6

89 Teile vermahlenen Kupferphthalocyanins werden in 500 Teilen n-Butanol eingerührt, auf Rückflußtemperatur erhitzt und 5 Stunden am Rückfluß gekocht. 11 Teile des Produktes von Beispiel 3a werden zugegeben und weitere 15 Minuten am Rückfluß gekocht. 1000 Teile Wasser von 55°C werden zufließen gelassen und das n-Butanol abdestilliert. Die Mischung wird mit 15 Teilen 25%ige wäßrige Salzsäure angesäuert und 15 Minuten kräftig gerührt. Dann wird die Pigmentzusammensetzung abfiltriert, mit heißem Wasser neutral gewaschen und bei 50-60°C getrocknet. Man erhält eine Ausbeute von 98 Teilen.

Die mit diesem Produkt nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren erhaltene Druckfarbe weist höhere Farbstärke und etwas betontere grüne Nuance sowie bedeutend bessere Fließeigenschaften auf als eine mit dem gleichen, aber unbehandelten Kupferphthalocyanin hergestellte Druckfarbe.

Beispiel 7

Beispiel 6 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß 87,5 Teile vermahlenen Kupferphthalocyanins, 12,5 Teile des Produktes von Beispiel 3a und Methyläthylketon als Lösungsmittel verwendet werden. Man erhält 97 Teile der fertigen Pigmentzusammensetzung.

Die mit diesem Produkt nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren erhaltene Druckfarbe zeigt annähernd die gleichen Eigenschaften wie die Druckfarbe, die mit dem Produkt von Beispiel 6 erhalten wird, d. h. höhere Farbstärke und bedeutend bessere Fließeigenschaften als eine mit dem gleichen, aber unbehandelten Kupferphthalocyanin hergestellte Druckfarbe.

Beispiel 8

Beispiel 1 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß 8,6 Teile eines Amins der Formel III, worin R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; hydrierte Talgreste bedeuten, verwendet werden. Die Eigenschaften der mit diesem Produkt erhaltenen Druckfarbe entsprechen denen der Druckfarbe von Beispiel 1.

Beispiel 9

Beispiel 1 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß 4,0 Teile eines Amins der Formel III, worin R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; Isooctylreste bedeuten, verwendet werden. Die Eigenschaften der mit diesem Produkt erhaltenen Druckfarbe entsprechen denen der Druckfarbe von Beispiel 1.

Beispiel 10

Beispiel 1 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß 6,6 Teile eines Ammoniumsalzes der Formel IV, worin R&sub2; und R&sub3; jeweils eine Methylgruppe, R&sub4; und R&sub6; jeweils einen hydrierten Talgrest und B Chlor bedeuten, verwendet werden. Die Eigenschaften der mit diesem Produkt erhaltenen Druckfarbe entsprechen denen der Druckfarbe von Beispiel 1.

Beispiel 11

Beispiel 10 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß 4,0 Teile eines Ammoniumsalzes, worin R&sub2; und R&sub3; jeweils eine Methylgruppe, R&sub4; einen Dodecyl- und R&sub6; einen Benzylrest bedeuten, verwendet werden. Die Eigenschaften der mit diesem Produkt erhaltenen Druckfarbe entsprechen denen der Druckfarbe, die mit dem Produkt von Beispiel 10 erhalten wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung einer Pigmentzusammensetzung, bei dem man ein Phthalocyanin in Pigmentform mit einem polaren aliphatischen Lösungsmittel, das mindestens teilweise mit Wasser mischbar ist, behandelt und das Lösungsmittel vom behandelten Pigment abtrennt, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Phthalocyaninpigment, vor oder während der Lösungsmittelbehandlung, eine geringe Menge eines Aminsalzes eines sulfonierten Phthalocyanins der Formel I



    zugibt, worin Pc einen Phthalocyaninrest, R&sub2;, R&sub3; und R&sub4; jeweils Alkyl, Alkenyl oder Alkapolyenyl, R&sub5; Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl, Alkapolyenyl oder Aralkyl und X die Zahlen 1-4 bedeuten.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel ein Alkanol mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, ein Alkyl-monocarboxylat mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, ein Dialkylketon mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in jeder Alkylkette, ein Alkoxyalkanol mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in jeder der Alkylketten der Alkoxy- und Alkohol-Komponenten oder ein Alkylenglykol mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen in der Alkylenkette einsetzt.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel Isopropanol ist.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei einer Temperatur zwischen 50°C und dem Siedepunkt des Lösungsmittels bei Atmosphärendruck durchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 5 bis 10 Gewichtsteile Lösungsmittel, bezogen auf 1 Gewichtsteil unbehandeltes Pigment, eingesetzt werden.
  6. 6. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Phthalocyanin/Amin-Derivat im Lösungsmittel bei Anwesenheit des Pigmentes gebildet wird.
  7. 7. Verwendung eines Phthalocyaninpigments, erhalten durch das Verfahren gemäß Anspruch 1, zum Pigmentieren von Anstrichfarben, Druckfarben, Nitrocellulosen, Alkyld-Melamin/Formaldehyd- oder Acryl-Melamin/ Formaldehyd-Systemen.






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