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Verfahren zum Herstellen von Spaltband durch Mittenteilung eines warmgewalzten, gebeizten und dressierten Metallbandes - Dokument DE3203581C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3203581C2 07.07.1988
Titel Verfahren zum Herstellen von Spaltband durch Mittenteilung eines warmgewalzten, gebeizten und dressierten Metallbandes
Anmelder BWG Bergwerk- und Walzwerk-Maschinenbau GmbH, 4100 Duisburg, DE
Erfinder Noé, Oskar, Dipl.-Ing., 4330 Mülheim, DE;
Noé, Rolf, 1000 Berlin, DE;
Noé, Andreas, 5100 Aachen, DE
Vertreter Andrejewski, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Honke, M., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Masch, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 03.02.1982
DE-Aktenzeichen 3203581
Offenlegungstag 11.08.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.07.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.07.1988
IPC-Hauptklasse B21B 1/28
IPC-Nebenklasse B21C 37/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Beizlinie zum Herstellen von Metallband aus Warmband, insbesondere Warmbreitband, bei dem das heruntergewalzte Warmband nach dem Warmwalzprozeß einem chemischen Beizprozeß unterworfen wird und dazu eine kontinuierliche Beizlinie durchläuft. Das gebeizte Warmband wird im Zuge des Auslaufens aus dem chemischen Prozeßteil noch in der Beizlinie dressiert und ggf. streckbiegegerichtet und in zwei Bandhälften gespalten. Dadurch entfällt die sonst zwischen Beizen und Dressieren zwischenzuschaltende Entfettungslinie, wird darüber hinaus die Leistungsfähigkeit der betreffenden Warmbreitbandstraße erhöht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Spaltband durch Mittenteilung eines warmgewalzten, gebeizten und dressierten Metallbandes.

Ein Problem bei der Massenproduktion von warmgewalzten Metallbändern besteht in der Ausnutzung der Kapazität von Warmbreitbandstraßen, die regelmäßig für Metallbänder mit einer Bandbreite bis zum 2200 mm ausgelegt sind. Denn für verschiedene Verarbeitungsprozesse werden häufig Metallbänder von sehr viel geringerer Breite verlangt, beispielsweise von lediglich 800 mm Breite, so daß in solchen Fällen die Leistung der betreffenden Warmbreitbandstraße nur unbefriedigend ausgenutzt wird. Allerdings ist es bekannt, warmgewalzte Metallbänder zu beizen, zu dressieren und anschließend in zwei annähernd gleich große Bandhälften längs zu teilen (vgl. Klepzig Fachberichte, September 1966, S. 424 bis 431). Eine derartige Längsteilung ist jedoch nachteilig, denn in einer üblichen Warmbreitbandstraße weisen die gewalzten Metallbänder stets ein im Vertikalschnitt konvexes Bandprofil mit geringer Mittenüberhöhung auf. Ein solches Bandprofil ist erforderlich, damit das Metallband in den nachfolgenden Prozeßlinien hinreichend gute Führungseigenschaften aufweist. Teilt man ein solches Metallband mittig in zwei annähernd gleich große Bandhälften, weist jede Bandhälfte praktisch ein keilförmiges Bandprofil auf, welches in den nachfolgenden Prozeßlinien erhebliche Führungsschwierigkeiten mit sich bringt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen von Spaltband durch Mittenteilung eines warmgewalzten, gebeizten und dressierten Metallbandes zu schaffen, wonach sich die Leistung einer Warmbreitbandstraße für das Walzen von Metallbändern geringerer Breite mit einwandfreiem Wandprofil erhöhen läßt.

Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Verfahren dadurch, daß beim Dressieren eine Mitteneinschnürung und beidseitig der Mitteneinschnürung Bandhälften mit Mittenüberhöhung erzeugt werden, und daß anschließend das Warmband mittig gespalten wird.

Diese Maßnahmen der Erfindung haben zur Folge, daß sich aus einem Warmbreitband zwei annähernd gleich große Bandhälften herstellen lassen, die nicht länger jeweils ein keilförmiges Bandprofil im Vertikalschnitt aufweisen, sondern jede Bandhälfte besitzt ein im Vertikalschnitt konvexes Bandprofil mit geringer Mittenüberhöhung. Folglich weisen die voneinander getrennten Bandhälften jene guten Führungseigenschaften auf, die für weitere Prozeßlinien verlangt werden. So lassen sich beispielsweise zwei Metallbänder mit einer Breite von 800 mm aus einem Warmbreitband mit einer Breite von 1650 mm herstellen, nämlich aus einem Warmbreitband auf gewünschte Dicke herunterwalzen, beizen, dressieren und dabei mittig in die beiden Metallbänder spalten. Dadurch wird die Leistung der betreffenden Warmbreitbandstraße nahezu um das Doppelte erhöht.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind im folgenden aufgeführt. Sofern das Warmband nach dem Dressieren streckbiegegerichtet wird, um planare Anisotropie zu beseitigen und damit sich außerdem das Einfetten, Zwischenlagern und Transportieren des Metallbandes zwischen dem Beizen einerseits und dem Dressieren andererseits erübrigt, wird das Warmband vorzugsweise nach dem Streckbiegerichten gespalten.

Ein Dressiergerüst, welches für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besonders geeignet ist, zeichnet sich dadurch aus, daß die Dressierwalzen eine im Bereich der Walzenmitte überhöhte Walzenballigkeit aufweisen. Dem Dressiergerüst bzw. dem Streckbiegegerüst ist eine Mittenspaltschere im Auslaufteil nachgeordnet. Vorzugsweise sind zwei oder mehr Dressiergerüste hintereinander angeordnet. Bei Einsatz von zwei Dressiergerüsten läßt sich nicht nur ein Doppelstift zur Erhöhung der Festigkeit des betreffenden Metallbandes verwirklichen, sondern darüber hinaus läßt sich auch die Walzenwechselzeit überbrücken, wenn also Walzen an dem einen oder anderen Dressiergerüst ausgetauscht werden müssen, weil dann das andere oder eine Dressiergerüst im Einsatz bleibt.

Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß ein Verfahren und ein Dressiergerüst geschaffen werden, wonach sich heruntergewalzte Warmbänder unmittelbar im beispielsweise Auslaufteil einer Beizlinie dressieren, streckbiegerichten und in zwei Schmalbänder mit einwandfreiem Bandprofil spalten lassen, so daß die auf diese Weise hergestellten Metallbänder als Fertigprodukt an die Verarbeitungsbetriebe geliefert werden können. Ferner wird die Leistung der betreffenden Warmbreitbandstraße um praktisch das Doppelte erhöht. Im Ergebnis wird nach Lehre der Erfindung die Herstellung von Spaltband aus Warmbreitband erheblich rationalisiert und verbilligt.

Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 den Auslaufteil einer Beizlinie zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,

Fig. 2 im Vertikalschnitt das Bandprofil eines in üblicher Weise heruntergewalzten Warmbandes,

Fig. 3 das Bandprofil eines im Zuge des Dressierens mit überhöhter Walzenballigkeit heruntergewalzten Warmbandes und

Fig. 4 die Bandprofile nach dem Spalten des Warmbandes gem. Fig. 3.

In den Figuren ist der Auslaufteil 1 einer Beizlinie 2 dargestellt, wie sie zum Herstellen von Metallband aus Warmband 3 und insbesondere Warmbreitband eingesetzt wird. In den Auslaufteil 1 ist zumindest ein Dressiergerüst 4 und/oder ein Streckbiegegerüst 5 eingesetzt. Arbeitet man mit herkömmlichen Dressierwalzen, so erhält das Warmband 3 das in Fig. 2 dargestellte Bandprofil 6. Anders liegen die Verhältnisse, wenn das Dressiergerüst 4 Dressierwalzen mit im Bereich der Walzenmitte überhöhter Balligkeit aufweist. Dann entsteht im Zuge des Dressierens das Bandprofil 7 gem. Fig. 3. In diesem Fall ist dem Dressiergerüst 4 und ggf. dem Streckbiegegerüst 5 eine Mittenspaltschere 8 im Auslaufteil 1 nachgeordnet. Der Mittenspaltschere 8 bzw. dem Streckbiegegerüst 5 sind nach dem Ausführungsbeispiel in Bandlaufrichtung zwei Dressiergerüste 4 im Auslaufteil 1 vorgeordnet, um die Walzenwechselzeit überbrücken zu können.

Arbeitet man mit der erfindungsgemäßen Beizlinie 2, so wird das gebeizte Warmband 3 im Zuge des Auslaufens in der Beizlinie 2 dressiert und/oder streckbiegegerichtet. Das gebeizte Warmband 3 wird mit mittig überhöhter Walzenballigkeit dressiert, wodurch beidseitig der entstehenden Mitteneinschnürung 9 Bandhälften mit Mittenüberhöhung 10 erzeugt werden. Es entsteht also gleichsam ein Zwillingsband mit Mittenüberhöhung 10 im mittleren Bereich jeder Bandhälfte. Dieses Zwillingsband wird zur Trennung der mittenüberhöhten Bandhälften voneinander mittig gespalten, wie das Fig. 4 deutlich macht. Das Warmband 3 kann nach dem Dressieren und vor dem Spalten streckbiegegerichtet werden. Im übrigen wird das gespaltene oder ungespaltene Warmband 3 nach Verlassen der Beizlinie 2 als Fertigband eingefettet.

Die Längenzunahme des heruntergewalzten Warmbandes 3 bzw. Metallbandes an einerseits dem Dressiergerüst 4 und andererseits dem Streckbiegegerüst 5 wird mittels Meßrädern 11 gemessen und als Leitwert für die Geschwindigkeit der betreffenden Anlagenteile dem Speedmaster 12 im Auslaufteil 1 zugeführt, so daß eine entsprechende Geschwindigkeitszunahme nach dem Dressieren und nach dem Streckbiegerichten für die betreffenden Anlagenteile erreicht wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Herstellen von Spaltband durch Mittenteilung eines warmgewalzten, gebeizten und dressierten Metallbandes, dadurch gekennzeichnet, daß beim Dressieren eine Mitteneinschnürung und beidseitig der Mitteneinschnürung Bandhälften mit Mittenüberhöhung erzeugt werden, und daß anschließend das Warmband mittig gespalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, wonach das Warmband nach dem Dressieren streckbiegegerichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Warmband nach dem Streckbiegerichten gespalten wird.
  3. 3. Dressiergerüst zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dressierwalzen eine im Bereich der Walzenmitte überhöhte Walzenballentätigkeit aufweisen.
  4. 4. Dressieranlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Dressiergerüste (4) hintereinander angeordnet sind.






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