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Dokumentenidentifikation DE2708694C2 14.07.1988
Titel Mechanische Vorrichtung zum freien Vorwählen von mehreren Registerkombinationen an einer Orgel
Anmelder Walter Graf, Orgelbau, Oberkirch, CH
Erfinder Graf sen., Walter, Oberkirch, CH
Vertreter Funck-Hartherz, A., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 6000 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 01.03.1977
DE-Aktenzeichen 2708694
Offenlegungstag 15.09.1977
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.07.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.07.1988
IPC-Hauptklasse G10B 3/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine mechanische Vorrichtung zum freien Vorwählen von mehreren Registerkombinationen an einer Orgel gemäß dem Oberbegriff des A1. Sie geht dabei von einer Vorrichtung mit mehreren frei wählbaren Registern aus, denen je ein Registerzug zugeordnet ist. Pro wählbare Kombination weist dabei jeder Registerzug einen in seine Ausziehstellung bringbaren Anschlag auf, an dem mit einem für mehrere Registerzüge gemeinsam entlang der Registerzüge bewegbaren Auszieh- und Abstoßorgan angreifend der Registerzug kombinationsgemäß ausziehbar bzw. abstoßbar ist.

Zum Spielen einer Orgel benötigt der Organist sowohl seine Hände als auch seine Füße, wobei er zwischendurch umregistrieren muß, damit er für die einzelnen Stücke bzw. die einzelnen Passagen jeweils die von ihm gewählte oder vom Komponisten bestimmte Registerkombination benutzen kann.

Wenn keine Speichervorrichtung vorhanden ist, muß jedes Register einzeln, also mehrere Register nacheinander, und somit in zeitraubender Arbeit für die nachfolgend zu spielende Kombination ausgewählt werden. Dadurch ergeben sich nicht nur eventuell unerwünscht lange Pausen, sondern der Organist hat keine Ruhe, um sich auf die nächste Passage zu konzentrieren. Aus diesem Grund sind Speichervorrichtungen geschaffen worden, welche es dem Organisten erlauben, vor dem Konzert die Kombinationen zusammenzustellen und zu speichern, welche er im Laufe des Konzertes zu spielen gedenkt. Ein geeigneter Speicher kann mechanisch, pneumatisch, elektrisch oder elektronisch ausgebildet sein, wobei den elektrischen und elektronischen Vorrichtungen der Nachteil anhaftet, daß sie im Laufe der relativ großen Wartungsintervalle einer Orgel, die sich auf ein bis zwei Jahrzehnte erstrecken können, Störungen erleiden, was in einem gewissen Umfang auch bei pneumatischen Vorrichtungen der Fall sein kann. Am robustesten sind im allgemeinen mechanische Vorrichtungen, die aber in letzter Zeit häufig mit elektrischen Teilen durchsetzt worden sind, was ihre Störungsanfälligkeit wieder fördert.

Für die sogenannten Freikombinationen sind zwei Grundprinzipien bekannt, nämlich die sogenannte deutsche freie Kombination und die amerikanische Setzerkombination. Die sogenannte deutsche freie Kombination weist für jedes Register so viele Einzelschalter auf, wie es Kombinationen gibt. Man kann die Kombinationen während des Spielens verstellen und kann auch im voraus erkennen, welche Register geschaltet werden. Bei der amerikanischen Setzerkombination ist nur ein Schalter pro Register vorhanden, der sowohl der Speicherung der Kombination als auch zur Betätigung des Registers dient.

Die Erfindung bezieht sich auf die Weiterbildung einer Vorrichtung, die auf dem Grundprinzip der deutschen freien Kombination aufbaut und eine rein mechanische Lösung ermöglicht, welche sich für die mechanische Registratur eignet und die Nachteile der bekannten Ausführungen vermeidet.

Eine rein mechanische Lösung zeigt der Kombinationszug für Orgel-, Harmonium- und dergl. Register gemäß der DE-PS 1 33 885. Dabei sind entlang des Registerzuges jedes vorwählbaren Registers so viele ortsfeste Anschläge vorgesehen, wie Kombinationsmöglichkeiten vorhanden sind. Diese Anschläge sind dabei in Umfangsrichtung versetzt am Registerzug angebracht, so daß durch Drehen des Registerzuges bestimmt wird, ob und welche Anschläge im Wirkungsbereich der Aus- und Abstoßorgane sind. Diese Maßnahmen sind platzraubend und sehr aufwendig, und außerdem wird die Anzahl der Kombinationen drastisch beschränkt, nämlich auf praktisch zwei. Der Kombinationszug gemäß dem vorgenannten Patent ist auch deshalb kompliziert und sehr platzintensiv, weil den Registerzügen gemeinsam so viele Aus- und Abstoßorgane, wie es Kombinationsmöglichkeiten gibt, zugeordnet sind, d.h. jedem Anschlag ist ein Auszieh- und Abstoßorgan beigegeben.

Außerdem hat dieser bekannte Zug den Nachteil, daß beim Wechseln von einer Kombination zur anderen erst der Kombinationszug eingeschoben, hierauf gedreht und wieder ausgezogen werden muß, was zeitraubend ist und eine große Unsicherheit mit sich bringt. Es ist weiterhin nicht möglich, einen von Hand alleine gezogenen Registerzug beim Anstoßen einer Kombination abzustoßen, wenn er nicht auch zum Ziehen mit der Kombination eingestellt war, da ihn das Auszieh- und Abstoßorgan sonst nicht erfassen kann. Auch besteht nicht die Möglichkeit, ein mit der Kombination gezogenes Register alleine von Hand abzustoßen, weil es mit seinem Anschlag im Auszieh- und Abstoßorgan verhakt ist. Zu erwähnen ist noch die Tatsache, daß das gleiche Organ zum Ausziehen und zum Abstoßen dient und dessen Funktion nicht teilbar ist.

Bei der Kombinationsvorrichtung an Registerzügen für Kirchenorgeln gemäß dem DE-PS 14 576 kann man mit einem besonderen Wählorgan nur festlegen, ob ein Register beim Niedertreten des Pedals gezogen werden oder abgestoßen stehenbleiben soll. Durch Lösen des getretenen Pedals kann nur ein Register abgestoßen werden, das vorher durch Treten des Pedals in der gerade geschilderten Weise gezogen worden war. Wenn aber das Register durch einen Registerzug gezogen wurde, dann ist das Registergestänge gehoben und dem Einfluß des Ausziehorgans entzogen, und das Register kann durch das Pedal dann nicht beeinflußt, also auch nicht abgestoßen werden. Es handelt sich also um eine rein additive Ziehvorrichtung sehr begrenzter Wirkung.

Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gesetzt, eine mechanische Vorrichtung zum freien Vorwählen von mehreren Registerkombinationen an einer Orgel zu schaffen, die rein mechanisch, platzsparend und aufwandarm ist und bei der - unabhängig von der Stellung des Registerzuges - mit jedem Wählorgan bestimmt werden kann, ob in der dazugehörigen Kombination das Register gezogen oder abgestoßen sein soll, wobei in jeder Registerstellung, und zwar unabhängig davon, wie diese herbeigeführt worden ist, jedes Register jederzeit von Hand einzeln ziehbar oder abstoßbar sein soll.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß jeder quer zur Zugrichtung des Registerzuges in seine Ausziehstellung oder in seine davon abweichende Abstoßstellung bringbarer Anschlag mit einem der Wahl einer dieser seiner beiden Stellungen dienenden, ihm zugeordneten besonderen Wählorgan des Registerzuges mechanisch wirkungsverbunden ist, und daß voneinander getrennt für mehrere Register gemeinsam je ein Ausziehorgan und ein Abstoßorgan vorgesehen ist, welche Auszieh- und Abstoßorgane gemeinsam sowohl entlang der Registerzüge gegenläufig als auch unter Beibehaltung ihres Abstandes von den Registerzügen quer zu deren Zugrichtung bewegbar sind, wobei sie in jeder von mehreren durch die Querbewegung erreichbaren, je einer Registerkombination zugeordneten Stellung feststellbar sind, und in jeder solchen Stellung ein Anschlag pro Registerzug sich auf der bei der gegenläufigen Bewegung zurückgelegten Bahn des Ausziehorgans oder des Abstoßorgans befindet, je nachdem, ob dieser Anschlag sich in seiner Ausziehstellung oder in seiner Abstoßstellung befindet.

Wenn die Wählorgane auch im Prinzip z.B. als Schubstangen bzw. Druckknöpfe ausgebildet sein könnten, so werden doch solche Wählorgane bevorzugt, welche als zweiarmige Hebel ausgebildet sind, die um eine zur Zugrichtung des Registerzuges querstehende Achse schwenkbar sind, wobei die genannten Anschläge quer zur Hebelschwenkachse bewegbar sind. Führt man den Registerzug als ein hohles Rohr, z.B. ein Kastenprofil, aus, so kann man diese Hebel, auch als allfällige Zugstangen bzw. Druckknöpfe, im Inneren des vorderen Teiles des Registerzuges unterbringen, so daß sie nur mit einem Ende am Spieltischende des Registerzuges hervorstehen, wo sie durch leichten Fingerdruck betätigbar sind. An der Stellung der Hebel bzw. Knöpfe oder Stangen kann der Organist sofort erkennen, ob das betreffende Register in der einen oder anderen Kombination geschaltet sein wird oder nicht. Er kann jederzeit während des Spielens, falls er es sich anders überlegt, die Programmierung durch einfache Betätigung des Wählorgans ändern. Durch einen am Spieltisch, beispielsweise in der Nähe der Registerzüge, angebrachten Hebel, der mechanisch mit den Auszieh- bzw. Abstoßorganen verbunden ist, kann der Organist je nach der Anzahl der Wählorgane pro Registerzug eine Reihe von Registerkombinationen zur Schaltung bestimmen, indem er den betreffenden Hebel und damit die Auszieh- bzw. Abstoßorgane quer zu den Anschlägen und quer zu den Registerzügen unter Beibehaltung des Abstands von den Registerzügen in die entsprechende Position verschieben. Will er nun die betreffende Registerkombination schalten, so kann er durch einen Geber, beispielsweise ein Pedal, die Auszieh- und Abstoßorgane gleichzeitig gegenläufig bewegen, wodurch sie mit einem in Ausziehstellung oder in Abstoßstellung befindlichen Anschlag jedes Registerzuges in Berührung treten und den betreffenden Registerzug ausziehen bzw. abstoßen. Nach Loslassen der Auszieh- bzw. Abstoßorgane kehren diese selbsttätig in ihre Ausgangslage zurück. Ungeachtet der ganzen Vorrichtung kann jeder Registerzug trotzdem noch einzeln betätigt, d.h. ausgezogen oder abgestoßen, werden.

Um beispielsweise am Ende eines Konzertes sämtliche Registerzüge, die dann gerade ausgezogen sein können, abzustoßen, ist es vorteilhaft, wenn jedem Registerzug ein Anschlag zugeordnet ist, der stets in der Abstoßstellung steht, so daß mit einer entsprechend geschalteten Stellung der Auszieh- und Abstoßorgane alle Registerzüge abgestoßen werden können. Dies ist auch dann von Vorteil, wenn neben den freigewählten Kombinationen auch noch das einzelne Wählen von Registerkombinationen beabsichtigt ist, und man vorher nicht die allenfalls gezogenen Registerzüge einzeln von Hand abstoßen will.

Die Erfindung soll nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher besprochen werden. Es zeigen

Fig. 1 einen schematischen einfach gebrochenen Schnitt längs eines Teils eines Registerzuges,

Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1 und

Fig. 3 eine fragmentare Draufsicht gemäß Pfeil III auf die Vorrichtung der Fig. 1.

In einem Gehäuse 1 sind die Registerzüge 2 gelagert, wobei jeder Registerzug 2 einen Knopf 3 zu seiner Betätigung von Hand trägt. Im Inneren des knopfseitigen Endes des Registerzuges 2 sind drei Hebel 4 um eine zur Zugrichtung des Registerzuges quer verlaufende Achse 5 schwenkbar gelagert. Die Enden 4&min; der Hebel 4 sind in einem Fenster des Knopfes 3 sichtbar und dort auch betätigbar. Im inneren Ende jedes Hebels 4 ist eine längs verlaufende Bohrung angebracht, in die der Schaft eines Kopfbolzens 6 gleitend eingreift, so daß eine auf dem Schaft des Kopfbolzens 6 befindliche Feder 7 den Kopf des Bolzens 6 vom betreffenden Hebel 4 hinweg beaufschlagt. Dadurch wird der an seinem freien Ende mit einer nicht gezeigten Höhlung versehene Bolzenkopf fest auf einen Führungsstift 8 gedrückt, der unbeweglich in seinem Anschlagbolzen 9 sitzt. Jedem Hebel 4 ist ein Anschlagbolzen 9 zugeordnet, der quer zur Achse 5 und quer zur Zugrichtung des Registerzuges 2 steht. Die drei Anschlagbolzen 9 und ein neben ihnen angeordneter Anschlagbolzen 9&min;, dem kein dem Hebel 4 entsprechender Hebel zugeordnet ist, sind in einem käfigartigen Gebilde 10 geführt, das mit einem Verbindungsteil 2&min; des Registerzuges 2 verbunden ist. Je nachdem, ob der Hebel 4 an seinem Ende 4&min; in die untere oder obere Stellung versetzt wird, was der Organist leicht überwachen kann, befindet sich der zugehörige Anschlagbolzen oben in der Ausziehstellung des Registerzuges oder unten in der Abstoßstellung des Registerzuges.

Der Anschlagbolzen 9&min; befindet sich immer in der Abstoßstellung. Das Ausziehen und das Abstoßen erfolgt durch die gegenläufigen und gemeinsam antreibbaren Organe 11 und 12, wobei 11 das Ausziehorgan und 12 das Abstoßorgan ist. Diese Organe 11 und 12 können, wie strichpunktiert in Fig. 1 gezeigt, aus der Ruhestellung (ausgezogen) längs der Zugrichtung der Registerzüge zum Ausziehen bzw. Abstoßen der Registerzüge betätigt werden, wozu ein nicht gezeigtes Pedal vorhanden ist. Ebenso wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit darauf verzichtet, das Hebelwerk darzustellen, durch welches die Organe 11 und 12 mit diesem nicht gezeichneten Pedal verbunden wären. Außerdem lassen sich aber die Organe 11 und 12, die insbesondere anhand der Fig. 2 und 3 ersichtlich sind, quer zur Zugrichtung der Registerzüge 2 und quer zu den Anschlägen 9, aber unter Beibehaltung ihres Abstandes von den Registerzügen 2 bewegen, zu welchem Zweck jedes der Organe 11 und 12 an beiden Enden mit je zwei Führungsbolzen 13 versehen ist, welche Bohrungen von Gleitstücken 14 durchdringen, in denen sie gleitend gehaltert sind. Während also die in Fig. 2 seitliche Bewegung der Organe 11 und 12 durch Verschieben der Führungsbolzen 13 in den Gleitstücken 14 bewirkt wird, kann die Auszieh- bzw. Abstoßbewegung der Organe 11 und 12 durch Gleiten der Gleitstücke 14 in Führungen 15 erfolgen, wobei die Führungen 15 selbst am Gehäuse 1 verankert sind.

Jedes der Organe 11 und 12 besitzt pro Registerzug einen Fortsatz, welche in der Fig. 1 mit 11&min; bzw. 12&min; dargestellt sind, und die auch in Fig. 3 ersichtlich sind. Bei der in den Fig. 2 und 3 wiedergegebenen Position würden die Fortsätze 11&min; und 12&min; auf den Anschlagbolzen 9&min; treffen, d.h. also die Fortsätze 11&min; des Ausziehorgans 11 würden über den stets in der Abstoßstellung stehenden Bolzen 9&min; hinweggreifen, d.h. ins Leere stoßen, während die Fortsätze 12&min; des Abstoßorgans 12 den Bolzen 9&min; treffen würden, falls er sich an einem ausgezogenen Registerzug befindet. Letzteres ist bei Fig. 3 beim oberen Registerzug 2 der Fall, während der untere Registerzug bereits abgestoßen gezeichnet ist, so daß er naturgemäß in der gezeichneten Stellung weder vom über den Bolzen 9&min; hinweggreifenden Fortsatz 11&min; noch vom Fortsatz 12&min; deplaziert werden kann.

Anstelle der Hebel 4, die in der Fig. 1 besonders deutlich sichtbar sind, könnten auch Druckstangen verwendet werden, die an der Stelle, wo jetzt die Bohrungen 5 angedeutet sind, mit einer entsprechenden schiefen Ebene ausgestattet sein müßten, um die Bolzen 9 betätigen zu können. Natürlich müßten solche Druckstangen im Inneren des Registerzuges geradlinig verschiebbar geführt sein, was jedoch keine Probleme stellt. In analoger Weise können auch anstelle der runden Bolzen 9 andere Anschlagorgane verwendet werden, beispielsweise Lamellen. Letztere benötigen zwar weniger Platz und ermöglichen daher, eine größere Anzahl von Kombinationen vorzusehen; sie erfordern aber auch ein größeres Maß an Präzision, insbesondere hinsichtlich der Konkordanz mit den Fortsätzen 11&min;, 12&min; der Auszieh- bzw. Abstoßorgane 11 und 12.

Den Hebeln 4 entsprechende Organe können auch außerhalb und notigenfalls getrennt vom Registerzug 2 angebracht sein und z.B. über ein Hebelwerk am Registerzug angreifen, so daß sie am Registerzug vorgesehen sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Mechanische Vorrichtung zum freien Vorwählen von mehreren Registerkombinationen an einer Orgel, mit mehreren frei wählbaren Registern, denen je ein Registerzug zugeordnet ist, deren jeder pro wählbare Kombination einen in seine Ausziehstellung bringbaren Anschlag aufweist, an dem mit einem für mehrere Registerzüge gemeinsam entlang der Registerzüge bewegbaren Auszieh-und Abstoßorgan angreifend der Registerzug kombinationsgemäß ausziehbar oder abstoßbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder quer zur Zugrichtung des Registerzuges (2) in seine Ausziehstellung oder in seine davon abweichende Abstoßstellung bringbarer Anschlag (9) mit einem der Wahl einer dieser seiner beiden Stellungen dienenden, ihm zugeordneten besonderen Wählorgan (4) des Registerzuges (2) mechanisch wirkungsverbunden ist, und daß voneinander getrennt für mehrere Register gemeinsam je ein Ausziehorgan (11) und ein Abstoßorgan (12) vorgesehen ist, welche Auszieh- und Abstoßorgane (11, 12) gemeinsam sowohl entlang der Registerzüge (2) gegenläufig als auch unter Beibehaltung ihres Abstandes von den Registerzügen (2) quer zu deren Zugrichtung bewegbar sind, wobei sie in jeder von mehreren durch die Querbewegung erreichbaren, je einer Registerkombination zugeordneten Stellung feststellbar sind, und in jeder solchen Stellung ein Anschlag (9) pro Registerzug (2) sich auf der bei der gegenläufigen Bewegung zurückgelegten Bahn des Ausziehorgans (11) oder des Abstoßorgans (12) befindet, je nachdem, ob dieser Anschlag (9) sich in seiner Ausziehstellung oder in seiner Abstoßstellung befindet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Wählorgan ein um eine zur Zugrichtung des Registerzuges (2) querstehende Achse (5) schwenkbarer zweiarmiger Hebel (4) ist, wobei die Anschläge (9) quer zur Hebelschwenkachse (5) bewegbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jedem Hebel (4) und dem zugehörigen Anschlag (9) eine Feder (7) eingeschaltet ist, die den Hebel (4) im wesentlichen in Längsrichtung beaufschlagt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Registerzug (2) zusätzlich zu den zu jedem Wählorgan (4) gehörenden Anschlägen (9) ein weiterer, stets in Abstoßstellung befindlicher Anschlag (9&min;) vorgesehen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Auszieh- (11) und Abstoßorgane (12) durch ein Betätigungsorgan (11&min;, 12&min;, 15, 14, 13) sowohl längs als auch quer zu den Registerzügen (2) bewegbar sind.






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