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Dokumentenidentifikation DE3701182A1 28.07.1988
Titel Stangenzirkel
Anmelder Meinunger, Helmut, 8000 München, DE
Erfinder Meinunger, Helmut, 8000 München, DE
Vertreter Schaefer, G., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 8023 Pullach
DE-Anmeldedatum 16.01.1987
DE-Aktenzeichen 3701182
Offenlegungstag 28.07.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.07.1988
IPC-Hauptklasse B43L 9/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Stangenzirkel, dessen einer Schenkel einstückig mit der Stange ausgebildet ist und dessen anderer Schenkel an einer auf der Stange verschiebbaren Feststellvorrichtung angeordnet ist.

Derartige Stangenzirkel sind seit langem bekannt (DE-PS 26 559). Bei derartigen Stangenzirkeln wird die auf der Stange verschiebbare Feststellvorrichtung mittels einer Schraube festgeklemmt. Dies macht erforderlich, daß zu jeder Änderung des Zirkelradius die Schraube gelöst und danach wieder angezogen werden muß. Außerdem ist bei derartigen Zirkeln die Einhandbedienung sehr schwer möglich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stangenzirkel zu schaffen, der die vorgenannten Nachteile überwindet. Dies wird dadurch erreicht, daß die Feststellvorrichtung keilförmig ausgebildete Anlageflächen aufweist, die durch die Kraft eines Federelements mit entsprechend ausgebildeten Flächen der Stange lösbar in Eingriff stehen. Eine solche Vorrichtung hat den Vorteil, daß der Zirkelradius ohne Betätigung der Feststellvorrichtung in seiner eingestellten Lage bleibt.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist in der Feststellvorrichtung ein gegen die Kraft einer Feder verschiebbarer Betätigungsknopf vorgesehen, der einen keilförmigen Teil aufweist, der mit einer keilförmigen Fläche der Feststellvorrichtung und mit der Grundfläche der Stange in Eingriff steht. Hierbei drückt der keilförmige Teil der Stange mit seinen keilförmigen Flächen gegen entsprechend ausgebildete Anlageflächen im Gehäuse der Feststellvorrichtung. Bei einer abgewandelten Ausführungsform ist in der Feststellvorrichtung ein gegen die Kraft einer Feder parallel zur Grundfläche der Stange verschiebbarer Betätigungsknopf vorgesehen, der auf einer keilförmigen Fläche der Feststellvorrichtung verschiebbar ist und keilförmig verlaufende Seitenflächen der Stange mit entsprechenden konischen Flächen des Gehäuses der Feststellvorrichtung in Eingriff bringt. Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Stange an ihrer Ober- und/oder Unterkante keilförmige Flächen auf und in die Feststellvorrichtung ist ein auf die Stange einwirkender, mit einem Rändelknopf versehener Schraubenbolzen eingeschraubt, dessen Ende durch eine Drehfeder in Richtung der Schiene gedrückt ist. Dabei kann zwischen Oberkante der Schiene und dem Schraubenbolzen ein Arretierungskörper angeordnet sein, der einerseits an die Form des Schraubenbolzens, andererseits an die Form der Schiene angepaßt ist. Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist im Gehäuse der Feststellvorrichtung eine um eine zur Längsachse der Schiene senkrecht verlaufende Drehachse schwenkbare Taste angeordnet, die eine federnd ausgebildete Zunge aufweist, welche am Gehäuse der Feststellvorrichtung anliegt und eine an die Taste angeformte Rastnase gegen die Stange drückt, die ihrerseits in Eingriff mit dem Gehäuse steht. Gemäß einer besonders einfachen und vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist einer der Schenkel mit einer in seiner Längsrichtung verlaufenden Ausnehmung versehen, die in einen radialen Schlitz übergeht, wobei in die Ausnehmung ein Schreibstift einsetzbar ist und der Schlitz durch eine Klemmvorrichtung zusammendrückbar ist. Dies ermöglicht das Hinsetzen und Verstellen einer Bleistiftmine ohne die bekannte metallische Halterung. Bei Verwendung von Tuschepatronen kann in einem Schenkel eine Gewindebohrung vorgesehen sein, in die das bei solchen Patronen übliche Normgewinde einschraubbar ist. Dabei kann der die Gewindebohrung aufweisende Schenkel in eine Abwinkelung eines flach ausgebildeten und von der Feststellvorrichtung nach unten sich erstreckenden Schenkels eingebracht sein. Um die Höhe des Stangenzirkels unabhängig von der Länge der Tuschepatrone zu machen, kann die Stange im Bereich des an sie angeformten Schenkels eine Abwinkelung aufweisen und die Gewindebohrung für die Aufnahme einer Tuschpatrone ist seitlich an die Feststellvorrichtung angeformt und der Mittelpunkt der Gewindebohrung liegt auf einer parallel zur Längsachse der Stange durch den Mittelpunkt des Schenkels verlaufenden Achse. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann ein Ende der Stange mit einem im Querschnitt verstärkten Teil versehen sein, das eine Gewindebohrung aufweist, in die eine Tuschpatrone mit ihrem Normgewinde einschraubbar ist. In diese Gewindebohrung kann auch ein Einsatz einschraubbar sein, der eine Schreibmine haltert. In diese Gewindebohrung kann auch das Endteil einer Verlängerungsstange einschraubbar sein.

Besonders einfach und kostengünstig ist es, wenn die wesentlichen Teile der vorbeschriebenen Ausführungsformen, d.h. insbesondere Schenkel und Stange, in einem Spritzgußverfahren aus Kunststoff hergestellt sind. Besonders einfach zu montieren ist der verschiebbare Schenkel an der Stange dadurch, daß diese am freien Ende eine federnd angeordnete Rastnase aufweist. Die federnde Anordnung kann dadurch erreicht werden, daß die Stange mit zwei parallel zu ihrer Längsachse verlaufenden Schlitzen versehen ist und die zwischen diesen verbliebene Zunge mit der Rastnase versehen ist. Die Stange selbst kann verschiedene Querschnitte aufweisen. Besonders einfach ist ein U- oder T-förmiger Querschnitt, wobei die keilförmigen Anlageflächen auf den an die Grundfläche angeformten Schenkel angeordnet sein können.

Gemäß einer besonders einfachen Weiterbildung der Erfindung kann mindestens einer der Schenkel mit einer Bohrung versehen sein, die einseitig in eine Ausnehmung übergeht, wobei in die Ausnehmung eine Blattfeder eingesetzt ist und in die Bohrung ein Halter für eine Spitze oder eine Bleistiftmine einsetzbar ist, deren oberes Ende einen an einer Seite abgeflachten Stift aufweist. Hierdurch lassen sich in besonders einfacher Weise die Spitze oder die Bleistiftmine auswechselbar in die Schenkel einsetzen.

Alle erfindungsgemäßen Stangenzirkel haben den Vorteil, daß sie besonders einfach und damit kostengünstig in der Herstellung sind. Sie sind jedoch auch außerordentlich einfach in der Handhabung und vielseitig in den Einsatzmöglichkeiten.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung können den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen entnommen werden. Es zeigen:

Fig. 1 eine Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung;

Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Feststellvorrichtung in Fig. 1 längs der Linie II-II;

Fig. 3 einen Querschnitt längs der Linie III-III in Fig. 1;

Fig. 4 die Ansicht einer anderen Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 5 einen Längsschnitt längs der Linie V-V wie Fig. 4;

Fig. 6 einen Querschnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 5;

Fig. 7 eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie VIII-VIII in Fig. 7;

Fig. 9 die Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 10 einen Schnitt längs der Linie X-X in Fig. 9;

Fig. 11 einen Querschnitt längs der Linie XI-XI in Fig. 9;

Fig. 12 die Ansicht einer Ausführungsform zur Aufnahme einer Tuschpatrone;

Fig. 13 die Ansicht einer weiteren Ausführungsform zur Verwendung mit einer Tuschepatrone;

Fig. 14 eine Draufsicht auf die in Fig. 13 dargestellte Ausführungsform;

Fig. 15 die Ansicht einer anderen Ausführungsform der Erfindung mit einer Tuschepatrone;

Fig. 16 die in Fig. 15 dargestellte Ausführungsform mit einer Bleistiftmine;

Fig. 17 die in den Fig. 15 und 16 dargestellte Ausführungsform mit einer Verlängerungsschiene;

Fig. 18 einen Schnitt durch das Verbindungsteil in Fig. 17;

Fig. 19 einen Längsschnitt durch das untere Ende eines neuartig ausgebildeten Schenkels eines erfindungsgemäßen Stangenzirkels mit eingesetzter Spitze;

Fig. 20 einen der Fig. 19 entsprechenden Längsschnitt mit eingesetzter Bleistiftmine;

Fig. 21 einen um 90° gedrehten teilweisen Längsschnitt durch die in Fig. 20 dargestellte Ausführungsform;

Fig. 22 einen Querschnitt durch die in Fig. 20 dargestellte Ausführungsform längs der Linie XX-XX.

Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist an einen Schenkel 1, der an seinem unteren Ende mit einer Spitze 2 und am oberen Ende mit einer Rändelung 3 versehen ist, eine Stange 4 angeformt, die U-förmigen Querschnitt hat. An die Grundfläche 4A dieser Stange 4 schließen sich Seitenkanten 4B an, die an ihrer Außenseite mit keilförmig gegeneinander geneigten Flächen 4C versehen sind. An ihrem Ende weist die Stange 4 zwei parallel zu ihrer Längsachse verlaufende Schlitze 40 auf, die eine Zunge 4E bilden, welche mit einer Rastnase 4F versehen ist.

Auf der Schiene 4 ist eine sie umgreifende Feststellvorrichtung 5 verschiebbar angeordnet, die an ihrem unteren Ende mit dem anderen Schenkel 8 des Zirkels versehen ist. Dieser ist einstückig mit dem Gehäuse 5A der Feststellvorrichtung 5 ausgebildet. Im Schenkel 8 ist eine vorzugsweise gegen die Senkrechte zur Verschiebungsrichtung um einen spitzen Winkel geneigte Bohrung 9 vorgesehen, die in einen Schlitz 10 übergeht. Dieser Schlitz 10 läßt sich mit Hilfe einer Rändelschraube 11 in seiner Spaltbreite verändern. Hierdurch läßt sich eine in die Bohrung 9 eingesetzte Schreibmine 12 festklemmen und dadurch in ihrer Länge verändern.

Im Gehäuse 5A der Feststellvorrichtung 5, das die Stange 4 umschließt, ist gegen die Kraft einer Feder 7 ein Knopf 6 verschiebbar, der an seinem unteren Teil eine keilförmige Fläche 6A aufweist, die einerseits mit der ebenfalls keilförmig ausgebildeten Fläche 5B des Gehäuses 5A der Feststellvorrichtung 5 und andererseits mit der Grundfläche 4A der Stange 4 in Eingriff steht.

Durch Herunterdrücken des Knopfes 6 wird der von der keilförmigen Fläche 6A auf die Grundfläche 4A der Stange 4 ausgeübte Druck verringert bzw. aufgehoben. Hierdurch läßt sich die Feststellvorrichtung 5 mit dem an ihr befestigten Schenkel 8 in Richtung der Längsachse der Stange 4 verschieben. Durch Drücken des Knopfes 6 und Verschieben der Feststellvorrichtung 5 wird der Radius des Stangenzirkels eingestellt. Dies kann vor oder nach dem Aufsetzen der Spitze 2 geschehen. Durch Drehen am Rändelknopf 3 kann dann in einfacher Weise ein Kreis mit dem gewünschten Durchmesser gezeichnet werden.

Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung, wie sie in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellt ist, ist der die Spitze 2&min; aufweisende, feststehende Schenkel 1&min; an das Gehäuse 5&min;A der Feststellvorrichtung 5&min; angeformt, an dessen oberes Ende auch der Rändelknopf 3&min; angeformt ist. Bei dieser Ausführungsform ist daher der die Schreibmine 12 aufweisende Schenkel 8&min; einstückig an die wie im vorbeschriebenen Beispiel ausgebildete Stange 4 angeformt.

Bei dieser Ausführungsform ist ein seitlich im Gehäuse 5&min;A der Feststellvorrichtung angeordneter Schieber 13 vorgesehen, der gegen die Kraft der Feder 7 auf einer im Gehäuse 5&min; vorgesehenen, keilförmig in Richtung der Längsachse des Schenkels 1&min; verlaufenden Fläche 5&min;B verschiebbar ist, wodurch die innere Fläche 13A des Schiebers 13 gegen die Grundfläche 4A der Stange 4 gedrückt wird. Hierdurch verkeilt sich diese mit ihren an den Schenkeln 4B vorgesehenen keilförmigen Flächen 4C an entsprechend ausgebildeten keilförmigen Flächen 5&min;C des Gehäuses 5&min;A.

Durch Betätigung des Schiebers 13 in Richtung der Spitze 2&min; wird die Verkeilung gelöst und die Feststellvorrichtung 5 mit dem Schenkel 1&min; kann längs der Stange 4 verschoben werden. Durch Loslassen des Schiebers 13 wird der Schenkel dann in dieser Lage arretiert.

Bei dem in den Fig. 7 und 8 dargestellten Ausführungsbeispiel ist, wie im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3, die hier mit 14 bezeichnete Stange an den feststehenden Schenkel 1 angeformt. Im Querschnitt ist die Stange 14 hier jedoch doppel-T-förmig ausgebildet und weist am oberen wie am unteren Ende seitlich zwei keilförmige Flächen 14A auf. Die beiden unteren konischen Flächen liegen an entsprechend ausgebildeten konischen Flächen 15A im Gehäuse 15 an, an dessen unteres Ende der Schenkel 8 angeformt ist. Auf die obere Kante der Stange 14 ist ein Arretierungskörper 16 aufgesetzt, dessen Profil an der Unterseite dem der Oberkante 14A der Stange 14 entspricht. Auf den Arretierungskörper 16 drückt durch die Kraft einer Drehfeder 7&min; das konisch verjüngte Ende 17A eines Schraubenbolzens 17, der in ein Gewinde eingreift, welches sich im zylindrischen oberen Teil 15A der Feststellvorrichtung 15 befindet. Am oberen Ende des Schraubenbolzens 17 ist ein Rändelknopf 18 befestigt, der die um den Schraubenbolzen 17 angeordnete Drehfeder 7&min; und den zylindrischen oberen Teil 15A des Gehäuses 15 umgreift. Die Drehfeder 7&min; ist mit einem Ende im Rändelknopf 18 mit dem anderen im Teil 15A des Gehäuses 15 arretiert.

Durch Drehen des Rändelknopfes 18 in der durch den Pfeil dargestellten Richtung gegen die Kraft der Drehfeder 7&min; bewegt sich der Schraubenbolzen 17 nach oben, wodurch der Druck des Arretierungskörpers 16 auf die Stange 14 vermindert wird, was eine Verschiebung der Feststellvorrichtung 15 mit dem Schenkel 8 ermöglicht. Nach dem Loslassen der Rändelschraube 18 dreht die Drehfeder 7&min; den Schraubenbolzen 17 wieder in Richtung des Arretierungsstücks 16 und bewirkt die Arretierung der Feststellvorrichtung 15 und damit des Schenkels 8 in der eingestellten Lage.

Das in den Fig. 9, 10 und 11 dargestellte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stangenzirkels stimmt in seinem grundsätzlichen Aufbau mit dem in den Fig. 1 bis 3 beschriebenen Ausführungsbeispiel überein. Der wesentliche Unterschied besteht in einer anderen Ausbildung der Feststellvorrichtung 5 sowie einem etwas geänderten Querschnitt der Stange 4. Diese ist zwar hier ebenfalls im wesentlichen U-förmig ausgebildet, weist jedoch in der Grundfläche 4A zwei parallel zur Längsachse verlaufende Ausnehmungen auf. Die Ausnehmung 4H ist dabei dreiecksförmig und steht in Eingriff mit einem entsprechend ausgebildeten Vorsprung des Gehäuses 5A der Feststellvorrichtung 5. In dieser Feststellvorrichtung 5 drückt die Nase 19 einer mit runden Zapfen 21 im Gehäuse 5A gelagerten Arretierungstaste 20 gegen die Ausnehmung in der Stange 4 und drückt diese mit den Teilen 4G und 4H gegen das Gehäuse 5A der Feststellvorrichtung. Die Arretierungstaste 20 ist ebenfalls als einstückiges Kunststoffteil ausgebildet. Das Federelement wird hierbei von einem Ansatz 22 gebildet, der am Gehäuse 5A anliegt. Beim Drücken der Taste 20 in Pfeilrichtung dreht sich der mit der Nase 19 versehene Teil um die Achse 21 gegen die Kraft des federnden Teils 22. Hierdurch wird der auf die Stange ausgeübte Druck entlastet und die Feststellvorrichtung mit dem an dieser angeordneten Schenkel 8 ist in Richtung der Stange verschiebbar. Durch Loslassen der Taste 20 wird die Nase 19 wieder gegen die Ausnehmung der Stange 4 gedrückt und diese wird bei 4G und 4H im Gehäuse 5A der Feststellvorrichtung 5 arretiert.

In diesem Ausführungsbeispiel ist der Schenkel 8 an seiner Unterseite mit einer konventionellen Halterung 23 für die Schreibmine 12 dargestellt. Es ist ohne weiteres klar, daß diese Halterung auch in der besonders einfachen Weise ausgebildet sein kann, wie sie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist. Bei einer abgewandelten Ausführungsform kann die Halterung 23 für den Schreibstift auch an dem einstückig mit der Schiene verbundenen Schenkel befestigt sein, was einer Abwandlung der Fig. 4 entspricht. Die Spitze 2 ist dann am unteren Teil der Feststellvorrichtung angeordnet, der Rändelknopf 3 an deren oberem Teil.

Fig. 12 zeigt eine der Fig. 1 entsprechende Ausführungsform, bei der jedoch der an die Feststellvorrichtung 5 angeformte Schenkel so ausgebildet ist, daß an ihm eine handelsübliche, mit genormtem ISO-Gewinde 25 versehene Tuschepatrone 26 mit Schreibdüse 27 befestigbar ist. Hierzu ist der hier mit 28 bezeichnete Schenkel flach ausgebildet und weist am unteren Ende einen abgewinkelten Teil 28A auf, in dem sich eine dem Gewinde 25 entsprechende Gewindebohrung befindet.

Bei der in Fig. 12 dargestellten Ausführungsform hängt die Bauhöhe des Stangenzirkels von der Länge der eingesetzten Tuschepatrone ab. Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung dieser Ausführungsform, die eine niedrigere Bauhöhe ermöglicht, ist in den Fig. 13 und 14 vorgesehen. Die hier mit 24 bezeichnete Stange ist quer zur Längsrichtung mit einer Abwinkelung 24A in der Weise versehen, daß der Mittelpunkt des Schenkels 1 und damit die Spitze 2 auf einer Geraden mit der Schreibdüse 27 liegt, die parallel zur Längsachse der Stange 24 verläuft.

In Fig. 15 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, bei der Tuschepatronen mit genormtem ISO-Gewinde verwendet werden können. Diese Ausführungsform entspricht im wesentlichen der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform, bei der der feststehende Schenkel 1&min; mit der Spitze 2&min; und der Rändelknopf 3&min; an die Feststellvorrichtung 5&min; angeformt sind. Anstelle des Schenkels 8&min; ist hier an die Stange 4 ein gegen die Mittellinie der Stange 4 geneigter Ansatz 30 angeformt, der mit einem dem ISO-Gewinde entsprechenden Innengewinde versehen ist. In dieses ist eine Tuschepatrone 26 mit Hilfe der auf ihr angeordneten Rändelung 29 einschraubbar.

In Fig. 16 ist dargestellt, wie mit Hilfe eines entsprechend ausgebildeten Einsatzstücks 31 anstelle der Tuschepatrone 26 auch ein handelsüblicher Halter 23 für Bleistiftminen 12 in das Endstück 30 der Schiene 4 eingeschraubt werden kann.

Wie der Fig. 17 zu entnehmen ist, kann gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführungsform an das Endstück 30 mit Hilfe einer Rändelschraube 32 auch eine Verlängerungsstange 34 für die Stange 4 angeschraubt werden. Ein vergrößerter Schnitt durch das Endstück 30 ist in Fig. 18 dargestellt. Am Ende der Verlängerungsstange 34 befindet sich ein dem Endstück 30 entsprechendes Endstück 30&min;, in das wiederum entweder eine Tuschepatrone oder das Befestigungsteil 31 für einen Minenhalter 23 einschraubbar ist. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß auch in die Ausführungsformen nach den Fig. 12 und 13 anstelle der Tuschepatrone 26 ein Verbindungsstück 31 für die Halterung 23 einer Schreibmine 12 oder für eine Zirkelspitze, die der Spitze 2 oder 2&min; entspricht, einschraubbar ist.

Die Fig. 19, 20, 21 und 22 zeigen eine besonders einfache Ausführungsform der unteren Enden der Schenkel, in die wahlweise Einsätze mit Spitze oder Schreibstift eingesetzt werden können. Hierzu sind die unteren Enden der Schenkel 1, 8 oder 8&min; der vorstehend beschriebenen Figuren der Einfachheit halber hier mit 1&min; bezeichnet. In das untere Ende des Schenkels 1&min; ist eine Bohrung 35 eingebracht, die in eine rechteckige Ausnehmung 36 übergeht. In diese Ausnehmung ist eine doppelt ausgebildete Blattfeder 37 eingesetzt, die mit einem umgebogenen Ende 37A in einer Ausnehmung 38 am unteren Ende des Schenkels 1&min; gehaltert ist. Der Halter 23 für eine Spitze 2 oder eine Mine 12 weist am oberen Ende einen zylindrischen Stift 39 auf, der an der der Blattfeder 37 zugewandten Seite mit einer Abflachung 39A versehen ist. Die Auswechselung einer Spitze 2, wie sie in der Ausführungsform gemäß Fig. 19 eingesetzt ist, gegen einen Halter 23 für eine Bleistiftmine 12, wie dies in Fig. 20 dargestellt ist, ist hier in besonders einfacher Weise möglich.

Die Herstellung und Montage der erfindungsgemäßen Stangenzirkel ist besonders einfach und damit billig. Alle wesentlichen Teile, d.h. die Stange und die Schenkel, können im Spritzgußverfahren aus Kunststoff hergestellt werden. Das Aufschieben der Feststellvorrichtung erfolgt vom Ende der Stange her, wobei die federnde Rastnase ein unbeabsichtigtes Entfernen des beweglichen Schenkels verhindert. Vorteilhaft ist auch die besonders einfache Befestigung der Schreibmine, die keine zusätzlich zu befestigende Haltevorrichtung notwendig macht.


Anspruch[de]
  1. 1. Stangenzirkel, dessen einer Schenkel einstückig mit der Stange ausgebildet ist, und dessen anderer Schenkel an einer auf der Stange verschiebbaren Feststellvorrichtung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststellvorrichtung (5) keilförmig ausgebildete Anlageflächen aufweist, die durch die Kraft eines Federelements mit entsprechend ausgebildeten Flächen der Stange (4) lösbar in Eingriff stehen.
  2. 2. Stangenzirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Feststellvorrichtung (5) ein gegen die Kraft einer Feder (7) verschiebbarer Betätigungsknopf (6) vorgesehen ist, der einen keilförmigen Teil (6A) aufweist, der mit einer keilförmigen Fläche (5B) der Feststellvorrichtung (5) und mit der Grundfläche (4A) der Stange (4) in Eingriff steht (Fig. 2).
  3. 3. Stangenzirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Feststellvorrichtung (5) ein gegen die Kraft einer Feder (7) parallel zur Grundfläche (4A) der Stange (4) verschiebbarer Betätigungsknopf (13) vorgesehen ist, der auf einer keilförmigen Fläche (5&min;B) der Feststellvorrichtung (5) verschiebbar ist und keilförmig verlaufende Seitenflächen (4C) der Stange (4) mit entsprechenden konischen Flächen (5&min;C) des Gehäuses (5&min;A) der Feststellvorrichtung (5) in Eingriff bringt (Fig. 5).
  4. 4. Stangenzirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (4) an ihrer Ober- und/oder Unterkante keilförmige Flächen aufweist und daß in die Feststellvorrichtung (15) ein auf die Stange (14) einwirkender, mit einem Rändelknopf (18) versehener Schraubenbolzen (17) eingeschraubt ist, dessen Ende durch eine Drehfeder (7&min;) in Richtung der Schiene (4) gedrückt ist (Fig. 8).
  5. 5. Stangenzirkel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Oberkante der Schiene (14) und dem Schraubenbolzen (17) ein Arretierungskörper (16) angeordnet ist.
  6. 6. Stangenzirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (5A) der Feststellvorrichtung (5) eine um eine zur Längsachse der Schiene (4) senkrecht verlaufende Drehachse (21) schwenkbare Taste (20) angeordnet ist, die eine federnd ausgebildete Zunge (22) aufweist, welche am Gehäuse (5A) der Feststellvorrichtung anliegt und eine an die Taste (20) angeformte Rastnase (19) gegen die Stange (4) drückt, die ihrerseits in Eingriff mit dem Gehäuse (5A) steht (Fig. 10).
  7. 7. Stangenzirkel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der andere Schenkel (8) mit einer in seiner Längsrichtung verlaufenden Ausnehmung (9) versehen ist, die in einen radialen Schlitz (10) übergeht, wobei in die Ausnehmung ein Schreibstift (12) einsetzbar ist und der Schlitz (10) durch eine Klemmvorrichtung (11) zusammendrückbar ist (Fig. 2 und 3).
  8. 8. Stangenzirkel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Schenkel eine Gewindebohrung vorgesehen ist, in die eine Tuschpatrone (26) mit ihrem Normgewinde (25) einschraubbar ist (Fig. 12-14).
  9. 9. Stangenzirkel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der die Gewindebohrung aufweisende Schenkel in eine Abwinkelung (28A) eines flach ausgebildeten und von der Feststellvorrichtung (5) nach unten sich erstreckenden Schenkels (28) eingebracht ist(Fig. 12).
  10. 10. Stangenzirkel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (24) im Bereich des an sie angeformten Schenkels (1) eine Abwinkelung (24A) aufweist und daß die Gewindebohrung für die Aufnahme einer Tuschpatrone (26) seitlich an die Feststellvorrichtung (5) angeformt ist und der Mittelpunkt der Gewindebohrung auf einer parallel zur Längsachse der Stange (24) durch den Mittelpunkt des Schenkels (1) verlaufenden Achse (A-A) liegt (Fig. 13 und 14).
  11. 11. Stangenzirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende der Stange (4) mit einem im Querschnitt verstärkten Teil (30) versehen ist, das eine Gewindebohrung aufweist, in die eine Tuschpatrone (26) mit ihrem Normgewinde (25) einschraubbar ist (Fig. 15-18).
  12. 12. Stangenzirkel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in die Gewindebohrung ein Einsatz (31) einschraubbar ist, der eine Schreibmine (12) trägt (Fig. 16).
  13. 13. Stangenzirkel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in die Gewindebohrung das Endteil einer Verlängerungsstange (34) einschraubbar ist (Fig. 17).
  14. 14. Stangenzirkel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Schenkel (1; 8) und Stange (4; 24; 34) aus Kunststoff hergestellt sind.
  15. 15. Stangenzirkel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Ende der Stange (4) eine federnd angeordnete Rastnase (4F) vorgesehen ist.
  16. 16. Stangenzirkel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (4; 24; 34) im Querschnitt U- oder T-förmig ausgebildet ist.
  17. 17. Stangenzirkel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Schenkel (1&min;) mit einer Bohrung (35) versehen ist, die einseitig in eine Ausnehmung (36) übergeht, wobei in die Ausnehmung eine Blattfeder (37) eingesetzt ist, und daß in die Bohrung ein Halter für eine Spitze (2) oder eine Bleistiftmine (12) einsetzbar ist dessen oberes Ende einen an einer Seite abgeflachten Stift (39) aufweist (Fig. 19-22).






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