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Dokumentenidentifikation DE3701355A1 28.07.1988
Titel Zeitschaltuhr mit integriertem Betriebsstundenzähler
Anmelder Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München, DE
Erfinder Marx, Jürgen, Ing.(grad.);
Weich, Artur;
Reißner, Frank, Ing.(grad.), 8500 Nürnberg, DE
DE-Anmeldedatum 19.01.1987
DE-Aktenzeichen 3701355
Offenlegungstag 28.07.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.07.1988
IPC-Hauptklasse G04C 23/00
IPC-Nebenklasse G04G 15/00   
IPC additional class // G07C 3/02  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Zeitschaltuhr, wie sie beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung 01 97 336 beschrieben ist. Diese Zeitschaltuhr weist eine Bedieneinheit auf mit einem ersten Bedienelement zur Programmeinstellung und einem zweiten Bedienelement zur Zeiteinstellung. Durch wiederholtes Betätigen des ersten Bedienelementes werden nacheinander alle Ein- und Ausschaltzeiten aufgerufen und in einer Anzeigevorrichtung angezeigt. Der jeweils angezeigte Wert steht für eine Verstellung mit dem zweiten Bedienelement zur Verfügung.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Funktion einer solchen Zeitschaltuhr zu erweitern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Zeitschaltuhr einen Betriebsstundenzähler enthält, dessen Eingangsklemmen mit Eingangsklemmen eines zu überwachenden Gerätes verbindbar sind. Durch eine entsprechende Verbindung kann man dann die Gesamtbetriebszeit des an die Zeitschaltuhr angeschlossenen Gerätes erfassen. Dies ist insbesondere bei Geräten vorteilhaft, deren Einzelbetriebszeit nicht nur von einem festen, von der Zeitschaltuhr vorgegebenen Zeitraster, sondern noch von einer oder mehreren anderen Führungsgrößen abhängt, so daß z.B. allein aufgrund der Einstellung der Zeitschaltuhr nicht die Betriebszeit des Gerätes ermittelt werden kann.

Bei einer Zeitschaltuhr, bei der eine Bedieneinheit ein erstes Bedienelement zur Programmeinstellung und ein zweites Bedienelement zur Zeiteinstellung aufweist, wobei durch wiederholtes Betätigen des ersten Bedienelementes nacheinander alle Ein- und Ausschaltzeiten aufgerufen und in einer Anzeigevorrichtung angezeigt werden und wobei der jeweils angezeigte Wert für eine Verstellung mit dem zweiten Bedienelement zur Verfügung steht, kann vorteilhafterweise durch wiederholtes Betätigen des ersten Bedienelementes zusätzlich auch der Stand des Betriebsstundenzählers aufgerufen und in der Anzeigevorrichtung angezeigt werden, wobei dann der angezeigte Stand des Betriebsstundenzählers für eine Null-Setzung mit dem zweiten Bedienelement zur Verfügung steht. Damit ist für den Betriebsstundenzähler weder ein zusätzliches Bedienelement noch ein zusätzliches Anzeigeelement erforderlich.

Bei einer Zeitschaltuhr für mehrere Kanäle, wobei pro Kanal ein Relais, Ausgangsklemmen und ein erstes Bedienelement vorgesehen sind, kann vorteilhafterweise in mindestens einem Kanal wahlweise ein Relais weggelassen, die zugeordneten Ausgangsklemmen als Eingangsklemmen für den Betriebsstundenzähler und das zugeordnete Bedienelement zum Aufrufen der Betriebszeitanzeige verwendet werden. Damit kann eine einheitliche Bauform wahlweise als reine Mehrkanal-Zeitschaltuhr oder als kombinierte Mehrkanal-Zeitschaltuhr und Betriebsstundenzähler verwendet werden, wobei im letzteren Fall lediglich ein Schaltkanal wegfällt.

Vorteilhafterweise werden sowohl die Funktionen der Zeitschaltuhr als auch die Funktionen des Betriebsstundenzählers mit einem Mikrocomputer realisiert. Damit erhält man die Funktion des Betriebsstundenzählers praktisch ohne zusätzlichen Aufwand.

Die Fig. 1 und 2 zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung.

Bei einem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 weist die Zeitschaltuhr mit integriertem Betriebsstundenzähler eine Anzeigeeinheit 1 und zwei Bedientasten 2, 3 als Bedienelemente auf. Anschlußklemmen 4 dienen als Eingang für den Betriebsstundenzähler, Anschlußklemmen 5 als Ausgang der Zeitschaltuhr. Die Anschlußklemmen 4 werden mit den Stromversorgungsanschlüssen des Gerätes verbunden, dessen Betriebszeit überwacht werden soll. Die Schaltuhr kann in Nullstellung zurückgesetzt werden, wenn die beiden Bedientasten 2 und 3 gleichzeitig getippt werden. Damit schalten alle Ausgänge ab, alle Schaltzeitenspeicher werden gelöscht und die Uhrzeit beginnt mit der Sekunde "Null" zu laufen. Zum Einstellen der aktuellen Uhrzeit wird die Bedientaste 2 gedrückt.

Zum Programmieren der Zeitschaltuhr wird die Bedientaste 3 gedrückt. Zunächst werden nacheinander alle Ein- und Ausschaltzeiten aufgerufen. Dabei erscheint in der Anzeige zunächst ein Symbol für das Einschalten und - wenn die Bedientaste 3 nochmals gedrückt wird - ein Symbol für das Ausschalten. Mit der Bedientaste 2 kann dann der gewünschte Schaltzeitpunkt eingestellt werden.

Durch weiteres Drücken der zweiten Bedientaste 3 können nun ggf. mehrere Ein- und Ausschaltzeitpunkte mit der Bedientaste 2 eingestellt werden.

Wenn mit der Bedientaste 3 durch mehrfaches Antippen alle vorgesehenen Schaltzeitpunkte angewählt sind, so erscheint mit der nächsten Betätigung in der Anzeige die Betriebszeit. Diese kann durch Betätigen der Bedientaste 2 auf Null zurückgestellt werden. Selbstverständlich wäre es auch möglich, die Betriebszeit vor den Schaltzeiten, d.h. mit dem ersten Betätigen der Bedientaste 3 aufzurufen.

Bei einem weiteren Antippen der Bedientaste 3 erscheint in der Anzeige ein Kennzeichen für das Ende der Programmierung und nach nochmaligem Antippen wieder die aktuelle Uhrzeit. Der Programmiervorgang kann automatisch auch dann beendet werden, wenn die Bedientasten 2 und 3 während einer gewissen Zeitspanne nicht mehr betätigt werden. Auch in diesem Fall wird dann die aktuelle Uhrzeit angezeigt.

Fig. 2 zeigt eine Mehrkanal-Zeitschaltuhr, bei der drei Programmiertasten 3a-3c und drei Anschlußklemmenpaare 4-6 vorgesehen sind. Dabei sind die Anschlußklemmenpaare 5 und 6 und die Bedientasten 3b und 3c für zwei Kanäle der Zeitschaltuhr vorgesehen, während das Ausgangsklemmenpaar 6 und die Bedientaste 3a - je nach interner Beschaltung - wahlweise für einen weiteren Kanal der Zeitschaltuhr oder für einen eingebauten Betriebsstundenzähler verwendet werden. Bei Verwendung für den Betriebsstundenzähler wird das Klemmenpaar 4 mit den Spannungsversorgungsklemmen des Gerätes verbunden, dessen Betriebszeit erfaßt werden soll. Durch Betätigung der zugeordneten Bedientaste 3a wird die erfaßte Betriebszeit aufgerufen und in der Anzeige 1 dargestellt.

Wenn man die Zeitschaltuhr mit einem Mikrocomputer aufbaut, kann man den Betriebsstundenzähler ohne zusätzlichen Aufwand an Schaltungs-, Anzeige- oder Bedienelementen integrieren.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeitschaltuhr, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Betriebsstundenzähler enthält, dessen Eingangsklemmen mit Eingangsklemmen eines zu überwachenden Gerätes verbindbar sind.
  2. 2. Zeitschaltuhr nach Anspruch 1, wobei eine Bedieneinheit ein erstes Bedienelement (3) zur Programmeinstellung und ein zweites Bedienelement (2) zur Zeiteinstellung aufweist, wobei durch wiederholtes Betätigen des ersten Bedienelementes (3) nacheinander alle Ein- und Ausschaltzeiten aufgerufen und in einer Anzeigevorrichtung (1) angezeigt werden und wobei jeweils der angezeigte Wert für eine Verstellung mit dem zweiten Bedienelement (2) zur Verfügung steht, dadurch gekennzeichnet, daß durch wiederholtes Betätigen des ersten Bedienelementes (3) zusätzlich auch der Stand des Betriebsstundenzählers aufgerufen und in der Anzeigevorrichtung (1) angezeigt wird und daß der angezeigte Stand des Betriebsstundenzählers für eine Nullsetzung mit dem zweiten Bedienelement (2) zur Verfügung steht.
  3. 3. Zeitschaltuhr nach Anspruch 1 oder 2 für mehrere Kanäle, wobei pro Kanal ein Relais, Ausgangsklemmen und ein erstes Bedienelement (3a, 3b, 3c) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß in mindestens einem Kanal wahlweise ein Relais weggelassen, die zugeordneten Ausgangsklemmen (4) als Eingangsklemmen für den Betriebsstundenzähler und das zugeordnete Bedienelement (3a) zum Aufrufen der Betriebszeitanzeige verwendet werden können.
  4. 4. Zeitschaltuhr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Funktion der Zeitschaltuhr als auch die Funktion des Betriebsstundenzählers mit einem Mikrocomputer realisiert sind.






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