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Dokumentenidentifikation DE3702974A1 11.08.1988
Titel Nullenzirkel
Anmelder Kovopol, N.P., Police nad Metují, CS
Erfinder Holý, Ladislav, Broumov, CS
Vertreter Junius, W., Dipl.-Phys. Dr., Pat.-Anw., 3000 Hannover
DE-Anmeldedatum 02.02.1987
DE-Aktenzeichen 3702974
Offenlegungstag 11.08.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.08.1988
IPC-Hauptklasse B43L 9/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Halbmessereinstellung bei einem Nullenzirkel, insbesondere für die Anwendung von technischen rohrförmigen Schreibfedern und Bleieinsätzen, bestehend aus einer in einem Führungsrohr untergebrachten Nadel und einem Halter für den Arm, der die Feder oder den Bleistifteinsatz trägt.

Es ist Stand der Technik, für das Zeichnen und das Reißen von Kreislinien mit einem kleinen Durchmesser solche Nullenzirkel anzuwenden, bei welchen die Einstellung des verlangten Halbmessers durch eine Öffnungsschraube erzielt wird, welche in den Nullenzirkelarm mehr oder weniger tief einschraubbar ist und welche an dem Nadelführungsrohr abgestützt ist. Für die Anwendung von technischen rohrförmigen Schreibfedern bei Nullenzirkeln werden geeignete Adapter angewendet, die oft die Form einer Muffe haben. Der Nachteil der allgemein angewendeten Nullenzirkel mit der Öffnungsschraube liegt in der Zerreißung des Schlitzes an der Stelle der Schraubenabstützung in dem Bereich des Führungsrohrschlitzes, womit die Seitenstabilität beim Zeichnen herabgesetzt wird.

Die Erfindung beseitigt die Nachteile des Standes der Technik. Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen einfach aufgebauten und einfach herstellbaren Nullenzirkel zu schaffen, bei dem eine präzise Halbmessereinstellung und eine hervorragende Seitenstabilität erreicht ist.

Bei diesem Nullenzirkel wird die Halbmessereinstellung mittels eines Nockens durchgeführt. Der Arm ist in einem Längsschlitz in dem Armhalter rings um einen Bolzen untergebracht und ist der Einwirkung der Druckfeder des Armes ausgestellt.

Der erfindungsgemäße Nullenzirkel zeichnet sich dadurch besonders aus, daß der Halter mit einem Längsschlitz versehen ist, in welchem der Arm auf einem Bolzen schwenkbar gelagert ist und durch eine in einem Längsschlitz quer zu der Achse des Führungsrohres gelagerte Druckfeder radial nach außen gedrückt ist, daß koaxial mit dem Halter, aber drehbar gegenüber diesem eine drehbare Hülse angeordnet ist, die einen Nocken trägt und daß der Arm an seinem der Feder abgewandten Ende einen Daumen trägt, der an den in der drehbaren Hülse ausgebildeten Nocken angedrückt ist.

Der Vorteil des erfindungsgemäßen Nullenzirkels liegt darin, daß die Seitenstabilität des Armes durch seine Lagerung in dem Längsschlitz des Halters gesichert ist und die Nockeneinstellung des verlangten Halbmessers eine präzise Halbmessereinstellung bei dem Nullenzirkel mit der Anwendung der unbegrenzten Länge von rohrförmigen Schreibfedern und Bleieinsätzen sicherstellt.

Baulich ist es vorteilhaft, wenn der Nocken an der dem Halter zugewandten Stirnseite der relativ zum Halter angeordneten Hülse ausgebildet ist und von einer Rille umgeben ist, in die der Daumen eingreift. Dadurch liegt der Nocken völlig verdeckt. Es ist eine einfache Handhabung möglich.

Eine Vergrößerung der Einstellmöglichkeiten wird dadurch erreicht, daß die Muffe für das Einspannen der Feder bzw. des Bleistifteinsatzes mittels eines feststellbaren Gelenkes am Ende des Armes angebracht ist.

Das Wesen der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 den Nullenzirkel mit der technischen rohrförmigen Schreibfeder im Schnitt,

Fig. 2 stellt einen Querschnitt durch den Nullenzirkel in der Ebene A-A dar, die durch die Hülse des Nockens in dem Raum der Berührungsflächen des Armdaumens und des Nockens verläuft.

Die Nadel 1 ist in einem Führungsrohr 2 verschiebbar gelagert, welches in den Halter 3 fest eingesetzt ist. Auf dem Führungsrohr 2 ist die Hülse 4 drehbar eingesetzt, die mit dem Nocken 5 eine Gesamtheit bildet. In dem Halter 3 ist ein Längsschlitz 6 ausgebildet, in welchem auf dem Bolzen 11 der Arm 9 schwenkbar gelagert ist. Der Arm 9 ist an dem der Hülse 4 mit dem Nocken zugewandten Ende mit einem Daumen 12 versehen. Dieser Daumen 12 wird unter dem Druck der Druckfeder 10, welche in dem Längsschlitz 6 des Halters 3 senkrecht zu der Achse des Führungsrohres 2 untergebracht ist, an den Umfang des Nockens 5 angedrückt. An dem gegenüberliegenden Ende des Armes 9 ist mittels des Gelenkes B eine Muffe 7 für das Einspannen der technischen rohrförmigen Schreibfeder oder des Bleistifteinsatzes befestigt.

Durch Drehen der Hülse 4 mit dem Nocken 5 relativ zu dem Halter 3 wird auf den Daumen 12 des Armes 9, der in dem Längsschlitz 6 untergebracht ist, der die Seitenstabilität des Armes 9 sicherstellt, ein Druck ausgebildet. Unter dem Druck des Daumens 12 wird der Arm 9 um den Bolzen 11 herum ausgeschwenkt, so daß das gegenüberliegende Ende des Armes 9, das mit derMuffe 7 für das Halten der Feder versehen ist, auf das gewünschte Maß eingestellt. Zusätzlich zu dem Grundmaß, das durch die gegenseitige Stellung des Nockens 5 und des Daumens 12 einstellbar ist, kann eine weitere Verstellung noch durch die Verschwenkung der Gelenklagerung der Muffe 7 in dem Gelenk 8 an dem Arm 9 erreicht werden, wodurch durch die Verschwenkung der Muffe 7 die Feder mittels des Gelenkes 8 des erfindungsgemäßen Nullenzirkels zur Zeichnung von viel größeren Kreislinien als mit bisher bekannten Nullenzirkeln möglich ist.

  • Liste der verwendeten Bezugszeichen

    1 Nadel

    2 Führungsrohr

    3 Halter

    4 Hülse des Nockens

    5 Nocken

    6 Längsschlitz

    7 Muffe

    8 Gelenk

    9 Arm

    10 Druckfeder

    11 Bolzen

    12 Daumen


Anspruch[de]
  1. 1. Nullenzirkel, bestehend aus einer in einem Führungsrohr untergebrachten Nadel und einem Halter für den Arm, der die Feder oder den Bleistifteinsatz trägt, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Halter (3) mit einem Längsschlitz (6) versehen ist, in welchem der Arm (9) auf einem Bolzen (11) schwenkbar gelagert ist und durch eine in einem Längsschlitz (6) quer zu der Achse des Führungsrohres (2) gelagerte Druckfeder (10) radial nach außen gedrückt ist,

    daß koaxial mit dem Halter (3), aber drehbar gegenüber diesem eine drehbare Hülse angeordnet ist, die einen Nocken trägt,

    und daß der Arm (9) an seinem der Feder abgewandten Ende einen Daumen (12) trägt, der an den in der drehbaren Hülse (4) ausgebildeten Nocken (5) angedrückt ist.
  2. 2. Nullenzirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (5) an der dem Halter (3) zugewandten Stirnseite der relativ zum Halter (3) angeordneten Hülse (4) ausgebildet ist und von einer Rille umgeben ist, in die der Daumen (12) eingreift.
  3. 3. Nullenzirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (7) für das Einspannen der Feder bzw. des Bleistifteinsatzes mittels eines feststellbaren Gelenkes (8) am Ende des Armes (9) angebracht ist.






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