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Dokumentenidentifikation DE3737863C1 18.08.1988
Titel Spitzer für Stifte mit weicher Mine
Anmelder Möbius & Ruppert, 8520 Erlangen, DE
Erfinder Fischer, Ernst, 8521 Langensendelbach, DE
Vertreter Louis, D., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 8183 Rottach-Egern; Pöhlau, C., Dipl.-Phys., 8500 Nürnberg; Lohrentz, F., Dipl.-Ing., 8130 Starnberg; Segeth, W., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 07.11.1987
DE-Aktenzeichen 3737863
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.08.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.1988
IPC-Hauptklasse B43L 23/00
IPC-Nebenklasse B43L 23/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Spitzer für Stifte mit weicher Mine, mit einem Spitzergehäuse, das einen konischen Spitzerkanal aufweist, mit einem am Spitzergehäuse befestigten Spitzermesser, das zum Spitzerkanal tangential angestellt ist, und mit einem in den Spitzerkanal hineinreichenden Fassonmesser, das einen bogenförmigen Querschnitt mit einer bogenförmig gekrümmten Schneide aufweist und das zum Fassonieren des vorderen Endabschnittes der Mine vorgesehen ist.

Derartige Spitzer dienen bspw. zum Spitzen von Kosmetikstiften. Selbstverständlich kann ein solcher Spitzer auch zum Spitzen anderer Stifte, wie Malstifte o. dgl. verwendet werden.

Ein Spitzer der eingangs genannten Art ist bspw. in der DE-AS 12 68 019 beschrieben. Dort ist das Fassonmesser quer zum Spitzerkanal ausgerichtet. Bei diesem bekannten Spitzer kann das Fassonmesser unter dem Spitzermesser quer zum Spitzermesser angeordnet sein. Durch die Ausbildung des Fassonmessers mit einem abgewinkelten Querschnitt wird nicht nur die Fasson der gespitzten Mine bestimmt, sondern insbes. auch die Steifheit des Fassonmessers verbessert.

Die DE-AS 12 36 374 beschreibt einen Spitzer, bei dem das Fassonmesser als schmaler Streifen ausgebildet ist. Es ragt in den konischen Spitzerkanal hinein, und es weist eine bogenförmige Schneide auf. Da bei diesem bekannten Spitzer das Fassonmesser in Richtung der Spitzerkanalachse und damit in einer durch die Mittelachse des konischen Spitzerkanals hindurch verlaufenden Radialebene angeordnet ist, ergibt sich während des Spitzvorganges insbesondere bei Stiften mit einer härteren Mine eine Biegebeanspruchung des Fassonmessers in einer Richtung quer zum Spitzergehäuse.

Sowohl beim zuerst genannten Spitzer als auch beim zuletzt genannten Spitzer ist das Fassonmesser ortsfest vorgesehen, so daß mit diesen bekannten Spitzern die mit einer Mine versehenen Stifte nur mit einer bestimmten Fasson gespitzt werden können.

Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Spitzer der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem es in einfacher Weise möglich ist, Stifte mit einer weichen Mine mit mindestens einer Fasson oder ohne Fasson zu spitzen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Fassonmesser an einem Befestigungselement vorgesehen ist, das an der Unterseite des Spitzergehäuses ver- oder umstellbar angeordnet ist, wobei das Fassonmesser sich vom Befestigungsgelement in Richtung zum Spitzmesser erstreckt und in jeder seiner möglichen Stellungen mindestens annähernd senkrecht zur Mittelachse des konischen Spitzerkanals ausgerichtet ist. Durch den bogenförmigen Querschnitt des Fassonmessers ist eine abgerundete Fasson der gespitzten Mine bestimmt. Durch die Verstellbarkeit des Fassonmessers relativ zur Mittelachse des konischen Spitzerkanals ist es möglich, die Mine eines Stiftes mit verschiedenen Fassons zu spitzen. Durch die Ausbildung des Fassonmessers mit einem bogenförmigen Querschnitt wird außerdem der Vorteil erzielt, daß das während des Spitzvorganges auf Biegung beanspruchte Fassonmesser eine gute Biegesteifigkeit besitzt. Der erfindungsgemäße Spitzer ist also nicht nur für Stifte mit weicher Mine geeignet, sondern im Bedarfsfall auch für Stifte mit einer härteren Mine. Das Fassonmesser ist an einem am Spitzergehäuse verstellbar bzw. umstellbar angeordneten Befestigungselement derartig befestigt, daß das Fassonmesser in einer bestimmten Stellung nicht mehr in den konischen Spitzerkanal hineinragt, so daß in dieser Stellung des Fassonmessers die Mine des zu spitzenden Stiftes wunschgemäß auch ohne Fasson mit einer scharfen Spitze gespitzt werden kann.

Es ist auch möglich, das Fassonmesser mit einem abgewinkelten Querschnitt oder eben auszubilden. Mit einem einen abgewinkelten Abschnitt aufweisenden Fassonmesser ergibt sich eine entsprechende kegelige Fasson der Mine des gespitzten Stiftes. Entsprechend ergibt sich mit einem ebenflächigen Fassonmesser eine kegelige Minenspitze, weil beim erfindungsgemäßen Spitzer das Fassonmesser zu keiner Zeit, d. h. in keiner seiner möglichen Stellungen mit der Mittelachse des konischen Spitzerkanals fluchtet, d. h. zu keiner Zeit in einer die Mittelachse des konischen Spitzerkanales enthaltenden Radialebene vorgesehen ist wie beim Spitzer gemäß DE-AS 12 36 374.

Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Spitzers mit einem aus dem Spitzerkanal auf der Unterseite des Spitzergehäuses ausmündenden Auswerfloch ist dadurch gekennzeichnet, daß das Auswerfloch eine einem Kreisausschnitt ähnliche Form aufweist, wobei ein Schenkel des Kreisausschnittes zur Mittelachse des Spitzerkanals mindestens annähernd senkrecht ausgerichtet ist und der zweite Schenkel des Kreisausschnittes von der Mittelachse des Spitzerkanals beabstandet und zur Mittelachse des Spitzerkanals mindestens annähernd parallel verläuft, und daß das Befestigungselement einen Boden und zwei vom Boden nach oben ragende Ansätze aufweist, wobei der eine Ansatz gegen den Kreuzungsbereich der beiden radialen Schenkel des kreisausschnittförmigen Auswerfloches und der zweite Ansatz gegen den bogenförmigen Abschnitt des kreisausschnittförmigen Auswerfloches gezwängt ist. Durch diese beiden Ansätze wird das mit dem Fassonmesser versehene Befestigungselement im kreisausschnittförmigen Auswerfloch festgehalten. Dadurch, daß der eine in die gleiche Richtung wie das Fassonmesser ausgerichtete Ansatz im Schnittbereich der beiden Schenkel des kreisausschnittförmigen Auswerfloches angeordnet ist, dient dieser Ansatz als Drehlager für das Befestigungselement und damit als Drehlager für das Fassonmesser. Der zweite, am kreisbogenförmigen Abschnitt des kreisausschnittförmigen Auswerfloches anliegende und sich ebenfalls in Richtung des Fassonmessers erstreckende Ansatz dient als Widerlager, mit dessen Hilfe das Befestigungselement mit dem an ihm vorgesehenen Fassonmesser entlang des kreisausschnittförmigen Auswerfloches geführt wird, wenn das Befestigungselement im Auswerfloch wunschgemäß verstellt wird. Da sich der Schwenkpunkt des Befestigungselementes seitlich neben der Mittelachse des konischen Spitzerkanals befindet, beschreibt das Fassonmesser bei einer Verschwenkung des Befestigungselementes eine entsprechende kreisbogenförmige Schwenkbewegung und damit gleichzeitig eine Bewegung in Richtung der Mittelachse des konischen Spitzerkanals, so daß die Fasson der Mine des zu spitzenden Stiftes wunschgemäß eingestellt werden kann.

Um das mit dem Fassonmesser versehene Befestigungselement in Bezug zum kreisausschnittförmigen Auswerfloch problemlos verstellen zu können, ist am Boden des Befestigungselementes vorzugsweise ein Verstellhebel vorgesehen. Dieser Verstellhebel ist an den Boden des Befestigungselementes vorzugsweise einstückig angeformt. Üblicherweise handelt es sich bei dem Befestigungselement nämlich um ein Spritzpreßteil.

Bei einem derartigen Spitzer hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß das Fassonmesser in Bezug zur Mittelachse des konischen Spitzkanals in eine Stellung verschwenkbar ist, in der das Fassonmesser sich außerhalb des Spitzkanals befindet. Mit einem derartig ausgebildeten Spitzer ist es demnach möglich, die Mine eines Stiftes ohne abgerundete, abgeflachte oder ähnliche Fasson sondern mit einer scharfen Spitze auszubilden.

Eine andere bevorzugte Ausbildung des erfindungsgemäßen Spitzers ist dadurch gekennzeichnet, daß das Auswerfloch eine mehreckige Form und das Befestigungselement einen dem Auswerfloch entsprechenden Querschnitt aufweist und daß das Befestigungselement im Auswerfloch relativ zur Mittelachse der Spitzerkanals in verschiedenen Stellungen befestigbar ist. Das Auswerfloch eines derartigen Spitzers kann eine regelmäßig gleichseitige Form, d. h. beispielsweise eine quadratische, regelmäßig fünfeckige, sechseckige oder achteckige Form aufweisen. Bei einem solchen Spitzer kann das Befestigungselement und damit das am Befestigungselement befestigte Fassonmesser relativ zur Mittelachse des konischen Spitzerkanals wunschgemäß in mehrere voneinander verschiedene Stellungen eingestellt werden, die gegebenenfalls auch in axialer Richtung der Mittelachse des Spitzerkanals voneinander verschieden sind. Auch auf diese Weise kann eine Mine mit unterschiedlichen Fassons gespitzt werden.

Bei einer einfacheren Ausbildung des erfindungsgemäßen Spitzers kann das Befestigungselement im Auswerfloch in mindestens zwei voneinander verschiedenen Stellungen befestigbar sein, wobei das Fassonmesser in der einen Stellung in den konischen Spitzerkanal hineinragt, während es sich in der zweiten Stellung außerhalb des konischen Spitzerkanals befindet. Bei einem solchen Spitzer kann das Auswerfloch und damit das Befestigungselement eine rechteckige Form bzw. rechteckigen Querschnitt aufweisen. Mit einem solchen Spitzer ist es ebenfalls möglich, entweder die Mine des zu spitzenden Stiftes mit einer Fasson oder ohne Fasson mit einer scharfen Spitze auszubilden.

Das Fassonmesser des erfindungsgemäßen Spitzers weist vorzugsweise einen derart gebogenen Querschnitt auf, daß es in einer Schneidstellung mit seiner Vorderkante die Mittelachse des konischen Schneidkanals kreuzt und mit seiner zweiten Kante eine Mantellinie des konischen Spitzkanales tangiert. Dadurch ergibt sich an der Mine des gespitzten Stiftes zwischen dem durch das Schneidmesser gebildeten Kegelstumpfabschnitt und dem Fassonabschnitt ein ungestufter, d. h. stufenlos verlaufender Übergang.

Die Schneide des Fassonmessers ist vorzugsweise in der durch die Mittelachse des konischen Spitzerkanals verlaufenden Radialebene angeordnet, die sich mit der Ebene des Schneidmessers in einem Radialstrahl schneidet. Der Begriff "Radialebene" bezeichnet dabei eine Ebene, welche die Mittelachse des konischen Spitzerkanals enthält. Um die Mittelachse des konischen Spitzerkanals herum gibt es eine unendliche Anzahl derartiger Radialebenen. Die Schneide des Fassonmessers ist jedoch vorzugsweise in einer bestimmten Radialebene dieser unendlichen Anzahl von Radialebenen angeordnet. Diese eine bestimmte Radialebene ist dadurch bestimmt, daß sie sich mit der vom Schneidmesser gebildeten Ebene in einem Radialstrahl, d. h. in einem zur Mittelachse senkrechten Strahl schneidet.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, daß der Boden des Befestigungselementes mindestens ein Loch zum Durchlaß der Schneidabfälle aufweist. Auf diese Weise wird ein Verstopfen des Spitzers vermieden.

Das Befestigungselement mit dem Fassonmesser kann am Spitzergehäuse auch verschiebbar angeordnet sein. In diesem Fall kann die Fasson der zu spitzenden Mine kontinuierlich wunschgemäß geändert werden.

In der nachfolgenden Beschreibung dreier Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Spitzers wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste, in einem vergrößerten Maßstab dargestellte Ausführungsform des Spitzers,

Fig. 2 einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II aus Fig. 1 in einer ersten Stellung des Fassonmessers,

Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Schnittdarstellung, wobei das Fassonmesser in einer anderen Endstellung dargestellt ist,

Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine zweite, in einem vergrößerten Maßstab dargestellte Ausführungsform des Spitzers,

Fig. 5 einen Schnitt entlang der Schnittlinie V-V gemäß Fig. 4, wobei das Fassonmesser in einer Stellung dargestellt ist,

Fig. 6 einen Ausschnitt des Spitzers gemäß Fig. 5 in einem größeren Maßstab, wobei das Fassonmesser in einer anderen Endstellung dargestellt ist als in Fig. 5,

Fig. 7 einen Schnitt durch eine dritte Ausführungsform des Spitzers,

Fig. 8 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt aus dem Spitzer gemäß Fig. 7 in der einen Stellung des mit dem Fassonmesser versehenen Befestigungselementes, und

Fig. 9 eine der Fig. 8 entsprechende Draufsicht auf den Spitzer gemäß Fig. 7, wobei das das Fassonmesser aufweisende Befestigungselement in seiner zweiten Endstellung dargestellt ist.

Fig. 1 zeigt einen Spitzer 10 zum Spitzen und gegebenenfalls Fassonieren eines Stiftes 12, der eine weiche Mine 14 aufweist. Die Mine 14 kann eine pastöse Konsistenz aufweisen, aus einem gepreßten Pulver bestehen oder beliebig anders ausgebildet sein.

Der Spitzer 10 weist ein Gehäuse 16 mit einem konischen Spitzerkanal 18 auf. Der konische Spitzerkanal 18 ist mit einer zylindrischen Einführungsöffnung 20 verbunden. Am Spitzergehäuse 16 ist in einer dafür vorgesehenen Ausnehmung 22 ein Spitzermesser 24 befestigt, das zum konischen Spitzerkanal 18 tangential angestellt ist. Die Befestigung des Spitzermessers 24 erfolgt mittels einer Schraube, von der in dieser Figur nur der geschlitzte Schraubkopf 26 sichtbar ist.

Der konische Spitzerkanal 18 ist mit einem Auswerfloch 28 versehen, das durch eine umlaufende Wandung 30 begrenzt ist. Wie aus den Fig. 2 und 3 deutlich ersichtbar ist, weist die umlaufende Wandung 30 zwei Schenkelabschnitte 32 und 34 und einen die beiden Schenkelabschnitte 32 und 34 miteinander verbindenden kreisbogenförmigen Wandabschnitt 36 auf, so daß sich ein kreisausschnittförmiges Auswerfloch 28 ergibt. In diesem kreisausschnittförmigen Auswerfloch 28 ist ein Befestigungselement 38 befestigt, das einen Boden 40 und zwei sich vom Boden 40 in die gleiche Richtung erstreckende Ansätze 42 und 44 aufweist. Die Ansätze 42 und 44 sind dabei am Boden 40 derart vorgesehen, daß der Ansatz 42 gegen den Kreuzungsbereich der beiden Schenkelabschnitte 32 und 34 der Wandung 30 und der Ansatz 44 gleichzeitig gegen den kreisbogenförmigen Wandabschnitt 36 der Wandung 30 gezwängt wird. Der Ansatz 42 legt somit den Drehpunkt 46 fest, um welchen das Befestigungselement 38 und damit das am Befestigungselement 38 befestigte Fassonmesser 48 wunschgemäß verschwenkt werden kann. Das Fassonmesser 48 ist mittels eines Ansatzes 50 am Befestigungselement 38 fixiert, der sich in die gleiche Richtung erstreckt, wie die beiden Ansätze 42 und 44. Um das Fassonmesser 48 zwischen der in Fig. 2 dargestellten einen Endposition und der in Fig. 3 dargestellten anderen Endposition um die zur Zeichnungsebene senkrechte, den Drehpunkt 46 durchdringende Schwenkachse verschwenken zu können, weist das Befestigungselement 38 einen an den Boden 40 einstückig angeformten Verstellhebel 52 auf.

Das Fassonmesser 48 ist zur Mittelachse 54 des konischen Spitzerkanales 18 senkrecht ausgerichtet und es weist eine Schneide 56 und zwei Kanten 58 und 60 auf. Die Schneide 56 verbindet die beiden Kanten 58 und 60 auf der freien Oberseite des Fassonmessers 48.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist das Fassonmesser 48 derart vorgesehen, daß die Schneide 56 in der zur Zeichnungsebene senkrechten Radialebene angeordnet ist, die die Mittelachse 54 des konischen Spitzerkanals 18 enthält. Da das Schneidmesser 24 sich ebenfalls in einer zur Zeichnungsebene senkrechten Ebene befindet, schneidet die Ebene des Schneidmessers 24 die die Schneide 56 des Fassonmessers 48 und die Mittelachse 54 enthaltende Radialebene in einem Radialstrahl 62, der in Fig. 1 durch einen Punkt und der in den Fig. 2 und 3 durch die Linie 62 dargestellt ist.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist das Fassonmesser 48 in der einen Endstellung derart ausgerichtet, daß die Kante 60 unmittelbar und stufenlos an den konischen Spitzerkanal 18 anschließt, während die andere Kante 58 die Mittelachse 54 senkrecht überkreuzt. In der in Fig. 3 dargestellten anderen Endstellung des Fassonmessers 48, d. h. des Befestigungselementes 28 befindet sich das Fassonmesser 48 außerhalb des Bereiches des konischen Spitzerkanals 18, so daß die Mine 14 ohne Fasson mit einer scharfen Spitze gespitzt wird.

In den Fig. 2 und 3 sind gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet, so daß es sich zur Fig. 3 erübrigt, alle diese Einzelteile noch einmal detailliert zu beschreiben.

Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform des Spitzers 10 für einen Stift 12 mit einer weichen Mine 14, wobei der Spitzer 10 ein Gehäuse 16 mit einem konischen Spitzerkanal 18 aufweist. Der konische Spitzerkanal 18 schließt sich an eine zylindrische Einführöffnung 20 an. In einer im Gehäuse 16 vorgesehenen Ausnehmung 22 ist ein Spitzermesser 24 mittels einer Befestigungsschraube, von der in dieser Zeichnung nur der Schraubkopf 26 sichtbar ist, befestigt. Das Spitzermesser 24 ist zum konischen Spitzerkanal 18 tangential angestellt. Auf der dem Spitzermesser 24 gegenüberliegenden Unterseite mündet in den konischen Spitzerkanal 18 ein Auswerfloch 28 ein, das durch eine Wandung 30 begrenzt ist. Wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich ist, ist die Wandung 30 als rechteckiger Bund ausgebildet. Im Auswerfloch 28 ist ein Befestigungselement 38 festgeklemmt, das einen umlaufenden Ansatz 64 aufweist. Der umlaufende Ansatz 64 entspricht formmäßig das Auswerfloch 28 derart, daß der umlaufende Ansatz 64 gegen die Wandung 30 gezwängt ist. Vom Boden 40 des Befestigungselementes 38 steht in die gleiche Richtung wie der umlaufende Ansatz 64 ein Ansatz 50 eg, mit welchem ein Fassonmesser 48 am Befestigungselement 38 fixiert ist. Das Fassonmesser 48 ist am Befestigungselement 38 derart außermittig angeordnet, daß seine eine Kante 58 die Mittelachse 54 des konischen Spitzerkanals 18 kreuzt und die zweite Kante 60 in der einen Stellung des Befestigungselementes 38 und damit des Fassonmessers 48, wie sie in Fig. 5 dargestellt ist, stufenlos an den konischen Spitzerkanal 18 anschließt. Die Schneide 56 des lotrecht ausgerichteten Fassonmessers 48 liegt in einer die Mittelachse 54 des konischen Spitzerkanales 18 enthaltenden Radialebene, die in Fig. 4 zur Zeichnungsebene senkrecht ist und die in den Fig. 5 und 6 in der Zeichnungsebene bzw. parallel zur Zeichnungsebene ausgerichtet ist.

In der in Fig. 5 gezeichneten Stellung des Fassonmessers 48 ist es somit möglich, die Mine 14 des Stiftes 12 abgerundet zu fassonieren. In dieser Figur ist die Mine 14 am vorderen Endabschnitt teilweise abgeschnitten dargestellt, um das Fassonmesser 48 bzw. seine gebogene Querschnittsform zu verdeutlichen. Der Boden 40 des Befestigungselementes 38 kann mit einem Loch 66 ausgebildet sein, um die Spitzerabfälle durch dieses Loch 66 entfernen zu können. Durch das Loch wird also ein Verstopfen des Spitzers 10 während des Spitzvorganges vermieden.

In der Fig. 6 ist das Befestigungselement 38 in einer zur Stellung gemäß Fig. 5 diametralen Stellung dargestellt, in der das Fassonmesser 48 sich außerhalb des konischen Spitzerkanals 18 befindet, so daß mit Hilfe des Schneidmessers 24 (siehe Fig. 4) die Mine 14 des Stiftes 12 mit einer scharfen Spitze ausgebildet wird. Gleiche Einzelteile sind in den Fig. 5 und 6 mit entsprechenden Bezugsziffern bezeichnet, so daß es sich erübrigt, diese Einzelteile in Verbindung mit Fig. 6 noch einmal detailliert zu beschreiben.

Die Fig. 7 bis 9 zeigen eine dritte Ausführungsform des Spitzers 10, der sich von der Ausbildung des Spitzers 10 gemäß den Fig. 4 bis 6 insbesondere dadurch unterscheidet, daß das Auswerfloch 28 nicht rechteckig sondern quadratisch ausgebildet ist. Gleiche Einzelteile sind deshalb in den Fig. 6 bis 9 mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet wie in den Fig. 4 bis 6. Die Wandung 30 des Spitzers 10 gemäß den Fig. 7 bis 9 begrenzt das quadratische Auswerfloch 28. Im Auswerfloch 28 befindet sich auf der Unterseite ein Befestigungselement 38, das mit einem umlaufenden Ansatz 64 ausgebildet ist. Der umlaufende Ansatz 64 läuft um das eine rechteckige Grundfläche aufweisende Befestigungselement 38 um. Der umlaufende Ansatz 64 ist durch Ausnehmungen 68 und 70 unterbrochen. Die Ausnehmungen 68 und 70 sind derartig vorgesehen, daß das am Befestigungselement 38 fixierte Fassonmesser 48 in der einen Stellung des Befestigungselementes 38 sich außerhalb des Bereiches der Mine 14 befindet (siehe Fig. 8) bzw. daß das Fassonmesser 48 in der zweiten Endstellung zum Fassonieren der Mine 14 geeignet ist (siehe Fig. 9).

Selbstverständlich ist es auch möglich, das Befestigungselement 38 nicht seitlich zur Mittelachse 54 anzuordnen wie in Fig. 8 dargestellt wurde, sondern das Befestigungselement 38 in dieser Ruhestellung mit der Mittelachse 54 fluchtend anzuordnen, d. h. es in Fig. 8 nicht nach oben sondern nach links wegstehen zu lassen. Die Stellung des Befestigungselementes 38 in der Ruhestellung, d. h. in der Stellung, in der das Fassonmesser 48 mit der Mine 14 nicht in Eingriff kommt, ist nur davon abhängig, wo am Spitzer 10 für das Befestigungselement 38 in der Ruhestellung ein ausreichender Platz vorhanden ist.

In den Fig. 1 bis 3 ist der Spitzer mit einem schwenkbar ausgebildeten Fassonmesser 38 dargestellt. Die Fig. 4 bis 9 zeigen Ausbildungen des Spitzers 10 mit einem rechteckigen bzw. mit einem quadratischen Auswerfloch 28, wobei das das Fassonmesser 48 aufweisende Befestigungselement 38 in das Auswerfloch 28 einrastbar ist. Es ist jedoch auch möglich, das Befestigungselement 38 in Bezug zum Auswerfloch 28 linear verschiebbar auszubilden, um das am Befestigungselement 38 befestigte fassonmesser 48 zwischen mindestens einer Schneidstellung und einer Stellung zu verstellen, in der das Fassonmesser 48 mit der Mine 14 nicht in Berührung kommt.

Bei einer anderen Ausbildung des Spitzers ist das Befestigungselement 38 mit dem Fassonmesser 48 nicht am Auswerfloch 28 verstellbar, umstellbar oder verschiebbar bzw. fixierbar angeordnet sondern es ist das Befestigungselement 38 an der Unterseite des Spitzergehäuses 16 verstellbar, umstellbar oder verschiebbar bzw. fixierbar vorgesehen. Im zuletzt genannten Fall schließt das Befestigungselement 38 das Spitzergehäuse 16 an der Unterseite mehr oder weniger vollständig ab.


Anspruch[de]
  1. 1. Spitzer für Stifte (12) mit weicher Mine (14), mit einem Spitzergehäuse (16), das einen konischen Spitzerkanal (18) aufweist, mit einem am Spitzergehäuse (16) befestigten Spitzermesser (24), das zum Spitzerkanal (18) tangential angestellt ist, und mit einem in den Spitzerkanal (18) hineinreichenden Fassonmesser (48), das einen bogenförmigen Querschnitt mit einer bogenförmig gekrümmten Schneide aufweist und das zum Fassonieren des vorderen Endabschnittes der Mine (14) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Fassonmesser an einem Befestigungselement (38) vorgesehen ist, das an der Unterseite des Spitzergehäuses (16) ver- oder umstellbar angeordnet ist, wobei das Fassonmesser (48) sich vom Befestigungselement (38) in Richtung zum Spitzermesser (24) erstreckt und in jeder seiner möglichen Stellungen mindestens annähernd senkrecht zur Mittelachse (54) des konischen Spitzerkanals (18) ausgerichtet ist.
  2. 2. Spitzer nach Anspruch 1, mit einem aus dem Spitzerkanal (18) auf der Unterseite des Spitzergehäuses (16) ausmündenden Auswerfloch (28), dadurch gekennzeichnet, daß das Auswerfloch (28) eine einem Kreisausschnitt ähnliche Form aufweist, wobei ein Schenkel (34) zur Mittelachse (54) des Spitzerkanals (18) mindestens annähernd senkrecht ausgerichtet ist und der zweite Schenkel (32) von der Mittelachse (54) des Spitzerkanals (18) beabstandet und zur Mittelachse (54) mindestens annähernd parallel verläuft, wobei das Befestigungselement (38) einen Boden (40) und zwei vom Boden (40) nach oben ragende Ansätze (42, 44) aufweist, wobei der eine Ansatz (42) gegen den Kreuzungsbereich der beiden radialen Schenkel (32, 34) des kreisausschnittförmigen Auswerfloches (28) und der zweite Ansatz (44) gegen den bogenförmigen Abschnitt (36) des kreisausschnittförmigen Auswerfloches (28) gezwängt ist.
  3. 3. Spitzer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden (40) des Befestigungselementes (38) zum Verstellen des Fassonmessers (48) relativ zur Mittelachse (54) des konischen Spitzerkanals (18) ein Verstellhebel (52) vorgesehen ist.
  4. 4. Spitzer nach einem der der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fassonmesser (48) in Bezug zur Mittelachse (54) des konischen Spitzerkanals (18) in eine Stellung verschwenkbar ist, in der das Fassonmesser (48) sich außerhalb des Spitzerkanals (18) befindet.
  5. 5. Spitzer nach Anspruch 1, mit einem aus dem Spitzerkanal (18) auf der Unterseite des Spitzergehäuses (16) ausmündenden Auswerfloch (28), dadurch gekennzeichnet, daß das Auswerfloch (28) eine mehreckige Form und das Befestigungselement (38) einen dem Auswerfloch (28) entsprechenden Querschnitt aufweist, und daß das Befestigungselement (38) im Auswerfloch (28) relativ zur Mittelachse (54) des konischen Spitzerkanals (18) in verschiedenen Stellungen befestigbar ist.
  6. 6. Spitzer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungselement (38) im Auswerfloch (28) in mindestens zwei voneinander verschiedenen Stellungen befestigbar ist, wobei das Fassonmesser (48) in der einen Stellung in den konischen Spitzerkanal (18) hineinragt, während es in der zweiten Stellung sich außerhalb des konischen Spitzerkanals (18) befindet.
  7. 7. Spitzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fassonmesser (48) einen derart gebogenen Querschnitt aufweist, daß es in einer Schneidstellung mit seiner Vorderkante (58) die Mittelachse (54) des konischen Schneidkanals (18) kreuzt und mit seiner zweiten Kante (60) eine Mantellinie des konischen Spitzerkanals (18) tangiert.
  8. 8. Spitzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneide (56) des Fassonmessers (48) in der durch die Mittelachse (54) des konischen Spitzerkanals (18) verlaufenden Radialebene angeordnet ist, die sich mit der Ebene des Schneidmessers (24) in einem Radialstrahl (62) schneidet.
  9. 9. Spitzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (40) des Befestigungselementes (38) mindestens ein Loch (66) zum Durchlaß der Schneidabfälle aufweist.
  10. 10. Spitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungselement (38) mit dem Fassonmesser (48) am Spitzergehäuse (16) verschiebbar angeordnet ist.






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