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Dokumentenidentifikation DE3742723C1 15.09.1988
Titel Rahmenkonstruktion in Pfosten-Riegel-Bauweise, insbesondere für Fassaden, Dächer od. dgl.
Anmelder Wieland-Werke AG, 7900 Ulm, DE
Erfinder Götschel, Hans, 7915 Elchingen, DE;
Kern, Horstmar, 7900 Ulm, DE;
Scholz, Eckhard, 7913 Senden, DE;
Bommer, Werner, 7900 Ulm, DE
DE-Anmeldedatum 17.12.1987
DE-Aktenzeichen 3742723
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.09.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.09.1988
IPC-Hauptklasse E04C 3/38
IPC-Nebenklasse E04B 2/96   E04D 3/08   E04D 3/36   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Rahmenkonstruktion in Pfosten- Riegel-Bauweise nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei Konstruktionen der genannten Art sind Stützelemente zur Lastübertragung schwerer Füllungen vorgesehen.

Bei einer bekannten Konstruktion (etwa nach dem DE-GM 84 15 882) ist das Stützelement als metallischer Flachstab ausgebildet, der in eine Kammer des Isolierprofils eingeschoben wird und in dessen Bohrungen sich die Sicherheitsbolzen abstützen.

Diese Ausbildung bringt nicht nur handhabungstechnische Nachteile mit sich, da das Stützelement bereits vor der Montage der Sicherheitsbolzen in das Isolierprofil eingeschoben werden muß, sondern es besteht auch die Möglichkeit, daß bei großen Glaslasten Deformationen des Isolierprofils auftreten können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die geschilderten Nachteile zu vermeiden.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Stützelement aus mindestens einer, oberhalb des Isolierprofils angeordneten Stützbrücke besteht, die sich mit unterseitigen Vorsprüngen auf den Sicherheitsbolzen abstützt und daß im Isolierprofil Ausnehmungen zur Aufnahme der Vorsprünge vorgesehen sind.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Stützelements in Form von Stützbrücken sind diese erst nach der Montage der Sicherheitsbolzen aufzubringen. Außerdem werden Deformationen des Isolierprofils vermieden, da sich die Stützbrücke auf den Sicherheitsbolzen abstützt.

Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung stützt sich die Stützbrücke auf mindestens zwei Sicherheitsbolzen ab.

In vorteilhafter Weise besteht die Stützbrücke aus im wesentlichen rechteckigem Flachmaterial, dessen Vorsprünge kreisförmigen Querschnitts in Bohrungen des Isolierprofils eingreifen.

Aus Platzgründen empfiehlt es sich, daß die Unterkante der Stützbrücke mit der Oberkante des Isolierprofils abschließt.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung stützt sich die Stützbrücke nicht nur über ihre unterseitigen Vorsprünge, sondern gleichzeitig auf einem Längssteg des Riegelprofils ab.

Um die Stützbrücke auch bei unterschiedlichen Dicken der Füllungen einsetzen zu können, empfiehlt es sich, daß die Vorsprünge unsymmetrisch zu - der in Profillängsrichtung verlaufenden - Mittelachse der Stützbrücke angeordnet sind.

Die Erfindung wird anhand der folgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 den Stoßbereich einer Fassade im Schrägriß (bei abgenommenen äußeren Deckprofilen),

Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch das Riegelprofil nach Linien II-II in Fig. 1 bei montierter Glasscheibe und

Fig. 3 den gleichen Vertikalschnitt bei Einsatz einer dickeren Glasscheibe.

Bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Fassade bilden (vertikale) Pfostenprofile 1 und (horizontale) Riegelprofile 2 eine Rahmenkonstruktion, deren Rahmenfelder durch Isolierglasscheiben 3 ausgefüllt sind. An der Gebäudeaußenseite weist die Rahmenkonstruktion Deckprofile 4 auf, die mit den Pfostenprofilen 1 und Riegelprofilen 2 verschraubt sind (siehe Schraubkanäle 5 des Riegelprofils 2). Die Deckprofile 4 ihrerseits tragen eine eingerastete Abdeckleiste 6.

Zwischen Deckprofilen 4 und den Pfostenprofilen 1 und Riegelprofilen 2 sind zur Wärmedämmung jeweils Isolierprofile 7, 7&min; angeordnet, die in den Pfostenprofilen 1 bzw. Riegelprofilen 2 einrasten. Zur Abtragung großer Glaslasten wird das Isolierprofil 7 insbesondere im Eckbereich durch metallische Sicherheitsbolzen 8 unterstützt, die in Kanälen 9 des Isolierprofils 7 verlaufen und im Riegelprofil 2 gehalten werden.

Um die Scheibenlasten ohne Beschädigung des Isolierprofils 7 direkt auf die Sicherheitsbolzen 8 zu übertragen, ist oberhalb des Isolierprofils 7 eine metallische Stützbrücke 10 vorgesehen, die aus im wesentlichen rechteckigem Flachmaterial besteht, das an der Unterseite Vorsprünge 11 mit kreisförmigem Querschnitt trägt. Wie Fig. 1 zeigt, werden die Vorsprünge 11 in Bohrungen 12 des Isolierprofils 7 eingreifen und sich im vorliegenden Beispiel auf zwei Sicherheitsbolzen 8 abstützen (vgl. den in Fig. 2/3 dargestellten Endzustand). Es ist jedoch auch eine Abstützung auf drei oder mehreren Sicherheitsbolzen 8 möglich.

Nach Fig. 2/3 schließt die Unterkante des Flachmaterials der Stützbrücke 10 mit der Oberkante des Isolierprofils 7 ab und stützt sich gleichzeitig auf dem Längssteg 13 des Riegelprofils 2 ab.

Aus Fig. 2/3 geht außerdem deutlich hervor, daß die Vorsprünge 11 unsymmetrisch zu - der in Profillängsrichtung verlaufenden - Mittelachse der Stützbrücke 10 angeordnet sind. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, daß gleiche Stützbrücken 10 bei unterschiedlichen Glasdicken verwendet werden können, und zwar in der Anordnung gemäß Fig. 2 bei kleinen Glasdicken und in - um 180° gedrehter - Anordnung gemäß Fig. 3 bei größeren Glasdicken. Oberhalb der Stützbrücke 10 sind die Klötzchen 14 für die Verglasung in üblicher Weise anzuordnen.

Die Montage der Stützbrücken 10 gestaltet sich sehr einfach, da nach Anordnung der Sicherheitsbolzen 8 lediglich die Vorsprünge 11 in die vorbereiteten Bohrungen 12 eingeführt werden müssen.


Anspruch[de]
  1. 1. Rahmenkonstruktion in Pfosten-Riegel-Bauweise, insbes. für Fassaden, Dächer od. dgl., bestehend aus Pfostenprofilen (1), aus quer dazu sich erstreckenden Riegelprofilen (2) mit eingesetzten Glasscheiben (3) od. dgl. und aus an der Außenseite die Scheibenränder abdeckenden, mit den Pfostenund den Riegelprofilen (1, 2) verschraubten Deckprofilen (4), wobei zwischen den Deckprofilen (4) und den Pfosten- und Riegelprofilen (1, 2) jeweils Isolierprofile (7) bzw. (7&min;) vorgesehen sind und die den Riegelprofilen (2) zugeordneten Isolierprofile (7) durch in die Riegelprofile (2) ragende, metallische Sicherheitsbolzen (8) unterstützt sind, die untereinander zumindest teilweise durch ein metallisches Stützelement in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement aus mindestens einer, oberhalb des Isolierprofils (7) angeordneten Stützbrücke (10) besteht, die sich mit unterseitigen Vorsprüngen (11) auf den Sicherheitsbolzen (8) abstützt, und daß im Isolierprofil (7) Ausnehmungen (12) zur Aufnahme der Vorsprünge (11) vorgesehen sind.
  2. 2. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Stützbrücke (10) auf mindestens 2 Sicherheitsbolzen (8) abstützt.
  3. 3. Rahmenkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützbrücke (10) aus im wesentlichen rechteckigem Flachmaterial besteht, dessen Vorsprünge (11) kreisförmigen Querschnitts in Bohrungen (12) des Isolierprofils (7) eingreifen.
  4. 4. Rahmenkonstruktion nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterkante der Stützbrücke (10) mit der Oberkante des Isolierprofils (7) abschließt.
  5. 5. Rahmenkonstruktion nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Stützbrücke (10) auf einem Längssteg (13) des Riegelprofils (2) abstützt.
  6. 6. Rahmenkonstruktion nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (11) unsymmetrisch zu - der in Profillängsrichtung verlaufenden - Mittelachse der Stützbrücke (10) angeordnet sind.






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