PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3643912C2 29.09.1988
Titel Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungssysteme mit Direktwahl
Anmelder Vierling, Werner, Dipl.-Ing.;
Vierling, Manfred, Dipl.-Ing., 8553 Ebermannstadt, DE
Erfinder Piepenbrink, Werner, 8553 Ebermannstadt, DE
Vertreter Kemmler, M.; Peuser, W., Dr.-Ing., 8553 Ebermannstadt
DE-Anmeldedatum 22.12.1986
DE-Aktenzeichen 3643912
Offenlegungstag 07.07.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.09.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.09.1988
IPC-Hauptklasse H04Q 3/72
Zusammenfassung Die Schaltungsanordnung zum Identifizieren jedes rufenden Teilnehmers nach dem Hauptpatent ... (Anmeldung P 3542405.2-31), bei der die ruferseitige Funktionseinheit in zwei Untereinheiten aufgeteilt ist, nämlich eine bei den Anrufsuchern vorgesehene AS-Einheit und eine bei den I. Gruppenwählern vorgesehene GW-Einheit, wird hier so modifiziert, daß nicht bei jeder neuen Einstellung eines Anrufsuchers dessen Schritt über die z-Ader z-A von der AS-Einheit AS-E zur GW-Einheit GW-E übertragen wird, sondern aus dem in der GW-Einheit eintreffenden Abrufzeichen durch eine Gleichstromsendeschaltung GS ein Gleichstromsignal gewonnen wird, das über die z-Ader z-A zur AS-Einheit übertragen und dort von einer entsprechenden Empfangsschaltung GE aufgenommen wird. Nur wenn dieses Signal eintrifft, sendet eine Sendeschaltung für Wechselspannungen WS in der AS-Einheit die tonfrequenten Wechselspannungen aus, die die Rufernummer beinhalten. In der GW-Einheit werden diese über eine entsprechende Empfangsschaltung WE in eine Wicklung OLÜ des Ortsleitungsübertragers eingespeist. Die GW-Einheit weist noch einen Tonempfänger TE auf und die AS-Einheit einen Empfänger für Zählimpulse ZE. Auch die Wählimpulse werden als Gleichstromzeichen von der GW- zur AS-Einheit übertragen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine solche Schaltungsanordnung ist im Hauptpatent 35 42 405 beschrieben.

Sie geht aus von einer Anordnung, die durch die DE-OS 33 26 979 bekannt ist. Dort ist vorgeschlagen, jedem Wähler der ersten Gruppenwahlstufe die Funktionseinheit (A) fest zuzuordnen und dort die Ortsnetzkennzahl und den festen Teil der Rufnummer in einem einmalig programmierbaren Lesespeicher zu speichern, während der unterschiedliche Teil der Rufnummer jeweils nach Empfang eines Abrufzeichens von der Funktionseinheit (B) durch eine Diodenmatrix ermittelt und in einen Schreib-/Lesespeicher eingeschrieben wird, woraufhin die Inhalte beider Speicher durch einen Sender zu der Funktionseinheit (B) in der ankommenden End-Vermittlungsstelle übertragen werden. Weiterhin ist hier auch bereits vorgesehen, während der Übertragung der Rufnummer die Sprechadern zum Rufer aufzutrennen, um Manipulationen seitens des Rufers zu verhindern.

Um den Aufwand für die als Vorleistung zu erbringende Installation der ruferseitigen Funktionseinheit (A) in sämtlichen Endvermittlungsstellen zu reduzieren, ist schon vorgeschlagen worden, die ruferseitige Funktionseinheit (A) in einer einem Block von mehreren ersten Gruppenwählern zugeordnete Zentraleinheit und in je eine Impulsaufnahmeeinrichtung an den zu den Motoren der Anrufsucher führenden Dreharmen der pro Gestellrahmen zweimal vorhandenen Anrufordner aufzuteilen (DE-PS 35 17 017). Dabei käme man für einen Teilnehmerblock von 2200 Teilnehmern in typischer Mischung mit einer Zentraleinheit und 22 Impulsaufnahmeeinrichtungen aus.

Eine weitere Aufwandsverringerung wird durch die im Hauptpatent 35 42 405 aufgezeigte Lösung erzielt, in der die Verbindung zwischen der bei den Anrufsuchern angeordneten Untereinheit (AS-Einheit) und der bei den I. Gruppenwählern untergebrachten Untereinheit (GW-Einheit) der Funktionseinheit (A) über die vorhandenen z-Adern bewirkt wird.

Diese Lösung hat einmal den Vorteil, daß man zwischen den Anrufsuchern und den Einrichtungen an den ersten Gruppenwählern keine Leitungen zu ziehen braucht, und zweitens bringt sie eine vereinfachte Informationsverarbeitung und somit geringeren Aufwand für diese Verarbeitung, da beim Anrufsucher sämtliche Stellen der Rufnummer des rufenden Teilnehmers bekannt sind und nicht erst aus verschiedenen Informationen zusammengesetzt werden müssen.

Nachteilig daran ist, daß bei jeder neuen Belegung die Rufernummer von der AS-Einheit über die z-Ader zur GW-Einheit übertragen und dort gespeichert werden muß, gleichgülitg ob sie je von einer Funktionseinheit (B) abgefordert wird oder nicht. Da nur ein gewisser Prozentsatz aller Teilnehmer den Dienst der Rufernummern-Anzeige mieten wird, finden unnötig viele Übertragungsvorgänge mit Speicher- und Verarbeitungsbedarf statt.

Die Erfindung hat zum Ziel, die Anzahl der Übertragungsvorgänge auf das Maß der nötigen zu reduzieren und damit die GW-Einheit sowohl bezüglich der vorzuhaltenden Speicherplätze als auch von Verarbeitungsvorgängen weiter zu entlasten.

Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.

Der Vorteil dieser Lösung liegt darin, daß Signale, die die Rufernummer beinhalten, nur dann von der AS-Einheit zu GW-Einheit (und von dort natürlich zum gerufenen Teilnehmer) übertragen werden, wenn der gerufene Teilnehmer sich durch das Abrufzeichen als Berechtigter ausweist. Jede Zwischenspeicherung in der GW-Einheit entfällt damit, und mit ihr entfallen die für Ein- und Ausspeichern sowie Löschen erforderlichen Prozeduren.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels, das als Blockschaltbild in der Zeichnung dargestellt ist, näher beschrieben und in ihrer Wirkungsweise erläutert.

Die Zeichnung zeigt im oberen Teil die vorhandenen Einrichtungen des EMD-Systems, soweit sie in Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung von Bedeutung sind. Da ist im wesentlichen die z-Ader z-A, über die mit dem Kontakt z am I. GW angelegte Zählimpulse über einen Kontakt c1 des C-Relais und eine Kontaktbank des Anrufsuchers AS zum Gebührenzähler GZ gelangen, und zwar negative Impulse, die über die Wicklung G2 des G-Relais relativ niederohmig eingespeist werden. Ferner ist an die z-Ader z-A beim I. GW die hochohmige Wicklung G1 des G-Relais gegen Erde angeschlossen. Weiter von Bedeutung sind am I. GW die gegen Erde geschaltete Wicklung OLÜ des Ortsleitungsübertragers, über die Wechselspannungssignale auf den Sprechadern sowohl gesendet als auch empfangen werden können, und ein Punkt zwischen den beiden Wicklungen V1 und V2 des V-Relais, weil dort sowohl ein Kontakt a des die Wahlimpulse aufnehmenden A-Relais wie auch ein Kontakt c2 des den Belegungszustand kennzeichenden C-Relais zur Signalabfrage zur Verfügung stehen.

Schließlich ist noch Relais AB zu nennen, das seit Einführung der Ortszeitzählung für die Blockadefreischaltung des A-Teilnehmers sorgt.

Die Schaltungsanordnung der Erfindung besteht aus einer bei den Anrufsuchern untergebrachten AS-Einheit AS-E und einer bei den ersten Gruppenwählern untergebrachten GW-Einheit GW-E. Beide Einheiten werden wie im Hauptpatent von je einem Mikroprozessor mit zugehörigem Speicher, PAS und PGW, gesteuert.

Der Mikroprozessor PAS der AS-Einheit AS-E steht, wie es im Hauptpatent erläutert ist, mit den beiden Anrufordnern eines Gestellrahmens von 24 Anrufsuchern in Verbindung und ermittelt über die Anrufordner die jeweiligen Stellung jedes auf einen Vermittlungswunsch hin anlaufenden Anrufsuchers. Ihr ordnet er die vollständige Rufnummer dieses Teilnehmers zu. An den Mikroprozessor PAS sind ferner je ein Empfänger für positivie und negative Gleichstromsignale, GE und ZE, angeschlossen, die über Multiplexschaltungen MUX1 und MUX2 unter Steuerung durch den Mikroprozessor PAS wahlweise an je eine der 24 z-Adern z-A eines Gestellrahmens anschließbar sind, und eine Sendeschaltung für tonfrequente Wechselstromsignale WS, der unter Steuerung durch den Mikroprozessor PAS über eine weitere Multiplexschaltung MUX3 die von einem Generator G, der ebenfalls vom Mikroprozessor PAS gesteuert wird, erzeugten tonfrequenten Signale zugeführt werden.

In der GW-Einheit GW-E ist wie beim Hauptpatent an jede Wicklung OLÜ ein Tonempfänger TE angeschlossen, der über eine Multiplexschaltung MUX5 vom Mikroprozessor PGW abgefragt werden kann. Eine weitere Multiplexschaltung MUX4 dient der Abfrage der Kontakte a und c2 durch den Mikroprozessor PGW.

Zusätzlich zu diesen bereits im Hauptpatent enthaltenen Einrichtungen ist hier noch eine Sendeschaltung für Gleichstromsignale GS vorgesehen, die einerseits vom Mikroprozessor PGW gesteuert werden kann und andererseits über einen Widerstand R2 die Signale von den Kontakten a und c2 direkt übernimmt. Sie ist ausgangsseitig über die hochohmige Wicklung G1 des G-Relais, die aus diesem Grund durch eine Z-Diode D2 von ca. 15 V vom dort sonst direkt anliegenden Erdpotential getrennt werden muß, an die z-Ader angeschlossen. Die Sendeschaltung GS läßt sich recht kostengünstig durch einen Operationsverstärker in üblicher Beschaltung realisieren.

Weiterhin zusätzlich enthält die GW-Einheit GW-E hier eine an die z-Ader z-A angeschlossene Empfangsschaltung für Wechselstromsignale WE, die ausgangsseitig an die Wicklung OLÜ führt, und zwar an den gleichen Punkt, an dem auch der Eingang des Tonempfängers TE liegt.

Die Anordnung arbeitet wie folgt:

Über die Information von den Anrufordnern ermittelt der Mikroprozessor PAS in der AS-Einheit AS-E bei jeder neuen AS-Einstellung die Rufnummer des rufenden Teilnehmers. Sobald der I. Gruppenwähler belegt wird, schließt der Kontakt c2. Das Schließen des Kontaktes c2 bewirkt einen negativen Potentialsprung, der über die Multiplexschaltung MUX4 zum Mikroprozessor PGW gelangt und gleichzeitig über den Widerstand R2 dem invertierenden Eingang der Sendeschaltung für Gleichstromsignale GS zugeführt wird. Die Widerstände R1, R2 sind so ausgelegt, daß im Ruhezustand +5 V am Eingang der Sendeschaltung für Gleichstromsignale GS liegen, die bei Belegung auf 0 V abgesenkt werden. Die Ausgangsspannung steigt daraufhin von 0 V auf +15 V, und auf der z-Ader, die nun über den Kontakt c1 mit der AS-Einheit AS-E verbunden ist, erscheint eine Gleichspannung von etwa +15 V. Um diese Spannung vom Zähler GZ fernzuhalten, ist zwischen den Abgriff der AS-Einheit AS-E und den Zähler GZ eine Diode D1, die für Spannungen positiver Polarität in Sperrichtung liegt, eingeschleift. Über die Multiplexschaltung MUX1 nimmt die Empfangsschaltung für positive Gleichspannungen GE einen Teil der Gleichspannung von ca. +5 V auf und gibt ein Signal an den Mikroprozessor PAS weiter. Die Belegung ist damit bei beiden Mikroprozessoren, PAS und PGW, gespeichert.

Bei der nachfolgenden Wahl schließt und öffnet der Kontakt a im Rhythmus der Wahlimpulse und bewirkt dadurch positive Spannungssprünge, die über die Multiplexschaltung MUX4 den Prozessor PGW und über den Widerstand R2 die Sendeschaltung für Gleichstromsignale GS erreichen. Diese gibt sie als 0-V-Potential auf die z-Ader z-A, von wo sie über die Multiplexschaltung MUX1 und die Empfangsschaltung GE zum Mikroprozessor PAS gelangen. Die angewählte Nummer wird auf diese Weise wieder von beiden Mikroprozessoren, PAS und PGW, registriert.

Während der dritten Wahlimpulsserie wird, wie beim Hauptpatent, vom Mikroprozessor PGW gesteuert das Relais TR erregt und trennt die Sprechadern zum rufenden Teilnehmer hin auf, so daß dieser bei der evtl. nachfolgenden Übertragung seiner Rufnummer diese Übertragung weder stören noch manipulieren kann.

Der Tonempfänger TE an der Wicklung OLÜ nimmt die während des Verbindungsaufbaus und danach auf den Sprechadern auftretenden Hörtöne auf und gibt sie zur Auswertung an den Mikroprozessor PGW weiter. Sobald dieser das von der Vermittlungsstelle des gerufenen Teilnehmers gesendete Abrufzeichen identifziert, hebt er für 100 ms das Potential am invertierenden Eingang der Sendeschaltung für Gleichstromsignale GS auf die im Ruhezustand herrschenden +5 V an, woraufhin deren Ausgangsspannung und damit die an der z-Ader liegende Spannung zurückgeht. In der AS-Einheit AS-E gibt die Empfangsschaltung für positive Gleichspannungen GE die Unterbrechung des Belegungszustands an den Mikroprozessor PAS weiter, der sie zeitlich auswertet. Wenn man 100 ms wieder +5 V am Eingang der Empfangsschaltung GE anstehen, führt der Mikroprozessor PAS der Sendeschaltung für Wechselstromsignale WS über die Mikroplexschaltung MUX3 die vom Generator G erzeugten Frequenzen zu, die er wiederum so steuert, daß sie codiert der Rufnummer des rufenden Teilnehmers entsprechen. Über die z-Ader z-A gelangen diese Wechselstromsignale an die entsprechende Empfangsschaltung WE in der GW-Einheit GW-E, und werden dort direkt in die Wicklung OLÜ eingespeist, durch die sie über die Sprechadern zum gerufenen Teilnehmer übertragen werden. Die Empfangsschaltung WE hat dabei lediglich die Wirkung eines Impedenzwandlers. Dieses Senden von der AS-Einheit AS-E zur GW-Einheit GW-E und von dort weiter findet also nur dann statt, wenn der gerufene Teilnehmer an den betreffenden Dienst angeschlossen ist, was nur bei einem gewissen Prozentsatz aller Teilnehmer zu erwarten ist. Die Übertragung schließt mit einem Endezeichen definierter Dauer, das vom Mikroprozessor PGW dahingehend ausgewertet wird, daß er das Relais TR wieder abwirft, so daß der Sprechweg zum rufenden Teilnehmer geschlossen wird.

Trifft während oder nach Ende eines Verbindungsaufbaus ein Besetztzeichen ein, wird es vom Tonempfänger aufgenommen und dem Mikroprozessor PGW zugeleitet. Dieser veranlaßt das sofortige Abwerfen des Relais TR und nach Auswerten von z. B. sechs Besetzttönen das Ansprechen des Relais AB, mit dem die Verbindung ab dem ersten Gruppenwähler ausgelöst wird.

Das Relais AB wird des weitern erregt, wenn der Teilnehmer nach erfolgtem Verbindungsaufbau weiterwählt, z. B. um die Übertragung seiner Rufnummer zu stören. Die Information darüber erhält der Mikroprozessor PGW über die Multiplexschaltung MUX4 vom a-Kontakt.

Wenn der Teilnehmer seine eigene Ortsnetzkennzahl wählt, was aus technischen Gründen nicht erwünscht ist, erkennt das der Mikroprozessor PAS in der AS-Einheit AS-E und sendet mittels der Sendeschaltung für Wechselstromsignale ein definiertes tonfrequentes Signal über die z-Ader z-A zur GW-Einheit GW-E. Es wird über den Wechselstromempfänger WE und den Tonempfänger TE zum Mikroprozessor PGW geleitet, der für Erregung des Relais AB sorgt und somit keinen Verbindungsaufbau zuläßt.

Das gleiche geschieht, wenn eine Nummer gewählt wird, für die beim Mikroprozessor PAS ein Vermerk gespeichert ist, daß sie vom Apparat des betreffenden Teilnehmers nicht gewählt werden darf, z. B. eine mit 0 beginnende Nummer (Fernsperre) oder eine mit 00 beginnende Nummer (Auslandssperre) oder eine außereuropäische Nummer (Interkontinentalsperre). Den Eintrag eines solchen Vermerks kann dann jeder Teilnehmer, auch mit zeitlicher Beschränkung, etwa jeweils von 8.00- 18.00 Uhr, mieten.

Das Relais TR wird vor Übertragung der Rufernummer zum gerufenen Teilnehmer abgeworfen, wenn vom gerufenen Teilnehmer kein Abrufzeichen gesendet wird oder wenn vor der Übertragung der erste Zählimpuls eintrifft, weil der gerufene Teilnehmer zu schnell abgehoben hat. Der Zählimpuls negativer Polarität gelangt über die Diode D1 zum Gebührenzähler GZ und über die Empfangseinrichtung für negative Gleichspannungen ZE zum Mikrprozessor PAS. Wenn der rufende Teilnehmer über eine Geheimnummer verfügt, ist das auch beim Prozessor PAS vermerkt. Er meldet diese Tatsache wieder durch ein definiertes Tonfrequenzsignal zum Prozessor PGW, der daraufhin auch sofort das Relais TR abwirft. Die Übertragung der Rufnummer unterdrückt der Mikroprozessor PAS selbst.

Die beschriebene Schaltungsanordnung zeichnet sich durch besondere Betriebssicherheit aus, weil über die z-Ader in der Richtung von der AS-Einheit AS-E zur GW-Einheit GW-E nur tonfrequente Wechselstromsignale übertragen werden und auch nur dann, wenn sie wirklich benötigt werden, während in der umgekehrten Richtung nur Gleichstromsignale übertragen werden, die größtenteils vom Mikroprozessor PGW unabhängig sind, z. B. die die Belegung und die Wahl kennzeichnenden Signale. Ein Mikroprozessor PGW kann also einer größeren Zahl von ersten Gruppenwählern zugeordnet werden, z. B. 12 oder 24. Selbst ein Ausfall dieses Bauteils stört das normale Telefonieren nicht. Da Belegung und Wahl unabhängig vom Mikroprozessor PGW zur AS-Einheit AS-E signalisiert werden, kann der dortige Mikroprozessor jedes Gespräch nach Dauer und Zielort für einen Einzelgebührennachweis verarbeiten. Einen Zählvergleich kann er mittels der Empfangseinrichtung ZE ohnehin durchführen.

Was immer für Besonderheiten mit der Nummer eines rufenden Teilnehmers verbunden sind, wird beim Mikroprozessor PAS gespeichert. Verbindet man diesen über eine nach dem Stand der Technik konfigurierbare Übertragungs-Schnittstelle mit einer zentralen Datenverarbeitung, kann sich der betreffende Speicher räumlich auch an anderer Stelle, z. B. in einer Datei befinden. Der Prozessor PAS sendet dann die jeweilige Rufnummer zur Datei DV und erhält von dort die spezifischen Vermerke, wie Auslandssperre oder Einzelgebührennachweis, mitgeteilt. Diese Vermerke können daher leicht und schnell, z. B. täglich, geändert werden.

Anstelle der Rufernummer genügt es in diesem Fall auch, lediglich die Stellung des Anrufsuchers zur Datei DV zu übertragen. Neben der Zuordnung anderer Merkmale kann sie auch die Umsetzung in die vollständige Rufnummer übernehmen und diese dem Mikroprozessor PAS mitteilen.

Der Speicherbedarf in der AS-Einheit AS-E wird damit deutlich reduziert.

Neben der Teilnehmer-Identifizierung und den verschiedenen Sperrfällen kann die beschriebene Schaltungsanordnung auch zum Zählvergleich und zum Einzelgebührennachweis eingesetzt werden, da alle dafür benötigten Daten in der AS-Einheit (AS-E) vorliegen. Sie können auch allgemein zur Gebührenzählung benutzt werden, was den Vorteil einer Abfrage von einer zentralen Stelle und ihrer elektronischen Weiterverarbeitbarkeit hätte. Momentan müssen alle Zähler an Ort und Stelle abgelesen werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungssysteme mit Direktwahl zum zwangsweisen Identifizieren jedes rufenden Teilnehmers vor Gesprächsbeginn auch über mehrere Vermittlungsstellen hinweg, bei der vor Gesprächsbeginn eine dem gerufenen Teilnehmer in der End-Vermittlungsstelle zugeordnete Funktionseinheit bei ankommender Belegung ein tonfrequentes Abrufzeichen an eine der ersten Gruppenwahlstufe der gehenden Vermittlungsstelle zugeordnete Funktionseinheit sendet, welche mittels eines Senders die teils aus einem Identifiziervorgang ermittelte und in einem Schreibspeicher zwischengespeicherte, teils fest in einem einmalig programmierbaren Lesespeicher enthaltene Rufnummer des rufenden Teilnehmers (Rufers) und dessen ebenfalls fest in einem Lesespeicher gespeicherte Ortsnetzkennzahl (ONKZ) als Rufnummer über die Speicheradern zu der dem gerufenen Teilnehmer zugeordneten Funktionseinheit überträgt, welche die Rufernummer empfängt und zur Anzeige beim gerufenen Teilnehmer weiterleitet oder abspeichert, wobei die ruferseitige Funktionseinheit funktionell in zwei Untereinheiten unterteilt ist, von denen die eine bei den Anrufsuchern (AS-Einheit) vorgesehen ist und deren Stellung verfolgt, während die andere bei den I. Gruppenwählern (GW-Einheit) vorgesehen ist und über das Aussenden der Rufnummer an den gerufenen Teilnehmer entscheidet, und wobei zur Verbindung der AS-Einheit mit der oder den bei den I. Gruppenwählern vorgesehenen GW-Einheiten die vorhandenen z-Adern herangezogen werden, nach Patent 35 42 405, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender (WS) für die Rufnummer in der bei den Anrufsuchern vorgesehenen AS-Einheit (AS-E) enthalten ist und die bei den I. Gruppenwählern vorgesehene GW-Einheit (GW-E) bei Empfang des Abrufzeichens durch einen Tonempfänger (TE) ein Gleichstromzeichen über die jeweils zugehörige z-Ader zur AS-Einheit (AS-E) überträgt, das dort die Einschaltung des Senders (WS) für die als Serie tonfrequenter Wechselspannungen übertragene Rufernummer bewirkt.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeschaltung für das Gleichstromzeichen (GS) über einen Spannungsteilerwiderstand (R2) auch die Signale von den vorhandenen Kontakten (a) und (c2) des A- und des C-Relais abnimmt und sie über die z-Ader (z-A) zur AS-Einheit (AS-E) überträgt.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender (WS) für die Rufernummer zur Signalisierung in Richtung von der AS-Einheit (AS-E) zur GW-Einheit (GW-E) benutzt wird.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com