PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3813820A1 29.09.1988
Titel Funk-Fernwirkanlage und Verfahren zum Betreiben derselben
Anmelder Brendel, Wolfgang, Dipl.-El.-Ing., 7180 Crailsheim, DE
Erfinder Brendel, Wolfgang, Dipl.-El.-Ing., 7180 Crailsheim, DE
Vertreter Müller, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7100 Heilbronn
DE-Anmeldedatum 22.04.1988
DE-Aktenzeichen 3813820
Offenlegungstag 29.09.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.09.1988
IPC-Hauptklasse H04Q 9/02
IPC-Nebenklasse G08C 17/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Funk-Fernwirkanlage zum Übermitteln von Steuerbefehlen in eine Maschine und eine diesbezügliche Funk-Fernwirkanlage.

Funk-Fernwirkanlagen stellen Funk-Fernsteuerungen zur Fernbedienung von Maschinen, insbesondere von Freiluft- oder Hallenkranen, Lokomotiven und sonstigen Geräten der Fördertechnik dar. Das ein Fördergerät steuernde Bedienpersonal kann sich beim Benutzen einer Funk-Fernsteuerung unmittelbar am Ort der Lastaufnahme befinden, so daß der personelle Einsatz von Einweisern überflüssig wird. Dadurch können Mißverständnisse in der Informationsübermittlung zwischen Einweiser und Bedienpersonal vermieden werden.

Funk-Fernwirkanlagen der hier interessierenden Art arbeiten auf speziellen, für gewerbliches Fernwirken vorgesehenen Funkkanälen. Im Gebiet der Deutschen Bundespost liegen diese Kanäle z. B. im VHF-Band (2 m-Band, 140-170 MHz), im UHF- Band (70 cm-Band, 420-470 MHz) und im SHF-Band (2,45-2,50 GHz). Die Fernwirkfunkfrequenzen im UHF-Band und SHF- Band werden zum Teil auch von Funkdiensten im Bereich von ISM-Anwendungen (Industrial Scientific and Medical Applications) benutzt.

STAND DER TECHNIK

Die Funk-Fernwirkanlagen der eingangs genannten Art arbeiten mit frequenzmodulierten Funksignalen. Arbeiten nun zwei oder mehr derartige frequenzmodulierte Sender auf einem Kanal (einer Frequenz) so ist die Frage, welches Signal in einem Empfänger dieser Frequenz demoduliert, also "hörbar" gemacht wird, allein die Empfangsfeldstärke am Standort der Empfangsantenne entscheidend. Funkfrequenzen höherer Frequenzen breiten sich mit der Höhe der Frequenz zunehmend quasi-optisch aus. Bei einem beispielsweise in großer Höhe an einem Kran angebrachten Empfänger kann so ein Fremdsender auch bei möglicherweise gleicher Ausgangsleistung wie der dem Kran zugeordnete eigene, im Bereich unterhalb des Krans positionierte Sender stärker beim Empfänger einfallen als der eigene Sender, insbesondere, wenn durch bauliche Gegebenheiten das Signal vom eigenen Sender abgeschwächt wird. Da bezüglich des Empfängers der stärker einfallende Sender den schwächer einfallenden wegdrückt, ist in diesem Fall der Funkkontakt zwischen dem Empfänger und dem eigenen Sender gestört. Dies hat zur Folge, daß der Kran oder das sonstige Fördergerät nicht mehr per Funk gesteuert werden kann.

Abhilfe kann nun dadurch geschaffen werden, daß Sender und Empfänger den Funkkanal wechseln. Dies bedeutet aber, daß die den Sender bedienende Person beispielsweise auf einen sehr hohen Kran hinaufsteigen müßte, um dort am Empfänger eine andere Frequenz bzw. einen anderen Kanal einzustellen. Abgesehen davon, daß das Rauf- und Runtersteigen an einem Kran körperlich sehr anstrengend und zeitaufwendig ist, führt dieses Kanalwechseln nicht zwingend zum Erfolg: Da im Bereich des Empfängers der diesem Empfänger zugeordnete Sender in der Regel das stärkste Empfangssignal bewirken wird, läßt sich nicht mit Sicherheit feststellen, ob der neu ausgewählte Kanal auch unter normalen Arbeitsbedingungen, d. h. bei Bedingungen, wo sich der Sender wieder im Fußbereich des Krans befindet, noch der "richtige" Kanal ist, auf dem ungestörte Funksignale vom eigenen Sender empfangen werden können. Es kann also passieren, daß die den Sender bedienende Person noch einmal den Kran besteigen muß, um nochmal den Kanal zu wechseln. Während der Kanalwechsel beim Sender leicht zu bewerkstelligen ist, gestaltet sich der Kanalwechsel beim Empfänger damit in aller Regel sehr aufwendig oder sogar schwierig.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betreiben einer Funk-Fernwirkanlage und eine entsprechende Funk-Fernwirkanlage der eingangs genannten Art anzugeben, mit der die aus dem vorstehenden Stand der Technik erwähnten Nachteile vermieden werden und mit der es möglich wird, Maschinen wie z. B. Geräte der Fördertechnik problemlos und sicher zu betreiben.

Diese Erfindung ist für das Verfahren durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 und für die Funk-Fernwirkanlage durch die Merkmale des Patentanspruchs 10 gegeben. Eine Funk-Fernwirkanlage mit einem mehrkanaligen Funksender und einem mehrkanaligen Funkempfänger für frequenzmodulierte, Sender und Empfänger speziell zugeordnete Funksignale zeichnet sich verfahrensmäßig nach der Erfindung dementsprechend dadurch aus, daß die Funkkanäle im Empfänger bei gestörtem oder nicht vorhandenem Empfang dieser Funksignale automatisch so oft auf einen jeweils weiteren der vorhandenen Kanäle umgeschaltet werden, bis einer dieser weiteren Kanäle einem am Sender neu ausgewählten Kanal entspricht und die Funksignale dieses Senders wieder ungestört empfangen werden. Beim Anwenden dieses Verfahren braucht die den Sender bedienende Person beim störenden Wirksamwerden eines fremden Senders sich nicht mehr zum Empfänger zu begeben, um diesen auf einen anderen Kanal einzustellen, der sich dann nachträglich beim Bedienen des Kanals als ein ebenfalls gestörter Kanal heraustellen könnte, sondern braucht lediglich am Sender einen anderen Kanal einzustellen und dann abzuwarten, ob die betreffende Maschine wie z. B. ein Kran oder dergleichen sich wieder bedienen läßt. Dieses Umschalten kann problemlos wiederholt werden, falls auch auf dem neuen Kanal der Funkverkehr zwischen Sender und Empfänger gestört sein sollte.

Um zu verhindern, daß bei sehr kurzzeitigen Funkunterbrechungen sofort im Empfänger der zuletzt benutzte Funkkanal gewechselt wird, kann in vorteilhafter Weise dieser Kanalumschaltvorgang erst nach einer vorbestimmten Zeitspanne gestartet werden. Das Umschalten von Kanal zu Kanal kann dabei in vorbestimmter Reihenfolge, zyklisch oder durch einen Quasi-Zufallsgenerator gesteuert erfolgen.

Nach einer speziellen Ausführungsform der Erfindung wird das Umschalten im Empfänger von einem Kanal auf einen anderen so durch die die Funksignale im Empfänger auswertende Elektronik beeinflußt, daß nur bei als richtig erkannten Funksignalen der Umschaltvorgang für eine vorbestimmte Zeitspanne unterbrochen wird. Bei Funksignalen, die von dem dem Empfänger als richtig empfangen erkannt werden, wird der Umschaltvorgang von einem Kanal auf den anderen unterbrochen, so daß ein bestimmter Kanal im Empfänger eingerastet vorhanden bleibt.

Um den Funkbetrieb optimal sicher zu gestalten, wird das im Hochfrequenz-Empfangsteil demodulierte niederfrequente Funksignal zweimal getrennt voneinander ausgewertet und bei dieser Auswertung dementsprechend zwei voneinander unbeeinflußte Steuersignale für den Umschaltvorgang erzeugt. Dabei kann nur durch diese beiden Steuersignale gemeinsam der Umschaltvorgang unterbrochen werden. Das Auswerten erfolgt in einer redundanten, d. h. fehlererkennenden Übertragungsprozedur, wobei die zum Auswerten benutzten elektronischen Bauteile diversitär, d. h. aus unterschiedlichen Fertigungschargen zusammengesetzt sind.

Statt die zum Unterbrechen des Umschaltvorganges erforderlichen Steuersignale aus den die Steuerbefehle für das Betreiben der Maschine enthaltenden Funksignalen zu gewinnen, ist es auch möglich, zwei Arten von Funksignalen nacheinander zu übertragen, wobei die erste dieser beiden Arten zum Erzeugen der den Umschaltvorgang unterbrechenden Steuersignale und die zweite dieser beiden Arten zum übermitteln der Steuerbefehle für die Maschine verwendet werden. Um leicht feststellen zu können, wann von dem Senden der ersten Art von Funksignalen auf das Senden der zweiten Art von Funksignalen umgeschaltet werden kann, da im Empfänger der Umschaltvorgang unterbrochen und damit ein freier Kanal festgestellt worden ist, kann jede Unterbrechung dieses Umschaltvorganges durch ein Signal kenntlich gemacht werden. Dieses Signal ist in bevorzugter Weise ein optisches oder akustisches Signal dergestalt, daß es von der den Sender bedienenden Person problemlos erkannt werden kann.

Als vorteilhaft hat es sich herausgestellt, die Funksignale in Form von digitalen Datentelegrammen zu übermitteln, die eine bei anderen Funk-Fernwirkanlagen nicht wiederholte Kennung enthalten. Durch eine dementsprechende Adresskodierung im Datentelegramm wird sichergestellt, daß der Empfänger nur die Befehle des ihm zugehörigen Senders ausführt. Diese Systemadresse wird in bevorzugter Weise dem Sender und Empfänger fest einprogrammiert und nur für die jeweils vorhandene Fernwirkanlage vergeben. Dadurch wird erreicht, daß beispielsweise ein funkbetriebener Kran nur auf Funkbefehle des eigenen Kranfahrers reagiert und nicht durch einen fremden Sender gesteuert werden kann.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich durch die in den Unteransprüchen weiterhin aufgeführten Merkmale, wobei beliebige Rückbeziehungen möglich sind.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird im folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 ein Blockschaltbild für eine erste Möglichkeit nach der Erfindung zum automatischen und fehlersicheren Einstellen eines Funkkanals in einem Empfänger und

Fig. 2 ein Blockschaltbild nach einer gegenüber Fig. 1 abgewandelten weiteren entsprechenden Möglichkeit nach der Erfindung.

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

Ein Fernwirkempfänger 10 besitzt eine Antenne 12 zum Empfangen von frequenzmodulierten Funksignalen eines nicht näher dargestellten Funksenders. Von der Antenne 12 werden die Funksignale einem Hochfrequenz-Empfangsteil 14 zugeführt, in dem die Signale in niederfrequente Signale demoduliert werden. Diese Signale werden über eine Leitungsverbindung 16 sowohl einem ersten Decoder 18 als auch einem zweiten Decoder 20 zum Auswerten zugeführt. In diesen Decodern 18, 20 werden die empfangenen Datensignale auf die in der Übertragunsprozedur festgelegten Kriterien überprüft. Nach positivem Prüfergebnis werden von diesen Decodern 18, 20 Steuerbefehle 19, 21 zum Bewegen der durch die Funksignale zu bewegenden Maschine ausgegeben.

Von den Decodern 18, 20 wird im Rahmen der Auswertung je ein Stopp-Signal 22, 24 abgeleitet, das über eine Leitungsverbindung 26, 28 einer Frequenz-Wahlschaltung 30 zugeführt wird.

Der Empfänger 10 besitzt die Möglichkeit, auf verschiedenen Frequenzen (Kanälen) Funksignale zu empfangen. Die jeweils im Hochfrequenz-Empfangsteil 14 festgelegte Frequenz wird durch die Frequenz-Wahlschaltung 30 eingestellt. Von der Frequenz- Wahlschaltung 30 wird über eine Datenleitung 31 die jeweils eingestellte Frequenz in das Hochfrequenz-Empfangsteil 14 einprogrammiert. Innerhalb der Frequenz-Wahlschaltung 30 können unterschiedliche Kombinationen von verschiedenen Frequenzen beliebig, so beispielsweise zyklisch oder gesteuert durch einen Quasi-Zufallsgenerator, eingestellt werden.

Das Umschalten von einer Frequenz (Kanal) auf eine(n) andere(n) Frequenz (Kanal) erfolgt immer dann, wenn keine Stopp-Signale 22, 24 in der Frequenz-Wahlschaltung 30 empfangen werden. Beide Stopp-Signale 22, 24 müssen gemeinsam in der Frequenz-Wahlschaltung 30 ankommen, um das Umschalten zu unterbrechen, was eine vergrößerte Sicherheit des funktechnischen Betriebs mit sich bringt.

Sobald also vom Empfänger 10 durch die Decoder 18, 20 als "richtig" erkannte Funksignale eintreffen, und dementsprechend zwischen Sender und Empfänger 10 ein ungestörter Funkbetrieb abläuft, wird der jeweilige Funkkanal durch Unterbrechen des Umschaltvorganges in der Frequenz-Wahlschaltung 30 beibehalten. Das Einrasten eines entsprechenden Kanals wird durch eine optisch/akustische Signalabgabe kenntlich gemacht.

Das Hochfrequenz-Empfangsteil 14 empfängt so für eine festgelegte Zeitdauer auf jeder der durch die Frequenz-Wahlschaltung 30 festgelegten Frequenz so lange, wie von dem zugeordneten Sender ungestörte Signale empfangen werden.

Die in der Frequenz-Wahlschaltung 30 festgelegten Frequenzen sind identisch mit denen des diesem Empfänger 10 fest zugeordneten Funksenders. Die eindeutige Zuordnung erfolgt dadurch, daß die Befehle der Funk-Fernsteuerung in einem sogenannten digitalen Datentelegramm übertragen werden, wobei jedes Datentelegramm mit einer individuellen Geräteadresse versehen ist, die nur bei einer ganz bestimmten Sender-Empfänger-Konstellation, d. h. bei einer ganz bestimmten Funk- Fernwirkanlage vorhanden ist. Jeder Empfänger hört damit nur auf "seinem" Sender, den er an der gemeinsamen Geräteadresse erkennt. Steuerbefehle eines anderen Senders, der zufällig in der Nähe und auf dem gleichen Funkkanal arbeitet, können damit nicht ausgeführt werden.

Sofern nach dem Auftreten einer Störung, im Verlauf dessen keine Stopp-Signale 22, 24 mehr an der Frequenz-Wahlschaltung 30 ankommen und infolgedessen das Hochfrequenz-Empfangsteil 14 durch die Frequenz-Wahlschaltung 30 fortwährend auf andere Kanäle umprogrammiert wird, wieder ein Kanal in der Frequenz-Wahlschaltung 30 eingerastet bleibt, weil über diesem Kanal von dem eigenen Sender ungestört Funksignale empfangen werden können, wird dies der den Sender bedienenden Person z. B. akustisch oder optisch mitgeteilt. Die Bedienperson wird also nur so lange von Hand die Sendefrequenz am Sender wechseln, bis der Empfänger das Einrasten eines Kanals signalisiert hat.

Die Frequenz-Wahlschaltung 30 ist mit einer einstellbaren Totzeit ausgestattet, die verhindert, daß bei kurzzeitigen Funkunterbrechungen sofort ein Suchvorgang von der Frequenz- Wahlschaltung 30 gestartet wird.

Dadurch, daß nur gemeinsam von mindestens zwei voneinander unabhängigen Signaldecodern 18, 20 der Vorgang des Frequenzwechsels gestoppt werden kann, wird erreicht, daß auch bei Auftreten eines Fehlers in den Signaldecodern kein Einrasten auf ein Sendesignal eines anderen, in Funkreichweite des Empfängers gelegenen Senders möglich ist. Die Betriebssicherheit der verwendeten Funk-Fernwirkanlage wird weiter dadurch erhöht, daß die Signaldecoder 18, 20 in Hardware und Software diversitär aufgebaut sind, um so das Gesamtsystem einfehlersicher auch gegen systematische Bauteilefehler z. B. einer gesamten Charge von Mikroprozessoren eines Zulieferers zu schützen.

Bei dem in Fig. 2 dargestellten Blockschaltbild wird im Gegensatz zu der Darstellung gemäß Fig. 1, bei der die beiden notwendigen Stoppsignale 22, 24 für den Frequenzsuchgang aus den beiden Decodern 18, 20 abgeleitet werden, die auch und hauptsächlich für die Befehlsausgaben 19, 21 zuständig sind, Stoppsignale 40, 42 für die Frequenz-Wahlschaltung 30 durch aus mindestens zwei speziell hierfür vorgesehene Zusatzdecoder 44, 46 ermittelt. Hierfür wird ein eigenes Kennungssignal bzw. Datentelegramm zum übertragen von Funksignalen benutzt, welches ebenfalls mit einer nicht wiederkehrenden Adresskennung und einer fehlererkennenden Übertragungsprozedur ausgestattet ist. Dieses spezielle Datentelegramm oder Kennungsmerkmal wird von den Decodern 48, 50, die für die Befehlsausgaben 19 und 21 zuständig sind, nicht ausgewertet.

Dieser in Fig. 2 dargestellte Empfänger 10.1 erfordert senderseits die Möglichkeit der Erzeugung und Aussendung eines nur für den Frequenzsuchgang notwendigen Kennungssignals. Nach dem Einrasten der Frequenz-Wahlschaltung 30 auf die im Sender eingestellte Frequenz, gegebenenfalls mit entsprechender optisch/akustischer Rückmeldung, wird dann senderseits auf ein Datentelegramm für die Übermittlung der Steuerbefehle 19, 21 umgeschaltet.

Das Erzeugen der nur für den Frequenzsuchgang notwendigen Kennungssignale kann senderseits entweder durch eine eigene Schaltung vorgenommen werden oder, z. B. bei mikroprozessorgesteuerten Systemen, durch eine spezielle Software generiert werden.

Bei dem Empfänger 10.1 ist damit das Hochfrequenz-Empfangsteil 14 über eine Leitung 16.1 sowohl mit den beiden Decodern 48, 50 als auch mit den Zusatzdecodern 44, 46 verbunden. Über die Leitung 16.1 werden somit zu den Decodern 48, 50 die Datentelegramme für die Übermittlung der Steuerbefehle und zu den Zusatzdecodern 44, 46 Datentelegramme zum Unterbrechen des Umschaltens in der Frequenz-Wahlschaltung 30 geleitet.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Betreiben einer Funk-Fernwirkanlage zum Übermitteln von Steuerbefehlen an eine Maschine, wobei

    1. - die Funk-Fernwirkanlage mit einem mehrkanaligen Funksender und einem mehrkanaligen Funkempfänger für frequenzmodulierte Funksignale ausgestattet ist und
    2. - Sender und Empfänger durch spezielle Funksignale einander zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß
    3. - die Funkkanäle im Empfänger bei gestörtem oder nicht vorhandenem Empfang dieser Funksignale automatisch so oft auf einen jeweils weiteren der vorhandenen Kanäle umgeschaltet werden, bis einer dieser weiteren Kanäle einem am Sender neu ausgewählten Kanal entspricht und die Funksignale dieses Senders wieder ungestört empfangen werden.


  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanalumschaltvorgang im Empfänger nach Auftreten eines gestörten oder nicht vorhandenen Empfangs von Funksignalen erst nach einer vorbestimmten Zeitspanne gestartet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle im Empfänger zyklisch oder gesteuert durch einen Quasi-Zufallsgenerator umgeschaltet werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umschalten im Empfänger auf einen weiteren Kanal so durch die Auswertelektronik beeinflußt wird, daß nur bei als richtig erkannten Funksignalen der Umschaltvorgang unterbrochen wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die im Hochfrequenz-Empfangsteil demodulierten niederfrequenten Funksignale zumindest zweimal getrennt voneinander ausgewertet werden und bei dieser Auswertung dementsprechend zumindest zwei voneinander unbeeinflußte Steuersignale für den Umschaltvorgang erzeugt werden, wobei nur durch die zumindest beiden Steuersignale gemeinsam der Umschaltvorgang unterbrochen werden kann.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß

    1. auf einem vorbestimmten Kanal zwei Arten von Funksignalen nacheinander übertragen werden,
    2. - die erste dieser beiden Arten zum Erzeugen der den Umschaltvorgang unterbrechenden Steuersignale verwendet wird und
    3. - die zweite dieser beiden Arten zum übermitteln der Steuerbefehle für die Maschine verwendet wird.


  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Unterbrechung des Umschaltvorganges durch ein optisches oder akustisches Signal kenntlich gemacht wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß

    1. - zunächst auf gegebenenfalls verschiedenen Kanälen die erste Art von Funksignalen so oft gesendet wird, bis der Umschaltvorgang im Empfänger unterbrochen ist, und
    2. - dann auf dem durch den Umschaltvorgang bestimmten Kanal die zweite Art von Funksignalen gesendet wird.


  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Funksignale Datentelegramme sind, die eine bei anderen Funk-Fernwirkanlagen nicht wiederholt Kennung enthalten.
  10. 10. Funk-Fernwirkanlage zum übermitteln von Steuerbefehlen an eine Maschine, mit

    1. - einem mehrkanaligen Funksender mit einer Vorrichtung zum Auswählen einen der Kanäle und zum Auswählen der auf diesem Kanal zu übertragenden frequenzmodulierten Funksignale, und
    2. - einem mehrkanaligen Funkempfänger mit Hochfrequenz-Empfangsteil und Auswertelektronik für die Funksignale zum Angeben der Steuerbefehle, gekennzeichnet durch
    3. - eine Einrichtung (30) zum Auswählen der im Empfänger (10, 10.1) vorhandenen Kanäle,
    4. - Mittel zum Ausrichten des Hochfrequenz-Empfangsteil (30) auf diesen jeweils ausgewählten Kanal und
    5. - ein aus einem empfangenen Funksignal ermitteltes Steuersignal (22, 24, 40, 42) zum Unterbrechen des Auswählvorganges.


  11. 11. Funk-Fernwirkanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal (22, 24, 40, 42) zumindest zweimal vorhanden ist, wobei nur durch diese zumindest zweimal vorhandenen Steuersignale gemeinsam der Auswählvorgang unterbrechbar ist.
  12. 12. Funk-Fernwirkanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß

    1. - die Auswertelektronik (18, 20, 48, 50) eine Decodiervorrichtung für die demodulierten niederfrequenten Signale zum Ausgeben der Steuerbefehle (19, 21) enthält und
    2. - das zumindest eine Steuersignal (22, 24) von dieser Decodiervorrichtung an die Auswähleinrichtung (30) abgebbar ist.


  13. 13. Funk-Fernwirkanlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Decodiervorrichtung zwei Decoder (18, 20) in redundanter und diversitärer Ausführung besitzt, die beide unabhängig voneinander jeweils ein Steuersignal (22, 24) abgeben.
  14. 14. Funk-Fernwirkanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswertelektronik eine erste Decodiervorrichtung (48, 50) für die demodulierten niederfrequenten Signale zum Ausgeben der Steuerbefehle (19, 21) und eine zweite Decodiervorrichtung (44, 46) enthält, wobei von letzterer (44, 46) das zumindest eine Steuersignal (40, 42) an die Auswähleinrichtung (30) abgebbar ist.
  15. 15. Funk-Fernwirkanlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und/oder zweite Decodiervorrichtung jeweils zwei Decoder (44, 46, 48, 50) in redundanter und diversitärer Ausführung besitzt, wobei beide Decoder (44, 46) der zweiten Decodiervorrichtung unabhängig voneinander jeweils ein Steuersignal (40, 42) abgeben.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com