PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3707860A1 06.10.1988
Titel Verfahren zum Trocknen von auf einem bewegten Träger in Druckanlagen aufgebrachten nassen Farb- und/oder Lackfilmen auf Wasserbasis sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Anmelder Diedrich Metallbau Inh. Udo Diedrich, 3000 Hannover, DE
Erfinder Diedrich, Udo, 3000 Hannover, DE
Vertreter Flügel, O., Dipl.-Ing.; Säger, M., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 11.03.1987
DE-Aktenzeichen 3707860
Offenlegungstag 06.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.10.1988
IPC-Hauptklasse B41M 7/00
IPC-Nebenklasse B41F 23/04   F26B 21/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von auf einem bewegten Träger in Druckanlagen aufgebrachten nassen Farb- und/oder Lackfilmen auf Wasserbasis sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

Bekannte Verfahren sowie danach arbeitende Trocknungsvorrichtungen arbeiten für Lackfilme auf Wasserbasis mit Infrarot- Strahlern.

Es ist aber nachteilig, daß nasse Lack- und/oder Farbfilme auf Wasserbasis kaum im Infrarot-Bereich absorbieren. Infolgedessen durchdringt die Infrarot-Strahlung den nassen Lackfilm und wird erst von dem Träger bzw. der Druckfarbe selbst absorbiert. Nun muß über Wärmeleitung von dem Träger der Lackfilm wieder erwärmt werden, damit unter Verdunstung des Wassers der Lack trocknen kann. Insgesamt ist die Trocknung also uneffizient, weil zulange Trocknungswege und/oder eine lange Trockungszeit erforderlich ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens so weiterzugestalten, daß eine effizientere Trocknung möglich ist.

Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Verfahrens- sowie des Vorrichtungs-Hauptanspruchs gelöst.

Bei der Trocknungsanlage wird also die von dem bewegten Träger mitgerissene und durch Verdunstung inzwischen feuchte bis feuchtigkeitsgesättigte Luftschicht abgeschält sowie trockene Luft zugeführt. Das Abschälen erfolgt hierbei mittels der zuzuführenden trockenen Luft, die dann vorzugsweise als Luftvorhang mittels des Luftdüsenprinzips selbst auf den Bogen aufgeblasen wird.

Infolgedessen ist also eine schnellere oder Trocknung auf kürzerem Wege erzielbar.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird warme Luft und mit Infrarot-Strahlern soviel Energie zugeführt, wie dem Bogen entzogen wird.

Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt:

Fig. 1 eine Vorrichtung zum Trocknen, in schematischer perspektivischer, teilweise abgebrochener Darstellung und

Fig. 2 eine Vorrichtung zur Erzeugung der warmen trockenen Luft für die Vorrichtung gemäß Fig. 1.

In Fig. 1 ist die insgesamt mit 5 bezeichnete Vorrichtung zum Trocknen gezeigt. Der insgesamt mit 6 bezeichnete Träger ist von Greifern und Greiferketten geführt.

In dem zu trocknenden Bereich sind über die gesamte Breite 9 des bewegten Trägers, vorzugsweise einer Bahn, sich erstreckende Halter 10 vorgesehen, an denen ein in Form eines endseitig geschlossenen Rohres ausgebildete Düsenkörper 11 mit nach unten, auf den Träger 6 hin ausgerichteten Luftaustrittsdüsen 12 festgelegt ist. Es sind hierbei vier mit gleichem Abstand voneinander angeordnete Luftaustrittsdüsen vorgesehen, die mit geringem Abstand von dem bewegten Träger 6münden. Es sind insgesamt vier voneinander mit Abstand angeordnete Düsenkörper 11 vorgesehen, die zwischen sich eine Stufe 13 bilden. Zwischen jeder Stufe ist ein insgesamt mit 14 bezeichneter, stangenförmiger Infrarot-Strahler vorgesehen, der parallel zu den Düsenkörpern 11 verläuft und von denen jeder über eine Leitung 15 an eine Spannungsquelle 16 angeschlossen ist.

Die rohrförmigen Düsenkörper 11 sind auf ihrer einen - nicht abgeschlossenen - Seite, wie schematisch mit 17 bis 20 bezeichnet, an eine Druckluftquelle für trockene Luft angeschlossen, die in Fig. 2 näher dargestellt ist.

Mit 21 ist eine Gebläsepumpe und mit 22 ein Druckluftbegrenzer dargestellt. Über einen Schieber 23 ist die Druckluft durch eine Leitung 24 zu einem Heizregister 25 geführt und von dort mit einem Schlauchstück 26 zu einem insgesamit mit 27 bezeichneten Verteiler, der eine Vielzahl von Absperrventilen 28 bis 31 aufweist. Diese führen dann zu den Leitungen 17 bis 20 zu den Düsenkörpern 11.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Trocknen von auf einem bewegten Träger in Druckanlagen aufgebrachten, nassen Farb- und/oder Lackfilmen auf Wasserbasis, dadurch gekennzeichnet, daß die an den nassen Film angrenzende, von dem Träger (6) mitgeführte und zumindest überwiegend feuchte bis feuchtigkeitsgesättigte Luft abgeschält wird und daß dort wieder neue trockene Luft zugeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in mehreren voneinander beabstandeten Stufen (13) die feuchte Luft abgeschält und trockene Luft zugeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die feuchte Luft mittels der auf den nassen Film aufgeblasenen trockenen Luft abgeschält wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die trockene Luft als Luftvorhang auf den nassen Film aufgeblasen wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die trockene Luft warm zugeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die trockene Luft mit einer Temperatur von 40°C bis 100°C zugeführt wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Stufe dem Träger gesondert Wärme zugeführt wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich die Wärme als Infrarot-Strahlung zugeführt wird.
  9. 9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest drei, vorzugsweise vier sich quer über die gesamte Breite (9) des bewegten Trägers (6) erstreckende Düsenkörper (11) für die trockene Luft vorgesehen sind und daß diese abhängig von der Position der Düsenkörper eine Anzahl von winklig auf den bewegten Träger (6) gerichtete Luftaustrittsdüsen (12) aufweisen.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwei voneinander beabstandete Düsenkörper unter Bildung einer Stufe (13) vorgesehen sind und in dieser ein Infrarot-Strahler (14) vorgesehen ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenkörper an eine Druckluftquelle mit trockener Luft angeschlossen sind.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkörper (11) sich rechtwinklig zur Transportrichtung des Trägers (6) erstreckt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com