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Dokumentenidentifikation DE3712037A1 27.10.1988
Titel Endkappe für Stiele mit einer Aufhängeeinrichtung
Anmelder Roman Dietsche KG, 7868 Todtnau, DE
Erfinder Dietsche, Alfons, 7868 Todtnau, DE
Vertreter Rau, M., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Schneck, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 09.04.1987
DE-Aktenzeichen 3712037
Offenlegungstag 27.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.1988
IPC-Hauptklasse B25G 1/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Endkappe für Stiele mit einer Aufhängeeinrichtung.

Derartige Endkappen sind üblicherweise so ausgebildet, daß sie mit einem zylindrischen Abschnitt das einem Arbeitsgerät, wie einem Besen, Schrubber, Wasserschieber o. dgl. abgewandte Ende eines Stieles umschließen und am freien Ende des Stieles etwa halbkugelförmig abgeschlossen sind. Hieran ist eine Öse angebracht, mittels derer der Stiel auf einem Haken aufgehängt werden kann. Diese Öse steht also in Längsrichtung des Stieles über dessen freies Ende vor. Das Vorhandensein dieser Öse hat zur Folge, daß das an dem Stiel angebrachte Arbeitsgerät nicht unter Druck mit der Hand des Benutzers geschoben werden kann, da der Benutzer nicht mit seinem Handballen gegen die endseitige Stirnseite dieser Endkappe drücken kann. Da Stiele üblicherweise gesondert zu den Arbeitsgeräten, wie Besen, Schrubber, Wasserschieber o. dgl., geliefert und durch Anschrauben unter Drehen um die Mittel-Längs-Achse des Stiels befestigt werden, ist in der Regel keine definierte Lage zwischen der Öse und dem Arbeitsgerät gegeben. Dies hat zur Folge, daß Besen, Schrubber o. dgl. sehr oft an einem Haken aufgehängt werden müssen, indem sie etwa senkrecht oder angenähert senkrecht zu der den Haken tragenden Wand verlaufen. Selbst wenn Haken in der Decke eines Besenschrankes o. dgl. angebracht sind, lassen sich mehrere Besen, Schrubber o. dgl. nicht zueinander ausrichten.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Endkappe der gattungsgemäßen Art so auszugestalten, daß zum einen der Stiel und das mit ihm verbundene Arbeitsgerät wie bei Stielen ohne Endkappen benutzt und andererseits in beliebigen Winkellagen des Stiels aufgehängt werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruches 1 gelöst. Dadurch, daß die Endkappe einen sich etwa konzentrisch zum Stiel und zu diesem hin, also zum Arbeitsgerät hin, erstreckenden, topfförmigen Rand aufweist, kann der Stiel samt Arbeitsgerät in jeder beliebigen Winkellage auf einem Haken aufgehängt werden. Die Notwendigkeit einer Öse auf der dem Stiel abgewandten Stirnseite entfällt, so daß hier eine zur Anlage für den Handballen des Benutzers geeignete Druckfläche ausgebildet werden kann. Damit der Außendurchmesser der Endkappe nicht wesentlich größer wird als der Außendurchmesser des Stiels, sind die Maßnahmen nach Anspruch 2 vorgesehen. Die Weiterbildungen nach den Ansprüchen 3 bis 5 führen dazu, daß auch bei Vorhandensein nur eines Hakens mehrere Stiele mit Endkappe aufgehängt werden können, da jeweils aufgrund der Ausbildung der freien Kante des topfförmigen Randes ein dort ausgebildeter Steg in die Ringnut in der Stirnseite der Endkappe eingehängt werden kann. Versuche haben gezeigt, daß auf diese Weise bis zu 10 Stielen auf einem Haken aufgehängt werden können.

Die Weiterbildung nach den Ansprüchen 6 und 7 führt weiterhin dazu, daß der Stiel mit der Endkappe nicht nur auf einem Haken, sondern auch auf einer horizontal verlaufenden Stange, Schiene o. dgl. aufgehängt werden kann, die allerdings keinen zu großen, in die ringförmige Ausnehmung und zwei bogenförmige Ausnehmungen eingreifenden Querschnitt aufweisen darf. Die Ansprüche 8 und 9 geben noch praktische Verbesserungen an.

Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung. Es zeigt

Fig. 1 einen Stiel mit einer Endkappe gemäß der Erfindung im Längsschnitt,

Fig. 2 ein Zwischenstück im Längsschnitt,

Fig. 3 eine Außenansicht einer Endkappe in einer Draufsicht und

Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine Endkappe.

In einem üblichen, aus einem dünnwandigen, kreiszylindrischen Rohr gebildeten Stiel 1 ist ein oberes Zwischenstück 2 befestigt, das einen im Stiel 1 verkeilten, verklebten oder in ähnlicher Weise befestigten, zylindrischen Befestigungsabschnitt 3 und einen sich daran anschließenden Übergangsabschnitt 4 aufweist. Letzterer hat den gleichen Durchmesser D wie der Stiel 1. An den Übergangsabschnitt 4 schließt sich nach oben ein eingeschnürter, ebenfalls kreiszylindrischer Abschnitt 5 an, an dem wiederum eine Endkappe 6 angebracht ist. Diese weist einen hohlen Zapfen 7 auf, der in eine entsprechende durchgehende, ebenfalls zylindrische Ausnehmung 8 des Zwischenstücks 2 eingreift und in dieser durch Verkleben, Verschweißen o. dgl. befestigt ist. Die gesamte Anordnung ist symmetrisch zur Mittel-Längs-Achse 9 des Stiels ausgebildet. Der Außendurchmesser d des Zwischenstücks 2 ist kleiner als der Durchmesser D des Übergangsabschnitts 4 bzw. des Stiels 1.

Die Endkappe 6 weist auf ihrem dem Stiel 1 abgewandten Ende eine flach gewölbte Fläche auf, die als Druckfläche 10 dient. Gegen diese konzentrisch zur Achse 9 ausgebildete Fläche 10 kann der Benutzer eines mit dem Stiel 1 versehenen Besens, Schrubbers, Wasserschiebers o. dgl. mit seinem Handballen drücken und so in sehr komfortabler und effektiver Weise Kräfte auf den Stiel und das mit diesem verbundene Arbeitsgerät ausüben.

Die Endkappe 6 ist weiterhin auf ihrer dem Stiel 4 zugewandten Seite mit einem sich zum Stiel hin erstreckenden, etwa topfförmigen Rand 11 versehen. Dieser topfförmige Rand 11, der zur Achse 9 hin gegenüberliegende Bereich des eingeschnürten Abschnitts 5 und ein diese beiden Bereiche verbindender, der Druckfläche 10 zugewandter Bereich 12 bilden eine zum Stiel hin offene, ringförmige Ausnehmung 13, die zum Aufhängen des Stiels 1, d.h. eines an dessen anderem Ende angebrachten Arbeitsgeräts, auf einem Haken 14 dient. Die radiale Weite a dieser Ausnehmung 13 entspricht der üblichen Dicke solcher Haken 14. Dementsprechend ist auch der Außendurchmesser d des eingeschnürten Abschnitts 5 deutlich kleiner als der Außendurchmesser D des Stiels 1. Der Gesamt-Durchmesser A der Endkappe 6 ist - wie aus der Zeichnung ersichtlich ist - etwas größer als der Außendurchmesser D des Stiels 1.

Auf der dem Stiel 1 abgewandten Außenseite der Endkappe ist konzentrisch zur Achse 9 eine Ringnut 15 ausgebildet, die nach innen die Druckfläche 10 und nach außen den topfförmigen Rand 11 begrenzt.

In der dem Stiel zugewandten Kante 16 des topfförmigen Randes 11 sind in gleichen Winkelabständen über den Umfang verteilt bevorzugt acht bogenförmige Ausnehmungen 17 ausgebildet, die etwa halbkreisförmigen Querschnitt haben können. Zwischen zwei benachbarten bogenförmigen Ausnehmungen 17 ist jeweils ein ebenfalls abgerundet ausgebildeter Steg 18 verblieben. Wenn mehrere Stiele 1 bzw. mit den Stielen 1 versehene Geräte nebeneinander aufgehängt werden sollen, dann wird - wie in Fig. 1 angedeutet ist - ein Stiel 1 mit einer Endkappe 6 in der bereits geschilderten Weise auf einen Haken 14 gehängt, während der nächste Stiel 1 in der Weise davorgehängt wird, daß ein Steg 18 seiner Endkappe 6 in die Ringnut 15 der Endkappe 6 des auf dem Haken 14 hängenden Stiels 1 eingehängt wird. Der die Ringnut 15 nach außen begrenzende Bereich 19 des Randes 11 greift hierbei in die beiden bogenförmigen Ausnehmungen 17 ein, die den in die Ringnut 15 eingehängten Steg 18 seitlich begrenzen. Der zweite Stiel 1 kann also in einer der Zahl der bogenförmigen Ausnehmungen 17 bzw. der zwischen ihnen angeordneten Stege 18 entsprechenden Anzahl von Winkelschritten gegenüber dem auf dem Haken 14 hängenden Stiel 1 verdreht werden. Die Winkellage des am anderen Ende des Stiels 1 angebrachten Arbeitsgeräts relativ zur Endkappe 6 spielt also keine Rolle.

Wie weiterhin insbesondere aus Fig. 1 hervorgeht, ist die radiale Weiterbildung der ringförmigen Ausnehmung 13 einerseits und die Zahl und Anordnung der bogenförmigen Ausnehmungen 17 derart, daß etwa drei bogenförmige Ausnehmungen 17 einander überdecken, ohne daß der eingeschnürte Abschnitt 5 des Zwischenstücks 2 in diesen Bereich hineinragt. Dies hat zur Folge, daß der Stiel 1 mit seiner Endkappe 6 nicht nur auf einem Haken 14, sondern auch auf einer horizontal verlaufenden Stange 20 aufgehängt werden kann, wie aus Fig. 4 hervorgeht.


Anspruch[de]
  1. 1. Endkappe für Stiele mit einer Aufhängeeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß ihre dem Stiel (1) abgewandte Fläche als Druckfläche (10) für eine Hand eines Benutzers ausgebildet ist, und daß sie einen zum Stiel (1) hin gerichteten Rand (11) aufweist, der eine zur Aufnahme eines Hakens (14) dienende, ringförmige Ausnehmung (13) radial nach außen begrenzt.
  2. 2. Endkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige Ausnehmung (13) auf ihrer radialen Innenseite von einem gegenüber dem Stiel (1) eingeschnürten Abschnitt (5) begrenzt wird.
  3. 3. Endkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die freie Kante (16) des Randes (11) mit bogenförmigen Ausnehmungen (17) versehen ist.
  4. 4. Endkappe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei benachbarten, bogenförmigen Ausnehmungen (17) ein Steg (18) ausgebildet ist.
  5. 5. Endkappe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der dem Stiel (1) abgewandten Fläche eine Ringnut (15) zur Aufnahme eines Steges (18) eines weiteren Stieles (1) mit Endkappe (6) ausgebildet ist.
  6. 6. Endkappe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß acht bogenförmige Ausnehmungen (17) in gleichen Winkelabständen angeordnet sind.
  7. 7. Endkappe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils drei benachbarte, bogenförmige Ausnehmungen (17) im wesentlichen radial außerhalb einer Tangente an den die ringförmige Ausnehmung (13) radial nach innen begrenzenden Abschnitt (5) liegen.
  8. 8. Endkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mittels eines Zwischenstücks (2) am Stiel (1) befestigbar ist.
  9. 9. Endkappe nach den Ansprüchen 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (2) den eingeschnürten Abschnitt (5) aufweist.






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