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Dokumentenidentifikation DE3712221A1 27.10.1988
Titel Elektronisches Schaltgerät
Anmelder Lindemann, Klaus, 5600 Wuppertal, DE;
Neumann, Volker, 4322 Sprockhövel, DE;
Baranski, Joachim, 4270 Dorsten, DE
Erfinder Lindemann, Klaus, 5600 Wuppertal, DE;
Neumann, Volker, 4322 Sprockhövel, DE;
Baranski, Joachim, 4270 Dorsten, DE
Vertreter Peerbooms, R., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 5600 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 10.04.1987
DE-Aktenzeichen 3712221
Offenlegungstag 27.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.1988
IPC-Hauptklasse H03K 17/28
IPC-Nebenklasse H03K 17/296   H05B 37/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein elektronisches Schaltgerät mit einem Schaltglied zum Schalten von elektrischen Beleuchtungen oder anderen Stromverbrauchern durch Tasterbetätigung und/oder durch Sensoren, insbesondere durch Bewegungsmelder, und mit einer Zeitstufe zum selbsttätigen Ausschalten der Beleuchtung oder anderer Stromverbraucher nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit.

Zum Ein- und Ausschalten von elektrischen Verbrauchern, insbesondere auch von Beleuchtungsanlagen, sind neben den üblichen, von Hand oder über eine Fernbetätigung bedienbaren Schaltgeräten auch eine Vielzahl von Schaltgeräten bekannt, die über Tasterbetätigung von Hand eingeschaltete Verbraucher nach Ablauf einer festen oder einstellbaren Zeitspanne selbsttätig ausschalten. Derartige Geräte werden vor allem dort eingesetzt, wo man aufgrund der Nutzungsart des zu schaltenden Verbrauchers oder des zu beleuchtenden Raumes davon ausgehen kann, daß die Nutzungsdauer begrenzt ist, und wenn befürchtet werden muß, daß die wechselnden Benutzer der Einrichtung den Verbraucher zwar ein-, nicht aber wieder ausschalten. Das selbsttätige zeitabhängige Ausschalten kann so eine erhebliche Kosten- und Energieeinsparung bewirken. Besonders häufig werden derartige Schaltgeräte z.B. bei Beleuchtungsanlagen für Treppenhäuser und Durchgangsflure eingesetzt.

Ein selbsttätiges Ausschalten zum Zwecke der Kosten- und Energieeinsparung ist aber auch bei anderen, von wechselnden Personenkreisen genutzten Räumen und Einrichtungen wünschenswert, bei denen ein rein zeitabhängiges Ausschalten z. B. wegen längerer Nutzungsdauer nicht anwendbar ist, z. B. bei Schulräumen, Lagerhallen, Archiven, Büroräumen, Garagen und bei Parkplätzen. Dabei ist nicht nur an die Beleuchtung zu denken, sondern ebenso an das Schalten von Lüftungs- oder Heizungs- oder anderen Anlagen. Manche derartige Einrichtungen können über Bewegungsmelder geschaltet werden.

Durch die DE-OS 30 19 565 ist ein Treppenlichtschalter bekannt, bei dem die Funktion "Dauerlicht" durch eine längere Betätigung eines der Lichttaster eingeschaltet werden kann. Durch eine erneute, kürzere Betätigung eines Tasters wird die Funktion "Dauerlicht" wieder in die normale, zeitgesteuerte Funktion überführt. Dabei sind aber keine Möglichkeiten zur Abschaltung dieser Funktion, keine Umschaltemöglichkeiten und keine Möglichkeit zum Ausschalten der Beleuchtung vorgesehen. Weiter ist weder die Verwendung von Bewegungsmeldern, noch die Möglichkeit zu deren zeitweisem Abschalten angegeben. Schließlich ist bei der Anordnung nach der genannten Offenlegungsschrift für den Benutzer nicht erkennbar, ob die Betätigung des Tasters lange genug war, um in den Zustand "Dauerlicht" zu kommen.

Die beschriebenen Schaltgeräte haben den Nachteil, daß ihre Funktionsweise jeweils nur auf eine bestimmte, vorherrschende Nutzungsart der Räume und Einrichtungen abgestimmt werden kann. Zur Verminderung dieses Nachteiles sind viele Schaltanlagen so ausgeführt, daß ihre Funktionsweise an einer zentralen Stelle, z.B. an einem Schaltschrank oder am entsprechenden Schaltgerät, durch manuelles Umschalten geändert werden kann. So haben z.B. viele Treppenlichtautomaten einen Schalter, mit dem die Beleuchtung auf Dauerlicht eingestellt werden kann. Auch andere Umschaltungen auf Dauer-AUS oder Dauer-EIN oder automatischen Betrieb sind bekannt. Bei diesen Umschaltmöglichkeiten ist nachteilig, daß sie wegen der zentralen Anordnung der entsprechenden Schalter nur von einem kleinen, eingeweihten Personenkreis und nicht unmittelbar am Verwendungsort bedient werden können. Diesem Nachteil wird oft abgeholfen, indem die Umschaltung zwischen den Betriebsarten AUS und EIN oder AUTOMATISCH mit Hilfe von Zeitschaltuhren oder Dämmerungsschaltern erfolgt. Das ist aber nur dann zweckmäßig, wenn die vorgesehenen Nutzungen zeitlich stets ähnlich liegen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein programmierbares Schaltgerät zu schaffen, das für einen vielseitigen Einsatz, insbesondere auch für Einrichtungen mit wechselnden Nutzerbedürfnissen, verwendet werden kann, indem bestimmte Voreinstellungen der Funktionsweise am Schaltgerät, andere wesentliche Änderungen aber auch von jedem der ohnehin vorhandenen Taster vorgenommen werden können.

Die Lösung dieser Aufgabe ist durch das im Patentanspruch 1 gekennzeichnete Schaltgerät erreicht. Das Einschalten der elektrischen Verbraucher erfolgt bei der Erfindung durch kurzzeitige Tasterbetätigung und, bei entsprechender Programmierung, wahlweise durch Sensoren, insbesondere durch Bewegungsmelder. Das Ausschalten der elektrischen Verbraucher erfolgt je nach Programmierung automatisch nach Ablauf einer vorwählbaren Zeitspanne oder auch durch eine bestimmte Tasterbetätigung oder nur durch eine bestimmte Tasterbetätigung. Ein Verlängern der Einschaltdauer um die vorwählbare Zeitspanne kann durch kurzzeitige Tasterbetätigung und, bei entsprechender Programmierung, wahlweise durch Sensoren, insbesondere durch Bewegungsmelder erfolgen. Bestimmte Funktionsänderungen können, je nach Programmierung am Schaltgerät, auch durch bestimmte Tasterbetätigungen vorgenommen werden. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung wird die Funktion Dauereinschaltung nach längerer Tasterbetätigung, z.B. über 8 Sekunden, immer erst über eine Ausschaltung, z.B. nach 3 Sekunden, erreicht, so daß für den Bediener durch das Einschalten der Verbraucher deutlich wird, daß der beabsichtigte Schaltzustand erreicht worden ist. Das Schaltgerät nach der Erfindung kann wegen seiner Funktionsvielfalt und Einstellmöglichkeiten vielfältig eingesetzt werden. Dabei lassen sich die über die Taster erreichbaren Funktionen durch die Umschaltmöglichkeiten, bzw. Programmierbrücken, auch nachträglich ändern, so daß jederzeit eine gute Anpassung an die jeweiligen praktischen Bedürfnisse am Anwendungsort möglich ist, vor allem auch, wenn sich die Bedürfnisse ändern oder zum Zeitpunkt der Installation noch nicht genau bekannt sind. Von besonderer Bedeutung ist dabei, daß bestimmte Änderungen der Funktionsweise von den Tastern aus eingeleitet werden können. So ist z.B. bei manchen Objekten die automatische Einschaltung über Bewegungsmelder nur bei bestimmten Nutzungszeiten oder -arten erwünscht, die aber wiederum auch auf einfache Art abschaltbar ist.

Der Gegenstand der Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 einen Funktionsplan des Schaltgerätes nach der Erfindung und

Fig. 2 bis 7 Zeit- bzw. Zustandsdiagramme einzelner Schaltungskomponenten.

Als Eingänge 11, 12, 13 des Schaltgerätes nach Fig. 1 wirken die Betätigungen eines oder mehrerer Taster, wie z.B. üblicher Lichttaster, die an zweckmäßigen Stellen der Räume oder Einrichtungen zur Betätigung durch die jeweiligen Nutzer angeordnet sind. Weitere Eingänge 14, 15 sind für die Signale von Sensoren, insbesondere von Bewegungsmeldern vorgesehen. Als Ausgang des Schaltgerätes wirkt eine durch ein Signal über die Leitung 91 angesteuerte Einrichtung wie Relais, Schütz, Thyristorschaltung oder ähnliches auf die zu schaltenden Verbraucher, insbesondere auf eine Beleuchtungsanlage.

Die Tastersignale an 11, 12 13 wirken auf die Eingänge E von drei Zeitgliedern 21, 22, 23. Diese Zeitglieder haben jeweils einen dynamischen Ausgang D (21), D (22), D (23) und die Zeitglieder 21, 22 haben einen statischen Ausgang S (21), S (22). Die Abhängigkeit der Ausgangszustände an D und S vom Eingangszustand an E ist für die Zeitglieder 21, 22, 23 in Fig. 2 gezeigt. Danach schalten beide Ausgänge D, S bei Betätigung des Einganges E nach einer bestimmten Einschaltverzögerungszeit tve ein. Der dynamische Ausgang D schaltet nach einer bestimmten Impulszeit ti wieder aus, unabhängig vom Zustand am Eingang E. Der statische Ausgang S bleibt dagegen so lange eingeschaltet, wie die Betätigung an E fortdauert.

Die drei Zeitglieder 21, 22, 23 sind bezüglich ihrer Einschaltverzögerungszeit tve so ausgelegt, daß je nach der Dauer der Betätigung der Taster an 11, 12, 13 nur der Ausgang des Zeitgliedes 21, oder aber nacheinander die Ausgänge der Zeitglieder 21, 22, oder aber nacheinander die Ausgänge aller drei Zeitglieder 21, 22, 23 ansprechen. Dazu wird die Einschaltverzögerungszeit tve am Zeitglied 21 auf minimale Werte nahe Null eingestellt. Die Einschaltverzögerungszeit wird am Zeitglied 22 auf einen mittleren Wert, z.B. auf 3 Sekunden eingestellt, am Zeitglied 23 auf einen größeren Wert, z.B. auf 8 Sekunden.

Der dynamische Ausgang D (21) des Zeitgliedes 21 wirkt unmittelbar nach Betätigung eines Tasters an 11, 12,13 auf den Setzeingang S (31) einer Halteschaltung 31, deren Ausgang Q (31), wie aus dem Diagramm Fig. 3 ersichtlich, dadurch in den eingeschalteten Zustand gelangt und darin verbleibt. Der statische Ausgang S (21) des Zeitgliedes 21 wirkt über den Eingang E1 (52) eines ODER-Gliedes 52, dessen Zustandsdiagramm in Fig. 5 gezeigt ist, und über den Ausgang Q (52) dieses ODER-Gliedes 52 auf den Eingang E (61) einer Zeitstufe 61. Wie im Diagramm der Zeitstufe 61 in Fig. 6 gezeigt, schaltet dabei der Ausgang Q (61) der Zeitstufe (61) ein und der Ausgang Q quer von 61 schaltet aus. Die Ausgänge Q der Halteschaltung 31 und Q der Zeitstufe 61 wirken auf die Eingänge E1 und E2 eines UND-Gliedes 41, dessen Ausgang Q dadurch eingeschaltet wird, wie im Zustandsdiagramm in Fig. 4 gezeigt ist. Dieser Zustand von Q (41) wirkt auf den Eingang E1 eines ODER-Gliedes 51 und, nach dessen Zustandsdiagramm in Fig. 5, auch auf seinen Ausgang Q (51). Damit geht das Signal am Schaltungsausgang 91 auf EIN und steuert die nachgeschaltete Einrichtung an. So werden unmittelbar nach Betätigen eines der Taster an 11, 12, 13, der Schaltungsausgang 91 und damit die am Schaltgerät angeschlossenen elektrischen Verbraucher eingeschaltet.

Wird der Taster an 11, 12, 13 losgelassen, bevor das Zeitglied 22 anspricht, also z.B. nach weniger als 3 Sekunden, so bleiben die Verbraucher eingeschaltet, bis die Ausschaltverzögerungszeit tva an der Zeitstufe 61 abgelaufen ist. Danach wechseln die Ausgänge Q und Q quer der Zeitstufe 61 nach Fig. 6 ihre Zustände. Da der Ausgang Q (61) dann nicht mehr EIN ist, entfällt auch die EIN-Bedingung für den Ausgang Q des UND-Gliedes 41, so daß der Schaltungsausgang über E1 (51) und Q (51) auf AUS geht, wodurch die am Schaltgerät angeschlossenen elektrischen Verbraucher ebenfalls ausgeschaltet werden. Der Ausgang Q quer der Zeitstufe 61 gibt dabei einen Impuls auf den Rücksetzeingang R der Halteschaltung 31, wodurch auch deren Ausgang Q (31) nach Diagramm Fig. 3 zurückgesetzt wird.

Wird einer der Taster an 11, 12, 13 noch während des Zeitablaufes der Ausschaltverzögerungszeit der Zeitstufe 61 kurz betätigt, so bewirkt das über S (21), E1 (52), Q (52) auf E (61) ein Rücksetzen des Zeitablaufes, so daß die an der Zeitstufe 61 eingestellte Ausschaltverzögerungszeit von vorne abläuft.

Die Wirkung nach der bisherigen Beschreibung entspricht damit der eines üblichen Treppenlichtautomaten mit Nachschaltmöglichkeit.

In Fig. 1 ist keine der inneren Umschaltmöglichkeiten bzw. Programmierbrücken 81 bis 85 geschaltet. Dadurch ist eine zweite Halteschaltung 32 stets im AUS-Zustand, ihr Ausgang Q quer (32) ist dabei, wie in Fig. 3 gezeigt, im EIN-Zustand, er wirkt auf den Eingang E2 (42) eines UND-Gliedes 42. Auf den anderen Eingang E1 (42) dieses UND-Gliedes 42 mit der in Fig. 4 gezeigten Funktion wirken ein oder mehrere Sensoren, vorzugsweise Bewegungsmelder, über die Eingänge 14, 15. So werden die Signale der Bewegungsmelder an 14, 15 über den Ausgang Q (42) des UND-Gliedes 42 auf den Eingang eines weiteren Zeitgliedes 24 durchgeschaltet. Dieses Zeitglied 24 wirkt wie die bereits beschriebenen Zeitglieder 21, 22, 23 nach Fig. 2. Die Einschaltverzögerungszeit tve des Zeitgliedes 24 kann entsprechend dem Ansprechverhalten der Bewegungsmelder und der beabsichtigten Wirkung eingestellt werden. In der in Fig. 1 gezeigten Anordnung wird nur der statische Ausgang S (24) des Zeitgliedes 24 verwendet; er wirkt über den Eingang E2 (52) des ODER-Gliedes 52 auf dessen Ausgang Q (52) und damit in gleicher Weise wie eine Tasterbetätigung auf den Eingang E (61) der Zeitstufe 61. Dadurch wird bei jeder entsprechenden Impulsgabe eines der Bewegungsmelder an 14, 15 die voreingestellte Ausschaltverzögerungszeit tva der Zeitstufe 61 zurückgesetzt. Damit wirkt die Schaltung so, daß die Verbraucher nur durch eine Tasterbetätigung eingeschaltet werden können. Bei jeder erneuten Tasterbetätigung und bei jedem Bewegungsmelder-Signal wird die noch verbliebene Rest-Einschaltzeit zurückgestellt, so daß die angeschlossenen Verbraucher bis zum Ablauf der eingestellten Ausschaltverzögerungszeit tva der Zeitstufe 61 nach der letzten Tasterbetätigung und nach der letzten Signalgabe eines Bewegungsmelders eingeschaltet bleiben.

Diese Anordnung ist für solche Nutzungen geeignet, bei denen der Einschaltzustand vom Benutzer bewußt herbeigeführt und so lange aufrechterhalten werden soll, wie Bewegungen im Raume stattfinden, also z.B. für Treppenhäuser oder Durchgangsflure, aber auch für Lagerhallen oder Garagen und ähnliche Räume.

Durch Überbrücken der inneren Umschaltmöglichkeit bzw. Programmierbrücke 85 kann erreicht werden, daß die Signale der Bewegungsmelder an 14, 15 über E1 (42), Q (42), E (24), D (24) und über die Verbindung an 85 auf den Setzeingang S der ersten Halteschaltung 31 in gleicher Weise wirkt, wie eine Tasterbetätigung an 11, 12, 13 über E (21) und D (21). Das Schaltgerät ist dadurch so programmiert oder eingestellt, daß die elektrischen Verbraucher auch durch die Signale der Bewegungsmelder eingeschaltet werden können. Dadurch entfällt jeder Bedienungszwang für den Benutzer der Einrichtung, sondern die Verbraucher werden bei auftretender Bewegung eingeschaltet und nach entsprechendem Zeitablauf nach der letzten Bewegung selbsttätig wieder ausgeschaltet.

Wird in der in Fig. 1 gezeigten Anordnung einer der Taster an 11, 12, 13 länger betätigt, als die Einschaltverzögerungszeit tve des Zeitgliedes 22 beträgt, so wird über dessen statischen Ausgang S (22) der Rücksetzeingang R der ersten Halteschaltung 31 beaufschlagt. Das bewirkt nach Fig. 3 ein Zurücksetzen des Ausganges Q der Halteschaltung 31 und damit auch den Wegfall des Signales am Eingang E1 des UND-Gliedes 41. Dadurch wird dessen Ausgang Q (41) ausgeschaltet und über E1 (51), Q (51) auch das Signal am Schaltungsausgang 91. Die angeschlossenen Verbraucher werden also ausgeschaltet, gleichgültig ob sie durch Tasterbetätigung oder durch Signale der Bewegungsmelder eingeschaltet worden sind und unabhängig vom Zeitablauf an der Zeitstufe 61. So wird es mit dem erfindungsgemäßen Schaltgerät möglich, die angeschlossenen Verbraucher von jedem Taster aus durch entsprechend lange Betätigung, z.B. über 3 Sekunden, auch auszuschalten. Dies ist bei herkömmlichen Zeitschalteinrichtungen nicht möglich, wird aber häufig gewünscht, z.B. wenn die Benutzer den AUS-Zustand bewußt herbeiführen wollen. Nach einem solchen Ausschalten können die angeschlossenen Verbraucher wieder eingeschaltet werden und zwar sowohl durch erneute kurze Betätigung eines der Taster als auch bei vorhandener Verbindung an der Programmierbrücke 85 durch Signale der Bewegungsmelder.

Das Schaltgerät ermöglicht es weiter, bei entsprechender Programmierung die Wirkungen des oder der Bewegungsmelder oder anderer Sensoren durch bestimmte Tasterbetätigungen ein- oder auszuschalten. Diese Funktion ist in denjenigen Fällen nützlich, in denen wegen unterschiedlicher Nutzungsart oder zu unterschiedlichen Zeiten zeitweise mit und zeitweise ohne Bewegungsmelder geschaltet werden soll.

Werden die Programmierbrücken 83 und zusätzlich entweder die Programmierbrücke 81 oder 82 überbrückt, so werden die Signale der Bewegungsmelder unwirksam gemacht, wenn einer der Taster lange genug, z.B. über 8 Sekunden, betätigt wird. Die Signale der Bewegungsmelder werden wieder wirksam gemacht durch eine erneute Tasterbetätigung von kurzer - bei Brücke 81 - oder mittlerer - bei Brücke 82 - Dauer.

Die Betätigung eines der Taster an 11, 12, 13 mit einer Dauer über die Einschaltverzögerungszeit tve des Zeitgliedes 23 hinaus, also z.B. länger als 8 Sekunden, bewirkt am Ausgang D (23) des Zeitgliedes 23 einen Impuls, der über die Brücke an 83 auf den Setzeingang S (32) der zweiten Halteschaltung 32 wirkt. Diese Halteschaltung 32 wirkt wie in Fig. 3 gezeigt; ihr Ausgang Q (32) wird also auf EIN gesetzt und gehalten, ihr Ausgang Q quer auf AUS. Durch den Fortfall des Signales am Ausgang Q quer (32) entfällt das Signal am Eingang E2 des UND-Gliedes 42. Damit werden alle über 14, 15 kommenden Signale der Bewegungsmelder unwirksam, d. h. sie können nicht mehr auf die Funktionen des Schaltgerätes einwirken. Die Signale der Bewegungsmelder können wieder wirksam gemacht werden durch eine erneute Tasterbetätigung. Ist die Programmierbrücke 81 überbrückt, so wirkt der Ausgang D des Zeitgliedes 21 nach nur kurzer Tasterbetätigung; ist 82 überbrückt, so wirkt der Ausgang D des Zeitgliedes 22 nach mittlerer Dauer der Tasterbetätigung, z.B. über 3 Sekunden, jeweils auf den Rücksetzeingang der zweiten Halteschaltung 32, wodurch diese zurückgesetzt und dadurch ihr Ausgang Q quer (32) auf EIN geschaltet wird. Der Eingang E2 des UND-Gliedes 42 wird dadurch auf EIN gestellt, so daß die Signale der Bewegungsmelder an 14, 15 über E1 (42) wieder auf den Ausgang Q (42) durchgeschaltet und damit für die Funktionen des Schaltgerätes wirksam werden.

Der Ausgang Q der zweiten Halteschaltung 32 wird zu weiteren Funktionen verwendet, indem er auf den Eingang E einer zweiten Zeitstufe 71 geführt wird. Diese Zeitstufe 71 kann mit Hilfe der Umschaltmöglichkeit bzw. Programmierbrücke 84 auf zwei unterschiedliche Wirkungsweisen eingestellt werden, wie in Fig. 7 gezeigt ist.

Ist die Programmierbrücke 84 geschlossen, so gibt die Zeitstufe 71 die Signale an ihrem Eingang E (71) unverändert an ihren Ausgang Q (71) weiter. Dabei wird über den Eingang E2 des ODER-Gliedes 51 dessen Ausgang Q (51) eingeschaltet und gehalten. Die angeschlossenen Verbraucher können bei dieser Einstellung also durch eine entsprechend lange Tasterbetätigung, z.B. über 8 Sekunden, auf Dauer eingeschaltet werden, und zwar unabhängig von den Zuständen der Bewegungsmelder und vom Zeitablauf an der Zeitstufe 61. Diese Dauereinschaltung kann nur durch eine erneute Tasterbetätigung aufgehoben werden. Bei geschlossener Programmierbrücke 81 wird die Dauereinschaltung bei kurzer Tasterbetätigung in die zeit- und bewegungsabhängige Funktion überführt. Bei geschlossener Programmierbrücke 82 wird nach mittlerer Dauer der Tasterbetätigung, z.B. mehr als 3 Sekunden, ausgeschaltet, jeweils indem der Ausgang D (21) bzw. der Ausgang D (22) auf den Rücksetzeingang der zweiten Halteschaltung 32 wirkt, was deren Ausgang Q (32) in den AUS-Zustand bringt.

Ist die Programmierbrücke 84 offen, so gibt die Zeitstufe 71 bei einer Ansteuerung ihres Einganges E (71) an ihrem Ausgang Q (71) einen Impuls von bestimmter Dauer, z.B. 1 Sekunde, ab. Diese Anordnung wird verwendet, wenn keine Dauereinschaltung gewünscht wird, sondern lediglich das beschriebene Abschalten der Wirkungen der Bewegungsmelder-Signale. Der Impuls am Ausgang Q der Zeitstufe 71 schaltet in diesem Falle über E2 (51) und 91 die elektrischen Verbraucher kurzzeitig ein als Bestätigungssignal dafür, daß die Abschaltung der Bewegungsmelder-Signale erfolgt ist.

Die Ausschaltverzögerungszeit der Zeitstufe 61 kann erfindungsgemäß aus einer eingebauten Oszillatorschaltung mit einstellbarer oder fester Frequenz und mit einem festen oder einstellbaren Frequenzteiler abgeleitet werden. Sie kann auch über einen Frequenzteiler aus der Netzfrequenz abgeleitet werden. Die Netzfrequenz kann weiter zum Triggern der Oszillatorschaltung verwendet werden. Dabei kann die Triggerfrequenz durch einfache Umschaltung wahlweise aus der Netzfrequenz, z.B. 50Hz, oder aus der doppelten Frequenz, z.B. 100 Hz, der Nulldurchgänge oder einer Halbwellengleichrichtung abgeleitet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektronisches Schaltgerät mit einem Schaltglied zum Schalten von elektrischen Beleuchtungen oder anderen Stromverbrauchern durch Tasterbetätigung und/oder durch Sensoren, insbesondere durch Bewegungsmelder, und mit einer Zeitstufe (61) zum selbsttätigen Ausschalten der Beleuchtung oder anderer Stromverbraucher nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Taster auf drei Zeitglieder (21, 22, 23) wirken, wobei abhängig von der Dauer der Tasterbetätigung ein oder zwei oder drei Impulse gebildet werden, daß der oder die Sensoren, insbesondere Bewegungsmelder, auf ein Zeitglied (24) wirken, das einen Impuls bildet, wobei eine erste Halteschaltung (31) durch den ersten Impuls aus der Tasterbetätigung und/oder durch den Impuls aus der Bewegungsdetektion eingeschaltet und durch den zweiten Impuls aus der Tasterbetätigung und nach Ablauf der vorgegebenen Zeit durch die Zeitstufe (61) ausgeschaltet wird, wobei eine zweite Halteschaltung (32) je nach Einstellung bei offener Brücke (83) nicht oder bei geschlossener Brücke (83) durch den dritten Impuls aus der Tasterbetätigung eingeschaltet und je nach Einstellung bei offener Brücke (81, 82) nicht oder bei geschlossener Brücke (81, 82) vom ersten oder vom zweiten Impuls aus der Tasterbetätigung ausgeschaltet wird, wobei die Zeitstufe (61) durch den ersten Impuls aus der Tasterbetätigung und bei ausgeschalteter zweiter Halteschaltung (32) durch den Impuls (über 14, 15) aus der Bewegungsdetektion zurückgesetzt wird und wobei die Beleuchtung oder andere Verbraucher entweder solange, wie die erste Halteschaltung (31) eingeschaltet und die Zeit der Zeitstufe (61) nicht abgelaufen ist, oder kurzzeitig oder auf Dauer eingeschaltet sind, solange die zweite Halteschaltung (32) eingeschaltet ist.
  2. 2. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Impuls schon bei kurzer Tasterbetätigung die erste Halteschaltung (31) einschaltet und die Zeitstufe (61) einschaltet und ihren Zeitablauf zurücksetzt, wobei die erste Halteschaltung (31) und die Zeitstufe (61) über ein UND-Glied (41) die Beleuchtung oder andere Verbraucher einschalten, so daß nach nur kurzer Betätigung eines Tasters die Beleuchtung oder die anderen Verbraucher für die vorgegebene Zeitdauer eingeschaltet werden.
  3. 3. Schaltgerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Impuls aus der Tasterbetätigung bei entsprechend längerer Betätigung auftritt und die erste Halteschaltung (31) ausschaltet, wodurch die Verbraucher ausgeschaltet werden.
  4. 4. Schaltgerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Impuls aus der Tasterbetätigung erst bei entsprechend langer Betätigung auftritt und die Beleuchtung oder andere Verbraucher je nach Einstellung (an einer Brücke 84) über eine zweite Zeitstufe (71) kurzzeitig oder auf Dauer einschaltet.
  5. 5. Schaltgerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als einstellbare Brücke (81 bis 85) Lötbrücken, Steckverbinder oder Schalter vorgesehen sind.






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