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Pfannendeckel - Dokument DE3712251A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3712251A1 27.10.1988
Titel Pfannendeckel
Anmelder Steinfurter Eisenwerk GmbH - Maschinen- und Anlagenbau, 4430 Steinfurt, DE
Erfinder Nickel, Friedrich, 4430 Steinfurt, DE;
Korte, Manfred, 4440 Rheine, DE
Vertreter König, R., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Bergen, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 10.04.1987
DE-Aktenzeichen 3712251
Offenlegungstag 27.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.1988
IPC-Hauptklasse B22D 45/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Pfannendeckel, insbesondere zum Verschließen der Ein- und Ausgußöffnung einer Torpedopfanne.

Bei Hochöfen und Stahlwerken kommen sowohl stationäre als auch fahrbare Roheisenmischer zur Verwendung, wobei zum Transport des flüssigen Roheisens vom Hochofen zum Stahlwerk in Torpedopfannen mehrere Abstiche gesammelt werden. Das Fassungsvermögen der Torpedopfannen reicht bis 280 t Roheisen. Das Aufnahmegefäß überbrückt die Entfernung zwischen zwei mit Abstand voneinander angeordneten, schienengebundenen Fahrgestellen, auf denen das um seine Längsachse kippbare Aufnahmegefäß mit seinen zigarrenförmigen Enden lagert. Während die zur Vorratshaltung von Stahleisen eingesetzten stationären Roheisenmischer häufig eine Eingußöffnung und eine separate Ausgußöffnung aufweisen, besitzt eine Torpedopfanne eine kombinierte Ein- und Ausgußöffnung, die sich im zylindrischen Mittelteil der Pfanne befindet.

Zur Vermeidung übermäßiger, nachteiliger Temperaturverluste der Schmelze ist es bekannt, sowohl die Öffnungen von Roheisenmischern als auch die zentrale Öffnung einer Torpedopfanne mittels eines Deckels zu verschließen. Der Deckel wird beispielsweise mit Hilfe eines Hebezeugs - z.B. in einer separaten, teuren Deckelübergabestation - positioniert und danach durch eine Bedienungsperson in seiner Schließposition verriegelt, z.B. verkeilt. Das Verschließen der Öffnung erfordert somit nicht nur eine aufwendige Handhabung, sondern ist außerdem für die Bedienungsperson nicht ungefährlich. Es wird daher vielfach davon abgesehen, einen Deckel anzubringen, und die Temperaturverluste von bis 20°C je Stunde entweder der Schmelze oder der leeren Pfanne werden in Kauf genommen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen die vorstehenden Nachteile vermeidenden Pfannendeckel zu schaffen, mit dem sich insbesondere die Ein- und Ausgußöffnung selbsttätig verschließen läßt und Temperaturverluste der Schmelze verringern lassen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Parallelogrammlenkerpaar in dem vom Verstellantrieb aus vorderen Bereich zumindest einseitig einer Klappe angelenkt und zumindest ein Lenkerhebel des Lenkerpaares mit dem Verstellantrieb gekoppelt ist, der vorteilhaft aus zwei Zylindern besteht, die mit ihren Kolbenstangen an je einem beispielsweise in parallel voneinander an der Pfanne verankerten Lagerböcken gelagerten Lenkerpaar angreifen. Durch die Anlenkung der Parallelogrammlenker im vorderen Bereich des Deckels läßt sich die verhältnismäßig große Entfernung von der Ruheposition bis zur Schließposition überbrücken, denn in der vorgestellten Strecklage der Lenker ragt der aufgrund der Lenkeranordnung parallel in Richtung der Pfannenwagen-Längsachse von der Offnung weg - beim Zurückstellen - oder in die Öffnung - beim Verschließen - bewegte Deckel entsprechend seinen Abmessungen weit gegenüber den in Bewegungsrichtung hinteren Anlenkpunkten der Lenkerhebel vor.

In der Offenstellung schottet der Deckel insbesondere auch die Anlenkpunkte der Lenkerhebel in den Lagerböcken ab, so daß die Wärmestrahlung beim Ein- und Ausgießen sowie Roheisenspritzer von dem Deckel zurückgehalten werden und weder die Lenkerhebel noch deren Lagerstellen beschädigen können; es läßt sich somit ein stationärer, d.h. samt Verstellmechanik an der Pfanne verbleibender Deckel realisieren. Die Zylinder zum Verstellen der Kolbenstangen und damit zum Verschwenken der Lenkerhebel lassen sich hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagen. Es empfiehlt sich jedoch, Pneumatikzylinder zu verwenden und von der fahrzeugeigenen Druckluftversorgung, z.B. über ein handbetätigtes Wegeventil, mit Druckluft zu speisen. Alternativ läßt sich auch ein elektrisch beaufschlagbarer Verstellantrieb, z.B. ein Zahnstangenantrieb oder Elektrospindelzylinder vorsehen und an den fahrzeugeigenen Stromanschluß koppeln.

Der Deckel läßt sich vorteilhaft mit einer in der Schließposition in die Öffnung eingreifende Feuerfest-Ausmauerung versehen. Die im wesentlichen der Kontur der Ein- und Ausgußöffnung angepaßte Feuerfest-Ausmauerung vergrößert die Gesamtbauhöhe über der Ein- bzw. Ausgußöffnung nicht maßgeblich, denn die Feuerfest-Ausmauerung kann weitestgehend in die Öffnung eintauchen. Der erfindungsgemäß klein-, d.h. niedrigbauende stationäre Deckel erlaubt es uneingeschränkt, wie bei einem Wagen ohne stationären Deckel der Pfanne, niedrige Gieß- bzw. Ofenbühnen zu unterfahren. Bedingt durch das Anheben des Deckels parallel zur Längsachse des Aufnahmegefäßes wird mit einer sich in Richtung auf das Gefäßinnere verjüngenden Feuerfest-Ausmauerung ein Anschlagen der Ausmauerung an die Begrenzung der Öffnung beim Abheben des Deckels verhindert.

Es empfiehlt sich, daß ein herausnehmbarer Deckeleinsatz mit der Feuerfest-Ausmauerung versehen ist. Bei einer Neuzustellung der Ausmauerung läßt sich der Einsatz dann nämlich, z.B. mit Hilfe eines Hebezeuges, aus der Klappe bzw. dem Rahmen heben und wenden, so daß für das Mauern der Feuerfest-Ausmauerung optimale Arbeitsbedingungen geschaffen sind.

Die Torpedopfanne wird teilweise auf öffentlichen Eisenbahnstrecken befördert; mit einem die Ein- und Ausgußöffnung einfassenden Kragen wird gewährleistet, daß keinerlei Licht aus der Öffnung der Torpedopfanne tritt und damit - wie in den Betriebsvorschriften der Bundesbahn vorgeschrieben - keine Blendung des entgegenkommenden Zugverkehrs von der Pfanne ausgeht. Der Schutz gegen Lichtaustritt läßt sich durch Feuerfest-Matten unterstützen, die in den Kragen gelegt werden können.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 ein auf einer teilweise dargestellten Torpedopfanne angeordneter, mit einer Feuerfest-Ausmauerung in eine im Teilschnitt dargestellte Ein- und Ausgußöffnung eingreifender Pfannendeckel, in Seitenansicht;

Fig. 2 eine Draufsicht der Torpedopfanne gemäß Fig. 1 und

Fig. 3 eine Teilansicht der Torpedopfanne gemäß Fig. 1 von links gesehen.

Die Torpedopfanne 1 eines Pfannenwagens 2 weist einen aus zwei Pneumatikzylindern 3, 4 bestehenden Verstellantrieb 5 für einen von Parallelogrammlenkerpaaren 6, 7 getragenen Pfannendeckel 8 auf. Die Zylinder 3, 4 stützen sich mit Vertikalträgern 9 über eine Stahlmanschette 10 im Bereich des einen zigarrenförmigen Endes 11 der Pfanne 1 ab. Wie in Fig. 3 dargestellt, sind die Vertikalträger 9 an der äußeren Peripherie des zigarrenförmigen Pfannenendes 11angeordnet, so daß sich der Deckel 8 weitestmöglich in Richtung auf die Pfanne 1 bewegen läßt.

Die Kolbenstangen 12 der Zylinder 3, 4 greifen jeweils an dem von den Zylindern aus vorderen Lenkerhebeln 13 der außerdem noch hintere Lenkerhebel 14 aufweisenden Parallelogrammlenkerpaare 6, 7 an. Die Lenkerhebel 13, 14 lagern einerseits mit Gelenkbolzen 15 in Lagerböcken 16, die parallel mit Abstand voneinander im zylindrischen Mittelteil 17 auf einer Stahlmanschette 18 der Pfanne 1 angeordnet sind; mit den den Lagerböcken 16 entgegengesetzten Enden lagern die Lenkerhebel 13, 14 mit Gelenkbolzen 19, 20 in Seitenschürzen 21 des Deckels 8. Die Seitenschürzen verlaufen in dem vom Antrieb 5 aus vorderen Bereich des Deckels 8. Die Gelenkbolzen 20 und damit die Anlenkpunkte der hinteren Lenkerhebel 14 an dem Deckel 8 sind von der vom Antrieb aus hinteren Kante 22 des Deckels 8 etwa dreimal soweit entfernt wie von der vorderen Kante 23. Aufgrund dieser Anlenkung wird der Deckel 8 aus der in Fig. 1 strichpunktiert dargestellten Offenstellung I (vgl. die Vorderkante 23&min; des Deckels 8), in der sich der Deckel 8 oberhalb der Lagerböcke 16 erstreckt und diese abschirmt, beim Verschwenken der Lenkerhebel 13, 14 auf ihren Bewegungsbahnen 24, 25 bis in die in Fig. 1 dargestellte Schließposition II in eine mit der hinteren Kante 22 gegenüber den Anlenkpunkten 20 weit vorkragende Lage gebracht.

In der Schließposition II greift der Deckel 8 mit einer Feuerfest-Ausmauerung 26 in eine Ein- und Ausgußöffnung 27 der mit einer feuerfesten Ausmauerung 28 versehenen Pfanne 1 ein. Die Ein- und Ausgußöffnung wird von einem Abschlußkragen 29 begrenzt, d.h. eingefaßt. Die von einem aus der Klappe bzw. dem Deckel 8 entfernbaren Deckeleinsatz 30 getragene Feuerfest-Ausmauerung 26 verjüngt sich in Richtung des Pfanneninneren, d.h. sie ist konisch ausgebildet. Die Konizität verhindert, daß die Feuerfest-Ausmauerung 26 beim Abheben von der Pfanne 1 an die Begrenzung der Öffnung 27 bzw. den Abschlußkragen 29 schlägt. Der Einsatz 30 weist eine Hebeöse 31 auf, in die zum Herausnehmen des Einsatzes beispielsweise ein Haken eines Hebezeugs eingehakt werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Pfannendeckel, insbesondere zum Verschließen der Ein- und Ausgußöffnung einer Torpedopfanne, dadurch gekennzeichnet, daß ein Parallelogrammlenkerpaar (6; 7) in dem vom Verstellantrieb (5) aus vorderen Bereich zumindest einseitig einer Klappe (8) angelenkt und zumindest ein Lenkerhebel (13) des Lenkerpaares (6; 7) mit dem Verstellantrieb gekoppelt ist.
  2. 2. Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Parallelogrammlenkerpaare (6, 7) parallel voneinander an der Pfanne (1) lagern und der Verstellantrieb (5) aus Zylindern (3, 4) besteht, die mit ihren Kolbenstangen (12) an je einem Lenkerpaar (6, 7) angreifen.
  3. 3. Deckel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Zylinder (3, 4) in Richtung der Horizontalachse der Pfanne (1) erstrecken.
  4. 4. Deckel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine in der Schließposition in die Öffnung (27) eingreifende Feuerfest-Ausmauerung (26).
  5. 5. Deckel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein herausnehmbarer Deckeleinsatz (30) mit der Feuerfest-Ausmauerung (26) versehen ist.
  6. 6. Deckel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen die Ein- und Ausgußöffnung (27) einfassenden Kragen (29).






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