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Dokumentenidentifikation DE3712301A1 27.10.1988
Titel Preßwerkzeug
Anmelder Löhr & Bromkamp GmbH, 6050 Offenbach, DE
Erfinder Welschof, Hans-Heinrich, Dipl.-Ing., 6459 Rodenbach, DE
Vertreter Harwardt, G., Dipl.-Ing.; Neumann, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 5200 Siegburg
DE-Anmeldedatum 10.04.1987
DE-Aktenzeichen 3712301
Offenlegungstag 27.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.1988
IPC-Hauptklasse B21K 1/46

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Preßwerkzeuge zum spanlosen Umformen eines Vorwerkstückes zu einem Gelenkaußenteil oder einem Gelenkinnenteil eines Gleichlaufgelenkes mit axial hinterschnittfreien Kugellaufbahnen, insbesondere für ein DO- oder UF-Gelenk, nach dem Oberbegriff eines der unabhängigen Ansprüche.

Ein Werkzeug zum Umformen von Gelenkaußenteilen ist aus der DE 28 30 275 C 3 bekannt, bei dem ein Innenwerkzeug aus einem Spreizdorn mit einem konischen Bereich an seinem Ende und einer gegenüber diesem axial verschiebbaren Spreizformhülse zusammengesetzt ist. Die Spreizformhülse ist aus spreizbaren Segmenten mit balliger Außenfläche zusammengesetzt, die innen konische Betätigungsflächen aufweisen, die mit dem Spreizdorn zusammenwirken. Mit den balligen Außenflächen der Spreizformhülse können hinterschnittene Innenformen, insbesondere Käfigführungsflächen im Gelenkaußenteil durch Einziehen desselben mittels einer konischen Ringfläche des Stempelhalters erzeugt werden. Zum Entformen wird der Spreizdorn als erstes zurückgezogen, anschließend kann die Spreizformhülse, deren Segmente nach innen einpendeln können, aus dem Gelenkaußenteil entfernt werden. Nachteilig bei dieser Anordnung ist es, daß nur Teilflächen fertiggeformt werden, d. h. die Bereiche zwischen den aufgespreizten Spreizformsegmenten bleiben bearbeitungsfreie Bereiche, in die beim Einziehen Material teilweise unkontrolliert einfließen kann. In diesen Bereichen ist nachträglich ein mechanisches Ausarbeiten von Kugellaufbahnen erforderlich.

Aus der DE 30 04 024 C 2 ist ein ähnliches Werkzeug bekannt, daß sich vom vorhergenannten nur dadurch geringfügig unterscheidet, daß als Werkzeug zum Einziehen ausschließlich das Außenwerkzeug verwendet wird und daß die Segmente nicht nur Teilen der hinterschnittenen Käfigführungsflächen, sondern auch Teilen der Kugellaufbahnen komplementär entsprechen. Die Teilung zwischen zwei Segmenten des als Hülsenstempels bezeichneten Formwerkzeuges liegt hierbei in der Mitte einer Kugellaufbahn. Auch hier ist in nachteiliger Weise in ineinandergeschobener Stellung von Innenstempel und Hülsenstempel zum Umformen mit jeweils in Wirkverbindung stehenden Konusflächen ein Zwischenraum zwischen den einzelnen Segmenten vorhanden, der formgebungsfrei bleibt. In diesen Zwischenraum kann auch hier Material einfließen; in jedem Fall ist ein mechanisches Nacharbeiten der Kugellaufbahnen eines so erzeugten und umgeformten Gelenkaußenteils erforderlich.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Werkzeuge der eingangs bezeichneten Art zur Verfügung zu stellen, bei denen eine Nachbearbeitung der Oberflächen auf mechanische Art, wie zum Beispiel Schleifen, zumindest im Bereich der Kugelbahnen überflüssig ist und die bevorzugt ein Gelenkaußenteil mit durchgehend umgeformter Innenfläche bzw. Gelenkinnenteile mit durchgehend umgeformter Außenfläche in jeweils einem einheitlichen Arbeitsgang darstellen können. Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäßen Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst.

Den erfindungsgemäßen Werkzeugen ist gemeinsam, daß die Kugelbahnen durch ein einstückiges massives Teilwerkzeug umgeformt werden, das ohne Verzug oder Formänderung große Kräfte aufnehmen kann, hierdurch ist eine noch präzisere Umformung der Kugelbahnabschnitte möglich, die eine Nacharbeit in diesem Bereich verzichtbar werden läßt.

Das erfindungsgemäße Werkzeug für ein Gelenkaußenteil ist dadurch charakterisiert, daß hinterschnittene Bereiche, insbesondere die Käfigführungsflächen, von den außenballigen Segmenten des Hülsenkörpers ausgebildet werden, während hinterschnittfreie Bereiche, insbesondere Kugellaufbahnen, durch zwischen die Segmente des Hülsenkörpers greifende Rippenkörper des Innenstempels erzeugt werden. Die beiden axial zueinander verschieblichen Teile können in ineinandergeschobener Stellung in ein vorgeformtes, noch hinterschnittfreies Gelenkaußenteil eingeführt werden; danach folgt durch eine Relativbewegung beider Teile gemeinsam gegenüber dem Außenwerkzeug das Einziehen des Gelenkaußenteils in den hinterschnittene Form aufweisenden Bereichen, d. h. um die Segmente des Hülsenstempels herum. In der Regel wird das Außenwerkzeug eine feststehende Matrize sein und das Innenwerkzeug das Gelenkaußenteil durch diese Matrize hindurchstoßen. Eine Umkehrung der Bewegung ist jedoch ebenso möglich.

Nach dem Umformen und Einziehen wird der Innenstempel axial aus dem noch im Gelenkaußenteil verbleibenden Hülsenstempel zurückgezogen, wobei die Rippen die hinterschnittfreien Kugellaufbahnen freigeben; anschließend kann der Hülsenstempel unter radialem Einfedern oder Einschwenken der Segmente nach innen aus dem Gelenkaußenteil zurückgezogen bzw. entformt werden, wobei die fertiggeformten Käfigführungsflächen frei werden.

Wesentliches Charakteristikum ist es, daß die beiden Teilwerkzeuge zur Ausbildung der fertigen Flächen in ineinandergeschobener Stellung zum Umformen am Umfang abstandsfrei, d. h. im wesentlichen spaltlos aneinanderstoßen, so daß sämtliche Innenflächen des Gelenkaußenteils bei der Umformung beaufschlagt werden. Durch besondere Formgebung im Bereich der Stöße der beiden Werkzeuge können insbesondere Grate an den Übergängen der Flächen vermieden oder reduziert werden. Innenstempel oder Hülsenstempel können mit relativ zueinander wirkenden Axialanschlägen versehen sein, so daß insbesondere auch die axiale Bewegung des Hülsenstempels durch die axiale Bewegung des Innenstempels gesteuert wird. Hierfür können entsprechende Widerlager und gegebenenfalls auch Federanordnungen vorgesehen sein. Allerdings ist ebenso eine Zwangssteuerung des Innenstempels einerseits und des Hülsenstempels andererseits in axialer Richtung möglich.

Die Segmente des Hülsenstempels können ausgehend von der Stellung zum Umformen elastisch oder frei beweglich nach innen auslenkbar-einstückig oder gelenkig an einem verbindenden Ringkörper oder dergleichen angeformt sein.

Nach einer abweichenden günstigen Ausführung kann jedoch auf eine auslenkbare Anbringung der Segmente des Hülsenstempels verzichtet werden und eine völlig starre Form des Hülsenstempels gewählt werden. Dies bedingt jedoch nach einem besonders angepaßten Entformungsverfahren eine Verdrehbarkeit des Hülsenstempels gegenüber dem Außenwerkzeug um den halben Segmentteilungswinkel, so daß nach dem Zurückziehen des Innenstempels aus dem Gelenkaußenteil die Segmente des Hülsenstempels in die hinterschnittfreien Kugellaufbahnen verdreht werden können. In diesen Bahnen kann dann das Hülsenwerkzeug axial aus dem Gelenkaußenteil herausgezogen werden.

Vorraussetzung ist hierbei, daß die Kugellaufbahnen an der Basis zumindest so breit sind wie die äußere Breite der Segmente des Hülsenstempels bzw. wie die Abschnitte der Käfiglaufbahn. Das Verdrehen des Hülsenstempels gegenüber dem Gelenkaußenteil kann allein oder gemeinsam mit dem zurückgezogenen Innenstempel erfolgen.

Ein erstes erfindungsgemäßes Werkzeug zum Herstellen eines Gelenkinnenteils ist unter Berücksichtigung der entsprechenden Anpassungen analog zum Werkzeug für das Gelenkaußenteil aufgebaut und dadurch charakterisiert, daß die hinterschnittenen Käfigführungsflächen von Segmenten eines Hülsenstempels geformt werden, die zum Entformen radial auslenkbar sind, und daß die Kugellaufbahnen durch radial nach innen vorstehende Rippenabschnitte des Außenwerkzeuges gebildet werden, die zwischen die Segmente des Hülsenstempels greifen. Ein Oberstempel und ein als Ausstoßer dienender Unterstempel ergänzen die Anordnung. Auch hier ist erfindungsgemäß in der ineinandergeschobenen Stellung von Hülsenstempel und Außenwerkzeug am Umfang ein abstandsfreies Aneinanderstoßen der Umformbereiche für die Kugellaufbahnen und die Käfigführungsflächen verwirklicht. Das vorgeformte, zunächst außen hinterschnittfreie Vorwerkstück wird auf den Unterstempel aufgelegt, anschließend wird das Werkstück von dem auf den Unterstempel abgesenkten Hülsenstempel umfaßt. Die Konfiguration wird nunmehr in das Außenwerkzeug eingeführt, woran sich durch Absenken des Oberstempels der Vorgang der Verformung mit dem Ausbilden der hinterschnittenen Käfigführungsflächen anschließt. Zum Entformen werden Oberstempel und Ausstoßer mit Hülsenstempel gleichzeitig oder nacheinander aus dem Außenwerkzeug herausgeführt, wobei durch die radial nach außen auslenkbare Anordnung der Segmente des Hülsenstempels ein Abziehen der Segmente von den nunmehr außen hinterschnittenen Bereichen des Gelenkinnenteils erfolgen kann.

Die Anordnung der Segmente des Hülsenstempels kann in Form einer einstückigen elastischen Verbindung mit einem Ringkörper oder in Form einer gelenkigen Aufhängung einzelner Elemente bestehen.

Nach einer besonderen Ausgestaltung kann auf die Auslenkbarkeit der Segmente verzichtet werden und der Hülsenstempel insgesamt starr ausgebildet sein, wenn eine Verdrehbarkeit des Hülsenstempels gegenüber dem Unterstempel bzw. dem fertigen Gelenkinnenteil um den halben Kugelbahnteilungswinkel vorgesehen ist. Hierbei kann wie in der ähnlichen Anordnung für das Gelenkaußenteil der Hülsenstempel einzeln oder gemeinsam mit dem Oberstempel gegenüber dem Unterstempel bzw. insbesondere gegenüber dem Gelenkinnenteil verdrehbar sein. Dieses besondere Verfahren des Entformens bedingt aber, daß die äußere Breite der Abschnitte der Kugelführungsflächen am Umfang geringer ist als die Breite der Kugellaufbahnen an der Basis, bzw. auf die Werkzeuge bezogen, daß die Breite der Innenflächen der Segmente geringer ist als die Basis der nach innen ragenden Rippen des Außenwerkzeuges an der Basis der Umformabschnitte.

Ein zweites erfindungsgemäßes Werkzeug zum Herstellen eines Gelenkinnenteils ist dadurch charakterisiert, daß sinngemäß der Hülsenstempel in einer Ausführung mit unbeweglichen Segmenten gemäß den vorstehenden Ausführungen zu einem einstückigen Teil des Unterstempels umgebildet wird, so daß Finger mit Innenflächen, die den Käfigführungsflächen am Gelenkinnenteil komplementär entsprechen, einstückig am Unterstempel angeformt sind. Ein oberer, die Segmente bzw. Finger verbindender Ringkörper kann hierbei vorzugsweise entfallen. Entsprechend den oben gemachten Ausführungen ist auch hierbei ein Verfahren zur Entformung zur Anwendung zu bringen, bei dem das umgeformte Gelenkinnenteil um den halben Teilungswinkel der Kugellaufbahnen zum Entformen verdreht werden muß. Dies bedingt das bereits oben beschriebene Größenverhältnis, nach dem die Breite der Abschnitte der Käfigführungsfläche geringer als die größte Breite der Kugellaufbahnen sein muß.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen

Fig. 1 ein Werkzeug für ein Gelenkaußenteil gemäß der Erfindung mit elastisch angelenkten Segmenten des Hülsenstempels in einer ersten Ausführung;

Fig. 2 ein Werkzeug gemäß Fig. 1 in einer zweiten Ausführung;

Fig. 3 ein Werkzeug für ein Gelenkaußenteil gemäß der Erfindung mit starr angelenkten Segmenten des Hülsenstempels;

Fig. 4 ein Werkzeug zur Herstellung eines Gelenkinnenteils gemäß der Erfindung mit elastisch angeordneten Segmenten des Hülsenstempels;

Fig. 5 ein Werkzeug zur Herstellung eines Gelenkinnenteils gemäß der Erfindung mit starr am Unterstempel angeordneten Segmenten als Hülsenstempel.

In den Fig. 1 bis 3 sind miteinander entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen belegt. Es ist jeweils mit

  • a) eine Stellung der Werkzeugteile beim oder nach dem Einziehen und mit
  • b) eine Stellung der Werkzeugteile zum Entformen jeweils im Längsschnitt dargestellt; mit
  • c) ist ein Querschnitt in der Stellung nach a) bezeichnet, während in der Fig. 3 zusätzlich mit
  • d) ein Querschnitt in der Stellung nach b) dargestellt ist.


Im einzelnen ist ein Innenwerkzeug 1, ein Außenwerkzeug 2 und das Gelenkaußenteil 3 erkennbar, wobei das Innenwerkzeug 1 aus einem Innenstempel 4 und einem Hülsenstempel 5 zusammengesetzt ist, die axial gegeneinander verschiebbar sind. Der Hülsenstempel 5 umfaßt einen oberen Ringkörper 6, der zugleich als Axialanschlag gegenüber einem Anschlagring 7 des Innenstempels 4 wirkt, und außen ballige Segmente 8, die in Fig. 1 und 2 elastisch am Ringkörper 6 angelenkt sind, während sie nach Fig. 3 mit diesem starr verbunden sind. In Fig. 1 sind die Kontaktflächen 9.1 zwischen Hülsenstempel 5 und lnnenstempel 4 konisch ausgebildet, während in Fig. 2 und 3 die Kontaktflächen 9.2, 9.3 zylindrisch sind. In letzteren Fällen ist jeweils eine Anlaufrundung 10 vorgesehen. Wie in der Darstellung c jeweils erkennbar, weist der Innenstempel 4 einzelne radiale Rippen 11 auf, die durch die Segmente 8 des Hülsenstempels 5 hindurchgreifen, wobei sich im Querschnitt eine hier in Umfangsrichtung geschlossene Formoberfläche ergibt. In der Darstellung a ist erkennbar, daß die Rippen 11 axial hinterschnittfrei sind. In der Ausführung nach Fig. 1 sind die äußeren Kanten der Segmente 8 jeweils parallel zur radialen Mittellinie gebrochen, während in den Ausführungen nach den Fig. 2 und 3 die Abschnittsflächen zwischen Rippenelementen 11 und Segmenten 8 eben ausgebildet sind. Der Stoß liegt jeweils im Übergang zwischen dem Formbereich für die Kugellaufbahnen und dem Formbereich für die Käfigführungsfläche. In den Fig. 1 und 2 ist nach b erkennbar, wie nach dem Zurückziehen des Innenstempels 4 die elastisch am Ringkörper 6 angelenkten Segmente 8 nach innen federn und in der gezeigten Stellung das Gelenkaußenteil entformt werden kann, d. h. der Hülsenstempel 5 zurückgezogen werden kann. In Fig. 3 bleiben gemäß b die starr angelenkten Segmente 8 in ihrer äußeren Stellung, so daß nach der Darstellung in d ein Verdrehen des Ringkörpers 6 und damit der Segmente 8 um den halben Teilungswinkel der Kugellaufbahnen erforderlich ist, so daß die Segmente 8 in den Bereich der hinterschnittfreien Kugellaufbahnen 12 gelangen und dort axial aus dem Gelenkaußenteil 3 hinausbewegt werden können. Am umgeformten Gelenkaußenteil 3 ist in d eine unregelmäßige obere Formkante in Ansicht und die Käfigführungsflächen im Schnitt erkennbar.

In Fig. 4 und 5 sind sich entsprechende Teile ebenfalls mit gleichen Bezugsziffern belegt. Entsprechend der Darstellung in Fig. 3 ist mit

  • a) das Werkzeug in der Stellung zum Umformen, mit
  • b) das Werkzeug in der Stellung zum Entformen dargestellt, während in
  • c) zwei Halbschnitte nach a) und in
  • d) zwei Halbschnitte nach b) angegeben sind.


Das Werkzeug umfaßt ein Außenwerkzeug 15, einen Oberstempel 16, einen Unterstempel oder Ausstoßer 17 sowie nach Fig. 4 einen Hülsenstempel 18. Das Außenwerkzeug 15 umfaßt radiale, nach innen ragende Rippenkörper 19 und dazwischen liegende Nuten 20, in denen Segmente 21 des Hülsenstempels 18 geführt sind, die elastisch über einen Ringkörper 22 miteinander verbunden sind. Die Segmente 21 haben innere hinterschnittene Formflächen, die die Käfigführungsflächen 23 des Gelenkinnenteils 30 fertig umformen, während die zwischen die Segmente nach innen ragenden Rippen 19 axial hinterschnittfreie Kugellaufbahnen 25 am Gelenkinnenteil 30 ausbilden. Nach a) ist der Oberstempel 16 vollständig abgesenkt, wobei die Segmente 21 an der Anschlagfläche 26 am Unterstempel 17 anliegen. Gleichzeitig ist ein Anschlagring 27 mit dem Ringkörper 22 des Hülsenstempels 18 in Anschlag. Die hinterschnittenen Kugelführungsflächen 23 sind ebenso vollständig umgeformt wie die Kugellaufbahnen 25. Nach b) ist erkennbar, wie der Ausstoßer 17 sowie der Hülsenstempel 18 und der Oberstempel 16 aus dem Außenwerkzeug 15 axial herausgefahren sind und sich aufgrund der elastischen Anordnung die Möglichkeit ergibt, die Segmente 21 radial nach außen auszulenken und über die balligen Käfigführungsflächen des Gelenkinnenteils zu führen. Nach d) sind die Käfigführungsflächen und die Kugellaufbahnen 25 von unten in Ansicht erkennbar.

Nach Fig. 5 ist bei im wesentlichen gleicher Anordnung von Außenwerkzeug 15, Oberstempel 16 und Unterstempel 17 letzterer mit starr angeordneten, fingerartigen Segmenten 29 versehen, die die Umformflächen für die Käfigführungsflächen am Gelenkinnenteil bilden. Zum Entformen muß nach b) und d) das fertige Gelenkinnenteil gegenüber dem Unterstempel 17 verdreht werden, so daß die Bereiche der Käfigführungsfläche in die für den Eintritt der Rippen 19 des Außenwerkzeugs vorgesehenen Ausnehmungen im sternförmigen Unterstempel 17 hineingedreht werden. Danach ist ein axiales Herausnehmen des Gelenkinnenteils zwischen den Fingern 29 des Unterstempels möglich. Die relativ zueinander fest angeordneten fingerartigen Elemente könnten ohne weiteres über einen oberen Ringkörper miteinander verbunden und vom Unterstempel 17 entsprechend der Trennfläche 26 in Fig. 4 geteilt sein.

  • Bezugszeichenliste:

    1 Innenwerkzeug

    2 Außenwerkzeug

    3 Gelenkaußenteil

    4 Innenstempel

    5 Hülsenstempel

    6 Ringkörper

    7 Anschlagring

    8 Segmente

    9 Kontaktflächen

    10 Anlaufrundungen

    11 Rippenelemente

    12 Kugellaufbahnen

    14 Käfigführungsfläche

    15 Außenwerkzeug

    16 Oberstempel

    17 Ausstoßer

    18 Hülsenstempel

    19 Rippenkörper

    20 Nuten

    21 Segmente

    22 Ringkörper

    23 Käfigführungsflächen

    25 Kugellaufbahnen

    26 Anschlagflächen

    27 Anschlagring

    29 Finger (Segmente)

    30 Gelenkinnenteil


Anspruch[de]
  1. 1. Preßwerkzeug zum spanlosen Umformen eines Vorwerkstückes mit einem einseitig offenen Hohlraum zu einem Gelenkaußenteil eines Gleichlaufgelenks mit axial hinterschnittfreien Kugellaufbahnen, insbesondere für ein DO- oder UF-Gelenk, mit einem zweiteiligen Innenwerkzeug, das aus einem zentralen Innenstempel und einem gegenüber diesem axial verschieblichen, aus radial beweglichen Segmenten zusammengesetzten Hülsenstempel besteht, und mit einem Außenwerkzeug, das zum Abstrecken und Einziehen des Gelenkaußenteils ringförmig ausgebildet und relativ zum Innenwerkzeug axial verschieblich ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenstempel (4) radial abstehende umfangsverteilte Rippenelemente (11) aufweist, die in einer ineinandergeschoben Stellung von Außenwerkzeug (2) und Innenwerkzeug (1) zum Umformen zwischen die Segmente (8) des Hülsenstempels (5) greifen und im Querschnitt über diese hinausstehen, wobei die Außenform der Rippenelemente (11) den fertiggeformten hinterschnittfreien Kugellaufbahnen (12) komplementär entspricht, während die Außenform der Segmente (8) des Hülsenstempels (5) den fertiggeformten Abschnitten (14) der Käfigführungsflächen komplementär entspricht. (Fig. 1-3)
  2. 2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der ineinandergeschobenen Stellung zum Umformen miteinander in Kontakt befindlichen Flächen von Hülsenstempel (5) und Innenstempel (4) zylindrisch geformt sind. (Fig. 2 und 3)
  3. 3. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der ineinandergeschobenen Stellung zum Umformen miteinander in Kontakt befindlichen Flächen von Hülsenstempel (5) und Innenstempel (4) konisch geformt sind. (Fig. 1)
  4. 4. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die größte äußere Breite bs der Segmente (8) des Hülsenstempels (5) geringer ist als die Breite br der Basis der Rippenkörper (11) und der Hülsenstempel (5) relativ zum Innenstempel (4) verdrehbar angeordnet ist. (Fig. 3)
  5. 5. Preßwerkzeug zum spanlosen Umformen eines sternförmigen Vorwerkstücks zu einem Gelenkinnenteil eines Gleichlaufgelenks mit axial hinterschnittfreien Kugellaufbahnen, insbesondere für ein DO- oder UF- Gelenk, mit einem Unterstempel bzw. Ausstoßer, der die erste Stirnseite beaufschlagt, einem Oberstempel, der die zweite Stirnseite beaufschlagt, einem gegenüber diesem axial verschieblichen, aus radial beweglichen Segmenten zusammengesetzten Hülsenstempel, und mit einem Außenwerkzeug, das gegenüber den übrigen Teilen axial verschieblich ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Außenwerkzeug (15) radial angeordnete, umfangsverteilte Nuten (20) aufweist, in denen die Segmente (21) des Hülsenstempels (18) geführt sind und jeweils dazwischen radial nach innen ragende Rippenelemente (19) aufweist, die in ineinandergeschobener Stellung von Außenwerkzeug und Hülsenstempel zum Umformen zwischen die Segmente (21) des Hülsenstempels (18) eingreifen, wobei die Innenseite der Rippenelemente (19) den fertiggeformten hinterschnittfreien Kugellaufbahnen komplementär entspricht, während die Innenseite der Segmente (21) des Hülsenstempels (18) den fertiggeformten Abschnitten (23) der Käfigführungsfläche komplementär entspricht. (Fig. 4)
  6. 6. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente (8; 21) des Hülsenstempels (5; 18) durch einen einstückig angeformten Ringkörper (6; 22) elastisch gehalten sind.
  7. 7. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente des Hülsenstempels einzeln an einem Ringkörper angelenkt und radial nach innen oder nach außen schwenkbar sind.
  8. 8. Preßwerkzeug zum spanlosen Umformen eines sternförmigen Vorwerkstückes zu einem Gelenkinnenteil eines Gleichlaufgelenks mit axial hinterschnittfreien Kugellaufbahnen, insbesondere für ein DO- oder UF- Gelenk, mit einem Unterstempel bzw. Ausstoßer, der die erste Stirnseite beaufschlagt, einem Oberstempel, der die zweite Stirnseite beaufschlagt und einem Außenwerkzeug, das gegenüber den übrigen Teilen axial verschieblich ist, dadurch gekennzeichnet daß das Außenwerkzeug (15) radial angeordnete umfangsverteilte Nuten (20) aufweist, in denen einstückig angeformte Segmente (29) des Unterstempels (17) geführt sind, und jeweils dazwischen radial nach innen ragende Rippenelemente (19) aufweist, die in ineinandergeschobener Stellung von Außenwerkzeug und Unterstempel zum Umformen zwischen die Segmente (29) des Unterstempels (17) eingreifen, wobei die Innenseite der Rippenelemente (19) den fertiggeformten hinterschnittfreien Kugellaufbahnen komplementär entspricht, während die Innenseite der Segmente (29) des Unterstempels (17) den fertiggeformten Abschnitten (23) der Käfigführungsfläche komplementär entspricht, und daß die größte äußere Breite bN der Nuten (20) im Außenwerkzeug (15) geringer ist als die Breite bR der Basis der Rippenkörper (19), so daß das Gelenkinnenteil (30) relativ zum Unterstempel zum Entformen verdrehbar ist. (Fig. 5)
  9. 9. Preßwerkzeug zum spanlosen Fertigformen eines Gelenkaußenteils oder eines Gelenkinnenteils eines Gleichlaufgelenks mit axial hinterschnittfreien Kugellaufbahnen, insbesondere eines DO- oder UF- Gelenkes, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Teilwerkzeuge zum Ausbilden der Kugellaufbahnen und der Käfigführungsfläche in ineinandergeschobener Stellung zum Umformen am Umfang abstandslos und spaltfrei aneinander anschließen.
  10. 10. Werkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teilwerkzeuge zum Ausbilden der Kugellaufbahnen und der Kugelführungsflächen in ineinandergeschobener Stellung zum Umformen am Umfang die Stoßstellen jeweils im Bereich des Übergangs von einer Kugellaufbahn zu einem Abschnitt der Käfigführungsfläche haben.






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