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Dokumentenidentifikation DE3712418A1 27.10.1988
Titel Thermotransferdruckverfahren und -vorrichtung
Anmelder Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München, DE
Erfinder Dreinhoff, Karl-Heinz, Dipl.-Ing.;
Haeusler, Jochen, Dr.-Ing.;
Pekruhn, Wolfgang, Dr.-Ing., 1000 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 10.04.1987
DE-Aktenzeichen 3712418
Offenlegungstag 27.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.1988
IPC-Hauptklasse B41M 5/26
IPC-Nebenklasse B41J 3/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Thermotransferdruckverfahren, bei dem ein Farbträger in Kontakt mit einem zu bedruckenden Aufzeichnungsträger gebracht wird und durch lokales Erwärmen des Farbträgers ein entsprechend lokaler Farbübertrag auf den Aufzeichnungsträger erfolgt.

Allgemeines Kennzeichen eines derartigen Thermotransferdruckverfahrens ist eine durch Erwärmung hervorgerufene Farbübertragung von einem Farbträger auf einen Aufzeichnungsträger, der in der Regel aus gewöhnlichem Schreibpapier besteht. Im einzelnen sind verschiedene Modifikationen des Thermotransferdruckverfahrens bekannt, die sich durch die Art der Erwärmung des Farbträgers und verschiedene Farbübertragungsarten unterscheiden. In bezug auf die Art der Erwärmung ist beispielsweise aus der DE-OS 29 20 446 die Verwendung eines Thermodruckkopfes mit einzeln ansteuerbaren Heizelementen bekannt. Anstelle der Heizelemente können auch Elektroden im Zusammenhang mit einer in dem Farbträger ausgebildeten elektrisch leitenden Schicht vorgesehen werden, die durch einen über die Elektroden zugeführten Stromfluß lokal erwärmbar ist (US-PS 37 44 611). Schließlich kann die lokale Erwärmung des Farbträgers auch mit Hilfe einer Strahlungsquelle wie z. B. einem Laser erfolgen (deutsche Patentanmeldung P 36 23 487.7). Im Hinblick auf die Art der Farbübertragung ist es aus der DE-PS 33 15 265 bekannt, einen Farbträger in Form eines Farbbandes oder Farbtuches mit einer aufschmelzbaren oder sublimierbaren Farbschicht zu verwenden. Alternativ hierzu ist die Verwendung von Farbträgern bekannt, bei denen die Farbschicht unter Zwischenlage einer wärmelöslichen Ablöseschicht (sog. Releaseschicht) an einer Trägerschicht haftet (EP-A 00 96 740).

Um zur Erzielung einer guten Druckqualität eine einwandfreie lokale Farbübertragung von dem Farbträger auf den Aufzeichnungsträger zu erreichen, ist es erforderlich, daß während des Druckens die durch die Erwärmung in dem Farbträger hervorgerufene Temperatur eindeutig über der für die Farbübertragung erforderlichen Minimaltemperatur (Farbablösetemperatur) und in den Druckpausen unterhalb dieser Minimaltemperatur liegt. Dabei ist die erreichbare Druckqualität umso besser, je höher der Temperaturunterschied in dem Farbträger bei Erwärmung und bei Nichterwärmung ist; jedoch sinkt mit steigendem Temperaturunterschied aufgrund der Wärmekapazität des Farbträgers, des Aufzeichnungsträgers und ggf. des Thermodruckkopfes die maximal erreichbare Druckgeschwindigkeit.

Ein weiteres Problem beim Thermotransferdruckverfahren ist die Erzielung eines einwandfreien Farbübertrages bei Verwendung von Papier mit relativ rauher Oberfläche als Aufzeichnungsträger. In diesem Zusammenhang ist es denkbar, den Farbträger für jeden lokalen Farbübertrag einer vergleichsweise hohen und langandauernden Erwärmung auszusetzen und dabei mit relativ hoher Anpreßkraft gegen den Aufzeichnungsträger zu drücken, jedoch wird hierbei nur eine vergleichsweise geringe Druckgeschwindigkeit erreicht und bei Verwendung eines Thermodruckkopfes dessen mechanische und elektrische Lebensdauer wegen der hohen Erwärmung und der hohen Andruckkraft verringert.

Gemäß der Erfindung ist bei dem eingangs angegebenen Thermotransferdruckverfahren vorgesehen, daß zumindest im Bereich der lokalen Erwärmung eine Schallwelle in den Farbträger eingeleitet wird. Durch die Schallwelle wird in dem Farbträger im Bereich der erwünschten Farbübertragung eine zusätzliche Erwärmung hervorgerufen, wobei zugleich die mechanischen Schwingungen der Schallwelle die Ablösung der Farbe von dem Farbträger und ihre Anbindung an den Aufzeichnungsträger verbessern. Aufgrund der zusätzlichen lokalen Erwärmung des Farbträgers durch die Schallwelle kann die Energie für die eigentliche lokale Erwärmung des Farbträgers in vorteilhafter Weise herabgesetzt werden, so daß insbesondere bei der Verwendung von Thermodruckköpfen zur Wärmeerzeugung deren Wärmebelastung besonders gering ist und die erreichbare Druckgeschwindigkeit erhöht wird.

Vorzugsweise erfolgt die Erwärmung des Farbträgers auf eine unterhalb der zum Farbübertrag erforderlichen Minimaltemperatur liegende Temperatur. Aufgrund der Erwärmung wird die zu übertragende Farbe bzw. bei Verwendung von Release-Farbbändern die Ablöseschicht dann noch gerade in einen teigigen oder flüssigen Zustand versetzt, der eine besonders gute umsetzung der in den Farbträger eingeleiteten Schallwellenenergie in zusätzliche Wärme zum Aufheizen des Farbträgers auf die für die Farbübertragung erforderliche Temperatur ermöglicht. Die Menge an zusätzlicher Wärme, die durch die Schallwelle in dem Farbträger erzeugt wird, ist von der Frequenz der Schallwelle bzw. der Folgefreqenz von Schallwellenimpulsen abhängig, weswegen bevorzugt Frequenzen im Ultraschallbereich (oberhalb von 20 kHz) verwendet werden.

Um für jede einzelne lokale Farbübertragung jeweils eine individuelle Einwirkung der Schallwelle auf die Ablösung der Farbe von dem Farbträger und ihre Anbindung an den Aufzeichnungsträger zu erreichen, ist im Rahmen der Erfindung vorgesehen, daß für jeden Farbübertrag während der Dauer des lokalen Erwärmens mindestens ein Schallwellenimpuls in den Farbträger eingeleitet wird. Dabei kann die Erzeugung der Schallwellenimpulse an den Drucktakt, d. h. an den zeitlichen Takt angepaßt werden, mit dem der Farbträger zeitlich aufeinanderfolgend lokal erwärmt wird.

In diesem Zusammenhang erfolgt gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Thermotransferdruckverfahrens die Einleitung des mindestens einen Schallwellenimpulses zeitversetzt zur lokalen Erwärmung des Farbträgers. Da nämlich der aufgrund der lokalen Erwärmung in dem Farbträger hervorgerufene Temperaturverlauf aufgrund des Wärmewiderstandes und der Wärmekapazität im Bereich der Druckzone zeitlich versetzt verläuft, kann durch eine in bezug auf die Erwärmung entsprechend zeitversetzte Einleitung der Schallwelle in den Farbträger erreicht werden, daß diese die Ablösung der Farbe von dem Farbtrager zum Zeitpunkt des Temperaturmaximums in dem Farbträger unterstützt.

Zur Verbesserung der Farbübertragung von dem Farbträger auf den Aufzeichnungsträger ist es im allgemeinen ausreichend, wenn die Schallwelle ausschließlich zu jeder einzelnen lokalen Erwärmung erzeugt wird. Darüber hinaus ist es von besonderem Vorteil, wenn unabhängig von Zeiten der lokalen Erwärmung des Farbträgers eine stetige Folge von Schallwellenimpulsen in den Farbträger eingeleitet wird. Dabei bewirken die Schallwellenimpulse auch während der Zeiten der Nichterwärmung des Farbträgers - also in den Druckpausen - eine Vorheizung des Farbträgers, so daß die für den folgenden Druckvorgang erforderliche Energie zur Erwärmung des Farbträgers verringert wird.

In diesem Zusammenhang wird vorzugsweise in Zeiten der Nichterwärmung des Farbträgers eine Schallwelle geringerer Amplitude als in Zeiten der lokalen Erwärmung in den Farbträger eingeleitet, so daß eine ausreichende Temperaturdifferenz in dem Farbträger beim Drucken und in den Druckpausen gewährleistet ist.

Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Thermotransferdruckverfahrens ist gemäß der Erfindung bei einer Thermotransferdruckvorrichtung mit einem Thermodruckkopf zur lokalen Erwärmung eines in Kontakt mit einem zu bedruckenden Aufzeichnungsträger an diesem anliegenden Farbträgers vorgesehen, daß an dem Thermodruckkopf ein Schallgeber mechanisch angekoppelt ist. Dieser Schallgeber besteht vorzugsweise aus einem Ultraschallgeber, der direkt an dem Thermodruckkopf befestigt ist und diesen bei Schwingungserregung ebenfalls in Schwingungen versetzt, so daß die von dem Ultraschallgeber ausgehende Schallwelle über den Thermodruckkopf in den Farbträger eingeleitet wird. Handelt es sich bei dem Thermodruckkopf um einen zeilenförmigen Druckkopf, so können an diesem auch mehrere einzelne Erregerelemente des Schallgebers verteilt angeordnet sein. Für den Fall, daß der zeilenförmige Druckkopf segmentiert angesteuert wird - d. h. bezüglich seiner Ansteuerung in Teilbereiche unterteilt ist, die nacheinander angesteuert werden -, ist vorzugsweise jedem Teilbereich jeweils ein eigenes Erregerelement zugeordnet.

Alternativ zu der vorstehend angegebenen Thermotransferdruckeinrichtung mit einem Thermodruckkopf wird bei einer Thermotransferdruckeinrichtung mit einer Strahlungsquelle zur lokalen Erwärmung eines in Kontakt mit einem zu bedruckenden Aufzeichnungsträger an diesem anliegenden Farbträgers der Farbträger durch eine strahlungsdurchlässige Platte gegen den Aufzeichnungsträger gedrückt, wobei an der Platte ein Schallgeber mechanisch angekoppelt ist.

Für den Fall, daß die Farbübertragung und damit der Druck segmentartig erfolgen soll, ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Transferdruckvorrichtung vorgesehen, daß der Thermodruckkopf bzw. die strahlungsdurchlässige Platte erhabene Drucksegmente aufweisen. Je nach Art der zu druckenden Zeichen können die Drucksegmente als Zeichensegmente, einzelne Druckpunkte oder Punkteraster ausgebildet sein. Mit dieser Ausbildung wird erreicht, daß die Einleitung der Schallwelle in den Farbträger konzentriert in dem Bereich der Drucksegmente erfolgt. Bei der strahlungsdurchlässigen Platte dienen die Drucksegmente zugleich als Linsen, welche die von der Strahlungsquelle kommende Strahlung auf den Farbträger konzentrieren.

Um zur oben bereits erwähnten optimalen Ausnutzung der Schallwellenenergie in bezug auf die lokale Erwärmung des Farbträgers die Erzeugung der Schallwellenimpulse an den zeitlichen Takt der lokalen Wärmeerzeugung anpassen zu können, ist der Schallgeber in vorteilhafter Weise an einer steuerbaren Oszillatoreinrichtung angeschlossen, die von einem die Erwärmung des Farbträgers steuernden Zeichengenerator synchronisiert wird.

Zur Erläuterung der Erfindung wird im folgenden auf die Figuren der Zeichnung Bezug genommen. Im einzelnen zeigen jeweils in schematischer Darstellung Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Thermodruckvorrichtung mit einem entlang einer Druckzeile beweglichen Thermodruckkopf,

die Fig. 2 und 3 den in Fig. 1 gezeigten Thermodruckkopf mit unterschiedlichen Anordnungen eines Schallgebers,

Fig. 4 ein die Ansteuerung des in Fig. 1 gezeigten Thermodruckkopfes und Schallgebers verdeutlichendes Blockschaltbild,

Fig. 5 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Thermodruckvorrichtung mit einem zeilenförmigen Thermodruckkopf und

die Fig. 6 und 7 zwei weitere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Thermotransferdruckvorrichtung mit jeweils einer Strahlungsquelle.

Fig. 1 zeigt in prinzipieller Anordnung einen Thermodruckkopf 1, der einer Druckwalze 2 gegenüberliegend in Zeilenrichtung 3 bewegbar angeordnet ist. In den Fig. 2 und 3 ist die der Druckwalze 2 zugewandte Seite des Thermodruckkopfes 1 dargestellt, auf der der Thermodruckkopf 1 eine Spalte dicht nebeneinanderliegender einzeln ansteuerbarer Heizelemente 4 aufweist. Die Heizelemente 4 bilden nach außen hin geringfügig aus der Oberfläche des Thermodruckkopfes 1 hervorstehende Erhebungen, mit denen der Thermodruckkopf 1 beim Druckvorgang unter Zwischenlage eines Farbträgers 5 (Fig. 1) gegen einen an der Druckwalze 2 anliegenden Aufzeichnungsträger 6 gedrückt wird. Der Farbträger 5 besteht aus einem Farbband, welches von einer hier nicht gezeigten Abwickelspule kommend an einer Umlenkrolle 7 vorbei in den Bereich zwischen dem Thermodruckkopf 1 und dem an der Druckwalze 2 anliegenden Aufzeichnungsträger 6 geführt wird und in Schreibrichtung gesehen unmittelbar hinter dem Thermodruckkopf 1 von dem Aufzeichnungsträger 6 über eine Kante des Thermodruckkopfes 1 weggezogen und nachfolgend auf einer hier nicht gezeigten Aufwickelspule aufgewickelt wird. Der Aufzeichnungsträger 6 besteht aus gewöhnlichem Schreibpapier. Während des Druckvorgangs wird der Thermodruckkopf 1 in Zeilenrichtung 3 nach rechts bewegt, wobei die spaltenförmig angeordneten Heizelemente 4 individuell angesteuert werden und entsprechend ihrer Ansteuerung den Farbträger 5 lokal erwärmen. Der Farbträger 5 weist auf seiner dem Aufzeichnungsträger 6 zugewandten Seite eine Farbschicht auf, die selbst oder eine sie tragende Ablöseschicht durch Erwärmung aufschmelzbar oder sublimierbar ist. Entsprechend bisher bekannten Thermodruckverfahren führt die selektive Erwärmung des Farbträgers 5 durch die Heizelemente 4 zu einer entsprechenden lokalen Farbübertragung von dem Farbträger 5 auf den Aufzeichnungsträger 6.

Zur Verbesserung der Farbübertragung ist an dem Thermodruckkopf 1 ein Schallgeber 8 mechanisch angekoppelt, der entsprechend den Darstellungen in den Fig. 1, 2 und 3 an unterschiedlichen Außenseiten des Thermodruckkopfes 1 direkt an diesem gehalten ist. Der Schallgeber 8 besteht aus einem beispielsweise piezoelektrisch arbeitenden Ultraschallgeber, dessen Hauptschwingungsrichtung bei Ansteuerung durch die Pfeile 9 angedeutet ist. Der Schallgeber 8 versetzt bei seiner Erregung den Thermodruckkopf 1 in Schwingungen und leitet über diesen eine Schallwelle in den Farbträger 5 ein. Da die Spalte mit den Heizelementen 4 erhaben ausgebildet ist, erfolgt die Schallwelleneinleitung konzentriert in den Bereich, in dem auch die Erwärmung des Farbträgers 5 durch die Heizelemente 4 stattfindet. Die Schallwelle führt in dem Farbträger 5 zu einer zusätzlichen lokalen Erwärmung, die das Ablösen der Farbe von dem Farbträger 5 und ihr Anbinden an die Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 6unterstützt. Aufgrund der zusätzlichen Wärmeerzeugung durch die Schallwelle kann die durch die Heizelemente 4 erzeugte Erwärmung verringert werden, so daß die Wärmebelastung des Thermodruckkopfes 1 abnimmt und seine Lebensdauer erhöht wird. Außer der zusätzlichen Erwärmung durch die in dem Farbträger 5 in Wärme umgesetzte Schallwellenenergie wirkt sich auch die durch den Schallgeber 8 über den Thermodruckkopf 1 im Bereich der Druckzone hervorgerufene mechanische Vibration in positiver Weise aus, weil hierdurch insbesondere auch bei rauher Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 6 eine gute Anbindung der Farbe an den Aufzeichnungsträger 6 ermöglicht wird. Dabei kann der statische Anpreßdruck des Thermodruckkopfes 1 gegen die Druckwalze 2 herabgesetzt werden, wodurch der Verschleiß des Thermodruckkopfes 1 im Bereich der Heizelemente 4 verringert wird.

Die Frequenz der Schallwelle bzw. die Folgefrequenz der einzelnen Schallwellenimpulse ist so hoch gewählt, daß während der Erwärmdauer der einzelnen Heizelemente für eine Druckspalte mindestens ein, vorzugsweise jedoch mehrere Schallwellenimpulse erzeugt werden. Die Schallwellenimpulse können kontinuierlich, also auch während der Druckpausen, dann jedoch vorzugsweise mit verminderter Amplitude in den Farbträger 5 eingeleitet werden, um hierdurch eine Vorheizung der Druckzone zu erreichen.

Zur Erläuterung der Erregung des Schallgebers 8 in bezug auf die Ansteuerung des Thermodruckkopfes 1 zeigt Fig. 4 ein Blockschaltbild mit dem Thermodruckkopf 1, der über einen Datenbus 10 und eine Taktsignalleitung 11 an einem Zeichengenerator 12 angeschlossen ist. Über den Datenbus 10 werden individuelle Druckdaten für die einzelnen Heizelemente 4 dem Thermodruckkopf 1 zugeführt und dort in einem hier nicht gezeigten Register zwischengespeichert, um von dort aus mit jedem Taktimpuls auf der Signalleitung 11 an die Heizelemente 4 durchgeschaltet zu werden.

Der Schallgenerator 8, der hier lediglich aus Gründen der Übersichtlichkeit von dem Thermodruckkopf 1 getrennt dargestellt ist, ist über einen steuerbaren Serienschalter 13 mit einem frequenzsteuerbaren Oszillator 14 verbunden. Der steuerbare Serienschalter 13 ist steuereingangsseitig über ein Zeitverzögerungsglied 15 an der Taktsignalleitung 11 angeschlossen; der steuerbare Oszillator 14 wird über einen Synchronisiereingang 16 mit einem systeminternen Takt des Zeichengenerators 12 synchronisiert. Entsprechend diesem Takt wird also in dem Oszillator 14 ein Schwingungssignal erzeugt, das entsprechend der Frequenz der Taktimpulse auf der Signalleitung 11 jedoch zu diesem zeitverzögert den Schallgeber 8 erregt. In dem Farbträger 5 tritt also die Schallwelle in bezug auf die Erwärmung durch die Heizelemente 4 zeitverzögert auf, wobei die Verzögerung durch das Zeitverzögerungsglied 15 vorzugsweise derart eingestellt ist, daß die Schallwellenemission zum Zeitpunkt des Maximums der aufgrund der Erwärmung durch die Heizelemente 4 in dem Farbträger 5 erzeugten Temperaturverläufe beginnt.

Fig. 5 zeigt in prinzipieller Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Thermotransferdruckvorrichtung wiederum mit einer Druckwalze 2, an der ein Aufzeichnungsträger 6 anliegt. Gegenüber der Druckwalze 2 ist ein feststehender Thermodruckkopf 17 angeordnet, der sich längs zur Druckwalze 2 erstreckt und mit einer zeilenförmigen, aus einzeln ansteuerbaren Heizelementen bestehenden Heizlinie 18 einen tuchförmigen Farbträger 19 gegen den Aufzeichnungsträger 6 drückt. Auf der von der Druckwalze 2 abgewandten Seite des Thermodruckkopfes 17 sind mehrere Erregerelemente 20, 21, 22 und 23 angeordnet, die zusammen einen Schallgeber bilden. Da bei Thermodruckköpfen mit zeilenförmiger Heizlinie zur Verringerung der Erwärmungsleistung oft nicht alle Heizelemente gleichzeitig sondern in Teilbereichen nacheinander angesteuert werden, ist vorzugsweise jedem Teilbereich jeweils ein Erregerelemente 20 bis 23 zugeordnet. Im übrigen verläuft die Einleitung der Schallwelle von den Erregerelementen 20 bis 23 in den Farbträger 19 in gleicher Weise, wie im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben.

Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Thermotransferdruckvorrichtung mit einer Strahlungsquelle 24 in Form eines Lasers. Im Verlauf des Laserstrahls sind nacheinander eine akusto-opitische Ablenkungseinrichtung 25, wie sie z. B. in der DE-PS 28 35 284 beschrieben ist, sowie ein über eine motorische Einrichtung 26 angetriebener Polygonspiegel 27 zur Ablenkung des Laserstrahls angeordnet. Der Polygonspiegel 27 ist dabei vor einer Druckwalze 2 angeordnet, an der ein Aufzeichnungsträger 6 anliegt; ein tuchförmiger Farbträger 19 wird mit Hilfe einer strahlungsdurchlässigen Platte 28, die gegenüber dem Farbträger 19 einseitig ballig ausgeformt ist, gegen den Aufzeichnungsträger 6 gedrückt. Der von der Strahlungsquelle 24 kommende Laserstrahl wird in der akusto-optischen Ablenkeinrichtung 25 in Abhängigkeit von zu druckenden Zeichen moduliert. Danach trifft der zeichenmodulierte Laserstrahl auf den rotierenden Polygonspiegel 27, wird dort abgelenkt und zeilenweise entlang der strahlungsdurchlässigen Platte 28 gesteuert. Der durch die Platte 28 hindurchtretende Laserstrahl führt in gleicher Weise, wie dies oben für Thermodruckköpfe beschrieben worden ist, zu einer lokalen Erwärmung des Farbträgers 19, so daß ein entsprechender lokaler Farbübertrag von dem Farbträger 19 auf den Aufzeichnungsträger 6 stattfindet.

Zur Verbesserung der Farbübertragung ist an der strahlungsdurchlässigen Platte 28 ein aus mehreren Erregerelementen 29, 30, 31 und 32 bestehender Schallgeber angeordnet, dessen Arbeitsweise und Wirkung die gleiche ist, wie sie für das in Fig. 5 gezeigte Ausführungsbeispiel beschrieben wurde.

Fig. 7 zeigt schließlich ein Ausführungsbeispiel einer Thermotransferdruckvorrichtung, bei dem vor dem Farbträger 19 eine strahlungsdurchlässige Platte 33 in Form einer Leiste angeordnet ist, entlang derer durch eine entsprechende Oberflächengestaltung eine Vielzahl von nebeneinanderliegenden Fokussieroptiken in der Weise ausgebildet sind, daß einfallendes Licht punktförmig auf dem Farbträger 19 abgebildet wird. Vor den Fokussieroptiken der transparenten Platte 33 befindet sich jeweils ein optisches Schaltelement 34, das in Form einer steuerbaren optischen Blende arbeitet. Die zum Drucken notwendige Strahlungsenergie wird von einer sich entlang der Schreibzeile erstreckenden Strahlungsquelle 35 geliefert, wobei die Strahlungsenergie in Glasfaserstränge 36 eingekoppelt und in einer nachgeordneten Gradientenfaser 37 in ein paralleles Strahlenbündel umgewandelt wird, das auf das optische Schaltelement 34 fällt. Durch zeichenabhängiges Ansteuern der nebeneinanderliegenden optischen Schaltelemente 34 gelangt die Strahlungsenergie der Strahlungsquelle 35 durch die transparente Platte 33 zeichenmoduliert auf den Farbträger 19 und führt dort zu einzelnen lokalen Erwärmungen. Zur Verbesserung der durch die lokalen Erwärmungen hervorgerufenen Farbübertragung von dem Farbträger 19 auf den Aufzeichnungsträger 6 ist an der transparenten Platte 33 ein Schallgeber 38 angeordnet, bei dessen Erregung eine Schallwelle über die transparente Platte 33 in die Druckzone des Farbträgers 19 eingekoppelt wird.

Bei allen vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Thermotransferdruckvorrichtung erfolgt die Ansteuerung der einzelnen Schallgeber in der Weise, daß die Schallerregung durch einen die eigentliche Erwärmung des Farbträgers steuernden Zeichengenerator synchronisiert wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Thermotransferdruckverfahren, bei dem ein Farbträger (5; 19) in Kontakt mit einem zu bedruckenden Aufzeichnungsträger (6) gebracht wird und durch lokales Erwärmen des Farbträgers (5; 19) ein entsprechend lokaler Farbübertrag auf den Aufzeichnungsträger (6) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest im Bereich der lokalen Erwärmung eine Schallwelle in den Farbträger (5; 19) eingeleitet wird.
  2. 2. Thermotransferdruckverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erwärmung des Farbträgers (5; 19) auf eine unterhalb der zum Farbübertrag erforderlichen Minimaltemperatur liegende Temperatur erfolgt.
  3. 3. Thermotransferdruckverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Farbübertrag während der Dauer des lokalen Erwärmens mindestens ein Schallwellenimpuls in den Farbträger (5; 19) eingeleitet wird.
  4. 4. Thermotransferdruckverfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einleitung des mindestens einen Schallwellenimpulses zeitversetzt zur lokalen Erwärmung des Farbträgers (5; 19) erfolgt.
  5. 5. Thermotransferdruckverfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unabhängig von Zeiten der lokalen Erwärmung des Farbträgers (5; 19) eine stetige Folge von Schallwellenimpulsen in den Farbträger (5; 19) eingeleitet wird.
  6. 6. Thermotransferdruckverfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in Zeiten der Nichterwärmung des Farbträgers (5; 19) eine Schallwelle geringerer Amplitude als in Zeiten der lokalen Erwärmung in den Farbträger (5; 19) eingeleitet wird.
  7. 7. Thermotransferdruckvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Thermodruckkopf (1; 17) zur lokalen Erwärmung eines Farbträgers (5; 19), der an einem zu bedruckenden Aufzeichnungsträger (6) anliegt, ein Schallgeber (8, 20, 21, 22, 23) mechanisch angekoppelt ist.
  8. 8. Thermotransferdruckvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Strahlungsquelle (24; 35) zur lokalen Erwärmung eines in Kontakt mit einem zu bedruckenden Aufzeichnungsträger (6) an diesem anliegenden Farbträgers (19) vorgesehen ist, daß der Farbträger (19) mittels einer strahlungsdurchlässigen Platte (28; 33) gegen den Aufzeichnungsträger (6) gedrückt wird und daß an der Platte (28; 33) ein Schallgeber (29, 30, 31, 32; 38) mechanisch angekoppelt ist.
  9. 9. Thermotransferdruckvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Thermodruckkopf (1; 17) bzw. die strahlungsdurchlässige Platte (28; 33) erhabene Drucksegmente aufweisen.
  10. 10. Thermotransferdruckvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schallgeber (8) an einer steuerbaren Oszillatoreinrichtung (13, 14, 15) angeschlossen ist, die von einem die Erwärmung des Farbträgers (5; 19) steuernden Zeichengenerator (12) synchronisiert wird.






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