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Dokumentenidentifikation DE3716934C1 27.10.1988
Titel Trocknungskammer
Anmelder Novokeram Max Wagner GmbH, 8908 Krumbach, DE
Erfinder Thoma, Karl, 8909 Breitenthal, DE
Vertreter Ernicke, H., Dipl.-Ing.; Ernicke, K., Dipl.-Ing.(Univ.), Pat.-Anwälte, 8900 Augsburg
DE-Anmeldedatum 20.05.1987
DE-Aktenzeichen 3716934
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.10.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.1988
IPC-Hauptklasse F26B 9/06
IPC-Nebenklasse F26B 21/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Trocknungskammer mit den Merkmalen im Oberbegriff des Hauptanspruches.

Eine derartige Trocknungskammer ist aus der DE-OS 33 21 673 bekannt. Hier wird durch zwei oder mehr seitlich in der Trocknungskammer angeordnete Ventilatoren die Trocknungsluft in einer Kreisströmung mit veränderlicher Richtung umgewälzt und durch das Trockengut geführt. Letzteres wird dadurch mit ständig sich ändernden Strömungswinkeln angeblasen, was eine gleichmäßige und schnelle Trocknung zur Folge hat.

Die vorbekannte Vorrichtung benötigt allerdings einen erheblichen Bauaufwand mit mehreren Ventilatoren, die außerdem reversierfähig sein sollen. Mit der seitlichen Anordnung der Ventilatoren erhöht sich auch der Platzbedarf der Trocknungskammer.

Aus der DE-OS 29 19 762 ist auch ein Trocknungsschrank für Wäschestücke bekannt, in dem die Trocknungsluft durch den Schrankinnenraum geführt wird. Die Trocknungsluft bewegt sich hierbei allerdings nicht in einer geschlossenen Kreisbahn, sondern soll zum Großteil durch den Schrankboden abgeführt werden. Die Strömungsrichtung ist auch nicht veränderlich.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, unter Beibehaltung des Trocknungsprinzips eine Trocknungskammer aufzuzeigen, die mit geringerem Platz- und Bauaufwand auskommt und dabei auch einen höheren Wirkungsgrad bietet.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Kennzeichenteil des Hauptanspruches. Durch die Aufteilung der Anströmwege in mehrere, voneinander getrennte Luftleitkanäle läßt sich eine in der Richtung besser definierbare und beeinflußbare Kreisströmung erzielen, die außerdem einen verbesserten Trocknungseffekt bietet. Durch den gemeinsamen Anschluß an einen einzigen Ventilator wird der konstruktive Aufwand verringert. Der Ventilator ist zentral über oder unter dem Trocknungsgestell angeordnet, wodurch auch in erheblichem Maße Platz gespart werden kann.

Die angestrebte Richtungsänderung der Kreisströmung wird auf höchst einfache Weise durch eine Drehung des Ventilators erreicht. Der Ventilator bläst die Trocknungsluft durch einen Luftleitkanal auf der einen Seite des Trocknungsgestelles ein und saugt sie gleichzeitig durch einen Luftleitkanal auf der anderen Seite wieder ab. Mit der Drehung des Ventilators werden ständig andere Luftleitkanäle beaufschlagt, so daß die Einblas- und Absaugorte entlang der Gestellseiten sich verändern, wodurch auch der Winkel der Strömungsrichtung zur Gestellängsachse variiert wird. Nachdem der Ventilator umlaufend drehen kann, läßt sich auf einfache Weise die Strömungsrichtung auch umkehren. Je nach Ausbildung des Ventilators mit seinen Ein- und Auslaßdüsen können beliebige Luftleitkanäle beaufschlagt werden. Im Sinne einer Durchlüftung des Trocknungsgestells empfiehlt es sich jedoch auf einer Seite einzublasen und auf der gegenüberliegenden Gestellseite abzusaugen.

Im bevorzugten Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Luftleitkanäle entlang der Gestellseiten in vertikaler Richtung und stoßen auf der Oberseite sternförmig zusammen. Diese Ausbildung kann auch anders getroffen sein, indem die Luftleitkanäle an den Gestellseiten eine horizontale oder schräge Lage einnehmen und beispielsweise an der Unterseite an einer gemeinsamen Stelle münden. Wesentlich ist vor allem, daß an jeder Gestellseite mehrere voneinander getrennte Luftleitkanäle angeordnet sind. Im Bereich der Luftleitkanäle sind damit die Strömungsquerschnitte im Vergleich zum Gestell klein, so daß im gesamten Kreislauf nur geringe Strömungsverluste auftreten, was die Wirtschaftlichkeit gegenüber bekannten Anlage erhöht. Die kleinen Öffnungsquerschnitte der Luftleitkanäle an den Gestellseiten wirken sich auch in einer besseren Richtungsbeeinflussung der Trocknungsströmung aus, was letztendlich zu einer optimalen Trocknung aller Bereiche des Trocknungsgutes führt.

Im Sinne einer Verringerung und Beeinflussung der Strömungsquerschnitte sind an den den Gestellseiten zugekehrten Innenwänden der Luftleitkanäle Lamellen angeordnet. Durch Veränderung der Öffnungsquerschnitte zwischen den Lamellen läßt sich hierbei einerseits das Druckgefälle kompensieren und eine gleichmäßige Anströmung über die gesamte Gestellseite erreichen. Andererseits können die Lamellen auch so ausgebildet und angeordnet sein, daß sie das Trocknungsgut, beispielsweise Ziegel, stirnseitig abdecken und die Trocknungsluft nur in den Bereich zwischen den Trockengutlagen eintreten lassen. Auf diese Weise streicht die Trocknungsluft an den Seitenflächen des Trockengutes entlang und erreicht durch Verwirbelung auch die rückwärtigen, bei frontaler Anströmung im Strömungsschatten liegenden Bereiche. Insgesamt ergibt sich hierdurch eine sehr gleichmäßige, verzugfreie Trocknung der Körper an allen Seiten.

Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im einzelnen zeigen:

Fig. (1) einen Querschnitt durch eine Trocknungskammer,

Fig. (2) eine Draufsicht auf zwei hintereinander angeordnete Trocknungskammern entsprechend Pfeil (II) aus Fig. (1),

Fig. (3) einen Querschnitt durch einen Luftleitkanal in Variation zu Fig. (1),

Fig. (4)-(6) unterschiedliche Ansichten verschiedener Ventilatorbauformen und

Fig. (7) einen Querschnitt durch die Oberseite der Trocknungskammer mit außenliegendem Ventilatorantrieb in Variation zu Fig. (1).

Fig. (1) zeigt im Querschnitt eine Trocknungskammer (1), von der auch mehrere hintereinander zur Bildung einer Trocknungsanlage (vergleiche Fig. 2) angeordnet sein können. Etwa in Mitte der Trocknungskammer (1) sind ein oder mehrere Trockengestelle (2) angeordnet, die im Ausführungsbeispiel der Fig. (1) als schienengebundene Trocknungswagen ausgebildet sind. Die Gestelle (2) können auch stationär sein. Auf den Gestellen (2) ist in einer oder mehreren Lagen Trockengut (25), beispielsweise in Gestalt von keramischen Formlingen (vergleiche Fig. 3), gelagert.

In jeder Trocknungskammer (1) sind zu beiden Seiten der Trocknungsgestelle (2) mehrere Luftleitkanäle (3, 4) nebeneinander angeordnet, die im einzelnen L-förmig und zusammen U-förmig gestaltet sind. Die Luftleitkanäle (3, 4) umschließen damit die Trocknungsgestelle (2) beziehungsweise den dafür vorgesehenen Innenraum an drei Seiten. Die Stirnseiten bleiben offen, so daß nach dieser Seite die Trocknungswagen ein- und ausgefahren beziehungsweise die Trocknungsstelle be- und entladen werden können.

Die Luftleitkanäle (3, 4) sind durch Schotte (5) gegeneinander luftdicht abgeschlossen. Sie erstrecken sich entlang der Gestellseitenwände nebeneinander in vertikaler Richtung und laufen oberhalb des Gestelles (2) sternförmig auf die Mitte zu. Dort bilden sie mit ihren Mündungsöffnungen zusammen den Mantel eines zylinderförmigen Raumes (26), in dem ein Ventilator (12) drehbar gelagert ist. Die Luftleitkanäle (3, 4) sind auch in diesem Bereich voneinander getrennt, so daß Trocknungsluft nur durch die Mündungsöffnungen aus dem zylinderförmigen Raum (26) aus- und eintreten kann.

Die Luftleitkanäle (3, 4) weisen im Bereich der Gestellseitenflächen eine luftdurchlässige Innenwand (8) auf, durch die die vom Ventilator (12) eingeblasene Trockenluft ins Gestell (2) eintreten kann und durch die auf der anderen Seite die Trockenluft nach Passieren des Gestelles (2) wieder abgesaugt werden kann. Die Luftleitkanäle (3, 4) sind damit nur an ihrer Mündung zum zylinderförmigen Raum (26) und ihrer Innenwand (8) offen. Ansonsten sind sie durch luftundurchlässige obere und seitliche Außenwände (6), die vorzugsweise aus den Kammerwänden selbst gebildet werden, und durch eine Bodenabdeckung (10) luftdicht abgeschlossen. Die Luftleitkanäle (3, 4) sind im weiteren durch Dachabschrägungen im Umlenkbereich der Trockenluftströmung (11) und durch Anschrägungen der Schotte (5) (vergleiche Fig. 2) strömungsgünstig gestaltet. Wie Fig. (1) zeigt, sind die Bodenteile der Luftleitkanäle (3, 4) in ihrem horizontalen Bereich auch etwas gewölbt, so daß sich zusammen mit den Dachabschrägungen eine Düsenform am Übergang der horizontalen in die vertikale Strömungsrichtung ergibt.

Die Gestelle (2) sind von den Luftleitkanälen (3, 4) in dichter Anlage umschlossen. Oben sind die Gestelle (2) durch eine luftundurchlässige Decke (7) vollflächig abgedeckt, die zum Teil von den Bodenteilen der Luftleitkanäle (3, 4) gebildet wird. Die Trockenluft (11) kann damit nur an den Gestellseiten im Bereich der beaufschlagten Luftleitkanäle (3) mit einem relativ geringen Strömungsquerschnitt in das Gestell (2) eintreten und auf der anderen Seite durch einen Luftleitkanal (4) wieder verlassen. Die Trockenluftströmung (11) durchströmt dabei das Gestell (2) mit dem Trockengut (25) im wesentlichen in horizontaler Richtung, wobei sich allerdings je nach Lage der Anblas- und Absaugstelle der Winkel gegen die Kammerlängsachse ändert. Das Trockengut (25) wird hierbei von allen Seiten gleichmäßig belüftet, wobei auch die Strömungsrichtung der Trockenluft (11) reversiert. Insgesamt ergibt sich eine sehr gleichmäßige Trocknung des gesamten Gutes (25), da die Randbereiche wegen der reversierenden Trockenluftströmung (11) abwechselnd mit trockener und feuchtigkeitsgesättigter Luft beaufschlagt werden, während die Innenbereiche ständig von einer gleichmäßigen, nur teilgesättigten Luftströmung bestrichen werden.

Die Innenwände (8) sind in voller Höhe des Gestelles (2) luftdurchlässig. Sie besitzen dazu eine Reihe übereinander angeordneter Lamellen (9), die zwischen sich Durchlaßöffnungen (27) für die Trockenluft freilassen. Auf diese Weise wird der Ausströmquerschnitt der Innenwände (8) und damit auch der Druckabfall in den Luftleitkanälen (3, 4) verringert. Nachdem immer nur einzelne Luftleitkanäle (3, 4) auf jede Gestellseite beaufschlagt sind, ergibt sich insgesamt eine punktuelle beziehungsweise linienförmige Einblasung und Absaugung. Die Trockenluft kann sich damit nur innerhalb des Gestelles (2) verzweigen, behält aber durch die kleinen Einblas- und Absaugquerschnitte im Gestell (2) überall eine deutlich gerichtete Strömungskomponente. Unerwünschte Ruhezonen oder tote Bereiche werden hierdurch vermieden.

Die Lamellen (9) weisen im Ausführungsbeispiel der Fig. (1) von oben nach unten zunehmend größere Abstände beziehungsweise Durchlaßöffnungen (27) auf. Die Durchlaßöffnungen (27) vergrößern sich dabei entsprechend des Druckgefälles, was zu einer über die Höhe gleichmäßigen Durchströmung der Trockengestelle (2) führt. Die Lamellen (9) sind außerdem im oberen Bereich schräg nach oben und im unteren Bereich schräg nach unten geneigt, wodurch die in den Luftleitkanälen (3,4) vertikal gerichtete Trockenluftströmung (11) eingefangen und in eine horizontale Strömung durch das Gestell (2) umgelenkt wird.

Im Ausführungsbeispiel der Fig. (3) geht es um die Trocknung von Körpern mit größerem Volumen, beispielsweise Ziegeln. Das Trockengut (25) ist in mehreren Etagen mit Abstand übereinander im Gestell (2) gelagert. Die Lamellen (9) weisen ungefähr die gleiche Höhe wie die Trockengutkörper (25) auf und sind auch in etwa gleicher Höhe wie die Trockengutlagen angeordnet. Sie decken hierbei die Stirnseiten des Trockengutes (25) ab und lassen die Trockenluftströmung (11) nur in den Bereich zwischen den Trockengutlagen einstreichen. Die Lamellen (9) springen zum Einfangen und Umlenken der Trockenluftströmung (11) ein Stück in den Luftleitkanal (3, 4) vor und weisen eine horizontale Deckfläche auf. Die Unterseite ist hingegen strömungsgünstig abgerundet.

Die Beaufschlagung der einzelnen Luftleitkanäle (3, 4) erfolgt durch einen drehbaren Ventilator (12). Dieser ist im zylinderförmigen Raum (26) um eine zentrale, vertikal sich erstreckende Schwenkachse drehbar gelagert. Er ist als Axialventilator ausgebildet und weist Einlaß- und Auslaßdüsen (13, 14) auf. Der Ventilator (12) bläst damit Trockenluft über einen Luftleitkanal (3) an der einen Seite in das Gestell (2) ein und saugt die Luft auf der anderen Seite durch einen anderen Luftleitkanal (4) wieder ab. Wie Fig. (2) verdeutlicht, verbindet der Ventilator (12) damit zwei Luftleitkanäle (3, 4) und versetzt die Trockenluft in eine Kreisströmung. Nach einer gewissen Zeit wird der Ventilator (12) um eine Position weitergedreht und beaufschlagt dann die benachbarten Luftleitkanäle (3, 4), wodurch sich die Richtung der Trockenluftströmung durch das Gestell (2) ändert. Wie Fig. (2) verdeutlicht, sind die Luftleitkanäle (3, 4) zu beiden Seiten des Gestelles (2) gleichmäßig verteilt und Laufen an der Oberseite sternförmig auf den zylindrischen Raum (26) zu. Die Mündungsöffnungen der Luftleitkanäle (3, 4) sind damit am Mantel des zylinderförmigen Raumes symmetrisch verteilt und auch gleichgroß.

Der Ventilator (12) besitzt eine oder mehrere Einlaß- und Auslaßdüsen (13, 14), die in der Größe den Mündungsöffnungen der Luftleitkanäle (3, 4) angepaßt und am Rand abgerundet sind. Hierdurch schließen sie dicht an die beaufschlagten Luftleitkanäle (3, 4) an, wodurch ein Austritt vagabundierender Ströme in andere Luftleitkanäle (3, 4) vermieden wird. Für die Zufuhr frischer Heißluft ist über der Trocknungskammer (1) ein Heißluftkanal (18) vorgesehen, der für jede Trocknungskammer (1) einen separaten, über Klappen regelbaren Abzweigstutzen aufweist. Dieser mündet in den zylindrischen Raum (26). Der Ventilator (12) weist jeweils an der Einlaßdüse (13) eine Öffnung (17) auf, über die die frische Heißluft angesaugt wird. Wie Fig. (1) zeigt, ist der zylindrische Raum (26) im übrigen durch ringförmige Schotte abgedichtet, so daß die Heißluft nur über die Ansaugseite des Ventilators in die Trockenluftströmung gelangen kann.

Fig. (4) bis (6) zeigen verschiedene Ausführungsformen des Ventilators (12). In der einfachsten Form ist er entsprechend Fig. (4) mit zwei Trichterdüsen (16) ausgestattet, die sich bezogen auf die Schwenkachse diametral gegenüberliegen und damit auch einander gegenüberliegende Luftleitkanäle (3, 4) beaufschlagen (vergleiche Fig. 2). Daneben ist es auch möglich, den Ventilator (12) in einem Zylindergehäuse (15) anzuordnen, das diesen mit Abstand umgibt und Mantelöffnungen für die Einlaß- und Auslaßdüsen (13, 14) sowie den Heißluftzutritt (17) aufweist. Bei dieser Ausführungsform können die Einlaß- und Auslaßdüsen (13, 14) in einem beliebigen Winkel zueinander stehen. Es können auch mehrere Öffnungen vorhanden sein, die je nach gewünschter Winkelstellung der Düsen (13, 14) geöffnet und verschlossen werden.

Fig. (6) zeigt eine weitere Ausführungsform, in der die Einlaß- und Auslaßdüsen (13, 14) jeweils doppelt vorhanden sind, so daß insgesamt vier Luftleitkanäle (3, 4) gleichzeitig beaufschlagt werden. In Abwandlung dazu ist es auch möglich, nur die Einlaßdüse (13) doppelt vorzusehen und damit größer zu gestalten, der auf der anderen Seite eine einzelne Auslaßdüse (14) gegenübersteht. Dies führt im Bereich des Gestelles (2) zur Vergrößerung des Absaugquerschnittes gegenüber dem Einblasquerschnitt, was sich für manche Arten von Trockengut in einer günstigeren Strömungsbeeinflussung auswirkt.

Fig. (7) verdeutlicht eine besondere Ventilatorgestaltung, wie sie für die Verwendung von sehr heißer Trocknungsluft vorteilhaft ist. Im zylindrischen Raum (26) ist damit nur das Ventilatorgehäuse (12) mit dem Propeller angeordnet, der über einen Riementrieb (22) angetrieben wird. Der Stelltrieb (20) für die Drehbewegung des Ventilators (12) und der Antriebsmotor (21) für den Propeller (23) befinden sich außerhalb des Raumes über der Kammerwand (6). Das Ventilatorgehäuse (12) ist an einer Hohlwelle (24) angeflanscht, die die Drehachse bildet und schwenkbar in der Kammerwand (6) gelagert ist. Am oberen Ende trägt die Hohlwelle (24) einen Zahnkranz, der mit der Kette oder einem anderen Übertragungsmittel des Stelltriebes (20) im Eingriff steht. Die Hohlwelle (24) ist so groß dimensioniert, daß innenseitig der Riementrieb (22) zum Antriebsmotor (21) durchgeführt werden kann. Der Antriebsmotor (21) ist seinerseits an der Hohlwelle (24) befestigt. Der Riementrieb (22) läuft offen, was durch die mitgerissene Luft eine Kühlung des Propellers (23), der Lager und der Riemenscheibe im Bereich der Heißluftströmung ermöglicht.

Für gemäßigtere Heißlufttemperaturen kann der Antriebsmotor (21) auch im Ventilatorgehäuse (12) untergebracht sein (vgl. Fig 1).

Wie eingangs erwähnt, können mehrere Trocknungskammer (1) hintereinander zu einer Trocknungsanlage für die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Trocknungsgestelle zusammengefügt werden. Die Trocknungsanlage kann als stationärer Trockner oder als Durchlauftrockner betrieben werden. Beim stationären Trockner ist das Klima in allen Kammern vorzugsweise gleich, während der Durchlauftrockner unterschiedlich klimatisierte Trocknungskammern (1) besitzt. Hierfür können die Trocknungswagen mit stirnseitigen Abschlußwänden versehen sein, um die verschiedenen Klimazonen gegeneinander abzugrenzen.

Es ist aber auch möglich, die Trocknungswagen stirnseitig durchlässig zu gestalten und den Heißluftstrom mit zunehmender Sättigung gegen die Fahrtrichtung von Kammer zu Kammer weiterzuleiten. Hierzu sind die Ventilatoren (12) der einzelnen Trocknungskammern (1) mit ihren Stelltrieben (20) gekoppelt und zwar so, daß sie gleichgerichtet arbeiten. Fig. (2) verdeutlicht diese Anordnung, wonach die in der rechten Trocknungskammer (1) in den Luftleitkanal (3) eingeblasene Trocknungsluft nach Eintritt in das Gestell (2) zumindest teilweise auch vom gegenüberliegend beaufschlagten Luftleitkanal (4) der benachbarten Trocknungskammer (1) angesogen wird. Die Trocknungsluft wandert auf diese Weise im Zickzack gegen die Fahrtrichtung der Trocknungswagen von einer Trocknungskammer zur nächsten, wobei sie sich immer weiter mit Feuchtigkeit anreichert. An der Eingangsseite der Trocknungsanlage steht damit relativ feuchte Trocknungsluft zur Verfügung, während an der Auslaßseite sehr trockene Luft über das bereits weitestgehend entfeuchtete Trockengut geleitet wird.

Für andere Fälle, in denen eine solche durchgängige Luftströmung über die Trocknungskammern nicht erwünscht ist, empfiehlt es sich, die Ventilatoren gegensinnig arbeiten zu lassen. Ansonsten können die Ventilatoren mit ihren Stelltrieben auch grundsätzlich unabhängig voneinander betrieben werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Trocknungskammer für auf einem Gestell gelagertes Trockengut, insbesondere keramische Formlinge, in der die Trocknungsluft in einer Kreisströmung mit veränderlicher Richtung umgewälzt und durch das Trockengut geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (2) an drei Seiten von mehreren, voneinander getrennten (5) Luftleitkanälen (3, 4) umschlossen ist, die zu den Gestellseiten hin offen sind und über oder unter dem Gestell (2) gemeinsam an einem Ventilator (12) münden, von dem sie abwechselnd beaufschlagt werden.
  2. 2. Trocknungskammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitkanäle (3, 4) an der Mündungsstelle miteinander einen zylinderförmigen Raum (26) einschließen, in dem der Ventilator (12) mit Einlaß- und Auslaßdüsen (13, 14) drehbar gelagert ist.
  3. 3. Trocknungskammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungsöffnungen der Luftleitkanäle (3, 4) untereinander gleich groß ausgebildet sind, und daß die Einlaß- und Auslaßdüsen (13,14) den Mündungsöffnungen angepaßt sind.
  4. 4. Trocknungskammer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Ventilators (12) ein regelbarer Heißluftkanal (18) mündet, und daß die Einlaßdüse (13) eine Öffnung (17) zum Ansaugen der Heißluft aufweist.
  5. 5. Trocknungskammer nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilator (12) angesetzte Trichterdüsen (16) als Ein- und Auslaßdüsen (13, 14) aufweist.
  6. 6. Trocknungskammer nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilator (12) in einem Zylindergehäuse (15) angeordnet ist, in dessen Mantel zwei oder mehr Öffnungen als Ein- und Auslaßdüsen (13, 14) ausgespart sind.
  7. 7. Trocknungskammer nach Anspruch 2 oder einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein- und Auslaßdüsen (13,14) einander diametral gegenüberliegen.
  8. 8. Trocknungskammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitkanäle (3, 4) entlang der Gestellseiten nebeneinander in vertikaler Lage angeordnet sind und über dem Gestell (2) sternförmig auf die Mitte zulaufen.
  9. 9. Trocknungskammer nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitkanäle (3, 4) an den Gestellseiten Innenwände (8) mit querverlaufenden Lamellen (9) aufweisen, die zwischen sich Durchlaßöffnungen (27) für die Luftströmung (11) freilassen.
  10. 10. Trocknungskammer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (9) in ihren Abmessungen und ihrer Anordnung über Trockengutlagen und die Stirnflächen des Trockengutes (25) erstreckt sind.
  11. 11. Trocknungskammer nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitkanäle (3, 4) und die Lamellen (9) strömungsgünstig gestaltet sind.
  12. 12. Tocknungskammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stelltrieb (20) für die Ausrichtung und der Ventilatorantrieb (21) außerhalb der Luftleitkanäle (3, 4) angeordnet ist.






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