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Dokumentenidentifikation DE3715064A1 17.11.1988
Titel Mechanisches Schnellverfahren für die Vorbereitung und Herstellung von reproduktionsfähigen Vorlagen von aufeinanderfolgenden Schachdiagrammen eines Schachspiels ohne Schachbrett, unter Mithilfe eines Büro-Kopierapparates
Anmelder Lange, Conrad, 2200 Elmshorn, DE
Erfinder Lange, Conrad, 2200 Elmshorn, DE
DE-Anmeldedatum 06.05.1987
DE-Aktenzeichen 3715064
Offenlegungstag 17.11.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.1988
IPC-Hauptklasse G09B 19/22

Beschreibung[de]

In der großen Anzahl von Schachbüchern, Schachzeitschriften und Veröffentlichungen in Zeitungen findet man Schachspielaufzeichnungen in Zahlen- und Buchstabenfolgen und manchmal auch Einzelschachdiagramme, die jedoch nur den guten Schachspielern auch ohne Schachbrett verständlich sind. Die große Masse der Schachspieler muß sich des Schachbrettes und der aufzustellenden Figuren und Wechseln der Figuren bei jedem neuen Schachzug bedienen, um das aufgezeichnete Schachspiel verfolgen, verstehen und beurteilen zu können. Wenn bei den auftauchenden Spielphasen Rückblicke erforderlich sind, muß eine erneute Aufstellung vorgenommen werden. Die ständige und vollkommene Sichtbarmachung in jeder Phase und das innerhalb von wenigen Sekunden, das ist Sinn und Zweck dieser Patentanmeldung, deren Anschaffungskosten kaum DM 50,- betragen, um mit bisher unbekannter Schnelligkeit zu Pfennigbeträgen Schachdiagramme durch Ablichtung der einfach herzustellenden Vorlagen, ein vollständiges Schachspiel als Nachspielheft herstellen zu können. Der Photokopierapparat, der schon fast in jedem Büro steht, macht dieses möglich.

8 × 8 = 64 quadratische Holzstücke, beispielsweise im Format 20 × 20 × 10 mm sind auf der Oberseite und der Unterseite in gleicher Richtung mit den Abbildungen der Schachfiguren und der Schwarz-Weiß-Felder des Schachspiels in seiner Grundanfangstellung versehen , die durch rechteckige Seitenleisten, die die Schachfeldbezeichnungen 1-8 und a-h auf der Leistenoberseite und der Unterseite tragen. Die rechtwinkligen Seitenteile können zweckmäßigerweise beschwert oder auf Eisen oder Stahl sein, um dem quadratischen Schachbrettklotz aus 64 Stücken bei Andrücken der Schachvorlage einen festen Halt zu geben, wenn die Ablichtung der Vorlage erfolgt.

Nachdem bei der ersten Aufnahme die Schachfiguren auf die Vorlageplatte des Kopiergerätes gesetzt, eingerichtet, geordnet, durch die Seitenteile angedrückt und abgelichtet worden sind, rückt man die rechtwinkeligen Seitenteile auseinander und kann nun den Figuren- und Schachfeldwechsel vornehmen. Das Schach-Nachspiel-Heft als Anschauungsmuster zeigt bei Zug 1 für schwarz den schwarzen Bauernzug von e7-e5. Man zieht aus dem 64er Quadrat bei e7 das Holzstückchen mit dem schwarzen Bauern heraus, nimmt dann das Holzstückchen mit dem schwarzen Feld heraus und tauscht die Holstückchen. Bei Wiederheranrücken der Seitenteile, muß das Schachbild von oben gesehen, das Diagramm des Schachnachspielheftes bei Seite 1 zeigen, wo die 1 oben links im schwarzen Quadrat steht. Ist das Schachdiagramm als Ablichtvorlage in Ordnung befunden, kann die zweite Ablichtung erfolgen und der neue Wechsel nach Schachspielfolge vorgenommen werden. Und so geht es weiter bis zum Ende des Spieles.

Oben und unten der Vorlage mit den rechtwinkligen Seitenteilen kann eine weitere Leiste angelegt werden, die mit Bezeichnungen der Folgenummer der Schachpartie, der Schachfigur und Schach-Nachspielpartienummer versehen ist.

Auf diese einfache Weise können die reproduktionsfähigen Vorlagen für Schachnachspielhefte angefertigt werden, die überall auf der Erde, wo Schach gespielt wird, diese Schach-Nachspielhefte verstanden werden. Es gibt darin kein Zeichen und keine Figur, die durch Worte ausgedrückt werden müssen. Zum Beispiel die deutschen Schachfigurenbezeichnungen K für König, D für Dame, L für Läufer, S für Springer und T für Turm werden in anderen Sprachen sicherlich anders lauten. In dem vorgestellten Schachspiel sind die Figuren in Zeichnungen dargestellt und die Aufforderung welche Figur in welches Feld zu setzen sei, ist gleichfalls ohne Worte durch allgemein verständliche Zeichen ersetzt, wie es ein Beiblatt im Musterspiel zeigt. Das bedeutet, daß die gleichen Reprovorlagen eines Schachnachspieles in 100 verschiedenen Sprachen die gleichen sein können und nur die vielleicht 2 Einführungsseiten und der Buch- oder Heftumschlag ist oder wäre in der gewünschten Fremdsprache herzustellen.

Noch ein Wort, das die Bedeutung dieser Erfindung - die Möglichkeit Schachnachspielvorlagen einfach und sehr preiswert reproduktionsfähig herzustellen - klar macht. Sie wird der Schachwelt sehr viele neue Anhänger bringen, da sie in der ganzen Welt verständlich und sehr preiswert (nach dem bekannten Reclam-System) ist. Das Schachnachspielheft kann ein sehr wertvolles Studiumobjekt sein, denn je intensiver man sich mit den bekannten Meisterschachzügen beschäftigt, je mehr wird sich die Gedankenwelt der Schachspieler bei dem Nachspielen öffnen und für den Schachspieler bei normalen Schachspielen Vorteile bringen. Dieses Schachspielen ohne Schachbrett in dieser vollkommenen Form kann als Taschenheft bei vielen Gelegenheiten benutzt werden. Man kann sogar das Schachnachspielen mit mehreren Personen spielen, z. B. mit 3 Personen. Die dritte Person ist dann der Spielleiter, der die abgedeckte Seite dem Spieler übergibt, der den nächsten Zug nach Betrachtung des letzten Diagramms wählen soll. Nach Fortnahme der Abdeckung oder nach Umschlagen der nächsten Seite des Heftes sieht der Spieler, ob seine Wahl richtig war und warum der Meisterzug wohl der bessere Zug sein könnte. Diese Überlegungen sind es, die dem Schachspieler die Vorteile bringen, die dieses Buch erhofft. Beim Spiel mit 4 Personen ohne Schachbrett sind der dritte und vierte Mitspieler, die Einzelkommentatoren für Weiß und Schwarz, die als Beobachter während des Spieles auch Anregungen, aber keine direkten Zugfolgen verraten. Erst nach Beendigung der Nachspielpartie kann ein reges Kommentieren einsetzen und da kommt es sehr oft vor, daß ein Spieler auf einige Züge Bezug nehmen möchte, an die er sich erinnert. Was es im Schachspiel noch nicht gegeben hat. Es kann jeder Zug durch einfaches Rückblättern wieder zu Gesicht gebracht werden. Eine Arbeit, die unter normalen Umständen sehr, sehr umständlich war und nur ganz versierten Schachspielern, die ganze Züge und sogar Spiele durch Denken sich im Geiste vor Augen zu führen vermögen, möglich ist. Der Gelegenheits- und Wenig-Schachspieler ist ohne viel Geistesaufwand mit dem Schach-Nachspiel besser und auch schneller dran.


Anspruch[de]
  1. Mechanisches Schnellverfahren für die Vorbereitung und Herstellung von reproduktionsfähigen Vorlagen von aufeinanderfolgenden Schachdiagrammen eines Schachspieles ohne Schachbrett, unter Mithilfe eines Bürokopierapparates, dadurch gekennzeichnet,

    1. 1. daß die 8 × 8 = 64 Felder des Schachbrettes aus 64 quadratischen Einzelstücken (z. B. 20 × 20 × 10 mm) bestehen, die auf der oberen und unteren Fläche, gleichzeitig mit den Abbildungen der Schachfiguren und der Schachfelder weiß und schwarz versehen sind und so das Grundmuster des Schachspieles bei Spielbeginn zeigt,
    2. 2. daß der rechtwinklige Zusammenhalt der 64 Schachfeldteile durch zwei rechtwinklige Seitenteile, die für ein festes Anliegen an das 64 Stückequadrat beschwert ausgebildet werden können und die auf der Oberseite und Unterseite die Schachfeldbestimmungszeichen 1-8 und a-h tragen,
    3. 3. daß die 64 Schachfeldteile auf die Vorlagefläche des Bürokopierapparates gesetzt und durch die rechtwinkligen Seitenteile mit den Feldbezeichnungen fest an das gebildete Schachmusterquadrat drücken und dann zur Ablichtung bereitstehen. Nach der Aufnahme werden die Seitenstücke abgerückt und die Auswechselung von zwei der 64 Quadratstücke kann erfolgen. Nach dem Wiederzusammendrücken der Seitenteile kann die Auswechselung zweier neuer Steine (Figur in weiß oder schwarz) für die zweite Ablichtung erfolgen. Und so geht es weiter nach der Schach- Nachspielvorlage bis zum Ende der Schachpartieaufzeichnung. Die Sichtkontrolle für die richtige Ablichtung ist stets gegeben durch die Draufsicht auf das Schachdiagramm, das auf der Ablichtseite das gleiche Diagramm zur Ablichtung bereithält. Diese Art der Herstellung eines fortlaufenden Schach-Nachspiel-Taschenbuchs ist die preiswerteste Art, die möglich ist. Man kann das gleiche Herstellungssystem oder Verfahren auch für Reproduktionszwecke mit der Aufnahmekamera benutzen. Dieser Aufwand wird jedoch stets aufwendiger sein als die hier vorgeschlagene Patentanmeldung und wird dadurch viele neue Freunde für das Schachspiel erobern,
    4. 4. daß durch weiteres Anlegen von zwei Leisten mit Aussparungen für Diagrammbezeichnungen, die an der Oberseite und Unterseite der winkelartigen Anlegeleisten mit ihren Feldbezeichnungen a-h und 1-8 angelegt werden und beim Umtausch der Schachfeldfiguren beiseitegerückt werden können zusätzliche Anmerkungen für das Schachdiagramm eingesetzt werden (unten und oben gleich, so daß sie mit dem Schachfigurendiagramm eine Reprovorlage bilden). Eine Beilage zum Musterschachbuch zeigt auch die Anordnung für internationale Repros. Damit ist bei den Diagrammen kein Wort mehr nötig und in der Einleitung in der jeweiligen Landessprache erläutern die Zeichnungen für allgemeines Verständnis. So kann ein Japaner mit den gleichen Reprovorlagen ebenso wie ein Inder, ein Koreaner oder Afrikaner dieses Schachspielheft verstehen. Bei einer 100 000 Auflage braucht nur ein Umschlag und die Einführung in der jeweiligen Landessprache gedruckt zu werden. Deshalb kann, wird und soll ein Niedrigverkaufspreis geschaffen werden, der eine Groß-Serienverbreitung wünschenswert macht.






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