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Dokumentenidentifikation DE3715500A1 01.12.1988
Titel Zeichendreieck
Anmelder Karschöldgen, Reiner, 5650 Solingen, DE
Erfinder Karschöldgen, Reiner, 5650 Solingen, DE
Vertreter Tackenberg, K., Dipl.-Ing., 5650 Solingen
DE-Anmeldedatum 09.05.1987
DE-Aktenzeichen 3715500
Offenlegungstag 01.12.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.12.1988
IPC-Hauptklasse B43L 13/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein vorzugsweise aus transparentem Werkstoff bestehendes Zeichendreieck.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Zeichendreieck mit einer Winkelmeßeinrichtung so zu einem Gerät zu vereinigen, daß mit ihm Winkel zwischen 0° und nahezu 180° gezeichnet werden können und die Größe eines etwaigen Supplementwinkels nach Zeichnen des Winkels unmittelbar, d.h. ohne erneutes Ansetzen des Zeichendreiecks, meßbar ist.

Die Lösung der Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß

  • a) an einer Breitseite des Zeichendreiecks ein flacher, halbkreisförmiger Körper drehbar gelagert ist, der in der Ausgangslage mit einer geradlinigen, als Zeichenkante dienenden Kante mit einer Zeichenkante des Zeichendreiecks bündig abschließt,
  • b) an einer Breitseite des Zeichendreiecks oder des drehbaren Körpers zwei in Abstand hintereinander angeordnete Winkelgradteilungen angeordnet sind, von denen die eine links und die andere rechts mit 0° beginnt und die in Zusammenwirken mit der Zeichenkante des drehbaren Körpers bzw. der Zeichenkante des Zeichendreiecks einen Winkelmesser bilden.


Zum Zeichnen eines Winkels in einer vorbestimmten Größe wird der drehbare Körper so weit über die mit ihm in Wirkverbindung stehende Zeichenkante des Zeichendreiecks verschwenkt, bis der gewünschte Winkel erreicht ist, dessen Größe bei Anordnung der beiden Winkelgradteilungen an dem Zeichendreieck mit Hilfe der Zeichenkante des drehbaren Körpers an der einen Winkelgradteilung ablesbar ist. Hiernach wird der Winkel an der Zeichenkante des drehbaren Körpers und der benachbarten Zeichenkante des Zeichendreiecks gezeichnet. Die Größe eines etwaigen Supplementwinkels wird unmittelbar nach Zeichnen des Winkels mit der Zeichenkante des drehbaren Körpers an der anderen Winkelgradteilung abgelesen. Bei Anordnung der beiden Winkelgradteilungen an dem drehbaren Körper erfolgt das Zeichnen eines Winkels in der vorbeschriebenen Weise. Die Größe des Winkels und eines Supplementwinkels wird dagegen mit Hilfe der mit dem drehbaren Körper in Wirkverbindung stehenden Zeichenkante des Zeichendreiecks an den Winkelgradteilungen abgelesen.

Durch die Erfindung ist in vorteilhafter Weise ein Zeichendreieck geschaffen, mit dem Winkel vorbestimmbarer Größe gezeichnet werden können, ohne daß dazu ein zweites Gerät, nämlich ein herkömmlicher Winkelmesser, erforderlich ist.

Es ist zwar bereits ein Zeichendreieck bekannt, das an einer Breitseite mit einer Winkelgradteilung versehen ist. Das Zeichnen eines Winkels in vorbestimmbarer Größe mit einem derartigen Zeichendreieck ist jedoch insofern umständlich, als nach Zeichnen des einen Schenkels des Winkels das Zeichendreieck von der Zeichenfläche abgenommen werden muß, um mittels der Winkelgradteilung die Größe des zu zeichnenden Winkels zu bestimmen, wonach das Zeichendreieck zum Zeichnen des zweiten Schenkels des Winkels erneut angesetzt werden muß.

Es ist ferner ein verstellbarer Zeichenwinkel bekannt (DE-PS 8 27 300), der aus zwei mit ihren einen Enden gelenkig miteinander verbundenen, mit ihren Kanten Zeichenkanten bildende Schenkeln besteht. Das Gelenk besteht dabei aus einer kreisförmigen Nut- und Federführung, wobei der eine Teil des Gelenkes mit einer Winkelgradteilung und der andere Teil mit einer Meßmarke versehen ist. Der Einsatz des Zeichenwinkels ist zum einen Male gegenüber dem eines Zeichendreiecks wesentlich begrenzt. Der Zeichenwinkel hat zum anderen Male den Nachteil, daß die Größe eines bereits gezeichneten Winkels nicht unmittelbar an der Winkelgradteilung abgelesen werden kann, da zum Messen des Winkels der eine Schenkel des Zeichenwinkels zu dem anderen Schenkel eingestellt werden muß.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß der drehbare Körper an einer seitlichen Begrenzung so verlängert ist, daß er bis an ein Ende der Zeichenkante des Zeichendreiecks reicht.

Dies ist insofern vorteilhaft, als mit der Zeichenkante des drehbaren Körpers gegenüber dem halbkreisförmigen Körper im Bedarfsfall ein längerer Schenkel eines Dreiecks gezogen werden kann. Der drehbare Körper kann dabei je nach Anordnung seiner Verlängerung nur in einer Drehrichtung, d.h. entweder im Uhrzeigersinn oder im entgegengesetzten Uhrzeigersinn, gedreht werden.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß der drehbare Körper an einem Ende der Zeichenkante rückseitig einen Vorsprung aufweist, mit dem er in der Ausgangslage an einer Abschrägung der dem Körper zugeordneten Zeichenkante des Zeichendreiecks anliegt.

Bei Anlage des drehbaren Körpers mit seinem Vorsprung an der Abschrägung der zugehörigen Zeichenkante des Zeichendreiecks schließen die beiden Zeichenkanten bündig miteinander ab. Hierdurch ist sichergestellt, daß an den beiden Zeichenkanten ohne Behinderung durch die Zeichenkante des drehbaren Körpers ein Strich gezogen werden kann.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist ferner darin zu erblicken, daß der drehbare Körper nahe seiner Zeichenkante in einer Reihe nebeneinander angeordnete kreisrunde Löcher zum Einsetzen der Spitze eines Bleistiftes aufweist, wodurch mittels des drehbaren Körpers beim Drehen Kreisbogen gezeichnet werden können.

Die Erfindung ist nachstehend in zwei Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 das Zeichendreieck mit dem drehbaren Körper in Ansicht,

Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und

Fig. 3 das Zeichendreieck in einer anderen Ausführungsform der Erfindung in Ansicht.

Mit 1 ist das aus transparentem Werkstoff bestehende, mit Maßeinteilungen versehene Zeichendreieck und mit 2 ein ebenfalls aus transparentem Werkstoff bestehender Körper bezeichnet, der eine geradlinige Kante aufweist, die als Zeichenkante 3 dient. Das Zeichendreieck 1 weist an einer Breitseite eine bogenförmige Nut 4 auf, die in eine Zeichenkante 5 des Zeichendreiecks 1 ausläuft. Der Körper 2 ist in der Nut 4 mit einer Feder 6 geführt. Der Körper 2 schließt in der Ausgangslage mit der Zeichenkante 3 mit der Zeichenkante 5 des Zeichendreiecks 1bündig ab. Er ist an einer seitlichen Begrenzung mit einer Verlängerung 2&min; versehen, mit der er bis an das eine Ende der Zeichenkante 5 reicht. An einer Breitseite des Zeichendreiecks 1 sind in Abstand hintereinander zwei Winkelgradteilungen 7, 8 angeordnet, die in Zusammenwirken mit der Zeichenkante 3 des Körpers 2 einen Winkelmesser bilden. Die Winkelgradteilung 7 beginnt links mit 0° und die Winkelgradteilung 8 rechts mit 0°. Der Körper 2 weist nahe der Zeichenkante 3 in einer Reihe nebeneinander angeordnete Löcher 9 auf, in die die Spitze eines Bleistiftes einsetzbar ist, so daß beim Verschwenken des Körpers 2 Kreisbogen gezeichnet werden können. Die Zeichenkante 3 des Körpers 2 weist an ihrem einen Ende rückseitig einen Vorsprung 10 auf, mit dem der Körper 2 in der Ausgangslage an einer Abschrägung 11 der Zeichenkante 5 des Zeichendreiecks 1 anliegt.

Bei dem in Fig. 3 dargestellten Zeichendreieck 1 sind die Winkelgradteilungen 7, 8 an einer Breitseite des Körpers 2 angeordnet, die in Zusammenwirken mit der Zeichenkante 5 des Zeichendreiecks 1 einen Winkelmesser bilden.

Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Anwendung nicht auf Zeichendreiecke, sondern kann auch bei Linealen o.dgl. Anwendung finden.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichendreieck aus vorzugsweise transparentem Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß

    1. a) an einer Breitseite des Zeichendreiecks (1) ein flacher, halbkreisförmiger Körper (2) drehbar gelagert ist, der in der Ausgangslage mit einer geradlinigen, als Zeichenkante (3) dienenden Kante mit einer Zeichenkante (5) des Zeichendreiecks (1) bündig abschließt,
    2. b) an einer Breitseite des Zeichendreiecks (1) oder des drehbaren Körpers (2) zwei in Abstand hintereinander angeordnete Winkelgradteilungen (7, 8) angeordnet sind, von denen die eine (7) links und die andere (8) rechts mit 0° beginnt und die in Zusammenwirken mit der Zeichenkante (3) des drehbaren Körpers (2) bzw. der Zeichenkante (5) des Zeichendreiecks (1) einen Winkelmesser bilden.


  2. 2. Zeichendreieck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Körper (2) an einer seitlichen Begrenzung so verlängert ist, daß er bis an ein Ende der Zeichenkante (5) des Zeichendreiecks (1) reicht.
  3. 3. Zeichendreieck nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Körper (2) an einem Ende der Zeichenkante (3) rückseitig einen Vorsprung (10) aufweist, mit dem er in der Ausgangslage an einer Abschrägung (11) der dem Körper (2) zugeordneten Zeichenkante (5) des Zeichendreiecks (1) anliegt.
  4. 4. Zeichendreieck nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Körper (2) nahe seiner Zeichenkante (3) in einer Reihe nebeneinander angeordnete kreisrunde Löcher (9) zum Einsetzen der Spitze eines Bleistiftes aufweist, wodurch mittels des drehbaren Körpers (2) beim Drehen Kreisbogen gezeichnet werden können.
  5. 5. Zeichendreieck nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeichendreieck (1) an einer Breitseite eine bogenförmige Nut (4) aufweist, die in eine Zeichenkante (5) des Zeichendreiecks (1) ausläuft und in der der drehbare Körper (2) mit einer Feder (6) geführt ist.






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