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Dokumentenidentifikation DE3816479A1 08.12.1988
Titel Datenerfassungsvorrichtung für ein Ausgabesystem für nachträglich gemischte Getränke
Anmelder The Coca-Cola Co., Atlanta, Ga., US
Erfinder Johnson, Donald A., Duluth, Ga., US;
Conklin, Dave, Corvalis, Oreg., US
Vertreter Abitz, W., Dipl.-Ing.Dr.-Ing.; Morf, D., Dr.; Gritschneder, M., Dipl.-Phys.; Frhr. von Wittgenstein, A., Dipl.-Chem. Dr.phil.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 13.05.1988
DE-Aktenzeichen 3816479
Offenlegungstag 08.12.1988
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.12.1988
IPC-Hauptklasse G07F 13/02
IPC-Nebenklasse G06F 15/21   B67D 5/08   
IPC additional class // B67D 5/372  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Datenerfassungsvorrichtung (einen Datenlogger) für ein Ausgabesystem für nachträglich gemischte Getränke. Insbesondere befaßt sich die Erfindung mit einem System zum Erfassen der Daten von einer Ausgabeanlage für alkoholfreie Getränke, welche beispielsweise in Schnellgaststätten genutzt wird, sowie mit einem Verarbeitungssystem zur Auslegung dieser Daten, um die Anzahl, Größe, und Geschmacksrichtungen der Getränke abzuschätzen, die zu spezifischen Zeiten oder Zeitintervallen ausgegeben werden.

Die Bestandsdatenüberwachung und -analyse bezüglich Ausgabevorrichtungen von nachträglich gemischten Getränken ist ein wichtiger Teil für das Management von Schnellgaststätten. Es wurden bisher einige Versuche unternommen, um bei Systemen für nachträglich gemischte Getränke automatisch Informationen, wie Getränkemenge, Geschmacksrichtung und Anzahl der Getränke automatisch festzustellen und zu speichern. Ein Beispiel eines derartigen Systems ist in US-PS 42 36 553 beschrieben.

Die bei diesem System erhaltenen Informationen sind für die Manager von Schnellgaststätten im Hinblick auf Abrechungszwecke äußerst zweckmäßig und sie sind auch von Interesse für den Lieferanten der Getränkezutaten. Diese Informationen wären jedoch noch zweckmäßiger, wenn sie automatisch einer Tageszeit, spezifischen Daten und speziellen Zeiträumen innerhalb eines Tages oder einer Woche zugeordnet werden könnten. Diese zeitliche Zuordnung wäre im Hinblick auf die Bestimmung von Spitzenbedarfsperioden innerhalb üblicher Geschäftsstunden zweckmäßig. Auch wären sie von Interesse im Zusammenhang mit möglichen Zusätzen im Anschluß von speziellen Absatzförderungsmaßnahmen oder Reklamemaßnahmen durch den Lieferanten von Ingredienzen für derartige Getränke.

Die Erfindung zielt daher hauptsächlich darauf ab, ein Datenerfassungssystem für eine Ausgabevorrichtung für nachträglich gemischte Getränke bereitzustellen, das automatisch eine Zuordnung von Anzahl, Menge bzw. Größe und Geschmacksrichtung der ausgegebenen Getränke und speziellen Zeiträumen innerhalb eines Tages oder einer zu untersuchenden Woche ermöglicht.

Ferner bezweckt die Erfindung, ein Datenerfassungssystem für eine Ausgabevorrichtung für nachträglich gemischte Getränke bereitzustellen, das sich leicht an eine vorhandene Ausgabeanlage anschließen läßt, und das so ausreichend kompakt ist, daß es in Räume paßt, die in der Nähe der Getränkeausgabevorrichtung oder dieser unmittelbar benachbart vorhanden sind.

Ferner soll nach der Erfindung ein Datenerfassungssystem für eine Getränkeausgabevorrichtung bereitgestellt werden, daß eine ausreichende Speicherkapazität zur Erfassung der Daten über längere Zeiträume hinweg hat.

Ferner soll nach der Erfindung ein Datenerfassungssystem für eine Ausgabevorrichtung für nachträglich gemischte Getränke bereitgestellt werden, das sich leicht durch einen Servicemann an der Verkaufsstelle erreichen und einstellen läßt.

Nach der Erfindung wird hierzu eine Getränkeausgabevorrichtung angegeben, die eine Mehrzahl von Ventilanordnungen zur Ausgabe von Getränken mit jeweiligen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen zu Behältern unterschiedlicher Größe und ein Datenerfassungssystem zum Feststellen und Speichern von Daten bezüglich des von der jeweiligen Ventilanordnung ausgegebenen Getränks hat, wobei die Auslegung durch Folgendes gekennzeichnet ist:

Eine Einrichtung zum Feststellen bzw. Erfassen des Öffnens und Schließens der jeweiligen Ventilanordnung, wobei ein Getränkeausgabezyklus eingeleitet wird, wenn eine Ventilanordnung geöffnet wird, und dieser beendet ist, wenn eine Ventilanordnung geschlossen ist, und wobei die Erfassungseinrichtung Datensignale erzeugt, die das Öffnen und Schließen der jeweiligen Ventilanordnung angeben,

eine Zeitgebereinrichtung, die ständig Tageszeitsignale erzeugt,

eine Einrichtung zum Empfangen und Speichern der Datensignale und der Tageszeitsignale, und

eine Verarbeitungseinrichtung, die aus den gespeicherten Daten und den Tageszeitsignalen das Getränkevolumen bestimmt, das von der jeweiligen Ventilanordnung während einer gewissen Zeitdauer im Laufe eines Tages oder im Laufe von Tagen ausgegeben wurde.

Die Verarbeitungseinrichtung hat eine zugeordnete Software, die die Anzahl der bis zu einem vorbestimmten Pegel gefüllten Behälter und die Größe der jeweiligen Behälter bestimmt, die mit der jeweiligen Ventilanordnung während irgendeiner gewählten Zeitperiode im Laufe eines Tages oder im Laufe von Tagen gefüllt wurde.

Auch ist eine Software vorgesehen, um die Eichung bzw. Einstellung des Systems zu ermöglichen, bevor die Datenerfassung aufgenommen wird. Beispielsweise muß die Geschmacksrichtung für jedes der zugeordneten Ventilanordnungen in dem System vorausbestimmt werden, so daß die Anzahl der ausgegossenen oder ausgegebenen Getränke nach der Geschmacksrichtung gewählt werden kann.

Das System nach der Erfindung hat folgende zwei Hauptteile:

Den Getränkeerfassungskasten und die Getränkezahl-Software für einen von Hewlett Packard hergestellten Rechner mit der Bezeichnung HP Portable Plus. Der Getränkeerfassungskasten ist ein Metallkasten mit der Größe eines kleinen Aktenkoffers, der im Gebrauchszustand an die Ausgabeanlage angeschlossen wird und Daten auf einer bestimmbaren Basis für Tage oder Wochen als Zeitraum sammelt. Diese Daten werden anschließend in den Rechner HP Portable Plus eingegeben, in dem sie verarbeitet und mit Hilfe eines Satzes von speziell geschriebenen Programmen ausgewertet werden.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden detaillierten Beschreibung der Ausführungsbeispiele, unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung. Darin zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht zur Verdeutlichung eines Beispiels einer Ausgabevorrichtung für nachträglich gemischte Getränke, mit der das Datenerfassungssystem nach der Erfindung verbunden werden kann, und

Fig. 2 ein Blockdiagramm der Komponenten des Datenerfassungskastens nach der Erfindung, der mit den Ausgabeventilen der Ausgabevorrichtung nach Fig. 1, dem externen Massenspeicher und der tragbaren Datenverarbeitungseinrichtung verbunden werden kann.

Unter Bezugnahme auf Fig. 1 ist eine typische Ausgabevorrichtung für nachträglich gemischte Getränke, wie z. B. eine solche gezeigt, die in einer Schnellgaststätte verwendet wird. Die in Fig. 1 gezeigte Ausgabevorrichtung ist insgesamt mit 10 bezeichnet und umfaßt vier Ventilanordnungen, um ein Gemisch aus Geschmackskonzentrat und karbonisiertem Wasser zuzubereiten und dieses an die Ausgabedüsen N1 bis N4 abzugeben. Die in Fig. 1 gezeigte Ausgabevorrichtung kann vier verschiedene Geschmacksrichtungen F1 bis F4 in Abhängigkeit von der gewählten Betätigung einer der vier Hebel L1 bis L4 ausgeben. Jedoch ist zu erwähnen, daß eine beliebige Anzahl von Ventilanordnungen bei der Ausgabevorrichtung sowie eine entsprechende Anzahl von Düsen und Hebeln zur Ausgabe von mehr oder weniger als vier Getränken unterschiedlicher Geschmacksrichtung vorgesehen werden kann. In Wirklichkeit hat eine typische Getränkevorrichtung, die in Schnellgaststätten Verwendung findet, sechs Ventilanordnungen zur Ausgabe von sechs entsprechenden Getränken unterschiedlicher Geschmacksrichtung.

Unter Bezugnahme auf Fig. 2 ist ein Getränkedatenerfassungskasten 12 gezeigt, der ein metallisches Gehäuse mit Abmessungen von etwa 29,4 cm×29,4 cm×12,25 cm (12&min;&min;×12&min;&min;×5&min;&min;) mit einem angelenkten Deckel hat. Der Kasten 12 enthält einen HP 71B Rechner 14 mit einzelnen einschiebbaren Modulen; einen HP82165A HP-IL/GPIO Wandler 16; ein elektronisches Interface 18 zu den Ausgabeventilen V1, V2, V3, V4 usw. und eine Wechselstromversorgungsleitung, die einen Wechselstromversorgungseinlaßanschluß 24 und einen hilfsweisen Wechselstromauslaß 26 enthält. Der HP 71B Rechner 14 hat ebenfalls einen Ausgang von dem Kasten 12 zu einer externen Massenspeichereinrichtung 22, die nachstehend noch näher erläutert wird.

Im Gebrauchszustand wird der Getränkeerfassungskasten in einen 115 V Wechselstromausgang eingesteckt. Der Wechselstromausgangskasten 26 ist nur ein zweckmäßiges Hilfsmittel, um zu vermeiden, daß nicht andere Teile ausgesteckt werden müssen, so daß man in diesem Fall eine direkte Einschubmöglichkeit für die Getränkeerfassungseinrichtung hat. Ein Kabelbaum ist in der Ausgabevorrichtung nach Fig. 1 im Bereich der zugeordneten Hebel L1 bis L4 vorgesehen, um die Bewegung dieser Hebel und somit das Öffnen und Schließen der jeweiligen Ventilanordnungen der Ausgabevorrichtung zu erfassen.

Der HP 71B Rechner 14 in dem Kasten 12 ist mit einem 32 K RAM-Einschubmodul, einem 32K EPROM-Modul und einem HP-IL- Modul ausgestattet. Der EPROM-Modul enthält ein Hauptprogramm mit dem Namen LOGGER und einige Unterprogramme. Das LOGGER-Programm hat Funktionen zum Eichen der Ausgabeventile, zum Überwachen der Verwendung der Ventile und zum Speichern und Ausgeben der erfaßten Daten.

Wenn der Getränkeerfassungskasten zuerst in der jeweiligen Ausgabemaschine installiert ist, wird nach der Installation ein Eicharbeitsablauf im LOGGER-Programm durchlaufen, das die Anzahl der Ventile, das Produkt, das von dem jeweiligen Ventil ausgegeben wird und die Durchflußmenge identifiziert, wenn das Ventil offen ist.

Nach der Eichung wird die Getränkeerfassungseinrichtung in die Betriebsart zur Datenerfassung gebracht. In dieser Betriebsart überwacht sie den Zustand der Ventile und zeichnet jede Zustandsänderung und den Zeitpunkt, an dem dieser aufgetreten ist, mit einer Auflösung von zwei Zehntel einer Sekunde auf. Die Rohdaten der Ventilzustandsänderungen werden in dem RAM-Speicher des HP 71B Rechners 14 gespeichert. Bei längeren Zeiträumen für die Datenerfassung jedoch ist eine Massespeichereinrichtung 27 an dem Getränkeerfassungskasten 12 über die HP-IL-Verbindung angeschlossen. Jede Nacht, beispielsweise um 3 Uhr, schreibt das LOGGER-Programm die Rohdaten zu dem Massespeicherträger 22 aus, die während des vorangegangenen Tages gesammelt wurden.

Der Massespeicherträger 22 ist vorzugsweise eine digitale Kleinbandkassette, auf der die Ventilzustandsänderungsrohdaten gespeichert werden, und die anschließend mit Hilfe einer Software gelesen werden, das auf einem HP Portable Plus-Rechner läuft. Dieser Rechner wird von Hewlett Packard Company hergestellt. Die Getränkezähl-Software besteht aus drei Programmen, die im Turbo Pascal und einem Lotus 1-2-3 Arbeitsprogramm geschrieben sind. Die drei Pascal-Programme sind READLIF, CTDRINKS und SUMMARY.

READLIF liest die vom Getränkeerfassungskasten 12 kreierten Dateien und wandelt sie in ein Format um, das mit dem MS-DOS-Arbeitssystem des Rechners 28 mit der Bezeichnung HP Portable Plus kompatibel ist.

CTDRINKS verarbeitet und analysiert die Rohdateien. Es kreiert eine Datei aus Ergebnisdatensätzen, wobei jedes Ereignis das Ausgießen eines Getränks ist. Der Ergebnisdatensatz identifiziert die Menge bzw. Größe des Getränks, des ausgegebenen Produkts und das Datum und Zeit der Ausgabe. CTDRINKS nutzt eine Parameterdatei, die Informationen über die Ausgabestelle enthält, von der die Rohdaten gesammelt wurden, sowie die Standardgetränkemengen usw.

SUMMARY umfaßt die Ereignisdatei durch Zählen der Anzahl von Getränken der jeweiligen Größe einer gegebenen Geschmacksrichtung für spezifische Zeitintervalle, entweder alle viertel Stunde eines Tages oder jede zweite Stunde einer Woche zusammen.

LOTUS 1-2-3 als Programm kreiert ein Säulendiagramm der zusammengefaßten Daten, die durch SUMMARY aufbereitet wurden.

Funktionsbeschreibung Aufstellen und Inbetriebnehmen einer neu installierten Anlage

Nachdem das von dem elektronischen Ventilinterface 18 kommende Kabel, bei dem es sich um irgendeine Art eines Festkörperschaltkreises handeln kann, der auf 24 V Wechselstromsignale von den zugeordneten Ausgabeventilen anspricht und dann TTL logische Pegelsignale an den Wandler 16 abgibt, an die Wechselstromquelle des Systems am Eingang 24 angeschlossen ist, kann der Installateur mit dem Programmieren des Erfassungskastens beginnen. Der Installateur verwendet die Tastatur und den Monitor des HP 71 Rechners, um den Kasten zu eichen oder zu programmieren.

Wenn das Programm nicht automatisch startet, wenn der HP 71 Rechner 14 eingeschaltet wird, kann der Installateur eingeben "Run Logger" und hierdurch wird mit dem Programm begonnen.

Die Momentdaten werden dann angezeigt. Der Installateur kann dann die Daten zu diesem Zeitpunkt ändern.

Die momentane Zeit wird angezeigt. Der Installateur kann dann die Zeit zu diesem Zeitpunkt ändern.

Das Programm gibt das Eichablaufprogramm ein. Die Einzelheiten des Eichablaufprogrammes werden nachstehend näher beschrieben.

Nachdem die Eichung beendet ist, wählt der Benutzer "Collect Data" von dem Hauptmenue, und das Programm beginnt mit dem Datenerfassungsprozeß.

Hauptmenue für HP-71

Das Hauptmenue besteht aus dem folgenden Stichwort für den Benutzer:

CSDTFPRVMX?

Der Benutzer kann eine Option wählen, indem der entsprechende Buchstabe gedrückt wird, wenn er sich bei dem Menue auskennt. Wenn der Benutzer mehr Informationen über die Menueauswahl benötigt, wird durch Niederdrücken der Taste mit Pfeil nach unten eine dynamische Verschiebung durch eine Liste von Stichworten für jeden Menuepunkt ausgeführt. Durch Drücken der "Y"-Taste für das Anzeigestichwort wird der jeweilige Punkt gewählt. Die Taste mit dem Pfeil nach oben ermöglicht ein dynamisches Durchlaufen der Liste von Stichworten.

Die Möglichkeiten bei dem Hauptmenue sind folgende:

C: Daten sammeln - Fortsetzen des Datensammelprozesses.

S: Ausschalten - Abschalten des HP-71. Der Benutzer wählt die Datenverarbeitung oder nicht.

D: Datum setzen - Setzen eines neuen Datums als Rechnerdatum.

T: Zeitsetzen - Setzen einer neuen Zeit als Momentanzeit.

F: Dateienübertragung - Übertragen der Dateidaten zum PC.

P: Datenfreigeben - Freigabe der Dateiendaten und Stichworte zur normaligen Eichung.

R: Nochmaliges Eichen - Durchlauf der gesamten Eichprozedur.

V: Eichüberwachung - Überprüfen der geeichten Durchflußmengen.

M: Massenspeicher-Untermenue - Sichern der Dateien auf dem Massespeicher oder Setzen eines Merkers, der der Sicherung am Massenspeicher zugeordnet ist.

X: Ausgabe zum HP-71 Betriebssystem.



Jede dieser Hauptmenueoptionen wird nachstehend näher unter Bezugnahme auf die anderen Menueoptionen an entsprechender Stelle erläutert.

Daten sammeln

Diese Funktion wird verwendet, um den aktuellen Datenerfassungsprozeß einzuleiten. Die Nachricht "Daten sammeln" erscheint in der Anzeige des HP-71, während die Daten erfaßt werden. Auch die Anzeigeeinrichtung für den Merker 3 (an der rechten Seite der HP-71-Anzeige) flackert zwei oder drei Mal pro Sekunde während der Datenerfassung. Andere Anzeigeeinrichtungen können ebenfalls aufleuchten und ausgehen in Abhängigkeit von den Daten selbst und in Abhängigkeit davon, ob ein DDFOT an der Getränkeerfassungseinrichtung angebracht ist.

Zum Rückkehren in der Hauptmenue kann der Benutzer die Taste END LINE drücken. Es ist notwendig, die END LINE- Taste momentan niedergedrückt zu halten, um den Zugang zu HP-71 zu haben.

S: Abschalten

Diese Funktion wird verwendet, um HP-71 abzuschalten, bevor das Getränkeerfassungssystem transportiert wird. Hierbei sollte eine Antwort durch Drücken der N-Taste für "Nein" gegeben werden.

D: Datum setzen

Diese Funktion gibt dem Benutzer die Möglichkeit, dem Zeitgeber das Kalendarium des HP-71 auf ein neues Datum einzustellen.

T: Zeit setzen

Diese Funktion komplementiert die Funktion D: Datum setzen und wird nachstehend näher erläutert.

F: Datei übertragen

Die F-Funktion stellt eine von mehreren möglichen Wegen zur Datenübertragung zwischen der Getränkeerfassungseinrichtung 12 und dem Rechner 28 HP Portable Plus bereit. Jedoch erstreckt sich die Dateiübertragungsfunktion nur auf bereits im HP-71 verarbeitete Daten und nicht auf die Rohdaten, die zur Abschätzung der Getränkekosten benötigt werden. Die Dateiübertragungsfunktion ist auch sehr langsam. Daher kann diese Funktion durch eine verbesserte ersetzt werden, bei der anstelle der Prozeßdaten die Rohdaten zu dem Rechner 28 HP Portable Plus übertragen werden.

P: Datenfreigabe

Diese Funktion wird verwendet, um den Speicher nochmals aufzurufen, nachdem Dateidaten zu dem Rechner 28 HP Portable Plus übertragen worden sind, wie dies nachstehend näher erläutert wird.

R: Wiedereichung

Die Wiedereichung ist notwendig, wenn die Getränkeerfassungseinrichtung an einer neuen Stelle installiert wird. Der Eichprozeß wird nachstehend detailliert erläutert.

V: Eichdatenerkennung

Diese Erkennungsfunktion ist eine Möglichkeit für den Benutzer, die momentanen Eichdaten in der Getränkeerfassungseinrichtung zu überprüfen.

M: Massenspeicher-Untermenue

Wenn die Massenspeicherfunktion gewählt wird, wird ein kurzes Untermenue "SRX" angezeigt. Wie bei dem Hauptmenue kann man durch Verwenden der mit einem Pfeil nach unten versehenen Taste kurze Beschreibungssätze für jede Option zur Anzeige bringen. Die S-Option bezeichnet "Daten nunmehr sichern", und bewirkt, daß HP-71 versucht, die Daten und Eichdatendateien in einem HPIL-Massenspeicher einzuschreiben, der mit der externen HPIL Kopplung auf der Seite des Getränkeerfassungskastens 12 verbunden ist. Die R-Option wird verwendet, um dem LOGGER-Programm vorzuschreiben, ob Rohdaten sowie verarbeitete Daten mit dem Massenspeicher gesichert werden sollen. Die X-Option bewirkt ein Rückkehren zu dem Hauptmenue. Die Verwendung des LOGGER- Programms in Verbindung mit dem Massenspeicherträger 22 wird nachstehend näher erläutert.

X: Ausgang zum System

Diese Option bringt den Benutzer zum Betriebssystemstichwort am HP-71 zurück. Obgleich es unwahrscheinlich ist, daß dies beim normalen Arbeiten vorkommt, ist es ein schneller Ausstieg im Störfall für die mit der Entwicklung Betrauten.

Eicharbeitsfolge

Stichwort #1: Ein Standardstichwort. Wenn das System zuvor geeicht worden ist, wird der vorhandene Standort angezeigt. Der Benutzer kann dies durch Drücken von ENDLINE wählen. Wenn der Standort nicht verändert wird, dann hat der Benutzer die Möglichkeit, bei diesem Stichwort "Calibrate Y/N?" eine nochmalige Eichung vorzunehmen. Wenn die Antwort "N" ist, dann wird die Eichung übersprungen. Wenn sich der Standort geändert hat, dann durchläuft das Programm automatisch den restlichen Teil des Eichablaufs.

Wenn vorangehend keine Eichung vorgenommen wurde, dann ist die Standortstelle eine Leerstelle und der Benutzer wird automatisch aufgefordert, den gesamten Eichablauf zu durchlaufen.

Stichwort #3 on . . . Für jedes Ventil macht die Eichung folgende Information erforderlich: Getränkename und Durchflußrate des Ventils. Der Getränkename kann aus dem Menue der Getränkenamen gewählt werden, oder, wenn die "Andere" (Z)- Menueoption gewählt wird, kann der Getränkename mit Hilfe der Tastatur angegeben werden. Nach der Eingabe des Getränkenamens wird der mit der Ventilnummer nochmals angezeigt, so daß der Benutzer die Richtigkeit des Namens bestätigen kann.

Für die Durchflußrate gibt das Programm dem Benutzer das Stichwort "#n Fill to line". Das Eichvolumen ist 400 ml (etwa 13,5 oz.) und ein 400 ml Kunststoffbecher mit einem Strich bei dem 400 ml Pegel ist der übliche Gebrauchszustand. Obgleich das System die Öffnungszeit während den jeweiligen Niederdrückvorgängen des Hebels aufzeichnet, ist es genauer, den Becher mit einem einzigen Niederdrücken zu füllen. Wenn der Benutzer über die Markierung kommt, so wird ihm die Möglichkeit gegeben, die Eichung nochmals vorzunehmen. Nachdem der Becher bis zur Strichmarkierung voll ist, drückt der Benutzer die Taste ENDLINE der Tastatur.

Nachdem die Durchflußrate mit dem Rechner eingegeben ist, wird sie zum Zwecke der Bestätigung durch den Benutzer angezeigt. Wenn sie nicht richtig ist, kann der Benutzer wählen, daß er entweder die Durchflußrate manuell eingibt oder daß der vorstehend genannte Becherfüllvorgang für Eichzwecke wiederholt wird. Bei jeder Wiederholung wird der Benutzer nach der Bestätigung der Richtigkeit gefragt.

Am Ende der Eichprozedur kehrt das Programm zum Hautpmenue zurück.

Datumsetzen

Das momentan in HP-71 vorhandene Datum wird angezeigt und der Benutzer wird gefragt, ob dieses richtig ist. Wenn die Antwort "N" ist, wird dem Benutzer die Möglichkeit gegeben, dieses zu ändern, wobei das laufende Datum als Leerstelle angezeigt wird. Wenn der Benutzer ENDLINE drückt, bleibt die angezeigte Leerstelle erhalten. Der Benutzer kann ein neues Datum einschreiben, es muß aber im Format der Leerstelle eingegeben werden, da sonst eine Fehlermeldung angezeigt wird und der Benutzer es nochmals versuchen muß. Das geeignete Format ist YY/MM/DD (Jahr/Monat/Tag).

Zeitsetzen

Die momentan in HP-71 vorhandene Zeit wird angezeigt und der Benutzer wird gefragt, ob dies richtig ist. Wenn die Antwort "N" ist, wird dem Benutzer die Möglichkeit gegeben, sie zu ändern, wobei die momentane Zeitanzeige als Leerstelle angezeigt wird. Wenn der Benutzer ENDLINE niederdrückt, bleibt die Leerstellenanzeige erhalten. Der Benutzer kann eine neue Zeit eingeben; sie muß aber in dem Format der Leerstelle eingegeben werden, da sonst eine Fehlermeldung angezeigt wird und der Benutzer es noch einmal versuchen muß. Das richtige Format ist HH : MM : SS. (Stunde : Minute : Sekunde).

Übergabe der Daten-Dateien an HP Portable Plus 28

Hier gibt es mehrere Wege zur Datenübertragung von der Datenerfassungseinrichtung 12 zu dem Rechner 28 HP Portable Plus. Ein Weg besteht darin, den Übertragungsdateibefehl von dem Hauptmenue des HP 71 LOGGER-Programms zu injizieren. Eine alternative Möglichkeit besteht darin, eine logische Abfrage im LOGGER-Programm vorzusehen, um eine Sicherung der Datendateien auf dem HP-IL-Massenspeicher zu ermöglichen. Die letztgenannte Methode wird bevorzugt, um die Daten von der Getränkeerfassungseinrichtung 12 zu dem Portable Plus Rechner 28 zu übertragen, da sie sowohl schneller ist als auch eine Sicherung der Rohdaten für die Schätzung der Getränkekosten zu sichern.

Eine Massenspeichereinrichtung 22, die bevorzugt bei der Getränkeerfassungseinrichtung zur Anwendung kommt, ist HP 82151A Digital Cassette Drive, da dieser klein und relativ widerstandsfähig ist. Der HP 9114 Disc Drive oder auch der HP Portable Plus selbst kann als eine Massenspeichereinrichtung für die Getränkeerfassungseinrichtung genutzt werden. Die in diesem Teil angegebenen Instruktionen gehen davon aus, daß ein Kassettenantrieb verwendet wird. Sie lassen sich aber einfach durch den Benutzer so extrapolieren, daß sie auch zu dem 9114 Plattenlaufwerk passen. Die Nutzung von Portable Plus als ein HP-IL-Massenspeicher wird nachstehend näher beschrieben.

Welche Einrichtung auch immer verwendet wird, sollte diese mit der HP-IL-Leitung an der HP-IL-Kopplungsstelle auf der Seite der Getränkeerfassungseinrichtung 12 verbunden werden. Der Kassettenantrieb wird eingeschaltet und die Kassette, auf die die Daten aufzuzeichnen sind, wird in die Antriebseinrichtung gelegt. Entweder wird eine ganz neue Kassette oder eine solche verwendet, auf der bereits Dateien vorhanden sind. Wenn ein vollständig neuer, nichtformatierter Träger verwendet wird, formatiert das LOGGER-Programm automatisch den Träger, bevor die Daten darauf gespeichert werden.

Der Benutzer kann das HP 71 LOGGER-Programm aufrufen, um die momentanen Datendateien unter Verwendung des S-Befehls von dem Massenspeicher-Untermenue abzuspeichern. Dies bedeutet, daß man die M-Option von dem LOGGER-Hauptmenue wählen kann, und dann die S-Option von dem Untermenue. Die Kassette sollte unmittelbar zu drehen beginnen.

Jedesmal wenn das LOGGER-Programm Datendateien auf der Massenspeichereinrichtung speichert, schreibt es wenigstens zwei und möglicherweise drei Dateien ein, bei denen es sich beispielsweise um folgende handelt:

VARS031S Datenverarbeitungsdatei (PROCDAT)

INFO315 Eichdatendatei (LOCALINF)

RAW0315 Rohdatendatei (RAWDIT) (als Möglichkeit)



Der in Klammern angegebene Name ist der Name der entsprechenden Datei in HP 71. Die den Dateien gegebenen Namen bestehen, wenn sie auf dem Massenspeicherträger gespeichert sind aus dem Datum, der Art der Datei und der Stelle.

Datenverarbeitungsdateiname 1111mmdd

Eichdatendateiname INFmmdd

Rohdatendateiname RAWmmdd



wobei

1111 = erste 4 Zeichen des Standorts

mm = Monat

dd = Tag



Die Rohdatendatei wird zusammen mit den Datenverarbeitungs- und den Eichdatendateien gesichert, wenn zuvor die R-Option bei dem Massenspeicher-Untermenue verwendet würde, um das LOGGER-Programm zur Rohdatensicherung aufzurufen. Wenn das LOGGER-Programm wiederum mit dem Befehl RUN LOGGER gestartet wird, wird der Merker für die Sicherung der Rohdaten gelöscht.

Zusätzlich zu dem Einschreiben dieser Dateien in den Massenspeicher auf Befehl des Benutzers, nimmt das LOGGER-Programm ebenfalls die Funktion wahr, die Dateien in den Massenspeicher in jeder Nacht um 3 Uhr als Teil der nächtlichen Datenverarbeitung einzuschreiben. Um diesen automatischen Ablauf zu nutzen, ist es nur notwendig, den Kassettenantrieb über HPIL mit der Getränkeerfassungseinrichtung 12 verbunden und eingeschaltet zu lassen, wobei eine Kassette sich in diesem befindet. Da der Kassettenantrieb ständig Strom bei dieser Auslegung aufnimmt, muß er auch mit der Nachladeeinrichtung verbunden werden. Die Wiederaufladeeinrichtung bzw. Nachladeeinrichtung kann in einen 110 V Wechselstromausgang 26 auf der Seite der Getränkeerfassungseinrichtung oder in irgendeinen anderen verfügbaren Einlaß eingesteckt werden.

Jede Kassette oder Platte, wenn sie in Verbindung mit der Getränkeerfassungseinrichtung verwendet wird, nimmt 128K-Daten auf. Die Eichung der Datendatei ist nur 256 Bytes lang. Das LOGGER-Programm überschreibt normalerweise die Datendateien auf den Kassetten nicht, so daß, wenn die Kassette voll wird, sie keine zusätzlichen Dateien mehr speichern kann. Da jedoch die Dateinamen für eine gegebene Stelle sich nur durch den Einbau der Daten unterscheidet, wird, wenn an einem Tag die Daten zweimal gesichert werden, der zweite Dateiensatz über den ersten Satz geschrieben.

Wiederstarten und Freigeben der Datendateien

Der F-Befehl von dem Hauptmenue kann verwendet werden, um die Datenverarbeitungsdateien und Rohdatendateien von dem Speicher von HP 71 explizit zu löschen. Es ist möglich, diese Dateien unter Verwendung des P-Befehls manuell zu löschen, nachdem die Daten auf einer Kassette gespeichert sind. Wenn das LOGGER-Programm erfolgreich die Dateien auf einem Kassettenband als Teil des nächtlichen Verarbeitungszyklusses gespeichert hat, werden diese Dateien ebenfalls automatisch gelöscht.

Mit dem P-Befehl wird die Rohdatendatei und die Datenverarbeitungsdatei gelöscht. Es werden keine weiteren Dateien gelöscht. Ein Sicherheits "Are you SURE?" Stichwort bietet einen Schutz vor einem unbeabsichtigten Löschen. Nachdem die Datendateien gelöscht sind, gibt das Programm dem Benutzer eine Möglichkeit, das System nochmals zu eichen, und zwar selbst dann, wenn diese Eichung nicht die ursprüngliche Eichung war. Durch Drücken der Taste ENDLINE, wenn die Stelle angezeigt wird, und durch antworten "N" zu dem Stichwort "Calibrate Y/N?" ist alles, was man zur Umgehung der Eichung durchführen muß.

Erstellung von Grafiken der Daten auf dem HP Portable Plus

Der vorhandene Satz von Programmen für Portable Plus 28 nutzt die Rohdaten, die mittels der Getränkeerfassungseinrichtung 12 gesammelt werden, um die Anzahl der Getränke jeder Größe zu schätzen, sowie den momentanen volumenmäßigen Umsatz des ausgegebenen Erzeugnisses zu errechnen. Wenn die Rohdaten einmal auf einer Kassette gespeichet sind, so benötigt man vier Schritte zur Erstellung von Grafiken der Getränkekosten und der Getränkevolumen auf dem Portable Plus 28:

  • 1. Anwenden des READLIF-Programms, um die RAWmmdd und INFmmdd Dateien in das MS-DOS-Format zu transformieren und es in den Portable Plus 28 einzulesen.
  • 2. Anwenden des CTDRINKS-Programms, um die Rohdaten zu verarbeiten und um eine "Ereignis"-Datei zu erzeugen, die eine Aufzeichnung für jedes aufzeichenbare Getränk oder nichterkennbares Ausgießen enthält. Der Ausgang von CTDRINKS ist die Datei EVENT.PRN.
  • 3. Anwenden des SUMMARY-Programms, um die Ereignisse in der EVENT.PRN-Datei auf täglicher oder wöchentlicher Basis zusammenzufassen. Der Ausgang des SUMMARY-Programms ist eine Datei mit der Bezeichnung SUMMARY.PRN.
  • 4. Anwenden des GRAPH-Arbeitsprogramms, um die Getränkekosten oder Volumina aus der SUMMARY.PRN-Datei grafisch darzustellen, die durch das SUMMARY-Programm erzeugt wird.

Anwendung von READLIF

READLIF ist ein in Turbo Pascal geschriebenes Programm, das als eine Befehlsdatei von dem MS-DOS-Stichwort zum Ablauf gebracht wird. Die Syntax für den READLIF-Befehl ist in jenem des COPY-Befehls:

z. B. READLIF Ursprung Bestimmung

READLIF C: RAW0304 A:



Bei dem gegebenen Beispiel wird die LIF-Datei im Namen RAW0304 von dem Antrieb C gelesen, in das MS-DOS-Format übertragen und auf einem Antrieb A: gespeichert.

Es ist noch zu erwähnen, daß zum Laufen der CTDRINKS-Dateien eine paarweise Verarbeitung erfolgen muß, die aus einer Rohdatendatei und einer Eichdatendatei mit denselben Daten wie der Rohdatendatei besteht. Zur Vervollständigung des vorstehend genannten Beispiels werden folgende Befehle ausgeführt:

READLIF C:RAW0304 A:

READLIF C:INF0304 A:

"LIF" steht für logisches Interfaceformat: es bezieht sich auf ein spezielles Dateienformat, das in einer Anzahl von HP-Rechnern verwendet wird, das sich aber von dem üblicherweise bei Personal Computer-Format unterscheidet.

Anwendung von CTDRINKS

CTDRINKS ist ähnlich wie READLIF eine Turbo Pascal-Befehlsdate-. Es hat keine Befehlsübertragungsparameter, so daß es lediglich durch Schreiben von

CTDRINKS

beim MS-DOS-Stichwort zum Laufen gebracht wird. Wenn es einmal läuft, wird der Benutzer nach dem Namen der zu analysierenden Rohdatendatei gefragt. Wenn man annimmt, daß die letzten vier Zeichen des Namens, die man eingibt, ein Datum sind, so wird die INF-Datei mit diesem Datum sowie mit der mit einem Namen versehenen Rohdatendatei gelesen.

Wenn CTDRINKS einmal die Verarbeitung der Rohdaten aufnimmt, benötigt der Ablauf einige Minuten, bevor ein weiterer Ausgang erzeugt wird. Es kann durch wiederholtes Anschlagen einer Art Taste unterbrochen werden. Wenn eine Unterbrechung auf diese Weise erfolgt, so wird gefragt

Anzeige, Drucken, Unterdrücken, vorzeitiges Abschließen, Abweisen?

Durch Drücken von D für die Anzeige oder P für Drucken wird bewirkt, daß sowohl die Eingangsrohdatensätze als auch die Ausgangsereignisdatensätze zu der angewählten Einrichtung wiederholt ausgegeben werden. I für Abweisen führt zu Wiederbeginn von CTDRINKS ohne Veränderung an der Stelle, an der es verlassen wurde.

In der momentanen Version der Software enthalten die Rohdatendateien, die als Eingang für CTDRINKS verwendet werden, jeweils Daten für nur einen einzigen Tag. Jedesmal, wenn daher CTDRINKS läuft, werden die Getränke lediglich für einen einzigen Tag berechnet. Der Ausgang von CTDRINKS ist eine Datei mit dem Namen EVENT.PRN. Um wöchentlich grafische Darstellungen zu erzeugen, ist es notwendig, CTDRINKS einmal für jede tägliche Rohdatendatei laufen zu lassen. Nach jeder Ausführung von CTDRINKS muß man der erhaltenen G EVENT.PRN-Datei einen neuen Namen geben, so daß sie nicht durch eine anschließende Ausführung von CTDRINKS überschritten wird, wie z. B.

RENAME EVENT.PRN VARS0306.PRN

Der Algorithmus, dem CTDRINKS zur Erkennung eines Getränkes nutzt, ist folgender:

  • - Die Getränkegrößen bzw. -mengen sind durch ein Nennvolumen plus Toleranzangaben oberhalb und unterhalb des Nennvolumens definiert. Toleranzen werden so gewählt, daß die Getränkevolumina sich nicht von einer Getränkegröße zur nächsten überlappen.
  • - Ein Ausgießen wird als ein Auffüllen des vorangegebenen Ausgießens desselben Ventils behandelt, wenn es innerhalb einer festen Anzahl von Sekunden des vorangehenden Ausgießens auftritt und wenn es nicht eine vorbestimmte Anzahl von Gewichtseinheiten überschreitet. Kein Getränk kann mehr als eine feste Anzahl von Auffüllungen haben.
  • - Ausgabevorgänge, die nicht als ein Teil eines normalen Getränks erkannt werden, werden in einer Getränkekategorie, die mit ODD bezeichnet ist, gesammelt, die zusätzlich zu den normalen Größen S, M, L und XL vorgesehen ist.


Die aktuellen Werte, die für jede der Parameter bei dem Getränkeberechnungsalgorithmus verwendet werden, werden in einem Lotus-Arbeitsprogramm mit der Bezeichnung CTPARAMS.PRN gespeichert. Dieses Arbeitsprogramm ist einer Datei mit dem Namen CTPARAMS.PRN zugewiesen, das von CTDRINKS gelesen wird. Versuche mit unterschiedlichen Werten der Parameter können durch Veränderung der Werte in dem CTPARAMS-Arbeitsprogramm durchgeführt werden und durch nochmaliges Erzeugen der CTPARAMS.PRN- Datei.

Anwendung von SUMMARY

SUMMARY ist auch eine Turbo Pascal-Befehlsdatei ähnlich wie READLIF und CTDRINKS und auch in ähnlicher Weise CTDRINKS hat es keine Befehlsweiterleitungsparameter. Zur Aktivierung von SUMMARY wird lediglich bei dem MS-DOS-Stichwort geschrieben:

SUMMARY.

Der Benutzer wird nach dem Namen der EVENT-Datei gefragt, die er zusammenfassen möchte: durch einfaches Anschlagen der Rücksprungtaste wird bewirkt, daß der Dateiname zur Leerstelle für EVENT.PRN. gemacht wird. Auch fragt SUMMARY den Benutzer nach der Angabe, für welches Produkt die Zusammenfassung erfolgen soll, ob es sich um eine tägliche oder eine wöchentliche Zusammenfassung handelt und welche Anfangsdaten verwendet werden sollen.

SUMMARY ist ähnlich CTDRINKS dahingehend, daß es einige Minuten zur Ausführung benötigt und es kann von der Tastatur aus unterbrochen werden. Wenn es unterbrochen wird, fragt SUMMARY

Anzeige, Unterdrücken, vorzeitiges Abschließen, Abweisen.

Wenn D für Anzeige eingegeben wird, zeigt SUMMARY jeden Ereignisdatensatz an, den es als Eingabe liest. Der Ausgang von SUMMARY wird in eine Datei eingegeben, die den Namen SUMMARY. PRN. hat.

Wenn SUMMARY die Zusammenfassung der Aten von der ersten Datei beendet hat, wird der Benutzer gefragt, ob er den Pogrammabschluß, das Lesen und das Zusammenfassen der Daten von einer anderen Datei oder einen Abbruch ohne ein Überschreiten von der SUMMARY.prh-Datei wünscht:

Ende, Lesen oder Abbruch?

Der Benutzer drückt die E, R oder A-Taste, um dem Programm mitzuteilen, was gemacht werden soll. Wenn R gedrückt wird, fragt das Programm den Benutzer nach dem Namen der nächsten zusammenzufassenden Datei. Eine Zusammenfassung der Gesamtheit der wöchentlichen Daten kann dadurch vorgenommen werden, daß die Namen der täglichen Ereignisdateien eingegeben werden, die von CTDRINKS aus den Rohdatendateien für jeden Tag erzeugt werden.

Anwendung des GRAPH-Arbeitsprogramms

Der abschließende Schritt bei der Verarbeitung ist die Einleitung von Lotus 1-2-3 und eine Abarbeitung eines Arbeitsprogramms mit dem Namen GRAPH. GRAPH enthält eine Autostartmakroschaltstelle, die den Benutzer nach dem Namen der zu ladenden SUMMARY-Datei fragt und der dann fragt, ob der Benutzer die grafische Darstellung der Getränkekosten oder der Getränkevolumen wünscht. Die grafischen Darstellungen sind übereinandergelagerte Säulendiagramme mit sehr kleinen Säulen:

Die Säulenformen lassen sich nur schwer auf der Anzeige von Portable Plus darstellen, sie lassen sich aber sichtbar am günstigsten als Ausgang mit einem Plotter wiedergeben, bei dem die Lotus-Anwendung Printgraph erzeugt wird. Die Daten von der Zusammenfassungsdatei werden in Zellen A1 . . . N100 gespeichert und sie können mit den normalen 1-2-3-Befehlen eingesehen oder gedruckt werden.

Datendateiformate

1. Localinf - Dies ist die lokale Datei, die Informationen von der Eichung enthält. Einzelne Felder sind durch Kommas getrennt.

Sie enthalten die folgenden Informationen:

Datensatz #1:

Standardname (und weitere Informationen bis zu 80 Zeichen).

Datum der Eichung

Anzahl der Ventile.

Datensatz #2-#7: Für jedes Ventilsystem enthalten die Datensätze:

Ventil # von links

Getränkename

Bit-Position (Das dem Ventil zugeordnete Hardware-Bit. Das kleinste Signifikante ist 1.)

Durchflußmenge (Die Einheiten sind Ounces/Sekunden).

2. Rawdat - Das ist die Rohdatendatei im HP-71, die das direkte Erzeugnis des Datenerfassungsprozesses ist. Diese Daten werden um 3 Uhr morgens reduziert, um die erarbeiteten Daten im Procdat zu erzeugen.

Diese Datei enthält die folgenden Informationen:

Die Datensätze sind entweder ein Starterdatensatz, ein Zustandsänderungsdatensatz oder ein Enddatensaztz.

Der Startdatensatz hat das folgende Format:

Byte # Beschreibung



1-3 Zeit, in 1/5 s Einheiten, gepackt in BCD (Binärcodeformat) mit dem Anfangsbit in einer solchen Stellung, daß eine negative ganze Zahl angegeben wird, wenn sie nicht gepackt ist.

4-11 Datum im ASCII YY/MM/DD Format (Jahr/Monat/Tag-Formar).



Der Zustandsänderungsdatensatz hat das folgende Format:

Byte # Beschreibung



1-3 Zeit in 1/5 s Einheiten, packettiert in BCD mit einem Zeichenbit gelöscht, so daß es als eine positive ganze Zahl erscheint, wenn diese Größe unpackettiert ist.

4 Zustand des Eingangs nach der Änderung.



Der Enddatensatz hat das folgende Format:

Byte # Beschreibung



1-3 -600000, packettiert in BCD

4-6 Zeit, in 1 s Einheiten, packettiert in BCD.

7-14 Datum im ASCII YY/MM/DD-Format.



Jedesmal wenn der Datenerfassungsprozeß unterbrochen wird, wird ein Enddatensatz geschrieben, und wenn das Datenerfassungsprogramm wiederum gestartet wird, wird ein Startdatensatz beschrieben. Dies kann durch die Verarbeitung des Datums um 3 Uhr morgens bewirkt werden, wenn eine Taste gedrückt wird, um das Hauptmenue aufzurufen, oder wenn sich Schwierigkeiten bei der HPIL-Schleife ergeben, um zu bewirken, daß das Programm auf die HPL4IL-Schleife zurückgesetzt wird, wobei sich diese Situation normalerweise bei einem Stromausfall ergibt.

3. Procdat - Dies ist die Datendatei für die verarbeiteten Daten in HP-71. Dies ist die Datei, die zum PC übergeben wird. Sie enthält die folgenden Informationen:

Die Datensätz sind entweder Datensätze oder Zeitsätze. Zeitsätze haben einen speziellen Erkennungswert im ersten Byte. FF hex. Die Datensatzformate sind folgende:

Zeitdatensatz:

FF, YY/MM/DD HH : MM : SS

Das Datum und die Zeit sind hier das Datum und die Zeit des Beginns der Datenverarbeitung für diesen Datensatz. In dieser Datei können Daten von einigen Daten sein und jeder tägliche Satz hat einen Zeitdatensatz als ersten Datensatz. Es können auch weitere Zeitdatensätze vorhanden sein, wenn der Erfassungsprozeß unterbrochen wurde.

Datensatz:

Die Anzahl der Bytes hängt von der Anzahl der im Eichprozeß spezifizierten Ventile ab. Wenn die Anzahl der aktiven Ventile N ist, dann ergibt sich:

Byte # Beschreibung

1 bis 2 Ounces für Ventil #1

(2i-1) bis (2i) Ounces für Ventil #i, i-2 bis N-1

(2N-1) bis (2N) Ounces für Ventil #N

(2N+1) bis (2N+2) Einschaltzeitdauer des Motors in Sekunden.



Die letzten zwei Bytes sind jeweils die Anschaltzeiten des Motors. Als Beispiel sei angegeben, daß, wenn 3 aktive Ventile vorhanden sind, jeder Datensatz 8 Bytes hat.

4. SUMMARY.PRN. - Dies ist die Datei, die als Ausgang von dem SUMMARY-Programm am Portable Plus erzeugt wurde. Es ist eine MS-DOS-Datei, die etwa 100 ASCII-Datensätze enthält und die mit einem CT1-Z endet. Sie ist als eine PRN-Datei zum Eingeben in Lotus 1-2-3 formatiert. Die ersten 4 Zeilen sind Überschriftsinformationen; die restlichen Zeilen sind Datensätze. Die Felder sind durch Kommas in jedem Datensatz getrennt. Die Felder können entweder numerische Felder oder Textfelder sein; Textfelder sind von Anführungsstrichen eingeschlossen.

Datensatz 1

Feld 1: Standort der Getränkeausgabevorrichtung (Text)



Dies ist normalerweise der Name des Restaurantfelds 2: Eichdatum im yy/mm/dd-Format.

Dieses Feld ist in Anführungsstrichen eingeschlossen und es wird von Lotus als 3 gesonderte numerische Felder interpretiert.

Feld 3: Anzahl der Ventile.



Datensatz 2

Feld 1: Art der Zusammenfassung (Text)

DAILY in diesem Feld zeigt an, daß 96 Datensätze angegeben sind, die jeweils Getränkekosten für eine Periode von 15 Minuten enthalten.

WEEKLY bedeutet hier, daß 84 Datensätze vorhanden sind, die jeweils Getränkekosten für eine Periode von zwei Stunden enthalten.

Feld 2: Datum des ersten Tags der Zusammenfassungsperiode (Text)



Die Daten hier sind im yy/mm/dd-Format vorhanden, die im Datensatz 1 verwendet werden; sie sind aber in Anführungsstriche gesetzt, um als Text ausgegeben zu werden.

Feld 3: Anfangszeit der Zusammenfassungsperiode (Text)



Für die laufenden Zusammenfassungsarten DAILY und WEEKLY ist die Anfangszeit immer "00 : 00".

Feld 4: Ventilzahl, zu der die Daten gehören

1-6 für die Ausgabeventile

7 ist ein Code für die Gesamtanzahl aller Ventile

0 ist ein Code für den Motor

Feld 5: Produktname, zu dem diese Daten gehören (Text)

z.B. Classic, Sprite, usw.

Es kann auch "Gesamtanzahl aller Ventile" oder "Motor" angegeben werden.



Datensatz 3

Feld 1: Software-Version-Information (Text)

Dieses Feld ist eine Verkettung der ersten Zeile der CTPARAMS-Datei und der Versionsbezeichnung von dem CTDRINKS-Programm.



Datensatz 4

Dieser Datensatz enthält Feldnamen für die Datensätze auf die nachstehende Weise.

Feld 1: "date"

Feld 2: "time"

Feld 3: "Sct"

Feld 4: "Mct"

Feld 5: "Lct"

Feld 6: "XLct"

Feld 7: "Svol"

Feld 8: "Mvol"

Feld 9: "Lvol"

Feld 10: "XLvol"

Feld 11: "TOTvol"

Feld 12: "%ct"

Feld 13: "ODDct"

Feld 14: "ODDvol"



Datensatz 5 zum Ende der Datei

Feld 1: Daten Daten, ausgedrückt als Tageszahl seit 1/1/1900

Dies ist die Datumsdarstellung zur Verwendung durch Lotus.

Feld 2: Zeit in Stunden des Beginns dieses Intervalls relativ zum Beginn der Zusammenfassungsperiode

Feld 3: Zahl der kleinen Getränke in diesem Intervall

Feld 4: Zahl der mittleren Getränke

Feld 5: Zahl der großen Getränke

Feld 6: Zahl der extra großen Getränke

Feld 7: Volumen Ounces der kleinen Getränke

Feld 8: Volumen der mittleren Getränke

Feld 9: Volumen der großen Getränke

Feld 10: Volumen der extra großen Getränke

Feld 11: Gesamtvolumen einschließlich der ungeradzahligen Größen für das Ausschenken

Feld 12: Prozentsatz des Gesamtvolumens, das in den erkannten Getränken enthalten ist

Feld 13: Anzahl der ungeradzahligen Ausschankvorgänge, die unerkannt sind als Standardgetränke

Feld 14: Volumen der ungeradzahligen Größenausschankvorgänge.

Anwendung des HP Portable Plus als ein DDFOT

"DDFOT" ist ein Akronym für "Demonstrationsanzeigefeldausgang und Störungsabbrucheinrichtung". Das DDFOT-Programm ist ein Turbo Pascal-Programm, das auf dem HP Portable Plus läuft, wobei der Portable Plus als eine Art Fenster auf die Arbeitsvorgänge des Getränkeerfassungssystems gedreht wird. Der Portable Plus kann mit dem Getränkeerfassungssystem über HP-IL-Kabel verbunden werden, die in die Seite des Getränkeerfassungskastens 12 und in die Rückseite des Portable Plus 28 eingesteckt sind.

DDFOT ruft die Getränkeerfassungseinrichtung einige Male in einer Sekunde ab und fragt nach dem Status der Getränkeausgabeventile und dem Karbonisierungsmotoreingang ab. Der Status der Ventile und des Motors wird an der Oberseite der Anzeige des Portable Plus angezeigt. Wenn ein Ventil zur Ausgabe eines Getränks offen ist, errechnet das DDFOT-Programm das Volumen des ausgegebenen Erzeugnisses. Ein Datensatz der letzten fünf Ausgabeereignisse wird unmittelbar unterhalb der Ventilstatusinformation angezeigt. Die untere Hälfte der Anzeige des Portable Plus ist (in DDFOT-Version 1.01) einer Leertabelle der Getränkekosten nach Größe, Produkt und Tageszeit zugewiesen. Diese Tabelle ist der Informationsart zugeordnet, die die betreffende Getränkeerfassungseinrichtung zu sammeln hat. Die Getränkekostentabelle stellt keine momentan gemessenen Daten dar.

Die Anwendung von DDFOT ist sehr einfach:

  • 1. Sicherstellen, daß die Getränkeerfassungseinrichtung Daten sammelt (die Anzeige von HP 71 sollte sein "Sammeln von Daten . . .").
  • 2. Anschließen des Portable Plus an die Getränkeerfassungseinrichtung mit den HP-IL-Kabeln.
  • 3. Durchlaufen des DDFOT-Programms am Portable Plus. Es kann aus dem PAM-Menue ausgewählt werde, oder einfach von dem MS-DOS-Stichwort dadurch aufgerufen werden, daß eingegeben wird

    DDFOT


Während des Initalisierungsprozesses zeigt das DDFOT-Programm mehrere Informationen an. Zuerst wird mitgeteilt "Ausbildung der Schleife", was sich auf die HP-IL-Schleife bezieht. Wenn HP 71 in der Schleife ist, wird angezeigt "HP 71 ist auf Schleifenadresse n". Als nächstes werden der Status von HP 71 gelesen und angezeigt. Wenn der Status von HP 71 mit 0 angezeigt wird, ist das eine Anzeige dafür, daß die Getränkeerfassungseinrichtung normalerweise keine Daten sammelt und eine Bereitschaftsstellung einnimmt.

Die Datensammelschleife im HP 71 LOGGER-Programm kehrt in einen Status von 1 am Portable Plus zurück. Anschließend zeigt das DDFOT-Programm an "nun HP 71 nach Daten fragen". Nachdem HP 71 die Eichdaten übertragen hat, löscht das DDFOT-Programm die Anzeige am Portable Plus und nimmt eine Formatierung zur Anzeige des Ventilstatus der letzten fünf Ausgabevorgänge und der Leergetränkezählungen vor. In der nähere der oberen linken Ecke der Anzeige des Portable Plus befindet sich die Tagesanzeige in Stunden, Minuten und Sekunden. Die Sekunden leuchten in Realzeit auf. Jedesmal wenn der Portable Plus den HP 71 unterbricht, um Daten abzufragen, wird eine Anzeige 0 am rechten Rand der Anzeige von HP 71 eingeschaltet. Wenn die HP 71-Datensammelschleife die Daten zu dem Portable Plus überträgt, wird wiederum die Anzeige 0 ausgeschaltet. Beim normalen Arbeiten mit DDFOT gibt die Anzeige von HP 71 an "Daten sammeln" und die Anzeige 3 blinkt während des Datensammelns auf, unabhängig davon, ob der Portable Plus DDFOT angeschlossen ist oder nicht.

Ähnlich wie Portable Plus CTDRINKS und SUMMARY-Programme kann das DDFOT-Programm durch Drücken einer Taste unterbrochen werden. Wenn eine Unterbrechung auf diese Weise erfolgt, wird eine Mitteilung angezeigt:

Vorzeitiges Abschließen, nochmaliger Versuch oder Abweisen?

Durch Drücken der A-Taste an dieser Verbindungsstelle wird das DDFOT-Programm beendet. Durch Drücken der R-Taste wird bewirkt, daß das DDFOT-Programm nochmals selbst initialisiert wird und zur Abarbeitung kommt: Alle Informationen auf dem Bildschirm sind verloren. Durch Drücken der I-Taste wird bewirkt, daß das DDFOT-Programm wiederum weiter ausgeführt wird, ohne einen nochmaligen Start: Die Informationen auf dem Bildschirm werden auf übliche Art und Weise aktualisiert.

Die "Abbruch, nochmaliger Versuch oder Abweisen?"-Mitteilung kann auch in Abhängigkeit von verschiedenen Fehlern angezeigt werden, die durch DDFOT erfaßt werden. Der häufigste Fehler hierbei ist auch Schwierigkeiten mit der HPIL-Verkabelung zurückzuführen: man kann leicht vergessen, den Stecker in die HPIL-Kabel einzusetzen, oder man kann ein Kabel durch Bewegen des Portable Plus in unbeabsichtigter Weise lösen. Wenn üblicherweise ein Fehler erkannt wird, so ist lediglich zu prüfen, ob die Kabel angeschlossen und fest sitzen, und dann wird die R-Taste gedrückt, um das DDFOT- Programm zum weiteren Arbeiten zu starten.

Die normale Datensammelzeitauflösung des HP 71 LOGGER-Programms ohne die Laufzeit von DDFOT ist 200 Millisekunden. Wenn DDFOT implementiert ist, bewirkt die zusätzliche Belastung am HP 71, daß die Auflösung auf etwa 400 Millisekunden abnimmt.

Verwendung des Portable Plus als eine Massenspeichereinrichtung

Normalerweise wird HP82161A digitales Kassettenlaufwerk 22 verwendet, um die Rohdatendateien von der Getränkeaufzeichnungseinrichtung 12 aufzuzeichnen und sie wiederum in den HP Portable Plus 28 einzulesen. Der HP9114 Plattenbetrieb kann auf diese Weise wie das Kassettenlaufwerk verwendet werden. Wenn keiner dieser beiden Einrichtungen verfügbar ist, so kann der Portable Plus selbst hierfür genutzt werden, so daß er als eine Massenspeichereinrichtung für die Getränkeerfassungseinrichtung dient, wozu man das Southern Software Link Software-Paket anwendet, das als ein Teil des Software-Programms für den Portable Plus zur Verfügung steht. Für ein eingehendes Verständnis aller Möglichkeiten der Like Software sollte auf das Manual für Southern Software hingewiesen werden. Nachstehend werden jedoch vereinfachte Instruktionen zur Verwendung des Portable Plus als eine Massenspeichereinrichtung für die Getränkeerfassungseinrichtung angegeben.

1. Aufrufen des Link-Programms am Portable Plus durch Schreiben von "LINK" beim MS-DOS-Stichwort oder durch Wählen von Link von dem PAM-Menue. Das Programm Link fragt, welche Einrichtung verifiziert werden soll, wird als Antwort die Taste D gedrückt ("Platte") für den Massenspeicher. Dann fragt Link, wo eine Datei mit dem Namen HPILDISC aufgefunden werden kann. Normalerweise muß man RETURN drücken, um anzugeben, daß HPILDISC sich aus A: Antrieb ergibt.

HPILDISC fragt nach dem Kassettenband das Kassettenlaufwerk ab. Alle Dateien, die die Getränkeerfassungseinrichtung in den Massenspeicher einschreibt, wird in der HPILDISC-Datei am Portable Plus gespeichert.

2. Anschließen des Portable Plus an die Getränkeerfassungseinrichtung mit HPIL-Kabeln.

3. Rückkehren zum Hauptmenue des LOGGER-Programms am HP 71 (wenn die HP 71iger Anzeige angibt "Daten sammeln", drücken der Taste ENTER).

4. Wählen des Massenspeicher-Untermenues durch Drücken der Taste M an HP 71.

5. Wenn die Rohdatendatei auf dem Portable Plus ausgeschrieben werden soll, ist die R-Taste zu drücken und die Frage "Sichern Rohdaten? Y/N" ist durch Drücken der Y-Taste zu beantworten. Hier wird lediglich ein Merker gesetzt. Die Rohdaten werden in Wirklichkeit nicht ausgeschrieben. Es reicht aus, die Rohdaten zu sichern, um die Getränkekosten mit dem CTDRINKS-Programm am Portable Plus abzuschätzen.

6. Nun kann man den "Nunmehr Dateien sichern"-Befehl von dem Massenspeicher-Untermenue in der Getränkeerfassungseinrichtung verwenden, um die Rohdatendateien auf den Portable Plus auszuschalten.

7. Am Portable Plus wird die Wähltaste gedrückt und dann die E-Taste, um das Link-Programm zu verlassen. Die Datendateien von der Datenerfassungseinrichtung sind nunmehr in der HPILDISC-Datei im Portable Plus enthalten. Diese Dateien sind noch im LIF-Format anstelle des MS-DOS-Format. Die vorangehenden Erläuterungen unter Abschnitt VIII im Hinblick auf die Anwendung von READLIF, bei denen eine Umwandlung von LIF auf das MS-DOS-Format genommen wird, sind auch hier im allgemeinen anwendbar. Es muß aber READLIF mitgeteilt werden, daß es die HPILDISC-Datei aufsucht. Der geeignete Aufruf für READLIF unter diesen Umständen hat folgende Form

READLIF A:/HPILDISC/RAW0304 A:

oder synonyme Ausdrücke unter MS-DOS. Selbst wenn HPILDISC nicht als ein Unterbegriffname von MS-DOS angesehen wird, so wird es als ein solcher durch READLIF behandelt.

Natürlich ist die Erfindung nicht auf die vorangehenden bevorzugten Ausführungsformen beschränkt, sonder es sind zahlreiche Modifikationen und Abänderungen möglich, die der Fachmann im Bedarfsfall treffen wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Getränkeausgabevorrichtung, die eine Mehrzahl von Ventilanordnungen zur Ausgabe von Getränken unterschiedlicher Geschmacksrichtungen in Behälter unterschiedlicher Größe, und ein Datenerfassungssystem zum Erfassen und Speichern von Informationen bezüglich der von der jeweiligen Ventilanordnung ausgegebenen Getränke hat, gekennzeichnet durch:

    1. a) eine Einrichtung zum Erfassen des Öffnens und Schließens jeder Ventilanordnung, wobei ein Getränkeausgabezyklus eingeleitet wird, wenn eine Ventilanordnung geöffnet wird und dieser beendet wird, wenn eine Ventilanordnung geschlossen wird, und wobei diese Einrichtung Datensignale generiert, die das Öffnen und Schließen der jeweiligen Ventilanordnung angeben,
    2. b) eine Steuereinrichtung, die umfaßt:
      1. 1. eine Zeitgebereinrichtung zum kontinuierlichen Erzeugen von Tageszeitsignalen, und
      2. 2. eine Einrichtung zum Empfangen und Speichern der Datensignale und Tageszeitsignale, und
    3. c) eine Verarbeitungseinrichtung, welche von den gespeicherten Daten und Tageszeitsignalen das Volumen der von der jeweiligen Ventilanordnung ausgegebenen Getränks für eine erwähnte Zeitperiode im Laufe eines Tages oder im Laufe von Tagen bestimmt.


  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungseinrichtung ferner die Anzahl der Behälter ermittelt, die bis etwa einer vorbestimmten Füllhöhe gefüllt sind, sowie die Größe jedes Behälters bestimmt, der für die jeweilige Ventilanordnung während einer beliebigen gewählten Zeitperiode im Laufe eines Tages oder im Laufe von Tagen gefüllt wurde.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner eine Eicheinrichtung zum Erzeugen von Informationen enthält, die sich auf die Geschmacksrichtung des für die jeweilige Ventilanordnung ausgegebenen Getränks bezieht, wobei die Verarbeitungseinrichtung die Geschmacksinformation der Anzahl und Größe der gefüllten Behälter zuordnet.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der gefüllten Behälter von der Verarbeitungseinrichtung von der Anzahl von Ausgabevorgängen bestimmt wird, wobei ein Ausgabevorgang durch das Öffnen einer bestimmten Ventilanordnung mit anschließendem Schließen dieser Ventilanordnung nach einer ersten vorbestimmten Zeit definiert ist und ein anschließendes Ausgießen für dasselbe Ventil innerhalb einer zweiten vorbestimmten Zeit als ein Ausfüllen des vorangehenden Ausgießens definiert wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungseinrichtung Auffüllvorgänge oberhalb einer fest vorgegebenen Anzahl als gesonderte Ausgabevorgänge interpretiert, und daß die gesonderten Ausgabevorgänge nicht das Schließen dieser Ventilanordnung innerhalb der ersten vorbestimmten Zeit enthält und diese als ungeradzahlige Ausgabevorgänge gespeichert werden.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner enthält:

    eine Massenspeichereinrichtung (22), die mit der Steuereinrichtung gekoppelt ist, wobei die Massenspeichereinrichtung eine wesentlich größere Speicherkapazität als die Speichereinrichtung der Steuereinrichtung hat, und

    eine Einrichtung, die auf ein gewünschtes Tageszeitsignal anspricht, um automatisch die Daten von der Speichereinrichtung zu der Massenspeichereinrichtung zu übergeben.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungseinrichtung Daten verarbeitet, die sie von der Massenspeichereinrichtung empfängt.
  8. 8. Verfahren zum Betreiben einer Getränkeausgabevorrichtung, die eine Mehrzahl von Ventilanordnungen zur Ausgabe von jeweiligen Getränken unterschiedlicher Geschmacksrichtungen in Behältern mit unterschiedlichen Größen und ein Datenerfassungsverfahren hat, um Informationen bezüglich der von der jeweiligen Ventilanordnung ausgegebenen Getränke zu erfassen und zu speichern, dadurch gekennzeichnet, daß folgende Schritte vorgesehen sind:

    1. a) Erfassen des Öffnens und Schließens der jeweiligen Ventilanordnung, wobei ein Getränkeausgabezyklus eingeleitet wird, wenn eine Ventilanordnung geöffnet wird, und derselbe beendet wird, wenn eine Ventilanordnung geschlossen wird, und wobei die erfaßten erzeugten Datensignale das Öffnen und Schließen der jeweiligen Ventilanordnung angeben,
    2. b) kontinuierliche Generierung von Tageszeitsignalen,
    3. c) Empfangen und Speichern der Datensignale und der Tageszeitsignale, und
    4. d) Bestimmen aus den gespeicherten Daten und Tageszeitsignalen das Volumen des Getränks, das die für die jeweilige Ventilanordnung während einer gewählten Periode im Laufe eines Tages oder im Laufe von Tagen ausgegeben wurde.


  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ferner der Schritt vorgesehen ist, gemäß dem die Anzahl der Behälter bestimmt wird, die auf etwa eine vorbestimmte Füllhöhe gefüllt wurden und die Größe jedes mit der jeweiligen Ventilanordnung gefüllten Behälters während irgendeiner beliebig gewählten Periode im Laufe eines Tages oder im Laufe von Tagen bestimmt wird.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ferner der Schritt enthalten ist, gemäß dem Informationen bezüglich der Geschmacksrichtung des ausgegebenen Getränkes der jeweiligen Ventilanordnung generiert werden und die Geschmacksinformationen der Anzahl und Größe der gefüllten Behälter zugeordnet werden.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der gefüllten Behälter durch die Anzahl der Ausgabevorgänge bestimmt wird, wobei ein Ausgabevorgang durch das Öffnen einer bestimmten Ventilanordnung und ein anschließendes Schließen der Ventilanordnung nach einer ersten vorbestimmten Zeit definiert wird, und wobei ein anschließendes Ausgeben mit der gleichen Ventilanordnung innerhalb einer zweiten vorbestimmten Zeit als ein Auffüllen des vorangehenden Ausgabevorganges definiert wird.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ferner der Schritt enthalten ist, gemäß dem Auffüllvorgänge oberhalb einer fest vorgegebenen Anzahl als separate Ausgabevorgänge interpretiert werden, die separaten Ausgabevorgänge als ungeradzahlige Ausgabevorgänge gespeichert werden, die kein Schließen der Ventilanordnung innerhalb der ersten vorbestimmten Zeit enthalten.






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